Angst vor der Wahrheit?! Wie der Westen nach 1945 DEFA-Filme blockierte…

Bild (16)Im Jahre 1954 erschien in der DDR ein interessanter Beitrag im Heft 1 „Deutsche Filmkunst“, der sehr deutlich entlarvt, mit welchen hinterhältigen Methoden in der remilitatisierten und voller alter Nazis steckenden BRD immer mehr die antifaschistische Filmkunst der DDR blockiert und der Markt mit primitiven und fortschrittsfeindlichen Filmstreifen aus den USA überschwemmt wurde. Wenn man heute in der BRD Film und Fernsehen, und erst recht die Musikbranche betrachtet, so hat sich daran nichts geändert. Die ideologische Verblödungsmaschinerie läuft auf Hochtouren. Und wenn heute ein Intendant westlicher Provinenz an einem Dresdner Theater erklärt, Theater sei ein wesentlicher „Freiraum der Demokratie“ und habe die Aufgabe, „ideologiefrei“ durchzuspielen, so ist das eine bewußte Täuschung des Theaterpublikums. Keineswegs erfolgt die Auswahl der Stücke auf demkoratischem Wege, und keineswegs ist Kunst ideologiefrei. Sie kann nur wahr oder falsch sein, und sie geht immer von einem bestimmten Klassenstandpunkt aus, entweder von dem der herrschenden Bourgeoisie oder dem der ausgebeuteten Mehrheit des Volkes, der Arbeiterklasse. Auch und erst recht der Künstler hat eine Verantwortung vor der Gesellschaft. Wer das verschweigt, der lügt. Schließlich werden nicht nur Filme von bestimmten Auftraggebern finanziert, sondern auch die Theater. In der DDR war der Auftraggeber die demokratische Mehrheit des Volkes.

Für ein gesamtdeutsches nationales Filmschaffen

Die Erklärung der Regierung der DDR durch den amtierenden Ministerpräsidenten Walter Ulbricht : „Der Weg zur friedlichen Lösung der deutschen Frage“ war auch für alle Filmschaffenden und Freunde der Filmkunst im Osten und Westen unseres Vaterlandes von größter Bedeutung. Durch sie wurden erneut die realen Möglichkeiten gezeigt, feste Beziehungen auf dem Gebiet des gesamtdeutschen Filmaustausches und Filmverkehrs, der gemeinsamen Filmproduktion und des kameradschaftlichen filmkünstlerischen Erfahrungsaustausches anzubahnen.

Bemühungen zur Zusammenarbeit

Die Filmschaffenden der DDR begrüßten diese Vorschläge und stimmten der Erklärung ihrer Regierung zu. Sie fanden hier die Ziele ihres Beitrags im Kampf um die kulturelle Einheit Deutschlands, der zugleich ein Teil des Kampfes für die nationale Einheit war. Dies bekundeten unter anderem zweihundert Mitarbeiter des Films Schauspieler, Regisseure, Techniker, Dramaturgen , die sich anläßlich der Gründung des Clubs der Filmschaffenden in Berlin zusammengefunden hatten. Die Bestrebungen der Künstler, gesamtdeutsche Beziehungen auf dem Gebiet des Films zu pflegen und zu vertiefen, stimmten mit den Bemühungen der zuständigen Regierungsstellen der DDR überein.

Bereitwillige Vorschläge der DDR

Durch alle westdeutschen Fachzeitschriften ging damals die Meldung, daß die DDR einen Filmaustausch im Rahmen des Interzonenhandels vorgeschlagen hatte. Nicht alle Blätter druckten die Meldung mit großer Freude oder aus Wohlwollen ab, sondern dies wurde auch erzwungen durch den Kampf westdeutscher Verleiher, die über ihre Filme verfügen wollen, um auch den anderen Teil ihres Vaterlandes, nämlich die DDR, einspielen zu können. Diese Forderung kam nicht spontan, nicht von ungefähr. Lange schon führte die DDR einen ernsthaften Kampf gegen die Willkür Bonns, die den Austausch von DEFA-Filmen gegen westdeutsche Filme verbot.

