Informationskrieg: Der Mißbrauch der sozialen Medien durch Geheimdienste und militärische Spezialeinheiten

BERLIN/BONN (Eigener Bericht) - Bundeswehr und Rüstungsindustrie
betrachten soziale Online-Medien als Waffe im sogenannten Informa-
tionskrieg und streben an, Internetdienste wie Facebook zur
Generierung geheimdienstlichen Wissens ("Intelligence") zu nutzen. 
Wie man auf beiden Feldern vorankommen kann, soll Ende dieses Monats
bei einem "Zukunfts- und Technologieforum" diskutiert werden. Als
Veranstalter firmiert eine von den deutschen Streitkräften und
diversen Waffenschmieden unterhaltene Scharnierorganisation;
Ausrichter ist ein Institut der staatlichen Fraunhofer-Gesellschaft.
Bereits in ihrem Einladungsschreiben erklären die Organisatoren,
"gezielte Desinformationen" im "Cyber-Raum" ergänzten das "bisher
bekannte Instrumentarium in Konflikten" um ein "äußerst wirkungs-
volles Mittel". Weitere Themen der Konferenz sind die "Analyse von
Social Media Daten" und die Gewinnung von "Erkenntnissen aus 
Facebook, Twitter und Co". Letzteres zählt zu den Forschungsschwer-
punkten der Fraunhofer-Gesellschaft; dort befaßt man sich nach 
eigenem Bekunden bereits seit geraumer Zeit mit der "geheimdienst-
lichen Ausbeutung" sozialer Online-Medien.

mehr
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59673

P.S. Dazu muß man nicht viel mehr sagen. Diese Mitteilung fordert geradewegs dazu auf, noch genauer zu prüfen, was man glauben kann und was nicht. Jedes Zitat und jede Nachricht sollten also vor der Weitergabe unbedingt auf ihre Echtheit überprüft werden. Das ist revolutionäre Wachsamkeit heute!

Übrigens: Unter „Intelligenz“ verstehen wir etwas anderes als diese Herren Geheimkrieger und Psychoterroristen, die uns das Gehirn vernebeln wollen!
Intelligenz, die (Gen, _): 1.Erkenntnisvermögen; Urteils-, Denkfähigkeit, geistige Auffassungsgabe; Geist, Bildung, Begabung – 2.Schicht der geistig Schaffenden
(Quelle: Kleines Fremdwörterbuch, VEB Bibliographisches Institut, Leipzig, 1972, S.163*)

*VEB = volkseigener Betrieb (in der DDR)
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14 Antworten zu Informationskrieg: Der Mißbrauch der sozialen Medien durch Geheimdienste und militärische Spezialeinheiten

  1. Politnick schreibt:

    Diese sogenannten Sozialen Medien sind nicht sozial sondern asozial. Da kommen ganz gezielt Leute zum Einsatz, die Nachrichten (NTV, Spiegel, Bild usw..) so kommentieren daß es Haß erzeugt. Dabei wird gelogen was das Zeug hält und natürlich berufen sich diese Trolle auf die üblichen Propagandalügen und Geschichtsfälschungen.

    Wer sich da an einer Richtigstellung versucht, wird sofort selbst als Rassist, Nazi und Tatsachenverdreher hingestellt. Ich habe das selbst erlebt, eine Beteiligung an solchen Diskussionen bringt zwar eine gewisse Kurzweil, ist aber im Grunde genommen sinnlos. Obwohl ich vielleicht diesen oder jenen zum Nachdenken angeregt habe.

    Freundschaft 😉

    • sascha313 schreibt:

      Danke, Politnick. Genauso ist das! Aber ich denke, da werden einige schon sehr bald die Nase voll davon haben, sich mit solchen Idioten herumzustreiten, die irgendwelchen Irrsinn verbreiten.
      (Sollten solche Links hier auftauchen, werden sie gelöscht!)

      • Harry56 schreibt:

        An eurer Sichtweise ist natürlich was dran! Es ist sehr auffällig, dass im Zusammenhang mit der „Flüchtlingspolitik“, insbesondere dem Ausbau des Überwachungsstaates ständig in diese „alternativen Medien“ von einer „DDR 2.0“, von einer „IM Erika“ die Rede ist, gar BK Merkel als „Honeckers Rache“ dargestellt wird, die EU als „EUdSSR“….

