Glyphosat: Alarmstufe ROT.

umweltgiftAuch wenn der nun folgende Text für den Nicht-Fachmann aufgrund der vielen Fachbegriffe vielleicht etwas schwer verständlich erscheinen sollte, geben wir ihn trotzdem als Empfehlung zum Lesen weiter, denn er betrifft uns alle. Und er betrifft dieses verbrecherische kapitalistische System, unter dem wir heute leben.

Die EU-Kommission hat im Mai angekündigt, dass sie beabsichtigt, die Zulassung von Glyphosat (aktiver Wirkstoff im meistverkauften Unkrautvernichter/ Herbizid) für weitere 10 Jahre zu verlängern. Das war zu erwarten, nachdem die  EFSA im November 2015 die chemische Substanz als „unwahrscheinlich krebserregend“ eingestuft hatte und auch die ECHA dafür einen „Persilschein“ ausstellte (wie vorher das deutsche BfR). Das war jedoch ein eklatanter Widerspruch zu den Feststellungen der WHO-Krebsforschungsagentur IARC, die Glyphosat im März 2015 als „wahrscheinlich krebserregend“ bewertet hatte. (Mehr über die politischen Hintergründe gibt es hier und hier).

Am 4. Oktober soll nun eine endgültige Abstimmung des EU-Ministerrates stattfinden, bei dem die Umweltminister entscheiden, ob es eine „qualifizierte Mehrheit“ für die weitere Zulassung von Glyphosat geben wird.

WARUM IST GLYPHOSAT SO SCHÄDLICH FÜR MENSCHEN UND TIERE?

In den USA wurde Glyphosat schon 1985 (von der EPA) als „carcinogen“ also wahrscheinlich krebserregend für Menschen (Gruppe C) eingestuft, weil es genug Studien gab, die diese Bewertung untermauerten. Aber am 26. Juni 1991 hat das „Peer Review Komitee“ diese Daten neu „bewertet“ und dann nur mehr eine Einstufung in Gruppe E festgelegt. Demnach war Glyphosat plötzlich nicht mehr krebserregend für Menschen. Es ist also offensichtlich, daß hier massive Korruption vorliegt.

Tierfütterungs-Studien, die in den 1970er Jahren von Monsanto der EPA  im Rahmen der Erst-Zulassung von Glyphosat vorgelegt wurden, haben nie das Licht der Öffentlichkeit erblickt (kein Wunder).

Doch vor zwei Jahren ist es einem amerikanischen, unabhängigen Bio-Chemiker gelungen, sich diese Informationen zu beschaffen. Dr. Antony Samsel hat tausende Seiten dieser eingereichten Forschungsergebnisse studiert und kam zu dem Schluß, daß Monsanto schon damals wußte, daß Glyphosat krebsfördernd ist und sich in vielen tierischen Organen anreichert. (Es kommt aber noch schlimmer …)  Weiterlesen –> 

Quelle:
Das Treiben der Lämmer: Glyphosat – Alarmstufe ROT (Vielen Dank!)


Ganzen Text als pdf-Datei herunterladen:

Acrobat Reader Glyphosat Alarmstufe ROT

Siehe auch:

TÖDLICHE LÜGEN: Glyphosat und Roundup. Wie unsere Umwelt und die Menschen mit Herbiziden vergiftet werden.

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12 Antworten zu Glyphosat: Alarmstufe ROT.

  1. Politnick schreibt:

    Die Glyphosatlüge ist eng verbunden mit der Überbevölkerungslüge. In Wirklichkeit passiert jedoch folgendes: In südlichen Ländern und auch in Osteuropa und auf dem Balkan wo seit Jahrtausenden Menschen leben, werden Menschen samt Ernte vernichtet. Wer „übrigbleibt“ wird deportiert. Auf dem freigemachten Land werden dann, unter Einsatz von Glyphosat und Gentechnik im großen Stil, profitbringende Kulturen angebaut, wie z.B. Mais, Soja, Ölsaaten usw.

    Genau das steckt dahinter und nur das! Von wegen die Welt ist überbevölkert! Und ist das nicht auch dieselbe Lüge, die Hitler verbeitete — die Lüge vom Volk ohne Raum!?

    So langsam fange ich an, Mein Kampf zu empfehlen. Meine ML-Lehrer haben dieses „Auftragswerk der Propaganda“ ausnahmslos alle gelesen. Ich empfehle es deswegen, weil sich sämtliche Handlungsmuster imperialistischer Instrumente der Gegenwart in dieser Propagandaschrift wiederfinden und somit die politische Rückständigkeit des heutigen Deutschland zum Ausdruck bringt.

