Geschichte: Die KPD im Klassenkampf und die Rolle von Ernst Thälmann

deutschland-1919

Deutschland 1919-1932

Wenn es überhaupt gelingen soll, die derzeitigen kapitalistischen Verhältnisse in Deutschland zu beseitigen, so geht das nur, wenn die antikapitalistische Bewegung von der Mehrheit des Volkes unterstützt wird, von der Arbeiterklasse getragen und von einer kommunistischen Partei geführt wird. Warum die Arbeiterklasse? Die Arbeiterklasse ist die soziale Hauptkraft in der Epoche des Übergangs vom Kapitalismus zum Sozialismus. Sie ist gekennzeichnet als Klasse von Lohnarbeitern, die kein Eigentum an Produktionsmitteln hat und die deshalb ihre Arbeitskraft verkaufen muß. Doch warum die kommunistische Partei? Weil der Marxismus-Leninismus die einzige wissenschaftliche Weltanschauung ist, mit deren Hilfe der Kapitalismus überwunden werden kann. Diese Erkenntnis ergibt sich aus dem Studium der Geschichte. Deshalb ist es lehrreich, die Geschichte zu studieren!

Gehen wir zurück in die Zeit nach dem 1. Weltkrieg. Gerade erst hatte die Oktoberrevolution in Rußland gesiegt. Das Volk hatte die Fabrikbesitzer und Kulaken davongejagt. Doch die Zeit war nicht weniger kompliziert als heute. Die Novemberrevolution in Deutschland war gescheitert. Wir schreiben das Jahr 1920:

Der konterrevolutionäre Kapp-Putsch

Das Erstarken der Reaktion im Lande trat in dem von einem Klüngel hoher Reichswehroffiziere organisierten konterrevolutionären Kapp-Putsch zutage. Ohne auf Widerstand zu stoßen, besetzten die Putschisten am 13. März 1920 die Hauptstadt und bildeten eine Regierung mit dem Reaktionär Kapp an der Spitze. Der Reichspräsident und die deutsche Regierung Bauer (Juni 1919 bis März 1920) flohen nach Stuttgart; aber die Arbeiter riefen den Streik aus, der das ganze Land erfaßte. Dank dem einmütigen Handeln des Proletariats wurde der Kapp-Putsch niedergeschlagen.

Die Sozialdemokraten verloren an Einfluß

Wieder nach Berlin zurückgekehrt, gingen Ebert und Bauer vor allem daran, den Generalstreik zu brechen. Gestützt auf dieselben Kräfte, die eben erst den Kapp-Putsch durchgeführt hatten, unterdrückten sie die Arbeiterbewegung in Rheinland-Westfalen, die sich ihre »Rote Garde« geschaffen hatte. Die Autorität der sozialdemokratischen Führer bei den Massen war erheblich untergraben. Hiervon zeugte die Reichstagswahl im Juni 1920, bei der die Sozialdemokraten gegenüber 1919 die Hälfte ihrer Stimmen einbüßten.

Ein großer Wahlerfolg für die Kommunisten

Die KPD, die erstmalig an Wahlen teilnahm, erhielt etwa 600.000 Stimmen. In den Reihen der »Unabhängigen« Sozialdemokratie beschleunigte sich der Differenzierungsprozeß. Die »unabhängigen« Arbeiter forderten von ihren Führern den Bruch mit der gescheiterten II. Internationale und den Anschluß an die Kommunistische Internationale. Da die Führer der »Unabhängigen« die Erfüllung dieser Forderung in jeder Weise hintertrieben, kam es zur Spaltung der Partei. Der rechte Flügel verschmolz mit der Sozialdemokratischen Partei.