        Da wird von „Stasi“-Methoden gefaselt, ohne auch nur mal eine Minute auf die Tätigkeiten vieler ausländischer Geheimdienste auf dem Gebiet der damaligen DDR einzugehen. Das ist mir auch schon lange aufgefallen. Die Rolle der vielen Wirtschaftsverbände und vieler sonstiger Lobbyisten in dieser angeblichen „Flüchtlingskrise“ wird fast nie oder kaum zu Sprache gebracht. Es findet in diesen „alternativen Medien“ eine totale typisch bürgerliche Personifizierung einer ganz und gar erzkapitalistischen, bürgerlichen Klassenpolitik statt: „Merkel muss weg!“.

        Doch leider, diese erzkapitalistische, bürgerliche Klassenpolitik wird auch von vielen angeblichen „Linken“ und „Kommunisten“, angeblichen „Antifaschisten“ oft nicht verstanden. Sie verschanzen sich dann immer schnell und hoch-moralisch hinter scheinbar „internationalistischen “ Phrasen, und machen sich so zu zusätzlichen ideologisch-propagandistischen Helfershelfern reiner bürgerlich-kapitalistischer Interessenspolitik: „Refugees Welcome!“. Der Frankfurter City, (oft auch BANKFURT genannt) dem Ort der wahren Regierung der BRD, kann auch das gut gefallen. Daher richtig, Prüfen, Prüfen und nochmals Prüfen!

        Nüchterne Grüße!

  2. grfinx schreibt:

    Ja, man muss die Einträge und Nachrichten in den sozialen Netzwerken mit großer Sorgfalt und gesunder Skepsis betrachten. Das gilt auch für die Kommentare etc. Es ist sicher auch kein Zufall, dass AfD-Gruppen z. B. von FB selbst für Leute vorgeschlagen werden, deren „Like“-Verhalten und Interessen ganz sicher nicht derartigen Gruppen zuzuordnen wäre. Die Sozialen Medien werden somit bereits jetzt nicht mehr nur als Analyseinstrumente (Datamining etc.) genutzt sondern ganz gezielt zur Beeinflussung der Massen missbraucht.

    • Harry56 schreibt:

      Du hast schon recht, sehr genau anschauen. Aber andererseits, alle diese angeblichen „alternativen Medien“, werden sie den erneuten totalen Sieg der Kapitalismus- Fans von der CDU bis zur „Linken“ tatsächlich verhindern? Wieder wird das „erwartete“ Ergebnis schon in den ersten „Hochrechnungen“ spätestens 30 Minuten nach 18 Uhr beinahe „amtlich“ und fast schon „exakt“ feststehen…ARD und ZDF „klären auf“…, die altbekannten Fratzen dieser BRD-Propagandaeinrichtung sind schon programmiert…, und dann, dank „Volkes Stimme“ wird alles so weitergehen wie vor der „Schicksalswahl“…., wie lächerlich eigentlich, diese Farce?

      • sascha313 schreibt:

        Ja, natürlich wird das so laufen – fast bis kurz nach zwölf. Und wenn denen dann nix mehr einfällt, droht die nächste Krise, und dann sitzen wir wieder „alle in einem Boot“ und zahlen für die Verluste der Profitwirtschaft. Ist es nicht so?

        Nun ist allerdings die Frage: Wie reagieren darauf die Lohnempfänger? Geben sie klein bei und pfeifen auf ihre Einbußen – oder raufen sie sich zusammen und reihen sich in die verschiedenen Protestbewegungen ein? Das letzere würde die Lage freilich zuspitzen, die Ratlosigkeit und den inneren Zwist bei den Regierenden verstärken und den Druck der Profitwirtschaft auf den Staat erhöhen. Das geht so bis zum Limes!

