Es gilt immer noch: Der Aggressionskrieg ist ein VERBRECHEN im Sinne des Völkerrechts!

stgbEs ist nur eine Randbemerkung, ein einziger Paragraph. Doch das erinnert an 1933. Der deutsche Bundestag hat 2 Tage vor Weihnachten einen Paragraphen aus dem Strafgesetzbuch gestrichen, der da lautete. „Wer einen Angriffskrieg (Artikel 26 Abs. 1 des Grundgesetzes), an dem die Bundesrepublik Deutschland beteiligt sein soll, vorbereitet und dadurch die Gefahr eines Krieges für die Bundesrepublik Deutschland herbeiführt, wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe oder mit Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren bestraft.“ Dieser § 80 wurde gestrichen. Stattdessen wurde mit einem neuen § 13 eine schwammige Formulierung eingefügt, die mit wenn und aber die bisherige Strafbarkeit aufweichen, wenn nicht sogar außer Kraft setzen soll. (Siehe: hier) Noch Fragen? Da ergibt sich doch die folgende Logik:
17.11.2016 Obama bei Merkel
20.11.2016 Merkel erklärt nochmalige Kanzlerkandidatur
01.12.2016 Änderung des Völkerstrafgesetzbuches im Bundestag
22.12.2016 Streichung des § 80 Strafgesetzbuch im Bundestag
06.01.2017 Beginn der USA-Truppentransporte der 3.Panzerbrigade durch die BRD
20.01.2017 Obama tritt als Präsident ab
Es gibt inzwischen den Wilhelmshavener und den Brandenburger Appell. (Danke an frchtenix für den Hinweis!) In seinem Kommentar zum Nürnberger Prozeß schreibt Prof.Dr.Steiniger:

Großbritannien verhindert Ächtung des Angriffskrieges

In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen ruhten die Bemühungen zur juristischen Achtung des Angriffskrieges nicht. Am 2. Oktober 1924 beschloß die V.Völkerbundsversammlung das sogenannte Genfer Protokoll, welches ausdrücklich bestätigte, daß Angriffskriege „ein internationales Verbrechen erstellen“, und das die Sicherstellung der Unterdrückung derartiger internationaler Verbrechen – insbesondere durch automatische kollektive Sanktionen – fordert. Das Wirksamwerden des Genfer Protokolls scheiterte am Widerstand Großbritanniens. Dennoch wurde dadurch erneut der kriminelle Charakter des Angriffskrieges im Rechtsbewußtsein der Völker fixiert. Die beiden Völkerbundsversammlungen von 1925 und 1927 faßten gleichlautende Beschlüsse zu diesem Thema, ebenso im Februar 1928 die 21 Teilnehmerstaaten der VI.Panamerikanischen Konferenz in Havanna.

Briand-Kellogg-Pakt fordert: Verdammung des Krieges!

Von erheblich weiterreichender Bedeutung war der bereits mehrfach erwähnte Briand-Kellogg-Pakt vom 27.August 1928, der von 63 Staaten, darunter auch vom Deutschen Reich, ratifiziert wurde und der die Verdammung des Krieges als Mittel zur Regelung internationaler Streitigkeiten und den Verzicht der Staaten auf den Krieg als Instrument der nationalen Politik in den internationalen Beziehungen eindeutig aussprach. Allgemeines Einverständnis bestand darüber, daß damit das Selbstverteidigungsrecht angegriffener Staaten und rechtmäßige internationale Sanktionsmaßnahmen nicht ausgeschlossen sein sollten, weil dies ja eine Ermunterung und nicht eine Behinderung von Aggressoren gewesen wäre.

USA und Großbritannien widersetzen sich

Die USA bezogen diesen Vorbehalt allerdings entsprechend der expansionistischen Auslegung der Monroe-Doktrin auf die Verteidigung der Interessen der USA auf den gesamten amerikanischan Kontinent, England noch weitergehend auf die gesamte Einflußsphäre des britischen Empires. Als einzige ausdrücklich ausgesprochene Folge einer Verletzung sah der Briand-Kellogg-Pakt den ohnehin selbstverständlichen Verlust der Vorteile des Vertrages für den Rechtsbrecher vor.

