Widersprüche im Kapitalismus

EngelsF

Friedrich Engels (1820-1895)

Das gesellschaftliche Produkt wird angeeignet vom Einzelkapitalisten. Grundwiderspruch aus dem alle Widersprüche entspringen, in denen die heutige Gesellschaft sich bewegt und die die große Industrie offen an den Tag bringt.

E 1844 – Werke 19/227

Grundwiderspruch

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35 Antworten zu Widersprüche im Kapitalismus

  1. ropri schreibt:

    Der Kapitalismus besteht nur aus unlösbaren Widersprüchen. Seine Staaten werden nur durch Gewalt und Repressalien zusammengehalten.

    • Blogger schreibt:

      So ist es! Aber auch in Mazedonien begreift das Volk was gespielt wird und marschiert gegen NATO und EU Mitgliedschaft auf die Straße: http://blog.rolfrost.de/skopje.html

      Eine westliche Zukunft für die Länder des Balkan — Es dürfte mittlerweile jedem klar sein was das heißt: Wirtschaftliche Abhängikeit und volkswirtschaftlicher Ruin. Die EU dient nicht dem Menschen sondern dem Kapital: http://blog.rolfrost.de/balkan.html

      Und hier noch ein längeres Zitat von Alexander Abusch aus Der Irrweg einer Nation: http://blog.rolfrost.de/eu.html

      MfG

      • sascha313 schreibt:

        …einverstanden, nichts gegen Verlinkungen, aber auch hier gilt: Zitate bedürfen bitte immer einer korrekten Quellenangabe, also: Autor, Titel des Werkes, Verlag, Erscheinungsort und Jahr sowie Seitenangabe (auch aus Respekt vor dem Autor)!

  2. Hanna Fleiss schreibt:

    Ich gehe mal dialektisch ran und stelle ein Gedicht zum Konsens ein. Zwar widerspricht der Konsens dem Widerspruch, aber sie gehören zusammen, denn ohne Konsens kein Widerspruch.
    Hier mal das Gedicht:

    Apropos Konsens

    Konsens ist das, worauf ein jeder setzt.
    Sei es der Staat, sei es der kleinste Kreis.
    Die Welt stagniert, das ist der teure Preis,
    so bleibt sie, wie sie leider ist zuletzt.

    Doch Leben, das ist immer Widerspruch.
    Erst er gibt unserm Dasein einen Sinn,
    darin liegt doch des Widerspruchs Gewinn.
    Jedoch, wenn’s geht, vermeiden wir den Bruch.

    Wir wollen nämlich keine Kollision,
    wir sind die Friedenstauben dieser Welt,
    die niemals Krach und Ärger machen, gelt?
    Das bringt, wir wissen es, bloß Frustration.

    Viel teurer ist uns doch die Harmonie.
    Ein Volk von Brüdern wolln wir gerne sein,
    und nichts gesagt auch gegen Schwesterlein.
    Es wird schon, es geht immer irgendwie.

  3. einseinsnull schreibt:

    ich würde es gar nicht widersprüche nennen, es sind vielmehr paradoxien.

    ds konkurrenzparadoxon z.b.:
    wenn ein bauer damit anfängt den boden zu vergiften um mehr profit zu machen, müssen es die anderen nachmachen. irgendwann ist der boden so vergiftet, dass nicht mehr produziert werden kann – oder die tatsache, dass, wie marx sagt, die ursprüngliche akkumulation tendenziell durch kriminalität ensteht, je mehr man sich an gesetze hält, desto teuer ist man am markt, bricht aber die ordnung ganz zusammen, kauft auch keiner mehr etwas von dir.

    oder das zeitparadoxon:
    in der produktion wird stets versucht zeit zu sparen, mit dem ergebnis, dass immer mehr zeit ins zeit sparen investiert werden muss bis man irgendwann die produktion nur noch plaant und nicht mehr zum produzieren kommt.

    auch der themekomplex „globalisierung vs. protektionismus“, der täglich auf der politischen agenda steht, gehört dazu.

