Über den „friedlichen“ Staatsstreich in Brasilien

61539Dieser Artikel ist ursprünglich im Juni 2016 in der kubanischen Parteizeitung Granma erschienen. Er ist hochaktuell. Eine Zweidrittelmehrheit korrupter brasilianischer Senatoren hat Präsidentin Rousseff für abgesetzt erklärt. In Venezuela versuchen dieselben politischen Kräfte den Sturz des Präsidenten Maduro. Die progresssive Entwicklung in Lateinamerika ist in höchster Gefahr. Hier der Granma-Artikel, den wir von der September-Ausgabe des RotFuchs übernommen haben:

Dramatische Warnung Leonardo Boffs

Von Luis Manuel Arce Isaac

leonardo_BoffDer brasilianische Befreiungstheologe und Philosoph Leonardo Boff sagte über den Staatsstreich gegen die Präsidentin Dilma Rousseff: „Wenn die Armen wüßten, was man gegen sie zusammenbraut, würden die Straßen Brasiliens nicht ausreichen, um die Zahl der Demonstranten aufzunehmen, die dagegen protestieren.“ Ohne Zweifel eine dramatische Beobachtung, die da aus dem Innern des riesigen Brasilien kommt und alle Küsten Amerikas erreicht, auch die der Vereinigten Staaten, weil die Länder in ihrer Gesamtheit davon betroffen sind.

„Was braut man gegen die Armen zusammen? Das muß man diejenigen fragen, die damit beschäftigt sind, z.B. die hohen Beamten der ,Sicherheitsbehörden‘ der Vereinigten Staaten, die vor einigen Tagen der ,Washington Post‘ und der ,Los Angeles Times‘ gegenüber enthüllten, daß ,Venezuela sich am Rande eines möglicherweise gewaltsamen Kollapses befindet‘.“

Wer hat eigentlich Angst vor der Revolution?

Worin liegt das Gefährliche dieser Enthüllung? Dieselben Beamten bekannten beiden Medien, daß „Washington wenig Einfluß oder Macht hat, um dort einzugreifen“, daß man „besorgt“ darüber sei, wie sich die Krise entwickle und daß es schon nicht mehr um das Ende der chavistischen Regierung, sondern um eine Explosion der politischen Gewalt gehe. Zufällig erklärte der Oppositionelle Henrique Capriles, daß das Land „eine Bombe“ sei, die explodieren könne, wenn die Regierung nicht zulasse, daß das Amtsenthebungsverfahren (Impeachment) in diesem Jahr durchgeführt werde. Er betonte, daß die Venezolaner Angst vor „einer sozialen Explosion“ hätten, die aus Unzufriedenheit mit der aktuellen Regierung entstehen könnte. Und er rief sofort zur Gewalt auf: „Wir müssen verstehen, daß hier die Dinge nicht von allein laufen, daß sie davon abhängen, was jeder einzelne von uns macht“, sagte er an der Seite des Parlamentspräsidenten Henry Ramos Allup, eines der Urheber des Aufstands, der 1989, zur Zeit der Regierung von Carlos Andrés Pérez, über 3000 Tote forderte. Offensichtlich sind Capriles und Ramos Allup die Anstifter und Drahtzieher der Krise, von der die Beamten der CIA sprechen, die Washington so „beunruhigt“.

Eine Revolution in Brasilien? Ja, aber noch keine sozialistische!

Boff nimmt sein Land als Beispiel und würdigt, daß der Aufstieg der Arbeiterpartei in die Regierung die wahrhaft friedliche Revolution bedeutet habe, die sich ereignete, als Lula zum ersten Mal von denen ohne Macht zum Präsidenten gewählt worden sei: von Menschen aus der Peripherie, aus der Tiefe Brasiliens, der neuen Gewerkschaftsbewegung, den Intellektuellen, der Linken und der Volkskirche mit Tausenden von Basisgemeinden. Ihnen allen gelang es in einem langen und schmerzhaften Prozeß, die soziale Macht, die sie angesammelt hatten, in eine politische Macht der Partei zu verwandeln, von der aus sie eine authentische Revolution durchführten.