Thälmann führt die Arbeiter zur KPD

Die von Ernst Thälmann geführten linken »Unabhängigen«, die eine äußerst wichtige Rolle beim Übertritt der überwiegenden Zahl der »unabhängigen« Arbeiter in die Reihen der Kommunistischen Partei spielten, brachen mit der sog. »Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei« und vereinigten sich im Dezember 1920 mit der KPD, die dadurch zu einer Massenpartei anwuchs. Bei den preußischen Landtagswahlen am 21. Februar 1921 erhielt die Kommunistische Partei, die vorher kein einziges Mandat besessen hatte, 1.211.000 Stimmen und 31 Mandate. Die KPD entfaltete eine breite, von den Arbeitermassen entschieden unterstützte Kampagne zur Schaffung der Einheitsfront der Arbeiter. Die Führer der Soaialdemokratie und der reformistischen Gewerkschaften lehnten jedoch die Vorschläge der KPD zur Schaffung der Einheitsfront ab.

Klassenkämpfe und Streiks

Um einen erneuten Ausbruch der Revolution zu verhindern, beschloß die Bourgeoisie, mit Hilfe der Sozialdemokratie die einzelnen Zentren der revolutionären Arbeiterbewegung zu zerschlagen. Durch ihre Provokationen erreichte sie, daß die Arbeiter Mitteldeutschlands im März 1921 zum offenen Aufstand übergingen. Am 18. März wurde das Industriegebiet Mitteldeutschlands von Einheiten der Sicherheitspolizei besetzt. Die Polizei führte zahlreiche Haussuchungen durch und ging brutal gegen die Arbeiter vor. Als Antwort hierauf traten die Arbeiter von Mansfeld nach einem Aufruf der KPD in den Streik, der in einigen Orten (Mansfeld, Merseburg 11. a.) in einen bewaffneten Kampf mit der Polizei überging. Im Kreise Mansfeld bildeten sich unter der Führung von Max Hölz Partisanenabteilungen. Der heldenhafte Kampf des Proletariats in Mitteldeutschland löste eine Solidaritätsbewegung unter den Arbeitern Berlins, Hamburgs und anderer Städte aus.

Die verhinderte Einheitsfront

Die Märzaktion der Arbeiter in Mitteldeutschland wurde von dem Oberpräsidenten der Provinz Sachsen, dem Sozialdemokraten Hörsing, und reaktionären Verbänden brutal unterdrückt. Sie wurde hauptsächlich deshalb niedergeschlagen, weil die von Paul Levi geführten Opportunisten, die sich in die Leitung der KPD eingeschlichen hatten, die breiten Massen nicht zu der Aktion heranzogen und kein einheitliches Führungszentrum schufen, sondern während der Kämpfe die ganze Bewegung als »Putsch« erklärten und die Arbeiter aufriefen, die Waffen niederzulegen. Wegen dieses Verrats wurde Levi aus den Reihen der KPD ausgeschlossen.

Und was sagte Lenin dazu?

Trotz der Niederlage waren die Märzkämpfe des mitteldeutschen Proletariats von großer Bedeutung für die weitere Entwicklung der Arbeiterbewegung in Deutschland. Sie wurden von Lenin hoch eingeschätzt. Große Verdienste um die Festigung der KPD sind Lenin und Stalin zuzuschreiben. Von außerordentlicher Bedeutung für die Kommunistische Partei Deutschlands wie auch für die kommunistischen Parteien anderer Staaten waren die Arbeit Lenins »Der ‚linke Radikalismus‘, die Kinderkrankheit im Kommunismus« und die Reden Lenins auf dem II. Kongreß der Komintern.

Außenpolitische Erfolge der Sowjetunion

Von 1921 bis 1923 verschärfte sich die innere Lage Deutschlands im Zusammenhang mit außenpolitischen Komplikationen noch mehr. Im Mai 1921 wurde die Summe der von Deutschland zu zahlenden Reparationen auf 132 Mrd. RM festgesetzt. Im März 1922 forderten die Siegermächte die Errichtung der Finanzkontrolle über Deutschland; dies bedeutete die völlige wirtschaftliche Versklavung des Landes. Unter diesen Verhältnissen unterzeichnete die Regierung Wirth (Mai 1921 bis November 1922) am 16. April 1922 den Vertrag von Rapallo mit Sowjetrußland. Dieser Vertrag war ein bedeutsamer Erfolg der Sowjetdiplomatie, stellte er doch wieder normale diplomatische Beziehungen zu einer europäischen Großmacht her. Der Vertrag von Rapallo, der die Unabhängigkeit und Souveränität bei der Staaten anerkannte, bedeutete einerseits die Sprengung der antisowjetischen Front, während er andererseits Deutschland einen Ausweg aus seiner Isolierung bot.

