Heraus zum 1. Mai, dem internationalen Kampftag der Arbeiterklasse!

mai_erster„Massenarbeit, Massenkampf, Massenwiderstand, Einheitsfront, keine Abenteuer – das ist das Alpha und das Omega der kommunistischen Taktik.“ (Dimitroff)

1. Mai
1890 – 2017

„Daß es kein Strohfeuer war, was auf dem Kongreß loderte, das hat der erste Mai dieses Jahres bewiesen, – der erste gewaltige, die erste umspannende Aktion des Weltproletariats, das voriges Jahr zu Paris seinen ewigen Bund des Friedens, der Freiheit und der Gleichheit beschlossen hat!“
(Wilhelm Liebknecht, 1890)

Vorrede zum Protokoll des Pariser Arbeiter-Kongresses von 1889 (Wilhelm Liebknecht gilt gemeinsam mit August Bebel als Vater der deutschen Sozialdemokratie, er war der Vater von Karl Liebknecht)

Brecht MailiedWie Bertolt Brecht in seinem »Mailied« haben die Dichter der Arbeiterklasse den 1. Mai, den Kampf- und Feiertag der Werktätigen, in vielen Liedern besungen. – Im Jahre 1890 begingen die Arbeiter der Welt ihren Kampftag zum erstenmal. Seitdem demonstrieren sie an diesem Tag gegen Ausbeutung und Kriegspolitik, für Frieden, Demokratie und Sozialismus. Auch in unserer Heimat, der DDR und in anderen sozialistischen Ländern feierten die Werktätigen am 1. Mai ihre Errungenschaften und die Leistungen, die sie unter Führung der Partei der Arbeiterklasse vollbracht haben. Gleichzeitig brachten sie ihre Entschlossenheit zur Verteidigung der sozialistischen Heimat zum Ausdruck und zeigen ihre Verbundenheit mit allen Menschen, die für Fortschritt und Frieden eintreten.

Quelle: Von Anton bis Zylinder. Ein Lexikon für Kinder. Berlin (DDR), 1968, S.108f.


Zur Geschichte des 1. Mai

Chicago 1886

chicag1Die Arbeiter der McCormick-Werke streikten seit Februar für den 8-Stunden-Tag. Die Gewerkschaften der USA riefen auf, am 1. Mai 1886 mit einem Generalstreik für den 8-Stunden-Tag zu kämpfen. 400.000 Arbeiter aus 11.000 Betrieben folgten dem Aufruf. Allein in Chicago streikten 40.000 Arbeiter, sie schlossen sich ihren Kollegen der McCormick-Werke an. Schon Monate vorher kam es zu gewaltsamen Übergriffen der Polizei. Am 1. Mai 1886 hielten die McCormick-Arbeiter in der Nähe ihres Werks eine Kundgebung ab. Während der Kundgebung erschienen vor dem Tor Streikbrecher. Noch ehe es zu Auseinandersetzungen zwischen Streikenden und Streikbrechern kam, erschien ein Polizeiaufgebot. Mit Revolverschüssen und Schlagstöcken gingen sie gegen die Streikenden vor. Mindestens ein Arbeiter wurde getötet, viele zum Teil schwer verletzt.

Die Provokation vom Haymarket

Einer der Redner der Kundgebung, der Deutsch-Amerikaner August Spies, Herausgeber einer anarchistischen Arbeiterzeitung, schrieb ein Flugblatt, in dem er zur Protestkundgebung gegen den Polizeiübergriff gegen die McCormick-Arbeiter am 4. Mai 1886 auf dem Haymarket aufrief. Der Setzer änderte den Überschriftentext eigenmächtig. Diese lautete jetzt: „Arbeiter, zu den Waffen!“ August Spies distanzierte sich von dieser Überschrift, das Flugblatt wurde geändert, jedoch waren einige hundert bereits im Umlauf (von etwa 20.000 verteilten Blättern).

