Die Bundesregierung warnt: Achtung Feindpropaganda!

fakeIt is called fake news and we are told it is dangerous. Maybe we can agree on this. But let there be no mistake – it is governments and mainstream media that have peddled fake news for decades. And this is being challenged. (RT)

Sie werden als unechte Nachrichten bezeichnet, und uns wird gesagt, daß das gefährlich ist. Und vielleicht können wir damit auch einverstanden sein. Doch um hier keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen – es sind die Regierungen und die einflußreichen Massenmedien, die seit Jahrzehnten mit unechten Nachrichten hausieren gegangen sind. Und das wird jetzt herausgefordert.

Schon im Nazireich gab es eine solche Warnung vor Feindpropaganda:

feindpropaganda

Diese Seite aus einer Druckschrift der Nazis „Was tue ich im Ernstfall?“ erschien 1940 als „Amtliche Ausgabe“ auf Betreiben der faschistischen Führung. Angeblich, weil Feindpropaganda „die seelische Widerstandskraft“ des deutschen Volkes gebrochen und Deutschland deshalb den 1. Weltkrieg verloren habe. Natürlich ist das eine Lüge!

In Wirklichkeit hat die Nazi-Propaganda die Lügen verbreitet, die Falschmeldungen in die Welt gesetzt, das Volk zum Krieg aufgehetzt. Und die Menschen haben das oft sogar geglaubt. Nicht anders ist das heute auch. Die Methoden sind die gleichen – nur etwas verfeinert und schwerer zu durchschauen…

Was ist der Zweck der Warnung vor sogenannten „fake news“?

Es geht den Propagandisten der imperialistischen Ideologie nicht um die Wahrheit, sondern um die Glaubwürdigkeit, die sie mit allen Mitteln erreichen wollen. Der britische Publizist Lindley Fraser verwirft in seinem Buch „Propaganda“ zwar das Goebbelssche Rezept der „großen Lüge“, empfiehlt aber, so zu lügen, daß keine Entlarvung droht. In der psychologischen Kriegführung wurde die Methode entwickelt, zunächst durch genaue, detaillierte Meldungen, die als wahr sofort nachgeprüft werden konnten und oft verblüffend wirkten, eine große Glaubwürdigkeit zu erreichen, um dann durch eine große Lüge diese Glaubwürdigkeit auszunutzen. Die Menschen fielen darauf herein, und die Propaganda erfüllte ihren Zweck.

Die Mittel der antikommunistischen Massenpropaganda sind – um nur die wichtigsten zu nennen – Lügen, Verleumdungen (so wird eine Wesensverwandtschaft von Faschismus und Kommunismus behauptet, dagegen der gesetzmäßige Zusammenhang von Imperialismus und Faschismus vertuscht), die ständige Wiederholung von Behauptungen ohne Beweis und Beleg, die Verdrehung der Tatsachen und die Umkehrung der Werte. Diese Methoden gilt es zu erkennen. Man muß sie ständig aufdecken, analysieren und bekämpfen. Wir müssen unterscheiden, ob es sich um eine zielstrebige, organisierte und systematische Tätigkeit handelt oder um vereinzelte antikommunistische Ausfälle oder Vorurteile.

Quelle:
Eduard Kurka: Wirksam reden – besser überzeugen. Einführung in die sozialistische Rhetorik. Dietz Verlag Berlin, 1970, S.70.


P.S. Wer Schwierigkeiten mit dem Lesen der deutschen Frakturschrift hat, für den sei hier noch einmal eine „Übersetzung“ bereitgestellt:

Achtung!
6. Feindpropaganda!
Es gibt im modernen Krieg eine Widerstandskraft der Waffe, der Wirtschaft, des Einsatzes materieller Mittel, der Organisation und es gibt eine Widerstandskraft des Geistes und der Seele.
Gegen die Widerstandskraft der Waffe, der Wirtschaft, der Organisation und der materiellen Mittel setzt der Gegner seine Soldaten, Flugzeuge, Kanonen, seine Blockade und Kriegschiffe ein.
Gegen die seelische Widerstandskaraft aber setzt er eine neue, heimtückische Waffe an:
die Propaganda!
Den Weltkrieg 1914/1918 hat Deutschland verloren, weil es die Gefahr der Feindpropaganda nicht erkannte und seelisch zusammenbrach.
Das darf und wird niemals wieder geschehen!
Die Feindpropaganda will mit Verleumdungen, Gerüchten, Verdächtigungen, kurzum mit politischen, militärischen oder ganz allgemeinen Lügen den Widerstandswillen des deutschen Volkes zersetzen.
Die Kriegsmittel der Feindpropaganda sind:
Flugblätter, Aufrufe, Schmähbilder, Greuelnachrichten, Gerüchte, Rundfunkhetze und planmäßige Mießmacherei.
Werkzeuge der Feindpropaganda, ob bewußt oder unbewußt, sind alle diejenigen, die vom Geschoß der Feindpropaganda getroffen werden und in ihrem Siegeswillen erlahmen.
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11 Antworten zu Die Bundesregierung warnt: Achtung Feindpropaganda!

