Klaus Scheel: Krieg über Ätherwellen. Wie die Nazis den zweiten Weltkrieg vorbreiteten

KLausScheelDie nüchterne 3-Minuten-Meldung des Rundfunks am 30. Januar 1933 über die von Hindenburg ausgesprochene Einsetzung der Koalitionsregierung mit Hitler als Reichskanzler war die erste propagandistische Verlautbarung über die Errichtung der faschistischen Diktatur in Deutschland. Sie war der Auftakt zu einer Reihe verstärkt anlaufender Maßnahmen im Dienste einer umfassenden ideologisch-politischen Meinungsbeeinflussung des deutschen Volkes, die jede Lüge und jede Fälschung benutzte, um die Volksmassen fest an das staatsmonopolistische Machtsystem zu binden und sie für den vom deutschen Finanzkapital gewünschten neuen Krieg um die Weltherrschaft reif zu machen.

Geistige Mobilmachung

So nüchtern die Funkansage in den Mittagsstunden des 30. Januar 1933 sich auch anhören mochte, so war sie doch ein Glied in einer Kette von Maßnahmen, die geistigen Mobilmachung dienten. Sie half mit zu verschleiern, welche gesellschaftlichen Kräfte Hitler zum Kanzler machten und welche Ziele sie damit verfolgten.

Die verschleierte Kriegsschuld des Imperialismus

Noch heute versuchen die imperialistischen Historiker und Publizisten in Westdeutschland die wahren Zusammenhänge um die Errichtung der faschistischen Diktatur und um die Vorbereitung des zweiten Weltkrieges zu entstellen, um die Blutschuld der Monopolherren und Großbankiers zu leugnen. Sie setzen heute unter veränderten Bedingungen und in modifizierter Weise das fort, was die reaktionäre Propaganda in der Zeit der Weimarer Republik vorbereitete und die Nazipropaganda zielstrebig zur umfassenden Irreführung des deutschen Volkes verfolgte.

Brutale Unterdrückung des Volkes

Der 30. Januar war in der deutschen Geschichte ein politisches Ereignis von besonderer Bedeutung. An diesem Tag wurde mit der Übertragung der Staatsmacht an die Hitlerregierung die faschistische Diktatur errichtet. Damit wollten die aggressivsten Kräfte des deutschen Finanzkapitals, der Junker und der Militaristen ihre Herrschaft gegen die wachsende Kraft der KPD und der mit ihr sympathisierenden Teile der Bevölkerung sichern. Sie wollten durch die brutale Unterdrückung aller fortschrittlichen Kräfte und durch die verstärkte geistige Irreführung der Volksmassen den Weg zu einer forcierten allseitigen Aufrüstung und zur Entfesselung eines neuen Krieges frei machen.

Imperialistische Kriegsziele

Hauptziel des deutschen Imperialismus und Militarismus war die Vernichtung der Sowjetunion. Neben diesem reaktionären Klassenziel stand der Wunsch nach Eroberung neuer Rohstoffquellen, Absatzgebiete und Arbeitssklaven. Von Forderungen nach Revision der im Versailler Vertrag festgelegten Gebietsabtretungen über den Plan zu einer „Neuordnung“ Europas vom Atlantik bis zum Ural gingen die strategischen Überlegungen bis zur Erringung der Weltherrschaft.

Erneutes deutsches Großmachtstreben

Der mit dem ersten Weltkrieg unternommene Versuch des deutschen Imperialismus und Militarismus zur E;oberung der Weltherrschaft war gescheitert. Aber schon in der Schlußphase dieses Krieges entstanden Pläne, die auf eine Wiederholung des Völkermordens hinausliefen, um das Großmachtstreben in einem erneuten Anlauf durchzusetzen. Die beabsichtigte Eroberung neuer Rohstoffquellen und Absatzmärkte wurde demagogisch verbrämt durch die Hetze gegen den imperialistischen Frieden von Versailles. Er wurde ausgenutzt, um in Deutschland Revanchismus und Chauvinismus zu züchten.

Kommunisten gegen den Krieg

Während sich die reaktionären Kräfte anmaßten, in „nationalem Interesse“ zu sprechen, vertrat als einzige Partei in Deutschland nur die Kommunistische Partei Deutschlands die Interessen der Mehrheit des deutschen Volkes. Nur sie zeigte, warum dieser Friedensvertrag den Keim zu einem neuen Krieg egte. Die KPD entlarvte die Ursachen der besonderen Aggressivität des deutschen Imperialismus und Militarismus sowie die Forcierung der militärischen Aufrüstung und der psychologischen Kriegsvorbereitung und wies den Weg zur Sicherung der Lebensinteressen des deutschen Volkes.

Der Rundfunk als Mittel der Nazi-Propaganda

Zahlreiche militaristische Verbände, reaktionäre Organisationen und Parteien, Schulen und Universitäten sowie alle reaktionären Propagandamittel setzten die Aggressionspolitik des deutschen Finanzkapitals in demagogische Thesen um und trugen sie in die Bevölkerung. Im Rahmen dieser propagandistischen Anstrengungen gewann der Rundfunk eine immer größere Bedeutung.

Starthilfen für das neue Massenmedium

Die Machtkonzentration und die Monopolisierung in der Elektroindustrie seit Anfang des 20. Jahrhunderts begleiteten den raschen ARadioufschwung dieses Industriezweiges in Deutschland. Die „Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft“ (AEG) , der Siemens & Halske-Konzern und die „Gesellschaft für drahtlose Telegraphie mbH System Telefunken“ zogen alle entscheidenden Fäden, die von der Radiotelegrafie aus die Entwicklung zum Rundfunk bestimmten. Die wissenschaftliche Erforschung der Elektro- und Rundfunktechnik und die bahnbrechende Entwicklung von Sendeanlagen und Radioempfängern waren bedeutende Hebel, die die Entstehung des Rundfunks ermöglichten und seine Verbreitung vorantrieben.

Irreführung und Niederhaltung des Volkes

Die Erfindungen von Forschern verschiedener Nationen und die technischen Leistungen vieler Ingenieure und Arbeiter begünstigten die Entstehung eines Massenmediums, das in den kapitalistischen Ländern vom herrschenden Finanzkapital zur Irreführung und Niederhaltung der Volksmassen mißbraucht werden konnte. In Deutschland stand die Entwicklung des Rundfunks von Anfang an im Zeichen der zunehmenden Verflechtung der Interessen der Monopole und des bürgerlichen Staatsapparates.

Im Interesse der Großkonzerne

Die führenden Monopole der deutschen Elektroindustrie, die AEG, Siemens und Telefunken. beschleunigten die technische . Vervollkommnung der Sendeanlagen und der Rundfunkempfänger und die damit verbundene Ausweitung der Massenwirksamkeit des Rundfunks, wobei sie aus dieser Entwicklung immer höhere Profite zu ziehen versuchten. Ihr Profitstreben verband sich mit der Absicht, dem Propagandamittel Rundfunk zum Durchbruch zu verhelfen.

Zur Stützung der Kampfmoral der Soldaten

Erste Schritte auf diesem Wege waren die im ersten Weltkrieg über die Funkstationen Nauen, Norddeich und Eilvese ins Ausland ausgestrahlten Propagandasendungen. Dazu kamen die von Soldatensendern 1917 an der Westfront unternommenen Anstrengungen zur Stützung der Kampfmoral der deutschen Soldaten. 1919 wurden systematische Versuche zur Übertragung von Nachrichten- und Musikprogrammen unternommen, die von der Hauptfunkstelle der Reichspost in Königs Wusterhausen aus an 80 Postämter in alle deutschen Gebiete gingen.

