Raus mit dem Revisionistenpack!

hasi11Es wird Zeit, daß sich die DKP (und andere linke Parteien) von diesem revisionistischen Gesindel trennt, die immer noch auf dem Standpunkt stehen, daß ein Chruschtschow und ein Gorbatschow die Leninschen Normen wiederherstellen und den Sozialismus aufbauen wollten. Als ob es nicht schon deutlich genug zu erkennen gewesen wäre, daß Gorbatschow den Sozialismus endgültig zerstört und die Sowjetunion und damit die gesamte sozialistische Staatengemeinschaft dem Kapitalismus zum Fraß vorgeworfen hat. Der XX.Parteitag 1956 und die Gorbatschowsche Perestrojka waren nichts anderes als reaktionäre und damit volksfeindliche Instrumente, die nur eines bewirkten: Zerstörung des bisher Erreichten, Vernichtung der bereits errichteten Grundlagen des Sozialismus, d.h. einer zukunftsträchtigen sozialistischen Gesellschaft, einer Gesellschaft frei von Kriegen, ohne Ausbeutung und Unterdrückung. Und – damit sei noch einmal in aller Deutlichkeit gesagt: Stalin hatte recht!

Und mit ihm natürlich Genosse Dr. Kurt Gossweiler, der immer wieder konsequent darauf hinweist, daß der Anti-Stalinismus die Ursache für den Niedergang des Sozialismus im Weltmaßstab war [1]. Es war ein absolut richtiger und notwendiger Schritt Lenins, als er  im Januar 1912 das liquidatorische Gesindel, die Menschewiki, aus der Partei vertrieb und die Reinheit und Einheit der Partei wiederherstellte.
(siehe:  Vertreibung der charakterlosen Scheißkerle und die Erneuerung der Partei)

In dieser Situation sollte es unsere vordringliche und wichtigste Aufgabe sein, den Klassencharakter des Systems aufzuzeigen, Klassenbewußtsein zu schaffen und die Arbeiterklasse zu organisieren.


Gegen die antimonopolistische Strategie

Von Erika Beltz, Laura Mulch, Tobias Salin, Michael Beltz, Gernot Linhart

Gießen, 8. Januar 2017

Quelle: Gegen die antimonopolistische Strategie

Die Vorstellung einer antimonopolistischen Strategie/Demokratie (AMS bzw. AMD) war von Anbeginn an bestimmte Bedingungen geknüpft. Im von Willi Gerns und Robert Steigerwald verfaßten Buch „Probleme der Strategie des antimonopolistischen Kampfes“ (Verlag Marxistische Blätter 1973) heißt es:

„In der gegenwärtigen Situation des weltweiten Klassenkampfes, die gekennzeichnet ist durch den Kampf der beiden Weltsysteme, der Befreiung der ehemaligen Kolonien, die Schwächung oder den Sturz der imperialistischen Herrschaft in einer Reihe von Ländern und durch die Entwicklung des staatsmonopolistischen Kapitalismus in den Hochburgen des Kapitals, gehen sie davon aus, dass sich eine neue Möglichkeit der Entwicklung zum Sozialismus herausgebildet hat: Die Errichtung einer antimonopolistischen Demokratie…“

Warum führt der Weg der Revisionisten in die Sackgasse?

Auch damals war die AMD nicht unumstritten, weil die konkrete Machtfrage diffus blieb und das Gewaltpotential der Herrschenden unterschätzt wurde. Zum Beispiel war damals schon bekannt, daß in den imperialistischen Zentren paramilitärische Geheimorganisationen der NATO, CIA etc. wie beispielsweise „Gladio“ bestehen, die im Falle der Gefährdung der Macht und Herrschaft des Kapitals eingreifen würden. Mittlerweile haben wir dafür sogar den Einsatz der Bundeswehr im Innern.

