Der politische Analphabetismus

AnalphabetenIn der BRD gibt es etwa 7,5 Millionen Analphabeten. Das sind Menschen, die weder Lesen noch Schreiben können. In der DDR gab es nicht einen einzigen! Heute gibt es jedoch noch eine weitere Art von Unwissenheit. Und die ist schlimmer. „Der politische Analphabetismus“, so schreibt der Autor malcom.z in einem seiner Bücher, „mit seiner Auflösung und Vergessensmachung der Begriffe, der Ersetzung der materialistischen Dialektik durch den Jesus-Dualismus, mit seinen hysterischen Anfällen, seiner Scheinobjektivität, seinen ‚Diktaturen-Vergleichen‘ und sonstigen HaSS-Orgien ist die Fortführung der Nazi-Ideologie unter anderem Namen.“ Lesen wir also hier, was es mit dem politischen Analphabetismus auf sich hat.

Was ist politischer Analphabetismus?

Ich verwende den Terminus „politischer Analphabetismus“. Diese Benennung der Qualität ist innerhalb des BRD-öffentlichen Blödsprech nicht üblich. Innerhalb des politischen Analphabetismus kann der politische Analphabetismus nicht benannt und also auch nicht reflektiert werden, der politische Analphabet ist blind für das Unvermögen, das aus dem Diktat des tagtäglichen Propaganda-Schwachsinns und aus den Einredungen der analphabetischen Professoren der sozialwissenschaftlichen Studien­gänge folgt. Womit allein diese Herrschaftssprechtechnik schon zeigt, zu welchem Zweck sie konstruiert wurde und mit welchen Zielen tagtäglich an ihr gefeilt und herumgelogen wird. Das hat immerhin den Vorteil, daß die Herrschaft diesen Begriff nicht mit der üblichen Pseudobedeutung gefüllt hat, daß also Leser nicht denken, sie wüßten, was das sei und es doch überhaupt nicht oder nur falsch wissen. Wie bei den Termini „Freiheit“, „Ideologie“, „Propaganda“, „Unrechtsstaat“ usw.

Das ist übrigens ein wesentlicher Unterschied zum Marxismus. Wie auch zur europäischen Aufklärung seit dem 18. Jahrhundert und der materialistischen Philosophie seit der griechischen Antike, zu deren Qualitäten es gehörte, daß sie sich selbst reflektieren konnten und über sich selbst angemessene Aussagen machten.

Falsche Ideologie und Propaganda

Ich zeige auch einige Anwendungen dieser Verblödungsmethode, nämlich des politischen Analphabetismus sowie ihre Ergebnisse auf. Daß und warum das Regime „In Rechtsnachfolge in ldentität“ [1] Adolf Hitlers heute das Wort „Ideologie“ falsch verwendet, das in der originalen Adolf-Joseph-Propaganda nicht oder kaum vorkam, genauso falsch wie das mit diesem Wort eng zusammenhängende Wort „Propaganda“, das die Original-Nazis sogar außerordentlich betonten, habe ich ebenfalls mehrfach gezeigt. Zum besseren Verständnis des Funktionierens des arischen [2] Falschsprech als Verblödungs- und also Herrschaftsmittel will ich hier kurz ein Modell aufmachen, das das Funktionieren dieses Falschsprech beschreibt.

Das auch auf die Falscherklärung des Stählernen und also der Sowjetunion, ihrer Aktivisten und Leistungen, auf die Arbeiterbewegung, auf die DDR und ihre Verteidiger usw. erklärend anzuwenden ist, wenn man die Qualität und Verlogenheit der heutigen Propaganda verstehen und hinter den Lügen Wahrheit erkennen will. Wenn man denn – entgegen der herrschenden Jesus-Kult-Propaganda – noch zu denken in der Lage ist, daß es so etwas gibt wie Wahrheit.

