Atomwaffen: Der Völkermord der NATO im Jugoslawienkrieg

uranmunition2de.sputniknews.com: „NATO wollte Völkermord“: Serbische Intellektuelle bereiten eine Klage vor. Die serbische Königsakademie von Wissenschaftlern und Künstlern sammelt weiter Material, um die NATO-Länder wegen des zugefügten Schadens bei den Bombardements im Jahr 1999 zu verklagen. Dabei haben erstmals auch albanische Ärzte ihr Schweigen über die katastrophalen Folgen der Bombenangriffe gebrochen.

Das Kriegsverbrechen der NATO im Kosovo

NATO bombardierte mit Uranmunition

Eine internationale Gruppe von Juristen muß etwa 20 Fälle prüfen, die aufgrund von ärztlichen Dokumenten eindeutig belegen, daß die hohe Zahl an Krebserkrankungen in Serbien unmittelbar mit dem Einsatz von Munition mit sogenanntem abgereicherten Uran verbunden ist. Nach unterschiedlichen Angaben wurden im Jugoslawienkrieg zwischen zehn und 45 Tonnen abgereichertes Uran abgeworfen, was zu einem drastischen Anstieg an Krebserkrankungen führte, sagt der Toxikologe, Radomir Kovacevic, vom Serbischen Institut für Arbeitsmedizin und radiologischen Schutz in Belgrad gegenüber Sputnik.

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Der Einsatz von „besonderer“ Munition war kein Zufall

Laut ihm hatte die NATO-Führung kurz nach dem Beginn der Aggression eingesehen, daß die jugoslawische Armee nicht kapitulieren werde. Daher habe man die Entscheidung getroffen,  einzusetzen.

„Nach Angaben des Belgrader Onkologie-Instituts wurden im Jahr 1981 insgesamt 10.178 Erkrankungs- und fast genauso so viele Todesfälle registriert (Kosovo nicht mitgezählt)“, so Kovacevic. Im Jahr 2001 seien es bereits 18.000 Fälle gewesen. Derzeit betrage die Zahl der Todesfälle zwischen 22.000 bis 23.000 und die der Erkrankungen zwischen 35.000 bis 36.000. Bei Genmutationen sehe es noch schlimmer aus: Laut Ergebnissen der Studien, die in jenen Regionen durchgeführt wurden, die unter die „Uran-Bombardements“ kamen, erreicht dort die Zahl der Fehlbildungen 27 Prozent. Unter normalen Bedingungen betrage diese Zahl im Durchschnitt lediglich ein bis zwei Prozent.

Ziel der NATO: Völkermord

Danilo Tvrdisic, Mitglied der öffentlichen Organisation „Wahrheit“, ist überzeugt, daß die NATO einen Völkermord zum Ziel hatte. Dies beweise sowohl der Einsatz des abgereicherten Urans als auch die Tatsache, daß die Flugzeuge der Allianz zielgerichtet Objekte der Chemieindustrie trafen, was katastrophale Folgen für die Ökologie in Serbien gehabt habe.

„Wir stehen mit albanischen Ärzten im Kontakt, die früher zu den medizinischen Folgen der Bombenangriffe geschwiegen haben, jetzt aber bereit sind, darüber zu reden“, so Tvrdisic gegenüber Sputnik. Das sei tatsächlich etwas ganz Neues. An dieser Stelle sollte daran erinnert werden, daß abgereichertes Uran erstmals in einer der größten Städte des Kosovo, Prizren, eingesetzt worden war. Insgesamt wurden nach unterschiedlichen Angaben 107 Orte im Kosovo und Metochien mit dem Giftstoff „bearbeitet“, vier weitere in Südost-Serbien und ein Ort in Montenegro.

NATO-Kriegsverbrechen im Kosovo offiziell verheimlicht

Interessant ist dabei, daß dies im Kosovo bis heute ein Tabu-Thema ist, da die Bomben neben den Krankheiten auch die „Unabhängigkeit“ gebracht hätten. Im Jahr 2014 hatte die balkanische Presse von einem Bericht des afrikanischen Spezialisten Bakary Kante geschrieben, der als Chef einer UNEP-Mission schon im Mai 1999 die verheerenden Folgen der Bombenangriffe für die Ökologie der serbischen Südprovinz geschildert hatte. Der Autor des Berichts warnte vor dem künftigen Anstieg an Krebserkrankungen und Fehlbildungen bei Neugeborenen. Doch aus irgendeinem Grund ist der Bericht niemals veröffentlicht worden.

