Wolfgang Gans Edler Herr zu Putlitz: Aus dem Leben eines deutschen Diplomaten. Sein Weg in die sozialistische DDR…

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Putlitz (1899-1975)

Natürlich haben sie es gewußt, die Deutschen. Sie haben gewußt, welche Verbrechen von den Nazis begangen wurden. Und sie wissen es auch heute, was in der Welt und was in Europa geschieht. Sie wissen, was von der Politik der herrschenden Klasse in der BRD zu halten ist, und sie wissen auch, daß sie von den Medien hinters Licht geführt werden (um es deutlicher zu sagen: Sie werden belogen und betrogen!) Einer der – wie kaum ein anderer – die Geschichte der Nazi-Zeit erlebt und beschrieben hat, der seine Schlußfolgerungen daraus gezogen hat und dessen warnende Stimme auch heute noch Gewicht hat. ist der ehemalige Diplomat in Hitlers Diensten, Wolfgang Gans Edler Herr zu Putlitz. In seinen Lebensbeschreibungen stellt er dar, wie und warum er den Entschluß faßte, in die sozialistische Deutsche Demokratische Republik zu übersiedeln…

Die Situation: Immer wieder waren 1932 die internationalen Abrüstungsgespräche in Genf am Widerstand der USA, Großbritanniens und Frankreichs gescheitert. 63 Staaten nahmen an dieser Konferenz teil. Allein die sowjetische Delegation war auf der Konferenz für eine wirkliche Abrüstung eingetreten. Um den Widerstand der imperialistischen Westmächte gegen die allgemeine Abrüstung für eine offizielle Befreiung Deutschlands aus den Klauseln des Versailler Vertrages zu nutzen forderte der damalige Leiter der deutschen Delegation, Heinrich Brüning, die allgemeine Abrüstung oder „Rüstungsgleichberechtigung“ für Deutschland. Die starre Haltung der deutschen Delegation führt schließlich zum völligen Scheitern der Abrüstungsgespräche.

Putlitz schreibt über seine Begegnung mit später in Nürnberg angeklagten Hauptkriegsverbrechern des faschistischen Regimes:

Dr. Ley im Porzellanladen

In die Gefilde der Genfer Diplomatie mit ihren geheiligten Gepflogenheiten brachen nun 1933 zum erstenmal bisher unbekannte nordische Barbaren ein, die sich offenbar das Ziel gesetzt hatten, die rauben Sitten der alten Teutonen wieder zur Geltung zu bringen. Einen ihrer ersten Auftritte erlebte ich schon während meines Aufenthaltes im Mai. Fast jede europäische Großmacht hatte in Genf ein bestimmtes Hotel, in dem ihre Delegationen geschlossen untergebracht wurden. Wir Deutschen wohnten seit Stresemanns Zeiten stets in dem etwas außerhalb der Stadt, mit sehr hübscher Aussicht auf den See gelegenen Carlton Park Hotel.

Unsere Abrüstungsdelegation, unter Leitung des Botschafters Nadolny, setzte sich damals noch fast ausschließlich aus Berufsdiplornaten, Beamten und Offizieren zusammen, aus Menschen mit zivilisierten Umgangsformen. Von den Vertretern, die zu anderen Anlässen aus Berlin nach Genf geschickt wurden, ließ sich das schon nicht mehr in allen Fällen sagen. So hieß es eines Tages, daß zu der bevorstehenden Tagung des Internationalen Arbeitsamtes mit dem Nachtzuge eine Abordnung aufkreuzen würde, deren Chef ein fürchterlicher Rabauke sei. Einige kannten sogar schon den Namen des Dr. Robert Ley, weil er kurz zuvor die Gewerkschaften zerschlagen und unter dem Namen „Deutsche Arbeitsfront“ zu einer gleichgeschalteten Organisation zusammengeschlossen hatte.