Die Verzerrung der Wirklichkeit

Nicht zuletzt über den Stählernen, dessen Zerrbild und die Entzerrung desselben der Schlüssel für alles andere ist. Zumeist auch ohne Zugang zu den von den derzeitigen Siegern der Geschichte unter Verschluß gehaltenen Archiven und ohne die Hilfe der unter ihrem Befehl stehenden Statistiker und sonstigen Volksbefrager. Denn die Falscherklärung des Sozialismus funktioniert immer und gegen alle und alles mit diesen Instrumenten; die Portierung dieser antisozialistischen Erfolgsmethode ist seither unendlich oft geschehen und wird auch ins Unendliche verlängert.

Unterwerfung und falsches Denken

Der Sinn des Unsinns liegt klar zutage: Die Unterwerfung der Unteren unter die falsche Wörter [3] und die falschen Erzählweisen ist die Unterwerfung unter falsches Denken. Und nicht zuletzt: Das Diktat von Gehorsam. Je größer die Abweichung der Falschbenennung von Wahrheit und Vernunft, also je falscher das falsche Denken und dessen Artikulation, desto größer die Unterwerfung und desto effektiver die Kontrolle. Der Streit um die Wahrheit, also ob es sie gibt und was sie sei, war einer der heftigsten ideologischen Auseinandersetzungen in der DDR insbesondere ab der KSZE-Schlußakte und den Fascho-Korrespondenten wie Lothar Loewe.

Die Lügen in der Politik

Und es versteht sich fast von selbst, daß die Anti-Wahrheits-Lügner in den Kirchen-Fuzzis mehrheitlich quasi natürliche Verbündete hatten. Daß dieses Regime gleichzeitig die Existenz einer Wahrheit leugnet im StGB aber die Richter zur Wahrheitsfindung verpflichtet und was das für alle Falschbeschuldigten, insbesondere die seit 1990 angeklagten DDR-Bürger bedeutet, darf schon gar nicht öffentlich reflektiert werden. Da kann man alle Sprachkritiken oder „kritischen“ „Aufklärungs“-Bücher und Sendungen zum BRD-Justiz-Regime hernehmen: Man wird nicht die kleinste Andeutung finden. Wenn das kein politischer Analphabetismus ist!

