Es ist ein harter, revolutionärer Kampf…

AufrufDen Krieg zu beenden und die Ausbeutung zu beseitigen – nichts leichter als das, denken sich die Genossen der Partei „Die Linke“. Man fordert die NATO auf, die Kriege zu unterlassen und transformiert den Kapitalismus auf demokratischem Wege zu einer solidarischen Gesellschaft mit Gemeinnutz und Erfrischungsgetränken für alle. Natürlich ist das Dummheit pur, wer so etwas glaubt. Doch hört man sich die Reden der Genossen von der Linkspartei vor einem fast leeren Saal an, dann könnte man auf einen ganz anderen Gedanken kommen: nämlich den, daß diese Abgeordneten das Wahlvolk wissentlich hinter’s Licht führen, nicht zuletzt, um sich ihre Abgeordenten-Diäten für die nächste Wahl-Periode zu sichern. Nein – die Beseitigung des Kapitalismus ist keineswegs ein Spaziergang – es ist ein harter, revolutionärer Kampf, der keine Nachsicht und keine Milde duldet. (Und zwar nicht durch Linksextremisten und Anarchisten, sondern durch das revolutionäre Proletariat!) Das beweist die Geschichte der Sowjetunion…

Verschwörungen und Putsche

Im Verlauf der ganzen Geschichte des Sowjetstaates unternahmen die Imperialisten immer neue Versuche, die Sowjetmacht zu stürzen und an ihrer Stelle die bürgerliche Ordnung zu errichten. Schon in den ersten Monaten der Existenz des Sowjetstaates organisierten die imperialistischen Mächte zusammen mit den russischen Weißgardisten antisowjetische Verschwörungen und Putsche. Die Imperialisten schritten damals zur offenen bewaffneten Intervention gegen die Heimat des Sowjetvolkes.

Dreiste Forderungen

Nachdem die Imperialisten eine militärische Niederlage erlitten hatten, hofften sie, die Sowjetunion wirtschaftlich unterjochen zu können. Auf der internationalen Konferenz im Jahre 1922 forderten sie dreist, die Sowjetregierung solle den ausländischen Kapitalisten die nationalisierten Betriebe zurückgeben und alle Schulden der zaristischen Regierung bezahlen. Unter diesen Bedingungen erklärten sich die imperialistischen Staaten bereit, dem Sowjetland geringe Anleihen zu gewähren. Die Sowjetregierung wies diese Forderungen entschieden zurück.

Wladimir Iljitsch Lenin sagte:
„Jeder Bauer und jeder Arbeiter weiß, daß er gegen diese Mächte Krieg geführt hat und daß sie ihn nicht besiegt haben … Wir sind schon geprüft worden. und zwar geprüft worden nicht durch Worte, nicht durch den Handel, nicht durch den Rubel, sondern durch den Knüttel.“ [1]

Erpressungsversuche scheiterten

Die Versuche der Weltbourgeoisie, einen Druck auf den Sowjetstaat auszuüben und das Sowjetvolk einzuschüchtern, scheiterten. Nachdem sich die kapitalistischen Staaten von der Unerschütterlichkeit der Sowjetmacht überzeugt hatten, traten sie – einer nach dem anderen – mit der UdSSR in diplomatische Beziehungen. 1924 wird das Jahr der „Anerkennungen“ genannt. In diesem Jahre nahmen viele kapitalistische Länder. die Verbindung mit.der UdSSR auf,

Das Kapital läßt sich nicht bändigen!

Aber trotzdem gaben die Imperialisten die Hoffnung nicht auf, die Reichtümer der Sowjetunion in ihre Hände zu bekommen und das Sowjetvolk zu versklaven. Die Imperialisten gaben sich der Hoffnung hin, sich nach der Aufnahme von Handelsbeziehungen mit der UdSSR deren Wirtschaft unterordnen und damit verhindern zu können, daß sich die Sowjetunion zu einer starken, von den kapitalistischen Ländern unabhängigen Industriemacht entwickele.

Weshalb so aggressiv?

