Erneute USA-Invasion? Venezuela ist wirklich in Gefahr.

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Nicolás Maduro, presidente de Venezuela. Twitter/@PresidencialVen

Nachdem in amerikanischen Massenmedien über die Bereitschaft der USA, einen militärischen Überfall auf Venezuela zu verüben, spekuliert worden war, rief der Präsident Venezuelas Nikolás Maduro die Streitkräfte seines Landes zu erhöhter Wachsamkeit auf. Dies teilte der lateinamerikanische Fernsehsender Televisa mit. Während der Veranstaltung mit den Streitkräften seines Landes zitierte Maduro Ausschnitte aus amerikanischen Zeitungen, in denen mitgeteilt wird, daß Tramp mit einigen Beratern über Möglichkeiten eines militärischen Eingreifens in Venezuela besprochen habe. Infolge dessen hatte Maduro dazu aufgerufen, das Recht Venezuelas auf ein friedliches Leben zu verteidigen.

«Sie dürfen», so erklärte Maduro, «die Wachsamkeit auch nicht einen Augenblick lang außer acht lassen, weil wir das Wichtigste zu verteidigen haben — das in seiner ganzen Geschichte das Recht unseres Landes … war — den Frieden zu bewahren.»

de.sputniknews.com: Maduro zufolge bestätigen die jüngsten Medienberichte, daß er Recht hatte, als er behauptete, Washington würde eine militärische Einmischung in die Situation in Venezuela planen, um dessen riesige Ölvorräte unter seine Kontrolle zu bringen. „Ob das eine Koinzidenz ist? Das ist keine Koinzidenz“, zitierte der Sender Televisa den venezolanischen Staatschef.

Der Generaldirektor des russischen Lateinamerikanischen Zentrums „Hugo Chavez“, Jegor Lidowskoj, zeigte sich in einem Interview für Sputnik überzeugt, daß dieses Land nur eine Möglichkeit hat, unabhängig zu bleiben.

„Maduros Erklärung ist sehr richtig: Venezuela sollte zur Invasion bereit sein. Wir wissen ja, wie das in der modernen Welt passiert: Falls sich die USA etwas nicht gefallen lassen, scheuen sie sich nicht, in jedes Land einzufallen, in dem sie eingreifen wollen“, betonte er. „Wir kennen das am Beispiel Libyens, wo Muammar al-Ghaddafi, der den USA nicht gefiel, aber für sein eigenes Volk gut war, getötet wurde. Man hat ihn schlechtgeredet – und vernichtet.“

Auch in anderen Ländern sei so etwas vorgekommen, fuhr der Politologe fort. „Natürlich schwebt Venezuela in Gefahr, denn dieses Land ist in Lateinamerika am meisten gefährlich für die USA – es verfügt über eine sehr gute und starke Armee. Dieses Land kann man nicht auf politischem Wege vernichten, und deshalb wäre der einzige Weg für die USA, dort militärisch einzugreifen. Und für die Venezolaner besteht die einzige Möglichkeit, ihre Unabhängigkeit und ihren Entwicklungsweg zu verteidigen, tatsächlich in der Festigung ihrer Armee, in der Mobilmachung der Streitkräfte, damit diese bereit sind, jegliche Gefahr abzuwehren“, ergänzte Jegor Lidowskoj.

Quelle: sputniknews


Was ist eine Invasion?

Eine Invasion ist das widerrechtliche Eindringen bewaffneter Kräfte eines Staates oder von ihm ausgehaltener und ausgerüsteter Verbände in das Territorium eines fremden Landes zumeist zur Eroberung bzw. in konterrevolutionärer Absicht. Alleinder USA-Imperialismus verübte seit 1945 zahlreiche militärische Invasionen, z.B. gegen die Philippinen, China, Kostarika, Puerto Rico. Korea, Guatemala, Vietnam, Libanon, Haïti, Laos, Kampuchea und Grenada, um den Vormarsch des Sozialismus  aufzuhalten, demokratische Regierungen zu stürzen, nationale Befreiungsbewegungen zu unterdrücken sowie Diktatoren und reaktionäre Juntas ans Ruder zu bringen. Anfang der 1980er Jahre schufen sich die USA mit einer schnellen Eingreiftruppe ein Invasionscorps zur „Sicherung der Einflußsphären“ und zur Ausübung angemaßter Weltgendarmen-funktionen. (Taschenlexikon für Zeitungsleser, Berlin 1988, S.108f.)


