Der Historiker Wolfgang Ruge – von der Wissenschaft in die Kloake des Antikommunismus…

1212312312Die Geschichte des ehemaligen DDR-Wissenschaftlers Ruge wäre kaum erwähnenswert, wenn dieser „prominente Historiker“, für den man ihn damals halten mußte, sich nicht vom Marxisten in sein glattes Gegenteil verwandelt hätte und damit im tiefsten Sumpf der bürgerlichen Unmoral versunken wäre. Man kann sich nur noch angewidert abwenden vor soviel Boshaftigkeit und Lüge, mit der Ruge über die Sowjetunion und letztlich auch über Lenin und Stalin herzieht. Es ist die beleidigte Arroganz eines Mannes, der – weil er mit seinem Schicksal hadert – sich sein Scheitern und seine Unlauterkeit nicht einzugestehen vermag. Ein Zyniker durch und durch, und eines Historikers unwürdig! Gerhard Feldbauer schrieb über Ruge…

Eine Betrachtung zum Sosswa-Buch Wolfgang Ruges
und seinem politischen Werdegang [1]

Ein Vorwort soll laut der 24-bändigen Brockhaus Enzyklopädie über „Anlaß, Entstehung und Zweck des Werkes“ Auskunft geben, die „Einführung zu einem Buch“ bilden. Die Eindrücke, die Wolfgang Ruge von seiner Ankunft als damals sechzehnjähriger Jungkommunist in der Sowjetunion Ende August 1933 auf einem Grenzbahnhof zu Schweden in seinem Buch auf den ersten sechs Seiten rückblickend darlegt, sind als ein Vorwort zu verstehen. „An den Absperrzäunen, durch die wir über einen verwahrlosten Vorplatz zu dem windschiefen Stationsgebäude auf sowjetischer Seite geleitet wurden, klebte fingerdicker Dreck“, schreibt er.

„Ebenso unwirtlich sah es im Inneren des russischen Bahnhofs aus. Der von Spinnweben und Staub starrende Wartesaal war seit Ewigkeiten nicht gelüftet worden. Es roch nach Schimmel und Fäulnis“. In der folgenden Schilderung der Fahrt im Zug nach Moskau ist von „rauchenden, spuckenden, schwatzenden Menschen“, die auf „ungewöhnlich geformten Koffern, Kisten, Säcken und Bündeln hocken“ [2] die Rede, „von belastenden Gerüchen, zusammengepferchten Leibern, … neugierig glotzenden Kindern“, die noch nie Bananen gesehen hatten und denen man zeigen mußte, wie die ihnen geschenkten Früchte abzuschälen waren.

Scheckige Mietskasernen und stinkende Höfe

In Moskau nimmt Ruge „verwahrloste Adelssitze mit verwüsteten Gärten, Villen mit herabfallendem Fassadenputz und scheckige Mietskasernen mit stinkenden Höfen“ wahr, „altersschwache Straßenbahnen, … wenige klapprige Autos, … Männlein wie Weiblein in erbärmlichem Schuhwerk“. Er vergißt nicht, mehrmals festzuhalten, so etwas sei „in Berlin undenkbar, … unmöglich gewesen“. [3] Wohlgemerkt, daß in dieser Darlegung Realität steckt, soll keineswegs bestritten werden.

Aber der Autor schreibt das 2003, 13 Jahre nach der schweren Niederlage des Sozialismus, nach der er bereits 1991 u.a. mit seiner Publikation „Stalinismus – Eine Sackgasse im Labyrinth der Geschichte“ die meisten seiner in der DDR bezogenen marxistisch-leninistischen Positionen widerrufen hat und stimmt damit auf sein Buch ein, legt sich auf seine Sicht der Ereignisse aus heutiger Zeit fest.

Ruge kommt als Sohn einer Kommunistin nach Moskau. Auch dazu erfolgt eine dem heutigen Zeitgeist entsprechende tendenziöse Einstimmung. Seine Mutter war eine zweite Ehe mit einem „strenggläubigen Kommunisten“ eingegangen, der ihre Kinder „zu disziplinierten Klassenkämpfern“ erziehen wollte. „Unter dem Einfluß ihres neuen Partners trat Mutter der Kommunistischen Partei bei, entdeckte dort ihre theoretische Begabung und stieg, von sich selbst berauscht, ins politische Leben ein“, startete in „der Männerpartei“ KPD eine politische Karriere, was dazu führte, daß „die Komintern ihre Fühler nach ihr ausstreckte“ und sie „in der geheimsten Abteilung des Stabes der Weltrevolution“ zur „Agentin und Dolmetscherin“ machte (S. 11-17).

Ein echter Russe werden?

Obwohl bei dem jungen Ruge von Anfang an zu vielen Fragen der Entwicklung in der Sowjetunion Distanz vorherrscht, will er ein „echter Russe werden“, beantragt und erhält 1936 die sowjetische Staatsbürgerschaft. Er wird als Kartograph ausgebildet, besucht eine Abendoberschule, legt das Abitur ab und beginnt ein Fernstudium in Geschichte. Nichts trübt vorerst seinen Werdegang. Dann, nach dem Überfall Hitlerdeutschlands, wird er wegen seiner deutschen Herkunft im September 1941 nach Kasachstan verbannt, 1942 als Arbeitssoldat mobilisiert und in das Lager Sosswa eingeliefert, in dem sich zahlreiche frühere Kulaken befinden. Es liegt in einer Kleinstadt im Gebiet von Tjumen im nordöstlichen Ural am Beginn der westsibirischen Tiefebene. Ruge schildert, daß die Arbeitssoldaten keine Strafgefangenen waren, faktisch aber so wie die übrigen Lagerinsassen, darunter viele Berufskriminelle, behandelt wurden. Viele fallen bei schwerer körperlicher Arbeit Hunger und Kälte zum Opfer. [4] 1948 werden sie durch einen Regierungserlaß zu freien Bürgern erklärt, haben aber in ihren Verbannungsgebieten zu bleiben und dürfen Sosswa und einen gewissen Umkreis nicht verlassen.

Ruge, der während des Krieges als Holzfäller arbeitete, wird nun Geodät für Kleinbahnen, dann Projektant und Ingenieur. In dieser Zeit beendet er ohne Wissen der Lagervorgesetzten, wie er schreibt, an der Universität Swerdlowsk sein Fernstudium in Geschichte. Unter dem Vorwand von Dienstreisen, die er nun als Ingenieur unternehmen kann, begibt er sich nach Swerdlowsk, um die Prüfungen abzulegen. Seine Examensarbeit schreibt er über den Schwarzmeerhandel der Republiken Genua und Venedig im 14. und 15. Jahrhundert. Das Thema ergibt sich daraus, daß er dazu den Quellenbestand einer nach Sosswa ausgelagerten Bibliothek aus Odessa nutzen kann. 1948 erhält er das Diplom. [5] Anfang 1956 kann Ruge mit seiner dritten Frau die UdSSR verlassen. Das Ehepaar entschließt sich, in die DDR ausreisen.