Die Konterrevolution schläft nicht!

„Warum sprechen wir jetzt von diesem ganzen Prozeß?“, fragt Boff. „Weil in Brasilien eine Konterrevolution im Gange ist mit den alten oligarchischen Eliten, die nie einen Arbeiter als Präsidenten akzeptiert hatten. Es gibt eine konservative und verbitterte Rechte, die mit den Banken und dem Finanzsystem, nationalen und internationalen Investoren und Sektoren der korrupten Judikative verbunden ist und unter dem Schatten Washingtons steht, dessen Außenpolitik niemals eine Macht im südlichen Atlantik, die mit BRICS liiert ist, akzeptiert.

Die „friedlichen“ Methoden des Imperialismus

Das Impeachment der Präsidentin Dilma ist ein Kapitel dieser Verweigerung, genauso wie das Revokatorium (Abberufung) in Venezuela und der Gerichtsprozeß, den sie gegen Cristina Fernandez anstrengen wollen, um die Verdienste des Kirchnerismus aus der historischen Erinnerung Argentiniens zu löschen, oder wie der Schlamm, unter dem sie versuchen, Evo Morales zu begraben, um die großen Leistungen seiner Regierung zu verbergen.

Es geht um das Erdöl Venezuelas

Das Kronjuwel ist aber weiterhin Venezuela, wo es eine ideologisch definierte bolivarische Revolution gibt, die man, nach dem, was sich in Argentinien und Brasilien ereignet hat, zerstören muß, um das geopolitische Panorama verändern zu können. Das schließt auch eine Wiederauferstehung der OAS mit einer Gallionsfigur wie Luis Almagro ein, der eine militärische Aktion gegen Venezuela legitimieren würde, wie sie bereits angedeutet und öffentlich von Miami aus vom ehemaligen kolumbianischen Präsidenten Álvaro Uribe gefordert wurde.

Zurück in die Sklaverei

Dann wäre der Weg frei, um Lateinamerika und die Karibik zum Weideplatz eines schrecklichen Neoliberalismus zu machen, wie man ihn in Argentinien bereits sehen kann. Die Freihandelsabkommen und Pakte wie die Transpazifische Allianz werden sich unserer Ökonomien bemächtigen, und jegliche Struktur der Integration, die mit soviel Mühe geschaffen wurde, wird unter der Herrschaft des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank zusammenbrechen.

Sie werden wieder Erde essen müssen…

Die Auslandsverschuldung hat sich unter Mauricio Macri in Argentinien wieder eingestellt und wird die Etats für Ernährung, Gesundheit und Bildung verschlingen, die privatisierten nationalen Reichtümer werden die Truhen der Reichen füllen, und Hunger und Krankheiten werden die Armen töten. Wie sie die Venezolaner der Elendsviertel auf den Hügeln um Caracas töteten, bevor Chávez kam, die Bolivianer vor Evo, die Brasilianer vor Lula und Dilma und die Argentinier vor Kirchner und Cristina, als der wilde Neoliberalismus von Carlos Saúl Menem sie zwang, Erde zu essen.“

Etwas wie dieses oder noch Schlimmeres braut sich für die Armen in Lateinamerika und der Karibik zusammen, und das ist es, was uns Leonardo Boff auf so dramatische Art sagen möchte.

Aus „Granma“, Juni 2016

Quelle: Rotfuchs, September 2016.


Cuba se pronuncia sobre destitución de Dilma: Es una ofensiva del imperialismo

Dilma

Dilma Rousseff

LA HABANA, CUBA. —El Gobierno Revolucionario de la República de Cuba rechazó enérgicamente el golpe de estado parlamentario-judicial que se ha consumado contra la Presidenta Dilma Rousseff, ocurrido en el último día del mes de agosto.La separación del gobierno de la Presidenta, sin que se presentara ninguna evidencia de delitos de corrupción ni crímenes de responsabilidad, y con ella del Partido de los Trabajadores (PT) y otras fuerzas políticas de izquierda aliadas, “constituye un acto de desacato a la voluntad soberana del pueblo que la eligió”, señaló la Cancillería en un comunicado emitido el pasado 31 de agosto.

