Rudi W. Berger: Die schönen Sprüche der Demagogen

RudiBergerCDU – Erfolg für Deutschland, sie führe uns sicher durch die Krise, aber  65.000.000 Menschen befinden sich weltweit auf der Flucht. Die Ursachen liegen im Imperialismus, Krieg, faschistischen Terror  und der Umweltzerstörung. Auch im so reichen Deutschland mit seinem satten Bürgertum leiden viele Menschen an Hunger Armut und Ausbeutung (nicht nur der  Arbeiterklasse).  Die Repressalien nehmen zu. Sie haben Angst und werden von der Arbeit krank. Die Kanzlerin hingegen lächelt ihre  schönen Sprüche  von großen Wahlplakaten herab. Sie stehen auch in der Zeitung. Frieden, Gerechtigkeit und Sozialismus sind ihr Fremdwörter  Es ändert sich nichts.

Thälmann warnte in der Weimarer Republik: Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler. Wer Hitler wählt, wählt den Krieg. Adenauer gab sich als Demokrat und Kohl blendete mit den berühmten blühenden Landschaften. Die Demagogie der christlich demokratischen Parteien hat Tradition. Denn  ihre Politik,  dient diesem  Staat der Banken, Handelsketten und Monopole, der  solche  Zustände zu verantworten hat. Das heißt für die Gegenwart schlicht und einfach: Wer CDU wählt, wählt Merkel. Und wer Merkel wählt, wählt den Krieg.

Rudi Berger, Langenwetzendorf


Quelle: Autor. (Es ist die Stimme des Volkes, die nicht zu überhören ist…)

Siehe auch: Rudi W. Berger: Gereimtes und Gedichtetes… 

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15 Antworten zu Rudi W. Berger: Die schönen Sprüche der Demagogen

  1. Hat dies auf Muss MANN wissen rebloggt und kommentierte:
    “Thälmann warnte in der Weimarer Republik: Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler. Wer Hitler wählt, wählt den Krieg. Adenauer gab sich als Demokrat und Kohl blendete mit den berühmten blühenden Landschaften. Die Demagogie der christlich demokratischen Parteien hat Tradition. Denn ihre Politik dem einem Staat der Banken, Handelsketten und Monopole, der solche Zustände zu verantworten hat. Das heißt für die Gegenwart schlicht und einfach: Wer CDU wählt, wählt Merkel. Und wer Merkel wählt, wählt den Krieg.“

  2. Hanna Fleiss schreibt:

    Ich finde diese Aussage in ihrer Logik sehr richtig. Aber gibt es nicht noch zu viele Leute in der BRD – in der Arbeiterklasse, dem Kleinbürgertum und dem Mittelstand –, die diese Aussage nicht für glaubwürdig halten oder sich überhaupt nicht in der Lage fühlen, ihr zu folgen?

    Als Thälmann sagte „Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler. Und wer Hitler wählt, wählt den Krieg!“ war meiner Ansicht nach eine völlig andere Situation, es war eine sehr politisierte Zeit, die Weltwirtschaftskrise kam erst noch mit ihrer großen Arbeitslosigkeit, aber die Nazis waren schon da. Thälmanns Worte waren auch eine Aufforderung an die SPD zur Einheitsfront gegen die Nazis, die ja von den rechten SPD-Führern brüsk abgelehnt wurde, aber auch wegen Fehler der KPD (Sozialfaschisten), die eben nicht bereit war, „mit dem Teufel zu paktieren“ (Lenin), um den Faschismus zu verhindern.

    Die heutige Situation sehe ich anders. Also meiner Ansicht nach versteht heutzutage kaum jemand, außer den sowieso politisch Linken, die Aussage, dass Merkel Krieg heißt. Ich bin mir einfach nicht sicher, ob man mit dieser Losung nicht Gutmeinende vor den Kopf stößt und so das reaktionäre Lager vergrößert. Zumindest halte ich das Problem für diskussionswürdig.

    • Politnick schreibt:

      Liebe Hanna,
      die Faschisten waren nie weg. Deswegen ist die Situation im heutigen Deutschland vergleichbar mit dem Deutschland der 20er Jahre — Der Weimarer Republik. Natürlich ist jeder Kanzler dieser Republik ein Kriegstreiber, was er aber niemals offen zugeben würde. Die traurige Geschichte der Weimarer Republik wird sich wiederholen, schrieb Alexander Abusch 1950 in „Der Irrweg einer Nation“ — Was sich heute voll und ganz bestätigt!