Was ist Annexion?

Annexion ist die völkerrechtswidrige, in der Regel unter Anwendung von politischer oder militärischer Gewalt erfolgte Angliederung fremden Territoriums; charakteristisch für die Außenpolitik von Ausbeuterstaaten, insbesondere von imperialistischen Staaten. Jede Annexion negiert das Recht auf nationale Souveränität und das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Die imperialistische Annexionspolitik wurde bereits durch das erste Dokument der sozialistischen Staatsmacht: das Leninsche Dekret über den Frieden, gebrandmarkt. Der Sowjetunion ist es auch zu danken, daß die UNO in ihrer Charta den Drang nach Annexion verurteilte und dies in der Folgezeit in einer Vielzahl von UNO-Dokumenten und anderen multilateralen Abkommen bekräftigt wurde.

Ungeachtet dessen versuchen einige imperialistische Staaten, in offener oder verschleierter Form weiterhin ihre Annexionspolitik fortzusetzen. Ein eklatantes Beispiel für eine offene Annexion ist die Einverleibung großer Teile arabischer Staaten durch Israel. Zu den verschleierten Formen zählen z.B. die interventionistische Bedrohung, die von den USA-Militärstützpunkten und der schnellen Eingreiftruppe ausgeht, die Etablierung und Unterstützung von Marionettenregimes oder der Mißbrauch der UNO-Treuhandschaft für pazifische Inseln durch die USA im Interesse ihrer Herrschaftsambitionen.  (Taschenlexikon für Zeitungsleser, Berlin 1988, S.15f.)

Siehe auch:
Die vergessene USA-Invasion in Panama
Verbrecherstaat USA: Über 1,5 Mio. Opfer des USA-Terrors in Lateinamerika seit 1945
Über den „friedlichen“ Staatsstreich in Brasilien
Warum sind die US-Amerikaner in aller Welt verhaßt?
Was jeder über die Annexion der DDR wissen sollte…

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54 Antworten zu Erneute USA-Invasion? Venezuela ist wirklich in Gefahr.

  1. Lu schreibt:

    Die Russen sind auch nicht anders, siehe die völkerrechtswidrige Annektion der Krim.

    • sascha313 schreibt:

      Sie quatschen auch nur das nach, was in den deutschen Leitmedien verbreitet wird. Als sich die Krim am 18.März 2014 nach einem Referendum, bei dem 96,77 % der Autonomen Republik Krim für einen Beitritt zur Russischen Föderation gestimmt hatten, zur Vereinigung mit Rußland entschlossen hatte, waren dem in der Ukraine zahlreiche regierungsfeindliche Aktionen und ein faschistischer Putsch vorausgegangen. Infolgedessen emigrierte der bisherige Präsident Janukowitsch und in Kiew übernahm eine faschistische Junta die Macht. Vergessen darf man dabei auch nicht, daß die willkürliche Aufteilung der UdSSR (und damit auch die Abspaltung der Ukraine) 1991 dem Wählervotum der Bürger der UdSSR widersprach.

      • Lu schreibt:

        …das nenne ich alternative Fakten oder auch fake news.
        Eine Meinung, die nicht die Ihre ist, wird sofort niedergemacht.
        Die Protokolle der UN-Vollversammlung sprechen da eine andere Sprache!

      • sascha313 schreibt:

        Hier wird überhaupt niemand „niedergemacht“! Das hier und weiter unten Gesagte sind Tatsachen. Sie stellen irgendwelche pauschalen Behauptungen auf – ohne jegliche Beweise – und erwarten dann, daß man Ihnen zustimmt. Welche Protokolle von welcher UN-Vollversammlung?

        Politik ist nicht die Meinung von irgendjemandem, sondern auch der historische Hintergrund. Es sind die Tatsachen. Und das wurde Ihnen hier aufgezeigt. Mehr nicht. Ihre Unterstellungen („fake news“) sollten Sie also bleiben lassen!