USA-Monopolisten bereichern sich

Frankreich und Belgien machten sich die Einstellung der Reparationszahlungen durch Deutschland zunutze und besetzten am 11. Januar 1923 das Ruhrgebiet. Deutschland verlor damit 88% seiner Kohlenförderung, 70% der Roheisenerzeugung u. a. m. Die Besetzung des Ruhrgebietes untergrub die Wirtschaft endgültig und verstärkte die Inflation sowie den Hunger. Die Zahl der Arbeitslosen stieg auf 5 Millionen. Die Volksmassen wurden an den Rand der Verzweiflung getrieben. An der in Deutschland herrschenden Inflation bereicherten sich die amerikanischen Monopolherren, indem sie die Aktien deutscher Unternehmen für ein Spottgeld aufkauften.

Eine gewaltige Streikwelle über Deutschland

Die Regierung Cuno (November 1922 bis August 1923), die als Antwort auf die Besetzung des Ruhrgebiets die Politik des »passiven Widerstandes« verkündet hatte, wälzte alle Lasten der Besetzung auf die Schultern der Arbeiter ab und zahlte den Industriemagnaten riesige Subsidien. Die Sozialdemokraten, die diese volksfeindliche Politik unterstützten, riefen die Arbeiter zum »Burgfrieden« auf. Ihre Versuche, revolutionäre Aktionen des Proletariats abzuwenden, scheiterten jedoch. Die Ruhrkrise wurde zum Ausgangspunkt starker sozialer Erschütterungen. Eine gewaltige Streikwelle dehnte sich über das ganze Land aus. Die Arbeiter forderten Lohnerhöhungen. Besonders scharfe Formen nahm der Kampf des Proletariats an der Ruhr an, wo im Mai 1923 etwa 400.000 Arbeiter streikten. An der Spitze der wachsenden revolutionären Bewegung standen die Betriebskomitees, die eine revolutionäre Kampftaktik anwandten.

Thälmann gegen Brandler und Thalheimer

Ernst Thälmann, der damals die Hamburger Organisation der KPD leitete, trat entschieden gegen die opportunistische, verräterische Brandler-Thalheimer-Clique auf, die sich in die Führung der KPD hatte einschleichen können und auf dem Leipziger Parteitag der KPD (1923) eine Resolution zur Entwaffnung des deutschen Proletariats durchgebracht hatte. Im  Gegensatz zu der opportunistischen Losung der Brandleristen von der Einheitsfront mit der sozialdemokratischen Führung gab Ernst Thälmann die Losung von der Errichtung der Einheitsfront mit den sozialdemokratischen Arbeitermassen aus. Im ganzen Lande bildeten sich Kampfgruppen der Arbeiter, »proletarische Hundertschaften«, sowie Kontrollausschüsse zum Kampf gegen die Spekulation.

Der Kampf um die politische Macht

Am 11.August wurde nuch einem Aufruf des Betriebsrätekongresses von Berlin in Deutschland ein dreitägiger Generalstreik verkündet. Die Regierung Cuno mußte zurücktreten. An ihre Stelle trat die Regierung der »Großen Koalition« unter dem Führer der sog. Deutschen Volkspartei, Stresemann (August bis November 1923). Bis zum Herbst war die revolutionäre Situation im Lande weiter herangereift. Die Arbeiterklasse ging von der Mobilisierung ihrer Kräfte zum Sturm auf den Kapitalismus und zum direkten Kampf um die politische Macht über.