Precisó que, durante los gobiernos de Luiz Inácio Lula da Silva y Dilma Rousseff, se impulsó un modelo económico-social que permitió a Brasil dar un salto en su crecimiento productivo con inclusión social, la defensa de sus recursos naturales, la generación de empleo, el combate a la pobreza, la salida de la miseria de más de 35 millones de brasileños que vivían en condiciones inhumanas y la elevación del ingreso de otros 40 millones, la ampliación de las oportunidades en la educación y la salud del pueblo, incluidos sectores hasta entonces marginados.

Recordó que durante los periodos petistas, Brasil ha sido un activo impulsor de la integración latinoamericana y caribeña. La derrota del Acuerdo de Libre Comercio para las Américas (ALCA), la convocatoria a la Cumbre de América Latina y el Caribe sobre Integración y Desarrollo (CALC) que llevó a la posterior creación de la CELAC, y la constitución de UNASUR, son acontecimientos trascendentales en la historia más reciente de la región que demuestran el protagonismo de ese país.

Asimismo, su proyección hacia las naciones del Tercer Mundo, en especial de África; su activa membrecía en el Grupo BRICS (Brasil, Rusia, India, China y Sudáfrica) y su desempeño en el marco de la Organización de las Naciones Unidas, la Organización de las Naciones Unidas para la Alimentación y la Agricultura (FAO) y la Organización Mundial del Comercio, entre otras, constituyen un reconocimiento a su liderazgo internacional.

Merece elogio también la ejecutoria brasileña bajo los gobiernos del PT en temas cruciales de la situación internacional en defensa de la paz, el desarrollo, el medio ambiente y los programas contra el hambre. Son ampliamente conocidos los esfuerzos de Lula y Dilma por reformar el sistema político y ordenar el financiamiento de los partidos y sus campañas, así como en el apoyo a las investigaciones contra la corrupción que fueron abiertas y a la independencia de las instituciones encargadas de ellas.

Las fuerzas que ahora ejercen el poder han anunciado medidas privatizadoras sobre las reservas petrolíferas en aguas profundas y cortes a los programas sociales. Igualmente, enuncian una política exterior que privilegia las relaciones con los grandes centros de poder internacionales. No pocos de quienes juzgan a la Presidenta están bajo investigación por actos de corrupción.

“Lo ocurrido en Brasil es otra expresión de la ofensiva del imperialismo y la oligarquía contra los gobiernos revolucionarios y progresistas de América Latina y el Caribe, que amenaza la paz y la estabilidad de las naciones, contraviniendo el espíritu y la letra de la Proclama de América Latina y el Caribe como Zona de Paz, firmada en la II Cumbre de la CELAC, en enero de 2014, en La Habana por los Jefes de Estado y de Gobierno de la región”.

Por supuesto, la voz de Cuba es autoridad política en el mundo, por haberse gestado de un proceso revolucionario que ha logrado enfrentar diversas operaciones de desestabilización política desde el exterior; atentados terroristas; más de 600 intentos de asesinados del Comandante Fidel Castro, cuando entonces fungía como Presidente del país; una invasión militar y diversas crisis planificadas por los Estados Unidos.  De tal manera que, sí afirma que ha sido el imperialismo lo que orquestó el ‘impeachment’ contra Dilma Roussef, es porque algo de experiencia tiene para decirlo. Nada es casual cuando la Revolución Cubana alza la voz hacia el mundo.

Por eso, Cuba ratificó su solidaridad con la Presidenta Dilma y  Lula, con el Partido de los Trabajadores, y expresó su confianza en que el pueblo brasileño defenderá las conquistas sociales alcanzadas, se opondrá con determinación a las políticas neoliberales que intenten imponerle y al despojo de sus recursos naturales.