Im „Kurzen Lehrgang der Geschichte der KPdSU(B)“ schrieb Genosse Stalin:
„ln der Erstarkung der sozialistischen Wirtschaft der Sowjetunion sahen die kapitalistischen Länder eine Bedrohung der Existenz des kapitalistischen Systems. Deswegen ergriffen die imperialistischen Regierungen alle möglichen Maßnahmen, um einen neuen Druck auf die Sowjetunion auszuüben, Verwirrung hervorzurufen, die Industrialisierung der Sowjetunion zu vereiteln oder zumindest zu hemmen.“ [2]

Sabotage und eingeschleuste Feinde

Die imperialistischen Staaten organisierten mit Hilfe der bürgerlichen Spezialisten Sabotageakte in der Industrie und in den übrigen Zweigen der sowjetischen Volkswirtschaft. Um den sozialistischen Aufbau zu vereiteln und den Boden für eine neue Intervention gegen die UdSSR vorzubereiten, unterstützten sie den Kampf der Kulaken gegen die Kollektivierung der Landwirtschaft und entsandten ihre Spione in das Sowjetland. Die Trotzkisten, Sinowjew- und Bucharinleute und die bürgerlichen Nationalisten, die alle im Auftrage der imperialistischen Spionageorganisationen handelten, setzten alles daran, die Macht des Sowjetstaates zu untergraben.

Handelsboycott und andere Provokationen

Gleichzeitig behinderten die Imperialisten den Außenhandel der Sowjetunion. Um einen Krieg gegen die Sowjetunion zu entfachen, organisierten die imperialistischen Regierungen alle möglichen Provokationen; sie ließen Vertreter der Sowjetmacht im Ausland ermorden und Überfälle (die Gebäude, Botschaften und Handelsvertretungen der UdSSR ausführen. 1927 organisierten die englischen Behörden einen Überfall auf die sowjetische Handelsvertretung. in London. Daraufhin brach die englische Regierung die diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen mit der Sowjetunion ab. Im Juni 1927 wurde der Gesandte der UdSSR in Polen, Genosse Wojkow, von einem russischen Weißgardisten ermordet, der polnischer Untertan war. Gleichzeitig warfen englische Spione und Diversanten Bomben in das Leningrader Klubhaus der Partei. Im Sommer 1927 kam es zu Banditenüberfällen auf die Botschaften.

Nicht auf Provokationen reagieren!

Die Sowjetregierung fiel jedoch auf diese Provokationen der Imperialisten nicht herein. Sie verfolgte eine feste Friedenspolitik und stärkte im Hinblick auf die wachsende Kriegsgefahr gleichzeitig die Verteidigung des Landes. 1929 schlug die Sowjetunion einen neuen Versuch, sie in einen Krieg zu verwickeln, entschlossen zurück.

Im Sommer jenes Jahres bemächtigten sich im Auftrag der Imperialisten Banden reaktionärer chinesischer Generale und russischer Weißgardisten der Ostchinabahn und unternahmen einen Überfall auf die fernöstlichen Grenzen der Heimat des Sowjetvolkes. Aber der Überfall der chinesischen Militaristen wurde in kürzester Frist abgewehrt. Die von der Roten Armee geschlagenen chinesischen Militaristen zogen sich zurück, und zwischen den sowjetischen und chinesischen Behörden wurde ein Übereinkommen geschlossen. Im gleichen Jahre – 1929 – wurden zwischen der UdSSR und England die diplomatischen Beziehungen wiederaufgenommen .

Zitate:
[1] W.I. Lenin, „Über den Kampf um den Frieden“, Dietz Verlag, Berlin 1951, S.283.
[2] „Geschichte der KPdSU(B), Kurzer Lehrgang“, S.352.

Quelle:
Lehrbuch für die politischen Grundschulen, Erster Teil. Dietz verlag Berlin, 1951, S.178-180. (Zwischenüberschriften eingefügt, N.G.)

Also: Es bleibt festzustellen, daß die kapitalistischen Länder, die Monopolherren und ihre Regierungs-Lakaien (wie Lenin treffend sagte) in der Erstarkung der sozialistischen Wirtschaft „eine Bedrohung der Existenz des kapitalistischen Systems“ sahen. Und das völlig zurecht. Denn der Kapitalismus ist zwar die Existenzgrundlage einer weniger reicher und superreicher Schmarotzer, aber er gefährdet die Existenz der gesamten Menschheit. Deshalb wird er beseitigt werden müssen. Und zwar nie und nimmer durch Terroristen oder irgendeinen einen (angeblich linksextremen) „schwarzen Block“, sondern einzig und allein durch die Arbeiterklasse selbst. Niemand kann das für die Arbeiter tun, auch nicht irgendeine Partei oder Regierung!

