Geschichtsfälschung bei Russensender „Sputnik“

StalingradNun sind wir ja an Geschichtsfälschungen durch die bürgerlichen Massenmedien schon manches gewöhnt, doch diese Ungeheuerlichkeit übertrifft alles bisher Dagewesene. Da schreibt doch so ein selbsternannter „Rußland-Experte“ über die Schlacht von Stalingrad:

„Die Bedeutung der Schlacht von Stalingrad ist vor allen Dingen symbolischer Art. Die Schlacht von Kursk und die Landung der Alliierten auf Sizilien hatten wahrscheinlich eine viel größere, kriegsentscheidendere Bedeutung als die Schlacht von Stalingrad. Aber sie hatte eine große symbolische Bedeutung, weil die Wehrmacht zum ersten Mal eine Niederlage erlitt und damit klar war, dass die Rote Armee die Initiative gewinnen konnte, dass sie überhaupt Schlachten gewinnen konnte. Das war ein großer symbolischer Effekt, der zum Beispiel im besetzten Frankreich eine große Bedeutung hatte. Und in Deutschland musste man zum ersten Mal den Bürgern erklären, dass eine ganze Armee untergegangen war. Vor allem aber konnte man damit zeigen, dass das sogenannte Feldherrengenie von Hitler auf einer Einbildung beruhte.“

Wenn die Lüge nicht ausgerechnet auf einem russischen Medienportal veröffentlicht worden wäre, könnte man glauben, Goebbels habe hier die Feder geführt. Das ist ein Verrat dieses Russensenders am eigenen Volk, am sowjetischen Volk. Eine Schande! Eine treffende Antwort gab darauf ein Leser, der schrieb:

Man muß sich schon fragen, warum Sputnik einem Kommunisten- und Russenfresser wie Baberowski Raum für seine Hetze gibt. Die erste Niederlage der Wehrmacht war bereits 1941 vor Moskau. Die alte Mär, dass die westlichen Alliierten irgendetwas Entscheidendes zum Schlagen der Wehrmacht beigetragen haben wird auch hier wiedererzählt. Das natürlich Hitler den Krieg verloren hat und nicht die Wehrmacht, wird ja seit 1945 im Westen in die Köpfe gehämmert. Der Gipfel ist aber, dass man nach Baberowski den Schluss ziehen muß, dass die Russen froh sein müssen, dass die Faschisten über sie herfielen, denn ab da gab es endlich Anlass „mit Stolz und Freude“ auf das Leben zurückblicken zu können. Nebenbei bemerkt, hatten die größten Blutopfer die Kommunisten zu verzeichnen, die diesen heroischen Kampf anführten.

Siehe dazu auch:
Stalingrad. Der lange Weg der Erkenntnis
So werden die Deutschen gegen andere Völker aufgehetzt (Soldatenbriefe aus Stalingrad)
Offener Brief vob Stalingradveteranen an die deutsche Bundeskanzlerin
Stalingrad… Ach, diese verfluchten deutschen Faschisten!
Die Lüge von der angeblichen „verdienstvollen Befreiung“ Europas durch die USA

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42 Antworten zu Geschichtsfälschung bei Russensender „Sputnik“

  1. Sascha Iwanow schreibt:

    Sascha, meine Meinung.
    Als das russische Parlament die Katyn-„Resolution“ angenommen hat, ohne das überhaupt Beweise vorlagen, nur Fälschungen; nicht die Untersuchungsergebnisse der Burdenko-Kommission zur Kenntnis genommen wurden, geschweige denn, die KATYN – Note der Sowjetregierung an die Regierungen der USA von 1951 – ist Goebbels in Moskau eingezogen. Hitler und die Wehrmacht hat es nur bis vor die Tore Moskaus geschafft – Goebbels aber, mit seine anti-kommunistische Ideologie – bis in den Kreml.
    Geschichtsklitterung gehört zum imperialistischen Ethnozid, zum kultureller Völkermord!
    Warum soll es also in Russland anders sein, dort herrscht die gleiche Klasse, arbeiten für sie, die gleichen niederen Vasallen und Lakaien, wie auf dem Rest der Welt, nur das sie Oligarchie genannt wird.

    • sascha313 schreibt:

      ..allerdings, Sascha. Wer hätte auch was anderes erwartet. Fehlte nur noch, daß man diesen Scheißdreck auf Russisch übersetzt..Wie tief kann so ein Volk mit einer derart heroischen Geschichte nur noch fallen, tiefer geht’s bald nicht mehr!

      • Sascha Iwanow schreibt:

        Vorsicht Sascha,
        du verwechselst gerade „das Volk“ mit der Bourgeoisie, ihre Vasallen und Lakaien (darunter verstehe ich die herrschende Kapitalistenklasse, die Oligarchen, die Reichen, die Ausbeuter, ihre Zuträger, ihre Geschichtsschreiber und alle anderen willigen Hilfskräfte.)
        Denke an Stalin Worte: „Die Faschisten kommen und gehen, das deutsche Volk bleibt!“ So ist es auch mit dem russischen Volk.