    • sascha313 schreibt:

      Was ist der Unterschied zwischen einem Widerspruch und einem Paradoxon? Unter einem Widerspruch versteht man die Koexistenz und Wechselwirkung zweier realer Gegensätze, die einander bedingen, sich gegenseitig aber ausschließen. Beim Denken spricht man von einem logischen Widerspruch. Ein dialektischer Widerspruch ist ein den Dingen bzw. Erscheinungen innewohnender objektiver und wechselseitiger Zusammenhang. Er ist der Ausgangspunkt und Antrieb jeder Bewegung, jeder Veränderung und Entwicklung. Jedoch nur in der Gesellschaft ist es sinnvoll, von antagonistischen (d.h. von unversöhnlichen) Widersprüchen zu reden, wie sie z.B. zwischen Kapitalisten und Proletariern oder zwischen bürgerlicher und sozialistischer Moral vorkommen. Ein Paradoxon dagegen ist weiter nichts als eine gegen anerkannte Grundsätze verstoßende Behauptung.

      • einseinsnull schreibt:

        „Ein Paradoxon dagegen ist weiter nichts als eine gegen anerkannte Grundsätze verstoßende Behauptung.“
        ein paradoxon ist viel mehr als ein stilmittel, es beinhaltet selbst stets auch eine philosophische wahrheit, die aber meist erst nach einem erkenntnisgewinn des rezipienten sichtbar wird. und es ist, mit verlaub, etwas vollkommen anderes als ein widerspruch. der widerspruch zwischen arbeit und kapital ist zum beispiel kein bisschen paradox.

      • sascha313 schreibt:

        Noch eine andere Erklärung: Eine Paradoxie, so meint N.I. Kondakow, ist „eine überraschende, unerwartete, aber wahre Aussage, die der naiven Auffassung entgegensteht oder scheinbar Unvereinbares miteinander vereint und die dem Ungeschulten falsch zu sein scheint“ (Н.И. Кондаков, Логический словарь-справочник, М.1975, парадоксия)

        Wenn also bspw. heute ein Bauer den Boden vergiftet, so ist das nicht etwa nur „paradox“, sondern falsch. Es widerspricht den „Interessen des Proletariats“ – und am Ende der gesamten Menschheit. Im Kapitalismus also ein antagonistischer Widerspruch!

    • einseinsnull schreibt:

      nur dem „ungeschulten“, genau, so kann man das auch sehen.

      aber ich habe auch noch mal darüber nachgedacht und musss einräumen, dass es beides gibt: mutwillige konstrukte, die in der rhetorik eingesetzt werden, und analysergebnisse und beobchtungen, die sich als paradox darstellen.

      die metaphysischen, bewusst konstruierten sind vermutlich sogar die bekannteren, das sandhaufenparadoxon, das lügenpradoxon oder schrödingers katze kennt jeder durchschnittliche hochschullehrer.

      was den bauern angeht, es ist zwar „falsch“ den boden zu vergiften und somit besteht ein widerspruch darin, dass es geschieht, obwohl es falsch ist, aber im kapitalismus sind solche maßnahmen schlichtweg notwendig. denn der, der zuerst damit anfängt, hat wenigstens für eine weile einen kleinen marktvorteil.

      die alternative dazu, sich diesem druck – womöglich wider besseren wissens – zu beugen, würde voraussetzen, dass sich alle bauern darauf verständigen den boden nicht mehr zu vergiften und es eine strenge kontrolle und saanktion bei verstößen gegen dieses committment gibt. das umzusetzen ist dem einzelnen aber nicht möglich, er richtet sein handeln nach dem system aus, weil dies auch für ihn notwendig ist.

      das paradoxon (im mehrfachen sinne) besteht hier wohl darin, dass ich eben ernsthaft überlegen musste, ob es „notwendig ist“ oder „notwendig zu sein scheint“ heißen muss.