Wertvolle DDR-Filme werden behindert

Wie stand es nun mit der Übernahme von DEFA-Filmen? In den ersten Jahren nach 1945 wurden 24 DEFA-Filme nach Westdeutschland gegeben, davon 17 in den Jahren 1948-1950. Unter ihnen befanden sich Filme wieDie Mörder sind unter uns“, „Ehe im Schatten“, „Affaire Blum“, die bekanntlich auch internationale Anerkennung gefunden hatten. Im Herbst 1950 erließ der damalige Bonner Innenminister Lehr praktisch ein Verbot der Aufführung von DEFA-Filmen in öffentlichen Kinotheatern, indem er Anweisung gab, daß jeder Vertrag über den Ankauf eines DEFA-Films und jeder Filmaustausch Ost gegen West ihm zur Unterzeichnung vorzulegen sei. In der Praxis war es dann so, daß sich derartige Verträge in den Schreibtischen des Adenauer-Innenministeriums häuften.

Man sagte nicht „Nein“, sondern verzögerte…

Als Beispiel sei der Farbfilm „Das kalte Herz“ von Regisseur Verhoeven genannt. Für diesen Film waren der Regisseur, die Deutsche London Film-GmbH sowie verschiedene andere Produzenten und Verleiher zwei Jahre lang beim Bonner Innenministerium wegen der Zulassung vorstellig, ohne jedoch eine Übernahmegenehmigung zu erhielten. Wie oft mußte eine Münchener Verleihfirma, die den großartigen Film „Der Untertan“ (Regie: Nationalpreisträger Wolfgang Staudte) einsetzen wollte, nach Bonn pilgern, um immer wieder die Nachricht zu erhalten. daß eine Entscheidung noch nicht getroffen sei. Dabei hatte Bonn bereits entschieden: es war ein striktes „Nein“. Man wagte es nur nicht, angesichts der Beliebtheit Staudtes, dessen großes Können auch überall in Westdeutschland geachtet war, sofort offen „Nein“ zu sagen. Nach einer Verhandlungszeit von einem Jahr gab man dann in vorbildliche Amtsdeutsch eine Benachrichtigung, daß die Zulassung des Films „Der Untertan“ für Westdeutschland nie erfolgen könne.

Revanchistische Töne aus dem Westen

Gleichzeitig wurde von Bonn heuchlerisch erklärt, daß DEFA-Filme nur zugelassen würden, wenn die DDR. auch westdeutsche Filme übernähme. Daß dies eine bewußte Verdrehung war, ergab sich allein schon aus der Tatsache, daß bekanntlich westdeutsche Filme in der DDR liefen (z.B. „Wildwest in Oberbayern“ und „Das doppelte Lottchen“), sofern ihr Verleih nicht von der Bundesregierung verboten worden war. Hiervon hatten sich inzwischen auch zahlreiche Verleihfirmen überzeugen können. Herr Mainz vom Europa-Verleih hatte in einem Presse-Interview geäußert: „Gerade wollte die Ostzone meine beiden Filme ‚Der träumende Mund‘ und ‚Vergiß die Liebe nicht‘ haben. Doch die Bundesregierung sagte ‚Nein‘. Wir brauchen unsere früheren Absatzgebiete im Osten wieder: Polen, die Tschechoslowakei, Ungarn, die Balkanländer und vor allem den östlichen Teil unseres Vaterlandes.“

Westliche Verleiher unter Druck gesetzt

Die Methode der Einschüchterung und Verleumdung gegen alle vernünftigen Filmkünstler, Produzenten und Verleiher gehörte ebenfalls zu den üblichen Methoden der Feinde eines gesamtdeutschen Filmaustausches. Wegen seines Eintretens für den Ost-West-Filmaustausch wurde Herr Mainz bereits als „russophil“ verdächtigt. Selbst bei öffentlicher Wiederaufführung von bereits früher zugelassenen DEFA-Filmen mußte ein Kinobesitzer damit rechnen, daß er boykottiert wurde und damit seine Existenz bedroht war. Aber auch die Aufführung von Filmen aus der DDR, wie überhaupt aus den Ländern des Friedenslagers, in geschlossenen Veranstaltungen wurde von den Adenauer-Behörden weitgehend unterdrückt.