      • sascha313 schreibt:

        Schon richtig, Sascha…aber wie können die Menschen – das einfache Volk, die Arbeiter – so etwas zulassen? Ich bin zutiefst beunruhigt!

      • Sascha Iwanow schreibt:

        Sascha, seit 1956 wurde dem russischen Volk eingeredet, alles was ihr bis hierher gemacht habt – war schlecht. Generationen sind mit diesem Geschichtsverständnis aufgewachsen. Das führte dazu, dass, als Gorbatschow auftauchte, keiner mehr verstand, was richtig und was falsch war und ist. Die paar Mahner wurden geistig totgeschlagen.
        Das Volk wollte den Revisionismus nicht mehr, denn der Sozialismus hat schon lange aufgehört zu existieren. Blieb nur die Restauration des Kapitalismus.
        Dann kam Jelzin und der Schock war groß, was Kapitalismus bedeutet. Aber, das Volk hatte keine Alternativen mehr, die hatte man ihm genommen, also ertrug es den Raubtier-Kapitalismus. Dann kam der Retter der Nation – Putin. Er hat zu mindesten die Lage stabilisiert und einen gewissen Aufschwung eingeleitet und das Volk „liebt“ ihn dafür. Vor allem auch, weil er den USA/Nato Paroli bietet.
        Sascha, ich glaube mittlerweile, immer öfter, dass wir „Rufer in der Wüste“ sind, auf die keiner mehr hört, wenige. Es bleibt nur eine Möglichkeit, „wir machen unser Ding“ klären die Menschen auf, die aufgeklärt werden wollen und hoffen auf die Zeit. Wir wissen doch alle wohin die Reise des Imperialismus geht – in die Barbarei.
        Wenn die erreicht ist, und die wird bald erreicht sein, müssen wir da sein mit unserem Wissen und unseren Erfahrungen, um den Weg zu weisen und das wird schwer genug, denn der Anti-Stalinismus und der Anti-Kommunismus wird auch dann immer noch sehr stark sein. Ich glaube aber auch, die Welt wird so abgewirtschaftet sein, dass das Errichten des „Kommunismus“ die einzige Möglichkeit sein wird, zu überleben – der ganzen Menschheit.

      • sascha313 schreibt:

        …daß wir „Rufer in der Wüste“ sind, ist m.E. ein bißchen zuviel der Bescheidenheit. Sieh mal, da kommen doch immer zwei Dinge zusammen: einer der redet und einer der zuhört. Zugegeben – das Zuhören ist nicht jedermanns Sache. Vor allem dann nicht, wenn es einem doch noch relativ gut geht. Aber je mehr die Unruhe, Ungewißheit, die Unzufriedenheit mit den Verhältnissen zunimmt, je mehr da Erfahrungen im Klassenkampf hinzukommen, desto mehr wird der einzelne Arbeiter, der immer Unterdrückte, der Entrechtete bereit sein, sich Vorschläge anzuhören. Ich bin natürlich nicht sicher, ob da nicht auch zuerst auf diejenigen gehört wird, die am lautesten schreien. Zur Zeit jedenfalls ist das so. Doch steter Tropfen höhlt den Stein…

  2. Hanna Fleiss schreibt:

    Baberowski ist ein ganz üblicher Bursche. Ich habe ihn in verschiedenen Dokus erlebt, und ich bin entsetzt, welcher Scheißdreck da in die Köpfe der Zuschauer gehämmert wird. Aber dass ein russischer Sender die Wende im zweiten Weltkrieg, die durch Tausende russische Opfer bei Stalingrad erkämpft wurde, so schäbig herunterspielt, ist ein Verbrechen an das Andenken der vielen Rotarmisten und auch der Bevölkerung von Stalingrad. Aber es kann ja nicht anders sein, in Russland herrscht dieselbe Clique von Räubern und Verbrechern am russischen Volk wie in den westlichen imperialistischen Staaten. Mein Gott, was hat der Kapitalismus aus dem sowjetischen Volk gemacht! Das Herz tut mir weh. Und was Katyn angeht, so ist der Historiker, der die Wahrheit an Hand von Kreml-Archivunterlagen bewiesen hat, „plötzlich und unerwartet“ gestorben. Was für eine Welt, in der wir jetzt leben müssen.

    • Sascha Iwanow schreibt:

      Hallo Hanna,
      nicht der Kapitalismus – der Chruschtschowsche Revisionismus.
      Wir werden nach lange an den Folgen „zu knabbern“ haben. Keiner hat den Marxismus-Leninismus so geschädigt, wie diese Verbrecher. Das Schlimme für mich ist – die ganze „kommunistische Welt“, außer China und Albanien, hat mitgemacht. Mir tut das Herz bei diesem Gedanken weh. Welche Chance haben die Menschen in den soz. Ländern verpasst.