    • Keine Ahnung vom Völkerrecht, aber seinen Senf dazu geben!

      Die Krim wurde – ein Vasall des Osmanischen Reiches – wurde 1774 von vom Russischen Reich erobert und am 8. April 1783 formell von Katharina II. „von nun an und für alle Zeiten“ als russisch deklariert. Lies: ANNEKTIERT! Dies wurde vom Osmanischen Reich mit dem Vertrag von Jassy am 6. Januar 1792 anerkannt.

      Da die Krim von Chruschtschow an die Ukraine “verschenkt“ wurde — völkerrechtlich absolut absurd und zudem Rechtlich unzulässig und Gesetzlich Illegal, weil gegen das Völkerrecht verstoßend — erhielt die Krim einen Autonomen Status innerhalb der Ukraine.

      Gemäß des Völkerrechts “Selbstbestimmungsrecht der Völker“, welches von LENIN gefordert und von STALIN umgesetzt wurde, nach dem jedes Volk innerhalb der Sowjetunion ihren eigenen Staat gründen darf und wie es dann mit der Charta der Vereinten Nationen VÖLKERRECHT wurde, haben die Menschen auf der Krim — unter ihnen auch 80% aller 100.000 Tataren!!! — für die
      a) Unabhängigkeit von der Ukraine
      b) die Trennung (Separation) von der Ukraine und
      c) die Gebietsabtrennung von der Ukraine plus zur Angliederung an die Russische Föderation

      GESTMMT! UND zwar in Geheimen Wahlen!

      96,77 % der Abstimmenden – entsprechend 1,233 Millionen Stimmen – haben für einen Anschluss an Russland bei einer Wahlbeteiligung von 83,1 % gestimmt!

  2. Ulrike Spurgat schreibt:

    Lieber Sascha. Nicht zu diesem Thema passend:
    Brauche tragfähige Einordnung und Bewertung über Domenico Losurde am 28.6. gestorben. Als großer marxistischer Denker genannt und ich kenn ihn nicht ????? Bildungslücke? – Hoffe das es okay ist mal eben zu fragen. Über eine Antwort würde ich mich freuen.
    Ein gutes Wochenende und vielen Dank für die super tollen Analysen, die das Herz und den Geist beflügeln und viele offene Fragen hier substantielle Antworten finden können. Interessierte und fragende Leser wünsche ich dir.
    Ulrike

    • sascha313 schreibt:

      Nein, natürlich ist das o.k. – das was ich gelesen habe, spricht nicht gerade für einen „großen marxistischen Denker“. Ich würde eher sagen „Querdenker“ – auch wenn mich Kurt wegen meiner Vorbehalte damals etwas kritisiert hatte. Er hat sich gründlicher mit diesem Losurdo auseinandergesetzt, kam dabei aber auch nicht gerade zu einem lobenden Urteil über ihn. Lies mal: „D.L.’s Flucht aus der Geschichte

      Oder hier: Losurdo…

      • Hanna Fleiss schreibt:

        Kann ich nur bestätigen, Sascha. Querdenker würde ich Losurdo auch nicht nennen wollen, eher ist er einer, der mal hier und mal dort seine Zensuren verteilt, eben bürgerlich beeinflusst, dabei aber immer versuchend, sich nicht als Anti-Marxist erwischen zu lassen. Vieles stimmt ja, was er schreibt, aber dann kommt mit einem Mal so ein Seitenhieb nach links, und man weiß nicht, worauf will er hinaus. Seine Stalin-Ausarbeitung habe ich nur als Auszug gelesen. Relativierend und zögernd, wahrscheinlich mit schlechtem Gewissen gegenüber der rechten Philosophen-Mischpoke, Stalin verteidigend.

      • sascha313 schreibt:

        Du sagst es, besser als ich!

  3. Blogger schreibt:

    Das Volk von Venezuela steht zu seinem Wahlergebnis mit Maduro als Präsident.
    Zu wem denn sonst sollte ein Volk stehen, wenn nicht zu seinem von ihm selbst gewählten Präsidenten!? http://blog.rolfrost.de/maduro.html

  4. Ulrike Spurgat schreibt:

    Vielen Dank !