Nazi-Verteidiger wollen Straffreiheit für Aggressoren

Die Nürnberger Verteidiger und die amtlichen Bonner Fürsprecher der Nürnberger Angeklagten suchen daraus abzuleiten, daß die zur internationalen Norm erhobene Ächtung des Angriffskrieges lediglich moralischen und jedenfalls keinen strafrechtlichen Charakter trage. Wie bereits erwähnt, weist man auch gern auf die zahlreichen trotz des Vertrages straflos begangenen Aggressionen während des letzten Jahrzehnts vor dem zweiten Weltkrieg hin, um daraus abzuleiten, die Normen des Briand-Kellogg-Paktes seien durch entgegengesetztes Gewohnheitsrecht außer Kraft getreten, zumindest aber hätten die Hitlerverbrecher und ihre Komplicen das annehmen dürfen.

Es fehlte an Konsequenzen…

In der Tat haben die Aggressionen der japanischen Militaristen gegenüber China in den Jahren 1931 und 1937, der Überfall des faschistischen Italiens auf Abessinien im Jahre 1935 und die gemeinsame blutige Intervention der deutschen und italienischen Imperialisten gegen die spanische Republik, die man in diesem Zusammenhang ebenso gern vergißt wie die Förderung, die sie durch die westliche „Befriedungspolitik“ erfuhr, Hitlers Aggressionsakt gegen Österreich und die Zerstückelung der Tschechosllowakischen Republik mit Hilfe des Münchner Abkommens 1938 nicht zu Reaktionen geführt, die den Angreifern die Kriminalität ihres Handelns fühlbar gemacht gemacht hätten.

Der Briand-Kellog-Pakt wird mißachtet

Von dem in bezug auf Japan gefaßten Beschluß der Völkerbundsversammlung vom 11. März 1932, der lediglich darauf hinauslief, die satzungswidrige, entgegen den Prinzipien des Briand-Kellogg-Paktes gewaltsam geschaffene Situation rechtlich nicht anzuerkennen, bis zu dem skandalösen Völkerbundsbeschluß vom 4. Juli 1936 über die Aufhebung aller Sanktionen, die im Zusammenhang mit dem Überfall auf Abessinien gegen den italienischen Aggressor verhängt worden waren, führte die Politik der Mißachtung des Völkerrechts durch den Völkerbund und die ihn beherrschenden imperialistischen Mächte immer weiter bergab, wodurch Hitler in seiner systematischen Angriffspolitik bestärkt und ermuntert wurde.

Ein selbstmörderischer Beschluß

Lediglich in einem einzigen Fall einer Nichtaggression, als nämlich die Sowjetunion sich 1939 der Provokationen finnischer Militärkreise erwehrte, die sich wenig später als Hitlers Aggressionspartner demaskierten, faßte der schon im Sterben liegende Völkerbund am 14. Dezember 1939 den selbstmörderischen Beschluß, der Sowjetunion die Mitgliedschaft zu entziehen.

Die deutschen „Nichtangriffspakte“ waren heuchlerisch

Aber Rechtsbrüche und Rechtsverleugnungen schaffen das Recht nicht aus der Welt. Das muß, wie weiter oben bereits erwähnt, auch Professor Jescheck letztlich zugeben. Er kann auch nicht abstreiten, daß Hitler-Deutschland, welches im Oktober 1933 dem Völkerbund den Rücken gekehrt und im März 1936 den Locarno-Vertrag einseitig und rechtswidrig aufgekündigt hatte, durch den Briand-Kellogg-Pakt gebunden war und daß es sich überdies durch heuchlerische Nichtangriffspakte und -erklärungen gegenüber Polen, Belgien, Dänemark und schließlich auch der Sowjetunion in den Jahren 1934, 1937 und 1939 noch speziell an das Aggressionsverbot selbst gebunden hatte. Ein weiterer Ausdruck der internationalen Auffassung von der Redltswidrigkeit des Angriffskrieges war der südamerikanische Nichtangriffs- und Vermittlungspakt vom 10. Oktober 1933. Auch Jescheck stellt fest:

„Das Völkerrecht kennt seit dem Briand-Kellogg-Pakt ein allgemeines Kriegsverbot mit den zwei Ausnahmen der Verteidigung des eigenen Staatsgebiets gegen einen bewaffneten Angriff und des Sanktionskrieges … Die strafrechts-logische Voraussetzung des Verbrechens gegen den Frieden, daß der Krieg – abgesehen von den beiden genannten Ausnahmen – völkerrechtlich verboten und damit rechtswidrig ist, war also bereits bei Ausbruch des 2. Weltkrieges längst unzweifelhaft gegeben.“ [1]

Schlitzohrigkeit der Nazi-Verteidiger

Was kann Jescheck angesichts dieser von Jahrreiß namens der Nürnberger Verteidigung erfolglos bestrittenen Rechtslage zur Entlastung der deutschen Aggressoren weiter vorbringen? Er sagt, und einige unter den westlichen Völkerrechtlern öffnen den nazistischen Friedensbrechern die gleiche Hintertür: rechtswidrig – ja, strafbar – nein. Begründung: „Die Unrechtsfolge richtete sich ausschließlich gegen den Staat, nicht gegen die verantwortlichen Staatsorgane.“

Friedensbruch ist strafbar!

Natürlich hatten die von dem nazistischen Friedensbruch bedrohten und betroffenen Staaten auch das Recht, sich dieser Rechtsbrüche gegenüber dem Nazistaat als solchem mit völkerrechtlichen Mitteln zu erwehren. Die letzte Form solcher Abwehr ist die auch dem Interesse des deutschen Volkes entsprechende Absicherung gegen das Wiedererstehen eines faschistischen oder sonstigen militaristischen Regimes in Deutschland, die von den hauptverantwortlichen Mächten im Potsdamer Abkommen vom 2. August 1945 vereinbart und von der Organisation der Vereinten Nationen samt allen sich daraus ergebenden Folgerungen in Artikel 107 der UNO-Charta pauschal bestätigt worden ist.

Artikel 107 lautet: „Nichts in der vorliegenden Charta soll eine Aktion in bezug auf einen Staat abschwächen oder ausschließen, der während des zweiten Weltkrieges der Feind eines der Unterzeichner der vorliegenden Charta war, wenn eine solche Aktion als, Ergebnis dieses Krieges von den Regierungen unternommen oder gebilligt wird, die die Verantwortung für diese Aktion haben.“

Aber sollte dies die einzige rechtliche Konsequenz sein, die von den Opfern des nazistischen Weltverbrechens zu ziehen war? Die individuelle strafrechtliche Verantwortlichkeit der schuldigen Personen soll ausgeschlossen sein, nur weil sie seinerzeit als Organe oder Machthaber des Nazistaates handelten? Diese Tatsache soll ihnen gestatten, sich jetzt hinter seiner Ruine zu verstecken und unbeschwert neue Verbrechen dieser Art im Dienste neuer Herren vorzubereiten?

55 Millionen Ermordete – keiner will der Täter sein

Die Nürnberger Verteidiger und eine Reihe westlicher Publizisten behaupten das mit großem theoretischem Ernst. Zwar, behaupten sie, gab es 55 Millionen Ermordete, aber einen individuell faßbaren Mörder gibt es nicht, kann es nicht geben. Denn im Briand-Kellogg-Pakt steht zwar das Wort „Verbrechen“, fehlt aber das Wort „Strafbarkeit“, fehlt erst recht eine bestimmte Strafandrohung, also gibt es kraft Schweigens keine Möglichkeit, die millionenfachen Mörder zur Verantwortung zu ziehen. Nach dieser ehrenwerten Theorie erscheinen die Sprüche von Nürnberg und Tokio als der einzige Justizmord, der nach 1933 geschah.

