„Der Schwur“ (1946) – ein bewegender sowjetischer Film (russ.)

Der SchwurDieser Film  wurde von Chruschtschow verboten! Im strengen Winter, kurz vor Neujahr 1924, kommt der Bolschewik Stepan Petrow mit seiner Tochter Olga aus der Steppe zurück nach Zarizyn. Die beiden Reisenden werden von einer Kulakenbande eingeholt und Stepan wird erschossen. Vor seinem Tod noch hatte Stepan seiner Frau Warwara aufgetragen, W.I.Lenin einen Brief über die Greueltaten der Kulaken zu übergeben. Und so begibt sich Warwara mit ihrer Tochter Olga auf den Weg nach Moskau. Unterwegs treffen sie mit anderen Abgesandten zusammen. Die kleine internationale Gruppe, zu der nun auch der Ukrainer Baklan, der Georgier Georgi und der Usbeke Jussup gehören, schickt man von Moskau aus nach Gorki, einem Vorort, wo sie zutiefst erschüttert vom Tode Lenins erfahren. Einige Mitglieder der Regierung, namentlich Bucharin und Kamenew, sind schon im Begriff, die Pläne Lenins zu verwerfen, da tritt die Mehrzahl der Mitglieder des Politbüros, wozu auch Dzierżyński, Mikojan und Woroschilow gehören, geschart um Stalin, auf die Tribüne am Roten Platz und Stalin verkündet in aller Öffentlichkeit den Schwur, das Vermächtnis Lenins ehrenvoll zu erfüllen, wonach Warwara Petrowa ihm den Brief übergibt…

Stalin: „Wir schwören dir, Genosse Lenin, daß wir dein Vermächtnis ehrenvoll erfüllen werden. Wir schwören! …“

Dauer des Films (s/w) 1:48 Std.

Da die US-amerikanische Zensurbehörde bei „youtube“ den Film mit den deutschen Untertitel gelöscht hat, stellen wir hier nun noch einmal das Original ein. Allerdings leider nur auf Russisch. Die automatisch einstellbaren Übersetzungen bei youtube sind allerdings unbrauchbar.)

Клятва – исторический фильм 1946

Зимой 1924 года большевик Степан Петров с женой Варварой и дочерью Ольгой идут пешком в Москву, чтобы передать Ленину письмо от земляков. В степи путников настигает кулацкая банда. Степан погибает, но Варвара с дочерью продолжают свой путь. С группой других ходоков, они попадают в Горки, где узнают о смерти Ленина. Герои идут на Красную площадь. Сталин поднимается на трибуну и произносит клятву верности заветам Ленина, после чего Варвара Петрова протягивает ему письмо. Когда начнется война Варвара Михайловна пошлет своих детей защищать Родину. После войны под сводами Георгиевского дворца произойдет вторая встреча Петровой и Сталина.

Примечание: „На первый взгляд – советская агитка, культ вождя. Вместе с этим – небывалый трудовой энтузиазм первых пятилеток… Да, сумели построить мощную державу, да не сумели сберечь… Печальная история…“

Kommentar auf youtube: „Auf den ersten Blick ist das sowjetische Agitation, Personenkult. Doch im Zusammenhang damit ein nie dagewesener Arbeitsenthusiasmus der ersten Fünfjahrpläne… Ja, wir haben es geschafft, eine riesige Macht zu errichten, und – ja, es ist uns nicht gelungen, sie zu verteidigen… Eine traurige Geschichte…“

Anmerkung: Vielleicht muß man noch hinzufügen, daß zu jener Zeit, in der der Film spielt, noch schätzungsweise 70 Prozent der Menschen Analphabeten waren. Deshalb war im Juli 1920 ein Dekret über die Beseitigung der Unbildung erschienen, mit dem Resultat, daß es in der UdSSR Anfang der 1950er Jahre keinen einzigen Analphabeten mehr gab. Tatsächlich waren die Pläne Lenins damals für viele Menschen fast utopisch. Doch die Geschichte bewies, was unter der Führungs Stalins später Wirklichkeit wurde: Der Sozialismus ist stärker und besser als alle bisherigen Gesellschaftsordnungen. Dabei darf auch nicht übersehen werden, daß die sozialistische Gesellschaft in der Übergangsperiode noch mit den „Muttermalen“ des Kapitalismus behaftet ist.
Beispielsweise wurde die sozialistische Planwirtschaft erstmals in der UdSSR in den Jahren von 1933-1938 mit Erfolg eingeführt. Dr. Klaus Hesse schreibt: „…innerhalb von gerade einmal fünf Jahren hatte sich die Leistung der Industrie mehr als verdoppelt! Dabei wurde auf überzeugende Weise deutlich, dass der im Rahmen der sozialistischen Planwirtschaft geförderte sozialistische Sektor den noch bestehenden privaten Unternehmen eindeutig überlegen war.“ Und er belegt das auch anhand folgender Übersicht:

Planwirtschaft

So wurde aus den Träumen Wirklichkeit. Und so hat Stalin diesen Schwur in die Tat umgesetzt!

Quelle:
Klaus Hesse: Zur Geschichte der UdSSR und der KPdSU, Teil 1.1,  Eigenverlag Leipzig 2012, S.361. (Siehe: Klaus Hesse: Zur Geschichte der UdSSR…)

Siehe auch:
Antikommunisten, Revanchisten, kalte Krieger
Sozialistische Planwirtschaft

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4 Antworten zu „Der Schwur“ (1946) – ein bewegender sowjetischer Film (russ.)

  1. Pingback: „Der Schwur“ (1946) – ein sowjetischer Film mit deutschen Untertiteln – Sascha Iwanows Blog

  2. Samy Yildirim schreibt:

    Diesen grossartigen Film sah ich im Maerz 1993 im Fernsehen. Natuerlich gab es die entsprechende „Vorbemerkung“, die ich aber als „appetizer“ ansah.

  3. Pingback: Die geheimnisvolle Kanzlerakte | Sascha's Welt

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