  5. Rolf schreibt:

    @Jauhuchanam:
    Danke für deine Ausführung zur Krim! Dem kann ich voll zustimmen!
    Wir, die DDR, hatten keine Bodenschätze aber wir waren ein gutes (neues-altes) Absatzgebiet und boten billigere Arbeitskräfte.
    Und die Kapitalisten bekamen ALLES wieder zurück was unsere Vorfahren ihnen genommen haben.

  6. Lu schreibt:

    Nur ein Auszug verschiedener Quellen:
    General Assembly adopts Resolution calling upon States not to recognize changes in status of Crimea region, Veröffentlichung der Generalversammlung auf der Webseite der UN (mit Stellungnahmen mehrerer Ständiger Vertreter), Dokument Nr. GA/11493 vom 27. März 2014.

    UN General Assembly adopts resolution affirming Ukraine’s territorial integrity, Xinhua, 28. März 2014: „The General Assembly underscores that the March 16 referendum held in Crimea “having no validity, cannot form the basis for any alteration of the status of the Autonomous Republic of Crimea or of the city of Sevastopol.“
    Also nicht nur reine Behauptungen meinerseits, sondern festgehalten in UN-Papieren.
    Und warum wurde die Volksbefragung nicht in der ganzen Ukraine abgehalten?

    • Blogger schreibt:

      Die UN sind unglaubwürdig. Das hat sich im Verlauf deren Geschichte immer wieder gezeigt. Also Vorsicht mit UN Berichten, Gutachten usw.

      MfG
      http://blog.rolfrost.de/kirschen.html

      • Blogger schreibt:

        Solidarität!

        Wpered.su: Gratulation Boris Litwinows aus Anlass des Unabhängigkeitstags Venezuelas:
        Der erste Sekretär des ZK der KP der DVR Boris Litwinow sandte dem außerordentlichen und bevollmächtigten Botschafter der Bolivarianischen Republik Venezuela in der Russischen Föderation Carlos Rafael Faria Tortosa und dem heldenhaften Volk Venezuelas eine Gratulation anlässlich des Nationalfeiertags.
        Sehr geehrter Genosse Tortosa!
        Im Namen der Kommunistischen Partei der Donezker Volksrepublik gratuliere ich Ihnen und dem ganzen heldenhaften Volk der Bolivarianischen Republik Venezuela zum Tag der Unabhängigkeit.
        Vor mehr als 200 Jahren wurde die venezolanische Unabhängigkeitserklärung angenommen. Damals entschieden sich die Venzolaner, sich von der spanischen Krone abzuspalten und eine neue Nation auf Grundlage der Gleichheit der Menschen und der Prinzipien der Freiheit zu schaffen.
        Dieser Feiertag hat seine Aktualität auch heute, wo die amerikanischen Imperialisten die Situation in Venezuela zielgerichtet destabilisieren und versuchen seine staatliche Souveränität zu untergraben, vollständig behalten.
        Heute führt auch die Donezker Volksrepublik, die ihre Deklaration über die Souveränität im Jahr 2014 angenommen hat, einen Kampf für ihre Unabhängigkeit von dem nationalistischen, profaschistischen Regime, das in der Ukraine errichtet wurde. Das Volk des Donbass hält dem Druck sowohl des ukrainischen Kompradorenkapitals als auch auch des großen westlichen Kapitals stand.
        Angesichts der allgemeinen Gefahren müssen die progressiven Kräfte der gesamten Welt ihre Zusammenarbeit im Rahmen einer globalen antiimperialistischen Front, die auf den Ideen des proletarischen Internationalismus und der internationalen Solidarität der Werktätigen gegründet ist, allseitig verstärken. Die weitere Annäherung der Völker Venezuelas und des Donbass ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.
        Die vertrauensvollen und respektvollen Beziehungen, die zwischen der Botschaft der Bolivarianischen Republik Venezuela in der Russischen Föderation und dem Zentralkomitee der Kommunistischen Partei der Donezker Volksrepublik entstanden sind, sind ein ein Unterpfand für zukünftige offizielle freundschaftliche und gegenseitig nützliche Beziehungen zwischen unseren Staaten. Die Erfahrung im Kampf für die Souveränität Venezuelas ist für uns ein wichtiges Beispiel für Zielstrebigkeit und Wille zum Sieg über die Kräfte des Imperialismus.
        Hochachtungsvoll
        Der erste Sekretär
        des ZK der Kommunistischen Partei der DVR
        Boris Litwinow