    • einseinsnull schreibt:

      habe mit einer woche verspätung bemerkt, dass ich meinen lieblingswider… oder para.. oder was auch immer noch vergessen hatte.

      mir als anhänger von „technologie“ in theorie, praxis und privatleben stößt täglich bitter auf, dass der einzelene arbeiter/produzent im kapitalimus sich stets seine eigene existenzgrundlage wegrationalisieren würde, wenn er seine eigene arbeit effektiviert. dabei sollte es doch zu einem besseren leben führen, mit möglicht wenig arbeit möglichst viel herzustellen.

      gleichzeitig muss aber ein betrieb als ganzes immer möglichst effektiv arbeiten, damit er – und seine arbeiter – überleben können.

      absurder könnte das leben nicht mehr sein.

      • sascha313 schreibt:

        Es ist schon absurd genug, wenn streikende Fluglotsen dafür gescholten werden, daß hunderte Passagiere hängenbleiben; oder wenn ein kleiner Unternehmer nicht überleben könnte, wenn er nicht Hungerlöhne zahlen würde…

        Und wieviele Firmen weltweit werden täglich von der Konkurrenz ruiniert!

        Technologie wird das nicht ändern. Nur Abschaffung des Privateigentums schaft diese Absurditäten aus der Welt. Aber dann ist immer noch die Frage, was der kapitalistische Weltmarkt davon hält…

      • einseinsnull schreibt:

        ich gehöre nicht zu denen, die behaupten, dass technologie automatisch zu demokratie und sozalismus führt. das tun die akzelerationisten auch nicht. allerdins gibt es durchaus perspektiven z.b. durch neue erkenntnisse im sozialwissenschaftlichen bereich oder in der softwarentwicklung, dinge zu schaffen, die eine zeitlang zu einem teil außerhalb des kaptialismus statt finden.

        wie die märkte darauf reagieren werden, wenn ich morgen durch grundlagenforschung die produktion von unendlich viel kostenlosem rindfleisch erfinde, oder ein auto, was beim fahren energie erzeugt, das ist naheliegend: ich hätte einfach ein unfall mit dem auto und es würde wie selbstmord aussehen.

        leichter belegbar ist die gegenprobe: im mittelalter bei dürre, pest und gottesfurcht war sozialismus definitiv unmöglich. erst der kapitalismus ist mit seiner technologie in der lage, dass wir hunger und armut überwinden, demokratie über kommuniktionsnetze organisieren können, und die maschinen imer mehr arbeiten übernehmen, auf die wir keine lust mehr haben. dass er es nicht tut (oder jedenfalls nur unzureichend), davon lebt dann die kritik an ihm.

      • Ich war 14 Jahre alt, als ich meinen Vater, der mit 17 Jahren beide Beine auf einer “Hamsterfahrt“ mit der Eisenbahn verloren hatte, auf einen Jahrmarkt begleitete — was ich davor und danach auch viele Jahre lang getan habe.

        An jenem ‚besagten‘ Tag, fragte ein “Markt-Kollege“, meinen Vater, ob “ich ihm nicht helfen könnte“. Mein Vater fragte mich: “Ich kann das ja selber verkaufen, brauche deine Hilfe nur bei Einladen der nicht verkauften Artikel …“ Ich habe zugestimmt und den Stand des “Markt-Kollegen“ von 10°° Uhr bis 22°° betreut = seine Waren verkauft – es waren Fußball-Fan-Artikel deutscher Bundesligamannschaften. Nachmittags nahm er einen höheren Geldbetrag aus der Kasse und wart nicht mehr gesehen … bis er um 22°° Uhr erschien, das Geld in der Kasse zählte = es waren 1.000,- DM …
        Er gab mir dann davon 5,- DM!

        Bis vor drei Jahren wusste ich ja nichts von Marx, Engels, Lenin, Stalin, Mao, Castro usw.