  1. Hanna Fleiss schreibt:

    Der Begriff der „fake news“ kommt aus den USA. Auch viele US-Amerikaner glauben ihren Medien nicht mehr. Und da griffen die in die Nazi-Kiste und wurden fündig. War aber nicht nötig, die haben doch ihre eigenen hocheffizienten Spezialisten! Die Geister gleichen sich, kann man da nur sagen. In den USA wird gegenwärtig eine Stelle eingerichtet, die gezielt Falschmeldungen produziert, auf die sicher auch die BRD scharf ist. Da können wir uns auf was gefasst machen! Und genau wie in der Nazizeit werden viele Menschen auf raffiniert gemachte Falschmeldungen reinfallen. Von der Leyen hat ja ein Papier produzieren lassen, in dem vom „Cyberkrieg“ gesprochen wird.

    Interessant auch, dass von den „Ungläubigen“ davon gesprochen wurde, dass die bundesdeutschen Medien erst seit dem Maidan-Putsch Falschmeldungen produzieren. Naja, da haben wir in der DDR andere Erfahrungen. Es ist schon seltsam: Viele verstehen jetzt, dass ihnen die Wahrheit vorenthalten wird, beharren aber mit derselben „Sicherheit“ auf Falschmeldungen zur DDR. Aber immerhin schon mal ein Zeichen, dass immer mehr Menschen begreifen, dass sie Objekte der Politik sind und nicht Subjekte. Ob daraus etwas folgen wird, steht auf einem anderen Blatt. Nicht erst seit jetzt kommt es darauf an, dass man weiß, wer man ist und wo man steht.

    • sascha313 schreibt:

      Da hast Du recht Hanna. Wie alles „Gute“ kommt auch „fake news“ aus den USA. Auch solche Sätze „das macht Sinn“ (it makes sense) – im Deutschen heißt es doch: es hat Sinn! – oder auch nicht.

      Auch wenn es mühsam vorwärts geht – die Wahrheiten setzen sich allmählich durch. Ein weiterer Faktor ist auch die wachsende Unzufriedenheit. Es vergeht kein Tag, an dem nicht irgendwelche, ja sogar „positive“ Schreckensmeldungen verbreitet werden: da und dort wurde ein Täter gefaßt, es gelang nicht, den Obdachlosen anzuzünden, es wurden weniger Mahnbescheide verschickt, die Arbeitslosenzahlen sind nicht angewachsen, wir (d.h. die Polizei) sind „gut aufgestellt“ usw.

    • Doed schreibt:

      Erst seit der Sache mit der Ukraine/Krim wurden die abgesprochenen Falschmeldungen der hierseits gut vernetzten Medien richtig offensichtlich. Man hat sich hier einfach verschätzt. Wenn etwas im Nahen Osten passiert, gibt es eine kulturelle bzw. sprachliche Barriere. Die hier lebenden Deutschrussen bzw. deutschsprechende Russen haben mit Sicherheit ihren Anteil bei der Aufdeckung der Lügen gehabt. Dass alle kritischen Kommentare unter Online-Artikeln, sowie die Internetseiten kremlgesteuert wären, glauben diejenigen, die diesen Quatsch behaupten doch selbst nicht. Sie fühlen sich nun entlarvt und basteln an Geschichtchen, um ihre Schäfchen wieder im alten Irrglauben einzufangen oder zumindest die loyalen Menschen im Glauben an dieses System zu festigen, damit diese die kritischen Menschen und die Unentschlossenen in Schach zu halten.