        Quelle: https://alternativepresseschau.wordpress.com/

    • sascha313 schreibt:

      @ Lu: Und warum wurde die Volksbefragung nicht in der ganzen Ukraine abgehalten?
      Das müssen Sie schon Poroschenko fragen. – In der Ukraine wurde nach massiver Einmischung der USA die legitime Regierung gestürzt und eine USA-hörige Junta eingesetzt. Damit war die Sache keine innere Angelegenheit der Ukraine mehr. Das heißt auch: Die USA und die Kiewer Junta haben das Budapester Memorandum von 1994 verletzt, das gegenseitige Androhung von militärischer Gewalt und wirtschaftliche Sanktionen unterbinden sollte, nicht aber Rußland.

      Der Fall „Ukraine“ sollte (wie auch schon Irak und Kosovo) zu einem internationalen Präzedenzfall werden. Verständlich ist daher auch die Sorge der vorwiegend russischen Bevölkerung der Krim und ihr Recht auf Selbstbestimmung. (Hierzu verweisen wir auf den Standpunkt des Hamburger Professors Reinhard Merkel,)

      Zu bedenken ist auch, was Rolf schrieb – die Ukraine war und ist für die USA und die NATO von strategischem Interesse, außerdem bieten sich dort neue Absatzmärkte und billige Arbeitskräfte! Das Völkerrecht wurde von imperialistischen Staaten bisher immer deren ökonomischen Interessen untergeordnet – und im Zweifelsfalle gebrochen! Das ist, glaube ich, hier der entscheidende Punkt.

      • Lu schreibt:

        Es ist schon traurig, dass alles was ihrer Weltanschauung widerspricht, kompromitiert wird oder als unglaubwürdig dargestellt wird.
        Nur der Sozialismus ist das einzig Wahre?
        Zum Glück muss nicht jeder dieser Meinung sein.
        Danke für diese Erkenntnis, dann konzentriere ich mich lieber wieder auf meine postoperative Genesung nach Hüft-TEP.
        Na denn…

      • sascha313 schreibt:

        Ich wünsche Ihnen eine gute Genesung!
        Zugegeben, es ist nicht immer leicht, herauszufinden, was wahr und was falsch ist. Jeder Mensch macht so seine eigenen Erfahrungen, bildet sich eine Meinung, nimmt einen Standpunkt ein.

        Wir versuchen hier, die Sache vom dialektischen Materialismus aus (also aus marxistischer Sicht) zu betrachten. Natürlich kann man sich irren. Und Sie brauchen sicherlich auch keine Belehrung. Aber es gab hier auch schon viele widersinnige und dreiste Angriffe von Leuten, die wirklich nur provozieren wollten….

        Ich will Sie nicht aufhalten – aber was ist denn für Sie das „Wahre“?

    • @ Lu
      Nur der Sozialismus ist das einzig Wahre?
      Zum Glück muss nicht jeder dieser Meinung sein.

      Niemand ist so vermessen oder hat je behauptet, dass der Sozialismus das einzig Wahre ist.
      Der Sozialismus ist das wissenschaftliche Mittel, “dem Marasmus der Welt“ zu entkommen.
      “Marasmus der Welt“: Religion!

      Marx: “[…] der Mensch, das ist kein abstraktes, außer der Welt hockendes Wesen. Der Mensch, das ist die Welt des Menschen, Staat, Societät [Gesellschaft]. Dieser Staat, diese Societät produzieren die Religion, ein verkehrtes Weltbewusstsein, weil sie eine verkehrte Welt sind. Die Religion […] ist die phantastische Verwirklichung des menschlichen Wesens, weil das menschliche Wesen keine wahre Wirklichkeit besitzt.