      • Hanna Fleiss schreibt:

        Das ist schon richtig, Sascha Iwanow, richtig angefangen hatte es mit Chruschtschow. Aber ich meine die Lebensverhältnisse und Ansichten im heutigen Russland. Wer empört sich denn heute noch in Russland darüber, dass die Reichtümer der Sowjetunion von einigen Handvoll KPdSU-Funktionären dem Volk gestohlen wurden, die dann zu Oligarchen „aufstiegen“? Ich hatte immer eine hohe Meinung vom sowjetischen Volk, aber heute weiß ich, dass es sich wenig von dem heutigen deutschen Volk unterscheidet: müde, ausgepowert, die Köpfe manipuliert, Ergebenheit in die heutige Lebenslage, die Jugend perspektivlos, den Westen anhimmelnd, Reichtum bei wenigen, Armut bei vielen usw. – eben alles das, was das Leben im Kapitalismus ausmacht.

      • sascha313 schreibt:

        „Wer empört sich denn noch…“? Hanna, das ist nicht ganz richtig. Es gibt vor allem im russischen Internet eine ganze Menge Beispiele, wo ernstzunehmende Leute (Wissenschaftler, Kommunisten, Historiker…) sich gegen diese Fälschungen, den Sozialraub, die Ausbeutung usw. empören. Auch gibt es viele Streiks und Protestaktionen. Darüber erfährt man in den Massenmedien natürlich weniger als über irgendwelche spetakulären Verkehrsunfälle – es ist aus en Köpfen nicht rauszukriegen. Aber auch hier gilt, die Bourgeoisie spielt auf Zeit… Sie wollen ein „Niemandsland“ zwischen die Generationen stellen. Das wird ihnen aber nicht gelingen!

  3. Weber Johann schreibt:

    Willy Wimmer – 1988 – USA entwirft Russische Verfassung
    ab Minute 31

  4. Weber Johann schreibt:

    Könnte auch noch von Interesse sein:

    Die Führer der Deutschen hatten einen teuflischen Plan.
    Lew Besymenski, schreibt in seinem Buch „Zähmung des Taifuns – Schlacht um Moskau 1941“ Verlag Progress Moskau, Verlag der Nation Berlin 1981, dass die Deutschen die 5 Millionen Einwohner zählende Hauptstadt Moskau komplett überflutet werden sollte. Es sollte kein einziger Moskauer Bürger die Einnahme Moskaus durch die Faschisten lebendig überstehen.
    Lew Besymenski schrieb:
    Wissen wir alles, was die Faschisten gegen Moskau ausbrüteten? Vieles ist bekannt: Hitlers Ãußerungen über die Notwendigkeit, die sowjetische Hauptstadt vom Erdboden zu tilgen, die entsprechenden Weisungen. Bekannt sind auch konkrete Pläne dafür, insbesondere die Absicht zur Überflutung der Stadt.
    Als ich vor einigen Jahren unter Leitung des Marschalls der Sowjetunion K. K. Rokossowski in einer Gruppe von Beratern für den Film „Wenn dir dein Haus teuer ist“ K. Simonows und W. Ordynskis tätig war, sprach ich den Marschall auf den damals bekannt gewordenen Plan zur Überflutung Moskau an, den Hitler Bock (Anm: Fedor von Bock, Generalfeldmarschall)in Borissow mitgeteilt hatte. Fabian von Schlabrendorff, Adjutant des Chefs der Operationsabteilung im Stab von Bocks, hatte seine Borissower Aufzeichnungen über diese Unterhaltung veröffentlicht. „Bei dieser Gelegenheit erörterte Hitler Tresckow gegenüber seinen Plan zur Einnahme von Moskau. Diese Stadt dürfe von keinem deutschen Soldaten betreten werden. Sie sei in weitem Bogen einzuschließen. Kein Soldat, kein Zivilist, ob Mann, Frau oder Kind, dürfe sie verlassen. Jeder Versuch sei mit Waffengewalt zurückzuweisen. Er habe Vorkehrungen getroffen, um Moskau und seine Umgebung mittels riesiger Anlagen zu fluten und im Wasser zu ertränken. Wo bisher Moskau stehe, werde ein gewaltiger See gebildet, der die Metropole des russischen Volkes den Blicken der zivilisierten Welt für immer entziehen werde.“ (Fabian Schlabrendorff, Offiziere gegen Hitler, Frankfurt a.M. und Hamburg 1959, S. 61)
    Bei uns kamen Zweifel auf: Hatte es wirklich eine solche Absicht gegeben? Denn technisch ist es kaum möglich, das Wasser des Moskwa-Wolga-Kanals auf die Stadt zu leiten. Der Marschall meinte, man müsse diese Angaben überprüfen. Entsprechend seinem Hinweis machten meine sowjetischen Kollegen in Bonn auf meine Bitte Herrn Schlabrendorff ausfindig, und der bestätigte, daß Hitler genau das gesagt hatte, als er Bock in Borissow besuchte. Währenddessen beschäftigte ich mich mit Nachforschungen. Meine Suche blieb nicht ganz ohne Erfolg, ich konnte eine Notiz finden, die während der „Tischgespräche“ des „Führers“ mit seiner Suite aufgezeichnet wurde. Am 9. Oktober 1941 notierte einer der Teilnehmer in seinem Tagebuch: „Der Führer hat angeordnet, daß kein deutscher Soldat Moskau betreten soll. Die Stadt wird zerniert (einschließen) und vom Erdboden weggewischt.

