Prof. Azjukowski: Welche Bedeutung hat die Sowjetunion unter der Führung Stalins für uns heute?

azjukowskiIn seinem Buch „Die Grundlagen der kommunistischen Ideologie und die Gegenwart“ schreibt der sowjetische Autor Professor W.A. Azjukowski: „Wenn die Menschen die Ursachen der Vorgänge nicht begreifen, werden sie immer versuchen, sich mit den sich verschlechternden Bedingungen irgendwie abzufinden. Der Kampf einzelner Gruppen der Werktätigen trägt meist ökonomischen Charakter: sie fordern lediglich höhere Löhne, jedoch nicht die Errichtung des Sozialismus. Ein bedeutender Teil des Volkes verhält sich passiv zur kommunistischen Bewegung, die politische Forderungen stellt.“ [1] Gerade deshalb ist es unumgänglich, die Geschichte zu studieren, aus der man wertvolle Erfahrungen über den Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft gewinnen kann. Professor Azjukowski schreibt:

Der Krieg 1941-45

Schon seit langem werden darüber drei Lügen verbreitet:
1. Stalin war auf den Krieg nicht vorbreitet,
2. Stalin war in den ersten Kriegstagen völlig ratlos,
3. Stalin hat aus Eigensinn die Armee bis zum Angriff der Deutschen nicht mobilisiert.
Alle drei Behauptungen sind falsch.
  1. Es existieren Dutzende dokumentarischer Zeugnisse, zum Beispiel die Memoiren des Marschalls Shukow „Erinnerungen und Gedanken“, in denen genaue Angaben über das Wachstum der Verteidigungsindustrie (1938: 39% bei einem 13%igen Wachstum der gesamten Industrie) und den Bewilligungen für den Verteidigungshaushalt (1938: 26,4 % im Vergleich dazu 1937: 12,7 % ). 1940 betrugen die Ausgaben für den militärischen Bedarf der UdSSR 15 % (20 % gelten schon für die Wirtschaft eines höchstentwickelten Landes als kritisch). Die Anzahl der sowjetischen Truppen an den Westgrenzen wurden 1940 von 1 Million auf bis zu 2,8 Millionen, und die Anzahl der gesamten Armee von 3 Millionen 1938 auf bis zu 5,1 Millionen aufgestockt. [2]
  2. In der Zeitschrift „Nachrichten des ZK der KPdSU“ von 1990 sind Auszüge aus dem „Sprechzimmer-Journal Stalins“ vom 22. Juni bis 3. Juli 1941 1990 aufgeführt, aus denen hervorgeht, daß Stalin sich am 22. Juni den ganzen Tag von 6 Uhr morgens an mit Dutzenden Leuten traf, eine Unmenge von Sitzungen und Beratungen durchführte, wichtigste Beschlüsse faßte und eine Anweisungen nach der anderen gab und Befehle erteilte. Desweiteren übernahm er eine Reihe neuer Verpflichtungen, die nicht mit den bisherigen zusammenfielen. Und schließlich blieb er in der Hauptstadt und trat konstruktiv im Allunions-Rundfunk mit einer Rede auf, mit der vollen Überzeugung vom sowjetischen Sieg.
  3. Im Jahre 1941 hatte die UdSSR ganz Europa gegen sich, mit Ausnahme von England, wobei Hitler versuchte, es auf seine Seite zu ziehen (Dunkerque, die geheime Mission von Heß). Der Sowjetunion standen im Osten Japan und im Süden die Türkei als Verbündete Deutschlands gegenüber. Frankreich hatte sich ergeben, England führte einen „seltsamen Krieg“. Sie hatten gerade erst die Tschechoslowakei verraten (Münchener Abkommen). In dieser Situation vor der ganzen Welt den Aggressoren gegenüberzustehen, war tödlich gefährlich, und das versuchte Hitler auch zu erreichen. Das zwang Stalin, allerhöchste Vorsicht zu zeigen und Provokationen zu befürchten. Im Ergebnis dieser Politik gab es nicht nur zusätzliche Verluste, sondern wurde auch die Antihitlerkoalition organisiert und letzten Endes der Sieg errungen.

