Bereitet der Westen einen Krieg gegen Rußland vor?

natozugMan muß nicht unbedingt ein Kommunist sein, um zu erkennen, daß der Imperialismus – wenn er nicht überwunden wird – zum Untergang der Menschheit führt. Immerhin haben am letzten Wochenende etwa 330.000 Menschen in sieben Städten der BRD gegen den Einfluß des USA-Imperialismus protestiert. Das ist zwar ein verschwindend geringer Prozentsatz der BRD-Bevölkerung (0,4%) – dennoch: Es ist so ziemlich das erste Mal nach 1990, daß sich auf diese Art Massenproteste in der ach so wohlhabenden und blitzsauberen BRD bemerkbar machen. Noch sind diese Protestaktionen nur ein schwaches Zeichen der Unzufriedenheit der Bevölkerung, noch zieht es die große Masse der Einwohner dieses Landes vor, stumm hinzunehmen, was ihr angetan wird – verschärfte Ausbeutung, Bevormundung, Überwachung, Medienlügen, wachsende Kriminalität in allen Bereichen, zunehmender Egoismus, Preiserhöhungen, Steuererhöhungen, staatliche Zwangsmaßnahmen, Bereicherungssucht auf Kosten und anderer und nicht zuletzt KRIEG. Man mag sich über die künftige Gesellschaft noch uneinig sein. Man mag vom Sozialismus, von der DDR usw. halten was man will, doch eines ist klar: Es steht mehr auf dem Spiel, als den meisten bewußt ist, im Grunde genommen ALLES… 

Jens Wernicke im Gespräch mit dem Schriftsteller und Juristen Dr. Wolfgang Bittner

Herr Bittner, im Internet kursieren inzwischen massenweise Videos, die mit Hunderten Panzern beladene Züge zeigen, die durch Deutschland in Richtung Rußland fahren. Die Medien spielen die Geschehnisse herunter und haben offenbar die Devise ausgegeben, daß „unsere Freiheit“ inzwischen auch auf der Krim verteidigt wird; die Politik leugnet und behauptet, es geschähe nichts, was nicht schon immer geschehen sei. Was geschieht hier genau?

Seit 1989, der sogenannten Wiedervereinigung Deutschlands, die wir bekanntlich der Entspannungspolitik Gorbatschows [1] zu verdanken haben, waren wir mehrere Jahre lang auf einem guten Wege der Verständigung mit Rußland. Es begann damals eine Zeit gutnachbarlicher Beziehungen wirtschaftlicher und kultureller Art. Gorbatschow hatte die Zusage, daß sich die NATO nicht weiter nach Osten ausdehnen würde. Im Gespräch war nach der Auflösung des Warschauer Pakts sogar ein gesamteuropäisches Verteidigungsbündnis unter Einbeziehung Rußlands. Und man glaubt es kaum: 2001 hielt der russische Präsident Wladimir Putin eine Rede im deutschen Bundestag, in der er vom Wert der Beziehungen Europas zu den Vereinigen Staaten sprach, zugleich aber auch von einem gemeinsamen europäischen Wirtschafts-, Kultur- und Verteidigungsraum. Auf diese Vision – nennen wird das mal so – sind die europäischen Politiker nicht eingegangen, das haben die USA verhindert. Man muß sich mal in Erinnerung rufen: Wladimir Putin sprach von Goethe, Schiller und Kant, er konstatierte, Deutschland sei der wichtigste Wirtschaftspartner Rußlands, einer der Hauptinvestoren und ein maßgeblicher außenpolitischer Gesprächspartner. Er bekam sehr viel Beifall.
Wenn wir nun die heutige politische Situation betrachten, kann es einem nur grausen: Tausende Soldaten, Panzerbataillone, Kampfjets, Bomber, Raketen- und Radarstellungen an den russischen Grenzen. Das hat doch nichts mit Verteidigung zu tun, wie man uns weismachen will. Ganz offensichtlich rüsten die westlichen Politiker und ihre Militärs, unterstützt von den Journalisten der großen Medien, zum Krieg. Dahinter stehen die Hardliner und Lobbyisten des militärisch-industriellen Komplexes – wie man das nennt – in den USA und in der NATO sowie zahlreiche Propagandisten einer imperialen USA-Politik.
Der Vorwand für das Vorgehen gegen Rußland ist dabei die angebliche Annexion der Krim – in Wirklichkeit handelt es sich dabei um eine Sezession, und das ist ein wesentlicher Unterschied. Nach dem gewalttätigen Putsch in Kiew und der Einsetzung der USA-Marionetten Jazenjuk und Poroschenko hat sich die Krim von der Ukraine abgespalten. Das ist verständlich, denn den Krim-Bewohnern hat das Gleiche bevorgestanden wie der Bevölkerung in der Ostukraine. Es wurde ein Referendum abgehalten, und bei einer Wahlbeteiligung von 83 Prozent sprachen sich 96 Prozent für den Anschluß der Autonomen Republik Krim an die Russische Föderation aus. Das ist völkerrechtlich nicht zu beanstanden.
Nicht erst seit diesem Zeitpunkt wird Putin als intriganter, kriegslüsterner Diktator hingestellt, als der Leibhaftige in Person, der die alte UdSSR wiederherstellen wolle. Tatsächlich spricht er aber in all seinen Reden, die ich bisher gelesen habe, beständig von der Notwendigkeit guter Beziehungen mit Westeuropa und den USA und wirbt für einen gemeinsamen Wirtschafts- und Kulturraum von Wladiwostok bis Lissabon.