Heute existiert nicht nur keine einzige dieser im Buch genannten drei Bedingungen mehr, sondern – im Gegenteil – sind Arbeiterklasse und kommunistische Parteien so schwach wie noch nie. Der Klassenkampf findet von oben statt, während die arbeitenden Menschen in schweren Abwehrkämpfen ihre soziale Lage zu verteidigen suchen – weit entfernt von wirklichen Verbesserungen. In der BRD, 15 Jahre nach der Einführung von Hartz IV, findet nicht einmal das statt.

Was ist heute die wichtigste Aufgabe?

In dieser Situation sollte es unsere vordringliche und wichtigste Aufgabe sein, den Klassencharakter des Systems aufzuzeigen, Klassenbewusstsein zu schaffen und die Arbeiterklasse zu organisieren. Dazu brauchen wir ein bundesweit organisiertes Herangehen, was darauf ausgelegt ist, daß all unsere Mitglieder raus auf die Straßen, rein in die Betriebe und Wohngebiete, in Gewerkschaften und Schulen gehen und dort Kämpfe gemeinsam mit der Arbeiterklasse organisieren und führen. Dabei gilt es, Erfahrungen zu sammeln und daraus gemeinsam eine Analyse zu erarbeiten, aus der eine wirklich revolutionäre Strategie erwachsen kann.

Den Klassenfeind kann man nicht überzeugen!

Eine Diskussion über generelle Bündnisfähigkeit der Mittelschichten und nichtmonopolistischer Kapitalvertreter (die vereinzelt in Form einer taktischen Zusammenarbeit möglich sein können) steht dem diametral gegenüber, ist eindeutig kontraproduktiv, ignoriert die Kräfteverhältnisse, verbreitet Illusionen und schadet letztlich dem notwendigen Klassenkampf. Die in der AMS vorgesehene Schwerpunktsetzung auf irgendwelche Bündnisse von Oben, Stimmenfang bei nichtmonopolistischen Kapitalisten, nicht erreichbaren Übergangsforderungen, Verschweigen des notwendig revolutionären und gewaltsamen Bruchs… ist irreführend und nicht zuträglich die Arbeiterklasse zu organisieren.

Revisionisten sorgen stets für Verwirrung!

Begriffe wie „Übergangsforderungen“ sorgen für zusätzliche Verwirrung, indem sie einen nicht allzu fernen „Übergang“ suggerieren, wobei deren Einordnung in die Dialektik von Reform und Revolution unklar bleibt. Auch die wiederholte Beteuerung, wir Kommunisten suchten den „günstigsten Weg zum Sozialismus“ ist derzeit nicht nur vollkommen weltfremd, sondern setzt voraus, dass es mehrere Wege zum Sozialismus gäbe (auch „friedliche“?), unter denen man wählen könne. [2]

Die Bedeutung der marxistisch-leninistischen Bildung

Solche Debatten im luftleeren Raum sind nicht zielführend. Wir brauchen Diskussionen, die unsere Mitglieder qualifizieren. Fragen und Probleme, die die Arbeiterklasse beschäftigen, müssen marxistisch analysiert werden, um ihnen Antworten und Lösungen zu liefern und ihre Probleme auf die Eigentumsfrage/Systemfrage zu lenken entwickelt somit nicht nur Klassen- sondern auch revolutionäres Bewußtsein.

Fazit: Rauswurf der liquidatorische Scheißkerle!

Dazu benötigen wir einen Rahmen, in dem wir als Partei die gemachten Erfahrungen und das gewonnene Wissen zusammentragen und verallgemeinern können, um daraus eine revolutionäre Strategie zu entwickeln. Dieser Rahmen kann nicht zustande kommen, wenn es keine Parteidisziplin, kein einheitliches Handeln und keine gemeinsame Diskussion gibt. [3]

(Danke an Kommunisten-Online für den Hinweis! Zwischenüberschriften eingefügt, N.G.)