Fuente: Alberto Buitre

HAVANNA, KUBA. – Die Revolutionäre Regierung der Republik von Kuba hat energisch gegen den parlamentarischen – richterlichen Staatsstreich protestiert, der Ende Auguast 2016  gegen die Vorsitzende Dilma Rousseff geschehen ist.
Die Absetzung der Vorsitzenden der Regierung, ohne daß ihr, der Partei der Arbeiter (PT) und und anderen mit ihr verbundenen politischen verbundenen linken Kräften ein Korruptionsvergehen oder ein anderes Verbrechen nachgewiesen werden konnte, ist eine Tat der Respektlosigkeit vor dem souveränen Willen des Volkes, das sie gewählt hat, erklärte am 31. August Bruno Rodríguez Parrilla, der Außenminister Kubas.
Er hat sagte, daß während der Regierungen von Luiz Inácio Lula da Silva und Dilma Rousseff ein wirtschaftliches-soziales Modell in Gang gesetzt wurde, das es Brasilien erlaubt, unter Berücksichtigung sozialer Belange in seinem produktiven Wachstum einen großen schritt vorwärts zu kommen. Es ermöglicht die Verteidigung seiner Naturressourcen, den Kampf gegen die Armut bildet eine Ausweg aus der sozialen Misere von über 35 Millionen Brasilianern, und hilft, die unmenschlichen Bedingungen bei der Erziehung und im Gesundheitswesen des Volkes zu beseitigen.
Er erinnert darn, daß Brasilien ein führendes Aktiv der lateinamerikanischen und karibischen Integration war. Die Niederlage des Freihandeslabkommens mit den USA (ALCA), die Einberufung eines Gipfeltreffens von Lateinamerika und der Karibik zur Integration und Entwicklung (CALC), die spätere Gründung der CELAC, und der Zusammenschluß von UNASUR sind überregionale Ereignisse der jüngsten Geschichte der Region, die die führende Rolle dieses Landes beweisen.
Auch seine Projekte in der Dritten Welt, besonders in Afrika; seine aktive Mitgliedschaft in der Gruppe BRICS (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) und seine aktive Beteiligung im Rahmen der Vereinten Nationen, der UNo-Organisation für Ernährung und die Landwirtschaft (FAO) und der Welthandelsorganisation sprechen für seine internationalen Führungsrolle.
Große Anerkennung verdienen auch die brasilianischen Maßnahmen unter der Regierungen der PT zu wesentlichen Fragen der internationalen Sicherheit, der Entwicklung, der Umwelt und zu den Programmen gegen den Hunger. Weithin bekannt sind auch die Anstrengungen von Lula und Dilma, das politische System und die Parteienfinanzierung umzugestalten, sowie gegen die Korruption vorzugehen.
Die Kräfte, die jetzt die Macht ausüben, haben Privatisierungsmaßnahmen für Erdölreserven und Einschnitten in den sozialen Programmen angekündigt. Gleichzeitig äußern sie eine Außenpolitik, die die Beziehungen zu den großen internationalen Machtzentren bevorzugt.
„Das Geschehen in Brasilien ist ein Ausdruck für die Offensive des Imperialismus und der Oligarchie gegen die revolutionären Regierungen und fortschrittlichen Kräfte in Lateinamerika und der Karibik, die die Ruhe und die Stabilität der Nationen bedroht und gegen Geist und Buchstaben des Aufrufs von Lateinamerika und der Karibik beim II. Gipfeltreffen der CELAC vom Januar 2014 in Havanna verstößt.“
Natürlich ist die Stimme von Kuba, die während des  revolutionären Prozesses entstanden ist, eine politische Autorität in der Welt. Sie hat erreicht, verschiedene Operationen der politischen Destabilisierung zu verhindern, zahllose terroristische Anschläge, über 600 Versuche zur Ermordung des Kommandanten Fidel Castro, der dann Präsident des Landes wurde, die militärische Invasion und verschiedene von den Vereinigten Staaten geplante Krisen abzuwenden. Auf solche Weise war auch das „Impeachment“ gegen Dilma Roussef ein durch den Imperialismus orchestriertes Verbrechen. Nichts ist zufällig, wenn die Kubanische Revolution ihre Stimme dagegen erhebt.
Deshalb hat Kuba seine Solidarität mit der Vorsitzende Dilma und Lula, und mit der Partei der Arbeiter unterstrichen, und hat sein Vertrauen ausgedrückt, daß das brasilianische Volk seine erreichten sozialen Errungenschaften verteidigen wird, sich der Herrschaft durch die politischen Neoliberalen, die zu imponieren versuchen und der Plünderung seiner Naturressourcen. widersetzen wird.
Quelle: Alberto Buitre

