Warnung Putins an die NATO

Hier ein Ausschnitt aus einem Interview mit dem Duma-Abgeordneten Jewgeni Alexejewitsch Fjodorow (Einiges Rußland) am 29.01.2015, in dem er die Verteidigungsstrategie Rußlands erläutert:

FRAGE: Sie haben vor zwei Tagen gesagt, daß Putins Bezeichnung der ukrainischen Armee als ausländische NATO-Legion uns das Recht gibt, sogar Atomwaffen gegen Aggressorstaaten zu verwenden. Was haben Sei damit gemeint?

FJODOROW: Schauen Sie. Er hat deutliche Akzente gesetzt, in dem er sagte, daß das eine Aggression der NATO-Staaten unter dem Druck auf die Ukraine ist. Er warnte, daß wenn es eine Aggression dieses Landes, dieses Territoriums, auf Rußland geben wird, dann wird das nicht eine Aggression der Ukraine gegen Rußland sein, sondern eine Aggression der NATO gegen Rußland. Damit hat er auch die Ziele für die Atomraketen bestimmt, welche in der russischen Konzeption zur Verteidigung der Sicherheit vorgesehen sind. Das ist ein Überfall auf uns – nicht von Kiew. Die Atomsprengladung müßte also nicht nach Kiew fliegen, als Verteidigung gegen den Angriff, sondern die Atomsprengladung müßte in die Richtung der Länder fliegen, die die Aggression veranlaßt haben. Das sind die Länder der NATO.
Wir stellen fest: Offen gesagt, er hat die NATO gewarnt, daß wenn ihr einen militärischen Angriff vom Territorium der Ukraine aus auf das Territorium Rußlands organisiert, wird in Umsetzung der russischen Doktrin der atomaren Sicherheit im Notfall die atomare Gewalt gegen euch angewendet. Aber nicht, wie ihr denkt, gegen Kiew oder gegen Charkow. Sie wollen doch, daß sich alle gegenseitig, daß Russen die Russen vernichten. Und – alles ist schön. Das Territorium ist frei für die Ansiedlung der Kolonisten. Das wird nicht gelingen! Asche wird es in Washington und in Berlin geben.

FRAGE: Rußland würde also nicht wie ein kleiner, dummer Hund in den Knüppel beißen, der ihn geschlagen hat, sondern in die Hand, die ihn hält.

FJODOROW: Ja, genau das hat Putin damit gesagt!


Original: https://www.youtube.com/watch?v=8Dxron8x_s0 (russ.)

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25 Antworten zu Warnung Putins an die NATO

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  2. Adalbrand schreibt:

    Ich halte dies für eine logische Entscheidung, um möglichst schnell und effektiv die militärischen, wirtschaftlichen und politischen Zentren der Aggressoren so zu schädigen damit sie an weiteren Kriegshandlungen gehindert werden.

  3. Tankist schreibt:

    Auf Befehl Stalins wurde im Ergebnis der verbrecherischen Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki durch die USA der Grundstein für die atomare Verteidigung der Sowjetunion und der späteren Staaten des Warschauer Vertrages gelegt. Das militärstrategische Gleichgewicht wurde hergestellt und zwang den Aggressor zum Frieden. Gern wäre das Geld, welches für die Rüstung zum Schutz der Heimat gebraucht wurde in Bildung, soziale Leistungen, Wiederaufbau der durch die Nazis verwüsteten Städte und Dörfer sowie Kultur verwendet worden. Es war leider nicht möglich. Vom Imperialismus ging und geht allerhöchste Aggressionsgefahr aus.

    In Rußland sagt man: „Nie wieder 22.06.“, gemeint ist, nie wieder einen heimtückischen und brutalen Überfall auf das Vaterland zuzulassen wie am 22.06. 1941. Damit sichert Rußland auch heute unseren Frieden und zwingt den Imperialismus, die Finger vom Krieg zu lassen. Sie hassten Stalin und verteufelten die Sowjetunion, sie betreiben eine schamlose Antiputinpropaganda und Rußlandhetze.