Die „Logik“ eines nazistischen Winkeladvokaten

Andere, z.B. Knieriem, lassen es nicht bei der silbenstecherischen Auslegung bewenden, sondern argumentieren mit scheinbarer Logik folgendermaßen:

„Das Völkerrecht legt den Staaten Verbindlichkeiten auf, für deren Verletzung sie Schadensersatz leisten oder die Anwendung eines. Verqeltungsrechtes befürchten müssen. Das Völkerrecht gilt aber nicht unmittelbar für Einzelpersonen, diese sind nur an das Landesrecht gebunden, auch wenn dieses völkerrechtlichen Regeln widerspricht?“ [2]
Wenn aber „Völkerrecht sich nur an Staaten wendet und nur deren Beziehungen zueinander regelt, kann es überhaupt kein echtes Strafrecht enthalten. Nach der Rechtsaufassung aller Kulturstaaten sind nämlich nur natürliche Personen strafrechtlich verantwortlich, also kann eine strafrechtliche Haftung des Staates nicht bestehen. Da aber das Völkerrecht sich an die natürlichen Personen, an die einzelnen Menschen, nicht richtet, kann es auch deren Strafbarbeit nicht vorschreiben.“ [3]

Kann man dieser „Logik“ folgen?

Das scheint zwingend. Denn beide Elemente der Argumentation treffen an sich zu: das Völkerrecht wendet sich nur an Staaten, grundsätzlich nicht an einzelne – das Strafrecht an einzelne, grundsätzlich nicht an Staaten. Wie soll es also völkerrechtlich gesetztes Strafrecht geben? Aber auch diese eiskalte Logik gerät ins Wanken, wenn es sich um Verbrechen solcher Einzelpersonen handelt, deren Handlungen als solche des Staates gelten, also um internationale Verbrechen von Staatsorganen oder tatsächlichen Trägern der Staatsgewalt.

Gerade in bezug auf sie stellte das IMT fest:Verbrechen gegen das Völkerrecht werden von Menschen und nicht von abstrakten Wesen begangen, und nur durch Bestrafung jener Einzelpersonen, die solche Verbrechen begehen, kann den Bestimmungen des Völkerrechts Geltung verschafft werden.“

Straffreiheit mit fadenscheinigen Argumenten?

Logisch in die Sackgasse getrieben, kann Knieriem hier nur noch auf die Position der Silbenstecher zurückweichen und erklären, das sei aber eben im Völkerrecht nicht gesagt und deshalb ausgeschlossen, wobei er offenläßt, ob die Bestrafung dieser Personenkategorie auch nur „ethisch gerechtfertigt“ wäre. [4]

Sind Soldaten Mörder?

Indessen scheint mir auch die Auseinandersetzung mit diesem formalistischen Argument nicht allzu schwer. Legen wir uns einmal die einfache Frage vor: Warum wird der Soldat, der – unter Achtung aller Regeln des Kriegsrechtes – einen Feind tötet, nicht wegen Mordes bestraft? Mord wird doch nach dem Strafgesetz aller Staaten mit höchster Strafe bedroht. Warum straft den Soldaten sein eigener Staat nicht (etwa nach dem Sturz der Kriegspartei, die rechtswidrig den Krieg angezettelt hat)? Warum straft ihn nicht der Staat, auf dessen Gebiet oder an dessen Bürgern er diese Tat beging (sobald er seiner habhaft wird, wie im Falle der Kriegsgefangenschaft, der Auslieferung oder unter ähnlichen Umständen)?

Das Völkerrecht gilt für alle!