Wir empfehlen allen Interessierten die Bücher und Broschüren von A.Golenkow [3], der sich ausführlich mit diesen Fragen befaßt hat. Darin wird auch die Haltlosigkeit der Anschuldigungen gegenüber Stalin bei den Massenerschießungen sowjetischer Bürger im Wald von Kuropaty überzeugend dargelegt – es waren die Deutschen, ebenso die Erschießung der 15.000 polnischen Offiziere – auch das waren die Deutschen; wobei in beiden Fällen der Aufschrei über die „sowjetischen Greueltaten“ von Goebbels erhoben worden war, was später von den westlichen „Demokraten“ aufgegriffen wurde. Die dokumentarische Entlarvung des Mythos über die „Katyner Sache“ ist im Buch von Juri Muchin „Antirussische Gemeinheit“ dargelegt. [4]

Die Fälschung des „Geheimen Zusatzprotokolls“

In den Büchern von A.N.Golenkow und J.I.Muchin wird auch überzeugend die Fälschung des „Geheimen Zusatzprotokolls“ zum Nichtangriffsvertrag zwischen Deutschland und der UdSSR entlarvt. Sie wurde in die Welt gesetzt, um die UdSSR zu zwingen, auf die drei Baltischen Republiken, die Westliche Ukraine, West-Belorußland und Moldawien zu verzichten, sowie um den Haß auf Rußland zu schüren.

Stalin und die sowjetische Wirtschaft

Die grandiosen Erfolge der Sowjetunion in den fünf Nachkriegsjahren führten dazu, daß die Preise für die Hauptnahrungsmittel um mehr als die Hälfte gesenkt werden konnten, während im gleichen Zeitraum in den größten kapitalistischen Ländern – den USA, England und Frankreich die Preise um das 1½-2fache anstiegen. Die Kindersterblichkeit in der UdSSR  sank  1950 im Vergleich zu 1940 um mehr als die Hälfte, die Zahl der Ärzte, der Wissenschaftler und Studenten nahm zu.

Von 1946 an wurden die Arbeiten an den Atomwaffen, der Raketentechnik, der Automatisierung der Produktionsprozesse, zur Einführung der neuesten Rechentechnik, für kosmische Flüge, zur Gasversorgung des Landes und für die Haushaltstechnik verstärkt. Und das alles unter den Bedingungen der harten politischen Konkurrenz zu den reichsten kapitalistischen Weltmächten.

Allein mit einem Fünfjahrplan wurden in der UdSSR mindestens drei sozialpolitische Aufgaben gelöst – die Volkswirtschaft wurde wiederhergestellt, ein stabiles Wachstum des Lebensstandards der Bevölkerung wurde gewährleistet und der ökonomische Sprung in die Zukunft wurde vollzogen.

Weltwirtschaft und die Entwicklung der UdSSR

Hier ist eine vergleichende Tabelle des spezifischen Gewichts verschiedener Länder in der Weltindustrieproduktion 1946-1950 (in %):

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„Man kann mit aller Gewißheit sagen, daß es bei solchem Tempo der industriellen Entwicklung bald dazu kommen wird, daß die sozialistischen Länder nicht nur keine Einfuhr von Waren aus den kapitalistischen Ländern mehr benötigen werden, sondern auch selbst die Notwendigkeit spüren, überschüssige Waren ihrer Produktion zu exportieren.“ [5]

Jedoch folgt aus der Arbeit Stalins „Die ökonomischen Probleme des Sozialismus in der UdSSR“ [6], daß:

  1. die sowjetischen Ökonomen keine hinreichend klaren Orientierungen für die sozialistischen Wirtschaft haben;
  2. der Weg einer Erweiterung der Warenproduktion, die ihr von einigen Ökonomen aufgedrängt wird, unannehmbar ist, sondern die Warenproduktion in jener Etappe teilweise gezwungen ist konstant zu bleiben, außer im Bereich des persönlichen Konsums.

Stalin war für die stufenweise Reduzierung der Ware-Geld-Beziehungen und ihren Ersatz durch Nicht-Waren-Beziehungen, da sie begannen, die Entwicklung der produktiven Kräfte des Landes immer mehr zu bremsen. Weniger als ein halbes Jahr später starb Stalin [7].

