Der US-amerikanische Völkermord. Ein Bericht der österreichischen Schriftstellerin Eva Priester über die Aggression der USA gegen Nord-Korea

Priester KoreaVorbemerkung: All das, was wir hier lesen können, unterscheidet sich nur unwesentlich von dem faschistischen Überfall Hitlerdeutschlands auf die UdSSR. Der Krieg der USA gegen das von der Sowjetunion befreite Nordkorea war nur noch grausamer, und die ihn begleitende Propaganda der westlichen Medien war noch massiver. Und die Amerikaner waren sogar bereit (wie in Hiroshima und Nagasaki) Atombomben abzuwerfen. Den ganzen Bericht von Eva Priester finden Sie im Anhang als pdf-Datei. Eine Broschüre des Bundes Demokratischer Frauen Oesterreichs, gedruckt in Wien 1951.

Auszug aus der Broschüre:

Der Kriegbegann in der Nacht vom 23. Juni 1950, und zwar mit einem plötzlichen Einmarsch südkoreanischer Truppen unter dem Kommando amerikanischer Offiziere, ausgerüstet mit amerikanischen Tanks und Panzerwagen, versehen mit amerikanischen Mililitärkarten, auf denen bereits der Vormarsch nach Pjöngjang eingezeichnet war.

Ich sprach mit vier Frauen, ehemaligen Einwohnerinnen von Hadschu, die erzählten, wie zu ihrem grenzenlosen Entsetzen am 24. Juni mitten im Frieden plötzlich amerikanische Flieger ihre Stadt bombardierten, wie kurze Zeit später südkoreanische und amerikanische Truppen in die Stadt eindrangen und die Einwohner niederzumetzeln begannen.

Nach seiner Rückkehr, vom 38. Breitengrad hatte Dulles eine letzte Besprechung mit Syngman Rhee, in der er wörtlich folgendes erklärte:

„Beginnen Sie sofort mit dem Angriff gegen Nordkorea und unterstützen Sie mit einer Gegenpropaganda, die besagt, daß der Norden als erster den Süden angegriffen hat. Wenn Sie nur zwei Wochen aushalten können, wird alles glatt gehen, inzwischen werden die Vereinigten Staaten durch die Anschuldigung, daß Nordkorea angegriffen hat, die Vereinten Nationen zwingen, Maßnahmen zu ergreifen, und in diesem Fall werden in ihrem Namen Land-, See- und Luftstreitkräfte mobilisiert werden.“

John Foster Dulles Auftrag wurde erfüllt. Am 23. Juni 1950 begann der Ueberfall. Am 25. Juni und in den Tagen danach stellten die USA die Behauptung auf, Nordkorea sei der Angreifer; und bald darauf „zwangen sie“, um mit Dulles Worten zu sprechen, „die UNO, Maßnahmen zu ergreifen“. Diese „Maßnahmen“ – das ist der Krieg, den wir in Nordkorea gesehen haben.

Aber „Krieg“ ist ein zu schwacher Ausdruck. Die Armee und die Flugwaffe Amerikas versuchen systematisch die Bevölkerung Koreas auszurotten – durch Bomben und durch Hunger, durch Krankheiten, durch Foltern und durch direkten Mord.

pdfimage  Korea_Augenzeugenbericht_Eva_Priester

(Vielen Dank an W.J. für die Bereitstellung des Textes!)

Und hier ein Ausschnitt aus der Berliner Zeitung vom Dienstag, dem 27. Juni 1950:

BZ

Darin berichtet die Zeitung unter Berufung auf die koreanische Zentrale Nachrichtenagentur, daß die Volksrepublik Nordkorea schon am Freitag, dem 23.Juni 1950 für mehrere Stunden beschossen worden sei:

BZ1

Klar, daß die südkoreanischen Truppen, die unter dem Befehl US-amerikanischer Offiziere standen, sich durch eine „schlechte Moral“ auszeichneten. Hatte es doch schon vorher in Südkorea heftige Proteste gegen die amerikanischen Besatzer und deren Marionetten-Präsidenten Li Syng Man (alias Syngman Rhee) gegeben. Dieser war amerikanischer Staatsbürger und erst mit den Amerikanern nach Südkorea gekommen. Als dann in den frühen Morgenstunden des 25. Juni 1950 die Agenturen United Press und Associated Press die Nachricht über die Einnahme der wenige Kilometer nördlich des 38.Breitengrades gelegenen Stadt Hädschu verbreiteten – fast eine Großstadt, ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt, rund 100 km von der Hauptstadt der KVDR entfernt -, war auch klar, daß es sich dabei nur um einen Aggressionsakt der von den USA gesteuerten südkoreanischen Truppen handeln konnte.