In keinem Strafgesetzbuch der Welt heißt es etwa: „Der Mord ist strafbar … außer für Soldaten im Krieg.“ Die Antwort ist einfach genug: Weil das Töten durch Soldaten im Krieg völkerrechtlich erlaubt ist, ohne daß dies in den nationalen Strafgesetzbüchern ausdrücklich ausgesprochen zu werden braucht. Wenn nun aber das Völkerrecht, wie das seit dem Briand-Kellogg-Pakt mit unbestreibarer internationaler Allgemeinverbindlichkeit der Fall ist, diesen ungeschriebenen Rechtfertigungsgrund einengt durch den einschränkenden Zusatz: außer in Aggressionskriegen, dann soll es für den insoweit eintretenden Wegfall des ungeschriebenen völkerrechtlichen Rechtfertigungsgrundes plötzlich einer ausdrücklichen geschriebenen Verlautbarung des nationalen Gesetzgebers bedürfen?

Über die Strafbarkeit von Tötungsverbrechen

Sowenig je auch ohne ausdrücklichen Hinweis in irgendeinem Strafgesetzbuch die Tötungshandlung eines Soldaten im Kriege gerechtfertigt war, der die Kriegsregeln mißachtete (z.B. wehrlose Zivilisten wahllos niederschoß), sowenig ist es erst recht die Tötungshandlung eines Soldaten im verbrecherischen Aggressionskrieg, wobei selbstverständlich wie bei jeder Straftat das Handeln, um strafbar zu sein, noch schuldhaft sein muß.

Ebenso selbstverständlich muß auch gegenüber dem Soldaten einer Aggressionsarmee die in jedem Krieg anzuwendenden völkerrechtlichen Kriegsregeln gelten und daß daher sein Gegner ihn nicht – etwa unter Berufung auf die Notwehrlage seiner Person, seines Staates oder dessen Verbündeter – als vogelfrei behandeln darf. Das alle Staaten verbindende Kriegsgewohnheitsrecht gilt in allen internationalen militärischen Auseinandersetzungen, was auch immer ihre Ursache gewesen und ihr Charakter sein mag. [6]

Das Urteil der Völker gilt: Aggressionskreig ist ein Verbrechen!

Niemand aber kann es mit Aussicht auf Erfolg wagen, angesichts der von den Nürnberger Angeklagten selbst zur Zeit ihrer Macht geschaffenen von den Anklägern im IMT-Prozeß vorgelegten Beweise daran zu zweifeln, daß die deutschen Faschisten bewußt und unter zynischer Mißachtung des Völkerrechts den zweiten Weltkrieg ohne Rücksicht auf die allgemeinen und die speziellen völkerrechtlichen Bindungen Deutschlands als Aggressionskrieg planten und führten. Die verantwortichen Staatsmänner, Parteileiter, Wirtschaftsführer und Militärs wußten, daß das, was sie organisierten, Mord war.

Sie sind sowohl nach den Gesetzen ihres eigenen Staates, der selbst in der Nazizeit nie so weit gehen konnte, den allgemeinen Mordparagraphen aufzuheben, wie – bei ausländischem Tatort und Ermordung ausländischer Bürger – nach den Gesetzen dieser Staaten des millionenfachen Mordes in mittelbarer Täterschaft schuldig. Als Organe des völkerrechtlich gebundenen Staates, an den sich die Verbotsnorm wandte, haben sie, unter Mißachtung der insoweit erfolgten Aufhebung des völkerrechtlichen Rechtfertigungsgrundes „Krieg“, die Bürger ihres Staates, die in der Masse rechtmäßig zu handeln glaubten, objektiv zu Mördern gemacht. Die Mordschuld trifft sie und niemanden sonst.

Quelle:
Der Nürnberger Prozeß. Protokolle, Dokumente und Materialien. Berlin, S.15-20. (Gekürzt und mit Zwischenüberschriften u. Hervorh. versehen, N.G.)