Die Beerdigung Stalins, an der das ganze Land Anteil nahm, führte überaus deutlich vor Augen, wieviel er dem werktätigen Volk bedeutete. Und keine Lüge über den „Personenkult“ kann verbergen, daß er für das sowjetische Volk schon längst der größte Führer gewesen ist.

Der konterrevolutionäre Kurs nach Stalins Tod

Nach dem Tod Stalins begannen seine Nachfolger, einen entgegengesetzten Kurs einzuschlagen, der mit der Erweiterung der Ware-Geld-Beziehungen verbunden war. Die Folgen dieses Kurses sind noch heute offensichtlich. Man darf auch nicht vergessen, daß der Sturz des Sozialismus in der Sowjetunion und der Welt mit der Kampagne zur „Aufdeckung des Stalinschen Personenkults“ angefangen hat. Es war eine bösartige und verlogene Kampagne.

Der Name Stalins benötigt keinerlei „Lackierung“

Und wenn wir den Sozialismus wieder herstellen und uns im weiteren auf eine kommunistische Gesellschaft hinbewegen wollen, müssen wir daran erinnern, daß eine der Schwerpunktaufgaben der heutigen kommunistischen Bewegung die volle Rehabilitierung des Namens von Joseph Wissarionowitsch Stalin ist, unter dessen Führung nach W.I.Lenin das sowjetische Volk den Sozialismus aufgebaut hat und das Land unter die großen und führenden Mächte geführt hat. Und diese Rehabilitierung soll sich ausschließlich auf das tatsächliche historische Material stützen, weil der Name Stalins keinerlei Lackierung benötigt.

Was bedeutete der Sozialismus für die Werktätigen?

Was hat der Sozialismus den Werktätigen der Sowjetunion gebracht? Infolge des Aufbaus des Sozialismus hatten die Werktätigen eine hohe soziale Geborgenheit, frei von  Arbeitslosigkeit und Ausbeutung. Sie erhielten kostenlosen Zugang zur Allgemeinbildung, zum Gesundheitswesen und zu verschiedenen Formen der Sozialfürsorge. Es brachte ein hohes Interesse der Werktätigen an gesellschaftlich nützlicher Arbeit hervor und gewährleistete sogar unter den Bedingungen der Isolierung des Landes und des ununterbrochenen Drucks durch die kapitalistischen Staaten in der Welt ungeahnte Wachstumsraten der Produktivkräfte. Diese beeindruckenden Erfolge wären unbestritten noch größer, wenn das Land nicht bedeutende Produktivkräfte für seine Verteidigung hätte abstellen müssen.

Was wurde erreicht?

Im Land war die Unwissenheit vollständig beseitigt worden. Jedem war die Möglichkeit garantiert, zu arbeiten. Die ärztliche Betreuung war kostenlos und allgemein. Viele konnten aus den Kellern in Wohnungen umziehen, obwohl es mit dem Wohnraum noch schwer war. Die Lebensmittelkarten wurden abgeschafft. Die Landwirtschaft wurde technisiert. Das Land wurde durchgehend elektrifiziert, den GOELRO-Plan [8} wurde mehrfach übererfüllt. Es wurde eine qualitativ neue Industrie geschaffen, einschließlich völlig neuer Industriezweige. Das Land hat gelernt, eigene wissenschaftliche, technische und kulturelle Fachkräfte heranzubilden. Gesellschaftlich-nützliche Arbeit war geachtet. Im Land vollzog sich eine kulturelle Revolution. Das alles wurde vom Volk unter Leitung der kommunistischen Partei erreicht.

Ist das alles?

Hat der Sozialismus alle Möglichkeiten realisiert? Nein, natürlich nicht. Dazu wären andere äußere Bedingungen erforderlich gewesen. Es war zu jener Zeit unmöglich, auf die Mittel zur Landesverteidigung zu verzichten. Im Land fehlte es an vielem, doch das Vorhandene kam den Bedürftigsten zugute. Die sozialen Garantien auf Arbeit, Gesundheitsversorgung, Bildung, Erholung waren Realität geworden. Niemand fürchtete sich mehr  vor dem morgigen Tag, und alle waren von der Zukunft überzeugt. Die Völkerfreundschaft war Realität geworden, Nationalismus wurde als ein schweres Verbrechen betrachtet.