Anmerkungen:
[1] Und nicht nur symbolisch gesehen hat Kurt Gossweiler den Herrn Steigerwald, einen Erzreaktionär und Antikommunisten, überlebt. Steigerwald ist tot und Kurt Gossweiler lebt. Er hat bereits das 100. Lebensjahr erreicht. Scherzhaft gesagt, aber wahr! Herzliche Grüße an Genossen Dr. Kurt Gossweiler!
[2] Siehe:Die Renegaten und der Kommunismus
[3] Siehe: Antikommunisten…

Lies auch:
Günter Ackermann: Revisionisten auf dem Rückzug?
Die DKP, der Herr Steigerwald und der Antikommunismus
Antikommunistische Hetze auf DKP-Website
Stalin: Welche Perspektive haben die deutschen Kommunisten?

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20 Antworten zu Raus mit dem Revisionistenpack!

  1. Rolf schreibt:

    > Welche Funktion haben diese BRD-Organisationen?

    Sie vermitteln den Kapitalismus als eine moderne Gesellschaftsordnung. Bei dieser Propaganda geht es auch natürlich darum, Macht zu demonstrieren und die Menschen quer durch alle Schichten der Bevölkerung einzuschüchtern. Dabei wir gelogen was das Zeug hält, in Fakt werden die Tatsachen völlig auf den Kopf gestellt und das wahre Wesen der Europäischen Union — die totale Unterdrückung und Kolonialisierung aller Europäischen Völker — verschleiert.

    Freundschaftliche Grüße!

    • Aber sie vermeiden tunlichst den richtigen Begriff, welchen sie fürchten, „wie der Teufel das Weihwasser“: Kapitalismus*[1]
      und benutzen lieber die rhetorische Figur des Euphemismus*[2], und heißen es lügenhaft Demokratie, soziale Marktwirtschaft, Sozial- oder Rechtsstaat; ja, es ging sogar nach der Ermordung Stalins soweit, den Kapitalismus — wenn auch schleichend — wieder in der UdSRR einzuführen und es als „sozialistische Reformen“ zu tarnen und Stalin in Goebbelsscher Manier als Monster – gar Zwilling von Hitler zu verfehmen —, was, nebenbei bemerkt, nichts anderes bedeutete, als auch die Lehren und die klare Logik Lenins sehr subtil zu verwerfen und als unwahr und als LÜGEN zu brandmarken!

      Gut, ich will mich auf Saschas Blog nicht ereifern. — Denn ‚Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen‘, sagt ja schon das deutscheste aller Sprichwörter. Und selber Marx blieb nichts anderes übrig, als die Forderung aufzustellen, „den Zustand, der der Illusion bedarf, aufzugeben, der vom Opium des Volkes verursacht wird, weil es eine verkehrte Welt vortäuscht“ und am Anfang seiner Einleitung zur „Kritik der Hegelschen Rechtsphilosopie“ macht er unmißverständlich klar, daß„sich der Mensch selber erwerben muss!“

      *[1] Da wir nun einmal in einer sogenannten „christlichen“ Schuldkultur leben: Im Evangelium steht anstelle des Begriffs Kapitalismus, das heute kaum noch verwendete Wort Mammon, worunter die Vergottung von *Geld*, also Gold und Silber und dessen Vermehrung (“Profit“) durch Preis-Wucher, Wechsel-Gebühren und Zinsen-Nehmen, die Ausbeutung menschlicher Arbeitskraft und/oder das Zurückbehalten des Gerechten Lohns zu verstehen ist, was im „Buch der Kirche“ = „Bibel“ als Schand-Gewinn und Götzen-Dienst bestimmt wird. Nie hat dieses „Christentum“ begriffen, dass die Frucht menschlicher Arbeit alleine dem zusteht, der sein Sein (also seinen Körper) dafür eingesetzt hat, und daß es explizit als Stehlen (Diebstahl) bezeichnet wird, einem anderen Menschen – sei es durch Übervorteilung, sei es durch Lug & Betrug, sei es durch offene oder versteckte Täuschung, seine Früchte seiner menschlichen Arbeit, vorzuenthalten, wegzunehmen oder zu besteuern.