    • Politnick schreibt:

      Sehr gut! Beispiele für diesen Unfug (Mindmining):

      1) Geburtenschwache Jahrgänge — Kinder müssen importiert werden
      2) Fachkräftemangel — Fachkräfte müssen importiert werden

      Ich zitiere mal den Adolf: „Da konnte man es (und man kann es auch heute noch!) erleben, daß sich die größten parlamentarischen Strohköpfe, wirkliche Gevatter Sattlermeister und Handschuhmacher – nicht bloß dem Beruf nach, was gar nichts sagen würde – plötzlich auf das Piedestal des Staatsmannes emporhoben, um von dort herunter dann die kleinen Sterblichen abzukanzeln.“

      Abusch hingegen schreibt: „Unter Preußen stiegen Hugenotten bis in die höchsten Kreise des Adels auf“.

      Wenn Hitler also gegen die Hugenotten (Handschuhmacher) wettert, verschweigt er geflissentlich, dass es ja im Interesse des preußischen Kapitalismus war, eingewanderte Minderheiten in den Machtapparat einzubauen. Stattdessen hetzt er gegen nationale Minderheiten und genau dasselbe passiert heute in der öffentlichen Presse wie in den sozialen Netzwerken: Es soll den Menschen Angst machen, daß Muslime an die Macht kommen.

      3) Jeder Flüchtling ist ein Geschenk — Logisch, für Unternehmer und für den ganzen völkerrechtswidrigen Kapitalismus der damit die ganze Welt in einen Abgrund drängt. Das Deutsche Volk inbegriffen!

      Freundschaft 😉

      • sascha313 schreibt:

        Bitte, lieber Politnick – immer Quellenangabe dazu! Sonst könnte man ja sonstwas schreiben!
        Aber freilich hast Du recht. Das ist ja nun keine Überraschung – die Schuldigen sind immer „die Ausländer“, „die Juden“, „die Russen“, „Der wildgewordene Kim“, „der hündische Putin“ usw. – nie aber der deutsche (oder sonstwelcher) Imperialismus. Nie steht die Frage: Wem gehören eigentlich die Produktionsmittel? Woher kommen die vielen Milliarden, mit denen die Rüstung, der Informationskrieg, die gesamten Lakaien der Bourgeoisie mit ihren Institutionen, NGOs, „Bildungswerken“, die bürgerlichen Meinungsmacher in den „Universitäten“ und – nicht zu vergessen: die vielen Millionen Erwerbslosen (!) „durchgefüttert“ werden???

      • Politnick schreibt:

        Quellen nachgereicht: „Mein Kampf“ und „Der Irrweg einer Nation“

  3. Politnick schreibt:

    Lieber Harry,

    genauso sehe ich das auch. Die ganze unter der Lüge „Flüchtlingspolitik“ betriebene Masseneinwanderung hat einzig zum Ziel das kapitalistische System zu erhalten. Die Verleugnung der DDR hat da schon immer dazugehört, genauso wie Terror, Angst- und Panikmache der Gegenwart. In Wirklichkeit sind die täglichen Phrasen der „Wahlkämpfer“ so dermaßen abgedroschen und hohl daß es schon wehtut wenn man den Ton abschaltet.

    Der Durchschnittsbundesbürger ist mittlerweile so blöd, daß er nicht einmal weiß was gesellschaftliche Arbeit ist: Er findet das private Aneignen völlig in Ordnung weil die Arbeit ja „privat geleistet wird“. Diese bürgerliche Logik muss man erst einmal verstehen und dann kann man auch gezielt dagegen argumentieren (hab ich grad in einem anderen Forum gemacht).

    Übrigens wurden über die Algerier in der DDR der 80er Jahre auch jede Menge Horrorgeschichten verbreitet — Allesamt Lügen! Natürlich werden wir den Eingewanderten nicht vorsätzlich feindlich gestimmt gegenübertreten, das sind auch nur „arme Schweine“. Denn wenn wir das tun, sind wir der Haßpropaganda auf den Leim gegangen.

    Andererseits kann man diesen Unsinn nicht aktiv unterstützen, da bin ich strikt dagegen. Denn im Effekt sind die Gutmenschen Handlanger eines Systems dessen Integrationspolitik in Wirklichkeit völkerrechtswidrig und menschenverachtend ist.

    Freundschaft 😉

  4. deportierter schreibt:

    Alles schon lange dargelegt und diskutiert. Ich erlaube mir einmal folgenden Link:
    http://www.kommunismus.narod.ru/knigi/pdf/Alfred_Sohn-Rethel_-_Oekonomie_und_Klassenstruktur_des_deutschen_Faschismus.pdf
    Seite 88/89 (Fußnote 4 auf Seite 89).