Was meinen Sie: Warum sind die westlichen Politiker nicht auf das Angebot Putins eingegangen?

Das werden die USA, denen offensichtlich nicht an einem friedlichen, prosperierenden Gesamteuropa liegt, durchkreuzt haben. Ich war ziemlich erschüttert, nachdem ich mir die Rede des seinerzeitigen Direktors eines einflußreichen USA-Think Tanks, George Friedman, angehört habe. Er ist einer der Bellizisten der Republikaner und sagte im Februar 2015 in Chicago: Ziel der USA-Politik seit einem Jahrhundert sei gewesen, ein Bündnis zwischen Rußland und Deutschland zu verhindern. Denn wenn sich deutsches Kapital und deutsche Technologie mit russischen Rohstoff-Ressourcen und russischer Arbeitskraft verbänden, wäre das eine Bedrohung für die USA. Um diese Kooperation zu verhindern, habe man einen „Sicherheitsgürtel“, einen „Cordon Sanitaire“, wie Friedman das nennt, um Rußland herum angelegt.
Und es gibt weitere alarmierende Aussagen: Nach Auffassung des amerikanischen Politikwissenschaftlers und Regierungsberaters Zbigniew Brzezinski ist Eurasien für die USA das Schachbrett, auf dem sich der Kampf um die globale Vorherrschaft abspielen wird. Das hat Brzezinski schon 1997 in seinem Buch „Die einzige Weltmacht“ geschrieben. Um Weltmacht Nummer 1 zu bleiben – ein durch nichts gerechtfertigter Anspruch –, werden die USA also ein Zusammengehen der westeuropäischen Staaten mit Rußland mit allen Mitteln verhindern.
Der US-amerikanische Rußlandexperte Professor Stephen Cohen äußerte kürzlich die Überzeugung, daß die USA auf einen militärischen Konflikt mit Rußland zusteuerten. Daß die baltischen Staaten bedroht würden, ist nach seiner Ansicht nichts als Kriegspropaganda; die Ausweitung der NATO diene – so Cohen – den Interessen der US-Militärindustrie, die dadurch Milliarden und Abermilliarden Dollar einnehmen werde.
Darüber wird also in den USA offen gesprochen, nur nicht bei uns. Hier wird die Bevölkerung mit einer selbstverschuldeten Flüchtlingskrise, deren Ursachen und Verursacher nicht genannt werden, und mit irgendwelchen Albernheiten in Atem gehalten. Während die Olympia-Begeisterung Wellen schlug, wurden so ganz nebenbei die Zivilverteidigung und der mögliche Einsatz der Bundeswehr im Inland ins Gespräch gebracht; die Weichen für eine erhebliche Erhöhung des Militärhaushalts wurden vorher bereits gestellt.
Der ehemalige Staatssekretär im Verteidigungsministerium und Vizepräsident der OSZE, Willy Wimmer, ist der Meinung, Deutschland werde immer mehr zu einem kolonialen Vorfeld der Vereinigten Staaten, und Bundeskanzlerin Merkel bereite die Mobilisierung Deutschlands militärisch und auch innenpolitisch vor.