      *[2] griechisch: εὐφημία euphēmía aus εὖ eu ‚gut‘ und φημί phēmí ‚ich sage‘) = „Ich rede gut(es)“, woraus Glimpfwort, Beschönigung, Hehlwort, Hüllwort oder Verbrämung gemacht wurde. Mit anderen Worten der Sachverhalt Kapitalismus wird beschönigend, (ab)mildernd oder in verschleiernder Absicht mit Ausdrücken benannt, die etwas ganz anderes bedeuten.

      „Epilog“: Viele (westliche – nur „westliche“?) Sozialisten, Kommunisten, Bolschewisten scheinen eine „totale Niederlage“ erlitten zu haben. Manchmal kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren: „ich habe, wir haben versagt“. Was ein Irrsinn aus dem KULT der Todes („Christentum“! also der abscheulichen und widerlichen Irrlehre der Kirche!!!) Vermutlich, weil sich viele klassenkampf-gesinnte Menschen immernoch an dieses Phantasma „Staat“ klammern, obwohl doch „Staat“ eh nur als sozialistische Übergangsordnung verstanden werden sollte, was sich aus dem Kapitalismus entwickelte — da es, auch wenn es „utopisch“ klingt — im Kommunismus diesen UNSINN „Staat“ gar nicht (mehr) gibt! Wir benötigen keine Menschen-Farmen mehr, in denen wir Depp, wie Doof, Blöde, wie ARM gehalten werden … und „höheren Mächten“ (Gott und son Firlefanz von Göttern) = biologischen Säugetieren der Art Mensch der Gattung Homo *auf Gedeih und Verderb ausgeliefert* sind. DENN dies ist kein Mensch, weil wir einzig und allein „unserer biologischen Natur“ ***unterworfen sind. /// Tot ist tot. „Unsere“ Menschenhalter scheinen jedoch nur diese „Wahrheit“ zu kennen und bilden sich ein: Naja, dann lasst uns doch auf Kosten anderer Menschen das Leben GLEICH einem Rausch zubringen …

  2. Hanna Fleiss schreibt:

    Ich würde das noch gerne ergänzen, Rolf. Und zwar ist ein sehr wirksames Mittel der Bourgeoisie, ihre Herrschaft auszuüben und zu erhalten, mit der von ihr beherrschten Bevölkerung einen Konsens herzustellen. Das betonen sie immer wieder selber. Man sieht das bei den gekauften Gewerkschaften und den anderen Parteien, incl. der Linkspartei – sie alle wollen uns ein ganzes Volk von Brüdern vorspiegeln, um so ihre Maßnahmen als alternativlos und schlicht unvermeidlich darzustellen, wobei sie sich dann bemühen, mittels Medien diesen Eindruck auch zu vermitteln.

    Das gelingt ihnen auch immer wieder bei einem größeren Teil der Bevölkerung, obwohl er im Abnehmen begriffen ist, aber der Konsens herrscht weitgehend vor. Die im Wochenrhythmus erfolgenden Umfragen über Zufriedenheit mit den Parteien oder jetzt aktuell der „Schulz-Effekt“ will uns mit offensichtlich gefälschten Zahlen weismachen wollen, dass alles in Ordnung ist „im Staate Dänemark“.

    Man argumentiert zum Beispiel gegenüber der Belegschaft eines Konzerns, wenn es dem Konzern gut geht, geht es auch ihnen gut. Mit kleinen Prämien und anderen Bevorzugungen kaufen sie sich die Zustimmung der Arbeiter (wir sehen es jetzt ganz offen bei VW) gegenüber zum Beispiel den Leiharbeitern, sie versuchen so ein „Verantwortungsbewusstsein“ und Loyalität gegenüber dem korrupten Führungspersonal herzustellen. Einen Konsens zu erzielen der Herrschenden mit den von ihnen Beherrschten hat Priorität in der Öffentlichkeitarbeit sowohl der Politik als auch der Medien.

