Kranzniederlegung in Moskau zum Gedenken an den deutsch-faschistischen Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941

22Am 22. Juni 1941 überfielen die faschistischen Horden heimtückisch und wortbrüchig die Sowjetunion. Im folgenden Beitrag geht es um die Hintergründe dieses verbrecherischen imperialistischen Überfalls. Die Sowjetunion hatte in diesem ihr aufgezwungenen Krieg die Hauptlast zu tragen und brachte die größten Opfer. Doch sie besiegte die deutsch-faschistischen Okkupanten und brachte ihnen eine vernichtende Niederlage bei. Deshalb ist der 22. Juni auch heute noch in Rußland ein Gedenktag an die Helden der sowjetischen Arbeiter- und Bauern-Armee. Daran zu erinnern ist deshalb so wchtig, weil es in der BRD nach wie vor nazistische Traditionen gibt. Nach 1945 wurde allein in der DDR der Faschismus mitsamt der Wurzel ausgerottet.

Was geschah am 22. Juni 1941?

Der Überfall des deutschen Faschismus auf die Sowjetunion

Das erklärte Ziel des deutschen Faschismus von 1933 an war es, den Krieg gegen die Sowjetunion zu führen (siehe: Liebmann-Niederschrift). Auf der Sitzung des faschistischen Ministerrates am 4. Sept. 1936 erklärte Hermann Göring zur Zielsetzung des Vierjahresplanes, dieser gehe „von dem Grundgedanken aus, daß die Auseinandcrsetzung mit Rußland unvermeidbar“.

Die Raubkriegspläne des deutschen Imperialismus

In den Jahren 1937 und 1938 äußerte sich Adolf Hitler im internen Kreis mehrmals in dem Sinne, daß er die „Russen als Ostseemacht auszuschalten“ gedenke, berichtete Admiral Erich Raeder in einem Memorandum an Admiral Kurt Aßmann. Von 1933 bis 1939 hatte der deutsche Imperialismus weitere Zugeständnisse von den Westmächten dafür erhalten, daß er sich als antisowjetischer Büttel anbot (siehe „Befriedungspolitik“, Münchener Abkommen).

Der deutsche Länderschacher

Als der polnische Außenminister Józef Beck am 5.Januar 1939 Hitler aufsuchte, machte ihm dieser das Angebot, sich gegen die Sowjetunion zu verständigen. Für die Abtretung des polnischen Korridors und der Freien Stadt Danzig sollte Polen auf Kosten der Sowjetunion in der Ukraine entschädigt werdcn. Nur weil sich der faschistische deutsche Imperialismus nicht mit Polen und den Westmächten, insbesondere Großbritannien, über den Preis, für den der deutsche Konkurrent die
Niederwerfung der UdSSR übernehmen wollte, einigen konnte, kam es im Sommer 1939 nicht zu einer Art zweitem Münchener Abkommen (deutsch-britische Geheimverhandlungen 1939).

Der deutsch-sowjetische Nichtangriffsvertrag

Auch nach Abschluß des Deutsch-Sowjetischen Nichtangriffsvertrages 1939 und nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges hielten die maßgeblichen Kreise des Hitlcr-Faschismus an ihrem Plan, die Sowjetunion zu überfallen, fest. Schon am 23. November 1939 – nach der Niederwerfung Polens durch Hitlerdeutschland – ließ sich Hitler auf einer Besprechung mit den Oberbefehlshabern darüber aus, daß der Krieg gegen die Sowjetunion von ihm nur so lange vertagt worden sei, wie der Krieg mit den Westmächten andauere. „Wir können Rußland nur entgegentreten“, äußerte er, „wenn wir im Westen frei sind.“

Geheime Absprachen mit den Westmächten

Um diese Freiheit im Westen zu erhalten, wurden im Herbst 1939 und Frühjahr 1940 verschiedene geheime Verhandlungen zwischen Vertretern des imperialistischen Deutschland und den Westmächten geführt (siehe: „seltsamer Krieg“, Mission Sumner Welles, Müller-Mission). Sie scheiterten, weil man sich über die dem imperialistischen Deutschland zu bewilligenden Zugeständnisse nicht einigen konnte.

Nach der Besetzung Dänemarks und Norwegens im April 1940 (siehe: Fall „Weserübung“) und nach den ersten Erfolgen gegen Frankreich im Mai 1940 suchte der Hitlerfaschismus erneut, zu einem antisowjetischen Übereinkommen mit England zu gelangen. So bemerkte Hitler am 2. Juni 1940 bei einem Besuch beim Befehlshaber der Heeresgruppe A, Generaloberst Gert von Rundstedt, daß er nach wie vor eine Verständigung mit England anstrebe. Wenn England zu einem vernünftigen Friedensschluß bereit sei, so habe er, betonte Hitler, endlich die Hände frei für seine große und eigentliche Aufgabe: die Auseinandersetzung mit dem Bolschewismus (siehe: Dunkirchen-Affäre).

Folgerichtig unterbreitete Hitler in seiner Reichstagsrede vom 19. Juli 1940 Großbritannien ein Friedensangebot, das aber von der Churchill-Regicrung abgelehnt wurde. Dessenungeachtet hielt der Faschismus unverändert an seinem Ziel, die Sowjetunion niederzuwerfen, fest.