Antikommunismus – Hauptwaffe der Bourgeoisie

Die rechten Sozialdemokraten brachen jedoch den Generalstreik unter Mithilfe ihrer Parteigänger in den reformistischen Gewerkschaften ab. Damit war der Zeitpunkt für die Offensive der Reaktion gekommen. Am 23. September erklärte die Regierung die Beendigung des passiven Widerstandes«. Die französischen Okkupanten erteilten der deutschen Regierung eiligst die Erlaubnis, im Ruhrgebiet eigene Polizeikräfte und Truppen zur bewaffneten Niederwerfung der Arbeiter einzusetzen. Im ganzen Land wurde der Belagerungszustand verhängt, die Militärdiktatur errichtet, der Achtstundentag abgeschafft und ein generelles Streikverbot erlassen. Aussperrungen wurden in immer größerem Umfange vorgenommen. Verstärkte Repressalien gegenüber den revolutionären Arbeiterorganisationen setzten ein. Die kommunistische Presse wurde verboten. Das Oberkommando der Reichswehr bewaffnete faschistische halbmilitärische Organisationen.

Die USA und England greifen ein

Im Einvernehmen mit England und den USA wurden auf Grund eines Geheimbefehls des Chefs der Heeresleitung, des Generals von Seeckt, halbmilitärische Verbände in die Armee eingereiht. Die Truppen wurden in der Nähe der großen Arbeiterzentren zusammengezogen. Im September und Oktober 1923 kam es im ganzen Land zu einer neuen, noch gewaltigeren Welle revolutionärer Aktionen, die stellenweise von Zusammenstößen der Arbeitermassen mit der Polizei, der Gendarmerie und Truppen der Reichswehr begleitet waren. Als Ergebnis der revolutionären Massenbewegung wurden in Sachsen und Thüringen Arbeiterregierungen gebildet. Am entschiedensten führten die Berliner und Hamburger Arbeiter ihren Kampf.

Was schätzte Stalin das ein?

Im Jahre 1927 charakterisierte Stalin die Lage Deutschlands im Oktober 1923 wie folgt:

»Die Situation in Deutschland verändert sich schroff in der Richtung einer Verschärfung der revolutionären Krise. Poincaré unternimmt eine militärische Offensive gegen Deutschland; die Finanzkrise in Deutschland nimmt katastrophalen Charakter an; innerhalb der deutschen Regierung beginnt der Zerfall und der ununterbrochene Ministerwechsel; die Welle der Revolution steigt an und sprengt dito Sozialdemokratie; es beginnt eine Massenflucht der Arbeiter von der Sozialdemokratie zu den Kommunisten; die Frage der Machtergreifung durch die Kommunisten steht auf der Tagesordnung.« [1]

Zentristen behindern den Kampf um die Macht

Aber die Brandlersche Leitung des ZK der KPD hemmte den Übergang der revolutionären Massenaktionen zum direkten bewaffneten Kampf um die politische Macht. Erst unter dem Druck der revolutionären Massen und auf dir hartnäckige Forderung der örtlichen kommunistischen Organisationen hin war das ZK der KPD gezwungen, der Partei im September 1923 die Anweisung zu erteilen, sich auf den bewaffneten Aufstand vorzubereiten. Zur selben Zeit führten diejenigen Kommunisten, die zusammen mit den »Iinken« Sozialdemokraten der sächsischen Arbeiterregierung angehörten, die Kapitulationspolitik der Brandler-Führung der KPD durch. Die Brandleristen sabotierten in verräterischer Weise die Vorbereitung des bewaffneten Aufstandes, sie hintertrieben die Schaffung der Räte als Organisationszentren der Massen und als Organe des bewaffneten Aufstandes und ersetzten die Räte durch Betriebskomitees. Mehr noch, sie liquidierten sogar die Kampforganisationen, über die die Partei Anfang 1923 verfügt hatte.