    • Doed schreibt:

      Das Schlimme dabei ist, dass es gerade in den mittleren (aber noch unteren) Stufe der Hierarchie viele Menschen gibt, die sich dann lieber mit dem Konzern identifizieren und Anweisungen ohne Überlegung durchsetzen. Es fehlt einfach das Klassenbewusstsein, das Bewusstsein, dass sie höher gestellt sind, aber genauso ausgebeutet werden. Man muss ehrlich sagen, dass diejenigen echte Idioten sind, die sich einbilden etwas Wichtiges zu tun, dabei aber nicht auf den Seiten ihrer Kollegen stehen, sondern für ein Quintchen mehr Produktivität die Arbeitsbedingungen erheblich verschlechtern.

  3. Harry 56 schreibt:

    Noch etwas zu diesen „Schulz-Effekt: http://www.tagesspiegel.de/politik/spd-was-macht-martin-schulz-so-beliebt/19441496.html
    Und so funktioniert die von den Konzern – Staatsmedien orchestrierte Bürgerliche „Demokratie“.

    Erinnern wir uns an 1998, als plötzlich der 16 Jahre lang regieriende „Große Dicke“ von den gleichen Medien, welche ihn vorher getragen und bejubelt hatten, plötzlich (?????) fallengelassen und der „Gerd“ bis zum „Geht nicht mehr“ hochgejubelt und als „Neue Hoffnung“ dem „Volke“ verkauft, ja VORGESETZT wurde! Ja, VORGESETZT ! Und für dieses „Vorgesetzt“ einer politischen Meinung für das „Volk“, da gab es schon mal einen Zeitgenossen, der hat es sogar öffentlich ausgesprochen, über das Radio in ganz Deutschland, und darüber hinaus über den Auslandsdienst in ganz Europa und vielleicht noch weiter…?

    Nun höre aber selbst, achte sehr genau auf die entsprechenden Worte:

    Und bitte, nicht ausrasten, sondern mal cool zuhören!
    Beste aufklärerische Grüße!

    • Rolf schreibt:

      Es ist dieselbe Propaganda, wie sie uns täglich im Fernsehen serviert wird. Was dabei stets geflissentlich verschwiegen wird ist der Klassencharakter der Gesellschaft. Aus diesem Grund ist ja auch der Demokratie-Begriff bei den Kapitalisten so beliebt — Eben weil die Demokratie am Klasencharakter einer Gesellschaft nichts ändert. Genau das wusste Hitler natürlich auch.

      Der Lohn eines Minenarbeiters in den Coltanminen des Kongo ist eben nicht fair, weil dieser Lohn mit den Milliardenprofiten Deutscher Unternehmen in keinerlei Beziehung mehr steht.

      MfG

      • Lieber Rolf,

        ich bin “halbwegs“ in Uganda zu Haus und war auch in Zaire (Kongo), denn der Kongo ist von unserem Haus nur 20 km entfernt:

        Es gibt dort keine ‚Minenarbeiter‘ und die Menschen, die dort an der Erdoberfläche “Tantal-Sande“ abbauen, erhalten überhaupt gar keinen Lohn.