  2. Dirk Leinher schreibt:

    Neue Runde im Medienkrieg rund ums Thema Fake News. Das Links – Rechts System, mit dem die Menschen seit langer Zeit erfolgreich gespalten und beherrscht wurden, bricht mehr und mehr auseinander. Die Fairness der zwangsfinanzierten SRF nimmt rapide ab und es wird immer öfters unterhalb der Gürtellinie gekämft. Mit der versuchten Demontage der Glaubwürdigkeit von Daniele Ganser und der orchestrierten Kampagne gegen den AZK Gründer Ivo Sasek wurde da eine Linie überschritten, welche die Selbstzerstörung der „öffentlich-rechtlichen“ Sender vorantreibt.
    https://gesichtspunkt.wordpress.com/2017/03/05/srf-rundschau-gegen-klagemauer-tv/

    • Rheinlaender schreibt:

      1) Erstmal Danke. Ich finde KlaTV super gut, um Sachverhalte zu erklären. Ich rufe schon deshalb jedes Video von denen mehrfach (verschiedene IP-Adrtessen) auf.
      2) Aber : KlaTV sagte früher niemals, heute nichts und wird auch in der Zukunft nichts gegen den Kapitalismus sagen! Entweder ist man für das kapitalistische Privateigentum an Fabriken und Ländereien. Oder man lehnt den Kapitalismus ab.
      3) Also, KlaTV – auch wenn die super gut erklären – bejubelt den Kapitalismus. Kein Wunder, da es sich um BÜSO und Scientology handelt.
      4) Ich habe übrigens vor ca. 30 Jahren schlimmste Erfahrungen mit den BÜSO- und Scientology-Sekten gemacht. Die haben als Abzocker genug verarmte Menschen finanziell ausgeplündert und in den Selbstmord getrieben. Ja, die hatten sogar brutalste Schläger-Trupps um Sekten-Aussteiger zu bedrohen!
      5) Ich finde die Spaltung zwischen Kapitalismus-Fans und Kapitalismus-Gegnern gar nicht so schlecht. Oder sehen SIe das anders ???

      • sascha313 schreibt:

        Mit Ganser ist es ja ähnlich wie mit KlaTV, Jebsen, Elsässer oder Mausfeld – sie alle finden dieses oder jenes „nicht in Ordnung“, sie versteigen sich in alle möglichen Theorien, doch mit „Enthüllungen“ im Sinne Lenins hat das nichts zu tun. Es sind eben weiter nichts als Klagen. Ursachen werden nicht enthüllt. Der Kapitalismus mit seinem Privateigentum an Produktionsmitteln bleibt unangetastet. Lenin schrieb 1901 in „Womit beginnen?“:

        „Man darf sich nicht dadurch beirren lassen, daß die Stimmen der politschen Enthüllung heute so schwach, selten und zaghaft sind. Der Grund hierfür liegt durchaus nicht darin, daß man sich allgemein mit der Polizeiwillkür (das kann man beliebig erweitern auf imperialistischen Terror, Staatsterror usw. N.G.) abgefunden hätte. Der Grund ist der, daß die Leute, die fähig und bereit sind, Mißstände zu enthüllen, keine Tribüne haben, von der sie sprechen könnten, daß sie kein Auditorium haben, das den Rednern leidenschaftlich zuhören und sie ermutigen würde, daß sie nirgends im Volk die Kraft sehen, bei der es der Mühe wert wäre, eine Beschwerde gegen die ‚allmächtige‘ russische Regierung (auch das man man wieder erweitern auf imperialistische Staaten, Regierungen usw., N.G.) vorzubringen.“
        Quelle: Lenin, Werke, Bd,5. S.1-13. (Hervorh. von mir, N.G.)

  3. Dirk Leinher schreibt:

    @Rheinländer
    Solange Sie das System „divide e impera“, die Herrschaft über die Spaltung zwischen verschiedenen Menschengruppen an sich gut finden, sind Sie leider ein Werkzeug des Marionettenspielers der beide gegeneinander kämpfenden Marionetten in den Händen hält. Ob rechts gegen links, Kapitalisten gegen Kommunisten, Amerikaner gegen Russen usw. alles ist das gleiche Spiel das Sie offensichtlich noch nicht begriffen haben.

    Ich suche mir gezielt Gruppen aus, welche solche Trennungen nicht machen. Da ist die OCG und Scientology und im weiteren Sinne auch die BÜSO ein wichtiger Bestandteil davon. Trotzdem sind alle diese Gruppierungen sehr unterschiedlich und einige, „hüben wie drüben“ stemmen sich auch dagegen dass man überhaupt mit „denen“ Kontakt hat. Auf diesem Blog bin ich deshalb gelandet, weil ich bemerkte, dass Sascha, auch wenn wir in vielen Dingen unterschiedliche Meinungen vertreten, irgendwo ein Bruder im Geiste zu sein scheint.

    Mich interessiert es zu erfahren welche Erfahrungen Sie denn mit der BÜSO so gemacht haben. Ebenfalls ihre persönlichen Erfahrungen mit Scientologys würden mich interessieren.

