Der Komsomol

19Noch heute gibt es in Rußland eine Zeitung mit dem Namen „Komsomolskaja Prawda“. Sie hat allerdings nicht mehr viel mit dem Komsomol zu tun, der unter Lenin 1918 gegründeten sowjetischen Jugendorganisation. Immer spielte in der Sowjetunion die Jugend eine wichtige Rolle – bei der Bekämpfung der Konterrevolution, beim Aufbau des Sozialismus und schließlich bei der Zerschlagung des deutschen Faschismus und beim Wiederaufbau der Sowjetunion nach 1945. Nicht selten waren auch Studentenbrigaden aus der DDR in der Sowjetunion, um den sowjetischen Jugendbrigaden zu helfen: bei Bau der Baikal-Amur-Magistrale  (BAM), bei der Errichtung der Erdöltrasse Freundschaft und auf den verschiedenen Baustellen der UdSSR. Wer das Glück hatte, als Jugendlicher dabei zu sein, ist noch heute davon begeistert, mit welchem Enthusiasmus die sowjetische Jugend diese große Aufgabe des sozialistischen Aufbaus wahrnahm.

Was war der Komsomol?komsomol

(aus dem Brockhaus-Lexikon von A-Z, VEB Bibliographisches Institut Leipzig (DDR), 1953, S.534.)

In der Großen Sowjet-Enzyklopädie lesen wir:

In diesen Kriegsjahren galt im sozialistischen Wettbewerb der Kampfruf Suworows: „Nicht durch die Zahl, sondern durch den Verstand siegen!“ Im Hinblick auf den Arbeitermangel verpflichteten sich die Brigaden, den Plan mit weniger Menschen zu erfüllen und dadurch einen Teil der Arbeiter für andere Aufgaben freizumachen. Gegen Kriegsende gab es in den Industriebetrieben über 100.000 Komsomol- und Jugendbrigaden, die auf Initiative Jekaterina Baryschnikowas entstanden waren; diesen Brigaden gelang es, große Produktionsleistungen mit weniger Arbeitskräften zu erzielen. In ihrem Überblick über die ersten Erfahrungen der Brigaden, die der Anregung der Jekaterina Baryschnikowa gefolgt waren, teilte die „Prawda“ am 18. Dezember 1943 u. a. mit, daß allein in Stadt und Gebiet Moskau dank der Initiative der Arbeiter 4.425 Menschen freigemacht werden konnten. In den drei Jahren des sozialistischen Unions-Wettbewerbs, vom Mai 1942 bis Mai 1945, gelang es; die Arbeitsproduktivität in der sowjetischen Industrie um mehr als 40% zu steigern, in den entscheidenden Zweigen der Rüstungsindustrie sogar noch wesentlich mehr.

Heroismus der sowjetischen Jugend

1976.jpgDer Arbeitsheroismus der Massen, der für die siegreiche Beendigung des Krieges von so ungeheurer Bedeutung war, wurde von J.W. Stalin wie folgt gewürdigt: „Die beispiellosen Arbeitsgroßtaten der Frauen des Sowjetlandes und unserer prächtigen Jugend, die in den Fabriken und Werken, in den Kollektivwirtschaften und auf den Sowjetgütern die Hauptlast der Arbeit auf ihre Schultern genommen haben, werden für alle Zeiten in die Geschichte eingehen.“ (Stalin, Über den Großen Vaterländischen Krieg der Sowjetunion, 5.Aufi., 1946, S. 160; deutsch: ebenda, Berlin 1951, S.184).

Quelle: Große Sowjet-Enzyklopädie,


studentenbrigade moskwa-brigade
Studentenbrigaden

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