  4. Hanna Fleiss schreibt:

    Trotz allem, Tankist, wenn es erst einmal so weit ist, dass ein Krieg ausbricht, und noch dazu ein atomarer, dann gibt es eine Eigendynamik, und niemand kann sagen, wen er treffen und wen er nicht treffen wird. Ich halte Putins Drohung mit Atomwaffen für die ernsteste Warnung an die NATO, die er überhaupt aussprechen konnte. Ich zweifle auch nicht daran, dass er es genauso meint, wie er es gesagt hat. Es ist kein angenehmes Gefühl zu wissen, das Ziel russischer Atomraketen zu sein, auch wenn man tausendmal versteht, dass Russland angegriffen wurde und sich nur wehrt. Ich habe als Kind den „konventionellen“ Bombenkrieg in Berlins Mitte erlebt. Ich dachte immer, so etwas wird in meiner Lebenszeit niemals mehr passieren. Heute bin ich da gar nicht mehr sicher, dass mein Leben, das mit einem Krieg gegen Sowjetunion begonnen hatte, nicht wieder mit einem Krieg gegen Russland enden wird.

    Ich habe mir nochmal von Alexander Abusch das Buch „Der Irrweg einer Nation“ herausgesucht, und zwar den Abschnitt nach dem ersten Weltkrieg bis zum Endes des zweiten. Es ist 1946 im Aufbau-Verlag erschienen und nur noch mit sehr viel Glück antiquarisch zu erhalten. Abusch hat die Zeit, die ja seine Lebenszeit war, mit einem sehr scharfen Blick aus marxistischer Sicht erfasst und komprimiert und sehr verständlich auch für Nichtmarxisten behandelt. Beim Lesen sind mir sehr viele Parallelen zu heute aufgefallen, und das ist keineswegs beruhigend. Dieselbe Gier des deutschen Kapitals nach Märkten, Rohstoffen und geopolitischen Einfluss, Deutschland angeblich die Nation, die das Leben der Völker Europas zu lenken bestimmt ist – sie haben nichts aus ihren Niederlagen gelernt. Übrigens hat Abusch einen längeren Abschnitt zu Nietzsche eingefügt.

  5. Tankist schreibt:

    Danke für Deine Worte Hanna. Meine Mutter hat als Kind die Dresdner Frauenkirche noch im Original gesehen. So bitter wie es ist, sie treiben zum Krieg gegen Russland, weil es die Sowjetunion nicht mehr gibt. Du hast völlig Recht, ab einem gewissen Punkt ist die Eigendynamik eines Krieges nicht mehr zu stoppen. Im schlimmsten Fall bedeutet dies das Ende unserer Zeit.
    Trotz allem, trotz unserer Niederlage, wir haben sie bis zum Ende der Sowjetunion zum Frieden gezwungen. Der höchste Dienst des Kommunismus an der Menschheit war die Sicherung und Erhaltung des Friedens. Das brachte den Imperialisten keinen Profit, wir wurden verraten. Ich wünsche Dir und meiner Mutter, wünsche uns und unseren Kindern ein Leben im Frieden. Nur haben wir nicht mehr die Macht, darüber zu wachen. Es scheint bequemer, Nietzsche zu huldigen als Marx zu verstehen. In dem Sinne: trotz alledem!!!

  6. Tankist schreibt:

    Sascha, ich reihe mich ein: ein großes Dankeschön, Hanna!!! Meine Mutter hat als Kind die Dresdener Frauenkirche noch im Original gesehen, später dann, aus sicherer Entfernung, ihre Stadt brennen sehen. 1979 zum Pfingsttreffen war ich in Oberschöneweide bei einem Rentnerehepaar untergebracht, zwei ganz liebe und tolle Menschen, Kommunisten. Er trug still und stolz sein VdN Abzeichen. Irgendwann, es war schon spät, sagte er sinngemäss: „Wir haben sie verjagt, Junge pass auf, dass sie nicht wiederkommen“. Gern hätte ich ihm seinen Wunsch erfüllt. Deine Beiträge Hanna sind mir Orientierung, danke und mögen es unsere Nachfolger beim nächsten Mal im Sinne der Menschheit zu einem guten Ende führen.