      Es ist nur so, dass es heute zuviele Menschen gibt (Ossis inbegriffen), die den Marxismus/Leninismus bezweifen weil ja das „Experiment Sozialismus“ offensichtlich gescheitert ist. Und das ist ein wesentlicher Unterschied zur Situation der 20er wobei heute noch erschwerend hinzukommt, dass jegliche Arbeiterbewegungen, einschließlich der Gewerkschaften, gespaltener sind denn je!

      Postwurfsendung heute im Briefkasten: Gerechtigkeit ist wählbar — behauptet Die Linke. In Wirklichkeit jedoch ist das eine glatte Lüge wofür man diese dreisten Heuchler eigentlich verklagen müsste!
      Freundschaft 😉

  3. Hanna Fleiss schreibt:

    Politnick, da hast du was nicht richtig verstanden, um den Faschismus geht es mir nicht in diesem Fall. Nicht ganz einfach zu erklären, worum es geht, ich bin aber der Ansicht, dass wir niemals als die großen Wissenden gegenüber denen auftreten dürfen, die wir gewinnen wollen. Diesen Satz „Merkel, das ist der Krieg“ werden diese Menschen nicht akzeptieren können, denn für sie steht Merkel vor allem für Stabilität im Land. Krieg ist das Gegenteil. Sie werden uns für Schwarzmaler halten, vielleicht sogar für gerissene Lügner. Man muss also woanders ansetzen, damit wir irgendwann verstanden werden. Bis jetzt werden wir nämlich nicht verstanden, und wir haben keine Verbündeten bzw. zuwenig Verbündete, um einen Krieg, der gegenwärtig vorbereitet wird, aufhalten zu können. Es ist eigentlich die Frage: Wie schafft man sich Verbündete?

    • Harry56 schreibt:

      Sehr gut verstanden und gesagt! Mit bloßer Phrasendrescherei, wie (scheinbar?) „kommunistisch“ auch immer, erreichen wir keinen müden Hund. Allein, ohne Verbündete, selbst nur zeitweilig Verbündete, erreichen wir gar nichts.

      • Hanna Fleiss schreibt:

        Für zeitweilige Anlässe braucht man auch zeitweilig Verbündete, Harry, man kann nicht erwarten (und das siehst du ja an dir, der die AfD für wählbar hält), dass nun jeder Linke gleich Kommunist wird, damit man sich mit ihm verbünden kann. Es ist doch die Idee der Einheitsfront, über ideologische Schranken hinweg einen gemeinsamen Gegner zu bekämpfen. Sonst brauchte man logischerweise doch keine Einheitsfront.

    • Politnick schreibt:

      Verbündete kann man sich nicht schaffen liebe Hanna. Man kann jedoch jederzeit zur Aufklärung beitragen, z.B. den Klassencharakter der heutigen Gesellschaftsordnung herausarbeiten — und genau das machen wir ja hier!
      So entstehen Bündnisse von ganz allein. Bündnisse, das sind Menschen mit derselben geistig kulturellen Grundhaltung, genau das definiert auch ein Volk und so kommt es darauf an, genau hier anzusetzen — Wissen ist Macht! Schönen Sonntag 😉

      • sascha313 schreibt:

        Naja, das „Volk“ … ist ja doch keine homogene Masse. Lies mal, was Stalin dazu schreibt: „Marxismus und nationale Frage“
        Stalin hat genau das aufgedeckt, was heute zur Pulverisierung der Arbeiterklasse und zur Sprachlosigkeit der Linken geführt hat. Kommt noch hinzu, daß auch die Bourgeoisie dem ganzen heute nicht tatenlos zusieht: „Neoliberale Indoktrination…“

      • Hanna Fleiss schreibt:

        Politnick, das ist eben der große Irrtum. Man KANN nicht nur, man MUSS sich Verbündete schaffen, von selbst geschieht das nicht. Deshalb hatte ich das Beispiel Einheitsfront KPD-SPD erwähnt. Bekanntlich hatte die KPD die rechte SPD-Führung als Sozialfaschisten charakterisiert und auf eine Einheitsfront „nur von unten“ (d.h. mit der SPD-Basis) orientiert. Sie hatte natürlich recht, dass die SPD-Führung mit den Nazis paktiert hatte, hat aber so die Einheitsfront verhindert.