„Eildienst“ für Bankiers und Konzernherren

Dabei gab es auch Funkberichte über die Sitzungen der Nationalversammlung, die auf diesem Wege übermittelt und von den Postämtern an die Redaktionen der Provinzpresse weitergeleitet wurden. Zu den Vorläufern des Rundfunks in Deutschland gehörte ferner die vom Auswärtigen Amt 1920 gegründete „Eildienst für amtliche und private Handelsnachrichten GmbH“, die für eine schnelle Funkübermittlung von Börsenkursen und Marktinformationen an einen exklusiven Kreis von zunächst rund 400 Monopolherren und Bankiers, dann schließlich von 2000 zu sorgen hatte.

Der Staat als Handlanger der Monopole

Aus diesen Anfängen wuchsen die Bestrebungen nach einer Erweiterung des Funkverkehrs, die die Elektrokonzerne. die Schallplattenunternehmen sowie andere ein günstiges Geschäft witternde Konzerne und dazu die verantwortlichen Stellen des Staatsapparates vorantrieben. Der Bremer Millionär Lud­wig Roselius vom Kaffee-Haag-Konzern, der bereits als Vorsitzender des Verwaltungsrates der „Eildienst GmbH“ eine wichtige Rolle bei diesem Vorläufer des Rundfunks spielte, förderte auch die Herausbildung des Rundfunks in Deutschland.

Quelle:
Klaus Scheel: Krieg über Ätherwellen. NS-Rundfunk und Monopole 1933-1945. VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin, 1970, S.6-9. (Bild: Für dem Profit des Kapitals: Nazi-Propaganda für den „Volksempfänger“; Zwischenüberschriften wurden eingefügt, N.G.)

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46 Antworten zu Klaus Scheel: Krieg über Ätherwellen. Wie die Nazis den zweiten Weltkrieg vorbreiteten

  1. Hanna Fleiss schreibt:

    Und das setzte sich nach dem Krieg nahtlos fort – Richtung SBZ, dann DDR. Ich bin immer wieder erstaunt, wenn Westdeutsche sagen, dass die Medien lügen.
    Als wüssten sie das erst seit dem Maidan-Putsch. Eine Naivität sondergleichen! Erinnert sei an den 17. Juni, wo aus dem Rias der versuchte Umsturz in der DDR generalstabsmäßig geleitet wurde – übrigens von dem hochgelobten Herrn Egon Bahr, dem fanatischen Antikommunisten, den wir dann auch beim „Wandel durch Annäherung“ im Geschäft fanden. Jetzt erst aber werden Rundfunk und Fernsehen in großem Stil zur Massenbeeinflussung eingesetzt – mit Erfolg. Wobei interessant ist, was NICHT gesendet wird.

    Ein wenig Hoffnung macht, dass immer mehr Menschen den professionellen geschminkten Schnauzen nicht auf den Leim gehen. Aber es sind noch viel zu viele (die immer noch der Massenbeeinflussung unterliegen).

    • Politnick schreibt:

      Och, die zeigen schon wie Neger verrecken. Nur die Ursachen werden verschleiert. Stattdessen rufen solche Sendungen wie Weltspiegel und Panorama jede Menge Gutmenschen auf den Plan, die bereits sind zu helfen oder gar zu spenden — und somit zu Handlangern werden.

      Freundschaft 😉

      • Juche schreibt:

        „Neger verrecken“
        Wenn Sie schon so selbstbewußt sind, den Begriff „Neger“ zu verwenden, können Sie mir vielleicht helfen: Wie definiert man den Begriff „Neger“? Ab welchem Farbton beginnt der „Neger“ und wo hört er auf? Warum ist die Hautfarbe eines Menschen für Sie so wichtig? Warum sortieren Sie Menschen nach Hautfarbe? Kein Teilnehmer in diesem Forum käme beispielsweise auf die Idee die Hautfarbe von sascha313 zu thematisieren.

        Dr. h.c. Heinrich Lübke 1962 in Liberia: „Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Neger!“

      • sascha313 schreibt:

        Nun, vielleicht kann ich Ihnen ein wenig weiterhelfen. Die Bezeichnung „Neger“ ist durchaus kein Schimpfwort, (wie etwa das abfällige Wort Nigger in den USA!) – Müssen wir hier denn alle Unarten und beleidigenden Gewohnheiten aus den USA übernehmen? Und so wie der KZ-Baumeister Lübke das sagt, ist es tatsächlich eine höchst schimpfliche Beleidigung.

        Kommunisten unterscheiden nicht zwischen Rassen oder Nationen, sondern zwischen Klassen (also Ausbeuter und Ausgebeutete). Klassen sind demnach große Menschengruppen, die sich voneinenander unterscheiden nach ihren Verhältnis zu den Produktionsmitteln, d.h. nach dem Umfang und der Art der Erlangung des gesell. Reichtums.

        Im Lexikon A-Z (DDR) von 1953 steht folgendes:

        Neger: [lat. niger; span, negro: schwarz]: Angehöriger der negriden Menschenrasse, die Afrika südl. der Sahara bewohnt (etwa 125 Mill.) u. im 16.-19.Jh. durch den Sklavenhandel auch nach Mittel- u. S-Amer. (6-8 Mill.) sowie auch nach N-Amer. (14 Mill.) verpflanzt wurde. Die afrik.N. sind sprachl. in die zwei großen Gruppen der Sudan-N. und der Bantu(-N.) geschieden; überwiegend Hackbauer, z.T. auch unter hamit. Einfluß. Viehzüchter. Zw. den N. u. den Hamiten stehen die Niloten. N.-Auktion: in den S-Staaten der USA bis 1865 von Sklavenhändlern abgehaltene Märkte zum Verkauf u. Kauf von N.

        (Quelle: Lexikon A-Z in einem Band. VEB Bibliographisches Institut Leipzig, S.697f.) VEB heißt übrigens volkseigener Betrieb.

      • Juche schreibt:

        Antwort zu sascha313 1. Oktober 2017 um 16:22

        „Klassen sind demnach große Menschengruppen, die sich voneinander unterscheiden nach ihrem Verhältnis zu den Produktionsmitteln“ / „VEB heißt übrigens volkseigener Betrieb.“ Das hätten Sie mir nicht erklären brauchen, sonst würde ich nicht bei Ihnen, sondern bei Focus oder Spiegel-Online reinschauen.

        „Die Bezeichnung „Neger“ ist durchaus kein Schimpfwort“ – Das Wort hat seine Ursprünge in einem Kontext von Kolonialismus, Sklaverei und überholten Rassentheorien. Daß dieser Begriff Menschen abwertet und sich als Schimpfwort entwickelt hat, ist offensichtlich. Wer dies bestreitet, lebt in einer Parallelwelt. Zur „Neger“-Definition im DDR-Lexikon (1953): Fast wortgleich steht es so auch im Bertelsmann-Volkslexikon (West) – ebenfalls aus 50ern- das ich Anfang der 70er gekauft habe. Da ist auch noch von „Rassen“ die Rede. Wer hat da von wem abgeschrieben?

      • sascha313 schreibt:

        Das große Fremdwörterbuch vom selben Verlag (1986) definiert den Begriff:

        Neger, der (_s, _): 1. Angehöriger des negriden Rassenkreises – 2. frühere, von Kolonialisten geprägte abwertende Bez. für den dunkelhäutigen Afrikaner u. Afroamerikaner (lat. – span. – franz.)

