Die DDR mußte weg

ddrAuch wenn es heute den Anschein hat, als sei die Geschichte der DDR längst in der Vergangenheit verschwunden, so zeugen doch die ständigen haßverzerrten Angriffe gegen alles, was in der DDR an Großen und Bedeutendem geleistet wurde, davon, daß die heutige Bourgeoisie und die Konterrevolutionäre von damals noch immer davor zittern, daß ihre verbrecherische Tätigkeit bei der Vernichtung dieses ersten sozialistischen Staates auf deutschem Boden doch eines Tages noch gerächt werden könnte. Die Welt ist kompliziert geworden seitdem, doch die Unzufriedenheit der Menschen mit dem verbrecherischen kapitalistischen System nimmt unaufhaltsam zu. Über die damalige Situation während der Konterrevolution 1989 schrieb Emil Collet:

Was die DDR Stalin zu verdanken hatte

J.W. Stalin, der treue Freund und Förderer der DDR, hatte die Gründung der DDR als einen Wendepunkt in der Geschichte Deutschlands und Europas gewürdigt. Die ehrlichen Bürger der DDR, die sich nicht nur mit dem sozia­ listischen Aufbau identifizierten, sondern ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten begeistert und optimistisch für die Ausgestaltung der neuen, der sozialisti­schen Lebensweise einsetzten, wollten dieser Wertschätzung J. W. Stalins gerecht werden. Sie wußten was sie den Völkern der UdSSR, ihrer KPdSU(B) und dem Genossen Stalin persönlich zu verdanken hatten.

Eine echte Freundschaft: Sowjetunion und DDR

Vor den Kommu­nisten und allen Bürgern der DDR bestand die große und gewaltige politisch­ ideologische Aufgabe, zwischen zwei bis dahin verfeindeten Völkern ein völlig neues Wechselverhältnis gegenseitiger Freundschaft, Hilfe und Unterstützung aufzubauen. Das war trotz der wüstesten antisowjetischen Hetze aus dem Westen gelungen. Die sich daraus ergebende traditionelle Haltung gegenüber der KPdSU(B) und den Sowjetvölkern erhielt sich auch nach dem Tode von J. W. Stalin. Sie war teilweise so stark, daß sie manche Verwerfungen in diesem Verhältnis, hervorgerufen durch die Politik Chruschtschows bis zu Gorbatschow verschleierte. Die feste Grundlage für die Freundschaft beider Völker war die Verbundenheit der Wirtschaft der DDR mit der der UdSSR. Bis zum Ende der DDR war sie fest im RGW verankert.

Die DDR war zu keinem Zeitpunkt „marode“

Die Wirtschaft der DDR, als Grundlage der sozialistischen Lebensweise war stabil. Die Behauptung, die DDR wäre so marode gewesen, daß sie zusammengebrochen sei, ist eine reine politische Zwecklüge zur Verschleierung der Konterrevolution. Die Fakten beweisen das.

Die Struktur des Außenhandels der DDR im Jahre 1988

1. 70 Prozent mit sozialistischen Ländern, seine Entwicklung war äußerst dynamisch.

statistik

2. Der Handelsumsatz DDR-BRD betrug 1988 15 Milliarden DM.
3. Ein ausgeglichener Außenhandel mit den anderen kapitalistischen Ländern und Ländern der dritten Welt.

Die DDR durchkreuzte die Pläne Gorbatschows

Das ist Ausdruck der Tatsache, daß die DDR ein sich selbst tragendes, erweitert reproduzierendes Wirtschaftsgebiet mit wachsendem Wohlstand des gesamten Volkes war. Die DDR hatte innerhalb der sozialistischen Staaten das höchste Niveau der sozialistischen Lebensweise und den höchsten Lebensstandard. Das war ein großer Störfaktor für die Zuendeführung der Konterrevolution von oben in der Sowjetunion sowie in anderen sozialistischen Staaten. Die Stabilität der DDR durchkreuzte die Ziele Gorbatschows, deshalb mußte sie destabilisiert werden, insbesondere das Vertrauen des Volkes zur SED und zum Staat.