Was macht eigentlich den Wohlstand aus?

Die Behauptung, daß der Sozialismus den Menschen kein Wohlergehen ermöglicht, ist eine Verleumdung. Der sozialistische Wohlstand unterscheidet sich ganz grundsätzlich vom kapitalistischen. Der kapitalistische Wohlstand ist immer unmoralisch, da er auf dem Profit, auf der räuberischen Ausbeutung anderer beruht. Dieser Wohlstand existiert gewöhnlich durch Schulden, Kredite, Darlehen und Prozente. Es ist ein geliehenes Leben mit ständiger Schuldsklaverei. Über diesem Wohlerstand hängt stets die Unsicherheit vor dem morgigen Tag, die Bedrohung durch den Bankrott, die Schuldenfalle und die Verhökerung des Eigentums unter dem Hammer. Ein solcher Wohlstand ist geistig anspruchslos, da er jeden ständig dazu zwingt, um seine Existenz zu kämpfen, indem er dem einen an die Gurgel geht und sich vor dem anderen rettet.

Was ist sozialistischer Wohlstand?

Das sozialistische Wohlergehen, das auf dem Volkseigentum und einer großen sozialen Geborgenheit der Menschen beruht, schenkt ihnen Vertrauen in den nächsten Tag, da sie nicht von einem Verlustes ihres Arbeitsplatzes bedroht sind, sie keine Pleite und kein Elend zu befürchten haben, nicht den Ausverkauf ihres Eigentums oder eine Krankheit. Das moralische Klima des sozialistischen Wohlstands – das ist der Geist der Kameradschaft und der gegenseitigen Hilfe, der die Menschen in der Arbeit zum gemeinsamen Nutzen vereinigt, wo nicht das Privateigentum und das Streben nach Profit die Menschen trennt.

Und wie ist das heute mit dem Wohlstand?

Jetzt, nachdem in unserem Land ein konterrevolutionärer Umsturz geschah und das Land durch die Privatisierung kapitalisiert wurde, kann jeder selbst das ehemalige sozialistische Wohlergehen mit dem eingetretenen bürgerlichen Wohlstand vergleichen. Wer gewohnt war, gewissenhaft zu arbeiten, wer über das Gefühl der hohen Bürgerpflicht verfügt und ein aufrichtiger Patriot seines Landes ist, wird heute die eindeutige Wahl zugunsten der sozialistischen Lebensweise treffen.

Wie geht es den Ostdeutschen?

In Deutschland, wo die „Ostdeutschen“, nachdem sie die sozialistische Lebensweise in einer Atmosphäre der Euphorie und des Jubels der Massen gegen ein paar Westmark verkauft und gegen den bürgerlichen Wohlstand eingetauscht haben, ist bei vielen Ernüchterung eingetreten, und sie haben verstanden, was für ein vollkommen tragischer Fehler das war. Davon zeugen die Angaben der Umfragen.

War der Sozialismus überhaupt lebensfähig?

Die schwerste Prüfung hatte der Sozialismus im Großen Vaterländischen Krieg zu ertragen. Hitler setzte darauf, daß die Sowjetunion wie ein Kartenhaus zusammenbricht und sich alle Völker untereinander bekriegen. Aber die sowjetischen Völker hielten zusammen, und es war eine Selbstverständlichkeit, daß fremde Kinder, die ihre Eltern verloren hatten, und Menschen anderer Nationalität, wie die eigenen aufgenommen wurden. Alle halfen einander. Im Hinterland arbeiteten die Menschen selbstlos für die Front. Die Front schützte das Land, und alle wußten, daß sie siegen werden. Und sie hatten gesiegt, sie hatten die Vorzüge des Sozialismus gegenüber dem Kapitalismus verteidigt und die im Sozialismus unzerstörbare Völkerfreundschaft bewiesen, weil nicht die unersättliche Gier nach Profit sie trennte.

Was geschah nach dem Krieg?

