Fidel Castro zum Gedenken

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Fidel Castro (1926-2016)

Wenn immer die Hoffnung bestehen bleibt, daß Gesellschaften es schaffen, so mächtigen imperialistischen Staaten wie den USA widerstehen zu können, so ist das auch in hohem Maße dem kubanischen Volk und seiner Revolution zu verdanken. Für diese Revolution und das Überleben des kubanischen Sozialismus steht Fidel Castro. Nun ist er im Alter von 90 Jahren gestorben. Unser tiefes Beileid gilt dem kubanischen Volk. Möge es auch künftig der erpresserischen Umarmung durch die USA Widerstand leisten und in Frieden den Sozialismus aufbauen!

Danke, Fidel!

Fidel Castro Ruz [-rus], geb. 13. 8. 1926, gest. 26.11.2016, war kubanischer Revolutionär und Arbeiterführer. Er führte nach 1953 die revolutionäre Bewegung gegen Batistadiktatur und imperialistische Abhängigkeit Kubas und formulierte das Programm der antiirnperialistischen Revolution. Nach der Niederlage des Aufstands vom 26. 7. 1953 (Sturm auf die Moncada) war er auf der Isla de Pinos (Isla de la Juventud) inhaftiert, nach Amnestie (1955) Emigration in die USA und nach Mexiko. 1956/58 leitete er den Partisanenkrieg in der Sierra Maestra, der mit dem Sturz Batistas endete. Nach dem Sieg der Revolution (1959) war er Vorsitzender des Ministerrats, seit 1965 Erster Sekretär der Kommunistischen Partei Kubas; seit 1976 Vorsitzender des Staatsrats.

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13 Antworten zu Fidel Castro zum Gedenken

  1. Hanna Fleiss schreibt:

    Ein trauriger Tag. Und ja, das steht zu befürchten: die erdrückende Umarmung der USA. Beim Obama-Besuch haben für meinen Geschmack zu viele Menschen gejubelt. War wohl alles nicht ernst gemeint, das mit der Freundschaft zu Kuba, denn das Embargo gilt immer noch. Und Phoenix sendet Hetzbeiträge gegen Kuba und Fidel Castro, sie kennen keine Scham und beachten noch nicht mal den diplomatischen Anstand. Es kann einem übel werden.

    • Harry 56 schreibt:

      Hallo Hanna, auch in Kuba stehen gierige Kollaborateure bereit, um von Washington lizensierte neue Macht, neue ausbeutende Herrschaft über Kuba zukünftig ausüben zu können, Bestechungsgelder aller Art aus dem „Westen“ in Empfang zu nehmen.
      Auch hier keinesfalls eine Frage der Ideologie, nein, sondern eine Frage der Macht, „wer wen“…

      Beste soz. Grüße!

  2. grenzer84 schreibt:

    Möge ihm die Erde leicht sein und mein Beileid allen Kubanern ….

  3. Rolf schreibt:

    Mein Beileid den Angehörigen und allen Kubanern.
    Wie es mit Kuba weiter geht wird das kubanische Volk entscheiden.
    Vielleicht haben sie aus den Entwicklungen der anderen sozialistischen Länder etwas gelernt.
    Rolf, der Waldschrat

  4. fürchtenix schreibt:

    Ein Held der Geschichte des Kampfes der Menschen für eine gerechtere Welt ist gestorben. Es wird nicht der letzte sein. Was wir aus ihrem Leben und ihrem Kampf gelernt haben und selbst leben ist das Wichtigste. Nur damit ehren wir ihr Vermächtnis. Bleiben wir der Sache Treu. Heute ist nicht nur der Tag an dem Fidel gestorben ist. Für mich ist es auch der Tag des 2. Geburtstages meines Enkels Theo. Und auch deshalb werde ich ihm, wenn er groß genug ist, von meinen Helden erzählen. Von Spartacus, Thomas Münzer, Thälmann, Karl und Rosa, Lenin, Soja Kosmodemjanskaja, Che, Ho Chi Minh und vielen anderen. Aber besonders von Fidel.

  5. Inson schreibt:

    Kubas großer Sohn, ein wunderbarer Mensch und unermüdlicher Kämpfer für eine gerechtere Welt ist nicht mehr bei uns……..
    Comandante Fidel Castro Ruz presente, ahora y siempre!

  6. dlfhoerer schreibt:

    Ein großer Verlust für Kuba, den Sozialismus und alle anständigen Menschen der Welt. Fidel war so weit ich zurückdenken kann ein positiver Mensch und Held. Er wird es für immer bleiben. Vielen Dank für diesen Nachruf.