        Gut. Belassen wir’s dabei! Es ist ja nicht neu, daß Bourgeoisie und Proletariat oft den gleichen Begriffen verschiedene Bedeutungen zuordnen. Doch deshalb leben wir nicht in „Parallelwelten“. (auch so ein bürgerliches Schimpfwort! genauso wie „Verschwörungstheorie“)

        Stalin schrieb: „Es ist vollkommen richtig, daß die Ideen, Vorstellungen, Sitten und Sittenprinzipien, die Religion und Politik der Bourgeois und der Proletarier einander direkt entgegengesetzt sind.“ (S.19) und: „Ja, die Klassen beeinflussen die Sprache, sie tragen in die Sprache ihre spezifischen Wörter und Ausdrücke hinein, und zuweilen verstehen sie die gleichen Wörter und Ausdrücke verschieden. Das unterliegt keinem Zweifel. Daraus folgt jedoch nicht, daß die spezifischen Wörter und Ausdrücke, ebenso wie die Verschiedenheit in der Semantik, ernsthafte Bedeutung für die Entwicklung einer einheitlichen Sprache des gesamten Volkes haben können…“ (S.49)

        Stalin: „Der Marxismus und die Fragen der Sprachwissenschaft“, Dietz Verlag Berlin, 1951.

      • Politnick schreibt:

        Ja, ich hätte es in Anführungszeichen setzen sollen. Denn das hier:

        Och, die zeigen schon wie „Neger verrecken“

        soll ja die zum Ausdruck bringen, was Sendungen wie „Weltspiegel“, „Panorama“ usw. beabsichtigen. Diese krasse und auch provokative Formulierung bezieht sich also auf Inhalte und Ziele o.g. Propagandasendungen!!! Keineswegs nämlich zeigen diese Propagandasendungen „hungernde Menschen als Folge von Ausbeutung und Unterdrückung“ sondern sie zeigen eben „wie Neger verrecken“ — Und nur so soll das beim Betrachter ankommen, nicht anders! Die Usachen dieser Barbarei jedoch, werden ganz bewusst verschwiegen!

        Freundschaft 😉

      • Hanna Fleiss schreibt:

        Sascha, da muss ich Juche recht geben. Es gibt hierzulande eine Organisation, die sich die „Schwarzen Deutschen“ nennt. Sie nennen sich also selbst Schwarze. Darunter fallen natürlich nicht nur Schwarze, sondern Menschen mit sehr unterschiedlichen Hautfarben.
        Ich finde auch, dass in allen europäischen Kulturen und vor allem der USA jeder Begriff, der auf die Hautfarbe abhebt, gewollt rassistisch gebraucht wird, in jedem Fall immer mit negativem Ober- oder Unterton. Natürlich ist mir bekannt, dass in der DDR das Wort Neger lange Zeit sogar die salonfähige Bezeichnung für Afrikaner war, und zwar, als schon im Westen der Begriff Neger verpönt war. Ich hatte mich darüber immer gewundert, dass das sozialistische Deutschland in diese Falle der Rassentheorie geht.

  2. Politnick schreibt:
    Der Volksempfänger, VE 301 verkörperte in keinster Weise den neuesten Stand der Technik. Es war ein 3-Röhren-Gerät in schlichter Audionschaltung, während die Technik des Überlagerungsempfängers (Superheterodyne, Superhet, Super) längst Produktionsreife erlangt hatte und überdies eine erheblich bessere Empfangsqualität bot.

    Die Aufgabe des VE 301 bestand lediglich darin, den Empfang des nächstgelegenen Propagandasenders zu ermöglichen. Daß er manchmal des Guten zuviel tat, lage daran, daß auch die „Feindsender“ ihre Sendeleistungen erhöht hatten und so brachte auch der Volksempfänger die Stimme der Wahrheit in Deutsche Haushalte wie z.B. den Freiheitssender und Radio Moskau.

    Die Bezeichnung 301 war auch nicht technischer Natur, diese 3 Ziffern sollten lediglich an das Datum 30.1. erinnern. So geschmacklos wie der VE 301 in seinem dunkelbraunen Bakelitgehäuse daherkam, so klang er auch: Zog man die Rückkopplung an, ging das auf Kosten der Höhenwiedergabe, der Klang war dumpf und hohl. Für technisch Versierte war es aufgrund de Schaltungstechnik kein Problem, den Volksempfänger zum Sender umzubauen. Dies taten auch Mitglieder des Lagerkommitees zur Befreiung des Lagers Buchenwald.

    Frendschaft 😉

    PS: Manfred v. Ardenne entwickelte zusammen mit de Forest Mehrfachröhren und baute damit Radios die für jeden erschwinglich waren. Ardennes Rundfunkempfänger hätten die Bzeichnung Volksempfänger weit mehr verdient. Immerhin waren für den Volksempfänger 120 Reichsmark zu berappen und das war einfach nur unverschämt.

    • Harry56 schreibt:

      Sei nur froh und glücklich, heute hast du deinen Flachbildschirm, und statt Göbbels und „Reichssendern“ ARD/ZDF…., deinen schmierigen USA/NATO/EU -Kleber….., Hoch lebe der „Antifaschismus!“ … 😦

  3. ropri schreibt:

    „…vertrat als einzige Partei in Deutschland nur die Kommunistische Partei Deutschlands die Interessen der Mehrheit des deutschen Volkes.“
    Wenn ich solche Zeilen lese, dann muß ich schon etwas schmunzeln:
    Dann hätte ja die Mehrheit des dt. Volkes die KPD gewählt, bzw. wählen müssen. Vielmehr war es so, daß die Mehrheit des dt. Volkes zunächst Hitler zujubelte.

    Erst später, viel zu spät, kam bei vielen Menschen die Erkenntnis. Andererseits widerspiegelt es die Tatsache, daß seit Bestehen von Wahlen das Ergebnis selbiger niemals den Wählerwillen zum Ausdruck brachten / bringen. Wahlen wurden geschaffen, um dem Volk zu suggerieren, es würde mitentscheiden über die wirtschaftspolitische Orientierung des Landes; letztendlich um das Volk ruhigzustellen. Bis heute klappt ja diese gewaltige Lüge und die Massen gehen brav in diesem Land wählen und wundern sich aller 4 Jahre über das Wahlergebnis.

    • sascha313 schreibt:

      Es ist ja auch schon mal verblüffend, wie viele Leute jetzt die CDU gewählt haben. Und das tun die ja nicht aus Unüberlegtheit.

      Im Januar 1926 hatten noch 12,5 Millionen Wähler (31% aller wahl-berechtigten Deutschen) einen Volksentscheid gefordert, und am 20. Juni 1926 stimmten 14,5 Millionen Wähler für die entschädigungslose Enteignung der Fürsten. Zu den Reichstagswahlen am 5. März 1933 hatte die NSDAP bereits 17,3 Millionen Stimmen, während nicht einmal ein Drittel davon (4,8 Mio) die KPD wählten. Dazwischen lag eine Zeit von Streiks und Demonstrationen, eine Zeit des massiven Polizeiterrors und der Kommunistenverfolgungen und schließlich der Reichstagsbrand im Februar 1933. Zudem hatte die Nazipartei Millionenspenden aus der Industrie erhalten. Das führte bei der KPD zu diesem erdrutschartigen Verlust an Wählerstimmen. (vgl.Geschichte Kl.9, DDR1970, S.126-149)

      Es ist nicht zu übersehen, daß auch heute die Mehrheit des deutschen Volkes gegen die eigenen Interessen handelt, nur ist ihr das nicht einmal bewußt.

