Marx, Engels, Lenin und andere…

serpimolotDa treffen sich ein paar Dutzend Kommunisten, um über die Zukunft zu reden. Was kommt dabei heraus? Erstens: der Kapitalismus ist schlecht, zweitens: wir haben nichts falsch gemacht, als wir in die Partei eingetreten sind, drittens: wir müssen aber auch „über die Fehler reden, die Stalin gemacht hat“, viertens: das wichtigste ist doch der Frieden – wichtiger als alles andere, fünftens: also wenn wir miteinander reden, dann nur als „Privatpersonen“, sechstens: die Kommunisten müssen sich endlich mal an einen Tisch setzen, siebentens: aber mit denen nebenan reden wir nicht, achtens: achso, und den Genossen Gossweiler müssen wir noch erwähnen, neuntens: wir haben zwei Neue in die Partei aufgenommen – aber nun müssen wir weitermachen, und schließlich zehntens: wir wissen auch nicht so richtig, wie es nun weitergehen soll.  Am besten, wir schreiben erstmal ein Programm! Zum Diskutieren haben wir jetzt keine Zeit. Unsere Klassiker sind Marx, Engels, Lenin UND ANDERE.. Ist das nicht ein toller Erfolg? Stalin sagte einmal: „Damit die Arbeiter siegen können, muß sie ein Wille beseelen, muß sie eine Partei führen, eine Partei, die das unbestrittene Vertrauen der Mehrheit der Arbeiterklasse besitzt. Wenn es innerhalb der Arbeiterklasse zwei miteinander konkurrierende gleich starke Parteien gibt, dann ist selbst bei günstigen äußeren Bedingungen ein dauerhafter Sieg unmöglich.“ [1] …

stalinpruefstein

…was sowieso das gleiche ist!

Und wenn man nach 26 Jahren Realkapitalismus in der BRD noch immer nicht gelernt hat, daß es ein Fehler ist, immer nur über die Fehler Stalins zu diskutieren, anstatt über die eigene Tatenlosigkeit nach der Konterrevolution oder besser: über die Erfolge des Sozialismus; und wenn man nach alledem immer noch nicht gelernt hat, daß der Aufbau des Sozialismus in der Sowjetunion, der Sieg über den Hitlerfaschismus und der Aufbau des Sozialismus in der DDR nur möglich waren, dank der kommunistischen Partei unter der Führung Stalins; wenn man die Aufnahme in die Kommunistische Partei nicht als Ehre ansieht, sondern nur als eine beiläufige Erscheinung; und wenn man immer noch nicht gelernt hat, daß der „Antistalinismus – das Haupthindernis für die Einheit aller antiimperialistischen Kräfte und der kommunistischen Bewegung“ [2] (Gossweiler) ist, wenn man Stalin schließlich nur als „und andere“ tituliert und auf ein Stalinbild verzichtet – dann hat man NICHTS begriffen! Und wenn man den Klassenkampf vernachlässigt. Dann ist derjenige KEIN KOMMUNIST, sondern nur ein bedeutungsloser Schwätzer! Lies hier: Was ist ein Kommunist?

MELS

Schließlich noch:

„…ein Stalinfeind ist ein entweder halbgebildeter Dummkopf, oder ein Halunke. Etwas Drittes gibt es nicht.“ (Lopatnikow)


Anmerkungen:
[1] J.W. Stalin: Über die Perspektiven der KPD und über die Bolschewisierung. In: J.Stalin, Werke Dietz Verlag Berlin, 1952, S.29-35. (Siehe: Perspektiven der KPD)
[2] Gossweiler: Das Haupthindernis für die Einheit der Kommunisten

Siehe auch:
Tschernjachowski: Der Antistalinismus ist ein Verbrechen
Pribytkowa: Sind die Linken heute Kommunisten?
Sinowjew: Stalin ist die größte Persönlichkeit des Jahrhunderts
Mario Sousa: Die Lüge von den Stalinschen Massenmorden
Pribytkowa: Wie die KPdSU den Sozialismus zerstörte
Lopatnikow: Erkennen, was die Wahrheit über Stalin ist

und zum Schluß noch etwas wichtiges:

Tschernjak: Die Vertreibung der chrakterlosen Scheißkerle aus der Partei

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21 Antworten zu Marx, Engels, Lenin und andere…

  1. Hanna Fleiss schreibt:

    Sascha, das ist die Situation unter den sogenannten Kommunisten, die einen „Neuanfang“ beginnen wollen. Und es ist völlig richtig, das Verhältnis zu Stalin ist der Prüfstein. Sie haben alles vergessen: dass eine kommunistische Partei nur im Kampf entstehen kann und nicht als Diskutierklub am grünen Tisch.

    • sascha313 schreibt:

      Völlig richtig. Und man kann auch eine „revolutionäre Situation“ nicht herbeibeten. Schon gar nicht, wenn man zur Arbeiterklasse keinen Kontakt hat.

      • einseinsnull schreibt:

        unter den real gebenen bedingungen kann ich in deutschland heute beim besten willen nicht erkennen, dass selbsternannte stalinisten mehr kontakt zur klasse hätten als selbsternannte leninisten, trotzkisten, autonome oder wer auch immer.

        manchmal habe ich das gefühl, dass außer mir selbst niemand mehr wirklich an diesem kern des marxismus arbeitet: die revolutionäre klasse durch hilfe zur selbsthilfe, durch kritik und durch bildung zu neuen erkenntnissen, neuem selbstbewusstsein, oder einem bisschen bewegung zu bringen, weil nur die revolutionäre, die den mehrwehrt hervorbringt, den das kapital abschöpfen kann, das system verändern kann.

        sozialisten zu finden, die daran wirklich arbeiten, ist ausgesprochen schwer. da hat man teilweise unter moslems oder katholiken besser bündnispartner als in parteien und gewerkschaften, wo es sowieso nur noch darum geht, wer recht hat, wessen ideologie die richtigste ist, und vor allem wer welchen bezahlten job abbekommt.

        deine kritik am antistalinismus ist nach wie vor zu einseitig und kurzsichtig. denn dass diejenigen, die stalin verteufeln unrecht haben, heißt eben noch lange nicht, dass alles was stalin so getrieben und entscheiden hat, richtig war.

        ich empfehle hierzu die letzten briefe von lenin an stalin, die er noch auf dem sterbebett schrieb – oer die absurde diskussion um einen möglichen präventivschlag gegen finnland, die man wohl kaum noch als vertretbaren weg im kampf um eine andere ordnung rechtfertigen kann.

        bei der frage danach, wie wichtig eine einheitspartei ist, wäre ich geneigt, noch mitzugehen. wer aber wie stalin die grundidee des marxmismus von der selbstbefreiung der produktiven mit dingen wie nationalismus vermischt – und einen noch gewaltigeren kontrollapparat aufbaut als der zarismus ihn je hatte – der verdreht die ursprüngliche idee zur unkenntlichkeit und wird seine ziele nicht erreichen.

        grundsätzlich ist immer sehr schwer zu sagen, wann es noch gerechtfertigt ist, voran zu schreiten und anderen den weg vorzugeben, und ab wann das nicht irgendwann auch gefährlich werden kann.

        die wichtigste aufgabe der partei ist meiner meinung nach, erst mal auf sich selbst zu achten, dass sie möglichst wenig altes aus dem falschen um uns herum mit ins neue nimmt.