Worauf führen Sie die Verteufelung Putins und die Wende zu dieser hochaggressiven Politik des Westens zurück? Wieso sollte der Westen ein Interesse daran haben, Russland anzugreifen?

Der russische Präsident soll als Machtfaktor in der internationalen Politik ausgeschaltet und das Land den westlichen Kapitalinteressen geöffnet werden. Da Putin sich querstellt, beabsichtigen die USA, Rußland durch Wirtschaftssanktionen, die Manipulation der Energie- und Kapitalmärkte sowie die aufgezwungenen Nachrüstungskosten zu ruinieren.
USA-Vizepräsident Joe Biden hat im Oktober 2014 in einer Rede in Cambridge gesagt, daß der amerikanische Präsident die europäischen Politiker habe nötigen müssen, gegen die Interessen ihrer Länder an den Wirtschaftssanktionen teilzunehmen und daß daraufhin die beabsichtigten Folgen eingetreten sind: eine massive Kapitalflucht aus Rußland, Einfrieren von ausländischen Direktinvestitionen, der Rubel auf einem historischen Tiefststand und die russische Wirtschaft auf der Kippe zu einer Rezession.
Nimmt man weitere Stimmen dieser Art hinzu, wird überdeutlich, was da abläuft: Entweder öffnet sich Rußland den Begehrlichkeiten und strategischen Interessen des Westens – da kommt dann letzten Endes auch China ins Spiel – oder das Land wird ruiniert, womöglich gebombt. Drohungen, Hetze, Aufrüstung bestimmen das Klima – und die Mainstream-Medien versagen völlig [2], was notwendige Aufklärung angeht, ganz im Gegenteil: sie hetzen mit.

Nun ist es bisher nicht gelungen, Rußland in die Knie zu zwingen. Wie wird es weitergehen?

Wie ich schon sagte, haben wir es nach meiner Einschätzung mit Kriegsvorbereitungen zu tun. Rußland wird sich nicht ohne weiteres unterwerfen, und wenn es bei uns nicht bald zu einem grundlegenden Politikwechsel kommt, stehen uns schlimme Zeiten bevor – ich mag das jetzt gar nicht weiter ausführen.
Es ist ein Horrorszenario, das sich da auftut. Aber wenn wir dazu westliche Politiker und Journalisten der sogenannten Leitmedien hören, dann sieht das ganz anders aus. Angeblich ist Rußland der Aggressor, gegen den sich der Westen rüsten muß.

Auch ich komme nicht umhin, die Verlegung schwerer Kriegswaffen gen Rußland als das Gegenteil eines humanen oder pazifistischen Aktes und am allerwenigsten als „Verteidigungsreaktion“ zu interpretieren. Vor allem in Anbetracht der Tatsachen, daß die NATO, die ohnehin seit einiger Zeit für imperiale Angriffskriege steht, ihre Einflußsphäre in den letzten Jahren soweit ausgedehnt hat, daß sie Rußland inzwischen regelrecht umzingelt hat, und zuletzt sowohl Großbritannien als auch die USA ganz unverhohlen mit dem Einsatz von Atomwaffen gegen Rußland drohten…

Dass der Einsatz von Atomwaffen gegen Rußland erwogen wird, läßt sich unter anderem in meinem Buch „Die Eroberung Europas durch die USA“ nachlesen. In einem Report des Washingtoner Center for Strategic and International Studies heißt es, begrenzte taktische Atomschläge seien möglich, ohne die amerikanische Heimat zu gefährden – eine neue Stufe der von den USA betriebenen Eskalation.
Dem entsprechen auch die Stationierung neuer Atomraketen in Büchel in Rheinland-Pfalz, die atomare Bewaffnung der B-52-Bomber, die an den Grenzen Rußlands patrouillieren sowie die Errichtung von Raketenstellungen und Radarstationen rund um Rußland. Beängstigend sind dabei besonders die Provokationen gegen Rußland in der Ukraine, den baltischen Staaten und in Polen.