    • „Die Führer der Deutschen hatten einen teuflischen Plan.“

      Die Führer der Kapitalisten haben einen teuflischen Plan: Den Wahn eine Weltherrschaft zu verwirklichen! Und denen ist es im grunde vollkommen wurscht, mit welcher Nation, welchem “Volk“ oder welcher “Rasse“ ihr Plan umgesetzt wird. Klar ist aber auch, dass solche Pläne nicht mit Menschen, wie Lenin, Stalin, Mao uva. umsetzbar sind. Das geht nur mit Menschen, die im Idealismus gefangen sind. Für einen derartigen Idealismus, fand ich gestern ein passendes Beispiel:

      “Martin Luther über ‚Heilige Kriege‘

      „In solch einem Krieg ist es christlich und ein Werk der Liebe, die Feinde getrost zu würgen, zu rauben, zu brennen und alles zu tun, was schädlich ist, bis man sie überwinde. Ob es wohl nicht so scheint, dass Würgen und Rauben ein Werk der Liebe ist, weshalb ein Einfältiger denkt, es sei kein christliches Werk und zieme nicht einem Christen zu tun: so ist es doch in Wahrheit auch ein Werk der Liebe.“

  5. Samy Yildirim schreibt:

    Man kann sogar noch weiter zurueck gehen. Hitler wusste, warum er mit so vielen Armeen angriff: vollendete Tatsachen auf dem Schlachtfeld schaffen. Die Front soweit nach Osten vorschieben und so viele sowjetische Armee-Einheiten vernichten wie moeglich. Den Gegner K.O. schlagen, bevor er richtig auf Touren kam. Die Notwendigkeit hierzu: Deutschland konnte einen laengeren Waffengang nicht gewinnen. Darum „Blitzkrieg“.

    Das war schon im Ersten Weltkrieg der Fall. Der Schlieffen-Plan (1892) sah einen Blitzkrieg im Westen vor, nach dem Vorbild des stuermischen August 1870. Die Schlacht an der Marne Mitte September 1914 machte klar: es gibt keine Wiederholung des stuermischen August 1870. Generalstabschef von Moltke sagte zu Kaiser Wilhem II.: „Majestaet, wir haben soeben den Krieg verloren.“ Majestaet feuerte von Moltke und setzte den Krieg fort. Im November 1918 begriff auch Majestaet, dass der Krieg verloren war. Konsequenz: ein ganzer Zug mit Habseligkeiten wurde vollgepackt und in die Niederlande gefahren, mit Majestaet an Bord.

    Anfang August 1941 war die erste Angriffswelle von „Barbarossa“‚ abgeebbt. Hitler wusste, dass dies das Ende aller Hoffnungen auf einen Sieg im Osten bedeutete. Voller Depressionen suchte er seit 1936 seinen Leibarzt, Theodor Morell, auf und klagte ihm sein Leid. So begann die Junkiekarriere von Hitler. Vollgepumpt mit Drogen und neuer Siegeszuversicht befahl Hitler weitere Offensiven im Osten. Konsequenz; weitere Millionen Tote. Aber Hitler MUSSTE weitermachen: „Barbarossa“ war DAS Ziel und DIE raison d’etre des Tertium Imperium.

  6. fredfriedrich schreibt:

    „Die Bourgeoisie macht alles zu einer Ware, also auch die Geschichtsschreibung. Es gehört zu ihrem Wesen, zu ihren Existenzbedingungen, alle Waren zu verfälschen: sie verfälscht die Geschichtsschreibung. Und diejenige Geschichtsschreibung wird am besten bezahlt, die im Sinn der Bourgeoisie am besten verfälscht ist.“
    F. Engels, Material for the History of Ireland, Aus den Fragmenten zur „Geschichte Irlands“, 1870 – MEW Bd. 16, S. 499 – 500.

    • sascha313 schreibt:

      Danke, fredfriedrich – bemerkenswert! Es ist doch wirklich genial, was man man bei unseren Klassikern alles für Wahrheiten entdecken kann; und immer noch gültig!!!