Die Kundgebung verlief friedlich. Selbst der anwesende Bürgermeister von Chicago und der Chef der Einsatztruppe der Polizei bestätigten das. Als aber die letzte Rede schon fast zu Ende war, stürmte ein Polizeitrupp den Platz und forderte die Versammlungsleitung auf, die Veranstaltung sofort aufzulösen. Ihm wurde entgegnet, dies sei eine friedliche Veranstaltung. In dem Moment wurde eine Bombe in die Reihen der Polizei geworfen. Ein Polizist starb. Wie viele Tote es unter den Arbeitern gab, ist nicht bekannt. Die Polizei schoß wie wild in die Menge. Der Verdacht, daß es sich um eine Polizeiprovokation gehandelt hat, liegt auf der Hand. Der Polizeichef von Chicago gab später zu, dass die Polizei selbst anarchistische Gruppen gegründet und unterwandert und diese mit Waffen und Bomben ausgestattet habe.


Chicago 1886: Terrorurteile gegen Gewerkschafter

Der Prozeß

„Die Zeit wird kommen, da unser Schweigen im Grabe mächtiger sein wird als unser Reden!“ (August Spies – einer der Haymarket-Märtyrer)

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Die Haymarket-Märtyrer auf dem Weg zum Schafott (zeitgenössische Zeichnung)

Am 27. Mai 1886 begann der Prozeß gegen die Funktionäre der Gewerkschaftsbewegung. Ihnen wurde nicht der Mord an den Polizisten vorgeworfen, sondern „Beihilfe zum Mord“. Alle waren in der Bewegung für den Acht-Stunden-Tag und alle waren Anarcho-Syndikalisten.

Die Geschworenen wurden nicht, wie in den USA normalerweise üblich, ausgelost, sondern  vom Staatsanwalt ausgewählt – alle waren von der Schuld der Angeklagten vorweg überzeugt. Als aber immer noch Zweifel an deren Beteiligung am Attentat bestanden, erklärte der Richter den Geschworenen, es käme nicht darauf an, ob die Angeklagten am Attentat beteiligt gewesen wären, sondern es ginge einzig und allein darum, ob die Angeklagten die Anwendung tödlicher Geschosse gegen die Polizei „bei Gelegenheit, die sich in Zukunft irgendwann einmal bieten könnte, befürwortet haben.“ Sie sollten also für etwas bestraft werden, was sie möglicherweise einmal für richtig halten könnten.

Das Urteil: Sieben Angeklagte wurden zum Tode verurteilt, einer bekam 15 Jahre Freiheitsstrafe. Später begnadigte der Gouverneur drei der zum Tode verurteilten zu lebenslänglicher Haft.

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Hinrichtung der Heymarket-Märtyrer
am 11. November 1886
(zeitgenössische Zeichnung)

Ein zum Tode Verurteilter beging wahrscheinlich Selbstmord: Er sprengte sich mit einer Sprengstoffpatrone, die er sich in den Mund steckte und mit einer Kerze zündete, in die Luft. Wie er an die Patrone kam, wurde nie geklärt. Vier Verurteilte wurden am 11. November 1887 durch den Strang hingerichtet. An ihrer Beisetzung beteiligten sich zwischen 150.000 und einer halben Million Menschen. Einige Jahre später, 1893, erklärte der Gouverneur, die Angeklagten seien unschuldig gewesen, der Haymarket-Prozess sei von einem voreingenommenen Richter und in einer Atmosphäre der Hysterie geführt worden. Die noch eingesperrten Verurteilten wurden freigelassen.