Nun behaupten ja aber alle westlichen Politiker, es gäbe gar keine relevanten Truppenbewegungen, was sich da heute bewege, das hätte sich immer bewegt. „Nichts Neues also“, lautet die Botschaft, lautet der Spin…

Ich staune immer wieder aufs Neue über diese Berichte und Verlautbarungen, die für mich großenteils in die Kategorie „Lügenpropaganda“ gehören. Seit ich mich mit der US-Imperialpolitik näher befasse, die ja alles andere als nur Rußland betrifft, läuft mir ein Schauer nach dem anderen über den Rücken. Manchmal ist mir, als befände ich mich in einem Albtraum, der sich nach und nach realisiert.
In meiner Lokalzeitung lese ich etwa vor Kurzem zum Frühstück die Vertuschungen und Verdrehungen der Verteidigungsministerin von der Leyen. Da heißt es, in Europa sei man sich seit Langem einig gewesen, daß die bestehenden Grenzen respektiert würden. Aber Rußland habe mit der „Annexion“ der Krim diese Regel gebrochen, so daß eine tiefe Ernüchterung eingetreten sei. Auch der Konflikt in der Ukraine werde immer wieder angeheizt und das russische Vorgehen in Syrien an der Seite Al-Assads sei eine Herausforderung.
Es ist unglaublich! Der Westen hat über Jahre die Ukraine destabilisiert, den Regimewechsel inszeniert und das Land aus dem Wirtschaftsverbund mit Rußland herausgelöst. Der Westen baut eine ungeheure Militärmaschinerie an den Grenzen zu Rußland auf. Aber behauptet wird, Rußland sei der Verursacher der Krise. Das Gleiche läuft jetzt auch mit Syrien.
Bereits 2014 bin ich in einem Artikel mit dem Titel „Wirtschaftskrieg gegen Rußland“ auf die akute Kriegsgefahr in Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg in der Ukraine eingegangen. Dort stehen sich bis heute zwei Atommächte gegenüber, dort brennt eine Lunte, und die ständige Kriegshetze des Kiewer Präsidenten Poroschenko ist nur im Einvernehmen mit der US-Regierung möglich. Der dortige Krisenherd kann sich jederzeit zu einem Flächenbrand ausweiten.
Hinzu kommen die massiven Wirtschaftssanktionen, die nicht nur Rußland, sondern in erheblichem Maße auch die europäischen Staaten, insbesondere Deutschland treffen. Rußland ist gezwungen, sich umzuorientieren, das geschieht seit etwa zwei Jahren. Wir verzeichnen bereits jetzt schwerwiegende Folgen, nicht allein für unsere Volkswirtschaft, sondern für sämtliche gesellschaftlichen Bereiche. Auch militärstrategisch hat sich da einiges verschoben, auch darüber wird kaum berichtet.
Inzwischen hat sich die Lage dramatisch zugespitzt. Für mich kristallisiert sich immer deutlicher heraus, dass die westliche Allianz unter Führung der USA und der von ihr dominierten NATO Kriegsvorbereitungen gegen Rußland trifft. Die Frage ist: Kann Rußland das so einfach hinnehmen? Das ist für uns eine Existenzfrage. Denn wenn sich in der SPD und in der LINKEN nicht ein grundlegender Wandel vollzieht, wenn sich die deutsche Regierung nicht von der Aggressionspolitik der USA und der NATO distanziert, stehen uns schlimme Zeiten bevor.
Und ich staune, daß die Bevölkerung immer noch nicht gegen diese verheerende Politik aufsteht. Vielleicht kommt das noch zeitig genug. Hoffnung gibt mir, daß ich nicht der Einzige bin, der sich darum bemüht. Am 1. Oktober 2016 findet in Berlin vor dem Kanzleramt eine Friedensdemonstration statt, der viele Teilnehmer zu wünschen sind, ebenso der Friedensdemonstration „Die Waffen nieder“ am 8. Oktober.