Was ist eine Revolution?

Die Revolution (lat.) ist eine grundlegende qualitative Veränderung in der menschlichen Gesellschaft. Als soziale Revolution vollzieht sie die entscheidende Wendung im Leben der Gesellschaft und des Staates durch den Sturz der überlebten, und die Errichtung einer neuen, fortschrittlichen Gesllschaftsordnung.

Die bürgerliche Revolution ist eine gegen den Feudalismus gerichtete Revolution, durch die die Staatsmacht in die Hände der Bourgeoisie übergeht. Sie führt zur Schaffung bürgerlicher Zentralstaaten und beseitigt die Hindernisse, die der Entwicklung des Kapitalismus entgegenstehen. – Die bürgerlich-demokratische Revolution ist eine bürgerliche Revolution, in der die überwiegende Mehrheit des Volkes, die werktätigen Massen, ihre ökonomischen und politischen Forderungen erhebt und als vorwärtstreibende Kraft für den Sieg der Revolution kämpft und in der dann die Voraussetzung für die sozialistische Revolution gegeben sind, wenn das Proletariat unter Führung der marxistisch-leninistischen Partei und im Bündnis mit den werktätigen Bauern die Massen führt.

Die sozialistische (proletarische) Revolution führt zur Errichtung der Diktatur des Proletariats, hebt das Privateigentum an den wichtigsten Produktionsmitteln auf und vollzieht damit den Übergang zu einer Gesellschaft, in der erstmals die Menschen ihre Geschichte bewußt, mit Einsicht in die Bewegungsgesetze der Gesellschaft gestalten. Die sozialistische Revolution verläuft ihrem Grundinhalt nach überall gleich. Das Grundbeispiel hierfür bildet die Sowjetunion. Zugleich gilt es, in der sozialisischen Revolution bestimmt nationale Besonderheiten und Traditionen zu berücksichtigen.

Quelle: Meyers Jugendlexikon, VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1976, S.548f.

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11 Antworten zu Über den „friedlichen“ Staatsstreich in Brasilien

  1. Hanna Fleiss schreibt:

    Sowohl in Brasilien als auch in Venezuela (unter dem „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“) wurden die alten „Eliten“ unbehelligt gelassen, weder enteignet, noch aus dem politischen Leben verbannt. Die nun in aller Gemütlichkeit das, was sie beim Profitscheffeln stören könnte, nämlich die progressiven Regierungen, auf „legale“ Weise entsorgt bzw. entsorgen will. Dass die USA daran das allerhöchste Interesse hatten, muss nicht erklärt werden. So wurden gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen, und das auf „friedlichem Wege“. Zwar nicht vergleichbar, aber irgendwie alles bekannt. Bush jun. hätte die US-Army geschickt, Obama versuchte es auf „ostdeutschem Wege“. Seiner Gefolgschaft kann er sich sicher sein.

    • Rheinlaender schreibt:

      Wenn Amerika südlich der USA einen Rechtsruck (ein sehr bürgerliches Wort) erleben sollte, wird sich wohl kaum was ändern. Die Südamerikaner ticken einfach anders : Kuba, Bolivien, Nikaragua, Equador, Argentinien und noch gestern Venezuela haben seltsamer weise gar keine “Ansteckungsgefahr” für die anderen Staaten bedeutet. Hat denn keiner von denen Stalin, Lenin oder das kommunistische Manifest gelesen?