Der Blutmai 1929 und die Schande der SPD

blutma1„Zörgiebel ist schuld“ schrieb Carl v. Ossietzky in der „Weltbühne“. Am 1. Mai 1929 fanden überall in Deutschland Maidemonstrationen und -kundgebungen statt. Wie immer. Auch in Berlin sollte eine Kundgebung und Demonstration stattfinden – auch wie immer. Aber im Jahr 1929 war es anders. Die Kommunistische Partei hatte große Erfolge bei den Betriebsratswahlen errungen. Sozialdemokratische Politiker fürchteten, die Kommunisten könnten die SPD-Veranstaltung übertrumpfen. Zörgiebel habe, so schrieb Carl v. Ossietzky, „als Sachwalter des sozialdemokratischen Parteivorstandes,“ den „Maiumzug verboten, sachliche Motive hatte er nicht dafür.“  Die KPD rief trotzdem zur gewohnten Mai-Demonstration auf. Die Polizei ging mit Maschinengewehren gegen die Demonstranten vor.  Die Folge: 29 Tote Arbeiter und Hunderte Verletzte. Im Wedding und in Neukölln errichteten die Arbeiter Barrikaden. Zörgiebel und die sozialdemokratische Parteiführung behaupteten, ein kommunistischer Putsch habe am 1. Mai stattfinden sollen.

Übrigens: Das behaupteten im Februar 1933 auch die Nazis, nachdem Göring und seine Handlanger den Reichstag angezündet hatten.

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Der Berliner Polizeipräsident Zörgiebel (in zivil) mit Oberst Heinsberg, Chef der Schupo Berlins

Etwa 200.000 Berliner folgten dem Aufruf der KPD. Aber jeden Zug, der sich formierte, griff die Polizei an.  Irregeführt durch die offene antikommunistische Hetze und aufgehetzt von reaktionären Polizeioffizieren, schossen die Polizisten auf die unbewaffneten Demonstranten. Vor diesen blindwütig schlagenden und schießenden Polizeibütteln suchten sich die Demonstranten durch Straßensperren zu schützen, die sie aus Brettern, umgestürzten Fahrzeugen, Kanalisationsrohren und anderen Gegenständen errichteten. Daraus entstanden am Abend des 1. Mai 1929 in Neukölln und am Wedding Barrikaden. Hier begannen sich die Arbeiter spontan mit einigen wenigen selbst beschafften Waffen zu verteidigen. Die Polizei umstellte Stadtbezirke, verhängte den Belagerungszustend und brach dann schießend in einzelne Wohnviertel ein. 10.981 Schüsse feuerten sie laut eigener Abrechnung in den ersten Maitagen aus ihren Pistolen und Karabinern ab.  31 Tote und Hunderte Verletzte waren die fürchterliche Folge. Aber die KPD ließ sich nicht zu einem unvorbereiteten bewaffneten Kampf herausfordern.

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Wo einzelne Arbeiter spontan zum Gewehr gegriffen hatten, rief die KPD auf, den bewaffneten Kampf abzubrechen. Und die kämpfenden Arbeiter folgten diesem Appell. „Sie unterwarfen sich“, wie Thälmann rühmend hervorhob, „der revolutionären Disziplin, die das Grundgesetz der revolutionären Bewegung ist.“

Die Polizei verhaftete mehr als 1.200 Arbeiter. Es folgten Verbote von Zeitungen, Versammlungen und Demonstrationen. Jedoch die revoltionären Arbeiter nahmen diesen Unterdrückungsfeldzug nicht widerstandslos hin. In vielen Städten solidarisierte sich die Arbeiterschaft mit den Kämpfern und Opfern.  Etwa 75.000 Arbeiter traten in Berlin, Chemnitz, Hamburg, Halle, Merseburg in den politischen Streik. Ein neuer Aufschwung des Klassenkampfes reifte heran.  (Quelle: Geschichte, Kl.9, Lehrbuch, Berlin-DDR, 1978, S.128f.)