    Ich denke, dieser Abschnitt erklärt sich von selbst und bestätigt schon anno 1970 (bin mir nicht sicher), was ich als deportierter Asylant instinktiv gefühlt hatte. Im Übrigen hat man das gleiche Spiel mit den DDR-Bürgern getrieben(, bevor die ‚Mauer‘ gebaut wurde), und ja, auch Stalingrad-Veteranen wurden erstmal angehalten, nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft, erst einmal arbeiten zu gehen (statt einer Aufarbeitung ihrer Erlebnisse) bzw. nur arbeiten zu gehen.
    Der gleiche Prozeß, der gleiche Hütchenspieler, verschiedene Hüte.

    • Politnick schreibt:

      Wie ich das überfliegen kann, fehlt da ein wesentlicher Bestandteil in der Geschichte der Entstehung des Faschismus: Nämlich die Rolle des USA-Imperialismus und amerikanischer Kredite (Youngplan, Dawesplan).

      Und so ist Deine PDF nur die halbe Wahrheit. Sie enthält kein Wort darüber daß der Faschismus in ganz Europa entstand, also nicht nur in Deutschland! Und: Der Faschismus war langfristig geplant, er begann also nicht mit dem Ende der Brüning- Ära 1932 sondern unmittelbar nach dem Ausruf der Weimarer Republik! Wobei die USA den Plan zur Kolonialisierung Europas bereits 1915 gefasst haben, so Lenin!

      Jede halbe Wahrheit ist die Grundlage für eine neue Lüge (Abusch),

      Im übrigen wurde Hitler am 30.1.1933 von führenden Wirtschaftsbossen in der Essener Stahlhalle höchst persönlich zum Kanzler berufen. Hitler kann also gar nicht mittags in Berlin gewesen sein wie bürgerliche Geschichtsschreiber uns weismachen wollen!

      Freundschaft 😉

    • sascha313 schreibt:

      Richtig, Politnick. Darüber hatten wir auch schon mal geschrieben:
      Hier: „Vom Kapp-Putsch bis zur Dollarsonne“ und auch hier:
      Die deutsche Währung vor und nach dem 2. Weltkrieg
      Und danke für den Hinweis, deportierter. (Was allerdings ein „deportierter Asylant“ ist, müssen Sie mal erklären. 🙂 )

      Wie auch immer – mag sein, daß A.Sohn-Rethel (so gut wie andere auch schon vor ihm) erkannt hat, daß die „Unterworfenen die proletarischen Hand- und Dreckarbeiten machen“ (S.89), und mag auch sein, daß er Richtiges sagt. Doch können wir den Heraugebern der genannten Schrift nicht zustimmen, wenn sie erklären, die marxistische Faschismus-Forschung habe die „Evidenz ihrer Aussagen nur schwer aufzuweisen“ gekonnt.

      Der Machtmechanismus des Faschismus ist nicht zuletzt von Kurt Gossweiler äußerst tiefgründig analysiert worden, und die marxistisch-leninistische Geschichtsforschung in der DDR hatte durchaus die Möglichkeit (und sie tat es auch!), die inneren Strukturen des Nazireichs und den Zusammenhang zwischen Politik und Ökonomie jener Zeit hinreichend aufzudecken.

      Und gehen wir weiter im Diskutieren und im Diskutierten, so führen uns Buckmiller, Korsch, Rosdolsky und neuerdings auch Hoff mit ihren Marx-Interpretationen wohl kaum zum „authentischen Marx“, sondern eher weg von ihm. Und es bleibt genau das, was von diesen Marx-Zergliederern selbst auch immer wieder bemängelt wird – nämlich die „Lücke“ zwischen Theorie und Praxis. Eine selbsterzeugte Lücke eben!
      Und freilich hat man’s damals im Westen mit den DDR-Bürgern genauso getrieben, wie heute mit den Bürgern aus der „ehemaligen DDR“. Da haben Sie recht. Und das zeigt ja auch malcom.z sehr klar auf.

      Nun meinerseits auch ein Link:
      Ist „Das Kapital“ von Marx noch gültig…?

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