Das bittere Schicksal Ruges, dem man menschliche Anteilnahme schuldet, ist eingebettet in die widerspruchsvolle Zeit der sowjetischen Epoche unter Stalin. Dieser ist jedoch nicht nur der Gewaltherrscher, als den Ruge ihn ausschließlich abhandelt. [6] Stalin setzte in der unerbittlichen Klassenauseinandersetzung mit unsäglicher Härte die politische Linie, die er verkörperte, durch und unterdrückte tatsächliche und vermeintliche Abweichungen. Unter seiner Führung erfolgte der unvergleichliche Aufbau der bis dahin einzigen sozialistischen Gesellschaftsordnung, auf deren Grundlage es möglich wurde, ebenfalls mit Stalin an der Spitze, dem Ansturm des Hitlerfaschismus unter ungeheuren Verlusten nicht nur standzuhalten, sondern den Sieg zu erringen und die Völker Osteuropas von seinem Joch zu befreien und einen weltweiten Beitrag zum Befreiungskampf der Völker insgesamt zu leisten. In dieser Etappe des Aufbaus der ersten sozialistischen Gesellschaft und ihres Existenzkampfes, in der unzählige Opfer gebracht werden mußten, wurden auch viele unschuldig von der Repression erfaßt, gab es auch Verbrechen.

An der Komplexität der Probleme vorbei

Es fällt auf, daß Ruge Faktoren, die zur Untersuchung der komplizierten Zusammenhänge der Repression gehören müssen, weitgehend ausklammert. So zum Beispiel, daß eine bestimmte Verselbständigung des Macht- und Sicherheitsapparates in dem eurasischen Riesenreich eine Rolle spielte. Es gab tiefgreifende Richtungskämpfe in der KPdSU, welche zweifelsohne die Existenz des jungen sozialistischen Staates gefährdeten. [7] Es ist bekannt, daß führende Militärs der Roten Armee an einen Militärputsch dachten, um Stalin zu stürzen. [8] Marschall Tuchatschewski, der eine Schlüsselrolle in der engen militärischen Zusammenarbeit der Roten Armee mit der Reichswehr spielte und enge Beziehungen zu einigen ihrer höchsten Militärs, die später in Spitzenpositionen der Hitlerwehrmacht aufstiegen, unterhielt, wurde bonapartisticher Ambitionen beschuldigt. [9] Er weilte zweimal (1925 und 1932) in Deutschland, traf mit höchsten Reichswehrmilitärs und bei seinem letzten Besuch mit Hindenburg zusammen. Noch nach dem Machtantritt Hitlers, im Mai 1933, äußerte Tuchatschewski gegenüber deutschen Militärs, „die Reichswehr sei die Lehrmeisterin der Roten Armee in schwerer Zeit gewesen; das sei unvergessen.“ Er betonte „die Gefühle der Freundschaft der Roten Armee zur Reichswehr.“ [10] Deutsche Offiziere waren noch nach dem faschistischen Machtantritt bis Oktober 1933 Gäste der Roten Armee. Noch 1934/35 suchten hochrangige Reichswehrmilitärs, die Kontakte zur ihren Partnern in der Roten Armee aufrecht zu halten. [11] Bis heute ist nicht geklärt, ob Stalin über alle Einzelheiten der hochrangigen Zusammenarbeit zwischen Roter Armee und Reichswehr informiert war. [12] Das alles ignoriert Ruge, dessen spezielles Forschungsgebiet die Weimarer Republik war. [13]

Wolfgang Ruge hat einen Abgrund menschlicher Widersprüche erlebt. daß er erlittenes Unrecht und unsagbares Leid sich von der Seele schreiben wollte, ist zu verstehen. Seinen Erinnerungen über die Verbannungszeit in Sibirien kann man, wenn man einmal davon absieht, daß das meiste zusammenhangslos, oft auch sehr widersprüchlich dargelegt wird, trotzdem manch Informatives entnehmen, beispielsweise darüber, wie Besonderheiten der russischen Geschichte nachwirkten; die aus der zaristischen Vergangenheit herrührende ungeheure Rückständigkeit; das Fehlen einer Epoche bürgerlicher Demokratie und Aufklärung; die Übernahme von Methoden des zaristischen Staatsapparates, eingeschlossen Repressions-methoden. Aber der in der DDR befähigte Historiker ist fast durchweg noch nicht einmal in Ansätzen in der Lage, sein persönliches Schicksal in die Komplexität der daraus resultierenden Probleme und in die geschichtlichen Dimensionen des unter der fortbestehenden kapitalistischen Einkreisung und den Bedingungen schärfsten Klassenkampfes stattfindenden sozialistischen Aufbaus einzuordnen.

Auf den Klassenstandpunkt kommt es an!

Hans Heinz Holz hat 1999 unter der Überschrift „Verkörperung der Widersprüche“ eine knappe Analyse vorgelegt, die ich ob ihrer Ausgewogenheit für die bisher treffendste halte. Er schreibt darin:

„Aus der Erkenntnis historischer Umstände, nicht aus moralischen Appellen erwächst die politische Fähigkeit, in der Zukunft Fehlentwicklungen vermeiden zu können. Die historisch-kritische Auseinandersetzung mit der Aufbauphase der Sowjetunion, die mit dem Namen Stalins verbunden ist und bleibt, ist ein notwendiges Stück unserer Parteigeschichte, d.h. unseres politischen Selbstverständnisses. Verklärung wie Verdammung wären beide Verdrängung wie Verzicht auf die historisch-materialistische Methode, die wir auch auf unsere eigene Geschichte anwenden müssen.“ [14]

Die Schicksale der von den Präventivmaßnahmen (denen man generell das notwendige Erfordernis nicht absprechen kann) bei Kriegsausbruch betroffenen deutschen Emigranten in der Sowjetunion sind unterschiedlich. [15] Ein Beispiel von vielen: Prof. Stefan Doernberg, bekannter Historikerkollege Ruges in der DDR, meldet sich nach dem faschistischen Überfall als Siebzehnjähriger freiwillig zur Roten Armee und wird sofort in einer Komsomolbrigade an der Front bei Smolensk zum Bau von Befestigungsanlagen eingesetzt. Später als Deutscher zunächst interniert, kämpft er ab 1943 wieder in den Reihen der Roten Armee, nimmt an der Befreiung der Ukraine und Polens teil und ist, als Berlin eingenommen wird Leutnant. Es gab viele Doernbergs, und dessen Einschätzung unterscheidet sich wesentlich von der Ruges, wenn er auf die Millionen und Abermillionen Russen, Ukrainer, Belorussen, Angehörige anderer Völker der UdSSR verweist, die als „Untermenschen“ hingemordet wurden und betont, daß trotz der tiefwirkenden Deformationen die sozialistische UdSSR „die einzige Kraft war, die die Welt vor dem Rückfall in die faschistische Barbarei bewahren konnte. Auch das ist eine bleibende historische Wahrheit, die 1945 weltweit unumstritten war.“ [16]