        UND DENNOCH entschied ich mich, dass KEIN MENSCH jemals mehr MICH BENUTZT, “um an meiner Arbeitskraft “den dicken Gewinn zu machen“!!!
        Leider hatte ich nach der Realschule in der BRD eine Ausbildung begonnen … und fühlte mich auch nur AUSGENUTZT !!! die nächste Ausbildung glich der Ersten! ACHT Stunden SCHUFTEN für in der ersten “Ausbildung“ zum Baumschuler: 250,- DM und dann zum Konditor für 300,00 DM => 1,44 DM/Stundenlohn, bzw. 1,73 DM/Stundenlohn (das war 1979 und 1980)

        “VERWIRRT“ hatte ich danach drei Anläufe unternommen das Abitur nachzuholen — beim letzten Anlauf bin ich gescheitert, weil ich mit meiner Frau ein Unternehmen gründeten, sie jedoch kurz danach zweimal ein Kind geboren hat und ich von morgens zehn bis spät am Abend arbeitete … und schon kam das nächste Kind … UND dieses Unternehmen von 40.000,- DM Umsatz in den ersten drei Monaten des letzten Viertels 1988 auf 300.000 im Folgejahr anwuchs und bereits 1990 über eine Millionen DM Umsatz machte, was sich bis Ende 1994 auf 600.000,- DM PRO Monat steigerte = 7,2 Mio. pro Jahr

        GEWINN: ich lüge nicht: NACH STEUER und ALLEN anderen ABGABEN

        SIND jeden Monat 30.000,- DM NETTO übrig geblieben!

        ALS vormals total arm aufgewachsener Mensch dachte ich: FÜR mich kann es kein Limit geben: Ich BIN der Größte und Cleverste Mensch! …

        Und ich LÜGE nicht: MIR WAR DAS ALLES ZU VIEL:
        Weder konnte ich mit dem Umsatz NOCH etwas mit dem GEWINN anfangen:

        ICH habe den Gewinn, den die Mitarbeiterinnen erwirtschaftet haben: VERGEUDET!!!

        JEDEN Tag bin ich zum Essen in ein Griechisches Lokal gegangen, habe dort nicht nur gegessen, sondern auch drei Liter Bier getrunken und bin anschließend zu den Prostituierten auf St. Pauli / Hamburg gegangen und von dort aus ins Casino Reeperbahn oder in die Forteney …

        ICH teile dies BEWUSST mit !!!

        UND weder spießbürgerliche Moral, Religion oder Ideologie KÖNNEN mir

        “SCHULD“ oder “SCHAM“ andichten!!!

      • Blogger schreibt:

        Ab und zu findet man ja auch in der tagesschow eine Stimme der Wahrheit
        http://blog.rolfrost.de/kalabrien.html

        Dem Bundesblödbörger wird dann erzählt, daß er die Zitronen aus Italien gar nicht mehr bezahlen könne wenn die Zitronenpflücker tarifgerecht bezahlt werden würden.

        Die Fratze des Kapitalismus
        Als ich zum ersten Mal in meinem Leben den goldenen Westen bereiste, wurde ich Zeuge einer Abschiebung auf dem Bahnhof in Bebra. Das war im Dezember 1989, Polizisten traten auf einen wehrlosen Menschen ein der bereits am Boden lag. Seitdem sind fast 30 Jahre vergangen, aber an dieser Fratze hat sich bis heute nichts geändert, sie sieht immer noch genauso aus.

        Jetzt bricht auseinander was auseinanderbrechen muss
        Leider nein. Auch mit dem Brexit und dem drohenden Austritt der Türkei aus der europäischen Zollunion bricht hier gar nichts auseinander. Denn die Ratten haben ja einen Rettungsschirm. Das heißt, das Einzige was die zusammenhält, ist das Kapital.
        http://blog.rolfrost.de/eurettung.html
        Schöne Grüße!

      • einseinsnull schreibt:

        also ich hätte keinerlei probleme mit 30,000 euro netto, jedenfalls nicht heute, nachdem mich schon lange bewusst „rausgezogen“ habe, und in der lage bin, dass sinnvoll zu disponieren, indem ich es in vier teile aufteile, sinnloser luxus, ltervorsorge, mildtätigkeit und politischer kampf, denk mal, das sind immer noch 7500 für jedes dieser viertel, das ist doch schön.

        allerdings hätte ich ein problem damit, mir meine tage mit 16 stunden unselbstbestimmter arbeit zu versauen, egal ob nun für 1000 oder für 30,000 euro pro monat.