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USA-Journalist bringt es in die Öffentlichkeit

Später waren Teile des Berichts durchgesickert, dank der Bemühungen des USA-Journalisten Robert Parsons. Als 2014 die kosovarische Zeitung „Express“ von zehn Tonnen abgereichertem Uran berichtete, die auf Kosovo abgeworfen worden waren, erklärte die Umweltpartei des Landes, sie habe schon längst auf eine hohe Sterblichkeitsrate nach den NATO-Bombardements hingewiesen. Es habe aber keinerlei Berichte gegeben und es seien auch keine Daten von zuständigen Behörden darüber empfangen worden, erklärte man in der Partei.

Quelle: Alternative Presseschau vom 10.10.2017 (Danke für den Hinweis!)

Karte: Sofitravel.ru


Schlußfolgerung: Das Hauptziel der NATO-Aggression war die Besetzung der südserbischen Provinz Kosovo und Metohija durch die Unterzeichnung des Abkommens von Kumanovo sowie später der Sturz der antiimperialistischen Regierung in Belgrad durch den von Washington und Brüssel am 5. Oktober 2000 organisierten konterrevolutionären Putsch sowie die Zerstörung der Bundesrepublik Jugoslawien und später der Staatenunion Serbien und Montenegro als kleiner Neugründung des von Triglav bis Gevgelija reichenden sozialistischen Jugoslawiens. Die Hauptverantwortliche für alle Opfer und Zerstörungen während der kriminellen NATO-Bombardierung sind der westliche Imperialismus und seine Quislinge aus den Reihen der terroristischen »Kosovo-Befreiungsarmee«

Siehe: NATO-Kriegsverbrechen in Jugoslawien ungesühnt (UZ)

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Während des Krieges auf der Balkanhalbinsel wurde durch die NATO-Länder eine neuartige Munition mit abgereichertem Uran eingesetzt. Das erweist sich als äußerst schädlich für Mensch und Natur Jugoslawiens. Der radioaktive Staub (α-Strahlung) verursacht in lebenden Organismen Krebserkrankungen.  In der Munition wird das abgereicherte Uran hauptsächlich dafür verwendet, um ein extrem festes Metall mit einer hohen spezifischen Dichte (ungefähr 19g/cm3) herzustellen. Bisher wurde es noch nicht verwendet, solange bis man die Wolframkerne der Panzermunition durch abgereichertes Uran ersetzte. Die Explosionsstäube des Urans gehören zu den stärksten chemischen Giften (wie zum Beispiel Arsen und Beryllium). Urangeschosse wurden nicht nur als panzerbrechende Waffe, sondern auch als Brandmunition und als chemischer Kampfstoff eingesetzt. Ihre Verwendung ist ein Kriegsverbrechen.
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14 Antworten zu Atomwaffen: Der Völkermord der NATO im Jugoslawienkrieg

  1. levan2015 schreibt:

    Ich hatte damals Kontakt mit einem sehr bekannten deutschen Journalisten, der auch mal Verleger von FAZ gewesen ist. Als ich ihn fragte, warum die FAZ solchen Mist und Lügen über den Krieg in Jugoslawien schreibt, sagte er mir: „Das war die Meinung von oben und wir sollten den Krieg nur so darstellen“. Diese Banditen greifen die Länder an und erzählen, dass sie was Gutes tun. Unverschämt!

  2. Politnick schreibt:

    Was ist eigentlich mit Nicolae Ceaușescu und Slobodan Milošević? Ich vermute mal, was in den Medien über diese Herren verbreitet wird, entspricht wohl kaum der Wahrheit. Aber vielleicht weißt Du ja mehr lieber Sascha.