„…trotz politischer Tendenzen ein wertvoller Film“

Damit setzte sich Bonn offen nicht nur in Gegensatz zu den Interessen der Filmproduzenten, des Verleihs und der Künstler, sondern auch des deutschen Filmpublikums. Hierzu gehörten ferner die um die Erziehung der westdeutschen Jugend besorgten Kreise, die sich für eine Übernahme von DEFA-Fihilen ausgesprochen hatten. Die Evangelische Film-Liga verlieh das Prädikat „Bester Film des Monats“ unter anderem dem DEFA-Film „1-2-3 Corona“; jedoch der Kopienversand nach Westdeutschland wurde nicht gestattet. über den Film „Anna Susanna“ schrieb der westdeutsche „Evangelische Film-Beobachter“: „Sehr gute Fotografie, ausgezeichnete Darstellung … die Handlung ist sinnvoll aufgebaut und spannend. Menschlich wertvolle Eigenschaften … stehen im Vordergrund. Ein trotz politischer Tendenzen für Erwachsene wertvoller Film.“

Für die Einheit oder nicht?

Auch eine unlängst in einer Westberliner Fachzeitschrift veröffentlichte Liste der Spiel- sowie abendfüllenden Kultur- und Dokumentarfilme, die von der westdeutschen Freiwilligen Selbstkontrolle das Prädikat „jugendgeeignet“ bzw. „jugendfördernd“ erhielten, verzeichnet eine Reihe von DEFA-Filmen wie „Die blauen Schwerter“, „Die Buntkarierten“, „Die Geschichte vom kleinen Muck“ und „Kahn der fröhlichen Leute“. Der Gedanke an die Existenz eines einheitlichen deutschen Films kam auch in der Tatsache zum Ausdruck, daß der in einem Westberliner Verlag erscheinende zweite Teil des „Deutschen Filmalmanachs“ alle 1950-1953 sowohl in West- wie in Ostdeutschland hergestellten Spiel- und langen Dokumentar- und Kulturfilme enthielt.

Warum hintertrieb Bonn den gesamtdeutschen Filmaustausch? Weil man jede Annäherung zwischen West- und Ostdeutschland für „gefährlich“ hielt. Gefährlich in doppelter Hinsicht: einmal aus politischen Gründen, weil mit der weiteren friedlichen Annäherung beider Teile Deutschlands die Positionen des Adenauer-Regimes ins Wanken geraten würden, zum anderen, weil mit jedem weiteren deutschen Film auf dem westdeutschen Filmmarkt die bisher unbegrenzten Absatzmöglichkeiten für amerikanische Filme eingeengt wären. Die Adenauer-Behörden konnten zwar durch ihr Polizeiministerium auch auf dem Gebiet der Kunst und Kultur noch die Bonner Verfassung verletzen.

Aber das wurde auf die Dauer schwieriger, da nicht nur die Geschäftsinteressen der westdeutschen Filmwirtschaft, sondern auch die Bevölkerung, d.h. die deutschen Filmbesucher, bei der Auswahl der Filme ein entscheidendes Wort mitzureden hatten.

Wie war das Verhältnis USA-Filme zu westdeutschen Filmen?

So ergaben statistische Ermittlungen, daß der Anteil des westdeutschen Films im Verhältnis zu den vorgeführten Hollywood-Produkten immer mehr wuchs. Einige Beispiele aus dem Monat Oktober 1953:

Filmstatistik

Wir sehen also: der westdeutsche Filmbesucher zog immer mehr den deutschen Film künstlerisch minderwertigen und demoralisierenden amerikanischen Streife vor.

Verblödung auf amerikanisch…

In diesem Zusammenhang ein Zitat aus dem „Filmdienst“, dem Organ der katholischen Filmkommission für Deutschland: „Es ist interessant, daß der Typ des ’sympathischen Gangsters‘ im Film ausgerechnet zu einer Zeitspanne aufkam, in der das Gangster-Unwesen n den Vereinigten Staaten seinen Höhepunkt erreichte.“ Und die evangelische Filmkorrespondenz „Kirche und Film“ schreib: „Wieviele Filme sind in diesen Jahre aus Amerika zu uns herübergekommen, die der ‚Reeducation‘ unseres Volkes galten und uns in reinster Weise zu Streitern für die amerikanische Ideologie machen sollten.“ [Reeducation = Verblödung, N.G.]

DDR sagt: Keine kriegsverherrlichenden Filme!