    • Harry56 schreibt:

      Noch immer nicht kapiert, auch die damaligen Wähler waren „reife Demokraten“, moderne „Europäer“,… „Bundesbürger“…. Und W A S ist denn heute anders?

      • Hanna Fleiss schreibt:

        Harry, da irrst du dich. Demokraten – das war ein Schimpfwort. Die rechtsbürgerliche Clique, die aus der wilhelminischen Zeit kam, nannte sich deutsche Patrioten, Deutsch-Nationale usw. Keine dieser meist militärisch verbandelten Gestalten wäre auf den Gedanken gekommen, sich Demokrat zu nennen. Demokraten, das waren Tucholsky, Carl von Ossietzky, Erich Kästner – um nur einige zu nennen, natürlich mit dem Stempel Linksdemokraten. Heute würden sie ihre Verfassungsschutzakten in den Regalen der Linksradikalen wiederfinden. Ziemlich gebrauchspraktikabel der Begriff „Demokrat“, nicht wahr?

  4. Politnick schreibt:

    Wikipedia lügt: Es zeigt eine Straßenszene in Berlin mit folgender Unterschrift:
    Zitat: Berlin, 30. Januar 1933, 12:40 Uhr: Nach seiner Ernennung zum Reichskanzler verlässt Adolf Hitler im Auto die Reichskanzlei.– Zitatende
    Hitler selbst, der sich zu diesem Zeitpunkt in Essen befand, kann also gar nicht um 12:40 in Berlin gewesen sein. Quelle: Der Irrweg einer Nation, Alexander Abusch, Aufbauverlag Berlin 1950
    Freundschaft 😉

    • sascha313 schreibt:

      Seite 196 oder wo? In einer eidesstattlichen Erklärung schreibt Schröder am 21.Juli 1947, daß er am 4. Januar 1933 mit Hitler, Papen, Hess, Himmler und Keppler in seinem Haus in Köln zusammengetroffen sei. Er schreibt: „Als die die NSDAP am 6. Januar ihren ersten Rückschlag erlitt und somit also ihren Höhepunkt überschritten hatte, wurde eine Unterstützung durch die deutsche Wirtschaft besonders dringend.“ (Quelle: Hellwig/Weiss „So macht man Kanzler“, Verlag der Nation Berlin, 1962, S.101)

      • Politnick schreibt:

        Sei mal bitte so gut und such die Seite selber raus, ich hab das Buch gerade ausgeliehen. Dem Vorgang am 30.1.1933 in der Essener Stahlhalle hat Abusch ein eigenes Kapitel gewidmet.

  5. Harry56 schreibt:

    Heute haben wir „Gott sei Dank!“ keine Volksempfänger mehr, sondern Flachbildschirme! Heute haben wir nicht nur einen „Dr. Göbbels“, sondern in unzähligen Staats- und Konzernmedien unzählige dieser „Volksaufklärer“, es herrscht eine inszenierte „Meinungsvielfalt“ zum Schein, bei leztlich doch immer nur einer Meinung: Der „Westen“ ist gut und fortschrittlich! Man „streitet“ über Belanglosigkeiten, um von den wesentlichen Dingen und Fragen abzulenken.
    Beim alten Dr. Göbbels war alles oft einfacher zu durchschauen als heute mit dieser angeblichen „Pluralität“! Welche Diktatur der Besitzenden und deren Schergen über die Masse der übrigen „Tölpel“ ist nun letztlich effektiver?

    Noch ein kleiner Nachtrag. Bereits Marx und Engels betrachteten die bürgerliche parlamentarische Republik, die bürgerliche repräsentative Demokratie als die politische NORMALFORM der bürgerlichen Klassenherrschaft in einem einigermaßen entwickelten kapitalistischen Land!

  6. Harry56 schreibt:

    „Krieg über Ätherwellen“, ja, was denn sonst? Im Jahre 1938 halfen die Ätherwellen, mehr als 3 Millionen Menschen deutscher Sprache reif zu machen für den Anschluß des „Sudetenlandes“ (damalige CSR) an das „Deutsche Reich“. Ähnlich zuvor auch Österreich. In den 40 Jahren der DDR sorgten die „Ätherwellen“ von ARD und ZDF für eine mögliche Stimmung unter den Bewohnern der DDR für eine „Wiedervereinigung“, die „Einheit Deutschlands“ unter der Klassenherrschaft des Kapitals, der deutschen und internationalen Bourgeoisie, wie eben schon auch im Jahre 1938.

    Und WO soll nun in der eigentliche „Sache“ der Unterschied liegen zwischen einem „Faschismus“ und einer „Parlamentarischen Demokratie“? Wenn in beiden Regierungsformen bürgerlicher Klassenherrschaft die Masse des unorganisierten, uninformierten, desinformierten, bewusst verblödeten Volkes durch „Ätherwellen“ in eine bestimmte, von den Eliten vorgesehene Richtung gelenkt werden können, wo und wie soll es da eigentlich noch substanzielle Unterschiede geben? In was für „Errungenschaften“ (typisches DKP/Gewerkschaftler-Gesülze) leben wir denn nun heute tatsächlich?

    • Politnick schreibt:

      Ja lieber Harry, es ist schwer zu vertehen, daß sich die Regierung Ulbricht für ein „Deutschland einig Vaterland“ ausspricht und gleichzeitig eine Mauer hochzieht. Genauso schwer ist es aber auch zu verstehen, daß Deutschland geteilt werden musste um die „Europäische Union“ zu errichten. Diese scheinbaren Widersprüche entpuppen sich jedoch sofort, wenn man genauer zuhört und genauer hinschaut.

      „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten“ — allein dieser Satz sagt ja schon alles, auch wenn Ulbrichts erklärende Worte im höhnischen Gelächter der Pressefuzzies untergingen. Andererseits habe ich es noch nie erlebt, daß ein Bundeskanzler erklärt hat warum Deutschland geteilt werden musste um die Europäische Union zu errichten. Hier haben wir es schlicht und einfach nur mit Propaganda zu tun und wie Propaganda anzuwenden ist, schreibt der „Führer“ selbst (Mein Kampf S. 196) Zitat:

      „Propaganda nur für die Masse.. An wen hat sich die Propaganda zu wenden? An die wissenschaftliche Intelligenz oder an die weniger gebildete Masse? Sie hat sich ewig nur an die Masse zu richten! Für die Intelligenz, oder was sich heute leider häufig so nennt, ist nicht Propaganda da, sondern wissenschaftliche Belehrung. Propaganda aber ist so wenig Wissenschaft ihrem Inhalte nach, wie etwa ein Plakat Kunst in seiner Darstellung an sich…“

      Na also, da haben wir es doch! Und jetzt verstehen wir auch den Unterschied, der nämlich darin besteht, daß kommunistische Propaganda eben wissenschaftlich fundiert ist, bürgerliche Propaganda hingegen überhaupt nicht! Da wird einfach nur behauptet und gelogen was das Zeug hält.

      Und die parlamentarische Demokratie, ja – da hast Du völlig Recht, lieber Harry. Sie ist aus der feudalistischen Monarchie hervorgegangen und in UK, Dänemark, Schweden z.B. existiert ja beides nebeneinander. Nur in Deutschland war es eben so, daß der Ausruf der Weimarer Republik mit dem Ende der K&K Monarchie einherging. In Fakt jedoch hat Hindenburg bis zu seinem Tode den Kaiser nur vertreten und mit §48 konnte das Parlament jederzeit außer Kraft gesetzt werden, was ja Hindenburg bekanntlich auch tat.

