Zu Besuch bei Stalin

Joseph Stalin and his daughter Svetlana, Moscow, 1933

Stalin mit seiner Tochter Swetlana

Stalin war ein geselliger Mensch. Er liebte die Menschen um sich herum, und er lachte und scherzte gern. Nicht selten hatte er Besuch in seinem Sommerhaus im Süden, wo er seinen Urlaub verbrachte. Dort traf er sich mit Barbusse und Feuchtwanger, mit Togliatti und Rolland, mit Kirow, Berija und Woroschilow. Auch Maxim Gorki war oft bei ihm ein gern gesehener Gast. Die folgende Geschichte erzählt von einem Besuch der Flieger Tschkalow, Beljakow und Bajdukow bei Stalin.

Eine kleine Russischstunde für Anfänger. In einer Chrestomatie für den Russisch-Unterricht an allgemeinbildenden Schulen von 1948 war der folgende Text abgedruckt:

Besuch bei Stalin

Zu Besuch bei Genossen Stalin

(Eine Erzählung des Fliegers Beljakow)

Nie werde ich das Treffen mit diesem großen Menschen vergessen. Es war im Süden. Genosse Stalin hatte uns zu sich aufs Land eingeladen. Wir sind um das Wochenendhaus herum gegangen und haben viele Zitronenbäume mit den reifen Früchten gesehen. Eine riesige Zitrone erweckte meine Aufmerksamkeit. Und Genosse Stalin sagte:

«Wenn sie Ihnen gefallen, dann pflücken Sie soviel ab wie sie wollen.»
Zur Erinnerung an Genossen Stalin habe diese große Zitrone gepflückt.
Wir sahen, daß neben dem Wochenendhaus irgendeine Kiefer der besonderen Art wächst.

«Hier stand früher eine Eiche,» sagte Stalin, «aber der Baum war irgendwie krank, und da haben wir beschlossen, ihn durch eine Kiefer zu ersetzen. Die Gärtner sagten uns, daß keine Kiefern wachsen werden, aber wir entschlossen uns, es trotzdem zu versuchen, und die Kiefer wächst sehr gut.»

«Das sieht man, Genosse Stalin», sagte einer der Flieger, «man kann jede Sache bewerkstelligen, wenn man Hand anlegt.»

«Ja, das ist richtig», sagte Stalin, «man darf nur bei Mißerfolgen nicht verzagen. Und wenn es nicht klappt, muß man es ein zweites Mal versuchen. Das hat uns Bolschewiki schon Lenin gelehrt.»

Es wurde langsam dunkel, als Genosse Stalin uns ins Eßzimmer einlud. Dabei bedauerte er sehr, daß heute die Hausfrau nicht mit bei Tisch sein kann. In den Schulen hatte schon der Unterricht begonnen, und seine kleine Hausfrau — die Tochter Swetlana — ist schon vor ein paar Tagen nach Moskau abgereist, um zu lernen.

Voller Freude erinnere ich mich daran, wie ich bei Genossen Stalin zu Besuch war.

Quelle:
M.A. Staats: Russische Chrestomathie. 7.-12. Schuljahr. Volk und Wissen Verlags GmbH, 1948, S.99.


Die Geschichte des ersten Non-stop-Fluges über das Nordpolarmeer

Chkalov,_Stalin_and_Belyakov._August_10,_1936

Im Juli 1936 hatten die Flieger erstmals die gesamte Strecke von Kamtschatka bis Moskau (9374 km) ohne Zwischenlandung zurückgelegt. Hier im Bild links beglückwünscht Stalin den Kommandeur und Piloten des Fluges Waleri Tschkalow zu diesem Erfolg. (Auf dem Bild sind neben Stalin und Tschkalow im Hintergrund auch Woroschilow, Kaganowitsch und ganz rechts Beljakow zu sehen.)

Dieser Beitrag wurde unter Geschichte der UdSSR, J.W.Stalin, Kommunisten, Sozialistische Literatur veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

9 Antworten zu Zu Besuch bei Stalin

  1. Nimm den Deppen doch nicht das eigene Übersetzen ab!!!

  2. giskoe schreibt:

    Lesen kann ich es noch, und den Sinn erfassen auch 🙂
    Gelernt ist gelernt 🙂
    Danke für die Nachhilfe 🙂

  3. Nadja Norden schreibt:

    Hallo Georg, Das mit den „Deppen“ laß das bitte sein. Es kann nicht sein, weil jemand kein oder nur wenig Russisch kann, daß er von Dir beschimpft werden darf. Außerdem ist anzunehmen daß Du selber kaum Russisch kannst.
    Anstand ziert auch Möchtegern-Kommunisten 😉

  4. Henk Gerrits schreibt:

    Gutenmorgen Genossen Shade das ieh nicht mehr ubersetzen kan, nur im Deutsh iech verstehe 95 % fieleiht tehnische fehlr.? Schone tag und Rote gruse aus Enschede

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