Ich bedanke mich für das Gespräch.

Quelle: NachDenkSeiten – Die kritische Website

Anmerkungen:

[1] die angebliche „Entspannungspolitik“ Gorbatschows war nichts anderes als der Verrat am Sozialismus, das vorläufige Ende des Sozialismus im Weltmaßstab. Dieser Verrat hatte begonnen mit der Ermordung Stalins 1953 und setzte sich fort bis 1990. Es war der Beginn einer rasanten Ausbreitung des USA-Imperialismus, der verschärften militärischen Präsenz der NATO in Europa und das Entstehen neuer Kriege in Europa, Asien und der Welt. Der Verräter Gorbatschow setzte damit einen vorläufigen Schlußpunkt unter eine so verheißungsvolle Alternative zum Kapitalismus, die 1917 begann und mit dem Sieg der Sowjetunion über den deutschen Faschismus ihren Höhepunkt erreichte. Ganze Völker wurden nach 1990 enteignet und die Produktionsmittel gelangten damit wieder in den Privatbesitz einiger weniger, korrupter Kapitalisten, die sich in fast unglaublicher Weise bereichern konnten und zu Milliardären und Multimillionären wurden, während die Masse der Weltbevölkerung verhungert. Das ist das Verbrechen Gorbatschows!
[2]  Es ist nicht richtig, daß die Mainstream-Medien versagen. Nein, sie haben den Auftrag (!) der herrschenden Klasse, die Wahrheit zu verschweigen, zu vertuschen und zu fälschen. Zur Erinnerung: Der Staat ist das Machtinstrument der herrschenden Klasse; und dazu gehören nunmal eben auch die Medien.

bittnerbuchWolfgang Bittner, geboren 1941 in Gleiwitz (Gliwice), lebt als Schriftsteller in Göttingen. Der promovierte Jurist war freier Mitarbeiter bei Zeitungen, Zeitschriften, Rundfunk und Fernsehen. Bis 1974 ging er verschiedenen Berufstätigkeiten nach, u.a. als Verwaltungsbeamter und Rechtsanwalt. Ausgedehnte Reisen führten ihn nach Vorderasien, Mexiko, Kanada und Neuseeland, Gastprofessuren 2004 und 2006 nach Polen. Von 1996 bis 1998 gehörte er dem WDR-Rundfunkrat an. Er ist Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (1997-2001 im Bundesvorstand) und im PEN, erhielt mehrere Auszeichnungen und Preise und hat über 60 Bücher für Erwachsene, Jugendliche und Kinder veröffentlicht, darunter Romane, Erzählungen, Gedichtbände und Sachbücher. Sein letztes Buch trägt den Titel »Die Eroberung Europas durch die USA. Eine Strategie der Destabilisierung, Eskalation und Militarisierung am Beispiel der Ereignisse in der Ukraine«

Website: wolfgangbittner.de


Siehe auch:
Bereitet die NATO einen Überfall auf Rußland vor?
Warnung Putins an die NATO
Von wem geht die Gefahr für den Frieden aus?

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5 Antworten zu Bereitet der Westen einen Krieg gegen Rußland vor?

  1. Vorfinder schreibt:

    Die Frage in der Überschrift kann man (geschichtlich überprüfbar!) korrekt auch so beantworten: Ja, wieder seit 1945.

  2. Inson schreibt:

    Bereits im Mai 1945 gab Churchill einen Kriegsplan in Auftrag. Ziel dieses Planes war die militärische Unterwerfung der Sowjetunion durch die USA und Großbritannien. Name des Planes: „Operation Unthinkable“. Am 22. Mai 1945 war der Plan fertig. Angriffstermin war der 1. Juli 1945.

