17. Januar 1945: Die Befreiung Warschaus vom deutschen Faschismus durch die Rote Armee der Sowjetunion

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Die sowjetischen Panzer werden von der Bevölkerung mit Jubel und mit Blumen begrüßt

Ja, auch in Polen wird gelogen. Da versucht das erzreaktionäre bürgerliche Regime, die Geschichte umzuschreiben. Da wird gelogen und gefälscht, was das Zeug hält. Doch es gibt nur eine Geschichte, ob es den Anhängern der Nazis und den Feinden der Sowjetunion nun paßt oder nicht. Und diese Geschichte handelt vom Sieg der Sowjetunion und von der Befreiung Warschaus vom deutschen Faschismus. Mit jedem Jahr, das vergeht, wissen in Polen immer weniger Menschen davon, was am 17. Januar 1945 geschah, mahnt der russische Journalist G.Sotow. Das ist das Ergebnis der „neuen historischen Politik“ des polnischen Staates — da ist es üblich, die Befreiung Polens vom Faschismus als „Okkupation“ zu bezeichnen, resümierte der Publizist. Und er beendet seine Reportage mit den Worten:

„Viele ältere Menschen erinnern sich noch an die Erzählungen ihrer Eltern, die am 17. Januar 1945 die russischen Panzer mit Blumen begrüßten“, sagte Maciej Wisniewski. — „urteilen Sie nicht über alle Polen nach den Äußerungen unserer Politiker und der Presse.“
Auf den Friedhof befindet sich ein Mausoleum für die gefallenen Sowjetsoldaten. Dort traf ich eine alte Warschauerin. Die traurige Frau ist 80 Jahre alt, gestützt auf einen Stock ging sie zum Obelisken und legte dort ein paar Nelken nieder.
„Ddziękuję, pani“, sagte ich auf Polnisch. (Danke, Frau!)
„Den Russen sei Dank!“ erwiderte sie, meinen Akzent erratend…
Und indem sie den Ärmel ihres Mantels hochkrempelte, zeigte sie mir die flache Schramme über dem Handgelenk. Ich verstand sie auch ohne Worte. Solche Spuren blieben gewöhnlich zurück, als die von Auschwitz befreiten Gefangenen kurz nach nach dem Krieg  ihre Tätowierung mit der Lagernummer zu entfernen versuchten…
Quelle: nefakt.info

Die Rote Armee auf dem Weg nach Berlin

Die Befreiung von Warschau

Als das sowjetische Oberkommando den Beginn der Offensive auf den 12. 1. 1945 vorverlegte, entsprach es den anglo-amerikanischen Bitten, die schwierige Lage der alliierten Streitkräfte im Westen durch mächtige Angriffsschläge der Sowjetarmee zu entlasten. In wenigen Tagen brach die faschistische Verteidigung in Polen wie ein Kartenhaus zusammen. Am 17. 1. befreite die 1. Polnische Armee gemeinsam mit sowjetischen Truppen das leidgeprüfte Warschau. Ende Januar/Anfang Februar standen die sowjetischen Armeen auf etwa 500 Kilometer Breite an der Oder und errichteten auf dem Westufer mehrere Brückenköpfe. Die Wehrmacht verlor zwischen Wisła und Oder mehr als 400.000 Mann. …

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Quelle und Abbildung: Förster/Helmert/Schnitter: Der zweite Weltkrieg. Militärhistorischer Abriß. MIltärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, 1978, S.387ff.
Am 14. Januar gingen die Truppen der 1. Belorussischen Front zum Angriff über. Es begann mit der bewaffneten Aufklärung 25 führender Bataillone mit den im Voraus genommenen Brückenköpfen an der Front über 100 Kilometern. Die sowjetische 47. Armee forcierte am 16. Januar die Weichsel nördlich von Warschau. An diesen Tag schnitt die 2. Gardepanzerarmee mit einem schnellen Vormarsch von 80 Kilometern der Warschauer Gruppierung dem Gegner die Rückzugswege ab. Inzwischen hatte mit dem Magnuschewsker Brückenkopf der Vormarsch der 1. Panzerbrigade der Polnischen Armee begonnen, und die 1., 3. und 4. polnischen Infanteriedivision rückten entlang des Westufers der Weichsel zu den Kämpfen auf. Aus dem Bezirk Praga kam über das Eis der Weichsel die 6. Division nach Warschau, bei Żerań kämpfte 1. Polnische Kavallerie-Brigade. Dann kam auch aus Richtung Otwock die 2. Infanteriedivision hinzu. Innerhalb des von der Roten Armee geschaffenen Einkesselungsringes um Warschau wurde aus den polnischen Vereinigungen ein Ring gebildet. Die 61. sowjetische Armee schnitt den deutschen Truppen die Rückzugswege nach Südwesten ab. In der Nacht zum 17. Januar forcierte die 1. Polnische Armee die Weichsel nördlich und südlich Warschaus und drang am Morgen in die Stadt vor. (Quelle: histrf – Übersetzung M.K.)

In seinen Erinnerungen schreibt der sowjetische Marschall G.K. Shukow:

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Quelle: G.K. Shukow, Erinnerungen und Gedanken (2 Bd.). Militärverlag der DDR, 1976, S.294.

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Kranzniederlegung am Obelisken für die Befreier Warschaus (2016)


Siehe auch:
ОСВОБОЖДЕНИЕ ВАРШАВЫ. (russ.)

72. rocznica wyzwolenia Warszawy (poln.)

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