Die Arbeiterregierungen werden aufgelöst

Ende Oktober bis Anfang November 1923 wurden die Arbeiterregierungen in Sachsen und Thüringen aufgelöst, Hunderte revolutionärer Arbeiter ins Gefängnis geworfen und die kommunistische Parteiorganisation Sachsens zerschlagen. Kurz nach diesen Ereignissen schrieb Stalin:

»Welche Gefahr für die Revolution die sozialdemokratischen Überreste in den kommunistischen Parteien darstellen können, zeigte sich in aller Deutlichkeit bei der traurigen. Erfahrung mit der sächsischen Arbeiterregierung, als die opportunistischen Fuhrer versuchten, die Idee der Einheitsfront, als Mittel der revolutionären Mobilisierung und Organisierung der Massen, in eine Methode sozialdemokratisch-parlamentarischer Kombinationen zu verhandeln. Dies war ein Wendepunkt, der den Parteimassen die Augen offnete und sie gegen die opportunistischen Führer aufbrachten.« [2]

Der Verrat an den Hamburger Arbeitern

Allein die kommunistische Parteiorganisation Hamburgs unter der Führung von Ernst Thälmann verstand es, den fortschrittlichsten Teil des Proletariats zu organisieren und mit sich zu reißen. Am 23. Oktober kämpften die Arbeiter Hamburgs, dem Aufruf Thälmanns folgend, mit der Waffe m der Hand gegen die Bourgeoisie, erhielten jedoch durch das Verschulden der Brandleristen keine Unterstützung seitens des Proletariats anderer Gebiete. Der Aufstand wurde niedergeschlagen.

Quelle:
J.Kuczynski/W.Steinitz (Hrsg.): Deutschland. Verlag Kultur und Fortschritt, Berlin 1953, S.149-156.

[1] J.W. Stalin, Werke, Dietz Verlag Berlin, Bd.10, S.62-63.
[2] J.W. Stalin, Werke, Dietz Verlag Berlin, Bd.6, S.262.

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10 Antworten zu Geschichte: Die KPD im Klassenkampf und die Rolle von Ernst Thälmann

  1. Cåylér schreibt:

    Ich würde gerne mal wissen, wie wirklich die Sozialfaschismusthese damals entstanden ist und ob die SPD 1933 wirklich gegen das Ermächtigungsgesetz gestimmt hatte?

    • sascha313 schreibt:

      Zur „Sozialfaschismusthese“ gibt es ausführliche Orakel bei wikipedia. Ein tieferes Studium der Quellen ist unumgänglich, wenn man herausfinden will, was hier wirklich stimmt. Kurz gesagt: mit dieser These wird seit langem versucht, die Rolle der Sozialdemokratie in der Geschichte weißzuwaschen und zugleich die kommunistische Bewegung anhand einiger Irrtümer bzw. Fehler anzuschwärzen. Rechte Führer der Sozialdemokratie haben sich oft auf die Seite der Bourgeoisie gestellt und damit die Arbeiterbewegung verraten. Auch war die spätere Haltung der SED zur Sozialdemokratie bereits vom Revisionismus beeinflußt.

      Das erste Ermächtigungsgesetz während der Weimarer Republik am 13.Okt.1923, das der Stresemann-Regierung die Möglichkeit gab, unmittelbar Notmaßnahmen zur Sicherung der imperialistischen Herrschaft zu treffen, wurde mit den Stimmen der sozialdemokratischen Fraktion angenommen.Im März 1933 wurde nach Liquidierung der Reichtagsfraktion der Kommunistischen Partei Deutschlands – gegen die Stimmen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands – mit Billigung aller bürgerlichen Parteien und mit Zustimmung des Reichsrates das „Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich“ erlassen. Damit wurde die faschistische Diktatur legalisiert. (Quelle: Sachwörterbuch der Geschichte, Dietz Verlag Berlin, 1969, S.548.)