An dem betreffenden Abend hatte ich selbst die Ankunft dieser Leute nicht bemerkt. Am nächsten Morgen stand ich vor dem Hotel an unserem Delegations-Mercedes, den ich bestellt hatte, um den Botschafter Nadolny zur Sitzung in die Stadt zu fahren. Statt Nadolny aber erschien, von zwei fremden Gestalten gefolgt, in der Tür ein mir unbekannter Kerl. Seine ganze Erscheinung erinnerte mich frappierend an Funk [1]. Sofort war mir klar, daß es nur dieser neue Nazibonze sein konnte. Ohne mich anzusehen, schritt Ley auf den Delegationswagen zu und machte Anstalten zum Einsteigen. Kurz befahl er dem Fahrer: „Zum Internationalen Arbeitsamt.“ Ich eilte hinzu und sagte: „Verzeihen Sie, aber das ist der Wagen des Botschafters Nadolny, der jeden Augenblick herunterkommen wird, um zur Abrüstungskonferenz zu fahren.“ Ich traute meinen Ohren nicht, als ich wörtlich die Antwort erhielt: „Sagen Sie dem Botschafter Nadolny, er kann mich am Arsch lecken.“ Auch der Fahrer war so eingeschüchtert, daß er keinen Widerspruch wagte. Ich mußte für Nadolny, der den Wagen noch gerade um die Ecke biegen sah, eine Taxe bestellen.

Schon auf der ersten Sitzung des Arbeitsamtes gab es einen regelrechten Skandal. Die Kritik einiger südamerikanischer Delegierten an der gewaltsamen Auflösung der deutschen Gewerkschaften hatte Herrn Ley nicht gepaßt, und er titulierte diese Delegierten öffentlich als negroide Baumaffen. Da ich in unserer Delegation gewissermaßen die Rolle eines Mädchens für alles zu spielen hatte, gehörte es auch zu meinen Obliegenheiten, für deutsche Besucher die Platzkarten auf den Zuschauerbänken vom Völkerbundssekretariat zu besorgen. Es war mir bisher nie mitgeteilt worden, daß Ley die Absicht hatte, sich auch die Abrüstungsdebatten anzuhören. Unvermittelt erschien er mit einigen seiner Mannen eines Nachmittags auf dem Korridor und verlangte Einlaß in den Sitzungssaal. Ich hörte sein Schimpfen an der Eingangstür, weil ihm der Schweizer Portier ohne Karten den Einlaß verwehrte. Ich eilte hinzu: „Herr Doktor Ley, gedulden Sie sich einen Augenblick! Ich werde sofort im Sekretariat nachfragen und sehen, ob ich für Sie noch einige Karten bekommen kann. Es wird höchstens eine Viertelstunde dauern.“

„Ach was“, schrie er mich an, „lassen Sie mich mit solchen Albernheiten in Ruhe! Es wäre ja noch schöner, wenn man sich als Chef einer Delegation mit Ihren bürokratischen Formalitäten herumärgern müßte!“ Kurz entschlossen gebrauchte er seine Ellenbogen und war im Saal. Der verdutzte Portier konnte ihm nur mit einem hilflosen Achselzucken nachsehen und gab es auf, weitere Schwierigkeiten zu machen.


EIN GESTAPOMÖRDER

Kurze Zeit darauf erschien ein Bursche, der viel gefährlicher war als der versoffene Doktor Ley. Auch er war für uns ein unbekannter neuer Mann. Es war der SS-Gruppenführer Reinhard Heydrich, der spätere Henker von Prag, der zur damaligen Zeit in Bayern dieselbe Funktion ausübte wie der Gestapochef Diels in Berlin. Er kam, um als Sachverständiger für die sogenannten paramilitärischen Organisationen aufzutreten, das heißt, um der Welt weiszumachen, daß die SS und SA militärisch ebenso harmlose Vereinigungen darstellten wie die Boy-Scouts und ähnliche Jugendverbände in anderen Ländern.