Anmerkungen:
[1] Einer der schon recht alten Blödsprüche der in Karlsruhe residierenden Rotkutten-Clowns mit tagtäglicher weitestgehend unbekannter Verbrechens-Praxis. Z.B. indem sie fast 100% der Beschwerden gar nicht erst annehmen und fast 100% der angenommenen falsch bescheiden. Was aber nicht gemeldet wird. Gemäß der goebbelschen Propaganda-Lehren werden dort ab und an gern Nonsens-Sprüche abgelassen, völlig sinnloses Zeugs, nämlich zum Zweck der Volksverblödungsunterhaltung, also zur Veröffentlichung. das aber möglichst hochtrabend klingt. Z.B. als Beschlüsse über Nachbarschafts-Knallerbsenstrauch-Streits. Die Methode, wirres Zeug als Weisheit letzter Schluß zu verkaufen, kennt die europäische Kultur schon von den aus der griechischen Antike überlieferten Sehern und sonstigen Orakeln. Jeder, der sie noch im Schrank hat, die sprichwörtlichen Tassen, weiß: Man kann nicht mit dem eigenen Rechtsnachfolger identisch sein, man kann nicht gleichzeitig der Vater und der Sohn sein. Doch halt: Trickbetrüger können es vielleicht doch. Und denken sowieso, vor allem die in den schwarzen Kutten. Von wegen Vater, Sohn und heiliger Geist usw.
[2] Der arische Falschsprech ist die Sprache arischer Herrschaft. Diese wiederum wird hier verstanden als die jeweilige Herrschaftsform einer ausbeutenden Minderheit über die den gesellschaftlichen Reichtum schaffenden Mehrheiten. Innerhalb dieser gesellschaftlichen Modellvorstellung der arischen Herrschaft sehen wir, daß sich über die Jahrtausende immer eine Minderheit gefunden hat, die es bequemer fand, raufen und morden zu üben, um mit diesen erworbenen Fähigkeiten, denen, die die Rücken krumm machen und die Hände zum arbeiten benutzen, um der Erde die Früchte und Materialien für ein besseres Leben zu entreißen, das durch Arbeit Erworbene wegzunehmen. Sei es lediglich mittels Drohung mit ihren Mordsfähigkeiten, also mittels Erpressung, sei es mittels Krieg, Raub, Mord und Totschlag. Die brutalste und effektivste arische Herrschaft hat sich in den letzten über 2000 Jahren unter dem Zeichen des Jesus-Hass- und -Mordkreuzes entwickelt. Das bekanntlich zu dem selben Zweck in Münchner Gerichtssälen herumhängt. Von den Kreuzzügen über die Errichtung der Kolonialreiche Groß Britanniens, Frankreichs, Belgiens, der Niederlande, Spaniens, Portugals usw., damals alles „christliche“ „Zivilisationen“ mit gut- „christlichen“ Monarchen, den antisowjetisch-antislawischen Vernichtungskrieg ab 1939, die Weltherrschaftskriege der Amis in Korea, Vietnam und sonstwo bis zu den derzeitigen Vernichtungs- und Zerstörungskriegen der „Christen“ gegen die arabische Welt und die des Islam. Dessen geradezu läppischen Notwehr-Vergeltungsantworten – hier ein World Trade Center, dort ein Überfall auf ein Fußball- oder Rockkonzert-Event – in eine mittelalterlich-rückschrittliche Terror-Aggression umgedeutet wird, derer sich das christliche Abendland erwehren müsse. Immerhin schaffen es die Überfallenen und Gedemütigten. anders als zur Zeit der Kreuzzüge, nahe an die Orte der Aggression zu gelangen: London, Paris, Neu-York. In allen Fällen wird – zumeist erfolgreich – von den USA und Europa aus versucht, Rohstoff-Preise, Marktzugänge, Wechselkurse, Zugriff zu den Arbeiterheeren mittels Waffeneinsatz zu regulieren. Und zwar nicht zugunsten der Überfallenen.
[3] Zwei Beispiele hierzu: „Neger“ und „ehemalige DDR“.
a) „Neger“ darf nicht gesagt werden. Angeblich ein böses Wort. Wer „Neger“ sagt, wird öffentlich sofort auf die politische Korrektheit verwiesen, also daß er es nicht sagen dürfe. Wenn er oder sie sich nicht sofort korrigiert, erfolgen Exkommunikation, Verachtungsgesten, Lächerlichmachung. Tatsächlich ist „Neger“ gar kein böses Wort, und also ist die Befolgung oder Nichtbefolgung des Sprachdiktats eine Meßlatte der Unterwerfung und Gedankenlosigkeit.
b) „Ehemalige DDR“ ist eine Zwangstautologie, muß also benutzt werden, wenn die DDR benannt wird. Jedenfalls gemessen an der total durchgesetzten Rechtsauffassung, daß die DDR ab dem 3.10.1990 nicht mehr existiere. Tautologien gelten nicht als schlechtes Deutsch, sondern als falsches. Insbesondere Leuten, die beruflich mit der Sprache umgehen, werden dauerpropagandistisch genötigt bis erpreßt, diese Tautologie zu verwenden. Gegen alles, was sie mal im Deutsch-Unterricht gelernt haben. Das „ehemalige“ darf bei Nennung der DDR nicht weggelassen werden. Ersatzwörter sind „alte“, „frühere“ u.a.m. Allerdings scheint der Druck Mitte der 2010er Jahre nachzulassen, nach 25 Jahren Verwendung dieses Schwachsinns. Das ist dahingehend zu verstehen, als das „ehemalige“ nun automatisch weiter gedacht wird, auch wenn es nicht mehr gesagt werden muß.
Die Weglassung und Verwendung wird gerade durch die Falschheit der Korrektheits-Diktate und durch Nicht-Erklärung des Warum zum Zensur und Selektions-Kriterium: Wer „ehemalige DDR“ zu verwenden ablehnt, zeigt, daß er oder sie selber denkt und Vernunft über das herrschaftliche Diktat stellt. Ergo: Ungeeignet für Besser-Verdiener-Jobs und für Entscheidungs-Positionen. Analoges zeigt derjenige an, der mal darüber nachdenkt, warum man „Neger“ nicht sagen dürfe und zu einem vernünftigen Schluß kommt und also entgegen dem Verblödungs-Diktat „Neger“ sagt.

