Friedrich Engels: Was nötig ist…

Partei

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12 Antworten zu Friedrich Engels: Was nötig ist…

  1. ropri schreibt:

    Ergänzung: Diese Partei zeichnet sich aus durch Einigkeit und Geschlossenheit ihrer Mitglieder sowie deren festes Klassenbewußtsein.

    • sascha313 schreibt:

      P.S. Der Text ist von einem Einband des Programms der SED, 1986 überreicht durch Erich Honecker zum Friedensaufgebot der FDJ. Hab‘ noch nicht gefunden, wo Engels das schrieb:

      • Nach “Kleines Wörterbuch der Marxistisch-Leninistischen Philosophie“, Seite 201, soll das in MEW, 37, 326 stehen.

      • sascha313 schreibt:

        Richtig, Danke für den Hinweis, Georg!
        Engels schrieb an Gerson Trier in Kopenhagen:

        „Daß das Proletariat seine politische Herrschaft, die einzige Tür in die neue Gesellschaft, nicht erobern kann ohne gewaltsame Revolution, darüber sind wir einig. Damit am Tag der Entscheidung das Proletariat stark genug ist zu siegen, ist es nötig – und das haben M[arx] und ich seit 1847 vertreten daß es eine besondre Partei bildet, getrennt von allen andern und ihnen entgegengesetzt, eine selbstbewußte Klassenpartei.

        Darin liegt aber nicht, daß diese Partei nicht momentan andre Parteien zu ihren Zwecken benutzen kann. Darin liegt ebensowenig, daß sie nicht andre Parteien momentan unterstützen kann in Maßregeln, die entweder unmittelbar dem Proletariat vorteilhaft oder die Fortschritte im Sinn der ökonomischen Entwicklung oder der politischen Freiheit sind. (Quelle: Engels an Gerson Trier, 18.Dezember 1889, MEW, Bd.37, S.326)

        Anmerkung: Ein interessanter Hinweis von Engels
        a) momentan andre Parteien zu ihren Zwecken benutzen,
        b) andre Parteien momentan unterstützen
        wenn das vorteilhaft ist bzw. Fortschritte bringt!

    • Harry56 schreibt:

      Die besten Voraussetzungen einer S E K T E ! 😦

      • Diese Einsicht von Engels, die Marx und später Lenin teilten, ist mitnichten Voraussetzung [zur Bildung] einer Sekte! sondern Voraussetzung und Bedingung — wie ja die Oktoberrevolution bewiesen hat — das Proletariat zum Sieg über den Kapitalismus zu führen!

        Diese Erkenntnis bildete sich aus der Niederlage der Kommune heraus. … und … übrigens lehrt uns dies auch die “Menschheits-geschichte“ der letzten mindestens sechstausend Jahre: ohne Organisation, ohne Struktur, ohne Avantgarde oder Hirten, zerstreut sich die Schafherde (Metapher aus der Bibel).

        „Daß das Proletariat seine politische Herrschaft, die einzige Tür in die neue Gesellschaft, nicht erobern kann ohne gewaltsame Revolution, darüber sind wir einig. Damit am Tag der Entscheidung das Proletariat stark genug ist zu siegen, ist es nötig, daß es eine besondre Partei bildet, getrennt von allen andern und ihnen entgegengesetzt, eine selbstbewußte Klassenpartei.“ Engels

        „Die historischen Erfahrungen der Arbeiterbewegung haben diese Theorie völlig bestätigt. Wer danach, wie der moderne Revisionismus, die Notwendigkeit der m.-l.P. Und ihrer Leitung leugnet, wendet sich im Grunde gegen die historische Mission der Arbeiterklasse, gegen die sozialistische Revolution und den Sozialismus überhaupt!“ (Zitat aus dem o.g. Wörterbuch, S. 201)

        1917 stimmten 38% für die “Sozialrevolutionäre“ (im klassischen Bündnis mit Nationalisten und Kapitalisten), 24% für die Bolschewiki (vor allem >90% Soldaten und Arbeiter!!!)