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Arbeiterklasse, Geschichte der UdSSR veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

9 Antworten zu Es ist ein harter, revolutionärer Kampf…

  1. Politnick schreibt:

    Natürlich führen die Abgeordneten — gleich welcher Partei — ihr Wahlvolk hinters Licht. Da ist vom staatsmonopilistischen kommunistischen Kapitalismus die Rede, vom Roten Terror und davon dass Bolschewiki Terroristen waren. Wer ständig mit solch einem Mist gefüttert wird, glaubt dann auch dass sich G20 Staaten um den Klimawandel kümmern, dass Ostermärsche den Frieden sichern, dass Die Linke kommunistisch ist und dass alle die nach Deutschland kommen Flüchtlinge sind.

    Dabei kommen Letztere ja gerade recht, die Miet- und Immobilienpreise in die Höhe zu treiben, Hass zu säen und Neid zu verbreiten — Alles Dinge von denen der Kapitalismus profitiert ohne Ende genauso wie einst das preußische Junkertum vom Hugenottendeal und der Vertreibung slawischer Völker als Mittel zur Unterdrückung, Ausbeutung und Plünderung des eigenen Volkes.

    G20 — das ist der Kampf um die Neuaufteilung der Welt begleitet von Krawallen die auf die Neuaufteilung eines attraktiven Wohnviertels abzielen — nur darum geht es. Die Medien jedoch haben nichts anderes zu tun, als Falschmeldungen zu verbreiten.

    Deutschland und die Europäische Union sind politisch rückständig weil sie auf einer Gesellschaftsordnung beruhen die keine Zukunft hat — stand in Hamburg übrigens auf einem der Plakate geschrieben aber bei den vielen Falschmeldungen ist das ja wieder völlig untergegangen.

    Freundschaft 😉

  2. Politnick schreibt:

    Eine kleine Ergänzung noch: Auch in Deutschland gab es Bestrebungen die Beziehungen zu Russland zu normalisieren, als ein Erbe Bismarcks sozusagen. Diese Bestrebungen führten 1922 zum Abschluss der Rapallo-Verträge, was von reaktionären Kreisen und insbesondere von der im Entstehen begriffenden NSDAP mit allen Mitteln sabotiert wurde. Die Ermordung Walther Rathenau war nur eines der Attentate auf den Rapallo-Vertrag und letztendlich triumphierte Hitler in „Mein Kampf“ nur wenige Jahre später, dass „man sich für Kredite aus dem Westen entschieden hatte“ und nannte hierzu auch den Dawesplan namentlich.

    Dass der Dawesplan ab 1924 über die Thyssenbank hauptsächlich die NSDAP finanzierte und damit unmittelbar die ökonomische Grundlage für den Sturz der Weimarer Republik darstellte, hat Hitler natürlich geflissentlich verschwiegen. Vielmehr wurde offiziell verkündet, dass mit den Anleihen des Dawesplan die Besetzung des Ruhrgebietes beendet werden sollte, was zwar auch passierte, aber das Rheinland war schließlich bis 1930 besetzt.

    Letztendlich war die Weltwirtschaftskrise, die 1929/30 das deutsche Volk mit voller Wucht getroffen hat, auch nur das Ergebnis dieser nach der Wallstreet/USA ausgerichteten Politik die ihrerseits ja auch ihr eigenes Volk geopfert hat um den Faschismus in ganz Europa zu unterstützen. Mit dem Dawesplan kamen Ford und GM nach Deutschland und der 1930 in Kraft getretene Youngplan als Ablösung des Dawesplanes stellte eine langfristige wirtschatliche Abhängigkeit Deutschlands den USA gegenüber sicher — und genau deswegen wurde Deutschland auch geteilt — der Marshallplan brauchte ein eigenes Wirtschaftsgebiet, ganz im Sinne von Hitler nur halt ohne Hitler.

    Und wenn Merkel sich heute hinstellt und sagt, auf die Deutsche Automobilindustrie kommen schwere Zeiten zu, meint sie in Wirklichkeit Folgendes:

    VW als weltweit führende Automobilhersteller ist GM schon lange ein Dorn im Auge. Die werden demnächst fusionieren, aber ob GM+VW=GM dann heißt oder GM+VW=VW ist vollkommen egal, siehe Monsanto Deal. Nur die Folgen, in erster Linie ein massiver Stellenabbau sollten klar sein. Gesiste wiederholt sis eben doch Frau Kanslerin.