    • sascha313 schreibt:

      …und die Fortsetzung: …der Überfall fand nicht statt! Aber bereits vier Wochen später geschah der Atombombenabwurf auf Hiroshima (am 6. August) und Nagasaki (am 9. August 1945). Man wollte erst die „Reaktion Stalins“ testen. Der nächste NATO-Angriffsplan entstand (veröffentlich in „Newsweek“ am 10. April 1950). (West-)Berlin wurde zum Vorposten des kalten Krieges. Über 80 Geheimdienste und Spionageorganisationen hatten hier ihre Dienststellen.

      Doch als klar war, daß die Sowjetunion ebenfalls über die Atombombe verfügte (vier Jahre später!), mußten erst Stalin, dann Berija ermordet werden. Chruschtschow und Breshnew waren die willfährigen Helfer. Es folgten der Koreakrieg, der Vietnamkrieg, der Golfkrieg und der Krieg in Afghanistan…

      Erst 1990 gelang es der CIA im Pakt mit anderen Terrorganisationen und mit Hilfe von Kollaborateuren, die Regierungen der bestehenden sozialistischen Länder nacheinander zu beseitigen. Daß dies so gut wie unblutig geschah, kam den Imperialisten mehr als gelegen. Sie gewannen Zeit und kassierten eine riesige Beute. Und schon nach kurz darauf begannen der Jugoslawienkrieg, der Irakkrieg, es folgten Liyben, Ukraine und Syrien… Und immer wieder: divide et impera!

      Nun hat die Menschheit per Internet die Möglichkeit, die Ursachen der Armut und Ausbeutung, der Krisen und Kriege zu erkennen:
      Das PRIVATEIGENTUM an den Produktionsmitteln! (Wird das nicht erkannt, dann gnade Gott! …der sowieso nicht existiert!)

  3. Tankist schreibt:

    Ja, die Abschaffung des Privateigentums an den Produktionsmitteln ist Friedenssicherung. Leider sind wir auch „Dank“ des revisionistischen Verrats seit 1953 weit davon entfernt. Was da militärisch gegen Russland vorbereitet wird, will ich fachlich nicht beurteilen. Ich habe nie in einer Aggresionsarmee gedient, darauf bin ich stolz! Ich meine, die Konzentration von Mannschaften und Militärtechnik an der Nato Ostgrenze, ihre Dislozierung, Staffelung und Mobilität dient nicht dem Schutz der Pilzsammler in den Baltischen Wäldern. Wie singt Hannes Wader so schön:“…ja auch Dich haben Sie damals genauso betrogen, so wie sie es mit uns heute immer noch tun…“ Der Imperialismus will diesen Krieg, er glaubt auch wieder an den Sieg. Die Bevölkerung wird nun schon das dritte Jahr in Folge darauf vorbereitet. Im Juni 1941 dachte man im politischen Berlin, die Siegesparade auf dem Roten Platz findet in wenigen Wochen statt.Dann traf man auf Menschen wie Soja Kosmodemjanskaja, Iwan Borissowitsch Konopadski, den sterbenden, einen Brief schreibenden Soldat vor Stalingrad. Man traf auf den realen Sozialismus und wurde von ihm vernichtend geschlagen.
    Nun ist Russland heute ein Imperialistisches Land, zu Kriegen unter Imperialisten hat sich Stalin hinreichend geäußert. Der nächste Krieg trüge das Potentials der Vernichtung unserer Welt in sich.
    In diesem Sinne muss man Russland dankbar sein, die Bestie im Schach zu halten. Ja und die heutige Berliner Politik sollte einen kleinen Spaziergang machen, vom Reichstagsgebäude zur Strasse des 17. Juni und dann vom Brandenburger Tor aus einige Meter westwärts…… da steht ein Denkmal welches symbolisiert, wer sich um das Wohl des Deutschen Volkes in seiner schwersten Stunde gekümmert hat.

  4. Pingback: Wer Clinton wählt, wählt den KRIEG… | Sascha's Welt

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