  7. Montage Kurt schreibt:

    Ich mag die scharfe Logik von Evgeni Fedorov, Nikolai Starikov, Andrey Fursov oder Sergey Glazyev. Selbst, wenn diese Leute sich irgendwann mal als Konterrevolutionäre (ab 10 Millionen Euro Bestechungsgeld wird die Gefahr sehr hoch) herausstellen sollten, haben die ein super Argumentationsmuster. Übrigens: Es gibt von Fedorov, Starikov, Fursov wirklich noch mehr spannende Videos auf youtube.

    • sascha313 schreibt:

      Fursow ist z.B. Antikommunist…
      Außerdem sind die Übersetzungen aus dem Russischen (über’s Englische) ins Deutsche bei weitem nicht immer korrekt!

      • Hanna Fleiss schreibt:

        Sascha, auch Putin ist Antikommunist. Ich erinnere an seine Ausführungen über Lenin, die das zumindest beweisen. Er führt die Politik Jelzins weiter, allerdings unter veränderten Bedingungen. Er ist selbst Oligarch und Milliardär, er hat aus diesem Grund auch den Aufstand in der Ostukraine nicht unterstützt, wahrscheinlich aus Angst, es könnte ein kommunistischer Aufstand werden, der auf Russland übergreifen könnte. Er hält die USA und die westlichen Vasallenstaaten für Partner, mit denen er zu Vereinbarungen kommen kann, was meiner Ansicht nach ein schwerwiegender Irrtum ist, den Russland und wir alle teuer bezahlen werden müssen. Wir wissen doch, dass für die USA Verträge bloßes Papier sind. Vermutlich will Putin Zeit gewinnen wie damals Stalin mit dem Nichtangriffsvertrag mit Hitler-Deutschland. Er hat meiner Ansicht nach zwei Seiten, er ist ein geschickter Stratege, der seine Schritte sehr behutsam, fast zögernd setzt, aber er ist auch der Nachfolger des Antikommunisten Jelzin in einem nunmehr kapitalistischen Russland nach der Konterrevolution. Das sollten wir nicht vergessen, ich denke, so offen müssen wir uns über Putin und Russland klar werden.

      • sascha313 schreibt:

        Natürlich, Hanna, das ist mir schon klar. Putin ist nicht nur ein Akteur der russischen Bourgeoisie, sondern auch ein äußerst kluger und gebildeter – ja man kann schon sagen: ein cleverer Stratege – und zudem Diplomat (wie Lawrow und Tschurkin).

        Was die Beobachtungen von Starikow betrifft, so kann man sich dem durchaus in einigem anschließen, wobei auch er es meidet (wie der Teufel das Weihwasser!), mit den Kommunisten in eine Ecke gestellt zu werden. Man kann ja schon mal versuchen, sich auf beides einen Reim machen: „nach Tische las man’s anders!“.

      • Inson schreibt:

        Das Putin die Politik Jelzins weiterführt, halte ich für eine sehr vereinfachte Darstellung. Jelzin wurde von den Putin unterstützenden Militärs, nach dem Nato Überfall auf Jugoslawien und der ausbleibenden Reaktion Russlands darauf, nahegelegt seinen Hut zu nehmen. Das war der offizielle Anlass. Gorbatschow und Jelzin sind in großen Teilen der russischen Gesellschaft verhasst. Das hat mit dem „unrühmlichen“ Ende der Sowjetunion und mit den katastrophalen ökonomischen Folgen ihrer Politik zu tun. Wäre diese Politik so weiter geführt worden, dann wäre Russland heute nichts weiter als ein weiterer „failed State“, ein Protektorat des Westens! Das dies nicht so gekommen ist, hat natürlich mit Putins Politik zu tun.