[1] Jeschek: Die verantwortlichkeit der Staatsorgane nach Völkerrecht (1952); v.Knieriem: Nürnberg (1953), mit einem Vorwort von Prof.Dr.Wahl, Mitglied des Bundestages (CDU). S.179 und die dort in Anm.3 Zitierten.
[2] Knieriem: a.a.O. S.53.
[3] ebd. S.57.
[4] ebd. S.58.
[5] vgl. in diesem Zusammenhang Brandweiner: Sind die Verienten nationen den Kriegsgesetzen unterworfen? In: Neue Justiz (1954), S.225ff.

Siehe auch:
Der Angriffskrieg ist ein Verbrechen

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6 Antworten zu Es gilt immer noch: Der Aggressionskrieg ist ein VERBRECHEN im Sinne des Völkerrechts!

  1. fürchtenix schreibt:

    Lieber Sascha, die Überschrift gibt den Ernst der Lage nach meiner Auffassung nicht klar genug wieder. Aktuelle Rechtslage in Deutschland ist:
    Die Vorbereitung eines Angriffskrieges ist in Deutschland nicht länger Strafbar (Streichung § 80 aus dem StGB. Die Führung eines Angriffskrieges ist nun dagegen Strafbar (§13 des Völkerstrafgesetzbuches, welcher mit Wirkung 01.01.2017 eingefügt wurde.)

    Jetzt taucht die Frage auf: Wenn der Krieg ausgebrochen ist, handelt es sich überhaupt um einen Angriffskrieg? Ist diese Frage geklärt, handelt es sich um Führung oder „Beteiligung“ an einem Angriffskrieg???

    Nun noch ein Beispiel vor der Gesetzesumkehrung. Vorbereitung und Durchführung eines Angriffskrieges sind jetzt sehr erleichtert: §80 StGB hatte die Vorbereitung eines Angriffskrieges unter Strafe gestellt. Kurz und schroff heißt es: „Wer einen Angriffskrieg (auch Artikel 26 Abs. 1 des Grundgesetzes), an dem die Bundesrepublik Deutschland beteiligt sein soll, vorbereitet und dadurch die Gefahr eines Krieges für die Bundesrepublik Deutschland herbeiführt, wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe oder mit Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren bestraft.“

    Dieser §80 ist beinahe Gerhard Schröder zum Verhängnis geworden als er wegen des Jugoslawienkrieges angezeigt wurde. Der Richter argumentierte dann allerdings unterwürfigst: „Nach dem eindeutigen Wortlaut der Vorschrift ist nur die Vorbereitung an einem Angriffskrieg und nicht der Angriffskrieg selbst strafbar, so dass auch die Beteiligung an einem von anderen vorbereiteten Angriffskrieg nicht strafbar ist.“ – und hat Schröder so ‚gerettet‘.

    Ich weise nochmal darauf hin. Selbst die Beteiligung an einem Angriffskrieg ist nicht strafbar, sondern ausdrüchlich die Führung. Und das heißt z.B. unter deutschem Oberkommando. Wer hätte dann überhaupt noch die Zeit oder die Möglichkeit, eine Strafanzeige zu erstatten???

  2. fürchtenix schreibt:

    Alles was wir sind auf die Strasse. Ich habe selbst am 02.01. Strafanzeige erstattet gegen Frau Merkel und die Kriegsministerin wegen § 80 den es ja nicht mehr gibt. Das wusste ich aber am 02. noch nicht. Im Moment grüble ich noch. Der Text meiner Anzeige war folgender:
    Meine Angaben

    „Hiermit erstatte ich
    S t r a f a n z e i g e
    gegen Frau Dr. Angela Merkel und Frau Dr. Ursula von der Leyen
    wegen des Verdachts einer Straftat gem. § 80 StGB (Vorbereitung eines Angriffskrieges).
    Friedensverrat, Hochverrat und Gefährdung des demokratischen Rechtsstaates
    Erster Titel
    Friedensverrat
    § 80 Vorbereitung eines Angriffskrieges
    Wer einen Angriffskrieg (Artikel 26 Abs. 1 des Grundgesetzes), an dem die Bundesrepublik Deutschland beteiligt sein soll, vorbereitet und dadurch die Gefahr eines Krieges für die Bundesrepublik Deutschland herbeiführt, wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe oder mit Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren bestraft.