Nach dem Krieg erlaubten es eben gerade die sozialistischen Beziehungen dem Land innnerhalb eines Fünfjahrplans, die Volkswirtschaft vollständig wieder herzustellen, die während des Krieges eingeführten Lebensmittelkarten aufzuheben, und in der Periode von 1947 bis 1953 mit jedem Jahr (insgesamt 6 Mal) die Preise für Hauptnahrungsmittel und Konsumgüter um 10%, 20%, und auf einige sogar um 30% zu verringern! Zu dieser Zeit betrug das Wachstum der Produktion jährlich 10-11%, und das war das höchste Tempo. Und zwar unter der Bedingung, daß der Sowjetunion wieder einmal das Wettrüsten aufgezwungen worden war und der „Kalte Krieg“ erklärt wurde. So bewies in der Realität der Sozialismus seine Überlegenheit gegenüber dem Kapitalismus.

Schlußfolgerungen

1. Voraussetzungen für die Revolution. Der außerordentlich niedrige Lebensstandard eines Großteils der Bevölkerung im vorrevolutionären Rußland schuf die Voraussetzungen für die soziale Explosion. Die Februarrevolution, die die Bourgeoisie an die Macht brachte, konnte die wirtschaftlichen Probleme nicht lösen. Die Krise des Kapitalismus in Rußland, verbunden mit dem 1.Weltkrieg, führte dann unmittelbar zur Großen Sozialistischen Oktoberrevolution.

2. Die Kommunisten hatten ein klares Programm. Die Oktoberrevolution hatte einen verhältnismäßig leichten Sieg dank einer Reihe günstiger äußerer und innerer Umstände. Die Bolschewiki kamen an die Macht, weil nur sie über ein klares Programm verfügten, das das Volk in Rußland aus der Krise führte und dem Schutz der Interessen des Werktätigen diente. Dieses Programm sah den Aufbau des Sozialismus in Rußland vor, der unter Leitung von W. I. Lenin dann auch begonnen wurde.

3. Vorbildwirkung der Revolution. Die Oktoberrevolution hatte einen riesigen Einfluß auf die Entwicklung der revolutionären Bewegung in der ganzen Welt. Das Proletariat, an die Macht gekommen, ist zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit zur herrschenden Klasse aufgestiegen, sein Beispiel regte die Proletarier anderer Länder an und die Oktoberrevolution leitete in den Ländern des Imperialismus eine Epoche der proletarischen Revolutionen ein.

4. Lösung der dringendsten Probleme. Der Sozialismus als sozial-ökonomische Formation, in der die Produktionsmittel vergesellschaftet sind, wurde hauptsächlich Ende der dreißiger Jahre unter Leitung der Partei der Bolschewiki unter Führung Stalins, aufgebaut. Die Schaffung der Grundlagen des Sozialismus hat es ermöglicht, die schärfsten Probleme zu lösen: eine von den kapitalistischen Ländern unabhängige Entwicklung des Landes und die Lösung der dringendsten sozialen Aufgaben. Aber der Sozialismus konnte nicht alle notwendigen Aufgaben lösen, da das Land aufgrund der ungünstigen äußeren Bedingungen gezwungen war, enorme Mittel für die Landesverteidigung aufzubringen. Nichtsdestoweniger hat der Sozialismus seine Widerstandsfähigkeit erwiesen, hat dem Volk die wichtigsten sozialen Garantien gegeben, hat die höchsten Wachstumsraten der Arbeitsproduktivität in der Welt hervorgebracht, hat den Sieg im Großen Vaterländischen Krieg errungen und innerhalb kürzester Frist nach dem Krieg die Volkswirtschaft wiederhergestellt..

5. Verleumdungen und Lügen über Stalin. Nach dem Tode Stalins wurde von den Gegnern der kommunistischen Ideologie eine verleumderische Kampagne gegen den „Personenkult Stalins“ entfacht, die sich dann in eine Verleumdung der ganzen Geschichte unserer sozialistischen Heimat umgewandelt hat. In Wirklichkeit sind alle Anschuldigungen an die Adresse Stalins durch die „demokratischen“ Historiker und Ideologen vom Anfang bis Ende falsch! Sie werden durch die entsprechenden Dokumente und die ganze Entwicklung der Sowjetunion widerlegt.