Das „russische Problem“

Die Vorschläge des OKH, des Wehrmachtführungsstabes und des OKM, den Krieg mit Schwerpunkt im Mittelmeerraum, in Nordafrika und im Nahen Osten gegen England bis zum Sieg fortzusetzen, lehnte Hitler ab; ebenso ließ er am 12. Okt. 1940 alle weiteren Vorbereitungen für das Unternehmen „Seelöwe“ abbrechen. In einer Besprechung am 21. Juli 1940 beauftragte Hitler Walther von Brauchitsch, „militärisch“ das „russische Problem in Angriff zu nehmen“.

Der Überfall

Auf einer nächsten Besprechung mit von Brauchitsch und Franz Halder am 31. Juli 1940 legte Hitler den Termin für den Überfall auf das Frühjahr 1941 fest. Der Überfall. des Hitlerfaschisrnus auf Jugoslawien und Griechenland im Frühjahr 1941 führte dann zur Verschiebung des Termins bis zum Sommer 1941 (siehe: Barbarossa-Plan).

Quelle:
Sachwörterbuch der Geschichte Deutschlands und der deutschen Arbeiterbewegung. Dietz Verlag Berlin, 1970, S.659f. (Zwischenüberschriften eingefügt, N.G.)


Kranzniederlegung im strömenden Regen.
Putin im Gedenken an Kriegsbeginn

(Wir müssen hier einmal ein bißchen „Schleichwerbung“ machen. Seit langem schon liefert uns das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“ regelmäßig und zuverlässig Berichte (Übersetzungen) aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Diese Informationen sind deshalb so wichtig, weil in den bundesdeutschen Massenmedien immer noch tendenziöse Berichte, Halbwahrheiten und Lügen verbreitet werden.)

316276486de.sputniknews.com. Der 22. Juni ist in Rußland ein Gedenktag: Tag der Erinnerung und der Trauer. Der russische Präsident Putin und der Premierminister Dmitri Medwedew haben deshalb heute einen Kranz am Grab des Unbekannten Soldaten an den Mauern des Kremls in Moskau niedergelegt. An diesem Tag erinnert Rußland an den Überfall Nazideutschlands auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941.

Während der Zeremonie im Alexandergarten fing es an, heftig zu regnen: Präsident Putin, Premier Medwedjew und andere Teilnehmer gingen im strömenden Regen an das ewige Feuer an das Grabmal des Unbekannten Soldaten und legten dort einen Blumenkranz nieder. Außerdem haben die Föderationsratsvorsitzende Valentina Matwijenko, der Dumavorsitzende Wjatscheslaw Wolodin sowie Vertreter von Veteranenverbänden und weitere Regierungsmitglieder an der Kranzniederlegung teilgenommen.

In Rußland und 80 weiteren Ländern der Welt finden heute Zeremonien zum Gedenken an die Verteidiger des Vaterlands vor faschistischen Invasionstruppen statt.

Quelle (Bild und Text): Presseschau vom 22.6.2017


Siehe auch: Die Präventivkriegslüge

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8 Antworten zu Kranzniederlegung in Moskau zum Gedenken an den deutsch-faschistischen Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941

  1. giskoe schreibt:

    Hat dies auf giskoes gedanken rebloggt.

  2. gunst01 schreibt:

    Die Rote Armee befand sich zu deser Zeit bereits in Aufmarschposition und besaß nur Karten des mitteleuropäischen Raumes. Beides deutet darauf hin, dass im großen Schachspiel des WKII die Deutschen folgerichtig dem gepanten Angriff Stalins nach Mitteleuropa zuvor kamen. Für die USA war dieser Schachzug natürlich äusserst vorteilhaft.

    • sascha313 schreibt:

      …klar – und die russischen Panzer standen praktisch bereits an der Oder… das ist typische Hitlerapologetik, Herr gunst01! Sie brauchen diesen Mist hier nicht zu wiederholen! Und wenn Sie den Krieg für ein „Schachspiel“ halten, sollten Sie doch mal Ihren Therapeuten aufsuchen.

      • gunst01 schreibt:

        Sehr geehrter Sascha 313,
        nach so vielen Jahren könnte die Geschichte doch ganz entspannt betrachtet werden. Viele hatten damals ihr Eisen im Feuer und dies half den USA die Nachfolge Roms anzutreten. Keinen Widerspruch duldet eigentlich nur Gott und genau darauf verweist ja die geheimnis- volle Zahl 313.
        Nach der Regel der Gematria ergibt JHWH`s Name in der Quersummenbildung die Zahl 1565. Die dividiert durch die Zahl des Menschen, die 5, ergibt die 313. Als erstes fällt hier die Quersumme 7 ins Auge, die Dauer der Schöpfungswoche. Dass die 313 geradezu von göttlicher Natur ist, beweist sie aber nicht nur auf die Weise.

      • sascha313 schreibt:

        … da erübrigt sich jeder Kommentar! ))))

    • Deshalb hat ja auch der geniale Hitler den dummen Stalin mit dreimal stärkeren Kräften auch unterschätzt … und mehr als 40 Millionen Menschen der UdSSR ermordet, die bis 1953 auch 20 Millionen Menschen in Deutschland zum Opfer fielen!

      #

      Wen rasistiesche Nasis fersuchen, irre Mutersprache auf Babier zubringen, ist die Kacken bereids schwär am dapfen

    • Ulrich Schliz schreibt:

      Die Gans hat mich gebissen, sprach der Fuchs. Oder anders ausgedrückt: MEIN GOTT, WAS FÜR EIN QUATSCH!!!

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