    Wie die kleine DDR es geschafft hat, dass trotz gepfändeter Reichsbahn die Züge fuhren grenzt an ein Wunder — vollbracht vom Fleiß der Arbeiterklasse!

    Freundschaft 😉

    • sascha313 schreibt:

      Was meinst Du mit „Beziehungen zu Rußand normalisieren“? Es gab und gibt immer irgendwelche internationalen Beziehungen. Ob die nun „normal“ sind oder nicht, hängt immer von den Interessen der Vertragspartner ab. Als der frz.Kapitalismus z.B. nach 1887 zum Hauptgläubiger des zaristischen Rußlands wurde, ließ Bismarck in der deutschen Presse eine Kampagne gegen Rußland inszenieren – „normale Beziehungen“ sehen anders aus…

      Waren denn die Beziehungen der DDR zur BRD etwa „normal“?
      Nein, zu keiner Zeit. Es waren die Beziehungen zwischen Staaten unterschiedlicher Gesellschaftsordnung. Und bekanntlich existierte die Sowjetunion seit ihrer Gründung 1917 – es konnte damals also keine separaten „Beziehungen zu Rußland“ geben, und schon gar keine „normalen“! (Allerdings wurde Deutschland mit Hilfe des im Oktober 1925 abgeschlossenen Locarno-Verrtrages in den antisowjetischen Block einbezogen. (Gr.Sowjet-Enzykl.1952, Bd1, S.719. Doch das nur am Rande!)

      Und …Moment mal: Reichsbahn „gepfändet“? Wo steht denn das? Und was hat denn der Dawesplan und GM mit der ganzen Sache zu tun?

      • Politnick schreibt:

        Kurz gesagt: Die USA haben die Verlierersituation Deutschlands im 1. WK ausgenutzt und sich bereits 1915 zum Ziel gesetzt die Länder Europas zu kolonialisieren. Lenin nannte dieses Ziel „Die Vereinigten Staaten von Europa“ und Churchill später nannte es „Die Europäische Union“.

        Der Ausruf der Weimarer Repubik war für die USA bei der Verwirklichung ihres EU-Planes eine politische Niederlage die mit allen Mitteln korrigiert werden musste. Kapp-Putsch 1920, Rathenaumord 1922 und Hitlerputsch 1923 legen darüber Zeugnis ab. Erst mit dem Dawesplan 1924 jedoch, stand die politische Ökonomie für den Sturz der Weimarer Republik und vor allem für die Zeit danach. Der Hitlerputsch 1923 kam diesem Plan zur rechten Zeit entgegen und natürlich ist es auch kein Zufall dass Hitler nur ein Jahr später aus der Haft entlassen wurde, im Jahr 1924 nämlich als der Dawesplan in Kraft gesetzt wurde.

        Sicher war es für die Anleihe eine der Bedingungen, amerikanische Fahrzeugbauer in Deutschland anzusiedeln, die Praxis des Kapitalexport war ja auch 1925 nicht neu. Und die Generalprobe für die weitere Kreditwürdigkeit und insbesondere für den Youngplan war 1929/30 auch diese Krise wurde von der Wallstreet heraufbeschworen.

        Der Youngplan mit seinen Milliardenanleihen kam mit Laufzeiten bis weit in die 80er Jahre und mit der Teilung Deutschlands und dem Marshallplan verblieb auch die wirtschaftliche Abhängigkeit Deutschlands. Mit der EU wurden für die Staaten „Träume wahr“, die Kolonialisierung Europas ist im vollem Gange. Das Ausmaß dieser politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Rückständigkeit ist sichtbar.

        Freundschaft 😉

      • sascha313 schreibt:

        Ja, natürlich ist das richtig Politnick. 😉 So gesehen ist auch klar, die imperialistischen Staaten (allen voran die USA und die BRD) lassen kein Mittel unversucht, um ihre Kolonialisierungs-bemühungen auf die ganze Welt auszudehnen. Hinzu kommen kapitalexport und Waffenlieferungen in alle Erdteile. Die Imperialisten verstanden schon immer, langfristige Profite zu ergaunern.

  3. Politnick schreibt:

    Korrektur auch, lieber Sasche: Die DR wurde für den Dawesplan gepfändet 1924. Sorry für die Verwechslung, die DDR hatte „nur“ die Kosten der Reparationen zu tragen, was sich natürlich auch nachhaltig auf den Bahnbetrieb auswirkte. Und sie bewegt sich doch – hieß es damals oft …

    Freundschaft 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s