        Inwieweit er darauf hofft mit dem Westen zu einer Vereinbarung zu kommen vermag ich nicht zu beurteilen. Er hat mit dem Eingreifen in Syrien jedenfalls unmißverständlich klar gemacht, dass Russland diese Art der Politik des Westens nicht länger hinnimmt. Der Warnschuss an diese Adresse war Georgien, die Volksrepubliken Lugansk und Donezk wären ohne russische Unterstützung heute nicht mehr existent, genausowenig wie Syrien! Jeder kann sich ausmalen, wie das mit dem Säufer Jelzin ausgegangen wäre.

  8. Rolf schreibt:

    Machen wir es unseren „Nachfolgern“ leichter. Wir haben die erkämpften Errungenschaften der „Alten“ leichtfertig aus der Hand gegeben …
    Versuchen wir unsere Erfahrungen den Jungen nahe zu bringen und vor allem die Wahrheit zu erhalten.
    Rolf

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  10. Bruno schreibt:

    „Er führt die Politik Jelzins weiter“ – sorry, aber da geht mir die hutschnur hoch wie es ansonsten nur Kleber, Slomka und Konsorten zu verursachen vermögen. Das Gegenteil ist richtig bzw Realität. Dieser Mann hat mit seiner Politik innerhalb kürzester Zeit die lebenswirklichkeit von Millionen von Russen verbessert und sein Land aus den Krallen der westlichkapitalistischen konzerne befreit.

    Und das obwohl er kein Sozialist ist.pfui. Und jetzt ist er auch noch dazu übergegangen die Leben von Millionen Menschen weltweit zu verbessern und zu schützen indem er den US imperialisten offensiv widerstand leistet bei ihrer demokratisierung der Welt durch halsabschneider.

    • sascha313 schreibt:

      Man weiß hier nicht so richtig, was Sie damit meinen.
      Was wollen Sie sagen?

      • Doed schreibt:

        Hallo Sascha, er hat schon recht. Jelzin hat das Land absolut ausverkauft. Es folgten Korruption, Mord, Prostitution. Seit Putin gibt es tatsächlich einen Aufschwung. Trotzdem ist er kein Kommunist, obwohl die Medien ihm das gerne anhängen möchten. Dass er anderen Völkern hilft, hat natürlich nichts mit dem proletarischen Internationalismus zu tun, sondern stützt die Interessen Russlands und schwächt die Hegemonialstellung der USA, die für das Land eine Gefahr sind.

  11. Hanna Fleiss schreibt:

    Bruno, ich nehme an, dass Sie Putins Politik nach außen mit seiner Politik nach innen gleichsetzen. Nach außen versucht er, Russland vor einer westlichen Aggression zu schützen. Das macht er klug und bisher auch erfolgreich. Erinnerlich ist mir, dass er gesagt hat, er werde es nicht zulassen, dass ein Krieg noch einmal auf russischem Boden stattfindet. Wo wird dann also der von der NATO vorbereitete Krieg stattfinden? Und dass die NATO genau das im Sinn hat, nämlich Russland zu erobern, daran gibt es sicher auch bei Ihnen keinen Zweifel. Aber was sagt er damit? Er sagt, dass ein kommender Krieg in Europa, also West- und Mitteleuropa, stattfinden wird. Es geht ihm also lediglich um den Schutz Russlands. Das ist eine nationalistische Haltung, sie ist meiner Ansicht nach auch irgendwo verständlich nach dem entsetzlichen Vernichtungskrieg der Nazis, zumal jetzt mit einem atomaren Krieg gerechnet werden muss. Wir alle drücken ihm auch in unserem Interesse die Daumen, dass seine Politik der Eindämmung der NATO-Aggression Erfolg hat.

    Aber wir nehmen nicht an, dass Putin nun plötzlich wieder Kommunist geworden sei, der für den Frieden kämpft. So ist es nicht. Putin ist, obwohl man es angesichts seiner Vergangenheit eigentlich nicht glauben will, ein strammer Antikommunist, der Russland weiter auf dem Weg des Kapitalismus führen will und alles dafür tut, dass sich der Kapitalismus in Russland weiter etabliert. Wäre es nicht so, dann würde er zum Beispiel die Privatisierung der Industrieanlagen, die dem sowjetischen Volk gehört hatten, rückgängig machen, er würde die Kolchosen und Sowchosen wieder lebensfähig machen, dem ausufernden Nationalismus, der wie selbstverständlich Patriotismus genannt wird, Einhalt gebieten und zum Leninschen Internationalismus zurückkehren. Ganz abgesehen von verschiedenen Äußerungen und Reden zur sowjetischen Politik unter Lenin und besonders unter Stalin, wo er ganz auf der Gorbatschowschen und Jelzinschen Linie liegt.