Heydrich, groß, blond und gut aussehend, wirkte im Gegensatz zu Ley äußerlich wie ein Kavalier. Aber während man sich über Ley und sein ungehobeltes Wesen noch bis zu einem gewissen Grade lustig machen konnte, flößte Heydrichs Person allen Furcht und Schrecken ein. Über die Zustände im Konzentrationslager Dachau, das ihm unterstand, hatte sich immerhin ichon einiges herumgesprochen. Schon bei seiner Ankunft gab es einen Skandal, als er bemerkte, daß wir auf dem Hotel keine Hakenkreuzflagge gehißt hatten. Er machte dem Botschafter Nadolny deswegen den rüpelhaftesten Auftritt und drohte jedem ganz unverblümt mit dem Konzentrationslager. Soweit man irgend konnte, ging man ihm aus dem Wege.

Nun war Heydrich, obgleich er von vornherein mit einem mehrtägigen Aufenthalt zu rechnen hatte, merkwürdigerweise ohne jedes Gepäck nach Genf gereist. Er mußte sich einige Sachen kaufen. Da er kein Wort Französisch sprach, war es ihm unmöglich, in den Genfer Geschäften selbst zu verhandeln. Als Mädchen für alles erhielt daher ich den ehrenvollen Auftrag: „Gehen Sie mit dem wilden Burschen in die Stadt und helfen Sie ihm, sich saubere Unterhosen anzupassen.“ Auf diese Weise machte ich zum erstenmal in meinem Leben persönliche Bekanntschaft mit einem regelrechten Berufsmörder.

Wir fuhren mit dem Delegationsauto. Da er Zeit hatte und das Wetter schön war, beschloß er, den Rückweg zu Fuß zu machen. Nachdem wir die Besorgungen erledigt hatten, spazierten wir den etwa zwei Kilometer langen Weg zum Hotel gemeinsam hinauf. Blau strahlte der See, in saftigem Grün lächelten die Wiesen, und silbern schimmerten am Horizont die besonnten Gletscher. Ich machte ihn auf diese Schönheit aufmerksam: „Diese Tage hier müssen für Sie nach dem Münchener Bürobetrieb doch eine wahre Erholung sein!“ Er reagierte sauer: „Für solche romantischen Schwärmereien hat man heutzutage keine Zeit mehr. Es gibt wichtigere Dinge, mit denen man sich beschäftigen muß.“ Es war mir klar, daß ich auch mit ihm am klügsten manövrierte, wenn ich mich so gut wie möglich als harmlosen Trottel ausgäbe. „Aber wieso?“ fragte ich. „Auf ein paar Tage Entspannung hat doch jeder Mensch Anspruch.“ Fast mitleidig schaute er mich von oben bis unten an: „Haben Sie eine Ahnung, was passiert, wenn man nicht jeden Augenblick hinter allem selbst her ist.“

Ich wurde neugierig: „Das würde mich tatsächlich interessieren. Man erzählt sich so allerhand von Dachau und den Konzentra­ tionslagern. Wenn die gefährlichen Staatsfeinde dort hinter Schloß und Riegel sitzen, kann doch eigentlich kein großes Unheil passieren.“

„Sie stellen sich das aber reichlich simpel vor. Glauben Sie, daß die sich so leicht aufrollen lassen? Sicher haben wir einige der besten Stücke schon unschädlich gemacht, aber es gibt immer noch genug, die frei herumlaufen. Die sind zum Teil so raffiniert getarnt, daß wir höllisch auf dem Posten sein müssen, wenn sie uns nicht durch die Lappen gehen sollen.“ Ich blieb vorsichtig bei dem Thema. „Aber sagen Sie mal, was wollen Sie denn schließlich mit diesen Menschen anfangen? Sie können sie doch nicht ewig in Lagern halten, denn dann würde die Greuelpropaganda wahrscheinlich nie aufhören. Muß da nicht auch einmal, wie für den Reichstagsbrand, ein großer öffentlicher Prozeß aufgezogen werden, wo diese ganzen Sachen endgültig klargestellt werden?“