      Im Gegensatz zur Religion [Hirngespinste und Wahnvorstellungen über eine Welt, die es nicht gibt] ist der Sozialismus eine Wissenschaft von der und über die menschliche Gesellschaft; sie gibt dem Menschen die Mittel an die Hand, wie die menschliche Gesellschaft und das menschliche Miteinander wissenschaftlich, auf Basis der Wissenschaft organisiert werden kann, um den Kapitalismus zu überwinden, damit der Mensch nicht mehr dazu gezwungen ist, sich mit Gewalt gegen die Tyrannei zu wehren und die klassenlose, sprich die kommunistische (gemeinschaftliche) Gesellschaft Wirklichkeit wird, in der jeder Mensch nach seinen Bedürfnissen und Interessen — nicht mehr auf Leistung (‚Schuldigkeit‘: Geben und Nehmen) beruhend — und jeder nach seinen Fähigkeiten leben kann: Tyrannei ist die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, dessen Grundlage die beiden sich feindlich gegenüberstehenden Klassen sind: nämlich die verschwindend kleine Anzahl der Ausbeuter und die riesige Anzahl der Ausgebeuteten (die meistens nicht einmal bemerkt, dass sie sich in einem Zustand der Sklaverei befindet — außer, wenn es ihnen an den Kragen geht).

      Ich schließe mich den Genesungswünschen hiermit an. Kopf hoch! Das Handy kann warten. und wenn Sie möchten, gehen Sie doch einmal “die Sache mit dem Sozialismus“ ohne Altersstarrsinn und menschlicher Verbitterung an! GUTE Genesung!
      georg löding

  7. Lu schreibt:

    Was ist das „Wahre“? Ich weiß es nicht! Vielleicht muss es noch erfunden werden und dann wird es auch noch nicht jedem recht sein, getreu dem Motto, stecke drei Personen zusammen und es gibt vier Meinungen…

    • Ich zitiere Sie:
      Was ist das „Wahre“? Ich weiß es nicht! Vielleicht muss es noch erfunden werden und dann wird es auch noch nicht jedem recht sein, getreu dem Motto, stecke drei Personen zusammen und es gibt vier Meinungen…

      DAS „Wahre“ ist zunächst einmal, dass Sie leben, denn sonst könnten sie hier ja gar nichts von sich selber mitteilen!

      Wenn ein Mensch die Frage stellt: Was ist das „Wahre“?, weist dies gemeinhin auf einen Menschen hin, der im sogenannten NT die Frage des Pontius Pilatus an ‚Jesus‘ gelesen hat: WAS IST WAHRHEIT?
      Es handelt sich somit um eine IDEOLOGISCHE Frage, die entweder philosophischer oder religiöser Natur IST — und daher weder ideologisch, philosophisch oder religiös beantwortet werden kann!
      WEIL ideologische, philosophische und religiöse FRAGEN nur in ihrem eigenen Kontext — welche immer ein post hoc ergo propter hoc oder ein cum hoc ergo propter hoc enthalten müssen, die NICHT die Wirklichkeit, das SEIN zur Grundlage haben, sondern die Phantasien, die Vorstellungen, Meinungen, die Gedanken, “der Geist“, “die Psyche“, ***Götter, Engel, Geister und Dämonen*** zur Ursache ‚erklärt‘ werden!!!

      DAS WAHRE GIBT es nicht! => DENN “das Wahre“ ist eine GEDANKLICHE ERFINDUNG des menschlichen Gehirns!
      Dennoch GIBT es Wahrheit und Wirklichkeit!!!

      Wahrheit.
      Eine Zusammenfassung von allem, was ich bei den Philosophen und in den heiligen Schriften, wie der Thora, den Propheten-Schriften und dem Evangelium, den Veden, der Bhagavad Gita, den Märchen, Mythen und Sagen sowie dem Koran gelesen habe, und wie ich es durch die übrigen Zeugnisse von Menschen gehört und an ihnen gesehen habe und durch ihr Leben feststellen konnte. Es spiegelt zugleich meine eigenen Wahrnehmungen und meine eigenen Erfahrungen wieder.