        wo z.b. steht geschrieben, dass die dikatur des proletariats den ganzen staat betreffen muss? wo steht geschrieben, dass der staat überhaupt fortbestehen muss? dass sozialmus notfalls auch in einem land funktioniert? wo steht geschrieben, dass wo steht geschrieben, dass ein sozialismus unpolitische, nihilisten, künstler wie schostakovic oder prokoview mit sanfter gewalt umerzieht und sie vor die wahl stellt sich zu verkaufen oder ihre arbeit einzustellen? ist es nicht zeitverschwendung sich als partei mit personen und bewegungen auseinanderzusetzen, die nicht in fundamentaler opposition zur sozialistischen bewegung stehen? („warum die kunst totschlagen solange es noch nazis gibt?“)

        bei engels steht davon nichts. da steht nur etwas von klasse, wertschöpfung, und bewusstsein. lenin und stalin sind nicht teil dieser idee und auch nicht dieser methode. sie sind nur zusätzliche werkzeuge, die teilweise überhaupt nicht funktioniert haben und teilweise aber doch ganz prima (da hast du definitiv recht, dass man das nicht vergessen darf), und die daher täglich neu überprüft werden müssen.

        eine diktatur des proletariats könnte rein theoretisch auch durch streiks für bessere bezahlung entstehen oder durch online-petitionen. wer behauptet, das sozialmus in einem land funktioniert, dem schlage ich vor, dann lass es uns doch gleich nur in einem dorf versuchen. oder zu dritt. wird man ja sehen, wie weit man damit kommt…

        auch was eine partei ist und wie die aussehen muss, sollte man erst noch mal in fünf varianten testen. eine bloße wiederholung der geschichte wird nur wieder zu kalten krieg, gulags und letztlich zu perestroika, unterwanderung und verrat führen.

      • sascha313 schreibt:

        Das ist gleich ein bißchen viel auf einmal. Ich will hier auch nicht ironisch darauf antworten, weil ich glaube, daß Sie Ihre Fragen und Vorstellungen ernst meinen und darüber nachgedacht haben. Deshalb nur erst einmal soviel:

        1. „selbsternannt“ ist hier niemand. Es geht um die historische Wahrheit und um nichts anderes! Und ich denke, wir sind uns darüber einig, daß man die Sache wissenschaftlich angehen muß, richtig? Und natürlich geht es darum, die Lehren von Marx, Engels, Lenin und Stalin zu verbreiten.

        2. Der Trotzkismus steht hier nicht zur Debatte. Über antikommunistische und bürgerliche Meinungen reden wir hier also nicht.

        3. Über den Antistalinismus brauchen wir hier nichts mehr zu ergänzen – das hat Genosse Dr.Gossweiler bereits mehrfach und ausführlich genug getan. (Außerdem empfehlen wir dazu Ludo Martens „Stalin anders betrachtet“ und Grover Furr „Chruschtschows Lügen“.)

        4. Welche „letzten Briefe“ meinen Sie? Es ist bekannt, daß in den Jahren nach der Konterrevolution einiges gefälscht wurde, um Stalin zu verleumden. Handschriftliche Beweise / Briefe gibt es nicht! (Zum sog. „Testament“ Lenins hat sich Stalin bereits geäußert.)

        5. Zum Thema „einen noch gewaltigeren kontrollapparat aufbaut als der zarismus“ – das ist Legende und nachträgliche Fälschung! Daß die OGPU, der NKWD und Smersch notwendig waren, darüber gibt es doch wohl keine Zweifel?!

        6. Und was die Frage „Umerziehung“ usw. betrifft – das kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Bekanntlich bestimmt ja das gesellschaftliche Sein das Bewußtsein. In der DDR haben wir gesagt: „Der Weg von Ich zum Wir!“ – vom Individualismus und Egoismus zur kameradschaftlichen Hilfe und Zusammenarbeit. Das war nicht immer leicht, aber es hat funktioniert.

        7. Schließlich: „dass sozialmus in einem land funktioniert“ ist ausreichend bewiesen: Es gab ihn in der Sowjetunion, in der DDR und in allen anderen soz. Ländern.