  7. Karl schreibt:

    Ja es ist traurig, wenn einer stirbt, gerade wenn es um Personen geht wie Fidel Castro. Aber Fidel Castro hatte auch Chruschtschows Lügen über Stalin nachgeplappert, in dem er sagte, dass er Stalin lobe, aber auch seine Fehler erkannt habe. So behauptet er im Interview: „Seinen Machtmissbrauch und die Willkür mit der er handelte“ – damit ist Stalin gemeint. (Seite 197). Er bestätigt, dass Stalin „nicht nur Theoretiker war, sondern ein guter Organisator, ein Revolutionär. Später machte er die Fehler, von denen wir alle wissen, die Repressionen, die Säuberungen und alle übrigen Dinge“. (Seite 423). (aus dem Buch Fidel Castro: „Mein Leben“. Rotbuch-Verlag 2011). Hätte er mal Ludo Martens gelesen „Stalin anders betrachtet“, dann hätte er ein objektives Bild von Stalin gehabt.

    • sascha313 schreibt:

      Ja, eben, Karl. Gerade darum geht es. Fidel Castro war ein Revolutionär, zweifellos eine große Persönlichkeit. Aber warum fiel er ausgerechnet auf Chruschtschow herein? Warum ist ihm diese flapsige Schlitzohrigkeit nicht aufgestoßen, mit der Chruschtschow seine Umwelt behandelt hat, mit der er alle über seine wahren Absichten täuschen konnte? Warum hat Castro sich so an der Nase herumführen lassen? Wenn es alle diese Fehler gegeben hätte, die Stalin vorgeworfen worden waren – warum ist Castro dann nicht irgendwann später dahinter gekommen, daß all das gelogen war? Es gab doch auch genügend Hinweise für ein revisionistisches Verhalten der Führer der KPdSU nach 1956. Klar, Castro war zum Zeitpunkt des XX.Parteitages gerade mal 30 Jahre alt – Chruschtschow war gut doppelt so alt. Hatte Castro damals wirklich so großen Respekt vor Chruschtschow, daß er sich nicht vorstellen konnte, daß dieser Mann mehrfach gelogen hatte? Möglich wär’s…. Doch war denn später nicht erkennbar, daß die Geschichte mit dem „lieben Genossen Tito“ ein antikommunistischer Trick war? Hätte Castro nicht stutzig werden müssen, nachdem China und Albanien vor Chru. gewarnt hatten? Und die Raketengeschichte auf Kuba? Hat sich Castro da nicht verraten gefühlt?

    • Hanna Fleiss schreibt:

      Karl, ich kann nur mutmaßen, dass es Fidel Castro darum ging, mit der Freundschaft zur Sowjetunion ein Gegengewicht gegen die übermächtigen USA zu schaffen, die Kuba bei allem Kampfesmut des kubanischen Volkes erdrückt hätten. Kuba hatte schlicht nicht die Ressourcen, sowohl in wirtschaftlicher als auch militärischer Hinsicht, um allein einem Überfall der USA standzuhalten. Kuba brauchte die wirtschaftliche und militärische Unterstützung der Sowjetunion. Des weiteren kann ich nur mutmaßen, dass Fidel sehr wohl wusste, was international gespielt wurde zwischen Chruschtschow und den USA und dass er Kuba heraushalten musste. Der selbstherrliche Chruschtschow hatte Kuba wie einen unmündigen Staat behandelt, als er ohne Absprache entschied, die Raketen auf Kuba zu stationieren. Anzunehmen, dass es da schon Auseinandersetzungen gab, und dass Kuba da Kompromisse eingehen musste, ist klar.
      Genauso aber musste Kuba auch Kompromisse in ideologischer Hinsicht eingehen, wenn es sich die Freundschaft der Sowjetunion erhalten wollte. Nicht zu vergessen aber, dass die kubanische KP eine junge KP war, in der sich die Verhältnisse erst mal klären mussten, die, ganz natürlich, zum großen Bruder KPdSU aufsah. Und Kuba stand ja in dieser Beziehung überhaupt nicht allein, alle sozialistischen Staaten beugten sich der revisionistischen Politik Chruschtschows. Sogar Erich Honecker in seinen „Moabiter Notizen“, das fiel mir auf, lässt nach der Konterrevolution nicht ein kritisches Wort zum Chruschtschowschen Revisionismus fallen. Die gesamte internationale kommunistische Welt wurde von Chruschtschow revisionistisch beeinflusst, um nicht zu sagen indoktriniert. Kuba, auch der klardenkende Fidel, machte da überhaupt keine Ausnahme. Man kann nur hoffen, dass der Zusammenbruch der Sowjetunion in Kuba einiges geklärt hat. Das ist meine persönliche Ansicht, wie das viel informiertere Leute sehen, kann ich nicht einschätzen.

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