      Wenn sozialdemokratische Regime abgewählt werden, muss man nicht traurig sein. Sozialdemokraten – weltweit – werden ja EXTRA von den Grosskapitalisten gekauft, um bei Bedarf (danach) wieder eine rechte oder gar faschistische Herrschaft zu installieren. Eine kapitalistische Militärdiktatur wie damals in Brasilien / Argentinien können Wir heute weglassen, da sie für die Superreichen unbezahlbar und viel zu anfällig für Opposition wäre. Deshalb gibt es unter Sozialdemokraten weiterhin eine grosskapitalistische Presse, Verbände der Superreichen plus Millitär / Polizei Führer die extrem rechts stehen. Dabei haben Marx, Lenin und Stalin ganz genau beschrieben, warum sämtliche Organisationen der Superreichen wegmüssen.

      Die Sozis wissen theoretisch ganz genau, dass sie diese Dreifaltigkeit beenden müssen. Sie wissen auch, dass es generell keine Grosskapitalisten geben darf. Aber es ist ja gerade Aufgabe der Sozis den Kapitalismus zu erhalten. In Europa haben ja gerade die Sozis die Armen ins Elend gesteckt und die Millionärs / Millardärszahlen erhöht. Und die Sozis haben auch Streiks und Proteste viel wirkungsvoller verhindert als “Konservative”. Bei einem konservativen Regime, müsste der linke SOZI Flügel ja an Protesten selber teilnehmen. Die LÜGEN ihren Wähler seit dem WK2 immer wieder vor: Wir haben das Beste (LACH) für euch rausgeholt. Nach dem menschen verachtenden Motto: Bei uns habt ihr tolle 1 Euro Jobs; die CDU / FDP würde euch nur 50 Cent geben.

      Nochmal: Genau dazu sind die Sozis ja da, und wissen dass sie dann bei hohen Bezügen / Renten/ JUDASLOHN AUSGETAUSCHT werden. Wer hat UNS verraten: Sozialdemokraten! Sozis sind typischer weise verlumpte Existenzen wie Gerhard Schröder / Joseph Fischer /Scharping oder verkrachte Kleinbürger mit Beamten Mentalität wie Sarazin, Helmuth Schmidt, Vogel oder Annemarie Renger

      Übrigens: Selbst wenn chinesische/russische Geschäfte für die Latinos besser sind als mit dem USA PLEITE Regime , würde das südamerikanische Grosskapital – zur Zeit – sogar auf Profite verzichten. Genau wie das deutsche Grosskapital die Sanktionen gegen Russland – zur Zeit – im Auftrag der USA in Euroopa durchpeitscht.

      Lenin schrieb : Kapitalisten verzichten auf Profit, um den Sozialismus zu zerstören. Heute verzichten Kapitalisten auf Profit, um kapitalistische zu zerstören, welche (noch) nicht imperialistisch sind.

      Liebe Sozial-„Demokraten“: Ihr seid erst glaubwürdig, wenn Ihr die superreichen Bonzen der Medien, Industrie, Banken, Handel, Dienstleitungen für mindestens 10 Jahre gemeinnützige Arbeit in Fabriken / Landwirtschaft verrichten lässt, oder wegen Terrorismus / Verrat am eigenen Volk die nächsten 20 Jahre hinter Gitter steckt.

  2. heums schreibt:

    Es darf keinen Kapitalismus in Brasilien geben. Michael Temer will Brasilien der Wirtschaftskrise ausliefern, viele frustrierte Bürger wird er hervorbringen. Dieses imperialistische Arschloch gehört in den Knast und nicht in den Präsidentenpalast!!!

    • sascha313 schreibt:

      Heums, der Kommentar von Hanna sagt es bereits: es gab und es gibt nach wie vor nichts anderes als Kapitalismus in allen amerikanischen Staaten (außer Kuba). Die Lektion aus Chile 1973 wurde auch in Brasilien nicht gelernt. Das Volk wird dafür bezahlen müssen.