      Freundschaft 😉

      • Harry56 schreibt:

        Das „Hochziehen“ einer Mauer rund um das damalige Westberlin, dem Vorposten, dem Spionagenest der NATO, der BRD mitten in der DDR, war eine reine Schutzmaßnahme, um Gesellschaft und Staat der DDR zu schützen.
        Diese „Mauer“ stand keinesfalls einem einigen Deutschland in Frieden und wahrer Demokratie, Bündnisfreiheit und Neutralität, im Wege.
        Die Mauer in Berlin als auch die übrigen Grenzschutzanlagen der DDR waren leider eine traurige Notwendigkeit, hervorgegangen aus der gesamten negativen Nachkriegsentwicklung ab dem Mai 1945: Kalter Krieg!
        Hitler verschwand von der politischen Bühne, doch der „Westen“ (d.h. USA und deren engsten europäischen Komplizen) erspähten ganz schnell einen „neuen Hitler“, etwa 1500 Km östlich von Berlin…
        Die „Mauer“ war da nur ein kleiner Teilaspekt eines viel größeren und gewichtigeren Machtkampfes, mächtiger Vorherrschaftsbestrebungen.

        Freundschaft! 🙂

    • Hanna Fleiss schreibt:

      Harry, du fragst nach dem Unterschied von Faschismus und parlamentarischer Demokratie. Da hilft dir vielleicht die Definition Dimitroffs, was Faschismus ist. Sascha hat sie hier mehrmals gebracht. Die parlamentarische Demokratie ist natürlich eine Regierungsform der herrschenden bürgerlichen Klasse zur Unterdrückung aller anderen Klassen und Schichten, aber sie versuchen, dem ein demokratisches Mäntelchen umzuhängen, damit die Klassenfunktion des Staates verschleiert wird. Ja, es gibt die offizielle Mär, der Staat würde über den Klassen und Schichten stehen, das aber ist reine Demagogie.

      Zu deiner letzten Frage, um welche Errungenschaften es sich heute handelt, wäre nur zu bemerken, dass sie sich bewusst oder unbewusst immer auf die Nazi-Herrschaft berufen.
      Daneben spielt natürlich der Sülz vom Sozialstaat eine Rolle und wieder die parlamentarische „Volksvertreterschaft“, bestehend aus Juristen, Unternehmern, Lehrern, Beamten und sonstiger gutversorgter Mittelschichtsclique. Die, wie du ganz richtig bemerkst, mit dem kapitalistischen Staat zufrieden sind, weil er sie gut versorgt. Natürlich geschieht das nicht ohne Absicht, die „Volksvertreter“ sollen ja noch jedes unsoziale Gesetz abnicken. Und das tun sie dann auch.

  7. Inson schreibt:

    Der Unterschied besteht darin, ob wir dieses Gespräch hier oder in einem KZ führen.

    • Harry56 schreibt:

      Bravo, Inson! Nun ist mir ist alles klar, und dafür steht die NATO….., der „Westen“… 😦

      • Inson schreibt:

        Ich weiss wofür der „Westen“ und die NATO steht. Aber noch steht er eben hier in der BRD nicht für die systematische und massenhafte physische Vernichtung von Systemgegnern.

      • Ich denke, dass du da einem Irrtum aufsitzt. Die Systemgegner werden zwar noch nicht massenweise ermordet, jedoch kommt die wirtschaftliche Vernichtung der Systemgegner einer physischen Vernichtung schon sehr nahe: Sie flüchten sich in Alkohol und Drogen oder bekommen einen derart physischen Schlag davon, dass sie als Obdachlose enden oder gleich den Suizid suchen. Für den Kapitalismus sind damit alle ’solche‘ Systemgegner außer Gefecht gesetzt, ohne dass er auch noch zur Ermordung schreiten braucht.

      • Inson schreibt:

        Ich will mich hier jetzt nicht streiten und schon gar nicht dieses System in irgendeiner Form in Schutz nehmen. Allerdings halte ich die inflationäre und falsche Verwendung des Begriffs Faschismus für falsch. Eine solche Verwendung verharmlost und führt in die Irre. Mir ist das was ihr schreibt alles bestens bekannt. Ich lebe hier und gehe mit offenen Augen durch die Welt. Es bleibt aber dennoch ein Unterschied zwischen vom System verursachter Drogenabhängigkeit, Obdachlosigkeit und daraus folgendem Suizid etc. und der massenhaften, systematischen, physischen Vernichtung. Da sind wir ganz einfach noch nicht!

      • 800.000 Obdachlose,
        250.000 Zwangseingewiesene Menschen

        10.000.000 Menschen, die über ein gewöhnliches Maß Jeden Tag Alkohol trinken

        3.000.000 Tabletten-Abhängige

        3.000.000 Menschen, die täglich Drogen nehmen

        23.000.000 Menschen, die “Grundsicherung“ erhalten —

        SPRECHEN eine andere Sprache!!!

        KLAR! das ist äußerlich!!! KEIN Faschismus!

        … aber diese Tatsachen FÜHREN nun einmal direkt in ihn hinein, wenn wir den Kapitalismus nicht beseitigen!

        Ich werde mich jedenfalls nicht über Definitionen streiten:

        Der Kapitalismus ist schon schlimm genug — sogar ohne Faschismus!

      • Ich werde mich auch nicht streiten —

        schon gar nicht auf dem Blog von Sascha!, der mir mehr als GUT getan hat! … durch seine Kenntnisse … !!!

        … und im Grunde ist dieser ganze Faschismus-Diskurs FÜR die KATZ und hat — vor allem hier in der BRD die Kommunisten seit 1948/49 dazu veranlasst gegen den Faschismus zu kämpfen (was löblich ist)!!!!, DARÜBER aber “vergessen“, dass der FEIND der Menschheit die KIRCHE und ihr ureigenster Kapitalismus ist!!!

        Ich kann darüber nur hier sprechen! …
        Die von mir menschlich geehrten Kommunisten, die in meiner Ortsgruppe sich treffen, sind in der Regel weit über 70 oder über 80 Jahre alt, die jüngeren sind ihre Kinder und Enkel!! (Ich bin eine Ausnahme, weil ich erst vor zwei Jahren der Kommunistischen Partei beigetreten bin .. und sozusagen ein echter Frischling bin):
        Sie sind aktiv im Kampf gegen den FASCHISMUS beteiligt — aber sie sind auch darin “verhaftet“ … und KLAR Denkende Genossen, wie mein FREUND und seine Frau, die UNENDLICHE GRAUSAMKEITEN in HAFT, FOLTER, KZ und Zuchthaus erfahren haben — sowohl unter den NAZIS als auch unter der BRD!!!
        Aber sie bekämpfen den Faschismus — den sie KÖRPERLICH erfahren HABEN! …
        Doch der Kapitalismus ALS der FEIND “wird dabei nicht mehr erkannt!“

        Und jetzt wird schon bereits gefordert, dass ich die KPD zu verlassen habe, weil “ja diese Genossen“ nicht mehr wirklich “marxistisch-leninistisch“ wären! EINEN Scheiß werde ich tun, diese vorbildlichen Genossen zu verraten!

        Sorry! Der Kapitalismus ist ja nn nicht irgendwie vom Himmel gefallen: ER IST das PRODUKT der Kirche! (Das ‚Wieso‘ habe Engels, Marx, Lenin und Stalin hinlänglich erklärt!)