        Also: bei aller Geduld – so kann man das nicht angehen. Erst Gedanken sortieren und dann eins nach dem anderen! Dann kommt auch Klarheit in die Sache, was die Kommunisten wollen, was Marxismus-Leninismus ist und was Stalin (der ja mit Erfolg den Aufbau des Sozialismus vorangetrieben und vollendet hat und seine Verteidigung zum Sieg geführt hat) gewollt und geleistet hat – und er war es ja nicht allein, sondern „nur“ an der Spitze der Partei der Kommunisten.

        Im ersten Fall empfiehlt sich als Lektüre das Kommunistische Manifest; und im zweiten (was Stalin betrifft) gibt es Stalin-Werke, wo man nachlesen kann, wie das damals so vor sich ging. Interessant und die Gegenwart bzw. Zukunft betreffend, ist aber vor allem das, was Kurt Gossweiler zum modernen Revisionismus schrieb. Nur so kann man verstehen, was heute die Kommunisten wollen (und zwar diejenigen, die – wie auch Stalin – dem Marxismus-Leninismus treu geblieben sind! Und nicht diejenigen, die sich nur so nennen. Das muß man schon unterscheiden!), und schließlich, warum das immer noch – besser gesagt: erst recht! – aktuell ist und wie man es unter den heutigen Bedingungen umsetzen kann!

      • Doed schreibt:

        Hallo einseinsnull,
        ihre Position scheint irgendwo zwischen Trotzkist und Anarchist zu stehen.
        Marx hat den Staat nie negiert, sondern war der Ansicht, dass der Staat übernommen und gegen die Bourgeoisie eingesetzt werden muss. Die Franz. Revolution und die Niederschlagung der Pariser Kommune 1848 haben gezeigt, dass Teile der Gesellschaft die nach Veränderung trachten, von Konservativen bekämpft werden. Der Staat soll erst nach und nach von allein „absterben“, indem die neue gesellschaftliche Produktionsweise ihn überflüssig macht. Anarchisten möchten den Staat sofort loswerden. Ich würde sagen, „das Pferd von hinten aufzäumen“. Das Problem, dass danach ein Machtvakuum ensteht, indem andere Gruppen hineinstoßen, ist nie Thema bei Anarchisten. Es wird vielleicht gerade mal angerissen, also nur erwähnt, dass es Gegner geben könnte. Aber ansonsten gehen diese Gedanken bezüglich irgendwelcher Feinde, nie über den Staat, wenn er mal beseitigt ist, hinaus.

        Dass in der SU eine gewaltige Zentralisation der Macht stattgefunden hat, die Marx sehr wahrscheinlich nicht entsprach, ist wohl richtig. Allerdings war es den damaligen historischen Umständen geschuldet und es war eine effiziente Verwaltung nötig. In den 90ern hat uns Jugoslawien gezeigt, wohin fehlende Einheit führt. Und noch heute ist die NATO-Strategie Russland in ca. 50 einzelne Staaten zu zerschlagen (anhand ethnischer Gegebenheiten).

        Dass Sozialismus in einem Land funktioniert, glaube ich schon. Es ist allerdings die Frage, wie nachhaltig das ganze ist. Dabei geht es nicht darum wie die interne Produktion abläuft, sondern wie mächtig die Gegner sind. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass global gesehen, gar nicht der Sozialismus überall sein braucht. Es reicht wohl, wenn die sozialistischen Staaten eine Hegemonie oder mind. gleich stark ihrer Feinde sind. Das alles war früher nicht gegeben.

      • sascha313 schreibt:

        Präzise, Doed! So ist es.
        Kann man noch hinzufügen, daß Tito ein Agent des westlichen Imperialismus war. (s. „Die faschistische Tito-Clique“)

  2. ropri schreibt:

    Die Menschen vereinsamen immer mehr, aber sie wollen sich um keinen Preis organisieren. Da könnte man ja die Arbeit verlieren, der Nachbar könnte einen schief ansehen. Auf der Straße um Recht kämpfen? Da wird man ins linke Eck gestellt. Lieber schreibt man auf Facebook, was einem mißfällt und sammelt „likes“. Da ist man der Größte, wenn auch total untätig.