  7. Hanna Fleiss schreibt:

    Sascha, was Empörung und den Graben zwischen den Generationen angeht: Ich denke, es wird ihnen gelingen. Hast du dich schon mal für die Lehrpläne der Schulen interessiert? Weißt du, was dort über den Sozialismus (und über den Kapitalismus!) gelehrt wird? Die Bemühungen von Historikern in Russland sind natürlich ehrenwert – aber wer liest ihre Ausarbeitungen noch? Eine Minderheit, und die gehört zu den älteren Semestern. Ich habe mal in einem Statement in einem Blog meine Ansicht zu einem aktuellen Thema geschrieben. Und da schrieb mir eine Leserin, ob wir uns hier bei Star Wars befinden. So alt, so überholt, so wenig aktuell empfand sie eine ganz harmlose, aber realistische Bemerkung von mir. Nein, Sascha, wir müssen ganz von vorne anfangen, und zwar bei der Theorie, denn sie ist es, auf die sich die Feinde des Sozialismus stürzen und die sie verfälschen. Und in deren Fassung kann ja keiner irgendwas begreifen. Und wir müssen bei uns selbst anfangen! Ich beschäftige mich gegenwärtig mit dem dialektischen und historischen Materialismus, weil ich gemerkt habe, dass ich ja so vieles vergessen habe. Und ich denke, das geht nicht nur mir so.

    • sascha313 schreibt:

      Na klar, und deshalb machen wir das alles hier! Wer liest? Wer einen PC hat, der liest! Bin jetzt auf so eine Gottes- und Jesus-Seite gestoßen… die natürlich nicht!

      • Sascha Iwanow schreibt:

        Sascha, schau dir mal diesen Artikel an. Und dieser Nelte nennt sich noch großkotzig Marxist.

        Warum gab es nach 1917 noch keine erfolgreiche Revolution, muss der Mensch untergehen?
        https://linkezeitung.de/2018/02/05/warum-gab-es-nach-1917-noch-keine-erfolgreiche-revolution-muss-der-mensch-untergehen/

      • sascha313 schreibt:

        Diese „Linke Zeitung“ ist ein pseudomarxistisches Blatt. Aufmachung/Layout: perfekt! Zitate: perfekt! Argumente: sind demagogisch und gelogen!

        Hab‘ mal kurz reingelesen – das ist der reinste Schwachsinn.
        Was da aufgeführt wird an Behauptungen und „Schluß-folgerungen“ ist eine Mischung aus Lügen der Bourgeoisie und eigenen falschen Erklärungen. Das alles ist so dämlich, daß selbst ein wenig belesener Mensch merkt, was für eine dreiste Fälschung dahintersteckt. Trotzki stinkt hier aus jedem zweiten Absatz heraus. Die Zitate beweisen nur, daß dieser D. Nolde nichts von dem verstanden hat, was er zitiert. Wie bei allen bürgerlichen Auftragsschreibern ist das nur zusammen-gereimter, unlogischer Quatsch! Ein Brechmittel!

      • Sascha Iwanow schreibt:

        Sascha, ich habe mich jetzt ein paar Tage mit dieser Artikelserie beschäftigt. Mafia, Geheimdienste und die Politik der USA!
        Erschreckend wie verkommen diese „Demokratie“ ist und trotzdem sehen immer noch so viele Leute, diesen Mafia- und Verbrecherstaat, als „glorreiche Demokratie“ an. Es war nie eine Demokratie.
        Bei der „LZ“, so scheint es, haben die trotzkistischen Revisionisten das Ruder übernommen. Ich lese schon lange bei dieser Zeitung und stelle schon lange einen Kurswechsel fest.

      • sascha313 schreibt:

        Ja, die Trotzkisten erhalten großartige Unterstützung, deswegen sehen deren Seiten auch so perfekt aus (WSWS, KPP, LInke Zeitung usw.)

      • Sascha Iwanow schreibt:

        Mein Kommentar dazu:
        Der Chruschtschowsche Revisionismus hat Verheerendes in den Köpfen angerichtet und scheint noch lange nicht überwunden zu sein, vor allen Dingen bei denen, die sich heute großspurig Marxisten nennen.
        Und wenn sich Trotzkisten, rechte und linke Revisionisten einig sind, (und das sind sie sich ja schon, so gar bei den Opferzahlen des „Stalinismus“) hat der Kommunismus überhaupt keine Chance mehr – wird er zur Demagogie, genauso, wie es die herrschende Klasse habenwill.
        Wie schrieb Marx: „Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert,es kommt aber darauf an sie zu verändern“. Doch dazu sind sie nicht in der Lage.
        Ich empfehle folgende Schriften zu lesen:

        1. Geschichtslügen: Fundamente des Anti-„Stalinismus“
        https://saschasweltsicht.wordpress.com/2017/12/28/582/

        2. Die Überwindung des Anti-Stalinismus – Eine wichtige Voraussetzung für die Wiederherstellung der kommunistischen Bewegung als einer einheitlichen marxistisch-leninistischen Bewegung, und
        https://saschasweltsicht.wordpress.com/2017/12/25/die-ueberwindung-des-anti-stalinismus/

        bzw. die Schriftreihe: offen-siv
        http://www.offen-siv.net/

      • Hanna Fleiss schreibt:

        Sascha, ich bin der Meinung, man muss auch darüber Bescheid wissen, wenigstens wissen, worauf sich ein Großteil der Deutschen konzentriert, besonders der Katholen. Aus marxistisch-leninistischer Sicht selbstverständlich. Ich habe ein wunderbares Buch bekommen: „Die Religion in der Geschichte der Völker“ von S. A. Tokarew, erschienen im Dietz Verlag, Berlin 1978. Damit kann man auch sehr gut argumentieren. Leider nur noch sehr selten erhältlich.