      • sascha313 schreibt:

        Stimmt. Da hat sich Harry sicher geirrt 🙂
        oder er meint etwas anderes…

  2. Harry56 schreibt:

    Kleine Richtigstellung, Klarstellung. Mit Sekte zielte ich auf diese gegenwärtigen pseudo-kommunistischen …. WIE soll man sie eigentlich richtigerweise bezeichnen???.. 🙂

    Nun die Partei der Bolschewiki! Einheit, Geschlossenheit, Klassenbewusstsein, ja, alles richtig nach meinen Kenntnissen, aber dies vor allem in den Zielen. In der praktischen Umsetzung gab es unter den Bolschewiki immer auch verschiedene Meinungen, Ansichten, unterschiedliche Vorstellungen zur richtigen Taktik. Und natürlich wurde das auch immer offen diskutiert. Selbst am Vorabend des 25. Oktobers gab es Meinungsverschiedenheiten bezüglich des richtigen Zeitpunktes des „Losschlagens“.

    Lenin gewann die Mehrheit, und sie handelten dann auch alle fest und entschlossen zusammen, die vorherigen Gegner als auch die Befürworter von Anfang an. So ging es auch später zu, immer wieder entbrannten um wichtige Fragen hitzige Debatten über den richtigen WEG (nicht das Ziel). Wie wir heute wissen, begann erst viel später sich die KPdSU in eine eher sozialdemokratische Partei zu verwandeln.

    Die KPdSU war natürlich niemals eine Sekte, ob zunächst als sehr kleiner Haufen, später als Partei mit einigen Millionen Mitgliedern. Auch die SED war zumindest in den Anfangsjahren eine durchaus lebendige Partei. Auch hier, erst in den späteren Jahren wurden offene freimütige Diskussionen durch einfache „Losungen“ ersetzt, wurde vieles zu reinen Ritualen. So jedenfalls klagen heute viele damaligen Genossen. Den Rest kennt ja jeder.
    Beste soz. Grüße!

  3. Ulrike S. schreibt:

    Vielen Dank für sehr interessante Artikel, die den Horizont erweitern können.
    Nun habe ich aber ein Anliegen. Kommunisten online habe ich sehr gerne besucht, und mich über vieles, sachlich kompetent, mit Klassenstandpunkt informieren können, bis zum heutigen Tage war es möglich, Kommunisten online aufzurufen.
    Seit heute Morgen nicht mehr. Von meinem Rechner sind die gespeicherten Artikel etc. und auch das Archiv ist nicht mehr zu erreichen. Eine Quelle historischen Wissens kann doch nicht einfach verschwunden sein ???? Gibt es eventuell eine andere Möglichkeit weiter diesen „Schatz“ bergen zu können ? Der Tod von Günther Ackermann hat mich betroffen gemacht, obwohl oder gerade, weil seine Haltung mir sehr großen Respekt abverlangt hat.

    Es ist nicht möglich tragfähige Informationen zu bekommen. Oder ist es gewollt, eventuell von den Angehörigen, die Seite zu schließen? Ins Archiv zu gelangen, müsste aber doch dann möglich sein? Also, über eine Antwort in unsicheren Zeiten würde ich mich freuen. Eine andere Mail Adresse habe ich nicht finden können. Na ja, Not macht eben erfinderisch.
    Vielen Dank und rote Grüße
    Ulrike

    • sascha313 schreibt:

      Liebe Ulrike,
      schön, daß Du hierher gefunden hast. Ja, seitdem Günter Ackermann gestorben ist, hat sich noch keiner gefunden, der das leisten kann, was er geleistet hat. Es ist ein großer Verlust! Seine Seite war auch aufgrund der damit verbundenen Probleme (Anfeindungen u. Klagen) nicht „vererbbar“ und wurde, nachdem der Bezahlbeitrag ausgelaufen ist, nun durch den Provider vom Netz genommen. Ich weiß nicht, ob man irgendwo noch Spuren davon finden kann.

      Es gibt also nur die Möglichkeit, selber einen Blog aufzumachen und (unter Beachtung der notwendigen Vorsichtsmaßnahmen – betr. Urheberrecht usw.) auf andere Art sein Werk fortzusetzen. Natürlich kannst Du hier Texte übernehmen, denn es sind fast alles Übernahmen aus DDR-Büchern. Du kannst Dich ja mal hier durchpuzzeln (Stichwort-suche rechts oben) oder einfach zurückblättern. Den meisten Artikeln ist eine pdf-Datei angehängt, um sich das ganze auch ausdrucken zu können. Viele ML-Bücher sind ja heute zur Rarität geworden.
      Rote Grüße!
      Sascha

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