Ruge in der Botschaft Hitlerdeutschlands

In diesem Zusammenhang stößt man auf die Frage, ob Ruge völlig schuldlos in die Verbannung geschickt wurde und dort verbleiben mußte, oder er nicht Anlaß dazu lieferte, ihm zu mißtrauen? In den Schilderungen seiner Haltung zur Sowjetmacht erweist er sich rückblickend fast durchgängig – um es verhalten auszudrücken – als stiller Opponent des sowjetischen Systems. Er unterhält Kontakte zu in dieser Hinsicht Gleichgesinnten. Hervorzuheben ist seine frühe Absicht, die Sowjetunion, das „einst gepriesene und gelobte Land“, wieder zu verlassen, die er dann mit der Beantragung eines Ausreisevisums nach Palästina bei der Botschaft Hitlerdeutschlands in Moskau zu verwirklichen sucht. Dazu gibt er an, er habe seinen Paß, den er bei der Emigrationsbehörde abgeben mußte, verloren, und bittet darum, ihm einen neuen auszustellen. Den erhält er von dem „höflich lächelnden Beamten“ mit dem Vermerk „Gültig im Verlauf von zehn Tagen zur Rückreise nach Deutschland“ ausgehändigt. Ruge wollte zwar dem „sowjetischen Hexenkessel“ entkommen, aber natürlich nicht, um nach Hitlerdeutschland zurückzukehren und dort in die Fänge der Gestapo zu geraten. Er vernichtet den Paß umgehend. War der sonst politisch so intelligente Ruge wirklich so naiv, zu glauben, die Botschaft des faschistischen Deutschland sei in Moskau nicht überwacht und seine Vorsprache dort nicht bemerkt worden? ( S. 60 ff.).

Im übrigen beantragt Ruge, der eben erst dem „sowjetischen Hexenkessel“ entkommen wollte, erst jetzt seine Aufnahme in die Staatsbürgerschaft der UdSSR. Da kommt man schon ins Grübeln darüber, wie ehrlich die von ihm angegebenen Motive, ein „echter Russe“ zu werden, zu nehmen sind. Ging es ihm jetzt wirklich nur darum, in die „Geheimnisse der russischen Seele“ einzudringen, „eine echte Beziehung zur russischen Kultur herzustellen, die Arbeiter- und Bauernmacht mit spezifisch sowjetischen Augen wahrzunehmen“ (S. 53), oder ist bereits bei dem jetzt Zwanzigjährigen, wenn vielleicht auch erst unterschwellig, der Hang vorhanden, sich anzupassen, um sich bessere Bedingungen für seinen Werdegang zu sichern, ein Charakterzug, der für seine Karriere in der DDR und nach deren Okkupation durch die BRD 1989/90 mit seinem sofortigen Übergang auf die Seite der Ideologen der Konterrevolution typisch wird. [17]

…eine Fehleinschätzung?

Daß Ruge gegen den im August 1939 von der UdSSR mit Hitlerdeutschland geschlossenen Nichtangriffsvertrag Vorbehalte hatte, ist verständlich. Nicht aber, daß er als Historiker nicht in der Lage ist, eine der Realität wenigstens annähernd nahe kommende Einschätzung des Vertrages – der in einer Situation des sich abzeichnenden Existenzkampfes des Sozialismus mit dem Faschismus zustande kam – zu geben. Eine nüchterne Prüfung des Handelns aller agierenden Kräfte verdeutlicht auch heute noch, daß die UdSSR dadurch dem ihr von den Westmächten zugedachten Schicksal des Kriegsopfers entging. Erst nach der Erfahrung der militärischen Niederlage fast aller europäischen Staaten sah sich Großbritannien angesichts fehlender Alternativen gezwungen, eine militärische Allianz mit der UdSSR einzugehen.

Ruge schreibt, daß „viele Russen, die ich kannte, nach dem Abschluß des deutsch-sowjetischen Vertrages plötzlich ihre Sympathien für (Hitler)Deutschland entdeckten“ Sie brachen in „reinstes Entzücken für den Verbündeten Hitler (aus), den starken Mann, der die ins Chaos weisende Demokratie in Deutschland zertrümmert hatte“. Nachdem die faschistische Wehrmacht Polen überrannt hatte, „kannte die Begeisterung der meisten Moskauer keine Grenzen mehr, … hörte man allenthalben: Gitler – molodez! (Hitler ist ein Prachtkerl!)“. Seine zweite Frau Vera meinte, „daß die beiden Führer Stalin und Hitler, den verrotteten westlichen Demokratien auf die Sprünge helfen würden.“ (S. 70 f.). Bleibt zu fragen, mit welchen Russen Ruge hier verkehrte, in welchem Milieu er sich bewegte? [18]

Kulaken erwarteten faschistische „Befreier“

Die Hitlerbewunderung, von der Ruge spricht, müßte, auch wenn das übertrieben sein sollte, eigentlich, nicht zuletzt im zeitlichen Abstand, ein gewisses Verständnis für die vorbeugenden Maßnahmen, die nach dem Überfall auf die Sowjetunion ergriffen wurden, erwecken. Ruge räumt selbst ein, daß es „auch Leute gab, die dieses System (die Sowjetmacht) ablehnten“ (S. 46), und daß „Sowjetfeinde in Minsk und Mogiljow die faschistischen Piloten mit Lichtsignalen zu den angeflogenen Zielen“ dirigierten (S. 77). Im Lager stellt er später fest, daß es tatsächlich Insassen gab, die darauf warteten, daß die Hitlerwehrmacht bis nach Sibirien kommt. Frühere Kulaken bereiteten sich darauf vor, auf rote Fahnen ein Hakenkreuz aufzunähen, um die „Befreier“ zu begrüßen (S. 197 f.). Auch diese Fakten ordnet Ruge jedoch mit keinem Wort in den geschichtlichen Zusammenhang ein. Erinnert sei auch daran, daß sich der in Gefangenschaft geratene Befehlshaber einer Armee, der sowjetische General Wlassow, dazu her gab, formell an die Spitze eines von der Hitlerwehrmacht gebildeten russischen „Komitees zur Befreiung der Völker Rußlands“ zu treten und unter sowjetischen Kriegsgefangenen für eine „russische Befreiungsarmee“ zu werben, die in Stärke von zwei Divisionen an der Seite der Hitlerwehrmacht eingesetzt wurde. [19]

Wie tief Ruge in Form und Inhalt dem antikommunistischen Stil bürgerlicher Schreiberlinge verfällt, sei nochmals an zwei Beispielen aufgezeigt. Auf die Rede Stalins nach dem faschistischen Überfall, die zu einem Manifest des Großen Vaterländischen Krieges wurde, geht er inhaltlich kaum ein. Er schreibt lediglich: „Sein Akzent ist schauerlich, viel Schlimmer als sonst. Nach jedem zweiten Satz trinkt er glucksend Mineralwasser. Dazwischen laute Rülpser. `Für die Sache Lenins und Stalins`, quetscht er gurgelnd heraus“ (S. 80). [20] Eine Spendensammlung Weihnachten 1941 für die Soldaten an der Front setzt Ruge mit dem von Goebbels eingeführten „Winterhilfswerk“ gleich und kommentiert, „jetzt hat die Obrigkeit den Faschisten wohl auch dieses Gaunerstück abgeguckt.“ (S. 130).