        Ich habe ja dieselbe Hoffnung wie du, Sascha, dass es so viele Leute wie möglich gibt, die in diesen Blog hineinsehen und lesen. Aber meine Skepsis, dass er eine Massenwirkung hat, überwiegt doch. Es ist ja richtig, jeder Anfang ist klein und schwer. Und immer hofft man, dass die Bemühungen auf fruchtbaren Boden fallen.

      • sascha313 schreibt:

        Natürlich hat so ein kleiner, wenig bekannter Blog keine „Massenwirkung“. Aber wenn Du über Konrad Blenkle liest:

        „Aber nun waren wir ein Stück zurückgeworfen worden, mußten in mühseliger Kleinarbeit um jeden einzelnen ringen, den Kleinkampf um ein paar Pfennige Lohn oder Unterstützung führen und durften dabei doch nicht im Reformismus versinken, durften keinen Moment die revolutionäre Perspektive, das Ziel aus den Augen verlieren.“

      • “Aber das Werk Stalins mit der Diktatur und 60 Millionen Tote war so niederschlagend, dass man noch in hunderten Jahren nicht vom Kommunismus reden kann.“ – Norbert Nelte

        Das kommt dabei heraus, wenn verkannt wird, wer für die 60 Millionen Tote verantwortlich war!

        Wenn ich mich richtig erinnere (Ironie off), hat das DR die Sowjetunion überfallen. Allein dadurch kamen 40 Millionen Sowjetbürger um. Und wer hat denn den “Bürgerkrieg“ begonnen? Und hatten die Weißen nicht gemeinsame Sache mit den “Interventionsarmeen“ gemacht, die bereits 93% des Gebietes der späteren Sowjetunion besetzt hatten: Vor allem an der ländlich-bäuerlichen Bevölkerung wurden geradezu Blutorgien begangen.

        Die kapitalistischen Länder haben die 60 Millionen Toten verursacht. Und ohne Stalin hätte es vermutlich statt 40 Millionen Toter im Krieg 120 Millionen und mehr gegeben, denn es handelte sich ja von Nazi Seite um einen Ausrottungskrieg!

  8. „Die Bedeutung der Schlacht von Stalingrad ist vor allen Dingen symbolischer Art.“

    So, so:

    Die Verluste der Roten Armee: 1.130.000 Rotarmisten (ca. 500.000 davon Tote) sind also symbolisch gefallen. Was eine widerwärtige Formulierung.

    • sascha313 schreibt:

      Da gibt es noch eine ganze Reihe Fälschungen der Statistik z.B. über die Def. der sog. „unwiederbringlichen Verluste“ (безвозвратные потери). Da wird bei den Vergleichen einfach mit unterschiedlichen Maßgaben argumentiert. Dadurch kommen völlig abweichende Zahlen zustande. Hier wird bspw. auch der Erfolg der Sowjetarmee kleingerechnet.

      Der gefangengenommene Kommandeur der 376. Infanteriedivision, Generalleutnant А. von Daniel bewertete die Handlungen der sowjetischen Truppen so: „Die Operation zur Einkesselung und Liquidierung der 6. deutschen Armee ist ein Meisterwerk der Strategie…“

      • Ja, ein wahres Wort: „Die Operation zur Einkesselung und Liquidierung der 6. deutschen Armee ist ein Meisterwerk der Strategie…“

        Selbstverständlich kommt hinzu, dass es aus “Sicht der Mörderbande“ unumgänglich war, diesen für den Krieg entscheidenden strategischen und wirtschaftlichen Knotenpunkt einzunehmen und dann so lange wie möglich zu halten, obwohl gewusst wurde, dass er aufgrund der Versorgungslage gar niemals zu halten gewesen wäre. … Mit leichter Sommerbekleidung in den Winter ziehen, ohne ausreichende Verpflegung, von der desolaten Ausrüstung ganz zu schweigen …

        Hinzu kommt aber auch, dass Stalin, den Bolschewisten und der Rote Armee diese “Sicht der Mörderbande“ nicht verborgen war: GRÖFAZ hatte den Überfall auf Stalingrad ja sogar öffentlich angekündigt.

        Aber selbst wenn dies nicht der Fall gewesen wäre, musste militärisch jederzeit damit gerechnet werden, dass der Gegner an Stalingrad nicht vorbeigehen kann, obwohl das die militärisch vollkommen klare Niederlage nur verzögern helfen konnte.

  9. Hanna Fleiss schreibt:

    Sascha Iwanow, nein, die Trotzkisten haben nicht die Linke Zeitung übernommen, sondern es IST IHR Blog!. War dir wahrscheinlich anfangs nur nicht klar. Und die machen das ganz geschickt, sprechen die Kleinbürgerseele an ihrer empfindlichen Seite an. Was dort von Nelte zum Beispiel über die „revolutionäre Situation“ geschrieben wird, ist haarsträubend. Ich habe einen mir Bekannten mehrmals darauf hingewiesen, aber er zitiert die LZ immer noch. So verwirrt sind heute selbst die besten Menschen, dass sie das nicht mehr durchschauen können.