Er gab mir wieder seinen undurchdringlichen Blick und blieb stehen. „Sie scheinen mir wirklich eine Unschuld vom Lande zu sein. Was Sie sagen, ist nichts als spießbürgerliche Zimperlichkeit. Diese Schweine sind doch gar keinen Prozeß wert. Je sang- und klangloser sie verschwinden, desto besser. Sie werden auf die eine oder andere Art fertiggemacht, auf der Flucht erschossen oder irgendwie sonst umgelegt.“ Da hatte ich aus berufenem Munde das, was zu glauben man sich innerlich immer noch gesträubt hatte. Ich durfte mich von jetzt ab nicht mehr zu den Deutschen zählen, die sich eines Tages mit der Entschuldigung herausreden könnten: „Ich habe es nicht gewußt.“

Quelle:

Wolfgang Gans Edler Herr zu Putlitz: Unterwegs nach Deutschland. Erinnerungen einmes ehemaligen Diplomaten. Verlag der Nation, Berlin, 1956, S.140-144.


Nachtrag:

Dies sind nur zwei scheinbar unbedeutende Episoden aus dem Leben dieses Diplomaten. Als er nach all den Eindrücken feststellte: „…nach meinen Erfahrungen ist es leider so, daß die Politik der westlichen Alliierten uns die Wege verbaut und den Nazis alle Wege zum Wiederaufstieg öffnet.“ (S.365) – fehlte nur noch ein geringer Anlaß, um zu seiner endgültigen Entscheidung zu kommen, in den sozialistischen Teil seines Vaterlandes umzuziehen. Putlitz schreibt abschließend:

Bei einem Aufenthalt in Köln, wo ich unter anderen auch die Familie meines inzwischen in den Vereinigten Staaten verheirateten Willi besucht hatte, ging ich eines Nachmittags über den großen Platz vor dem Hauptbahnhof, dessen Südseite von der Treppe zum Mittelschiff des Doms begrenzt wird. Ich blieb eine Weile stehen, um die Domtauben zu beobachten, die sich hier von den Passanten füttern ließen, und bemerkte einen Mann, der mich geradezu entgeistert anstarrte. Nach einiger Zeit faßte er sich ein Herz und trat auf mich zu. Mit verstörter Stimme sagte er:

„Träume ich oder sehe ich leibhaftige Gespenster? Sind Sie der Herr von Putlitz?“

Er hielt mich wegen unserer Ahnlichkeit für meinen Bruder Gebhard. Ich klärte ihn auf, und wir gingen in den Wartesaal, wo er mir seine Geschichte erzählte. Erst vor wenizen Monaten war er drüben aus der Internierung entlassen worden. Dort hatte er zu Begin~ sei.ner Haft jahre eine Zeitlang, neben etwa dreißig anderen, in emern großen Schlafsaale mit Gebhard zusammen gelegen.

„Ihr Bruder war sehr melancholisch und hat kaum je mit einem von uns gesprochen. Meistens hat er den ganzen Tag in seinem roten Sweater stumm auf der Pritsche herumgelegen, hatte die Arme hinter dem Kopf verschränkt und starrte zur Decke. VOll Anfang an sagten wir uns: Der ist ein Selbstmordkandidat ein typischer Fall von Gefängnispsychose; und tatsächlich hat er es dann auch fertiggebracht, einen unbewachten Augenblick zubenutzen, um mit einem kurzen Entschluß seinem Leben in Ende zu setzen. Ich selbst war dabei, als er hinausgetragen wurde. Gerade deshalb hat es mir vorhin auf dem Bahnhofsplatz einen solchen Schock gegeben, als ich glaubte, ihn plötzlich wieder lebendig vor mir zu sehen.“

Wie betäubt irrte ich lange durch die Kölner Straßen, ehe ich den Wea in mein Hotel zurückfand. Meine Ahnungen waren nun zur Gewißheit geworden. Gebhard war nicht mehr, nie würde ich ihn wiedersehen können. Von jetzt ab mußte mein Leben ohne ihn weitergehen. –

Nicht nur meine Liebe zu Deutschland, sondern auch mein Interesse an der Diplomatie war mir geblieben. Als ich im Herbst 1950 in Paris war, hörte ich mir die Debatten der UN-Vollvollversammlung im Palais de Chail10t an. Eines Tages bemerkte ich unter den Mitgliedern des sowjetischen Stabes ein Gesicht, das mir bekannt vorkam. Es war der frühere Konsul in New York, dem ich 1943 meine Grußbotschaft für das Nationalkomitee Freies Deutschland in Moskau übergeben hatte. Ich ließ mich bei ihm melden. Auch er schien erfreut, mich wiederzusehen, und lud mich zum Abendessen in ein Restaurant an den Charnps Elysees ein.