    Freundschaft 😉

    • Weber schreibt:

      Zu Nicolae Ceaușescu siehe dieses Video:

      • sascha313 schreibt:

        Danke, Weber, genau das ist der Film, den ich auch empfohlen hätte. Noch heute legen die Menschen in Rumänien Blumen am Grab von Ceaușescu nieder…

      • Politnick schreibt:

        Rumänien 1989 schuldenfrei??? Also wäre das ja ein reiches Land gewesen! Andererseits passt das ja so ganz und gar nicht in die Strategie des US-Imperiums was eine Kolonialisierung europäischer Länder anstrebt. In Deutschland lagen die Verhältnisse nämlich völlig anders und so ist es für mich unklar, worin die Erpressbarkeit Rumäniens bestand ohne diesem Land offen den Krieg erklären zu müssen.

        Von daher halte ich die „Schuldenfreiheit“ für eine Falschmeldung.

        Schönen Sonntag 😉

      • sascha313 schreibt:

        Das ist auch nur eine Vermutung, Politnick.

        Rumänien ist eines der rohstoffreichsten Länder Europas. Vor dem 2.WK war Rumänien ein wirtschaftlich schwach entwickeltes Land. Die Industrie erzeugte nur 30,8% des Nationaleinkommens. 95% der Industrieanlagen wurden importiert. Doch schon wurde 1945 eine Agrarreform durchgeführt. Ab 1947 erfolgte die Kontrolle über die Tätigkeit der Privatbetriebe und 1948 die Nationalisiserung. Unter der Führung der Rumänischen Kommunistischen Partei hat sich das Nationaleinkommen von 1970 bis 1983 mehr als verdreifacht (!). Die Arbeitsproduktivität pro Beschäftigten stieg im Zeitraum 1950-1983 auf das 9,8-fache (!!!). Rumänien verfügt über wichtige Rohstoffe: Erdöl, Erdgas, Kohle, Eisen, Buntmetalle (Mangan, Uran, Chrom, Kupfer, Bauxit, Blei, Zink, Gold, Silber u.a.)
        Quelle: Länder der Erde, Berlin, 1985, S.498.

        Das nur mal am Rande, da es nicht zum Thema gehört.
        Bevor man also über „Falschmeldungen“ redet, sollte man sich informieren. Es ist heute weithin üblich, alles als „fake news“ oder „Verschwörungstheorien“ zu bezeichnen, was von der Gegenseite, d.h. von sozialistischen oder antiimperialistischen Quellen, veröffentlicht wird.

      • Politnick schreibt:

        Im Video wird behauptet, Rumänien sei 1989 schuldenfrei und gleichzeitig in armes Land gewesen. Das passt überhaupt nicht zusammen.

        Feundschaft 😉

      • sascha313 schreibt:

        Wieso? Ich kann da keinen Widerspruch erkennen. Muß ein Land erst Schulden haben, um als „reiches Land“ zu gelten? Oder andersherum: Ist ein Land nur dann als „reich“ zu bezeichnen, wenn es keine Schulden hat? Die Banken verbinden eine Kreditgewährung doch mit der Kontrolle über die wirtschaftliche Tätigkeit des Kreditnehmers. Und ist es etwa falsch, auf Kredite zu verzichten, um die uneingeschränkte wirtschaftliche Selbständigkeit behalten zu können?

    • ropri schreibt:

      Milošević wurde im Gefängnis systematisch vergiftet. Er wußte das und forderte eine Untersuchung, die man einfach ignorierte. Es ist schon bezeichnend: gerade Jugoslawien ging nicht den Weg der anderen soz. Länxder mit, pflegte über all die Jahre wirtschaftliche „Zusammenarbeit“ und Schulterschluß mit dem Westen. 1999 hatte der Mohr seine Schuldigkeit getan und mußte gehen. Wenn nur die Menschen davon lernen würden!

      • Politnick schreibt:

        Im Prinzip dasselbe wie Hitler: Die Marionetten werden gekauft und die bringen das Land in eine totale wirtschaftliche Abhängigkeit von der Wallstreet. Gleichzeitig wird das Land mit Terror geflutet. Kapitalexport und Waffenexport, auf diese Art und Weise wird jedes Land zur Kolonie gemacht. Auch Deutschland, und das war nur die Generalprobe.

        Freundschaft 😉

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