Chruschtschows Erpressung der DDR

Jeder der heute die Entwicklung des Erdölpreises beobachtet, sieht welche krisenhaften Auswirkungen das auf alle Industriestaaten, einschließ­lich auf die BRD, hat. Unter Beachtung dieser Tatsache wird jeder sachliche Beurteiler begreifen, was es für die DDR bedeutete, daß Chruschtschow, entgegen seinem Versprechen gegenüber der DDR, 35 Millionen Tonnen Erdöl zu festen Preisen zu liefern auf insgesamt 17 Millionen reduzierte. Dazu kam, daß anstelle 14 Rubel pro Tonne 172 Rubel gezahlt werden mußten. Das hat die DDR Wirtschaft verkraftet, sie wurde nicht in eine Krise gestürzt. Dazu kamen noch die Preiserhöhungen bei anderen Rohstoffliefe­ rungen aus der UdSSR. In dieser Hinsicht war die Wirtschaft der DDR fast vollständig von den Rohstofflieferungen der UdSSR abhängig. Das mußte das Politbüro der SED sowie der Ministerrat der DDR in ihrer Politik ständig beachten und schränkte ihre Handlungsfreiheit ein. Gorbatschow nutzte dies, um zu seinen Gunsten Druck und Einfluß auf die DDR auszuüben.

Warum mußte die DDR weg?

Die DDR hatte keinerlei Schulden gegenüber der UdSSR. Im Gegenteil, die Sowjetunion hatte 1990 Zahlungsrückstände gegenüber der DDR in Höhe von 27 Milliarden Valutamark. Die Entwicklung der DDR, ihre Erfolge beim Aufbau des Sozialismus hatte nicht nur ihre Auswirkungen auf Westdeutsch­land und legte der rücksichtslosen Profitmacherei Fesseln an, sie wirkten auch in der Sowjetunion und wurden zugleich immer mehr für die Bevölkerung der UdSSR zum Prüfstein der Politik Gorbatschows. Deshalb mußte die DDR weg. Sie störte die Konterrevolution vom Westen und vom Osten. Gorbatschow propagierte offiziell die „Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten“ der sozialistischen Staaten. Tatsächlich mischte er sich massiv in die inneren Angelegenheiten der SED und DR ein. Ende 1988 fand in Berlin eine ZK-Sitzung statt. Diese beschloß eine gründliche Analyse der inneren Lage vorzunehmen und auf ihrer Grundlage den XII. Parteitag der SED im Jahre 1990 einzuberufen. Das konnte und wollte die Gorbatschow­sche Konterrevolution nicht zulassen.

Der sowjetische Geheimdienst destabilisierte die DDR

Gorbatschow formierte innerhalb der SED seinen Einfluß. Für mich steht außer Zweifel, daß der Prozeß der Zersetzung der Einheit und Geschlossenheit der SED, vor allem durch den KGB, beeinflußt wurde. Eine Schlüsselfunktion dazu hatte der Stellvertreter des MfS Markus Wolf. Markus Wolf war drei Jahrzehnte lang der Chef der HVA des MfS. Dieser Mann war seit dem 1. Januar 2005 Berater des entstehenden „Ministeriums für Heimatschutz“ der USA. Ebenso der ehemalige Chef des KGB Primakow. Dazu kommt noch der ehemalige KGB-Gesandte in Washington, Alexander Karpow. Damit formiert der Minister für Staatssicherheit der USA, Michael Chertow, KGB-Kader, wie den Chef und späteren Generalsekretär der KPdSU Andropow, um sich.

Der Verräter Markus Wolf in Schafspelz

Markus Wolf bekennt sich zu Gorbatschow. In seinem Buch, „Die Kunst der Verstellung“, ist auf Seite 105 zu lesen: „Frage der ARD: Was bedeutet ein Mann wie Gorbatschow für den Kommunisten Markus Wolf?  Wolf: Sehr viel Ich bin sehr froh und glücklich, daß es ihn gibt.“ Im Jahr 1989 tauchte Wolf überall an Schwerpunkten der Konterrevolution auf. Er war aktiv beteiligt an einer „Wendekonzeption“ des Politbüros, die Krenz, Modrow und Tisch mit Gorbatschow abgestimmt hatten. Sie war die DDR-Perestroika und damit Grundlage für die sich in der DDR entwickelnde Konterrevolution. Markus Wolf war aktiv beteiligt an der Organisierung und Durchführung des Putschparteitages der SED/PDS. Auf der mit Hilfe des ersten Bezirkssekretärs von Berlin Schabowski organisierten Großkundgebung am 9. November auf dem Alexanderplatz sprach Markus Wolf. Er erklärte, man könne „die alte Garde getrost einsperren.“

Quelle:
Emil Collet: Die DDR – Ein sozialistisches Meisterwerk, Ernst Thälmann Verlag, Heft 86-2, S.28-30. (Zwischenüberschriften eingefügt, N.G.)