        Möglicherweise muss ein Mensch ERST tief in das “Denken“ (Lach) der christlichen ***Religion*** [eine Hirn-DENK-Programmierung!] eingetaucht sein, wie ich … , um erkennen zu können, welchem Wahngebilde der MAFIA ich folgte

  8. Harry56 schreibt:

    Hallo Hanna, Begriffe, Wörter können bleiben, doch die wirklich Bedeutung kann sich im Lauf der Geschichte auch in ihr völliges Gegenteil verkehren! Es kommt also nicht immer auf den Begriff, das Wort an, sondern auf die heutige Bedeutung, die wahre Bedeutung. „Demokrat“ war ganz selbstverständlich im 19. Jahrhundert, auch noch in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts eine Ehrenbezeichnung, ganz im Gegensatz zu den von dir benannten Kreisen, für welche „Demokrat“ natürlich ein Schimpfwort war. Wilhelm II. sagte einmal, gegen Demokraten helfen nur Soldaten!

    Heute sieht aber alles anders aus, praktisch alle bürgerlichen kapitalistischen Politiker, praktisch alle Imperialisten nenen sich Demokraten. Was haben nun diese heutigen Patent – „Demokraten“ mit den früheren wirklichen Demokraten gemein?

    Oder nehmen wir die früheren echten Antifaschisten und vergleiche sie mit der heutigen „Antifa“, dieser „Roten SA“ voll im Dienste von Imperialismus, NATO und selbst Zionismus! Die heutigen „Antifas“, sie „fordern“ genau das, was die Wirtschaftsverbände verlangen, unterstützen alle imperialistischen Kriege, schreien „Deutschland verrecke!“!

    Frau Alice Weidel von der AfD sagt auf ihrer letzten Wahlveranstaltung völlig richtig, die Faschisten von gestern sind die „Antifaschisten“ von heute! Wenn wir also heute von „Demokraten“ und „Antifaschisten“ reden, reden wir ganz einfach von teilweise dummen, teilweise heuchlerischen, und oft auch nur von völlig verlogenen Systemlingen, Systembütteln.

    Und noch etwas ist signifikant, du wirst alle diese „Demokraten“ und „Antifaschisten“ niemals in der wirklichen „Welt der Arbeit“ finden, niemals wo wirklich gearbeitet wird, wirkliche materielle Werte geschaffen werden, du findest sie fast ausschließlich in System stützenden Tätigkeitsfeldern, etwa Ämtern und Behörden, in den verschiedensten staatlichen Gewaltorganen, in allen möglichen Bildungseinrichtungen, in der Regel fast immer von öffentlichen Geldern zehrend, mitessend… und unter einer ganz bestimmten Sorte so genannter „Studenten“, meist in ganz bestimmten Fachrichtungen.

    Und der Begriff „Faschist“, „Faschismus“ kommt aus Italien, war dort ab den frühen 20er Jahren die Selbstbezeichnung der Anhänger Mussolinis, damals natürlich positiv besetzt. B.Mussolini selbst definierte den Faschismus ganz wertneutral, ohne jegliche Moralisiererei als Kooperation von Staat und Großindustrie/Großkapital! Gibt es diese Kooperation heute nicht mehr?
    Warum ist diese allen „Demokraten“ und „Antifas“ heute so peinlich?
    Wer oder wo sind nun „die“ oder die wahren „Faschisten“?

    • Politnick schreibt:

      Lieber Harry, Wer oder wo sind nun „die“ oder die wahren „Faschisten“?
      Unternehmer, die von heute auf morgen tausende Menschen entlassen — ist Dir das nicht Faschismus genug!? Air Berlin, Coca Cola Weimar… usw.
      Da sind Menschen, die verlieren alles und fallen ins Bodenlose!!!
      Freundschaft 😉

      • Harry56 schreibt:

        Alles heute patentierte „Demokraten“, ebenso in allen Landtagen, Bundestag, Gemeinderäten, Unternehmervereinigungen…überall nur noch „Demokraten“ en masse…, wir ersaufen ja beinahe schon in diesem Ozean von „Demokraten“! 🙂

    • Politnick schreibt:

      Frau Weidel wollte vielleicht sagen, daß sich die Faschisten von gestern als die Antifaschisten von heute ausgeben, aber sie hat es eben nicht gesagt. Im übrigen ist es das Anliegen von Hitlers „Mein Kampf“ Band I zu behaupten, daß Faschismus im Volke entsteht, also seine Ursachen im Volke hat. Und das ist genau das, was dem Deutschen Volke jederzeit und immer wieder vorgeworfen wird, solange dieses Kapitel Deutscher Geschichte nicht aufgearbeitet wird.

      Stalin sagte 1942: „Das Deutsche Volk ist nicht das Hitlervolk“ — damit brachte er es auf den Punkt und wies den Weg für Zukunft des Deutschen Volkes: „Die Hitlers kommen und gehen, das Deutsche Volk jedoch bleibt!“ — was sich ja auch in den Beschlüssen von Jalta und Potsdam ausdrückte.

      Sie schreien: „Deutschland verrecke!“ — Ja natürlich, auch ein Herr Hitler hat sein eigenes Volk fast ausgerottet. Aber dazu musste vorher die Weimarer Republik beseitigt werden.

      Zitat (Mein Kampf): „Der Beharrlichkeit, mit welcher der breiten Masse diese Lüge im-mer wieder vorgetragen wurde, war es zuzuschreiben, daß Millionen von Deutschen im Friedensvertrag von Versailles nur mehr eine gerechte Vergeltung für das zu Brest-Litowsk von uns begangene Verbrechen sahen, somit jeden wirklichen Kampf gegen Versailles als Unrecht empfanden und in manches Mal ehrlichster, sittlicher Entrüstung verblieben. Und dies war auch mit die Ursache, weshalb sich das ebenso unverschämte wie ungeheuerliche Wort „Wiedergutmachung“ in Deutschland einzubürgern vermochte.“

      Welch krasse Logik! Aber sie ist die Grundlage heutiger Politik, denn solange es keinen Friedensvertrag gibt, muss das Deutsche Volk immer wieder für sämtliche Greueltaten herhalten, dafür ist es gerade gut genug. Denn die Chance, daß das Deutsche Volk nach 1945 unter Beweis stellen kann daß es eben nicht das Hitlervolk ist, wurde dem Deutschen Volke im westlichen Teil Deutschlands ja verweigert — Dank der westlichen Alliierten!

      Freundschaft 😉

  9. Hanna Fleiss schreibt:

    Nein, Politnik. Dass Unternehmer Tausende Menschen auf einen Ritt entlassen, hat nichts mit Faschismus zu tun, sondern mit ihrem Profitstreben. So unklar darf man meiner Ansicht nach nicht argumentieren. Wäre es so, wie du schreibst, dass nämlich die dem Kapitalismus immanente Struktur den Kapitalisten zwingt, immer höhere Profite anzupeilen, dann hätte England schon im 17. Jahrhundert Faschismus gehabt.

    Harry, bei dir geht doch so einiges ziemlich durcheinander. Seit wann sind Antifaschisten, wie die Weidel behauptet, Faschisten? Rot gleich Braun? Und du kolportierst hier noch ihre Aussagen. Finde ich nicht in Ordnung, auch nicht von einem AfD-Anhänger. Man müsste im Grunde auf jeden Satz von dir eingehen, aber das bringt nichts. Du schreibst ja immer wieder dieselbe Soße. Was soll ich mir da Mühe geben, etwas richtigzustellen?