Er war traurig, als er hörte, ich sei Engländer geworden. „Wie können Sie Ihrem Vaterland noch nützen, wenn Sie Engländer sind? Es ist nicht gut, sein Vaterland zu verleugnen. Sie können dabei keine Befriedigung hnden. Ein nutzloses Leben macht unglücklich.“ Ich schämte mich aus tiefster Seele und erzählte Ihm, wie sehr mich Gebhards Tod erschüttert hatte. Er hörte mir aufmerksam zu. Dann aber erzählte er mir seine Geschichte:

„Ich spreche nicht gern über solche sehr persönlichen Sachen. Aber ich habe zwei Brüder verloren, beide als Knegsgefangene in Deutschland. Von dem einen wissen wir bis heute nichts, über den anderen hat uns ein Kamerad berichtet, der seinen Tod miterlebt hat. Sie waren in einem Gefangenenlager bei Stettin und mußten täglich drei Kilometer zur Arbeit in eine Ziegelei hin- und zurückmarschieren. Die Arbeit war schwer, und sie mußten dabei hungern, so daß viele von ihnen schwach wurden. Mein Bruder bekam dazu noch wunde Füße. Eines Tages konnte er nicht mehr weiterlaufen und blieb beim Rückmarsch ins Lager im Graben liegen. Die Kolonne mußte stehenbleiben, und die Kameraden sahen, wie der deutsche Wachtmann meinen Bruder mit einem Revolver durch Genickschuß umbrachte.“

Mein Herz klopfte laut, als ich diesen Bericht hörte. Der Konsul fuhr fort:

„Wir können das Furchtbare, was geschehen ist, nicht ungeschehen machen. Das einzige, was wir überlebenden im Gedenken an unsere Toten tun können und tun müssen, ist, mit ganzer Kraft dafür zu arbeiten, daß die Verhältnisse geändert werden, die solche Schrecklichkeiten hervorgebracht haben, dafür zu sorgen, daß nie wieder ein Krieg entsteht. Wir müssen für die Verständigung der Völker arbeiten. Wenn es uns gelingt, zwischen dem sowjetischen und dem deutschen Volk Freundschaft für alle Zeiten zu schaffen, wird der Weltfrieden durch ein starkes Bollwerk gesichert sein. Daran aber werden Sie nicht mitarbeiten können, wenn Sie Engländer sind.“

Ich habe über diese Worte nachgedacht, und auf einmal wurde mir der Entschluß, nach dem Osten zu gehen, nicht mehr schwer. Ich fuhr nach Berlin und sprach im Außenministerium der Deutschen Demokratischen Republik vor. Alle äußeren Umstände sprachen gegen mich. Man mißtraute meinen ehrlichen Absichten. Ich konnte es ihnen nicht verdenken. Doch ich ließ nicht locker und fuhr, nachdem ich den ablehnenden Bescheid der Deutschen bekommen hatte, nach Karlshorst zum sowjetischen Konsulat. Auch dort wies man mich mehrmals ab. Da ich aber immer wiederkam, versprach mir der Konsul zuletzt doch, meinen Fall zu prüfen. Das dauerte sehr lange. Ich fuhr nach London zurück. Nach einigen Monaten aber erhielt ich ein Visum zur Einreise in die Deutsche Demokratische Republik.

Quelle: ebd. S.366-368.

Siehe auch:
Wie das deutsche Volk sich von den Nazis verführen ließ

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