Eine US-Amerikanerin in Latakia berichtet über den Krieg gegen Syrien. An American in Latakia: “this was no revolution”

SyrienEine US-Amerikanerin, die von Anbeginn den Krieg der westlichen imperialistischen Großmächte USA, Großbritannien, Frankreich, BRD, Israel, Türkei und einiger anderer miterlebt hat, berichtet von ihren Eindrücken. Lilly Martin lebt seit 24 Jahren dauerhaft in Syrien. Sie ist eine pensionierte medizinische Fachkraft, ist Hausfrau und war während des syrischen Konflikts als Schriftstellerin aktiv. Ihr Sohn ist der Journalist Steven Sahiounie. Lilly hat ihr Haus in Kessab am 21. März 2014 durch die Angriffe der Terroristen verloren.

An American in Latakia: “this was no revolution”

Um eine Augenzeugin zu präsentieren, die über den kompletten Krieg in Syrien seit März 2011 berichten kann, stelle ich fest, daß es Syrien keine Revolution gab. Ich bin eine amerikanische Staatsbürgerin, die dauerhaft in Syrien lebt, das der Geburtsort meines Mannes ist. Ich lebe schon seit 24 Jahren hier.

Eine echte Revolution?

Eine echte Revolution würde die Unterstützung der Menschen innerhalb Syriens haben, nicht derjenigen Syrer, die seit den letzten 40 Jahren in Paris und London wohnen. Um einen echten bodenständigen Aufstand zu haben, brauchen Sie die Unterstützung der Leute, die innerhalb Syriens leben, die Ihre Ansichten teilen würden.

Wenn es ein echte Revolution gewesen wäre, dann hätte der ganze Prozeß 3-6 Monate gedauert, weil die Armee in Anbetracht der Tatsachen dem Willen der Menschen gefolgt wäre, und weil sich die syrische Armee aus Syrern aller ethnischen und religiösen Gruppierungen zusammensetzt. Die syrische Armee ist der wahre Repräsentant der syrischen Bevölkerung. Wenn die Bevölkerung die von den ‚Protestierenden‘ verkündeten Absichten gewollt hätte, einen islamischen Staat in Syrien zu gründen und die jetzige gewählte Regierung abzuschaffen, dann wäre die Armee schließlich denen gefolgt, die den Willen der Menschen zum Ausdrucken bringen.

Eine radikale, bewaffnete Minderheit

Es war jedoch nur eine kleine Minderheit in der syrischen Bevölkerung, die für eine Regimeänderung waren, aber diese sehr kleine Gruppe wurde durch die USA, Großbritannien, die NATO, die EU und die arabischen Golfmonarchien unterstützt. Es waren Geldgespräche, wie wir in Amerika sagen.

Ja, in Syrien gibt es einige Anhänger der radikal islamischen Ideologie, wie in Großbritannien, in den USA und in Europa. Doch deren Anzahl ist eine Minderheit. In einer Demokratie gibt es eine Mehrheitsregierung. Die syrische Opposition besteht tatsächlich auch aus nicht-islamistischen politischen Leuten, hauptsächlich aus Kommunisten und anderen weltlichen Denkern, aber diese Leute hatten nie eine Pistole in der Hand, haben nie Gewalt und Zerstörung verteidigt oder eine Revolution bewaffnet.

Die echte Opposition war nicht bewaffnet

Es waren ausschließlich Anhänger einer radikal-islamistischen Ideologie, die den bewaffneten Putsch unterstützt haben. Und weil ihre Anzahlt im Vergleich zum Rest der 20 Millionen Syrier gering war und noch ist, hatten sie nie eine Chance zu gewinnen, und sie können im Land auch nicht gewinnen. Ihre angebliche „Revolution“ war ein Angriff auf die unbewaffnete Zivilbevölkerung, die mit ihnen nicht übereinstimmen.

Wir hoffen, daß eine friedliche, verhandelte Ansiedlung, mit positiven Änderungen und Reformen, durch gemeinsame Gespräche zwischen den UN und beiden Seiten des syrischen Konflikts gemacht werden kann. Das ist unsere Chance für den Frieden.

Der Regime Change in Libyen war ein Verbrechen

Schließlich haben sie am 14. Sept. 2016 auf BBC bekannt gegeben, daß eine Kommission britischer Kongreßmitglieder, die die Rolle Großbritanniens im Krieg gegen Libyen untersucht hatte, eingestehen mußte, daß die Rolle Großbritanniens, die schändlich und opportunistisch war, indem sie für einen „Regime Change“ eintrat, falsch gewesen ist. Das bedeutet, Großbritannien hätte unter dem Premierminister Cameron nicht am NATO- und USA-Angriff auf Libyen teilnehmen dürfen. Das war, wie auf BCC berichtet wurde, keine humanitäre Aktion, sondern ein „opportunistischer Angriff zum Zwecke einer Regimeänderung“.

Es ist dieselbe Geschichte wie in Syrien. Vielleicht können wir in 5 Jahren beobachten, wie die BBC berichtet, daß eine Kommission britischer Parlamentarier herausgefunden hat, daß die britische Beteiligung nur Tod und Zerstörung in Syrien brachte.