  3. Ich will hier nicht so weit gehen und auf die Lehren der Pariser Kommune oder die Aussagen Lenins in Staat und Revolution verweisen.
    Jedoch so ist das und so war das auch in Chile. Wenn es schon möglich ist, innerhalb des Systems der „Bürgerlichen Demokratie“ durch die Unfähigkeit einer alten Regierung durch Wahlen hohe Positionen zu erlangen, muß aber auch unverzüglich eine demokratische gerechte Umgestaltung der Gesellschaft in Angriff genommen werden. Und da wird man die Nutznießer und Verursacher der alten Ordnung auch benennen und auf die Füße treten müssen. Nicht zu vergessen, die ausländischen Interessenverbände. Selbst bürgerliche Rechtssysteme beinhalten oft die Möglichkeit der Enteignung derer, welche der Gesellschaft, also dem „Volk“ Schaden zugefügt haben. Wer das nicht versteht, wird immer die schwer errungene hohe Position in der Politik jedes Landes wieder verlieren. Geht er nicht freiwillig, verliert er oft sogar sein Leben. Jeder Versuch, eine auf Ausbeutung beruhende Gesellschaft zu einer gerechten Gesellschaft zu machen, braucht aber vor allen Dingen das Militär auf seiner Seite. So etwas ist unumgänglich. Besteht es doch überwiegend aus den Söhnen und in letzter Zeit auch immer mehr aus den Töchtern derer, die mit ihren Händen den gesellschaftlichen Reichtum schaffen und trotzdem in bitterster Armut leben. Wie heißt es doch: „Auf der Wiese der Hoffnung weiden viele Narren“

    • Doed schreibt:

      Jep, das ist auch meine Ansicht. Diese pazifistische und antimilitaristische Haltung hatte ich auch. Aber irgendwo besteht auch eine Notwendigkeit. Meine Ansichten rührten damals aber vor allem unter dem Eindruck des Irak-Kriegs. Aber ein imperialistischer Staat und seine Armee ist immer noch etwas anderes als ein Staat, der Völkerfreundschaft und Gerechtigkeit als Staatsdoktrin hat. Dass gerade Ostdeutsche dank Armut überrepräsentiert in der Bundeswehr sind, verwundert auch nicht. Manche Menschen gehen eben diesen Weg um wenigstens soziale Sicherheit zu haben.

  4. Ach ich Depp. Was Wichtiges hatte ich ja noch vergessen. Der Mensch wurde ja in den zurückliegenden Jahrzehnten sehr verunsichert, die Begriffe Sozialismus/ Kommunismus betreffend. Nach 1945 gab es ja im Osten Deutschlands auch erst mal eine antifaschistisch-demokratische Umwälzung. Dass wir uns zum Aufbau des Sozialismus entschlossen, kam ja erst 7 Jahre später. In unserer Zeit sollte der Versuch, des Aufbaus einer gerechteren Gesellschaft und die Abschaffung einer auf Ausbeutung des Menschen beruhenden Gesellschaft anders genannt werden. Mein Vorschlag: ANTIMONOPOLISTISCHE, ANTIMILITARISTISCHE, DEMOKRATISCHE UMWÄLZUNG

    • sascha313 schreibt:

      …die entscheidende Frage ist doch: Wem gehören die Produktionsmittel? In der DDR gab es eine schrittweise Enteignung. Das war nicht unproblematisch. In der Sowjetunion gab es zuvor deshalb einen Bürgerkrieg. Doch die Sowjetmacht hatte gesiegt!

  5. Die wichtigsten mein lieber Sascha. Die WICHTIGSTEN.

  6. Hallo Sascha, ich wollte Dich nicht verbessern als ich schrieb: Die Wichtigsten PM.
    Ich hoffe, Du bist nicht gekränkt.
    Gruß fürchtenix

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