  3. Hanna Fleiss schreibt:

    Einseinsnull, was das sogenannte Testament Lenins angeht, so kannst du dich bei Grover Furr genauestens darüber informieren. Nimm nicht alles, was der Klassengegner tönt, für bare Münze.
    Lenin war, als er diese Notiz schrieb, bereits ein Schwerkranker, der auch bestimmte Ausfälle bereits hatte. Du weißt, dass er an den Folgen eines Attentats gestorben ist? Seine Frau war empört, weil sie mit Stalin aneinandergeraten war, der Lenin ein paar Fragen stellen wollte, und du weißt ja, wie Eheleute manchmal zusammenhalten können. Das spielte damit hinein. Lenin hatte zu diesem Zeitpunkt den Zusammenhang nicht mehr richtig verstanden und verließ sich auf die Meinung seiner Frau, die nicht wollte, dass Lenin von Stalin in diesem Stadium seiner Krankheit sich noch mit politischen Fragen beschäftigte. Das ist der Hintergrund. Von „Testament“ reden nur die, die Stalin hassten.

  4. martinemko schreibt:

    unsubscribe Sozialismus statt Barbarei!

    Emko

  5. rolfpreil schreibt:

    110 – nur eine Bemerkung: Leider verfallen wir (oftmals unbewußt) in das Bedürfnis, historische Zusammenhänge allein aus der Sicht der heutigen scheinbar unumstößlichen Erkenntnisse zu werten……zur Geschichte der KPdSU und der Sowjetunion empfehle ich mal bei Klaus Hesse (auch hier bei sascha zu finden) nachzulesen……

    ropri – leider ist es so…..wenn man im realen Leben keinen moralischen Halt findet, geht man in die Kirchen (welche auch immer) oder zu FB…..

    sascha – Dein Text liest sich treffend – ein Besucher dieser Konferenz schrieb im Internet: „Wichtig war das gemeinsame Bekenntnis zum ‚Manifest‘ “
    …das ist leider bezeichnend für die heutige Situation, und weit von einer einheitlichen kommunistischen Partei Leninschen Typs entfernt und auch weit entfernt vom Erkenntnisgewinn der letzten 26 Jahre.

    • sascha313 schreibt:

      Ja, rolfpreil, leider ist das so. Zurück zu den Anfängen! Vor ein paar Jahren dachte ich noch – naja, wir sind um 100 Jahre zurückgeworfen worden. Nun scheint es aber, als seien es mehr… Feudalismus oder so (was das Denken betrifft)! Da haben wohl einige, die sich bisher für Kommunisten hielten, vergessen, mal in eines der Werke der Klassiker zu schauen und nachzulesen, was die gewollt und getan haben. Und was FB betrifft und auch die Kirchen, stimme ich Dir völlig zu!

  6. Harald Morgenstern schreibt:

    Warst Du dabei, dass Du so „sachkundig“ darüber berichtest?

  7. Vorfinder schreibt:

    Wer es sich ansehen will, kann in dem Video überprüfen, dass der Beitrag hier im Blog zur Konferenz nicht gerade daneben liegt.

    Mir unbegreiflich weshalb die KPD dies Video von dem Eingangsreferat einzeln ins Netzt stellt. Mindestens hätten Redebeiträge wie z.B. von Gen. Hans Bauer zeitgleich veröffentlicht werden müssen. Wer nur das Video mit Alfred Fritz Ausführungen schaut, kann sich nur fragen, was denn dann die K-Parteien und Kommunisten in den vergangen fünf Jahren überhaupt miteinander geklärt haben. Das Nötige offenbar nicht. Eine Selbstdemontage dies Video zu veröffentlichen, ohne wenigstens die Stimmen, Redebeiträge der Basis einordend hinzuzustellen.