    Freundschaft 😉

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  3. Rolf schreibt:

    Nun ja, da würde ich lieber das Manifest, Kapital oder oder oder lesen …
    Ein Pfarrer aus Bayern, Dr. der Theologie sagte mir mal: Die Menschen müssen lernen zu entscheiden – was sie kaufen (konsumieren). Wir versuchen (nicht auf Anraten des Theologen) unseren Weg zu finden. Wir ernähren uns regional und versuchen „Lebens“-Mittel zu kaufen. Die gibt es nur beim „Kleinen“ , nicht beim BIO-Konzern oder Aldi. Aber die Masse (auch der Arbeiterklasse) geht zu den Konzernen. Sie kauft sich einen teuren „Marken-Smooker“ und das billigst-Fleisch im Aldi. Das schmeckt ja besonders gut und ist bequem (Faulheitsfördernd). Auf die Inhaltsstoffe, Sinn oder Unsinn und Gift, Menschlichkeit legen die wenigsaten wert. So lange sich die Einstellung der Masse nicht ändert und das trifft auch auf das Gesellschaftliche und Politische zu.
    Rolf

  4. Politnick schreibt:

    Tja lieber Rolf;
    „Die Menschen müssen lernen zu entscheiden – was sie kaufen (konsumieren)..“
    …genau das ist die Lüge von der sozialen Marktwirtschaft — nur anders formuliert. Unter kapitalistischen Produktionsbedingungen entscheiden Verbraucher nämlich gar nichts, weil die Produktion eben nicht auf Bedürfnisse ausgerichtet ist, sondern auf den Profit.
    Schönen Sonntag 😉

    • sascha313 schreibt:

      Exakt! So ist es, Politnick. Freilich wäre es besser, das Kommunistische Manifest zu lesen, aber es ist doch schön, wenn man für sich eine Lösung gefunden hat, dann kann man sich auch hinter der Masse verstecken… Nein! – der Kapitalismus läßt sich nicht durch ein anderes Konsum-Verhalten ändern, sondern nur durch eine prolet. Revolution, bei die Bourgeoisie enteignet wird und die Produktionsmittel in die Hände der Produzenten gelangen. Alles andere ist Träumerei! Der Theologe hat also gelogen, denn ich nehme mal an, er hat das Manifest auch gelesen…

      • Politnick schreibt:

        Danke Sascha.

        Die nächste Lüge ist, zu behaupten daß ohne Gentechnik und Glyphosat die Menschheit nicht mehr ernährt werden kann. In Wirklichkeit werden auf dem Balkan, in Afrika und überall auf der Welt Menschen, die seit Jahrtausenden dort leben und sich selbst ernährt haben — ihres Landes beraubt und vertrieben!

        Wobei: Vertrieben heißt ja auch daß sie in den Armut getrieben werden und darauf angewiesen sind, industriell hergestellte Lebensmittel zu kaufen! Und Vertrieben heißt, daß sie nach Deutschland kommen um das Letzte was sie besitzen unter Wert zu verkaufen: Ihre Menschenwürde und ihre Arbeitskraft.

        Und das ruft dann Heerscharen von Gutmenschen auf den Plan, die reden von Nächstenliebe und Solidarität!? Ich höre jetzt besser auf, sonst kommt mir mein bescheidenes Frühstück wieder hoch.

        Freundschaft 😉

  5. Rolf schreibt:

    Nun ja, es sind Sichtweisen, und ich akzeptiere sie.
    Aber, dass wir meilenweit von einer revolutionären Situation entfernt sind, wisst ihr ja auch. Ich weiß nicht wie und wo ihr lebt. Ich lebe in Bayern, mache über die Woche einen Knochenjob, kenne meine Kollegen – die Arbeiterklasse.

    Es stimmt, die kleinen regionalen Besitzer von Produktionsmitteln zu unterstützen ist keine optimale Lösung. Aber sie ist tausendmal besser als täglich den Waldi-Konzern zu unterstützen. Das meine ich nicht nur gesundheitlich auch gesellschaftlich.

    Wie schon geschrieben: Urteilt und be-urteilt nicht so krass (wie man heute sagt). Manchmal ist es anders gemeint als verstanden.
    Schönen Sonntag!

    Rolf

  6. Politnick schreibt:

    Hi Rolf,

    ich bin Thüringer und heiße auch Rolf. Hier eine kleine Geschichte: Zu Beginn der 90er gab es in Erfurt/Moskauer Platz immer einen Wochenmarkt. Und da war ein Händler aus dem schönen Eichsfeld, da gabs immer frische Eier. Eines Tages fragte ich, ob sie nicht auch mal ein paar Eichsfelder Feldkieker mitbringen könnte. Was sie dann auch tat und nur wenige Wochen feststellte, daß die Feldkieker viel besser gehen als Eier… wenn ich ne Wurst haben wollte musste ich immer früh aufstehen 😉

    Mittlerweile sind fast 30 Jahre rum und auch im Eichsfeld hat die industrielle Produktion von Wurst und Fleischwaren Einzug gehalten. Die echten Feldkieker jedoch werden immer seltener, denn die kann man nicht industriell herstellen, das fängt nämlich bei der Tierhaltung an.

    Natürlich unterstützen wir die Kleinen Landwirte, auch wenns bei denen ein bischen mehr kostet — der Geschmack und die Qualität sind uns das wert! So gesehen ist das auch eine Form von Solidarität die jeder üben kann. Meine Eltern und viele weitere Landwirte der DDR haben in den 60er Jahren sogar Kuba unterstützt indem sie Kubazucker in größeren Mengen kauften — eine DDR-weite Solidaritätsaktion war das damals als Antwort auf die Kubakrise.

    Ja, man kann!

    Schönen Sonntag, Grüße an Alle 😉

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