Es ist also eine dreiste Lüge, wie auch in wikipedia behauptet wird, daß der Koreakrieg „mit dem Angriff Nordkoreas“ begonnen habe! Beweise konnten dafür zu keiner Zeit vorgelegt werden, und die kurz darauf auf Betreiben der USA verfaßte UNO-Druckschrift S/1 496, in der von einem „Aggressionsakt Nordkoreas“ die Rede war, mußte schon deshalb ungültig sein, da die Einstimmigkeit eines derartigen Beschlusses nicht gegeben war und nicht zuvor beide Seiten gehört worden waren. Logisch, daß die UdSSR, die sich schon 1948 aus Korea zurückgezogen hatte, aufs schärfste dagegen protestierte. (vgl. Kurt Rückmann: Die geheimen Regisseure, Militärverlag der DDR, 1988, S.27ff.)

Ein Video:

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8 Antworten zu Der US-amerikanische Völkermord. Ein Bericht der österreichischen Schriftstellerin Eva Priester über die Aggression der USA gegen Nord-Korea

  1. Pingback: Der US-amerikanische Faschismus. Ein Bericht der österreichischen Schriftstellerin Eva Priester über den Krieg der USA gegen Nord-Korea – – Sascha Iwanows Welt –

  2. Henk Gerrits schreibt:

    Schrecklich das Amerikanische Fascismus.hier meine neue Video.https://www.youtube.com/watch?v=_Zp2cYx3HN0&feature=youtu.be

  3. Weber Johann schreibt:

    Das SPD-Mitglied Lilly Wächter war als einzige Vertreterin Westdeutschlands bei dieser Delegation vertreten. Als sie von Nordkorea zurück war, hielt sie viele Vorträge in Westdeutschland. Sie wurde verhaftet und vor Gericht gestellt.
    Der DDR-Rechtsanwalt Dr. Friedrich Karl Kaul hat in seinem Buch „Ankläger – Auf der Anklagebank – 2. Folge“ von Friedrich Karl Kaul, Dietz Verlag Berlin, 1953, die Gerichtsverfahren gegen Lilly Wächter niedergeschrieben. Er war ein Verteidiger von Lilly Wächter.
    Noch ein Hinweis. Wer Interesse daran hat, sich einmal zu informieren mit welchen menschenverachtenden Methoden alle Alt-BRD-Regierungen gegen Menschen vorgingen, die sich für Frieden, Friedensvertrag, Wiedervereinigung usw. einsetzten, denen kann ich nur die Bücher von Rechtsanwalt Dr. Friedrich Karl Kaul empfehlen.

    Hier einige Ausschnitte aus seiner Schilderung, die er unter dem Titel „Der Wahrheit eine Gasse“ veröffentlichte:

    • Doch damit ist es nicht getan. Versammlungen werden organisiert, in denen Lilly Wächter über die Schrecken des Krieges in Korea berichtet. Auf Geheiß der amerikanischen Besatzungsmacht tun die westdeutschen Behörden alles, um diese Versammlungen zu verhindern. In Rastatt, Düsseldorf, Sindelfingen, in Friedrichshafen und Nürnberg wird es Lilly Wächter verboten, zu sprechen. Fünfmal wird sie während dieser Zeit verhaftet, fünfmal muß sie auf die Proteste der deutschen Frauen und Mütter hin freigelassen werden. Am 30. Juni 1951 wird ihr schriftlich mitgeteilt, daß sie aus der SPD ausgeschlossen sei. Keine Begründung wird für diese Maßnahme gegeben: So behandelt die Sozialdemokratische Partei eine Frau, die dreißig Jahre lang ihr Mitglied war. Mit einem Achselzucken legt Lilly Wächter den Brief beiseite. Nichts wird sie in ihrem Kampf um die Erhaltung des Friedens beirren! [..]
    • Auf dem Wege zu dieser Versammlung wird Lilly Wächter im Auftrag der amerikanischen Militärbehörden von deutscher Polizei verhaftet und den Amerikanern zugeführt. Als bei Eröffnung der Versammlung die Verhaftung Lilly Wächters bekanntgegeben wird, bricht ein Sturm des Protestes unter den Anwesenden los. [..]
    • amerikanischen Gesetzes Nr. 14 verletzt zu haben. Er liest die Gesetzesbestimmungen vor:
    „Wer zum Aufruhr oder zu öffentlichen Unruhen anreizt oder daran teilnimmt oder eine öffentliche Versammlung, die von den Besatzungsbehörden verboten worden ist oder die zum Zwecke der Sabotage, eines Aufstands, eines Umsturzes oder sonst zum Nachteil der alliierten Streitkräfte abgehalten wird, veranstaltet oder daran aktiv oder passiv teilnimmt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren und mit einer Geldstrafe bis zu 50 000 DM bestraft.“ […]