Eine nicht geringe Bedeutung im Kampf um den gesamtdeutschen Filmaustausch dürften auch die 145 in Westdeutschland bestehenden Filmclubs mit ihren rund 36.000 Mitgliedern sowie die eng mit ihnen zusammenarbeitende „Gilde deutscher Filmkunsttheater“ haben. Diese Institutionen hatten bereits beachtliche Erfolge bei der Verbreitung von Filmwerken erzielt, die dem Humanismus und der Völkerverständigung dienen. Wir in der DDR waren sicher, daß alle an einem Austausch des deutschen Films ernsthaft interessierten Kreise Westdeutschlands mit der in der Regierungserklärung vorgetragenen Einschränkung übereinstimmen:

Keine Freiheit für die Erzeugung und Verbreitung von Werken, die den Krieg als unvermeidlich hinstellen und den Haß gegen andere Völker schüren.“

Gemeinschaftproduktionen mit der DDR – nein danke!

Außer dem Angebot den Filmaustausch zu erweitern, fand der Vorschlag, mit westdeutschen Produzenten Co-Produktionen durchzuführen, ebenfalls größte Beachtung. Westdeutsche Produzenten traten an Institutionen der DDR bereits mit Vorschlägen über Gemeinschaftsproduktionen heran. Diese Versuche scheiterten aber bisher an der unklaren Rechtslage für derartige Filme in Westdeutschland, da Bonn nach wie vor den Standpunkt vertrat, daß für die Einfuhr auch solcher Filme eine besondere Erlaubnis der Bonner Regierung notwendig sei oder auch hierfür eine besondere Regelung im Interzonenhandelsabkommen getroffen werde müsse. Eine gesamtdeutsche Co-Produktion wäre genau wie der Vertrieb westdeutscher Filme in der DDR besonders im Interesse der westdeutschen Filmschaffenden gewesen. Zweifellos hätten auch sie wie ihre Kollegen in der DDR die Vorschläge der Regierung der DDR zur Herbeiführung des gesamtdeutschen Filmaustausches und der Bildung eines gesamtdeutschen Gremiums von Kulturschaffenden begrüßt sowie an ihrer Verwirklichung mitgearbeitet.

Quelle:
Henschelverlag, Kunst und Gesellschaft (Hrsg.), DEUTSCHE FILMKUNST, Berlin, 1954, Heft 1, S.4f. (Der Text wurde in den Zeitformen aktualisiert und Zwischenüberschriften eingefügt, N.G.)

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14 Antworten zu Angst vor der Wahrheit?! Wie der Westen nach 1945 DEFA-Filme blockierte…

  1. D. Krüger schreibt:

    kein Kommentar – Frage: – fehlt hier etwas im Text? Zitat:
    „So ergaben statistische Ermittlungen, daß der Anteil des westdeutschen Films im Verhältnis zu den vorgeführten Hollywood-Produkten immer mehr wuchs. Einige Beispiele aus dem Monat Oktober 1953:
    ???????????
    Wir sehen also: der westdeutsche Filmbesucher zog immer mehr den deutschen Film künstlerisch minderwertigen und demoralisierenden amerikanischen Streife vor.“

  2. Vorfinder schreibt:

    Danke für diesen Beitrag. Mal wieder ein sehr interessantes Fundstück, das Sascha aufgetrieben hat.

    Etwas drüber hinaus, aber zum Thema der Unterschiede in Inhalt und Qualität von Kultur, Aufklärung und Wissensvermittlung in der DDR und in der BRD, passend hier ein Buch Tipp: Matthias Krauß, VÖLKERMORD STATT HOLOCAUST, Jude und Judenbild im Literaturunterricht der DDR.

    Aus der Vorbemerkung zum Buch: “ … – es wäre natürlich schön, wenn ich (der) Auflistung der DDR-Schulliteratur, die sich mit Völkermord an den Juden befasste, eine entsprechende Arbeit für die alte BRD entgegensetzen könnte. Diese Arbeit ist aber noch nicht geleistet …“

  3. Politnick schreibt:

    Das Kalte Herz, Der gestiefelte Kater u.a. DEFA-Filme wurden an Originalschauplätzen in der westlichen Besatzungszone gedreht. Es war eine Zeit der Hoffnung, dass Deutschland endgültig geteilt werden soll wollten viele Menschen nicht wahrhaben. Selbst in der DDR wurden noch Staßenkarten für Gesamtdeutschland herausgegeben und die ersten Truppenunterkünfte für die Grenzpolizei waren Holzbaracken — Man ging davon aus dass es die nicht lange geben wird. Ich selbst war auch in einer solchen Baracke untergebracht.