Quelle:
malcom.z: Der Stählerne 5 Bde., Edition Flaschenpost, 2017, Bd.V, S.1-5.

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8 Antworten zu Der politische Analphabetismus

  1. Politnick schreibt:

    „Ein Mohr voll Bösheit und Pläsir — schießt auf das Elefantentier.
    Da dreht der Elefant sich um — und folgt dem Neger mit Gebrumm…“

    Ist das nicht herrlich? Ich liebe Wilhelm Busch, er war Humanist! Und ohne Wilhelm Busch hätte es meine Kindheit nicht gegeben. Wenn es draußen knackig kalt war und „..so manche Krähe tot vom Baume fiel..“ (Der Eispeter, W.B.) saßen wir dicht gedrängt am Kachelofen und mein Vater las aus dem großen Wilhelm Busch Album, erschienen im Kinderbuchverlag Berlin.

    Auf den Spuren meiner Kindheit: http://rolfrost.de/busch.html
    Wir lassen uns doch von Rassisten keinen Rassismus unterschieben!
    Frendschaft 😉

    • Juche schreibt:

      „Wir lassen uns doch von Rassisten keinen Rassismus unterschieben!“
      Von Rassisten wird der Vorwurf Rassismus nicht kommen, eher Beifall für solche Kommentare

      • sascha313 schreibt:

        Auch wenn ich mich hier wiederhole: Nach Ihrer Lesart, Herr Juche, waren folglich Karl Marx, Wilhelm Busch und die Herausgeber des DDR-Kinderbuches übelste Rassisten….

        Da kann ich jedoch Politnick nur beipflichten – Karl Marx schrieb 1846 an Annenkow: „Vorderhand werden Sie zugeben, daß ein Mensch, der die gegenwärtige Gesellschaftsordnung nicht begriffen hat, noch weniger imstande ist, die Bewegung, die sie umwälzen will, und den literarischen Ausdruck dieser revolutionären Bewegung zu begreifen.“ (MEW, Bd.4, S.556)

  2. Juche schreibt:

    Warum besteht dieser malcom.z partout darauf den rassistischen Begriff „Neger“ zu verwenden? Die Gleichstellung „Neger“ und „ehemalige DDR“ ist ebenfalls sehr fragwürdig

    • sascha313 schreibt:

      Wieso? Und wieso ist der Begriff „Neger“ rassistisch? Wenn man Marx gelesen hätte, wüßte man, daß der Begriff „Neger“ absolut keine rassistische Bezeichnung ist… „Ein schönes Argument für die Sklavenhändler, aus dem Neger die Menschheit herauszupeitschen…“ schreibt Karl Marx (MEW Bd.1/ S.56).

      Und wohl auch haben Sie nicht begriffen, daß Versklavung absolut nichts mit Hautfarbe, Geschlecht oder Religion zu tun hat, sondern ausschließlich mit der Klassenzugehörigkeit – weswegen ein Vergleich ausgebeuteter und unterdrückter Klassen und Bevölkerungsgruppen keineswegs „fragwürdig“, sondern durchaus gerechtfertigt ist!

    • Wer hat Ihnen denn den Bären aufgebunden, dass „Neger“ ein rassistischer Begriff ist?

  3. Rolf schreibt:

    Mit wem sollten wir „Juche“ in Gleichstellung bringen?
    Oder verstehen wir uns nur falsch?

    Rolf

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