Siehe auch:
Kurt Gossweiler: War der Untergang des Sozialismus unvermeidlich?

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7 Antworten zu Die DDR mußte weg

  1. Günter Hering schreibt:

    Sich auf nur eine einzige Quelle zu stützen, ist in diesen Zeiten höchst bedenklich. Markus Wolf als einen Mitgründer des US-amerikanischen Heimatschutzes benennen zu wollen, halte ich für genau so grotesk wie die ZEIT-Fälschung, dem Trump einen Ausschnitt einer Hitler-Rede unterzujubeln (https://rumpelstilzchenblog.wordpress.com/2017/02/06/zeit-faelscher/).

    • sascha313 schreibt:

      Auf welche Quellen sich der Autor hier stützt, ist nicht bekannt. Aber während die Authentizität einer Rede sehr leicht nachweisbar ist, dürfte es bei subversiven Aktivitäten von Geheimdienstmitarbeitern etwas schwieriger sein. Doch abwegig ist es nicht*.

      * Eine Quelle berichtet über die Aktivitäten von Markus Wolf:
      Die Nachricht geht auf den Geheimdienstanalysten Al Martin zurück, der sich wiederum auf ein BBC-Interview des früheren KGB-Chefs Yevgeni Primakow bezog. Der amerikanische NWO-Kritiker Alex Jones berichtete dann darüber am 6. Dezember 2004 auf seiner Internetplattform „Prison Planet“, wobei er anfügte, daß die Verpflichtung Wolfs von einem US-Kongreßabgeordneten bestätigt worden sei.

    • prkreuznach schreibt:

      Laut Wikipedia hatte die USA im Jahre 1996 das Einreisevisum für Markus Wolf abgelehnt.
      http://secretary.state.gov/www/briefings/9706/970609db.html
      Leider kann ich die Presseerklärung des US-Deparment of State nicht lesen. Vielleicht gibt es hier jemanden der des Englischen genügend mächtig ist, um das zu übersetzen. Markus Wolf wollte seine Memoiren in den USA veröffentlichen und zwar im Verlag „Random House“.
      Ob Markus Wolf tatsächlich soweit ging sich dem einstigen Gegner anzudienen und als Berater für das „Heimatschutzministerium“ der USA tätig zu sein, ist möglicherweise eine Übertreibung und Verschwörungstheorie.

      • sascha313 schreibt:

        Das ist natürlich möglich. Auf welcher Seite Wolf nun tatsächlich stand, ist schwer feststellbar. Klar ist auch, daß es zu den Methoden imperialistischer Geheimdienste gehört, (einstige oder potentielle) Gegner auf diese Art und Weise anzuschwärzen!

        Mr.Burns sagt: „Markus Wolf is an unreconstructed communist who believes in state terrorism against the United States.“
        (Markus Wolf ist ein unveränderter Kommunist, der an den Staatsterrorismus gegen die Vereinigten Staaten glaubt.)

  2. fürchtenix schreibt:

    Sehr guter Artikel. Auch der Verweis auf Kurt Gossweiler ist sehr treffend und präzise. Das mit Markus Wolf seit 2005 wusste ich noch nicht. Dass er zum Verräter wurde, vielleicht nie zu uns stand, wusste ich. Besonders makaber und abstoßend empfinde ich jedoch, dass so ein Lump auf der Gedenkstätte der Sozialisten seine letzte Ruhe fand.

  3. Hanna Fleiss schreibt:

    Fürchtenix, wie es um Markus Wolf stand, wusste ich seit seiner Rede vom 4. November 1989 auf dem Alex. Na, selbstverständlich hat er mit Lutsch zusammengearbeitet, um die DDR – wie ich neulich gelesen habe – „umzukrempeln“. Er gehörte zu den Aktiven, die den Auftrag der „sowjetischen Genossen“ – oder besser gesagt: der Gorbatschow-Clique – stramm durchführten. Was für ein Kommunist war er dann? Ist es nicht bezeichnend, dass er seine Memoiren bei Random House veröffentlichten wollte? Natürlich hat Sascha recht, wen sie hassen, dem schmeißen sie ihren Dreck hinterher. Aber meiner Ansicht nach stimmt das im Fall Markus Wolf so nicht. Er war ein nur zu bereiter Handlanger des Verräters Gorbatschow.

  4. Pingback: Das Tor zum Sozialismus ist weiterhin offen! | Sascha's Welt

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