        Dort “bestimmt“ die Menschen, die dort dieses Material abbauen, eine von unserer „Welt“ komplett verschiedene:
        “Heute habe ich gegessen und getrunken“ => “überlebt“ … in drei Wochen “kann ich dafür den Brautpreis für ***diejenige, die ich liebhabe*** bezahlen … (Yo^^: entweder ein paar Hühner, eine Ziege, Kleidung – oder sogar ne Kuh!) …
        … dort geht es “elementar“ archaisch zu …

  4. sascha313 schreibt:

    Durchaus verständlich, daß dieser Stimmen-Fänger mit seinen Reden die Massen erreichte! Er sagt ja nur das, was alle ohnehin wissen. Was er aber verschweigt, sind die Gründe! Und da sagen wir: „…die Bedingung des Kapitals ist die Lohnarbeit.“ (Manifest)

    „Schafft aber die Lohnarbeit, die Arbeit des Proletariers ihm Eigentum? Keineswegs. Sie schafft das Kapital, d.h. das Eigentum, welches die Lohnarbeit ausbeutet, welches sich nur unter der Bedingung vermehren kann, daß es neue Lohnarbeit erzeugt, um sie von neuem auszubeuten.“ (Manifest)

    Und was wollen wir: „Wir wollen nur den elenden Charakter dieser Aneignung aufheben, worin der Arbeiter nur lebt, um das Kapital zu mehren….“
    Und wie? „…durch den gewaltsamen Umsturz aller bisherigen Gesellschaftsordnung!“ (Manifest)

    Deswegen sind wir gegen jeden Revisionismus, der sich dadurch auszeichnet, daß er DAS nicht will!

  5. Harry 56 schreibt:

    Ein guter Demagoge muss immer auch ganz offensichtliche Wahrheiten aussprechen, seine Adressaten an bereits von ihnen Gewußtes erinnern. Nur so kann es ihm dann gelingen, ihnen auch noch ganz andere Dinge, also Lügen, Halbwahrheiten, Unterlassungen etc.. unterzujubeln. Diese Methode wird auch heute von allen möglichen und unmöglichen Demagogen – leider oft sehr erfolgreich! – angewendet. Die so genannten „Alternativen Medien“ mit ihrer „Kritik des Geldsystems“, dem „Zinseszins“ und ähnlichem verbelnden Schmarrn sind da nur wenige Beispiele.

    Was aber nun an diesen alten Hitler-Reden und anderer Leute aus dieser Zeit wirklich interessant ist, ist die Tatsache, dass sie sich eben eines teilweise sozialistischen, marxistischen Vokabulars bedienten, und wohl auch bedienen mussten um Millionen von einfachen Arbeitern im damaligen Deutschland zu erreichen. Es weist für mich ganz eindeutig darauf hin, dass auch in Nazi- Deutschland sozialistisches und teilweise auch marxistisches Gedankengut noch in großer Menge vorhanden gewesen sein musste. Wäre dem nicht so gewesen, hätten sich die damaligen Nazi-Demagogen wohl kaum dieses Vokabulars bedient.

    Warum bedienen sich nun die heutigen „Sozialdemokraten“, „Linken“ und andere „Alternativen“ nicht mehr dieses Vokabulars wie zuvor noch in Nazi-Deutschland? Warum spricht die „Frau Bundeskanzlerin Merkel“ nicht die gleiche Sprache wie ihr Vorgänger, der Reichskanzler Adolf Hitler? Doch nicht aus ideologischen Gründen, ihrem BRD-„Demokratieverständnis“, nein, doch wohl nur, weil sie mit diesem ´Vokabular eben HEUTE kaum noch normale Lohnabhängige erreichen könnte, würde. es nicht „zielführend“ wäre.

    70 Jahre Nachkriegskapitalismus und leider auch Revisionismus haben sozialistisches und marxistisches Gedankengut in der breiten Masse der Einwohnerschaft der BRD und des ganzen übrigen Europas weitgehend den Garaus gemacht, die „Umerziehung“ zu braven Dackel-mäßigen Lohnknechten fast 100% geglückt. Und damit, so denke ich, sollten wir uns alle klar darüber sein, was alle „Distanzierungen“ aller heutigen BRD – Patentdemokraten vom verflossenen „Führer“ im Grunde wirklich wert sind!

    Beste soz. Grüße!