Ruge entschließt sich 1956 in die DDR zu gehen, weil er dort und nicht in der BRD die besten Möglichkeiten für seine berufliche Entwicklung sieht. Er träumt bereits von einer großen wissenschaftlichen Karriere. „Ich sehe mich schon“, schreibt er „als Hochschulprofessor auf dem Podium“. Dafür ist er bereit, „all das Geschehene der letzten Jahre (zu) verdrängen“, obwohl mir, wie anderen auch, „nicht verboten (wurde), über meine Erlebnisse in Sibirien zu reden“. Zwar will er dem „geschönten DDR-Bild“ nicht getraut haben, aber er meinte, daß es „dort leichter sei, das Leben zu meistern“. Dennoch schreibt er von ihn manchmal beschleichenden Gedanken, „daß ich möglicherweise aufs falsche Pferd gesetzt habe“ (S. 439 ff.). [21]

Das Gespräch über seine Arbeit in der DDR führt Karl Schirdewan, [22] der ihm vier Arbeitsmöglichkeiten anbietet: Als Übersetzer der Leninwerke, als Mitarbeiter am gesellschaftswissenschaftlichen Institut des ZK der SED oder an der Akademie für Staats- und Rechtswissenschaften in Potsdam-Babelsberg, schließlich als Forscher am Institut für Geschichte der Akademie der Wissenschaften (S.439 f.). Ruge entscheidet sich für das vierte Angebot. Als Spezialgebiet wählt er den Zeitabschnitt der Weimarer Republik.

Vom renommierten DDR-Historiker…

An seinem Institut (dem späteren Zentralinstitut für Geschichte der Akademie der Wissenschaften der DDR) wird er bereits nach zwei Jahren Abteilungsleiter. Er promoviert, habilitiert sich und erhält eine Professur. Vor allem aber wird Ruge, der zweifelsohne über ein ausgesprochenes Forschertalent verfügte, ein produktiver angesehener Wissenschaftler, der fundierte Arbeiten vorlegt: Untersuchungen über den deutschen Imperialismus 1917-1945, Gesamtdarstellungen zur Weimarer Republik, Studien zum Faschismus, zur Außenpolitik, biographische Arbeiten (Gustav Stresemann, Matthias Erzberger, Paul von Hindenburg u. a.) sowie unterschiedliche biographische Essays (Clara Zetkin, Walter Rathenau, Alfred Hugenberg, Heinrich Brüning, u. a.). 1982 wird er zum Ehrenmitglied der Historikergesellschaft der DDR gewählt, 1988 Ehrendoktor der Friedrich-Schiller-Universität in Jena.

In seinen wissenschaftlichen Publikationen zeigte Ruge das verhängnisvolle Wirken der aggressivsten imperialistischen Kreise und ihrer konservativen Helfershelfer als Träger bzw. Wegbereiter des Faschismus auf und legte, Lehren ziehend den Ausweg dar, den Aufbau der sozialistischen Gesellschaftsordnung. Aber er tat noch mehr, er bekannte sich zum Marxismus-Leninismus, zur historischen Bedeutung der Oktoberrevolution und des Aufbaus der sozialistischen Gesellschaftsordnung in der Sowjetunion sowie der führenden Rolle der Partei der Bolschewiki. In seinem Buch „Deutschland 1917-1933“ (Berlin/DDR 1974) schrieb er: „Die Große Sozialistische Oktoberrevolution konnte siegen, weil an ihrer Spitze die Arbeiterklasse stand. … Entscheidend war, daß das russische Proletariat eine revolutionäre Partei – die von Wladimir Iljitsch Lenin geführte Partei der Bolschewiki – besaß. … Durch die sozialistische Revolution in Rußland fand de facto die revolutionäre Lehre von Marx, Engels und Lenin ihre Bestätigung in der Tat. Die Praxis der russischen Revolution machte offenkundig, daß die historisch herangereiften gesellschaftlichen Umwälzungen in allen Ländern grundsätzlich der Oktoberrevolution folgen müssen.“

So wie es Ruge nicht verboten wurde, sich über sein Schicksal in der UdSSR zu äußern, wurde von ihm ebenso wenig gefordert, diese Bekenntnisse abzulegen. Aber es kann wohl davon ausgegangen werden, daß ein dialektischer Zusammenhang dergestalt besteht, daß es ohne von marxistisch-leninistischen Positionen ausgehend Ruge gar nicht möglich gewesen wäre, in der DDR fundierte wissenschaftliche Arbeitsergebnisse vorzulegen. Gleichzeitig spielte eine Rolle, daß Ruge seine Karriere im Auge hatte, was ihn zu diesen Bekenntnissen veranlaßte und tunlichst die Teilnahme an kritischen Auseinandersetzungen – zu denen es in der DDR durchaus Möglichkeiten gab – zu vermeiden. Solche Haltungen gediehen bei nicht wenigen Funktionären der SED im Klima einer bestimmten Verbürgerlichung der Partei. [23]

…zum antisowjetischen Geschichtsfälscher

Bereits in der DDR entstandene opportunistische Stromlinienförmigkeit führte angesichts der sich abzeichnenden Niederlage des Sozialismus zu einer neuen Form der Anpassung. Die Konterrevolution saß Ende 1989, Anfang 1990 noch gar nicht fest im Sattel, die Annexion der DDR lief gerade erst an, da beteiligte sich Ruge bereits an ihrer ideologischen Wegbereitung und widerrief früher vertretene Positionen. Erstaunlich schnell, bereits im Frühjahr 1991, erschien sein Buch „Stalinismus – eine Sackgasse im Labyrinth der Geschichte“, in dem er die Sowjetunion unter Stalin auf eine „stalinistische Gesellschaft“ reduzierte, die von der sozial-ökonomischen Basis als auch der Staatsstruktur her nicht als sozialistisch gekennzeichnet werden könne. Der Staat sei Großkapitalist und Großgrundbesitzer in einem gewesen, die Bauern faktisch Leibeigene des Staates. Trotzdem bot dieses Buch noch gewisse Ansatzpunkte für eine kritische Auseinandersetzung mit diesen dunklen Seiten der kommunistischen Bewegung. Davon konnte in den folgenden Publikationen, z. B. in der „Weltbühne“ [24] kaum noch die Rede sein.

Ruge geriet zunehmend ins Fahrwasser antisowjetischer Geschichtsfälscher mit ihren Schwarz- und Rotbüchern, übernahm den unwissenschaftlichen Begriff des Stalinismus als Synonym für das Sozialismus-Modell der UdSSR und begann, anknüpfend an die Rolle der „beiden Despoten“ (Hitler und Stalin), bei denen er zahlreiche vordergründige „Gemeinsamkeiten“ ausmachte, dieses mit dem Faschismus zu vergleichen. Ruge blieb auch nicht bei der Auseinandersetzung mit dem „Stalinismus“ stehen, sondern ging alsbald zur Revision des Leninismus über.

Eine der peinlichsten Geschichtsklitterungen fabrizierte Ruge mit einem Beitrag im „Neuen Deutschland“ zum 125 Geburtstag Lenins, den er „Der gestrauchelte Gigant“ überschrieb: [25] Zu den darin präsentierten Unwahrheiten gehörte die Behauptung, die Oktoberrevolution sei es gewesen, die Not und Verwüstung ausgelöst und das Land mit Blut und Tränen überschwemmt habe, nicht aber die innere Konterrevolution und die bis dahin in der Geschichte beispiellos dastehende militärische Intervention von 14 kapitalistischen Staaten. Die maßgebliche Frage, welchen Einfluß diese Ereignisse auf den weiteren Revolutionsverlauf, darunter das Maß der Gewaltanwendung, hatten, klammerte er völlig aus.