        Von der EKKI, die diese Orientierung gab, wurden schematisch die Erfahrungen der Oktoberrevolution auf deutsche Verhältnisse übertragen. Später sah die KPD ihren Fehler ein, da war es aber zu spät (nachlesbar bei Kurt Gossweiler, Band 2 „Wie konnte das geschehen“). Nein, ich denke, von selbst kommt nichts, Verbündete zu finden macht schon einige Mühe, und da muss man auch nicht in allen Punkten einer Ansicht sein, aber klar muss sein, wer der gemeinsam zu bekämpfende Gegner ist. Das meine ich.

        Wenn wir wirklich viele Menschen ansprechen und verstanden werden wollen, müssen wir anders rangehen als bisher und können mit verkürzten Losungen eine Menge Schaden anrichten. Und damit meine ich nicht Inkonsequenz, dem Gesprächspartner nach dem Munde reden, sondern viel mehr Erklärung von Zusammenhängen. Und manchmal hat man sogar Erfolg.

  4. Rolf schreibt:

    Da muss ich der Hanna auch mal wieder ein Lob aussprechen.
    Das gibt ein (dickes) Bienchen ins Muttiheft!
    Rolf

  5. Welch eine Niederlage!

    CDU/CSU -30%, SPD -40%, Linke -12%, Grüne -3%

    NAZIS +300%

    … und das hat selbstverständlich mit unserer spießbürgerlichen Art als Kommunisten auch etwas zu tun: Über Nebensächlichkeiten wird sich zerstritten und das gemeinsame Ziel: Die Vernichtung des Kapitalismus aus dem Auge verloren!

  6. Politnick schreibt:

    Was die heutigen Pressemeldungen bestätigen: Der Zweck der AfD bestand lediglich darin, dem dummen Volke ein Ablaßventil zu schaffen um den Wahlen einerseits mehr eine scheinbare Demokratie einzuhauchen und andererseits für eine höhere Wahlbeteiligung zu sorgen.

    Nur Stunden später heißt es schon: April, April, die Reformation findet ja doch nicht statt. Na, wer hätte das auch gedacht, 500 Jahre nach Luther 😉

  7. Hanna Fleiss schreibt:

    Politnick, mir scheint, du nimmst das Thema AfD zu sehr auf die leichte Schulter. Nein, diese Leute um Gauland sind tatsächlich von ihren deutsch-nationalistischen Positionen überzeugt. Und ein Gauland hat diese Partei nicht geschaffen, schon gar nicht, um nur ein Ablassventil zu erhalten. Natürlich haben Rechte dort ein Betätigungsfeld gesucht, das ist schon richtig. Aber das Ganze geht sehr viel tiefer. Die Existenz der AfD ist ein Zeichen dafür, dass die Gesellschaft insgesamt immer weiter nach rechts rückt. Wenn es jetzt schon möglich ist, dass er die Verbrechen zweier Kriege öffentlich als Anlass für Stolz nennt, dann ist man innerhalb der Partei schon sehr viel weiter. Und ich habe es im linken kleinen Finger, dass die Bundesregierung nachziehen wird, auch wenn jetzt beteuert wird, dass es keine Koalitionen mit dieser Partei geben darf. In Sachsen, habe ich gelesen, ist man aber bereits soweit, dort wird es eine CDU-AfD-Koalition geben, zumindest gibt es Verhandlungen. Deutsch-nationalistische Parteien haben in der Weimarer Zeit das geistige Vorfeld für die Nazi-Partei geschaffen, und mein Eindruck ist, dass sich die AfD in dieser Nachfolge sieht. Auch, wenn das ständig bestritten wird.

    • Politnick schreibt:

      Ja. Um es konkret zu sagen: Die Geschichte der Weimarer Republik wiederholt sich. Es ist wie bei einem Schlangenei, man sieht bereits das voll entwickelte Reptil — 1923 wie heute.

      Chauvinistische, revanchistische und reaktionäre Kreise haben dieses Monster mit dem Namen AfD geschaffen! Dieser Fakt ist unbestritten!

      MfG

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