    Ich denke, Sie sind mit mir darüber, dass Putin Antikommunist ist, einer Meinung. Im Zusammenhang mit seiner Außenpolitik wäre das nicht entscheidend, hat aber einen starken Einfluss auf seine Innenpolitik. Nach innen agiert er als Präsident eines kapitalistischen Landes, ohne Wenn und Aber. Russland hat den Rückbau vom sozialistischen zum kapitalistischen Staat in wenigen Jahren erlebt. Das war möglich, weil die Betriebe und Anlagen aus sozialistischer Zeit schon vorhanden waren, während der Kapitalismus in Westeuropa ja rund 300 Jahre brauchte, um so weit zu gelangen, wie er heute ist. Das war möglich für leitende Leute aus der sowjetischen Führungsschicht durch Jelzins „Bereichert euch!“

    Diese nunmehrigen Oligarchen teilen sich heute in zwei Gruppen: die eine Gruppe will eine stärkere Westanbindung, die andere Gruppe will Russland eher stärken. Aber alle zusammen sind Kapitalisten geworden und verhalten sich entsprechend, und zwar rücksichtsloser und rabiater, als es das Kapital in Westeuropa kann. Natürlich, gegenüber Jelzins Regierungszeit geht es der russischen Bevölkerung heute besser, was aber nicht heißt, dass es ihr gut geht. Insofern muss man, wenn man realistisch auf die Entwicklung in Russland blickt, schon feststellen, dass Putin die Gorbatschowsche und Jelzinsche Politik des Kapitalismus weiterführt. Oder sind Sie da anderer Ansicht, Bruno?

  12. sascha313 schreibt:

    Daß Putin mit seiner Politik „die Lebenswirklichkeit von Millionen von Russen verbessert“ hat, ist einfach falsch. Absolut falsch! Man braucht sich nur einmal den Verfall tausender Industriebetriebe und Kolchosen anzusehen, man braucht sich nur einmal die Wohnsituation von Millionen Menschen anzusehen, die immer noch in den Chruschtschowschen Kommunalkas wohnen müssen, man braucht nur mal mit den Rentnern zu reden, dann weiß man, daß das nicht stimmt. Die Armut in den Randgebieten ist entsetzlich. Ganz zu schweigen von Kultur und Wissenschaft. Das ist eine Katastrophe! Sie waren ganz offensichtlich noch nie in Rußland gewesen, sonst würden Sie nicht solchen Unsinn behaupten!

    Für einige Leute, vor allem für diejenigen, die einen Arbeitsplatz haben, ist die Sache zumindest nicht schlechter geworden: die zuvor allgegenwärtige sowjetische Bürokratie ist verschwunden, es gibt Hunderttausende, die nun ein Auto haben, die immer mehr dem Abgrund zutorkelnde Wirtschaft hat sich gefangen, auf dem Gebiet der Rüstung gab es enorme Fortschritte, einige nun privatisierte Großbetriebe haben tatsächlich modernisiert und sind wieder konkurrenzfähig geworden, allem Anschein nach haben sich auch einige gute sowjetische Traditionen erhalten.

    Die Oligarchen schwimmen nur so im Geld, da kann die Villa nicht protzig genug mit Gold und Schnörkeln glänzen. Die Kinder der Reichen fahren nur mal so zum Spaß den Ferrari des Vaters zu Schrott, Parties der Moskauer Yuppies gleichen denen im Westen – das ist Kapitalismus reinsten Wassers! Und Putin? …ist dafür nicht zuständig. Ach so, und die Kommunisten? Das Widerlichste was der Revisionismus in den letzten 100 Jahren hervorgebracht hat, ist die KPRF!