  10. Hanna Fleiss schreibt:

    Sascha, die Zeit Conrad Blenkles war eine andere als die heutige. Damals war die progressive Welt noch voller Hoffnung auf den Sozialismus, alles orientierte sich an der Sowjetunion, ob es die Arbeiter waren, die kleinen Angestellten, die Intellektuellen oder sogar Teile der kleinen Unternehmerschaft. Heute, nach unserer Niederlage, sieht die Welt anders aus. Entweder gibt es linkes Revoluzzertum und Anarchismus oder Revisionismus und Opportunismus wie in der Linkspartei. Und alle zusammen verstehen sich als „Linke“. Aber es gibt keine Partei wie die Thälmannsche KPD. Naja, Massenwirkung ist natürlich übertrieben, das erwartet ja niemand. Ich denke, der Blog sollte einerseits Aufklärung über den Kapitalismus und den Sozialismus verbreiten, auch in der Theorie, auch Geschichtliches, das aber verbunden mit aktuellen praktischen Beispielen. Sonst entsteht doch ein wenig der Eindruck von Nostalgie. Und das muss meiner Ansicht nach unbedingt vermieden werden, auch wenn das Herz blutet.

    • sascha313 schreibt:

      Blenkle – ist keine Nostalgie, auch Engels nicht oder wenn man was über die DDR erzählt….
      (Schön wär’s gewesen, wenn damals „alle“ so begeistert von der Oktoberrevolution gewesen wären. War aber nicht so!)

      • Hanna Fleiss schreibt:

        Nein, natürlich sind Blenkle oder Engels keine DDR-Nostalgie. Das hat ja auch niemand behauptet. Aber wenn man überzeugen will, dann muss man sich in seinen Gesprächspartner hineinversetzen. Für die manipulierten Westdeutschen ist jedes Wort zugunsten der DDR nichts weiter als Nostalgie oder Propaganda. Für sie ist die westdeutsche Welt die einzig mögliche. Sieh mal, du veröffentlichst viele gute Beiträge. Aber sie stammen in ihrer Mehrzahl aus DDR-Veröffentlichungen. Die werden von Westdeutschen zum Beispiel als reine Propaganda empfunden. Versteh mich richtig, für mich ist das alles nichts Fremdes, für mich ist das Aufklärung. Aber ich komme aus der DDR, mich muss man nicht mehr aufklären. Ich habe die DDR vierzig Jahre erlebt und weiß, was ich mit ihr verloren habe.

        Ich habe deinen Blog mal einem Westdeutschen, der durchaus nicht feindlich gegen die DDR eingestellt war, empfohlen. Er hat reingesehen und mir dann geschrieben: „Mensch, das sind ja alles Kommunisten dort. Mit Kommunisten habe ich nichts am Hut.“ Er ist parteilos, aber ich würde ihn als durchaus progressiv, aber antikommunistisch geprägt einschätzen. Und antikommunistisch geprägt sind die meisten Westdeutschen, ist ja kein Geheimnis. Ich könnte mir vorstellen, dass wir in der Art von Kled argumentieren, zeigen: Das wird gesagt – aber das ist die Wirklichkeit. Verstehst du, was ich meine? Sonst schmoren wir doch im eigenen Saft. Und das kann es doch nicht sein. Dazu ist dieser Blog viel zu wichtig. Nun sei mir nicht böse, Sascha, dass ich auch mal eine Kritik anbringe, ich stell das einfach mal zur Diskussion.

      • sascha313 schreibt:

        Liebe Hanna, ich verstehe Dich durchaus. Weißt Du, Wilhelm Pieck hat im August 1934 mal einen offenen Brief an alle ehemaligen Mitglieder der sozialdemokratischen Arbeiter-jugend geschrieben – einen langen Brief! Und er hat mit allen Mitteln eindringlich versucht, denen allen, die zuhören wollten, klarzumachen, warum es notwendig ist, gemeinsam gegen Hitler zu kämpfen.

        Glaubst Du, daß es gelang? Wollten die überhaupt zuhören? Gut, vielleicht hat er seine Adressaten auch nicht alle erreicht… doch was geschah? Der Ruf verhallte – und das, obwohl Pieck recht behielt, was sich dann auch zeigte.

        Wir werden niemanden überzeugen können, der nicht gewillt ist zuzuhören, nicht gewillt ist zu sehen, was offensichtlich ist, wenn ihn sein Antikommunismus blind gemacht hat. Was meinst Du?

  11. Rheinlaender schreibt:

    Hallo Sascha,
    der von mir oft gelobte Nikolai Starikov hat unter dem Titel – Wer hat Hitler gezwungen Stalin zu ueberfallen – ein hetzerisches und – komischerweise dummes – Buch im Internet veröffentlicht. Da wird sogar der Terror von Gustav Noske als Heldentat gelobt. Wie kann ein sonst – so guter Analytiker – in so dummer Bild Zeitungs Hetze verfallen? Ja: Selbst bei den westlichen Hetzmedien habe ich so etwas menschen verachtetes nicht erlebt. Den LINK zu dieser 314 seitigen Hetzschrift erspare ich mir.