    • Nach kurzem Überlegen verkündet der Richter als Beschluß, daß die Vollstreckung des Haftbefehls gegen Stellung einer Kaution von 15 000 DM und unter der Bedingung auszusetzen sei, daß Lilly Wächter Rastatt nicht ohne Genehmigung des Gerichts verlasse und sich verpflichte, mit keiner größeren Gruppe als zwei Personen zu sprechen. Bei Verletzung dieser Bedingungen seien die 15 000 DM verfallen und würde der Haftbefehl vollstreckt werden. [..]
    • Danach wird der Termin zur Hauptverhandlung auf den 25. September 10 Uhr festgesetzt. Selbstverständlich war Lilly Wächter nicht in der Lage, die 15 000 DM für ihre Freiheit aufzubringen. Doch kaum sind vierundzwanzig Stunden vergangen, wird der Betrag – von deutschen Frauen gesammelt – dem Gericht übergeben. [..]
    • Obgleich der oben erwähnte Ausschluß Lilly Wächters aus der SPD bekannt geworden war, erklärten sich während ihrer Haftzeit viele Mitglieder der SPD mit ihr solidarisch und forderten ihre Freilassung. […]
    • Ein gleicher Sturm des Protestes braust durch die Deutsche Demokratische Republik. In rührenden Briefen danken Schulkinder aus vielen Städten Westdeutschlands Lilly Wächter dafür, daß sie die Wahrheit über Korea sagte und die Mütter aufruft, im Kampf zusammenzustehen, damit die Kinder nicht einem neuen Krieg zum Opfer fallen. [..]
    • Jawohl, Lilly Wächter hat auf der Versammlung in Heidelberg gesagt, daß amerikanische Soldaten Zivilisten mißhandelt und gemartert hätten. .. Jawohl, sie hat erklärt, daß ausschließlich Amerikaner diese Grausamkeiten begangen hätten . . . Jawohl, ihre Rede strotzte vor Feindseligkeit gegen das amerikanische Volk. [..]
    • „Zu Beginn des Berichtes über ihre Erlebnisse in Korea erklärte Frau Wächter“, so sagt der Zeuge aus, „daß der Krieg in Korea nicht erst am 25., sondern schon am 23. Juni begonnen habe.“ Sofort ist der Staatsanwalt interessiert:
    „Inwiefern soll er am 23. Juni begonnen haben?“
    „Am 25. Juni“, beantwortet der Zeuge Fiedler die Frage, „sind die Südkoreaner mit Unterstützung amerikanischer Panzer und Flugzeuge in Nordkorea eingefallen. Am 25.Juni haben dann die Nordkoreaner in Abwehr des Angriffs die südkoreanischen und amerikanischen Panzer über die Grenze zurückgedrängt und sind zur Verteidigung weiter nach Südkorea hineingestoßen. – Zur Begründung“, fährt der Zeuge fort, „bezog sich Frau Wächter auf Briefe an den südkoreanischen Präsidenten Syng Man Rhee, in denen ihm amerikanischerseits der Vorschlag gemacht wurde, mit Hilfe Tschiangkaischeks und der Amerikaner Nordkorea zu überfallen.“ [..]