        ich lebe um zu arbeiten, und wenn ich dann am essen sparen muss und nur noch mithilfe von gönnern mal reisen kann, dann ist das eben so. hauptsache ich habe spaß daran , meine arbeit täglich zu effektivieren und spüre hin und wieder auch gerne die unglaubliche macht, die in unbezahlter, freier arbeit liegt, weil jetzt nur noch ich jetzt darüber entscheide, was mit meiner arbeit geschieht.

        allerdings muss man leider dazu sagen, dass das nicht jedem gegönnt ist. wohneigentum, kinderlosigkeit und hartz IV sind vermutlich grundlegende voraussetzungen dafür, wenig zu „arbeiten“ und wenig zu konsumieren.

        ihr kennt vielleicht die autowerbung, wo die dame in der bar zu dem porsche-besitzer sagt: du armer! der bin ich nicht.

  4. einseinsnull schreibt:

    …oder dass einzelne akteure kurzfristig mehr geld mit finanzprodukten als mit produktion verdienen können, obwohl letztlich aber auch der wert von finanzprodukten stets absolut davon abhängig ist, dass irgendwo auch noch tatsächliche wertschöpfung stattfindet.

    oder dass überproduktion zu krisen führt, die sich dann bei der masse der unternehmen und privathaushalten in knappheit äußern.

    oder der themenkomplex hayek/keynes: turbokapitalimus kann plötzlich ganz schnell wieder gaanz schnell ineffektiver sein, als sozialstaat und rechtstaat (das erste was passiert ist, als spanien 2013 die sozialhilfe gekürzt hat um den märkten ein geschenk zu machen, war die herabstufung spaniens durch ratingagenturen, grund: negative wirkung auf den binnenmarkt)

      • einseinsnull schreibt:

        das ist ja mal ein novum: du hast fast erkannt, was ich mit meinem beitrag sagen wollte.

        die paradoxien, die „widersprüche in sich“, sind es, anhand deren man die lügen der herrschenden und die irrtümer der müllers erkennen kann.

        das ökonomische system kapitalismus ist nicht nur ungerecht und produziert alle möglichen gesellschaftlichen widersprüche (wie die von hanna aufgelisteten), sondern es ist auch in sich selbst nicht schlüssig, noch nicht einmal auf der meta ebene.

        während der grundwiderspruch aus dem engels-zitat so etwas ähnliches wie empirisch belegt ist, ist es dennoch schwer, den massen zu vermitteln, dass es sich dabei um mehr als nur um eine meinung handelt.

        ein hinweis auf das konkurrenzparadoxon oder die tatsache, dass auch die finanzjongleure und die staatliche geldschöpfungsmaschinerie letztlich von der ursprünglichen wertschöpfung in den produktionsbetrieben abhängig sind, ist viel bessere dazu geeignet die lügen der systemliebhaber zu entlarven.

        digitalisierung, informationsgesellschaft, demokratie, wachstumsszwang, alles kompletter bullshit. konstrukte in den köpfen, die es erst einmal zu modulieren gilt, will man den hauptwiderspruch irgendwann einmal durch politische aktion auflösen (indem man die betriebe besetzt?)

  5. Hat dies auf Muss MANN wissen rebloggt und kommentierte:
    Das gesellschaftliche Produkt wird angeeignet vom Einzelkapitalisten. Grundwiderspruch aus dem alle Widersprüche entspringen, in denen die heutige Gesellschaft sich bewegt und die die große Industrie offen an den Tag bringt.
    E 1844 – Werke 19/227

  6. Hanna Fleiss schreibt:

    Es ist eine irrationale Welt, in der wir leben: Die Produktion ist nicht für uns Menschen und unsere Bedürfnisse da, sondern für den Profit. Hartz-Vierer verteidigen den „Sozialstaat“ BRD. Das Militär untersteht dem (sog.) Verteidigungsministerium, führt aber Kriege in aller Welt. Gegenwärtig verteidigt es uns zum Beispiel in Mali, Afghanistan usw. Der Klimawandel wird beklagt und Mittel für den ÖPNV werden gekürzt oder ganz gestrichen. Kriegsvorbereitungen gegen Russland geschehen in aller Öffentlichkeit, und niemand protestiert. Wir wollen uns informieren und lesen Süddeutsche und Spiegel. Und so weiter. Alles Widersprüche des Kapitalismus, die Liste ist unendlich.