    Zum Sachverhalt

    Nach allgemein vorliegenden Erkenntnissen sowie aktuellen Vorhaben planen die Genannten einen Angriffskrieg gegen die Russische Föderation.

    Die durchgeführten Truppenstationierungen im Raum der Baltischen Staaten unter jetziger Beteiligung von Bundeswehreinheiten wie die Übernahme der Führung der stationierten NATO Truppen in Litauen durch die Bundeswehr beweist das.
    Gleichwohl ist die Überführung der 3. Panzerbrigade der 4. Infanteriedivision der US Streitkräfte an die sogenannte Ostflanke der NATO über deutsches Territorium ein weiterer eindeutiger Beweis für die Beteiligung der Genannten. Die 3. US Panzerbrigade ist ein eindeutiger Angriffsverband.

    Die Handlungen von Frau Dr. Angela Merkel und Frau Dr. Ursula von der Leyen stellen eine ernste Gefährdung der Sicherheit und territorialen Integrität der BRD dar, da im Falle einer militärischen Auseinandersetzung mit der Russischen Föderation auch das friedliche Leben der BRD Bürger in Frage gestellt wäre.
    Die Handlungen von Frau Dr. Angela Merkel und Frau Dr. Ursula von der Leyen sind durch nichts gerechtfertigt.

    Weder die Angliederung der Krim an Russland, weder die Ereignisse in der Ostukraine, weder vermutete russische Cyberaktivitäten stellen die Souveränität der BRD in Frage.

    Begründung für die Strafanzeige
    Aus meiner Kenntnis der genannten Umstände bin ich lt. § 138 StGB (Nichtanzeige geplanter Straftaten) verpflichtet.

    (meine Unterschrift) 02.01.2017“

    Ich hoffe sehr, dass uns etwas Realistisches einfällt.
    Vielleicht bringt der neue § 13 des Völkerstrafgesetzbuches uns weiter.

  3. Tankist schreibt:

    es gibt m.e. nach keinen Grund zur Sorge. Was da in Bremerhafen angelandet wurde, ist kein Grund weitergehender Befürchtungen. 84 Panzer und 4.000 Mann brauchen jetzt 12 Tage, um den Raum Polen zu erreichen…….. kleine Bemerkung: als die Revisionisten es im Sommer 68 in Prag übertrieben, befahl Marschall Gretschko gegen den eigentlichen Willen des Stalinmitmörders Breschnew den Einsatz des Nordwestlichen Militärbezirks. Nach 2,5 Tagen wurde die volle Gefechtsbereitschaft im Raum Prag hergestellt.
    Wie ich höre, wurden an der Westgrenze Russlands die Gardedivisionen, die wir als Gruppe der Sowjetischen Sreitkräfte in Deutschland kannten, voll mobilisiert und ausgerüstet. Wir freuen uns sehr auf den Dialog mit den Natojungs. Theoretische Diskussionen sollten dann in den Hintergrund treten, hier geht es um die Vernichtung des Aggressors. Stalin persönlich hat befohlen: „Nje schaga nasad“.
    Leider wurde nach Marx, Engels und Lenin die Lehre vom Klassenkampf nicht weiterentwickelt, die Revisionisten und Prahlhänschen mit ihren kleinen Fürstentümern innerhalb des Sozialismus konnten sich einen schlanken Fuss machen.
    Arbeiter und Bauern haben im Schweisse ihres Angesichts geschuftet und uns Waffen in die Hand gegeben, den Feind zu stoppen. Das haben wir getan und sind bereit, die Natowcy gebührend zu empfangen.

  4. diwini schreibt:

    Hat dies auf diwini's blog rebloggt.

  5. Pingback: Kranzniederlegung in Moskau zum Gedenken an den deutsch-faschistischen Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 | Sascha's Welt

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