    • sascha313 schreibt:

      Außerdem: Ich bin dagegen, alles und alle als „faschistisch“ zu bezeichnen, was und wer sich auch ganz leicht mit kapitalistisch/ imperialistisch/ausbeuterisch/menschenverachtend/reaktionär usw. bezeichnen ließe. So erfährt der Begriff des „Faschismus“ eine ungewollte Erweiterung, die es schwer macht, wieder auf den Ursprung (die Ursachen) zurückzukommen, nämlich: Georgi Dimitroff sagte:
      „Der Faschismus an der Macht, Genossen, ist, wie ihn das 13. Plenum des EKKI richtig charakterisiert hat, die offene, terroristische Diktatur der reaktionärsten, chauvinistischsten, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals.“ [hier]

      (…und nicht etwa, wie verschwommen im westdeutschen Duden oder sonstwo erklärt wird: „nach einem Führerprinzip organisierte, undemokratische, rassistische, nationalistische Ideologie bzw. Staatsform“; ebenso oder sogar noch verfälschender – weil zwar detailliert, aber die sozial-ökonomischen Wurzeln verschleiernd – ist das hier: http://www.cpw-online.de/kids/faschismus.htm). Und was da irgendeine „Frau Weidel“ oder ein „Herr Mussolini“ sagen, steht hier nicht zur Debatte. Solche Erklärungen brauchen wir hier nicht!

      Siehe auch:
      Kurt Gossweiler: Aufsätze über den Faschismus

    • Harry56 schreibt:

      Hallo Hanna, warum erkennst Du nicht diese politische Falschmünzerei der heutigen „Antifaschisten“? Glaubst Du denn an die WORTE, achtest Du nicht auf TATEN? Natürlich bin ich gegen jeglichen inflationären Gebrauch von dem Begriff „Faschismus“.

      Der Faschismus, in welchen nationalen Farben und Ausprägungen auch immer, ist in der Tat die offenene terroristische Diktatur der Bourgeoisie, des Großteils der Bourgeoisie (Besitzbürgertums), und/ABER(!) nicht nur der aggressivsten Teile des Finanzkapitals! Wer steckt denn hinter dem „Finanzkapital“ Sind das nur die „bösen“ Vorstandsvorsitzenden von Banken und Industrieunternehmen? WER schöpft letztlich wirklich den ganz Rahm ab? Wer profitiert denn letztlich von der ganz alltäglichen kapitalistischen Ausbeuterei, „Surplus“(Marx)-Macherei?

      Die parlamentarische bzw. repräsentative „Demokratie“ ist die verkappte, verschleierte Form der Diktatur der Bourgeoisie, der Faschismus die offene! Das ist alles!

      Laut Gewerkschafts-Fuzzis, DKPlern, MLPDlern, allen möglichen sonstigen (pseudo)-„kummunistischen“ Dumpfbacken, bürgerlichen revisionistischen Schwätzern soll die bürgerliche „Demokratie“ angeblich ganz viele „Möglichkeiten“ bieten, durch Mehrheiten zum Sozialismus zu kommen. Gibt es auch nur ein einziges Beispiel, wo laut dieses unsäglichen Geschwätzes die bürgerliche „Demokratie“ den Weg zum Sozialismus durch ihre angeblichen „Möglichkeiten“ geöffnet hat? Wo und wann?
      Ganz und gar „unantifaschistische“ Grüße! Einen schönen Sonntag! 🙂

      • sascha313 schreibt:

        Hallo Harry, über das „Rahm-Abschöpfen“ sind wir uns sicherlich einig, auch über diese pluralistischen Dumpfbacken und darüber, daß der Faschismus nicht nur das Finanzkapital betrifft. Nur – Inson hat völlig recht: Während wir hier noch diskutieren, haben die ihre Anhänger schon eingesammelt.

        Lies mal Bodo Uhse „Söldner und Soldat“ (Roman, 1935).
        Bodo Uhse ist vom NSADPler zum aufrechten Kommunisten geworden. Großen Respekt vor solch einem harten und mutigen Weg! (Auch wenn er am Ende über den sowj.-dt. Rückfall in den Revisionismus völlig in Verzweiflung geriet – aber das ist ein anderes Thema). Den Weg kann aber nur jemand gehen, der soviel Klugheit und Charakter besitzt, frühere Fehler einzugestehen. Ob das diesen Schreihälsen unter falscher Flagge jemals gelingt, ist sehr zu bezweifeln.

      • Wer steckt denn hinter dem „Finanzkapital“ […] ?
        In unseren “westlichen“ Gesellschaften steckt die Kirche hinter dem Finanzkapital, weil die Kirche die EIGENTÜMERIN aller kapitalistischen Unternehmen ist: Über die BIZ teilt dieses Syndikat des Papstes die jeweiligen Währungen, mit denen Milliarden Menschen abrechnen müssen, den einzelnen Vasallen zu.

        Die “Kirche“ ist eine MAFIA!, die sich in 23 Kirchen und 33 Orden gliedert. An der Spitze steht ein Pate – der Papst. Danach folgen 212 bis 232 Kardinäle, die seine Vertreter in Jedem Land der Welt sind, die von mehr als 6.000 Bischöfen, 33 Ordensoberen, 23 Metropoliten und einer Schar von Äbten unterstützt werden. Dann folgen mehr als 40.000 Diakone, 70.000 Mönche, 430.000 Priester, !!! 750.000 !!! Nonnen, 1,2 Millionen Mitarbeiter, 3,5 Millionen Katecheten und ihre mehr als zwei Milliarden freiwilligen und unfreiwilligen Anhänger … die alle zusammen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens ihren Einfluß geltend machen, indem sie in jedem Land der Erde insgesamt MILLIONEN von Missions-Stationen, Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser und Universitäten errichtet haben und unterhalten!

      • Hanna Fleiss schreibt:

        Lieber Harry, es ist gut, dass du vieles völlig richtig siehst. Aber zur Antifa hätte ich doch noch ein paar Bemerkungen. Was derzeit unter dem Begriff Antifa läuft, hat nichts mit dem Antifaschismus zu tun, im Gegenteil. Diese Jungs kommen einerseits von Solid der Linkspartei, andererseits sammeln sich junge Leute um sie, die nirgends organisiert sind, aber glauben, wenn sie Randale machen, seien sie links, also „Antifa“, das ist natürlich Quatsch.

        Du kannst also nicht die derzeitige Antifa gleichsetzen mit dem originären Antifaschismus, wie wir ihn verstehen. Also nicht in Bausch und Bogen verurteilen. Denn bedenke, unter diesen „Antifas“ befinden sich höchstwahrscheinlich Agents provocateurs der Polizei oder des Verfassungsschutzes, und die jungen Leute, die zum Fenstereinschlagen und Autoanzünden aufgelegt sind, machen natürlich eifrig mit. Was sich da in Hamburg tat (ich nehme an, du beziehst dich darauf), ist von Politik und Medien gewollte Verfälschung des antifaschistischen Gedankens, denn das hatte mit ihm absolut nichts zu tun.

        Andererseits setzt du Menschen, die sich dem Marxismus-Leninismus verpflichtet fühlen, gleich mit „Kommunisten“ (ich weiß nicht, wen genau du damit meinst), die im „verbesserten“ Kapitalismus eine Chance sehen, den Sozialismus einführen zu können. Du musst schon genauer formulieren, wenn du überzeugen willst. Es wird immer jemanden geben, der dir Gegenfeuer geben wird, wenn du so verallgemeinerst. Vielleicht meinst du die Linkspartei mit ihrer Transformationstheorie, die auf Kautsky zurückgreift.

        Natürlich ist das nicht nur eine Illusion, sondern meiner Ansicht nach verlogen, denn letztlich geht es diesen Leuten lediglich darum, die Erhard-Zeit zurückzuholen, als es noch den „schönen Kapitalismus“ gab. Das ist Betrug an uns allen. Die bewunderte Sahra Wagenknecht ist die herausragendste Verfechterin dieser Idee davon, dass man mit Reform unbemerkt in den Sozialismus hineingleitet.