Der rote Wedding

Links, links , links!
Die Trommeln werden gerührt!
Links, links, links!
Der rote Wedding marschiert!
Hier wird nicht gemeckert hier gibt es Dampf,
denn was wir spielen ist Klassenkampf
nach blutiger Melodie.
Wir geben dem Feind einen kräftigen Tritt.
Denn was wir spielen ist Dynamit
unterm Hintern der Bourgeoisie.
Refrain:
Roter Wedding grüßt euch Genossen, haltet die Fäuste bereit!
Haltet die roten Reihen geschlossen, denn unser Tag ist nicht weit!
Drohend stehen die Faschisten, drüben am Horizont!
Proletarier, ihr müsst rüsten, rot Front! Rot Front!
Links, links, links!
Wir gedenken dem ersten Mai!
Links, links, links!
Trotz Zörgiebels Polizei!
Der herrschenden Klasse blut’ges Gesicht,
der rote Wedding vergisst das nicht,
und die Schande der SPD.
Sie woll’n uns das Fell über die Ohren ziehn,
doch wir verteidigen das rote Berlin,
die Vorhut der Roten Armee!
Refrain:…
Links, links, links!
Nun nimmt das Spiel seinen Lauf!
Links, links, links!
Der rote Wedding räumt auf!
Die Republik ist ein schöner Palast
Doch sie steht auf einen dicken Morast
Aus Dummheit und Reaktion.
Wir rücken an und wir rüsten auf
Und bauen uns ein besseres Haus
Die deutsche Sowjetunion.
Refrain…

Die Nacht des Faschismus bricht an

1. Mai 1933

nazima3Aus „Weltkampftag des Proletariats“ soll „Tag der nationalen Arbeit“ werden.

Am 7. Juli 1928 lehnte der Reichstag einen Antrag von KPD-Abgeordneten ab, den 1. Mai zum gesetzlichen Feiertag zu machen. Hitler benutzte den Symbolwert dieses Tages und machte den 1. Mai zu einen „nationalen“ Tag der Arbeit. Der Bundesvorstand des ADGB veröffentlichte am 13. April 1933 einen Aufruf an die Gewerkschaftsmitglieder. Darin hieß es:“Wir begrüßen es, daß die Reichsregierung diesen unseren Tag zum gesetzlichen Feiertag der nationalen Arbeit, zum deutschen Volksfeiertag erklärt hat. (…) Der deutsche Arbeiter soll am 1. Mai standesbewußt demonstrieren, soll ein vollberechtigtes Mitglied der deutschen Volksgemeinschaft werden.“ Dieser Aufruf stieß auf scharfe Kritik. Die Nazis honorierten aber die Anpassungsversuche nicht. 

Am 2. Mai 1933 besetzte SA und SS die Gewerkschaftshäuser, das Vermögen der Gewerkschaften wurde eingezogen, Gewerkschaftsführer wurden verhaftet, viele wurden während der Nazizeit ermordet. Die Faschisten versuchten ihre Scheingewerkschaft, die deutsche Arbeitsfont, zu etablieren. Alle mussten Zwangsmitglieder werden. Aber sie scheiterten. Als 1936 der Versuch unternommen wurde, in den Betrieben die Betriebsrätewahlen durchzuführen, wurden sie zum Fiasko für die Faschisten: massenhafte Stimmenthaltung, massenhaft ungültige Stimmen. Die Arbeiter waren dem Widerstand, v.a. dem der KPD, gefolgt, und hatten diese Wahlen boykottiert. Es sollten die letzten Wahlen sein, die die Nazis durchführten.


1. Mai 1945

Konzentrationslager Buchenwald

mai1945

Maidemonstration 1945 der durch eigenen Kampf befreiten Häftlinge von Buchenwald

„Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“ (aus dem Schwur von Buchenwald, 19. April 1945)

Aus einem Bericht eines Teilnehmers an der Maidemonstration im KZ Buchenwald:

„Und hier standen wir nun heute am Morgen des 1. Mai, dem Tag der Freiheit, als Angehörige aus mehr als achtzehn Nationen, ergriffen von der Bedeutung des Tages, der uns entschlossen fand, ihn als Zeichen internationaler Solidarität vor aller Welt zu bekennen und würdig und schlicht zu begehen als Auftakt einer neuen Zeit“

Und es ist nicht der „Tag der Arbeit“ (wie bei den Nazis), werte Kollegen des DGB, sondern der „Internationale Kampf- und Feiertag der Arbeiterklasse“! Und zwar im Kampf der Werktätigen um die Befreiung von Ausbeutung und Unterdrückung durch die Bourgeoisie!