    • Wohl hat sich der Generalstaatsanwalt in der Hauptverhandlung weislich gehütet, auf die Erklärungen Lilly Wächters zur Frage der Schuld an dem Ausbruch der Feindseligkeiten in Korea einzugehen, doch was kümmert das den Richter? Als besonders infam bezeichnet er es, daß Lilly Wächter in den Versammlungen den Beweis erbracht hat, daß den Krieg in Korea die von den Amerikanern unterstützten Südkoreaner begonnen haben. „Mit dieser Behauptung zeigt die Angeklagte ihr wahres Gesicht!“ [..]
    • Geschickt entgegnet Mr. Pritt, indem er schon jetzt auf den schwächsten Punkt des Urteils deutet. „Bei der Verhandlung vor dem amerikanischen Bezirksgericht in Stuttgart wurde keinerlei Beweis erbracht, daß die Behauptungen der Angeklagten unwahr seien. Es wurde ihr auch nicht gestattet, den Wahrheitsbeweis für die Richtigkeit ihres Berichtes anzutreten. [..]
    • „Ich komme nun zu dem letzten Beweis dafür, daß das Verfahren in Stuttgart nicht rechtmäßig geführt worden ist. Es geht hier um die Feststellungen, die der Richter in seiner schriftlichen Urteilsbegründung hinsichtlich der Frage getroffen hat, wen die Schuld am Ausbruch der Feindseligkeiten in Korea trifft.“ [..]
    • Der Vorsitzende fährt wie elektrisiert auf: „Was hat denn das mit unserem Fall zu tun, Dr. Kaul?“ [..]

    • Verzweifelt wehren sich die Behörden gegen die Bewegung, deren Mittelpunkt Lilly Wächter ist. Die Versammlungen werden verboten, Polizei wird eingesetzt, die Verbote durchzusetzen, doch alle Bemühungen bleiben ohne Erfolg. [..]
    • Lilly Wächter verbüßte ihre Gefängnisstrafe in Gotteszell bei Schwäbisch-Gmünd, der Frauenhaftanstalt für Württemberg. Eine Stunde, ehe sie sich beim amerikanischen Militärgericht zum Strafantritt melden mußte, empfing sie eine Delegation des Demokratischen Frauenbundes Deutschlands, die ihr zum Zeichen der Verbundenheit und Solidarität Blumengrüße überreichte. [..]
    • Voll tiefer Rührung über den herzlichen Abschied, gefaßt und in dem stolzen Bewußtsein, zu der großen Sache der Erhaltung des Friedens ihr Pflichtteil beigetragen zu haben, ging Lilly Wächter ins Gefängnis, entschlossen, den Kampf nie aufzugeben. Auf Grund einer strikten Anordnung der Bonner Regierung wurden ihr im Gefängnis keinerlei Vergünstigungen gewährt. Aber ihr einfaches, schlichtes Wesen, ihre innere Sicherheit blieben auf das Gefängnispersonal nicht ohne Eindruck. Als ich sie nach Verbüßung ihrer Haft in Gotteszell abholte, berichtete sie, mehrere Wärterinnen hätten jede Gelegenheit wahrgenommen, sich mit ihr zu unterhalten, und schließlich hätten sie auch zugegeben, daß ihr Kampf der Kampf aller ehrlichen Deutschen sein müsse. [..]

    • sascha313 schreibt:

      Vielen Dank für die Ergänzung! Die furchtbaren Richter aus Nazizeiten trieben in der BRD noch immer ihr Unwesen. Viele ehrliche Deutsche – Antifaschisten, Christen und Gegner des kapitalistischen Ausbeutersystems mußten ins dafür Gefängnis, daß sie für den Frieden eintraten. Von wegen „DemokratieUnd bei weitem waren nicht alle Kommunisten. Doch die wurden zuerst verfolgt. Prof. Karl Kaul hat unermüdlich gewirkt, um der Gerechtigkeit zu ihrem Recht zu verhelfen. Und er wurde dafür umso mehr von diesen Justizbanditen gehaßt. Unsäglich dagegen dieser Thadden – ein Nazi, wie er im Buche steht…

      Und, Studenten? Warum sitzen die eigentlich in diesem Saal? Von wegen: „da wir hier in der Bundesrepublik sind und Demokraten sind…“, Herr Staatsanwalt Bauer! Was für eine „schöne“ Demokratie, wo eine Nazi-Ersatzpartei mit am Tisch sitzen darf… – Recht so, Herr Professor Kaul!

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