    • Politnick schreibt:

      Liebe Hanna,

      es gibt keinen friedlichen oder humanen Kapitalismus. Du sagst es doch selbst. Man kann zwar den Begriff „Faschismus“ exakt und treffend formulieren wie das Dimitroff tat, aber egal ob offen oder latent, der Kapitalismus lebt vom Terror. Vielleicht gibt es auch Kapitalisten die mehr oder weniger oder am meisten imperialistisch und chauvinistisch sind, aber ein Kapitalist ist und bleibt ein Kapitalist, da kann er noch so freundlich gucken. Und genau deswegen ist der Faschismus tief im Kapitalismus verwurzelt, denn in dem Moment, wenn die Definition des Faschismus nicht auch für den Kapitalismus zutreffen würde, wäre es kein Kapitalismus mehr.

      Entlassungen und Massenentlassungen, das ist ungefär so wie „humanes Töten“ und im Grunde ist es Terror der mit der Ankündigung beginnt. Was in den Köpfen der Betroffenen vorgeht, kann vielleicht jemand ansatzweise nachvollziehen der solch eine Tortour schonmal selbst erlebt hat. Als Erstes fliegt die Wohnung weg weil sie unbezahlbar wird, ich selbst habe das mehrmals durchmachen müssen und ja, auch Umzüge kosten einen Haufen Geld. Und wenn dann der Bewilligungsbescheid negativ ausfällt, fliegen einem in kürzester Zeit sämtlche Verbindlichkeiten um die Ohren, auch das habe ich durch: Die achsoziale Krankenpflichtversicherung wird zur Schuldenfalle und als Nächstes geht das Licht aus…

      Freundschaft 😉

      • Harry56 schreibt:

        Leute mit guten Jobs, guten sicheren(!) Einkommen, guten Renten, guten Pensionen werden natürlich immer tief im Herzen mit dem Kapitalismus in Frieden leben wollen. Sie sehen zuweilen aber auch, wie es vielen anderen Leuten oft weniger gut geht, manchen so ziemlich dreckig, Neusprech: Sozial abghängt! Diese Erscheinungen werden aber niemals diesem System selbst angelastet, sondern zumeist seiner Machern und Dirigenten, also etwa „unsozialen Finanzhaien“, „skrupellosen Bankern“, sehr häufig jedoch einer „fehlerhaften Politik“. Kurzum, alle negativen Begleiterscheinungen des Kapitalismus, bis hin zu Kriegen mit riesigen Massenbergen an Leichen und Flüchtlingen aller Art werden immer wieder subjektiviert, eine objektive Analyse ersetzt durch subjektive und sehr oft auch rein moralisierende Betrachtungsweisen. So schließen Sie auf diese Weise ihren Frieden mit dem System, sich selbst.

        Beste soz.Grüße!

      • Hanna Fleiss schreibt:

        Politnick, meines Wissens habe ich nirgends behauptet, dass der Kapitalismus friedlich und human sei. Wie kommst du darauf? Aber der Kapitalismus ist nicht generell Faschismus! Er braucht den Faschismus erst dann, wenn die linke Gegenkraft zu stark wird, dass er um seine Existenz fürchten muss. Du siehst, dass er derzeit mit der bürgerlichen Demokratie versucht, die Decke des Protestes niedrig zu halten oder sogar zum Schweigen zu bringen.

        Sascha hat es geschrieben: Der Begriff des Faschismus wird inflationär benutzt, so dass am Ende in den Köpfen sich eine Verharmlosung des Faschismus festsetzt. Natürlich ist es eine verdammte Schweinerei, wenn die Unternehmer ihre Arbeitskräfte in die Arbeitslosigkeit entlassen, um ihren Profit erhöhen zu können. Das ist eine ganz alte Chose, seit es in Deutschland den Kapitalismus gibt. So werden die Belegschaften der Betriebe ständig in Furcht und Gehorsam gehalten. Und die zur „Sozialpartnerschaft“ verpflichteten Gewerkschaften und Betriebsräte machen mit, ohne Rücksicht auf ihre Mitglieder und Belegschaften. Aber das ist noch kein Faschismus, sondern die
        übliche Masche, derer sich die Unternehmer bedienen. Und das im Rahmen der sogenannten Demokratie!

        Wie es ist, wenn man Knall auf Fall entlassen wird, habe ich mehrmals erlebt seit 1990. Aufs Arbeitsamt ist kein Verlass, was eine neue Arbeitsstelle angeht, ich musste selber sehr aktiv werden. Natürlich, besonders wenn man Familie hat, ist eine Entlassung ein schwerer Schlag. Ich kann nachfühlen, wie du dich gefühlt hast. Und natürlich ist jede Entlassung durch die Unternehmen Terror gegen die Arbeiterklasse. Die Unternehmer sind da sehr erfinderisch, sie „sourcen out“, verlagern die Betriebe in Billiglohnländer oder werden von ihren Konkurrenten geschluckt, was wiederum mit Entlassungen verbunden ist, um die Lohnquote niedrig halten zu können. Aber mach nicht den Fehler, gleich von Faschismus zu reden. Faschismus ist das Schlimmste, was die Arbeiterklasse erleben müsste.

  10. Harry56 schreibt:

    Ganz kurz, liebe Hanna, ich habe niemals die früheren wirklichen Antifaschisten gleichgestzt mit den heutigen Rabauken, reinen Systemlingen, zumeist höchst azozialen Mitessern weltweiter kapitalistischer Ausbeutung, Claqueuren von NATO, Imperialismus allgemein, plus deren Unterstützung Förderung des gegenwärtigen ekelhaften weltweiten kapitalistisxchen Menschenhandels unter dem verlogenen LABEL „Flüchtlinge“, Kriegsflüchtlinge“…! Dieser „Antifa“-Dreck spielt heute die gleiche Rolle wie die braune SA in den 20er/frühen 30er Jahren für das Finanzkapital, deren Herren und Agenten, Profiteuren.
    Soz. Gruß an dich!

    • Gut auf den Punkt gebracht: … plus deren Unterstützung Förderung des gegenwärtigen ekelhaften weltweiten kapitalistischen Menschenhandels unter dem verlogenen LABEL „Flüchtlinge“, Kriegsflüchtlinge“

      “Nur‘,‘ dass dies kein gegenwärtiges “Phänomen“ ist, sondern die Menschheit im allgemeinen und die christlich-abendländische Kultur im besonderen — als Gregor I. Pate der Mafia wurde — seit über 1.400 Jahren als durchgängige Praxis begleitet. … und Adel und Klerus haben stets gut daran verdient.
      Noch bis ins 18. Jahrhundert wurden Menschen in Osteuropa zu hunderttausenden bis Millionen gejagt und dann über die Krim in alle Welt verkauft. Erst die Annexion der Krim durch Katharina der Großen beendete jene Menschenjagd und jenen Menschenhandel in Europa; was sofort die Handelshäuser und Banken in London, Paris, Genua und Venedig auf den Plan rief und zu den sechsten bis zehnten ‚Russisch Türkischen‘ Kriegen führte.

      Und selbst die Abschaffung der Leibeigenschaft ( = Sklaverei) in den deutschen Ländern bis 1850 wurde über einen gigantischen Menschenhandel finanziert.
      Von wegen “Auswanderung“ in die ‚Neue Welt‘ oder “Brot und Lohn“ im Ruhrgebiet!

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