Kremetschuk.jpg

Der 1. Mai 2016 in London

Quelle: Kommunisten-Online (mit Ergänzungen)

 

 

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9 Antworten zu Heraus zum 1. Mai, dem internationalen Kampftag der Arbeiterklasse!

  1. Hanna Fleiss schreibt:

    Das fiel mir als erstes auf: Dass der 1. Mai im Westen „Tag der Arbeit“ genannt wurde!
    Wie bei den Nazis! Sie haben sich nicht geschämt, sie schämen sich immer noch nicht, sie wollen sich auch in Zukunft nicht schämen! Wie entlarvt allein dieser Begriff den bundesdeutschen kapitalistischen Staat! Der kämpfenden Arbeiterklasse wurden nicht nur die Symbole, sondern auch die Inhalte gestohlen und für eigene Zwecke des Kapitals praktikabel gemacht. Und es gibt keinen Protest dagegen! Noch einmal zur Erinnerung: Wer die Begriffe beherrscht, beherrscht
    die Welt!

    • Harry 56 schreibt:

      Sehr gut, „Tag der Arbeit“, so benannt von dem postfaschistischen BRD-DGB, getreu der DAF im Dritten Reich. Nun, liebe Hanna, darüber habe ich auch mit Kollegen vor einigen Tagen in userer Firma gesprochen, im sogenannten „Westen“, Deutsche, Russlanddeutsche, uralte „Gastarbeiter“ aber fast keiner verstand, was ich ihnen sagen wollte. Das ist die BRD 2017… So sieht es leider aus!

      • Hanna Fleiss schreibt:

        Harry, schlimmer ist ja noch die „Sozialpartnerschaft“, ein Maulkorb gegen jede gewerkschaftliche Forderung – als ob die Interessen der Belegschaften dieselben seien wie die der Unternehmer. Dieses Kompromissgeschwafel! Sie wissen, dass die Gewerkschaften eine Kraft und ein Faktor sind, die sie brechen mussten. Deshalb wurden sie an die verlogene SPD gekettet, damit sie beherrschbar bleiben. Das Volk verdummt und zu willigen Idioten gemacht – das ist ihre „Demokratie“!

  2. Pingback: Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse | Schramme Journal

  3. Nadja Norden schreibt:

    Die korrekte Bezeichnung für den 1.Mai-Feiertag lautete in der DDR : Internationaler Kampf- und Feiertag der Werktätigen.

  4. Politnick schreibt:

    Danke Sascha!

    Und genau diese SPD besitzt heute die Frechheit, zum Feiern einzuladen. Scheiße soll es regnen, entschuldige, aber das musste mal raus.

    Freundschaft 😉

  5. Hanna Fleiss schreibt:

    Noch was zum Nachdenken. Reicht es, wenn Arbeiter den gekauften Bossen mit ihren schönen Reden mal so einen richtig schönen Tag machen, und dann geht man nach Hause zu Muttern, zu Kaffee und Kuchen und weiß, man hat wieder was für den Frieden getan?

    Einem Gewerkschafter

    Und wieder haben wir den Ersten Mai.
    Ach nee, und haben wir ihn wirklich wieder?
    Du bist wie jedes Jahr im Mai dabei,
    singst in den Reihen deine alten Lieder.

    Es kocht in dir, du hast die Faxen dicke.
    Heraus mit dem Protest! Die Fahnen wehen.
    Die oben und die ganze fette Clique
    die sollen dich am Ersten lachen sehen!

    Du weißt es doch, dein Boss hat dich verraten.
    Der schwingt die Reden wie in alten Tagen,
    gesellt sich bieder zu den „Demokraten“.
    Und du, hast du noch deine alten Fragen?

    Und latsch nicht einfach bloß nur müde mit.
    Es ist doch klar, worum es heute geht.
    Bist doch kein Anpasser. Sei Störenfried!
    Mensch, zeig sie denen, die Solidarität!

    1.5.13

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