Historisch-philosophischer Unsinn

Als ein weiteres Beispielen aus Ruges Arbeiten sei ein ND-Artikel zum 75. Todestag Lenins angeführt, den er geschmackloser Weise mit einem Foto des bereits schwerkranken, teilweise gelähmten und offensichtlich geistig abwesenden Parteiführers ausstattete. [26] Das Elaborat trug den Titel „Angetreten, die Geschichte zu überlisten“. Ruge ging von den Schwächen aus, welche die ersten siegreichen sozialistischen Revolutionen der Welt in Rußland und später in Osteuropa begleiteten. Berechtigte kritische Ansatzpunkte wurden indes durch Ruges revisionistisches, bürgerliches Denken, seine defätistische und durchweg ahistorische Betrachtungsweise ihrer Glaubwürdigkeit beraubt und regelrecht ins Gegenteil verkehrt. Ruge diffamierte Lenin als Pokerspieler, der antrat, „die Geschichte zu überlisten“; die Partei degradierte er nun als zur von Lenin „befehligten Truppe“, welche die Revolution in eine „sozialistisch deklarierte Bahn“ lenkte. Durch diese Entwicklung sei eine „Bipolarität der Welt“ herbeigeführt worden, die „fast das ganze 20. Jahrhundert prägen sollte“.

Nach dieser jetzt bezogenen antidialektischen Logik Ruges hätten Lenin und die Bolschewiki auf die Oktoberrevolution verzichten und die „Einpolarität“ der imperialistisch beherrschten Welt akzeptieren sollen. Zu diesem historisch-philosophischen Unsinn nur soviel: Die Bipolarität der modernen Welt existiert seit der Geburtsstunde des Kapitalismus in Gestalt des Widerspruchs zwischen Arbeit und Kapital. Ruge warf hier selbst das kleine Einmaleins des Marxismus über Bord. Mit derartigen „Weisheiten“ ging es in besagtem Beitrag am laufenden Band weiter. Da wurde Lenin unterstellt, er wähnte mit der Machtergreifung der Bolschewiki „sei die schwierigste Hürde genommen.“ (Er hat sich wiederholt und grundsätzlich gegenteilig geäußert). daß „die Weltrevolution ausblieb“, mit der Lenin unter bestimmten Bedingungen rechnete, lastete Ruge ihm nun als Fehleinschätzung an. Kein Wort dazu, daß die Revolution beispielsweise in Deutschland von der SPD niedergeschlagen und so verhindert wurde.

Wie widersinnig Ruge schrieb, verdeutlichte sein Schlußsatz, der zwar „die kühnen und die Welt aufrüttelnden Ideen Lenins“ erwähnte, aber sofort relativierend festhielt, sie seien „mit dem Staatsgründer zu Grabe getragen worden“. Waren es etwa beerdigte Ideen, die den Sowjetstaat noch über sechs Jahrzehnte existieren ließen; die trotz aller später einsetzenden Deformationen den Volksmassen nie gekannte Fortschritte brachten, welche die entscheidende Grundlage des Sieges der Sowjetunion über den Faschismus bildeten; die in Osteuropa sozialistische Staaten hervorbrachten und fast fünf Jahrzehnte am Leben erhielten; die heute wieder weltweit mögliche Aggressions- und Expansionskriege verhinderten; die den Zusammenbruch des imperialistischen Kolonialsystems herbeiführten? Zeugen nicht China und Kuba, um nur diese Staaten zu nennen, vom weiterwirkenden Einfluß der Leninschen Ideen?

In einem weiteren Beitrag, „Zum 85. Jahrestag des Aufstandes der Bolschewiki – Eruption nach oder vor der Katastrophe“ betitelt, setzte Ruge seine opportunistische Linie fort, in die er diesmal eine Revision Marx´ einbezog. In diesem Elaborat bediente er selbst die Hitlerfaschistischen Parolen von der „jüdisch-bolschewistischen Verschwörung“ in dem er die Partei der Bolschewiki als ein Häuflein „verbitterter Juden“, die Lenin „um sich geschart“ hatte, diffamierte. Die wieder folgenden Darlegungen zur Repression unter Stalin, bei der die Überprüfbarkeit der angeführten Fakten teilweise dahin gestellt bleiben muß, boten nichts Neues. [27]

Untersuchung des Opportunismus der Gegenwart steht noch aus

Es ist erschütternd zu verfolgen, wie der einst hochqualifizierte Wissenschaftler Ruge, der sich sowohl durch Klarheit der Analyse als auch geschliffenes Wort auszeichnete, zu einem Dutzend-Schreiber bürgerlichen Formats abgesunken ist. Bleibt am Ende zu fragen, was einstige Verfechter der Sache des Marxismus-Leninismus dazu bewogen hat, auf die andere Seite der Barrikade zu wechseln. Eine Antwort darauf steht noch aus. Sie zu suchen, wird dazu beitragen, die vielfältigen Ursachen und Wurzeln opportunistischer Erscheinungen der Gegenwart aufzudecken und so zu verhindern, daß sie in den Reihen der Kommunisten und revolutionären Sozialisten Fuß fassen. Fest stehen dürfte, daß eine kritische Auseinandersetzung und Bewertung von Fragen der Geschichte des Sozialismus ein solides theoretisches Fundament voraussetzt, wie es uns die Klassiker hinterlassen haben. Wer dieses Fundament aufgibt, endet in jener Sackgasse, in die Ruge geraten ist. [28]