    Überhaupt geht die Frage der Vereinigung von KPD und DKP derzeit an den Realitäten gänzlich (fast blind) vorbei, denn solche Frage berücksichtigt nicht die jeweilig verschieden Verankerungen der beiden Parteien in den verschiedenen Teilen der BRD und eben die wesentlichen Unterschiede in Grundsätzen. Bevor nicht mal gemeinsames Arbeiten bundesweit hergestellt ist, bleibt der Ruf nach Vereinigung bloßer Aktionismus.

  8. Rheinlaender schreibt:

    Lieber Sascha ! Super Argumentation, was die Bedenken zu den tiefst pessimistischen Zweifeln von nulleinsnull angeht. Super, weil man dies auch in anderen verzweifelten Blogs / youtube Kanälen von frustrierten Wessi Linken verwenden kann.
    Liebe Hanna Fleiss. Ich finde auch Ihre Art zu argumentieren sehr gut. Bitte kommentieren Sie doch in alternativen Blogs oder Videos.
    Lieber einseinsnull. Warum so traurig ? Sicher haben Wir kapitalistisch FEIGEN Wessi Linken gelernt, Stalin und die DDR zu hassen. Als Ergebnis unserer Ängstlichkeit haben Wir den Schwachsinn erfunden, dass erst eine Weltrevolution in ca 1.000 Jahren stattfinden muss, damit auch der Sozialismus in Frankreich – oder weiss der Kuckuck wo – eine Chance hat.
    Ergebnis : Die Zeugen Jehovas wirken wesentlich mutiger, glaubwürdiger, als die eierlosen, verbitterten trotzkistischen Sekten mit ihren „WELTWEIT“ Träumereien.

  9. Rheinlaender schreibt:

    Hallo Sascha. Vielen Dank für Deine gute, ruhige und leicht verständliche Argumentation zu den pessimistischen Äußerungen von einseinsnull.
    Diese kurzen Argumente haben ja schon Schulungsqualität. Der einseinsnull ist vielleicht gar nicht böse, sondern nur verzweifelt und durcheinander ?!

  10. Politnick schreibt:

    @110: Jedes Land ist anders, hat eine andere Geschichte. So war es in Deutschland vorrangig notwendig, mit der blutigen Vergangenheit der SPD abzurechnen, mit einer Partei die einerseits zutiefst gespalten war, andererseits jedoch eine erhebliche Mitschuld trug am Sturz der Weimarer Republik und der Errichtung der Naziherrschaft in Deutschland.

    Wenn man sich heute die sogenannten demokratischen Parteien anschaut und insbesondere die SPD, sieht das so aus, als wären die letzten 100 Jahre spurlos an denen vorrüber gegangen: Nichts aber auch gar nichts haben die aus der Geschichte gelernt, ganz im Gegenteil!!!

    Eben genau dieser Vergangenheit war die Vereinigung von KPD+SPD = SED geschuldet, als Bündelung aller fortschrittlichen Kräfte zur Gründung einer Partei neuen Typus im Sinne Marx und Lenin. Hinzu kommt eine weitere Besonderheit gegenüber Russland bzw. UdSSR, nämlich die wirtschaftliche Abhängigkeit Deutschlands vom Amerikanischen Imperium.

    Daraus ergaben sich ganz andere Voraussetzungen in Deutschland 1945 als in Russland 1917 was den Aufbau eines sozialistischen Staates betrifft. Und ja, zweifelsfrei bin ich in einem gut funktionierenden Sozialistischen Land aufgewachsen, hatte eine glückliche Kindheit und hab sogar studiert in der DDR — Für mich war es undnkbar in einem Land leben zu müssen was nicht sozialistisch ist!

    Freundschaft 😉

  11. Patrick Büttner schreibt:

    Denkmal für ein Denkmal (1)

    Wenn ich mit meiner Gemahlin
    Im Traum ins Kino geh,
    Steht ein schöner schwarzer Stalin
    Auf seiner gelben Allee.