Eine Aufgabe der Ideologen der kommunistischen Bewegung ist es, die Umstände aufzuspüren, unter denen diese oder jene Anschuldigungen gegen J.W.Stalin vorgebracht wurden, sie durch dokumentarische Belege zu entkräften und die historische Wahrheit wiederherzustellen.

Quelle:
W.A. Azjukowski, Grundlagen der kommunistischen Ideologie und Gegenwart, Moskau, 2004, S.122-127 (russ./ Übers. Alina Schulz; Zwischenüberschriften eingefügt, N.G.)

[1] ebd., S.9.
[2] G.K. Shukow, Erinnerungen und Gedanken (2 Bde.), Bd.1, S.226f.
[3] Голенков А., Коммунистичесйкая трагедия, M., 2002 (russ.), siehe: Golenkow
[4] Мухин Ю., Антиросийская подлость, М., Кримский мост, форум, 2003 (russ.)
[5] Кичинский Ю., Очерки по истории миривого хозяйства, М., 1954 (russ.)
[6] Сталин И.В., Экономические проблемы социализма в СССР, М.., Госполиздат, 1952 (russ.)
[7] Stalin war ermordet worden.
[8] GOELRO-PLan: Im Jahre 1920 wurde auf Initiative Lenins der Plan zur Elektrifizierung der Sowjetunion begonnen.(„Kommunismus – das ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung des ganzen Landes“). Dieser Plan Lenins wurde von vielen skeptisch aufgenommen und von den Feinden der Sowjetunion aufs heftigste bekämpft. Jedoch hatte Lenin recht behalten. Diesen Plan setzte Stalin konsequent fort. „1917 stand die Stromerzeugung Rußlands auf einem sehr niedrigen Niveau. Die Kapazität aller E-Werke belief sich im Jahre 1913 auf insgesamt 1.098.000 kW und die Stromerzeugung auf 1.945  Millionen kWh. Rußland befand sich hiernach unter allen Ländern der Welt an 15. Stelle. Das technische Niveau der Elektroenergieversorgung war äußerst niedrig. …  In der Stromerzeugung rückte die Sowjetunion schon im Jahre 1937 von der 15. auf die 3.Stelle in der Welt.“ (Große Sowjet-Enzyklopädie /2 Bde., Verlag Kultur und Fortschritt, Berlin, 1952, Bd.1, S.854ff.)


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Prof.em. Dr.rer.tech. Wladimir Akimowitsch Azjukowski ist korrespondierendes Mitglied der Russischen Akademie der elektrotechnischen Wissenschaften, Mitglied der Akademie der Naturwissenschaften und Autor zahlreicher Bücher und Monografien über Flugzeugausrüstungen, theoretische Physik und Soziologie. Prof.Azjukowski ist Inhaber mehrerer Patente und Herausgeber verschiedener Lehrbücher und Nachschlagewerke. Seine offizielle Website ist: http://www.atsuk.dart.ru/


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5 Antworten zu Prof. Azjukowski: Welche Bedeutung hat die Sowjetunion unter der Führung Stalins für uns heute?

  1. Rolf schreibt:

    Viel interessanter ist die Frage nach der politischen Ausrichtung des heutigen Russland. Also: Wie ist denn der aktuelle Stand des weltweiten Übergangs vom Kapitalismus zum Sozialismus?

    • sascha313 schreibt:

      Daß das heutige Rußland bei weitem nicht so rückständig ist, wie das heutige Deutschland, zeigt, das ein Buch wie dieses in 1.000 Expl. gedruckt (und verkauft!) wurde. Die Völker der ehemaligen Sowjetunion haben die Lehren des Roten Oktober nicht vergessen – auch wenn Oligarchen sie um ihren Reichtum beraubt haben…
      Aber, da sind wir immer noch bei den Aufgaben – und die sind noch längst nicht jedem klar!

  2. Emil August Leopold schreibt:

    Danke, Sascha, für diesen sehr wichtigen, zusammenfassenden Text, den alle lesen sollten (und nicht nur in Russland – 1000 Expl. sind da freilich nicht viel – sondern überall auf der Welt)!

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