Gerhard Feldbauer, Poppenhausen

Anmerkungen:
[1] „Berlin-Moskau-Sosswa – Stationen einer Emigration, Pahl-Rugenstein, Bonn 2003. Das Buch endet mit Ruges Ankunft in der DDR 1956. Eine Einschätzung zu dem was und wie Ruge schreibt, erfordert, seinen weiteren politischen Werdegang einzubeziehen – in der DDR zum renommierten, auf marxistisch-leninistischen Positionen forschenden Historiker, und nach der Niederlage des Sozialismus zum Renegaten, der sofort als antisowjetischer Geschichtsfälscher auftritt. Seine nach der Niederlage vollzogene „Wende“ prägt die Schilderung seiner gesamten Zeit in der Sowjetunion ganz entscheidend.
[2] Man beachte Ruges Stil. Die Menschen, unterhielten sich nicht, nein sie schwatzten, sie saßen nicht, sondern hockten, die Kinder schauten nicht neugierig, sie glotzten. Diese Vokabeln, denen unzählige weitere folgen, sagen etwas darüber aus wie Ruge zu diesen einfachen Menschen steht bzw. gestanden haben will. Wobei ich meine, er passt sich dem Geist der Zeit an, dem miefigen Stil antikommunistischer Ideologen, zu dem gehört, alles was mit Sozialismus zu tun hat, verächtlich zu machen, herabzusetzen, zu diffamieren, zu verunglimpfen, zu verleumden usw.
[3] Soll das in Deutschland wirklich nicht möglich gewesen sein? Oder hat Ruge nur die Elendsviertel Berlins u.a. deutscher Städte der 20er und 30er Jahre nie gesehen und weiß nicht unter welch erbärmlichen Verhältnissen deutsche Proletarier in diesen Jahren lebten?
[4] Ohne Zweifel ein schweres Geschick. Aber kein Wort darüber, dass dieses Schicksal Millionen Sowjetbürger erlitten. Während der 900 Tage anhaltenden Belagerung Leningrads verhungerten und erfroren unzählige Menschen in ihren Wohnungen, allein im Dezember 1941 starben 52.000 Menschen, im Januar 1942 täglich bis zu 4.000 Männer, Frauen und Kinder. Insgesamt fiel der faschistischen Aggression jeder dritte Einwohner der Drei-Millionen-Stadt an der Newa zum Opfer (siehe den Beitrag von Christian Tegethoff, „Alle sind gestorben. Tanja ist allein“, ND 28. Jan. 2004). Bei der Abwehr der faschistischen Aggression, der Vertreibung der Hitlerwehrmacht und der damit verbundenen Befreiung der Völker Ost- und Südosteuropas fanden über 8,6 Millionen Soldaten der Rotem Armee den Tod; insgesamt betrugen die Menschenopfer der UdSSR etwa 27 Millionen.
[5] Die Schilderung des Abschlusses des Universitätsstudiums wirkt ziemlich konfus und steht im merkwürdigen Kontrast zu dem sonst hervorgehobenen strengen Überwachungssystem.
[6] Ruge vor seiner Ausreise in die DDR wörtlich: „der größte Kommunistenmörder aller Zeiten“ (S. 428).
[7] Das räumt Ruge, wenn auch in tendenziöser Weise, mehrfach ein, so auf S. 58 f.
[8] Hans Heinz Holz ist in diesem Zusammenhang zuzustimmen, dass es „kaum vorstellbar (ist), daß mit den alternativen Konzepten, sei es Trotzkis, Sinojews oder Bucharins, das gleiche Ergebnis erreicht worden und die Sowjetunion überlebensfähig geblieben wäre“. (Quelle siehe Fußnote 14).
[9] Dabei ist, von Ausnahmen abgesehene, die reaktionäre Rolle der Reichswehr als konservativer Wegbereiter des faschistischen Machtantritts zu sehen. Siehe u.a. Kurt Schützle, „Reichswehr wider die Nation. Zur Rolle der Reichswehr bei der Vorbereitung und Errichtung der faschistischen Diktatur in Deutschland (1929-1933), Deutscher Militärverlag, Berlin (DDR) 1963.
[10] Die Reichswehr wurde nach dem Machtantritt Hitler das militärische Machtinstrument der faschistischen Diktatur; aus der Reichswehr, die eine Kaderarmee war, ging 1935 die Wehrmacht hervor.
[11] Zitiert in Olaf Gröhler, Selbstmörderische Allianz. Deutsch-Russische Militärbeziehungen 1920-1941, Vision Verlag, Berlin 1992. Das Buch des in der DDR bekannten Militärhistorikers ist in tendenziöser Weise geschrieben, aber von der Quellenlage her den Tatsachen entsprechend und informativ.
[12] Es ist jedoch auch zu sehen, daß die Rote Armee aus dieser Zusammenarbeit vielseitige Vorteile zog, so für die Entwicklung ihrer Luftstreitkräfte, den Aufbau motorisierter und Panzerverbände, und Einblick in das militärstrategische Denken hoher Militärs der späteren Hitlerwehrmacht, darunter des führenden Panzergeneral Guderian, erhielt.
[13] Ich selbst habe mich am Historischen Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena 1963/64 mit reaktionären Eliteorganisationen in der Weimarer Republik befaßt. Siehe u.a. Beiträge „Deutscher Herrenklub“ und „Juniklub“ in „Die bürgerlichen Parteien in Deutschland. Handbuch der Geschichte der bürgerlichen Parteien und anderer bürgerlicher Interessenorganisationen vom Vormärz bis zum Jahre 1945“, 2 Bände, Leipzig 1968. Meine Forschungen schlossen die Reichswehr und ihre Rolle als konservativer Wegbereiter des faschistischen Machtantritts ein. Dabei stieß ich natürlich auf die erwähnte Zusammenarbeit zwischen Reichswehr und Roter Armee. Das Historische Institut der Jenenser Universität war übrigens Leitinstitut der Arbeitsgemeinschaft der Sektion Geschichte der Akademie der Wissenschaften, die das Geschichtswerk herausgab, und so lernte ich auch Wolfgang Ruge als Mitglied des Autorenkollektivs kennen.
[14] Erschienen in „Unsere Zeit“, 17. Dez. 1999. Abdruck in „RotFuchs“ Nr. 61, Febr. 2003.
[15] Streng genommen ist Ruge kein deutscher Emigrant mehr, da er auf eigenen Wunsch sowjetischer Staatsbürger geworden ist.
[16] Stefan Doernberg, Ein dunkles Datum der Geschichte, „antifa“, Nr.6/ 1996.
[17] Für die Verbannungszeit ist Verständnis für eine bestimmte Anpassung (wenn sie nicht zum Denunziantentum führte, was Ruge von sich verneint) als einer Bedingung des Überlebens angebracht.. Ohne hier darauf ausführlich eingehen zu können, ist wohl anzunehmen, daß in dieser Verhaltensweise Wurzeln für Ruges weiteren Weg zum Opportunisten sowohl in der DDR als auch nach ihrem Untergang liegen.
[18] Gröhler legt an Hand von Dokumenten dar, daß Stalin mit äußerster Vorsicht vorging, und alles vermied, was den Eindruck von Gemeinsamkeiten oder gar von einem Bündnis mit Hitlerdeutschland erwecken konnte.
[19] Wlassow ging im Mai 1945 mit seinen Truppen in amerikanische Gefangenschaft. Die Verräter wurden an die Sowjetunion ausgeliefert und zur Verantwortung gezogen; Wlassow zum Tode verurteilt und im August 1946 hingerichtet.
[20] Bei allem Personenkult kann man Stalin nicht vorwerfen, daß er sich selbst hochleben ließ.
[21] Da fragt man sich, auf welches Pferd Ruge denn dann setzen wollte? Auf das des westdeutschen Imperialismus und Militarismus, mit seinen Annexionsplänen gegen die DDR, die dieser dann 1990 umsetzte? Bereute er, sich nun nicht mit zu den „Siegern der Geschichte“ zählen zu können? Seine Frau wollte schon 1956 „unter Umständen sogar ins kapitalistische Ausland übersiedeln“ (S. 423).
[22] Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK der SED.
[23] Siehe dazu Beitrag des Autors „Über Anpasser und Steher“, in „RotFuchs“ Nr. 29, Juni 2000.
[24] Einige Beispiele aus der „Weltbühne”: Faktoren der Geschichte, Heft 46/1990; Weltkrieg und Epoche, 17/1991; Von der Wissenschaft zur Utopie, 28/1992.
[25] ND 22./23. April 1995.
[26] ND 21. Jan. 1999.
[27] ND, 7. Nov. 2002.
[28] Siehe dazu u. a. die Beiträge des Autors Renegaten auf ausgetretenen Pfaden, in „RotFuchs“ Nr. 13, Febr. 1999 und Was Wolfgang Ruge heute predigt, in „Roter Brandenburger“ Nr. 12, Dez. 2002

Quelle: Offen-siv 01/04

pdfimages  Feldbauer: Der Historiker Wolfgang Ruge


Siehe auch:
Kurt Gossweiler „Von der Astronomie zur Astrologie“
Marxfälscher und andere Revisionisten unserer Zeit
Die Lüge von den Stalinschen Massenmorden

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14 Antworten zu Der Historiker Wolfgang Ruge – von der Wissenschaft in die Kloake des Antikommunismus…

  1. Vorfinder schreibt:

    Sehr guter Beitrag zur passenden Zeit. Danke!