    • Ich habe “die aller größten Bedenken“, Adolf Hitler “bloß“ als Demagogen abzutun, denn Churchill, Roosevelt und alle Tschandalas der Kirche (Priester und Pfaffen) und die Verbrecher der Verbrecher — also – gemäß Nietzsche – die Philosophen – vor allem die, die der Sekte der Juristen angehören!!! und die ‚Freimaurer‘, Lions-Club und Rotary-Club Mitglieder — betreiben die gleiche DEMAGOGIE!

      ***„Kritik des Geldsystems“, dem „Zinseszins“ und ähnlichem verbelnden Schmarrn*** Was ist daran „Schmarren“??? Sieh es mir nach!

      Aber deine „Erklärungen“, weshalb sich die nationalistisch-rassistisch-völkische Bewegung unter Hitler, „jenes Vokabulars bediente“, hat KEINEN der Millionen von einfachen Arbeitern im damaligen Deutschland erreicht (außer ein paar Verrätern, die es immer geben wird), denn in den Wahlen erreichten SPD und KPD zusammen immer zwischen 30% und 45,6 % aller Stimmen!!!

      …und sieh‘ und gucke: Wie heute die AfD die Stimmen der „sonstigen Parteien“ und „Nichtwähler“ abgreift, hat es auch schon die NSDAP verstanden, „aus diesem Klientel“ eine Mehrheit zu machen. Sozialisten haben die NSDAP nie gewählt, auch wenn Hitler seinen Anhängern verbot, Kritik an der SPD zu üben: „Wir sind doch alle mal Sozialdemokraten gewesen!“

      Nein!

      Die Wahrheit ist, dass es keine “zur Macht erreichende“ ***sozialistische EINHEITS-Bewegung*** gab oder gibt, obwohl dies seit Gründung der SPD ist, was die Menschen hier wollen. …
      Leider ist die SPD bereits vor Ausbruch des 1.Weltkriegs „dem Trichter des Nationalismus“ zum *Opfer* gefallen und dem „Divide et impera“ auf den Leim gegangen, in dem sie den „Gewerkschaften“ zubilligte, dass die einzelnen ‚Arbeiter-Gewerke‘ ***durchaus*** unterschiedlich vergütet werden könnten, womit sie den Dolch in den Rücken des Klassenkampfes stachen!!! —

      Man lese doch nur die Kritik von Marx und Engels und das noch schärfere Vorgehen Lenins gegen den Unionismus!!!

      • Doed schreibt:

        Ich denke doch, dass die Nazis viele Arbeiter auf ihre Seite gezogen haben. Guck dir doch mal an, wie im Zuge von Schulz (mögen die Zahlen stimmen) die AfD verloren hat. Die SPD hat sehr wahrscheinlich große Teile eher nationalistischer, statt internationalistischer eingestellter Klientel. Und ich denke, nicht umsonst ist die Sozialfaschismusthese entstanden, indem viele Sozialdemokraten anfällig für offen nationalistische Parolen waren und die SPD damals immer weiter nach rechts rückte. Die SPD ist bis heute (und heute mehr denn je) Sammelbecken von Arbeitern, die Marx maximal vom Namen kennen.

  6. Doed schreibt:

    Ich habe jetzt schon oft gelesen, dass Chruschtschow die SU weg vom Sozialismus reformiert hat. Aber wie genau sah die Praxis aus?

    • sascha313 schreibt:

      Ich kann mich noch an zwei Dinge erinnern, die der Chruschtschowismus unserer Landwirtschaft in der DDR zugemutet hat: 1. Rinderoffenställe, 2. Maisanbau. Damit wurde in der DDR riesiger Schaden angerichtet, Tiere krepierten und Felder verödeten. Anfangs konnte W.Ulbricht das ja noch einigermaßen abwenden, dann aber kamen revisionistische Philosophen aus der UdSSR zu Wort, die massenhaft demagogische Literatur veröffentlichen durften. Hinzu kam, daß DDR-Wissenschaftler gemaßregelt wurden, wenn sie sich kritisch zur SU verhielten. Auch gab es gleich ein Parteiverfahren oder diplomatische Konsequenzen, wenn es ein SED-Mitglied mal wagte, den weitverbreiteten Schlendrian in der sowjetischen Wirtschaft zu kritisieren. Die Außenpolitik Chruschtschows ist ohnehin ein Beispiel für Feindseligkeit und arrogantes Machtgehabe gegenüber den Ländern der sozialistischen Gemeinschaft. Lies mal die Taubenfußchronik – Kurt Gossweiler hat das sehr genau dokumentiert!

      • Doed schreibt:

        Danke Sascha. Man könnte das sicher noch genauer ausführen. Wichtig ist, dass das damalige Geschehen und die Fehler aufgeschlüsselt werden. Beispiele sind wichtig, um die Argumente zu untermauern und es anschaulich zu machen. Sonst leidet die Glaubwürdigkeit darunter. Besser ist natürlich auch gleich Alternativen anzubieten und die Perspektiven daraus. Die Menschen wollen Veränderung, vielleicht auch kühne, aber keine vage.

      • sascha313 schreibt:

        Doed – es waren nicht nur „Fehler“! Es war handfeste Sabotage, ausgerichtet auf Unordnung und Zerstörung der Wirtschaft!
        O, es gäbe noch viel dazu zu sagen – Abschaffung der MTS, Auflösung von Kolchosen, die heuchlerische Unterstüzung Chruschtschows für den NATO-Agenten Tito usw. usf. (die Taubenfußchronik ist voller Beispiele, die K.Gossweiler selbst erlebt und dokumentiert hat.) Zweimal haben die Chruschtschowisten versucht, Ulbricht zu stürzen (Zaisser/Herrnstadt – Schirdewahn/Wollweber Taubenfußchronik Bd.2, S.171.)

      • Rolf schreibt:

        Lieber Sascha,
        da ich auch aus der Landwirtschaft komme, kann ich die von Dir genannten Dinge (Rinder-Offenställe, „Mais ist die Wurst am Stengel“) 100%ig bestätigen!
        Viele Grüße!

  7. Hanna Fleiss schreibt:

    Rolf, das war in den sechziger Jahren. Ich war damals mit einer Delegation in Mestlin, ich glaube, in Mecklenburg. Mestlin war damals ein Musterdorf – ein paar Zyniker spotteten „Jedem Kuhdorf sein Stadtzentrum“. Dort zeigte man uns die Rinderoffenställe und war ganz begeistert. Nun bin ich lebenslang Städterin gewesen und hatte natürlich Null Ahnung von Landwirtschaft, konnte also überhaupt nichts einschätzen. Allgemein war ja auch im ND und der sonstigen Presse eine große Propagandakampagne für Rinderoffenställe im Gange. Jedenfalls habe ich dort in Mestlin nicht ein einziges Wort gegen Rinderoffenställe gehört, sondern nur Lobpreisungen, wie gesund jetzt die Rinder seien.

    • sascha313 schreibt:

      Ja, leider – die Rechnung kam später…

    • Tja,

      wenn denn die Rinder aus Ostafrika genommen worden wären,
      die, obwohl seit tausenden von Jahren in Afrika beheimatet,
      keine Probleme mit einem Klima von Minus 30° bis Plus 40° haben
      und selbst in Schnee und Eis ihre Hufe – genauso wie in den Savannen Afrika einsetzen, um Futter zu finden … oder diese Ankole-Rinder zur Kreuzung benutzt worden wären: “Mehr Milch und Mehr Fleisch …

      … jedoch : WER kann all das schon wissen???

      Hier glauben doch die städtischen Kinder mittlerweile, dass die Kühe LILA seien … !!!

  8. Pingback: Stellungnahme der DKP Gießen zur laufenden Diskussion | Sascha's Welt

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