    So steht es mit Rußland! Und ein Krieg ist wohl das letzte, was uns passieren kann! Дай бог, что никода не будет!

  13. Tankist schreibt:

    Na Sascha, das mit dem lieben Gott ist doch ironisch gemeint? Gab ja hier die letzten Tage schön viel zu Luther zu lesen, wie immer fakten- und aufschlussreich.

    Ich denke, was die Kriegsvorbereitungen der NATO gegen Russland betrifft, darf sich keiner irgendeiner Illusion hingeben. Unter dem Motto „Gott mit uns“ ermordeten SS und Wehrmacht im Auftrag des Monopolkapitals Millionen Sowjetischer Bürger. Der Aufstieg der Nazis in Deutschland wurde vom internationalem, vorrangig angelsächsischem Kapital finanziert. Damit verbunden war die Hoffnung der Imperialisten, die Deutsche Kriegsmaschine würde die junge Generation in der Sowjetunion ermorden und so den weiteren Aufbau des Sozialismus erschweren. So kam es ja dann auch. Einzig und allein der Führung der Marxistisch Leninistischen Partei unter Stalin und dem Mut, Können und der Opferbereitschaft der Sowjetmenschen ist zu verdanken, dass die Pläne der imperialistisch- faschistischen Gotteskrieger nicht aufgingen.

    Nun, sie haben dann gelernt und Verräter bezahlt, die die UdSSR und das Sozialistische Lager vor die Wand gefahren haben. Tief verwurzelt im Russischen Volk ist die Maxime: „Nie wieder einen 22. Juni!!!“ Es ist das legitime Recht Russlands, seine Bürger und sein Land vor militärischen Angriffen zu schützen. So wie die Imperialisten die UdSSR und auch unsere DDR gezwungen haben, Mittel für die Verteidigung aufzuwenden, so zwingen sie heute Russland dazu.

    Sollte es zu einem Angriff der NATO kommen, werden meines Erachtens nach alle notwendigen Anstrengungen unternommen, diese Aggression abzuwehren und den Gegner zu Friedensverhandlungen zu zwingen. In dieser heiklen Phase ist der Einsatz taktischer Kernwaffen seitens der NATO sehr wahrscheinlich. Dann gilt es den Aggressor auf seinem Territorium vernichtend zu schlagen. Das hätte für die Bevölkerung des Baltikums, Skandinaviens, Polens und Mitteleuropas, also für uns, apokalyptische Folgen. Der Einsatz strategischer Kernwaffen durch die USA würden das Ende der Zivilisation bedeuten. Und was machen unsere „Eliten“ und Medien: zeigen mit dem Finger auf Russland. Ihre Aufgabe wäre, dem eigenen Volk schonungslos zu erklären, was ein Krieg mit Russland bedeuten würde. Da es aber imperialistische Lakaien sind, rechnen sie sich wahrscheinlich in ihren Bunkern die Siegeschancen aus.

    Die Hauptaufgabe ist, diesen Krieg zu verhindern. Dabei leisten Putin und das Russische Volk eine hervorragende Arbeit. Sie sind nicht allein, haben Verbündete. Ja, Russland ist wieder ein kapitalistisches Land. In Frage Krieg und Frieden folgt es seinen besten Traditionen.

    • Doed schreibt:

      Denk an das Raketenschild was man bauen will. Wenn Russland sich nicht mehr atomar wehren kann, steigt die Kriegsgefahr erst richtig.

  14. sascha313 schreibt:

    Hast recht, Tankist.
    Naja, wenn das Stalin sagt, dann darf ich das auch mal sagen🙂

  15. Tankist schreibt:

    Volltreffer, sehr gut!!! Wir können den Genossen Stalin nicht genug zitieren. Die Verräter seines Werks hatten noch Jahre nach seinem Tod so viel Angst, dass sie ihn unter Beton begruben.

  16. Harry 56 schreibt:

    Gut gesagt, Freunde, Genosse Stalin ist noch immer eine allererste Adressen in puncto Durchschauen des Imperialismus, seiner Politik…

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