    Von marmornem Sockel gibt er
    Den Sieg der Völker bekannt.
    In die Litewka schiebt er
    Die müde rechte Hand.

    Noch hält er in der Linken
    Den großen Schlachtenplan.
    Er läßt ihn achtlos sinken.
    Die Arbeit ist getan.

    Er blickt sehr würdig, seiner
    Sehr sicher auf die Stadt,
    Unangestrengt wie einer,
    Der sie gerettet hat.

    Der plumpe Narr Nikita
    Zog ihn aus dem Betrieb.
    Er tat es seinem Gebieter
    In Washington zulieb.

    Der Weltlauf ist gewendet.
    Die Helden stürzen hin.
    Die Alte Zeit geschändet,
    Die Zukunft ohne Sinn.

    Allein die Heimatgedichte
    Beklagen das klaffende Loch
    In der Heimatgeschichte.
    Gäb Gott, er stände noch.

    Peter Hacks

  12. Ulrich Schliz schreibt:

    Selbstverstandlich sieht die heutige Lage uberhaupt nicht rosig aus. Ich will aber mal fragen: NA UND!???!!? Hat irgendjemand gesagt, dass der Kampf leicht sein wird, dass es kein rauf und runter in der Geschichte gibt. Ein Kommunist hat nicht die Belohnungserwartung, dass er heue siegen muss, dass er nichts mehr von der Geschichte zu lernen hat. Er hat ueberhaupt keine Belohnung zu erwarten – AUSSER: Er selbst weiss, was er tut und nur so hat das Leben einen Sinn. Das ist die einzigste Belohnung.

    Ein Kommunist ist ein Pionier, und Pioniere schlagen die Bresche fuer „Neuland“. Meistens sehen sie die Fruechte ihrer Arbeit nicht mehr. Oft kriegen sie auch noch Schmaeh und Pruegel ab. Die nach ihnen haben einschliesslich ihre Ruinen als notwendige Basis, auf der aufgebaut wird. Aber die Arbeit ist unumgaenglich.

    Und was ist heute unser Neuland im Klassenkampf??? Ich finde dieses Neuland inmitten der reaktionáren Schwefeldampfe hoechst interessant. Wir haben eine Niederlage erlitten. Traurig – aber auch hervorragend!!!! Warum? Weil wir jetzt eine hervorragende Gelegenheit haben, uns die neue Waffe der Bourgeoisie, die wir so toll verschlafen haben, vorzuknoepfen.

    Wie haben sie das gemacht? Es ist analysierbar, erklaerbar, erlernbar, besiegbar. Ich beziehe mich hauptsachlich auf die subjektive Bewusstseinsmanipulierung, die die Bourgeoisie so meisterhaft hingekriegt hat – von Goebbels bis heute. Wir haben eine der interssantesten Aufgaben des Klassenkampfes vor uns.

    Und statt dessen múhen sich soviele damit ab, sich im Grunde irgendwie bei der Bourgeoisie fuer Stalin zu entschuldigen. Im Grunde ist es nichts Anderes. Und gerade er hat in den schwierigsten Momenten ganz kuehl und professionell getan, was getan werden musste. Wir haben uns dafúr ueberhaupt nicht zu entschuldigen. Und ich finde es allmaehlich immer mehr Zeitverschwendung, den von der reaktionáren Manipulation verrutschten Gemútern, diesen ewigen Lampemputzern Erich Muhsams, dauernd von neuem den Klassenhass zu erklaeren, mit dem die buergerliche Jaucheschleuder sie offenbar unter Beschuss genommen hat.

    Ok – Genossen!! Wir haben die interssante und strategisch entscheidende Aufgabe vor uns, zu erforschen wie und warum soviel Bewusstsein abhanden kam. Darum geht es doch!! Oder?? Wenn wir diese Nuss knacken, haelt den Kommunismus keiner mehr auf. Und ganz nebenbei: Stalin hat dazu einiges zu sagen.

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