Klaus Hesse: Zur Lage der Lohnabhängigen

hesse-lohnabhKlaus Hesse ist ein unermüdlicher Arbeiter. Mit seinen Schriften trägt er dazu bei, die Geschichte der UdSSR und unsere eigene DDR-Vergangenheit besser zu verstehen, und zugleich gibt er uns gute und fundierte Argumente in die Hand, die es ermöglichen, jeden Versuch der Bourgeoisie und des Revisionismus zu widerlegen, der darauf abzielt, den Kampf der Arbeiterklasse und ihrer marxistisch-leninistischen Partei zu verleumden. Basierend auf einem fast vergessenen Werk von Friedrich Engels schreibt Klaus Hesse hier nun über die Lage der arbeitenden Klasse vom 20.Jahrhundert bis in die Gegenwart. Diese Kenntnis ist unverzichtbar, wenn man verstehen will, wer heute überhaupt noch zur Arbeiterklasse gehört, was sich seither verändert hat und warum man den Eindruck haben muß, daß ein nicht unbedeutender Teil der Lohnabhängigen heute sehr viel weniger als zu Engels‘ Zeiten daran interessiert ist, seine Ketten abzuwerfen und die Gesellschaft zu verändern. Klaus Hesse schreibt im Vorwort zum 1. Teil seiner Arbeit:

Vorwort

Mit der Wahl dieses Titels werden verschiedene Absichten verfolgt: Zum einen ist es angesichts der derzeitigen Entwicklung höchste Zeit an die Aktualität der Fragestellungen aus der Engelsschen Schrift aus dem Jahre 1845 zu erinnern. Denn: So bekannt der Name dieser Schrift (‚Die Lage der arbeitenden Klasse in England’), so wenig dürfte den heute Lebenden gewärtig sein, wie detailliert und kenntnisreich Engels seinerzeit anhand seiner Quellen auf das industrielle Proletariat, die großen Städte, die Konkurrenz, die irische Einwanderung, vor allem aber auf die einzelnen Arbeitszweige, die Fabrikarbeiter im engeren Sinne, die übrigen Arbeitszweige, die Arbeiterbewegungen, das Bergwerksproletariat, das Ackerbauproletariat und die Stellung der Bourgeoisie zum Proletariat einging. …

Im Manifest der Kommunistischen Partei findet sich die Aussage: „Die Proletarier haben nichts … zu verlieren als ihre Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen.“ Angesichts des relativen Wohlstands besser Verdienender gab es nicht wenige Spaßvögel, die damit kokettierten, daß nicht wenige weit mehr als eben nur diese längst nicht mehr sichtbaren Ketten zu verlieren hätten.

Aber was eben noch eine Selbstverständlichkeit zu sein schien, ist ins Schliddern geraten. Im Gefolge der Auslagerung ganzer Unternehmen in immer billigere Billigstlohnländer, Tochter- und Subunternehmen mit Niedrigstlohn, durch Teilzeitarbeit, den Einsatz automatisierter Fertigungsverfahren, mit Computer- und Robotersystemen und rücksichtslosen Entlassungen ist in vielen Bereichen der Landwirtschaft, im Bergbau, in der Industrie und im Dienstleistungswesen kaum noch etwas geblieben von dem, was eben noch als eine hinreichend sichere Perspektive versprochen wurde. …

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Soviel vorab. Das umfangreiche Buch von Klaus Hesse kann heruntergeladen werden als pdf-Datei. Es sei noch bemerkt, daß Dr. Klaus Hesse ausdrücklich an Hinweisen der Leserschaft interessiert ist und einer Verbreitung seines Buches keinerlei Hindernisse in den Weg legt.

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Eine Antwort zu Klaus Hesse: Zur Lage der Lohnabhängigen

  1. Samy Yildirim schreibt:

    Auf der Schule „lernte“ ich, dass Marx/Engels „veraltet“ seien, weil der Kapitalismus „heute“ nicht mehr so sei wie „im 19. Jahrhundert, als Marx/Engels lebten“. Die Auffassung war kurz gesagt die, dass diese Wende zum Besseren in den Laendern des Global West irreversibel sei und es darueberhinaus nur noch eine Frage der Zeit sei, die die Menschen im Rest of the World ebenso wuerden leben koennen wie wir.

    Ich hielt das fuer Wunschdenken und sagte dies auch, weswegen ich als „Unbelehrbarer“ und „Ewiggestriger“ bezeichnet wurde. Heute sollte jeder einsehen koennen, dass die oben genannte Wende zum Besseren lediglich reversibel war und das 21. Jahrhundert eher ein modern angestrichenes 19. Jahrhundert wird als sonst etwas. Es sei denn natuerlich, dass die Menschen ihrer Einsicht entsprechend handeln.

    Einen moeglichen Anfang koennte es sein, auf der Seite http://www.das-freie-buch.de/Termine.html sich den genau 200 Sekunden dauernden Werbespot anzusehen.
    Ich wuensche viel Vergnuegen und jede Menge Erkenntnisse dabei.

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