      • Cåylér schreibt:

        Ok danke Sascha, ich frag dich das weil ich das hier (https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Th%C3%A4lmann_%E2%80%93_F%C3%BChrer_seiner_Klasse) gelesen habe. Ich weis man soll nicht Alles auf Wikipedia glauben. Aber ich hätte es trotzdem gerne wenn du dir das mal bitte schnell durchliest.

      • sascha313 schreibt:

        Das kannst Du komplett knicken….
        Das ist purer Antikommunismus! Lies lieber die Thälmann-Biografie von Hortschansky (et al.), erschienen im Dietz Verlag 1980. Wie man hört, haben die jetzt sogar noch die Gedenktafel an die Ermordung Thälmann in Buchenwald abmontiert. Nicht genug, daß die Gedenkstätte in Ziegenhals geschändet wurde. Da werden heute massenhaft Lügen geschrieben und „Doktorarbeiten“ vergeben, um die DDR, Thälmann, die KPD usw. zu verleumden. Klappt aber leider nicht, denn die Wahrheit ist unteilbar! Fälscher der Gschichte – eine sehr alte und gut bezahlte „Profession“!

      • Harry 56 schreibt:

        Hallo Sascha und andere noch sauber und klar denkende Menschen, die so genannte „Sozialfschismus – Theorie“ war keinesfalls ein Fehler der damaligen KPD, sondern lag voll auf der Linie Lenims, aller damaligen echten Bolschewiki und ehrlichen aufrechten Kämpfer für den Sozialismus und schließlich Kommunismus.

        Mit „Sozialdemokraten“ , speziell imperialistisch korrumpierten deutschen und sonstigen kann man weder gegen Imperialismus, imperialistische Kriege und auch nicht gegen „Faschisten“ kämpfen. Das hat die deutsche und alle andere Geschichte in Europa und darüber hinaus schon längst bewiesen.

        Lenin hatte vollkommen recht als er sagte, dass jeder Kampf gegen den Imperialismus vollkommen sinnlos ist, so lange man nicht gegen den Opportunismus, den Revisionismus aller sozialdemokratischen oder „sozialistischen“ Arbeiterverräter konsequent kämpft. Thälmann, die KPD waren nur konsequente „Leninisten“, Bolschewiki in deutscher „Ausgabe“.

      • sascha313 schreibt:

        Lieber Harry, danke für die Klarstellung. Ich gebe zu, ich kenne mich da zu wenig aus. Aber es ist völlig klar, daß Thälmann ein standhafter und klar denkender Kommunist, ein Bolschewik war!

      • Doed schreibt:

        Hallo Cåylér,
        den Text fand ich interessant:http://archiv2.randzone-online.de/mewerke/meonline/me72.htm Finde es aber recht wirr und schwer nachzuvollziehen was da alles passiert ist.

      • sascha313 schreibt:

        Danke – ein guter, wichtiger Artikel!

  2. Rolf schreibt:

    Hallo Harry 56:
    Ich habe eine Frage zur Friedensbewegung.
    Soll man nun (ich lebe auf dem Lande) zu den Friedensdemo’s gehen?
    Zusammen mit der Gewerkschaft, den etablierten Parteien?
    Soll man irgend einem Theologen oder SPD’ler zujubeln?

    Ich würde gern an diesen „Anti-Kriegs-Demonstrationen“ teilnehmen.
    Scheue mich aber vor den genannten Tatsachen.
    Wie siehst du das? Wie machst du es?
    Danke!

    Rolf, der Waldschrat

    • Harry 56 schreibt:

      Nun ja, teilnehmen kann man schon an so einer Demo. Nur sollte man sich mit Jubel für die oftmals nur hohlen Friedensphrasen zurückhalten. Besser ist, bei solchen Veranstaltungen in eher privaten Gesprächen die Leute so gut wie möglich über die eigentlichen Ursachen der gegenwärtigen Kriegstreiberei seitens USA/NATO aufzuklären, völlig zwanglos, offen und freundlich, keinesfalls belehrend und anmaßend.

      Beste soz. Grüße

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