    • sascha313 schreibt:

      …genau! Das ist freilich alles paradox. Und es widerspricht im Grunde dem gesunden Menschenverstand. Doch solange der (von Engels hier genannte) Grundwiderspruch des Kapitalismus nicht erkannt wird, ist auch eine Veränderung (geschweige denn eine Entwicklung) unmöglich!

      • einseinsnull schreibt:

        jetzt muss ich aber auch mal philosophisch werden.
        der gesunde menschenverstand ist die kleine schwester vom gesunden volksempfinden und damit sollte man wirklich vorsichtig sein.

      • sascha313 schreibt:

        …da hätte ich doch lieber schreiben sollen: „es widerspricht den Interessen des Proletariats“. Damit ist alles gesagt!

      • einseinsnull schreibt:

        richtig!

    • Blogger schreibt:

      Genau! Aus demselben Grund kann es auch in der Flüchtlingsfrage keine Europäische Lösung geben: http://blog.rolfrost.de/flucht.html
      Und von dem Merkelschen Gefasel von Solidarität ganz zu schweigen!
      MfG

  7. einseinsnull schreibt:

    richtig!

  8. Hanna Fleiss schreibt:

    Sascha, mit dem gesunden Menschenverstand habe ich meine Schwierigkeiten. Er entwickelt sich abhängig von äußeren Erlebnissen, die innerlich jeder Mensch auf seine Weise verarbeitet, ist insofern ein individuelles Erleben, das nicht verallgemeinerungsfähig ist. Mit dem gesunden Menschenverstand kann man also alles begründen. Das widerspricht aber zutiefst dem Marxschen Denken. Über den Grundwiderspruch des Kapitalismus sind wir uns doch schon lange einig.

    • sascha313 schreibt:

      Sicher … über Gesundheit kann man auch streiten, was aber unsinnig ist. Und als Verstand bezeichnet man in der Philosophie das „Vermögen des Menschen, die ojektive Realität vermittels geistiger Tätitgkeit in Form abstrakter Begriffe, Aussagen, Theorien usw. widerzuspiegeln und mit den Begriffen zu operireren“. (Alfred Kosing: „Wörterbuch der marxistisch-leninistischen Philosophie“, Dietz Verlag Berlin, 1985, S.541)

      Friedrich Engels schrieb: „Die großen Männer, die in Frankreich die Köpfe für die kommende Revolution klärten, traten selbst äußerst revolutionär auf. Sie erkannten keine äußere Autorität an … alles sollte seine Existenz vor dem Richterstuhl der Vernunft rechtfertigen … Wir wissen jetzt, daß dies Reich der Vernunft weiter nichts war als das idealisierte Reich der Bourgeoisie.“

      Dann schreibt Engels über die utopischen Sozialisten Saint-Simon, Fourier und Owen und stellt fest: „Allen dreien ist gemeinsam, daß sie nicht als Vertreter der Interessen des inzwischen historisch erzeugten Proletariats auftreten.“ – Und das habe ich damit ja schließlich auch gemeint! Folglich, so schreibt Engels weiter: „Daß die wirkliche Vernunft und Gerechtigkeit bisher nicht in der Welt geherrscht haben, kommt nur daher, daß man sie bisher nicht richtig erkannt hatte.“
      (Quelle: F.Engels: Anti-Dührung, MEW, Bd.20, S.16-18)

  9. Ulrike Spurgat schreibt:

    Hut ab, Sascha.
    Der „Anti- Düring“ hat es wirklich in sich.

    • sascha313 schreibt:

      …die holländische Regierung ist ja nicht nur in dieser Frage erzreaktionär. Auch wenn es um die NATO geht, um die ukrainischen Faschisten und und MH17. Nicht anders als die dt. Regierung auch.

  10. Pingback: Was ist Kapital? | Sascha's Welt

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