Sigmund Jähn – der erste deutsche Kosmonaut

Sigmund Jähn.pngAls am 26. August 1978 in Baikonur die Triebwerke der dreistufigen Weltraumrakete gezündet wurden, flogen die beiden Freunde Waleri Bykowski und Simund Jähn auf eine Umlaufbahn um die Erde. Es war wahrhaftig ein erhebender Moment. Lange hatten beide miteinander trainiert und sich gemeinsam mit anderen Kosmonauten auf diesen Flug vorbereitet. Der sowjetische Kommunist Juri Gagarin war zuvor als erster Mensch überhaupt in den Weltraum gestartet; er bewies damit zugleich, wie leistungsfähig und wie friedliebend der Sozialismus ist. Es ging bei diesem Weltraumflug nicht um die Bombardierung und Eroberung fremder Länder und Erdteile, nicht um einen „Krieg der Sterne“. Es ging nicht um strategische Überlegenheit, sondern es ging um den wissenschaftlich-technischen Fortschritt. Es ging um die Zukunft der Menschheit.

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Waleri Bykowski und Sigmund Jähn

Der Staatsratsvorsitzende der DDR, Erich Honecker, richtete an die beiden Kosmonauten die folgenden Worte: „Seit Juri Gagarin als erster Mensch den Weg ins Weltall bahnte, folgten viele hervorragende Kommunisten seiner Spur. Auch Ihr Flug, liebe Genossen, wird ein Symbol menschlicher Tatkraft und Entschlossenheit bleiben und in die Geschichte eingehen. Das erste gemeinsame bemannte Weltraumunternehmen UdSSR-DDR kündet vom hohen Stand der Beziehungen zwischen unseren brüderlich verbundenen Parteien, Staaten, Völkern und Armeen. Gemeinsam richten wir unser Streben auf den Vormarsch des Sozialismus und Kommunismus, auf die Sicherung des Friedens. Der dritte Vorstoß einer internationalen sozialistischen Besatzung in den Kosmos zeugt von den großen moralischen, wirtschaftlich-technischen Potenzen der Sowjetunion und der gesamten sozialistischen Staatengemeinschaft.“

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Begegnungen und Briefe

EINE VERWIRKLICHTE IDEE
Im Vorwort zu seinem reich bebilderten Erlebnisbericht zitierte Sigmund Jähn dann auch den Schriftsteller Heinrich Mann, der bereits vor Jahrzehnten in einem Aufsatz mit dem beziehungsreichen Titel „Verwirklichte Idee“ geschrieben hatte: „Endlich unternimmt ein Staat, aus den Menschen gerade das zu machen, was wir schon imer wollten: vernünftige Wesen, die allesamt arbeiten für das Glück jedes einzelnen, und aus jedem einzelnen soll etwas Höheres und Besseres werden innerhalb einer Gesamtheit, die sich weiter vervollkommnet. Zu wissen, daß es einen solchen Staat gibt, macht glücklich.“ (Heinrich Mann, Verteidigung der Kultur, Berlin 1971, S.437)

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Unsere Erde von der Raumstation aus gesehen

WISSENSCHAFTLICHE EXPERIMENTE
An Bord der Raumstation Salut 6 wurden viele wertvolle Experimente durchgeführt, so z.B. zur Fernerkundung der Erde, zur Medizin und Biologie, zur Materialwissenschaft und zur Geophysik. Der besondere Beitrag der DDR zu diesem historischen Weltraumflug war die in Jena hergestellte Multispektralkamera MKF6M, die nach einem speziellen fotografischen Verfahren arbeitete, bei dem gleichzeitig in mehreren schmalen Kanälen Aufnahmen des sichtbaren und infraroten Spektralbereichs auf verschiedene Schwarzweißfilme projiziert wurden. Von diesen wurde dann durch additive Farbsynthese ein farbiges Bild erzeugt, das (z.B. zur Erkundung von Naturressourcen) visuell oder digital ausgewertet werden konnte.

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Bei der Arbeit in der Raumstation

EIN WELTRAUMFLUG ZU EHREN DER DDR
Der gemeinsame Flug der beiden Kosmonauten ist eines der zahlreichen Beispiele internationaler Zusammenarbeit zwischen Menschen verschiedener sozialistischer Länder, der beweist, daß der Sozialismus auch in kosmischen Angelegenheiten seinen ureigensten Prinzipien die Treue hält: Zusammenarbeit, gegenseitige Hilfe und Internationalismus. Dieser Grundsatz, so stellte Sigmund Jähn fest, ist „kosmisch weit entfernt von der anmaßenden Haltung jener, die nicht nur unsere Welt, sondern am liebsten auch das Weltall unter ihre Allmacht zwingen möchten.“ …erinnert sei hier nur an die wahnsinnigen Pläne der US-Weltraumstrategen, vom Kosmos aus jeden Punkt der Erde beherrschen zu können.

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Und soviel sei noch gesagt im Gedenken an den 62.Jahrestag der Gründung unserer Deutschen Demokratischen Republik: „Lieber Sigi, Du warst und bleibst immer ein großes Vorbild für uns. Dein Flug war zugleich eine große und bedeutende Leistung aller Techniker und Wissenschaftler beider sozialistischer Länder, die nicht zuletzt auch unserem Heimatland, der DDR, zur Ehre gereichte.“

siehe:
Bilder und Text in: Sigmund Jähn, Erlebnis Weltraum, Militärverlag der DDR, Berlin 1983.
Juri Gagarin war Kommunist

Siehe auch:
Der Betrug der USA mit der angeblichen „Mondlandung“

Übrigens: Auch im Lexikon ist verzeichnet – angeblich seien es 6 Mondlandungen gewesen. Das ist jedoch sehr zweifelhaft, und eher unwahrscheinlich. Ironisch zitiert Sigmund Jähn in seinem Buch lediglich einen Ausspruch Edwin Aldrins: „Neil Armstrong war zwar der erste Mensch auf dem Mond. Aber ich war der erste, der auf dem Mond in die Hosen pinkelte.“ (S.Jähn „Erlebnis Weltraum“, Berlin, 1983, S.230.) Muß man mehr dazu sagen? Der erste Forschungssatellit (UdSSR, DDR, CSSR) mit einer sowjetischen Trägerrakete wurde am 14.10.1969 gestartet. Die Interkosmos-Organisation wurde 1967 in Moskau gegründet.

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3 Antworten zu Sigmund Jähn – der erste deutsche Kosmonaut

  1. Rolf schreibt:

    Er wird für immer im Herzen der anständigen DDR-Bürger bleiben!

    Hier noch ein Link zum Genossen Köllner:
    „Bei der Auflösung der NVA 1990 lehnte er (Köllner) eine Übernahme in die Bundeswehr ab und nahm seinen Abschied (Oberst a.D.). “
    https://de.wikipedia.org/wiki/Eberhard_K%C3%B6llner

    Rolf

    • sascha313 schreibt:

      Man kann sich nur verneigen, Genosse Köllner! Alle Achtung! Ich kenne auch einen Major der NVA, der konnte gar nicht schnell genug seine Uniform wechseln und fuhr dann wöchtentlich nach Bonn zur „Weiterbildung“ Pfui Deibel! Heute ist er Pangsjonähr und unterhält reisende Rentner bei ihren Bustouren…

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