Alle Anweisungen kommen aus den USA…

Meine Frage an mich und alles andere: Warum können wir nicht diese Entscheidungen studieren, BEVOR wir uns dazu verpflichten, fremde Leben und Länder zu zerstören? Ich habe diese Frage an diesem Morgen am Frühstückstisch auch meinem Sohn gestellt, der ein MBA-Absolvent ist. Er wehrte ab: „Mama, das ist so, weil Großbritannien unabhängig von den Folgen immer seine Anordnungen aus den USA bekommt.“

Diese Ansicht sollte im Fokus eines jedes britischen Bürgers und Politikers stehen, damit Großbritannien künftig seine Entscheidungen allein treffen kann, denn es wäre ein Vorteil für Großbritanniene, nicht blindlings den USA zu folgen, wo eine Reue auf dem Fuße folgt.

Lilly Martin, Latakia

Quelle: Off Guardian


Anhang

Was ist eine Revolution?

Unter einer Revolution versteht man eine grundlegende Umwälzung im Leben der Gesellschaft. In einer sozialen Revolution wird eine alte, überlebte Gesellschaftsordnung gestürzt und eine neue, fortschrittliche Gesellschaftsordnung begründet. Die politische Macht (Staatsmacht) geht in der Revolution aus den Händen der herrschenden, den gesellschaftlichen Fortschritt hemmenden Klasse in die Hände einer fortschrittlichen (revolutionären) Klasse über. Damit vollzieht sich eine grundlegende Veränderung der Machtverhältnisse.

Der rechtmäßige Päsident Syriens Dr. Bashar al-Assad sagte dazu einmal:Assad Revolution

Siehe: Bashar al-Assad: Es geht um den Frieden…


An American in Latakia: “this was no revolution”

by Lilly Martin

As an eye witness to the entire war in Syria, from March 2011 to present, I can state this was no revolution. I am an American citizen living permanently in Syria, which is my husband’s birthplace. I have been here 24 years.

A real revolution would have the support of the people, inside Syria, not Syrian living in Paris and London for the past 40 years. To have a real grassroots uprising, you need the support of the people living inside Syria, who would share your views.

If it had been a real uprising/revolution, the whole process could have taken 3-6 months, because the Army would have followed the will of the people, given the fact the Syrian Army is made up of Syrians of all ethnic and religious sects. The Syrian Army is a true representative of the Syrian population. If the population wanted the goals stated by the ‘protesters’, which was to establish Islamic law in Syria, and to abolish the current secular government, the Army would have eventually followed along, expressing the will of the people.

However, you had a small minority in the Syrian population who were for regime change, but this very small group was backed by USA, UK, NATO, EU, and the Arab Gulf Monarchies. Money talks, as we say in America.

Yes, Syria is home to many Radical Islamic ideology followers, as is UK, USA and Europe. However, their numbers are still in the minority. In a democracy, the majority rule. The Syrian opposition does include non-Islamist political people, mainly communists and other secular thinkers, but those people have never held a gun, and have never advocated violence, destruction or armed revolution. It has been strictly the Radical Islamic ideology followers who have supported armed rebellion. Because their numbers were, and are still, so small comparing to the rest of the 20 million Syrians, they never had a chance to win, and can not win on the ground. Their ‘revolution’ has just been an attack on the unarmed civilian population who do not agree with them.

We are hoping that a peaceful negotiated settlement, with positive changes and reforms, can be made through joint talks between the UN, and both sides of the Syrian conflict. This is our chance for peace.

Finally, this morning Sept 14, 2016 on the BBC they announced a UK Members of Parliament commission, studying the role of the UK in the war in Libya, had concluded the UK role was wrong, shameful and “opportunistic, and for regime change”. Meaning, the UK under PM Cameron should not have participated in the NATO and US attack on Libya, which was not a humanitarian effort, but an ‘opportunistic attack for regime change’, as stated on BCC. This is the same story of Syria. Perhaps in 5 years time, we may watch BBC announcing a UK Parliament commission, studying the UK role in the death and destruction in Syria.

My question to myself, and all others: Why can’t we study these types of decisions BEFORE we commit to destroying lives and countries abroad? I asked this question out-loud at the breakfast table this morning, and my son who is an MBA graduate, answered back, “Mom, because UK always takes their orders from USA, regardless of the consequences”.

That view should be the focus of every UK citizen and politician, on how UK can stand alone, and make decisions in the future which benefit UK, and not follow USA blindly, down a road of regret.

Lily Martin, Latakia

Lilly Martin is an American citizen, living permanently in Syria for 24 years. She is a retired medical professional, and now a homemaker and activist-writer during the Syrian conflict. Her son is the journalist Steven Sahiounie. She lost her home to terrorists in Kessab on March 21, 2014.

An American in Latakia: “this was no revolution”


 

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3 Antworten zu Eine US-Amerikanerin in Latakia berichtet über den Krieg gegen Syrien. An American in Latakia: “this was no revolution”

  1. Politnick schreibt:

    Danke für Diesen Bericht! Es ist unglaublich, wie uns die Öffentlich Rechtlichen täglich ins Gesicht lügen!

    Nur ein Satz heute streifte die Wahrheit haarscharf: Trumps Rede vor der UNO hörte sich so an als spräche er mit Verbündeten. Ja, es war nur ein Streifschuss, denn die Wahrheit ist: Die sind tatsächlich verbündet!

    Freundschaft 😉

  2. Samy Yildirim schreibt:

    Auf https://www.youtube.com/watch?v=ts8tEGie9Pw sehen wir, wie der CNN-Starjournalist Wolf Blitzer seine Maske abnimmt.

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