  2. Hanna Fleiss schreibt:

    Und der Rotfuchs hatte mehrmals Beiträge von Ruge veröffentlicht. Was war das los? Weiß das einer?

    • sascha313 schreibt:

      Der Genosse Steiniger hat mir mal erklärt, man müsse auch mit 80% zufrieden sein. Wenn also so jemand wie Tichauer, Walter Ruge, Werner Röhr oder Lieberam irgendwelchen abstrusen und stalinfeindlichen Müll absonderte, dann wurde im RotFuchs gedruckt, was derjenige zu sagen hatte. Eine Übersetzung aber, die (wie hier) z.B. den Tuchatschewski entlarvt, wurde nicht gedruckt. Nun ist aber ein 80%iger Walter Ruge nunmal kein 100%iger Kommunist, ebensowenig wie man das von einem Kautsky oder einem Plechanow sagen konnte. Sie waren Renegaten oder hatten sich irgendwann von ihren kommunistischen Ansichten losgesagt. Bei diesem Wolfgang Ruge war das augenscheinlich noch viel früher der Fall, was ja hier nachzulesen ist. Im RotFuchs fand niemals (korrigiere mich, wenn ich mich irren sollte) eine echte Auseinandersetzung mit dem Revisionismus des XX.Parteitages statt. Welcher von den unzähligen Beiträgen eines Kurt Gossweiler wurde denn beispielsweise im RotFuchs abgedruckt? Da haben sogar die Weißenseer Blätter bedeutenderes geleistet (vgl.Kominform.at)

      • Vorfinder schreibt:

        Jaja, die 80% These. Sascha, Du hast völlig recht mit Deiner Gegenrede. Wo denn ist die Analyse was die 80% unserer Sache gebracht haben? Konnten die Köpfe aufgeklärt werden, Menschen hinzugewonnen werden, die nicht ohnehin schon dabei waren? In 26 Jahren nach der Konterrevolution ist das Kräfteverhältnis nicht zu unseren Gunsten verändert. Die Spaltungen in den Reihen gehen tiefer und tiefer. RotFuchs, jW etc. dösen, feiern die immer gleichen Aufsagungen. Es ist eine Schande, dass die Arbeiten z.B. von Kurt Gossweiler da nicht gedruckt werden. Der Antikommunismus in unserer Zeit schwillt zunehmend an. Die Bourgeoisie macht da Gleise auf, die uns Kommunisten ans Leben gehen werden.

        Ein Blog wie dieser leistet was geht. Kommunisten online wird aktuell wieder in der Existenz bedroht. Die Genossen dort werden mit Hilfe nicht gerade überschüttet. Nach all den Jahren sind unsere Verankerungen schwach. Solidarität gibt es mehr im Wort, als in der Tat. Die Klassiker hatten revolutionäre Wachsamkeit gelehrt. Was ist geblieben von diesem Wissen – und was vom Handeln daraus?

  3. Hanna Fleiss schreibt:

    Ja, Sascha, das fiel mir auch alles auf, auch die vielen Linkspartei-Beiträge. Aber das scheint sich mit der neuen Redaktion etwas geändert zu haben.

    • sascha313 schreibt:

      Bei Herrn Schölzel wird das nicht anders sein. Auch er hat sich bis zuletzt in seinem Job bei der „jungen Welt“ der Auseinandersetzung mit dem Antistalinismus widersetzt (…um diese 80%igen bei der Stange zu halten?). Was können die RotFuchs-Leser da anderes erwarten?

  4. Hanna Fleiss schreibt:

    Sascha, ich will Schölzel in dieser Frage nicht beistehen, aber ich denke mir, dass er sich mit diesem Thema nicht beschäftigt, hat sicher damit zu tun, dass sehr viele Unterstützer der jw aus Kreisen kommen, die ihre Unterstützung in diesem Fall zurückziehen würden. Aber das ist ein echtes Manko einer sich marxistisch nennenden Tageszeitung.

  5. Hanna Fleiss schreibt:

    Vorfinder, je mehr Zeit vergeht, um so weiter wird sich alles Linke vom marxistisch-leninistischen Gedankengut entfernen. Da hat der Revisionismus ganze Arbeit geleistet. Was wären wir für eine Kraft, wenn zum Beispiel die Westlinken keine Antikommunisten wären. Bestimmte Begriffe und Gedankengänge kann man heute gar nicht mehr verwenden, weil erstens kaum noch jemand weiß, was sie bedeuten, und falls sie bekannt sind, werden sie als „kommunistisch“, das heißt als feindlich, verstanden. Und das zieht sich durch die gesamte bundesdeutsche Gesellschaft. Die Generationen, die die 40 Jahre DDR erlebt haben wie ich, sterben aus.

    Nicht nur der Staat, auch viele der sich Linke Nennenden sind daran interessiert, ein ganzes Volk politischer Idioten zu haben, die man in bestimmte Bahnen lenken kann. Merkel hat heute im Bundestag mit der „Digitalisierung“ gedroht. Was sie darunter auch versteht, muss ich nicht erklären. Zum Beispiel ist es mir jetzt mehrmals passiert, wenn ich diesen Blog hier aufrufe, dass ein Fenster erscheint, wo mitgeteilt wird, dass der Blog kein Zertifikat hat, und wenn ich auf Ja (weitermachen) drücke, wird eine Reaktion verwehrt, und zwar so lange, bis entweder das Fenster oder ich die Faxen dicke haben und ich es ein andermal versuche. Ob ich mich irre, weiß ich nicht, aber ich habe da bestimmte Vorstellungen. Und letztlich trägt das auch dazu bei, Angst zu erzeugen, wenn man sich mit bestimmten Themen öffentlich beschäftigt. Aber du siehst, ich habe mich nicht einschüchtern lassen. In diesem Sinne: Weitermachen!

    • Vorfinder schreibt:

      Ja, liebe Hanna, und wenn das so ist, fragt sich eben, weshalb die K Parteien so dösen. Wir hatten das ähnlich alles im Staatsbürgerkunde-Unterricht gelernt, was wir jetzt von den Herrschenden ins Gesicht geschlagen bekommen. Die drohende Barbarei ist keine trockene Fußnote. Merkel & Co. sind doch nun wirklich keine Überraschung. Meiner Sicht nach liegt die anhaltende Schwäche der Kommunisten u.a. daran, dass es noch immer im Inneren keine konsequente Trennung von Antikommunisten und Antikommunistischen gibt und auch daran, dass allerlei über die Klassiker gelesen und verbreitet wird, kaum mehr aber die Klassiker studiert werden. Wäre es anders, unsere Reihen wären nicht so überrascht und zerfleddert. Gegen Dein „Aussterben“, Hanna, müssen wir aber auch was unternehmen🙂

  6. Hanna Fleiss schreibt:

    Vorfinder, dann unternimm was, ich will hundert Jahre alt werden.