    Freundschaft 😉

    PS: Auf Schloss Neuenbürg im Schwarzwald gibt es eine sehr schöne Dauerausstellung zum Kalten Herz.

    • sascha313 schreibt:

      Danke, Politnick. …und heute ist es so, daß viele Menschen nicht wahrhaben wollen, daß es auch im Kapitalismus ein „Danach“ geben muß. Und das heißt Sozialismus. Wovor fürchten sich die Kleinbürger? Das Gespenst des Kommunismus… 🙂

      • Politnick schreibt:

        Das wirklich Schlimme an der heutigen Zeit ist die Zersplitterung der Familien. Um dem entgegenzuwirken, also dass Menschen wegen Arbeitsuche nicht auswandern müssen, wurde in der DDR Einiges getan, z.B. die Ansiedlung textilverarbeitender Betriebe im Thüringischen Eichsfeld und die Spinnerei in Leinefelde.

        Auch die Kurzwarenbetriebe (Nadelfabrik Stammwerk Ichtershausen) in Heiligenstadt sind das Ergebnis dieser Politik. So wurden auch für den Schichtbetrieb extra Buslinien eingerichtet, viele Eichsfelder erinnern sich an den Spinnebus.

        Und heute!? Meine Familie ist in ganz Deutschland verteilt, von Bayern über Baden-Württemberg bis NRW an der Holländischen Grenze. Das mag in einem jugendlichen Alter recht abenteuerlich sein, aber im Alter ist das alles andere als romantisch. Freiwillig wäre ich nie aus meinem geliebten Thüringen weggegangen, das ist meine Heimat die ich äußerst schmerzlich vermisse. Freunde und Verwandte sterben, die Heimat jedoch bleibt für immer die Heimat.

        Freundschaft 😉

      • sascha313 schreibt:

        So ist das Politnick, leider. Aber das Kapital hat eben andere Gesetze… Auch gibt es nicht selten sogar einen Riß zwischen Familienmitgliedern, siehe: Heinz Kahlau „Die Brüder“

    • Jan Kuna schreibt:

      Politnick, du scheinst ja aus dem schwarzen Eichsfeld zu sein und dann so rote Gedanken! Ich bin ursprünglich aus Leinefelde, bin aber auch schon lange der Arbeit hinterher. Lebe jetzt im tiefsten Bayern. Vielleicht hast du ja Interesse an einem Kontakt.

      • Politnick schreibt:

        Klar Jan, schreib mir hier http://rolfrost.de/mail.html worüber ich mich freute. Im schönen Eichsfeld hab ich meine Jugend verbracht, ein paar Bekannte gibt es noch. Das Eichsfeld ist ein echtes Kleinod und der Papst war auch schon da 😉

        Herzliche Grüße von einem Erfurter,
        der seine Heimat schrecklich vermisst.

        Rolf

  4. Rolf, der Waldschrat schreibt:

    Die Kleinbürger (die „Michel“) fürchten sich davor, dass die Lügen der Kapitalisten wahr werden: Dass man sie im Sozialismus enteignet, ihnen ihre „Freiheit“ nimmt, dass sie sich einer Gemeinschaft unterordnen müssen, dass sie nicht mehr ihren kleinbürgerlichen Egoismus ausleben dürfen. Im Sinne von: „Immer auf Kosten der anderen zu etwas mehr kommen …“
    Rolf, der Waldschrat

    • sascha313 schreibt:

      Genau. Und sie wechseln die Seiten,
      woher auch immer der Wind weht…

    • Politnick schreibt:

      So isses. Dass Kapitalismus nur mit Betrug und Ausbeutung funktioniert, sieht man beim Übergang des Eigentums an PM, also sowohl bei der Enteignung als auch bei deren Umkehrung wofür es ja gerade beim Auflösen der DDR ungezählte Beispiele gibt die selbst von sogenannten Wirtschaftsexperten als kriminell bezeichnet werden. Im Grunde genommen ist aber auch eine Massenentlassung bereits ein krimineller Vorgang.

      Freundschaft 😉

  5. Ossiblock schreibt:

    Die Teilung Deutschlands wurde schon vor 1945 beschlossen. Von den zukünftigen westlichen Besatzern. Da war diese ablehnende Haltung unserer Kultur nach 1945 nur konsequent. Die offizielle „Geschichtsschreibung“ durch die BRD vermittelt natürlich etwas anderes. Guter und aufklärerischer Beitrag von Dir!
    Grüße

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