    Hallo Georg,
    Deine Rhetorik zu Stalin finde ich klasse. Die Kommentare solltest Du kopieren und auch in anderen BLOGS oder auf youtube unterbringen. Das sind nur ein paar Sekunden Arbeit 🙂

    Hallo Hanna,
    Ich habe gestern ein KenFm Video gesehen. Da ist mir die Junge Welt Schreiberin Susan Bonath sehr positiv aufgefallen. Die scheint sehr aufrichtig zu sein. Aber auch noch etwas naiv und sehr mangelhaft, was Stalin, Lenin und Marx angeht. Vielleicht sollten Wir die mal kontaktieren ? Sie darf bei KenFm öfter kommentieren. Aber in dem Interview mit Pedram Shahya (ebenfalls beim KenFm Kanal „Der rote Tisch“) hat die nette Frau leider völlig versagt.
    Mein Fazit wie immer : Leider meinen die eisten Linken : Über Stalin noch mehr Lügen und Hetze zu verbreiten müssen, wie Faschos und die Mainstream Medien zusammen. Und – leider – glauben viele von denen, dass sie damit etwas erreichen oder Gutes tun.

    • sascha313 schreibt:

      Danke Rheinlaender!
      Anfangs fand ich auch ganz gut, wie sachlich Starikow auftrat, vor allem gefiel mir seine Art. Er hat sich nie aus der Ruhe bringen lassen und seine Argumente waren meist überzeugend. Seine Haltung zu Stalin schien mir klar zu sein. Ich erinnere mich auch, wie er einmal eine Fragerin zurückwies, die ihm mit einer Kleinigkeit eine antirussische Haltung unterschieben wollte. Aber – wie gesagt – seine „Art“ war überzeugend. Wenn man nun feststellen muß, daß er in puren Antisowjetismus „abdriftet“, so muß man sich doch fragen, ob er nicht schon vorher ein Antikommunist war. Da er ein kluger, denkender Mensch ist, kann ich mir nicht vorstellen, daß er sich so gewandelt hat. Er ist ein Antikommunist! Und als solcher für die Oligarchen heute sehr brauchbar…

  12. Hanna Fleiss schreibt:

    Sascha, es ist noch komplizierter. Da gibt es ein Einerseits und Andererseits. Viele Leute sind heute sehr medienkritisch, merkwürdigerweise aber erst seit der Maidan-Geschichte. Vorher war nach ihrer Meinung alles objektiv und wahrheitsgemäß berichtet worden von den Medien. Aber sowie die Rede auf eine Änderung der Verhältnisse kommt, da guckt der manipulierte Kleinbürger durch jedes Knopfloch. Ich denke, daran ist auch Wilhelm Pieck gescheitert, und das war ein wunderbarer Agitator, ich habe verschiedene Sachen von ihm gelesen, er konnte überzeugen, und die Tatsachen sprachen ja für ihn.

    Aber man darf diese Menschen nicht aufgeben. Feinde ja, aber diese Leute sind keine Feinde, sie finden sich nur nicht zurecht, eben durch die Last des Antikommunismus in den Köpfen, eine fast undurchdringliche Mauer. Der Mensch geht durch viele Erfahrungen, und vielleicht braucht jeder individuell seine ganz persönliche Erfahrung, bis der Kopf klar wird.

    Sascha, ich weiß nicht, was richtig ist: Agitation für den Sozialismus, für die DDR machen, die in den Augen der meisten Westdeutschen an sich selbst gescheitert ist – oder Abseitsstehende zu überzeugen versuchen. Vielleicht ist beides das Richtige.

  13. Hanna Fleiss schreibt:

    Rheinländer, wer in der Jungen Welt schreibt, der ist mit Vorsicht zu genießen. Ja, Susan Bonath schreibt durchaus einiges Richtige, aber man merkt, sie steckt voller Illusionen und antikommunistischer Vorurteile. Und das ist es, was meiner Meinung nach der Jungen Welt so gefällt, weshalb sie dort schreiben darf. Denn sie verschleiert im Grunde die heutigen Verhältnisse, ob sie das nun will oder nicht. Und dort wird sie vielleicht auch mit Redaktionskollektiv zu tun haben, und wenn du ihre Schreibe eine längere Zeit hinaus verfolgen wirst, wird dir ihr Standpunkt klarer, nicht mehr so naiv, wie du ganz richtig schreibst. Die Junge Welt neigt zum Trotzkismus und Revisionismus, das ist nicht zu übersehen. Was den dortigen „Marxisten“ fehlt, ist der Marxismus-Leninismus. Aber man muss sie lesen, denn manchmal erscheint dort – o Wunder – auch mal etwas wirklich Gutes.

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