    Aber das ist doch ein echtes Problem, das mit dem Aussterben einer ganzen Generation. Der Westen setzt darauf, er denkt, dann wird sich die Sache mit dem Kommunismus sowieso geben. Sieh dir doch die Nachwachsenden an. Wie viele politisch interessierte Jugendliche gibt es denn? Die meisten haben entweder mit dem reinen Überleben zu tun, oder sie passen sich aufgrund ihres bürgerlichen Herkommens so lange an, bis sie in diese Gesellschaft hineinpassen, oder sie schließen sich linksradikalen Gruppen an. Sascha hat ja zu dem Thema heute etwas gebracht. Und sowieso, schon in der Schule werden sie antikommunistisch gedrillt. Woher sollen sie es auch anders wissen? Auf die Eltern würde ich da nicht allzusehr vertrauen.

    Sowieso, ich bin mir sicher, dass wir nach dieser Niederlage noch eine ganze Zeit brauchen, wir haben keine marxistisch-leninistische Partei und einen Lenin schon gar nicht. Linke Parteien wie Linkspartei oder DKP sind revisionistisch, mit denen kommt garantiert keine Revolution. Natürlich gehen Menschheitserfahrungen in der Geschichte niemals verloren, die 70 Jahre Sozialismus sind ein Merkstein in der Geschichte. Aber wie wird der Sozialismus eigentlich übermittelt? Durch die ominösen Dokus des Westfernsehens und den ganzen gedruckten Plunder in den Buchhandlungen?

    Wir sollten auch nicht darauf vertrauen, dass, wenn die soziale Lage der Menschen immer schlechter wird, sie auch um so revolutionärer werden. Eine Zwangsläufigkeit gibt es da nicht.
    Unruhen könnte ich mir vorstellen, die aber sehr schnell mit den modernen Überwachungssystemen und Bundeswehr niedergeschlagen werden. Und zur Not springt dann die NATO ein.

    Wenn du mich so fragen solltest, Vorfinder: Der Mensch müsste mindestens 200 Jahre alt werden können, mein Wunsch nach 100 Jahren ist da wohl noch viel zu minimal.

    • Vorfinder schreibt:

      Liebe Hanna, erstmal das machbare. Du sollst gesund sein! Die 100 Jahre sind notiert. Vielleicht hilft da ja ein Parteiauftrag🙂

      Und in der gesellschaftlichen Sache. Wie soll es gehen vom Sozialismus zu sprechen? Ich denke, in dem gesprochen wird wie Du sprichst, wie Du weiter gibst, wie andere weiter geben, wie es Sascha hier unermüdlich tut und die Genossen hier und anderswo.

      Es gibt soviel beispielgebende sozialistische Biographien. Die Beispiele jener die für Sozialismus gekämpft haben, an ihm gebaut haben, sind stark. Ich will hier keine Aufzählung machen, weil jeder selbst Menschen kennen wird, historische Persönlichkeiten oder Nachbarn, die in diese Reihe gehören.

      Und das ist es doch, was diese Menschen an Beispiel gegeben haben, ist nicht gelöscht, es ist viel stärker, als die kapitalistische Beliebigkeit, die sich selbst zertrampelt.

      Junge Menschen sind verführbar, ja, da ist schwer gegen alle üblen Geschütze zugleich zu kämpfen. Meine Erfahrung mit jungen Menschen ist, wir müssen für sie da sein, wenn der Shop für sie keine Antworten hat, auf das was in ihnen vorgeht.

      Ich lese manchmal jungen Menschen aus unseren Klassikern vor. Und da gibt es dann Staunen, woher die Klassiker wissen konnten, was die jungen Menschen jetzt sehen, wenn sie interessiert in die Welt blicken. Und dann gibt es Fragen. Und das ist dann viel. Da müssen wir dann dran bleiben, ohne zu drängen.

      Der Kapitalismus ist stark in Verführung. Wirkliche Antworten hat er nicht. Wenn der Schaum beiseite gewischt ist, haben wir mit der wissenschaftlichen Weltanschauung, was eben der Menschenfeind nicht hat.

      Mir scheint, wir sollten uns nicht an denen abarbeiten, die gar nicht wollen. Umso mehr aber sollten wir jenen Obacht geben, die ehrlich fragen und wirklich wissen wollen. Manchmal macht schon ein passender Literaturtipp gleich mehre Türen im Oberstübchen auf. Und Menschen und Genossen wie Du haben sicher einen großen Schatz an Tipps🙂

      Kultur ist ein wichtiger Bildungsfaktor. Deshalb müssen wir mehr um die Verteidigung von universeller Kultur ringen, als Eventkultur zu applaudieren und mehr, als zur hundertsten Mahnwache zu laufen.

      Ja, die heutigen Schulen sind übel. Aber junge Menschen schauen sich um. Und da ist es doch ein riesiges Versäumnis und eine Sauerei, dass von den Jugendorganisationen der Linken und der K Parteien so gar keine (nahezu keine) Bildung ausgeht, die in Methodik und Form auf der Höhe der Zeit ist.

      Uns aber gibt es ja noch. Du sprichst erfrischend. Manch andere auch. Und wie sang einst der Oktoberclub: das Bessere setzt sich langsam durch.

      An jener Liedzeile hat mir immer das Dialektische, die Zuversicht, aber auch der realistische Blick gefallen.

      Und eine andere Liedzeile, die der Oktoberclub mal fand lautet: ich gebe unseren Anfang doch nicht für eine Endstation her.

      Wenn die K Parteien das kapieren, was hätten wir für Kräfte. Vielleicht müssen wir ja die KKE mit der KPD vereinen🙂 Jedenfalls sich abfinden mit der Barbarei, ist unser Ding nicht. Schon gar nicht, liebe Hanna, wenn wir 200 Jahre werden wollen …

  7. Tankist schreibt:

    Na, das wäre die Wende im Klassenkampf: „Kommunisten haben die Formel für na wsegda molodyj (für die breite Masse- for ever young) gefunden und sich das Monopol darauf gesichert. Etwas genetisches Material aus Stalins Grab und der Imperialismus würde für immer in das Grab der Geschichte rauschen……

    Hanna, Dir und den anderen hier wünsche ich ein langes, gesundes Leben. Ich wünsche uns, bei klarem Verstand die Ursachen unserer krachenden Niederlage an die nächste Generation weiter geben zu können. Die dem Imperialismus innewohnenden Widersprüche werden über kurz oder lang zu seinem Zusammenbruch führen. Unsere Aufgabe ist es, so wie auf diesen klaren und fundierten Seiten hier, das Wissen darum, die Wissenschaft unser Gesellschaftsordnung immer weiter zu geben. Eine der Lehren dabei muss immer sein: „Klassenkampf kommt von kämpfen und nicht von koexistieren“.

  8. Pingback: Einige Besonderheiten der „Linken“ | Sascha's Welt

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