    • sascha313 schreibt:

      Das Beispiel von dem Marionettenspieler ist denkbar einfältig und und auch ein wenig theatralisch. Was besagt das Prinzip „Teile und herrsche“? Im Handbuch „Geflügelte Worte. Citatenschatz des deutschen Volkes“ von Georg Büchmann (Berlin 1898, S.471) gibt es eine ausführliche Erklärung:

      Da nach Prosper Mérimée („Chronique du règne de Charles IX“, 1829, Vorr. S.7) Ludwig XI. (1461-83) „Diviser pour régner“ sagte, so mag das auf diesen zurückzuführen sein: Divide et impera! Entzweie und gebiete! Heinrich Heine freilich führte es weiter zurück, indem er aus Paris am 12. Jan.1842 schrieb: „König Philipp hat die Maxime seines macedonischen Namensgenossen, das ‚Trenne und Herrsche!‘ bis zum schädlichsten Übermaß ausgeübt.“ (Ges.W. X, 38).

      Nach der siegreichen Beendigung des „Hundertjährigen Krieges“ strebte Frankreich nach seiner staatspolitischen Einheit. Ludwig XI. erwies sich als skrupelloser Wegbereiter der absoluten Monarchie, die bis 1789 existierte. Dieser Spruch besagt doch, daß die Vertreter der herrschenden Ausbeuterklasse (Monarchie, Adel, Klerus usw.) ihre Macht nur durchsetzen konnten, indem sie ihre Untertanen (das ausgebeutete Volk) mittels Intrigen und Verleumdungen usw. in unendliche Streitereien und Zwistigkeiten verwickelte, um denen ein einheitliches Vorgehen gegen Ausbeutung und Unterdrückung zu erschweren, zu verwehren und damit die Herrschaft der Ausbeuterklasse zu „verewigen“. Daß dies immer wieder mißlang, besagt doch, daß die Wahrheit sich eben nicht hinwegfegen läßt.

      Die Spaltung der Gesellschaft in Klassen (vulgo. „in arm und reich“) ist also keine Erfindung irgendeines Theatergenies, das da heimlich die Fäden zieht, sondern ist zurückzuführen auf die sozialökonomischen (materiellen) Verhältnisse der jeweiligen Gesellschaftsordnung (Sklaverei, Feudalgesellschaft bis zum Kapitalismus, wie er heute existiert) mit ihrem Privateigentum an den Produktionsmitteln. Die einen haben es, die anderen nicht. Und da gibt es auch nichts zu versöhnen oder zu vereinheitlichen – die Spaltung bleibt. Und sie bleibt solange, bis die Eigentumsverhältnisse (gewaltsam) geändert werden. Denn freiwillig wird das nicht geschehen (Illusion der „Umverteilung“ usw.) Die Oktoberrevolution vor 100 Jahren war ein überzeugender Beweis für die Richtigkeit der Marxschen Theorie, ebenso wie der welthistorische Sieg der Sowjetunion über den Faschismus.

      Und zu solchen Sekten wie „Organische Christus-Generation“ (OCG), „Scientology“ und „Bürgerrechtsbewegung Solidarität“ (BüSo), die in der Schweiz wohl recht populär sind, muß ich mich hier wohl nicht äußern, oder?

  4. Hanna Fleiss schreibt:

    Dirk Leinher, mich haut es um. Was OCG ist, weiß ich nicht, aber was Scientology ist, das ist mir bekannt. Ebenso BÜSO, die machen an unserem Bahnhof öfter einen Stand auf, und ich habe mir mal Material von denen mitgenommen. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob das Linke seien. Nein, das sind sie nicht! Das ist eine Propagandaorganisation, wahrscheinlich mit Beziehungen zu BND und CIA (kann ich noch nicht beweisen, aber anzunehmen ist es nach allen Erfahrungen mit solchen sich links gebenden Gruppen). Wenn man genau liest und nicht blind durch die Welt geht, stößt man auf die Stellen, auf die es denen ankommt: Billigste Propaganda, wie man sie auch ständig aus den bundesdeutschen Medien hört. Ob dieses ominöse OCG, Scientology und BÜSO – sie alle geben sich hochmoralisch (man hetzt nicht die einen gegen die anderen auf, sagen sie) aber sie wollen die Leute, die in ihre Fänge geraten sind, so ummodeln, dass sie die Realität als Irrealität wahrnehmen. Nein, ich glaube nicht, dass Sascha ein „Bruder im Geiste“ von dir ist.

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