      Ich Bin ein heiliges Selber in einem eigenen sehr guten Sein, das sich in einem guten Sein aufhält. Ich Bin ein sehr guter und heiliger Mensch.
      Jeder andere Mensch Ist ein eigenes heiliges Selber in einem sehr guten Sein, der sich in einem guten Sein befindet. Alle anderen Menschen sind sehr gute und heilige Menschen. Jedes Selber ist ein gutes Sein, sofern es ein Selber ist. Sofern es ein Selber ist, ist es kein Böses Selbst. Alles Sein ist ein gutes Sein, sofern es ein Sein ist. Sofern es ein Sein ist, ist es kein Böses Sein. Wer behauptet, dass der Mensch ein Böses Sein ist, erhebt Anklage gegen sein Selber-Sein. Wer behauptet, dass der Mensch Schuld hat, erhebt Anklage gegen sein heiliges Selber im sehr guten Sein. Jeder Mensch ist gut. Es gibt nur gute Menschen.

      Vivo ergo sum
      Ego sum qui sum

      Ich lebe, also bin ich
      Ich Bin, der Ich Bin ⇒ Ich Bin Ich ⇔ Ich lebe, also bin ich Ich
      Ich lebe ⇒ Ich Bin ⇔ Ich lebe = Ich bin ∧ Ich Bin = Ich lebe
      ∀xF(x)
      ∀Menschen F(Menschen)
      Alle Menschen leben
      M = Menschen (Mankind); L = Leben (Life)
      ∀x(M(x) ⇒ L(x))
      Für alle Dinge x gilt: wenn das Prädikat M auf x zutrifft, so trifft auch das Prädikat L auf x zu.
      Oder: Alle M sind L.
      Alle Menschen sind gut
      M = Menschen (Mankind); G = Gut (Good)
      ∀x(M(x) ⇒ G(x))
      Für alle Dinge x gilt: wenn das Prädikat M auf x zutrifft, so trifft auch das Prädikat G auf x zu.
      Oder: Alle M sind G.
      Alle Menschen sind heilig
      M = Menschen (Mankind); H = Heilig (Holy)
      ∀x(M(x) ⇒ H(x))
      Für alle Dinge x gilt: wenn das Prädikat M auf x zutrifft, so trifft auch das Prädikat H auf x zu.
      Oder: Alle M sind H.
      ∀x(M(x) ⇒ LGH(x))
      ::: Exodus 3:14 :::
      „Ich Bin der Ich Bin“
      denn Ich lebe
      Ich Habe Leben
      doch das Leben
      Bin Nicht Ich

      „I Am Who I Am“

      for I live
      I Have Life
      but Life I Am Not

      „אֶֽהְיֶ֖ה אֲשֶׁ֣ר אֶֽהְיֶ֖ה“

      eh-jeh ascher eh-jeh

      • sascha313 schreibt:

        O je, o je, o je! Was ist denn das???

      • René Descartes meinte: Cogito ergo sum = “Ich denke, also bin ich“, was ich schon ewig und drei Tage bestritten habe, da ich, ohne dass ich bin, ja schließlich gar nicht zum Denken in der Lage wäre.
        Descartes, wie so viele Blüten der ‚Philosophie‘, setzt eben das ‚Denken‘ (sic) / das Bewusstsein (quasi einen [Welt]-Geist, etwas dem Sein übergeordnetes), dem Sein (also der Materie) voraus.
        Aber das
        Sein oder wie Spinoza es nannte das Seiende-Sein = die Realität, die Wirklichkeit, die Materie ist nun einmal überhaupt die Voraussetzung, dass Gedacht werden kann, woraus sich dann durch das Denken Erlernen möglicherweise ein Bewusstsein entwickelt.

        Also stelle ich ihm meinen Satz:
        Vivo ergo sum
        Ego sum qui sum
        = Ich lebe, also bin ich
        => selbst dann, wenn ich gar nicht mehr denken könnte, weil etwa das Gehirn geschädigt wurde

        entgegen.

  8. Ulrike Spurgat schreibt:

    Es mag sich nun etwas hart anhören: Einen Standort kann ich erst beziehen und einnehmen, wenn ich in der Lage bin, die Geschichte zu verstehen, einzuordnen und daraus Schlüsse ziehen zu können, die tragfähig in der Gegenwart sind.

    Wer sich hier mit einer festen Meinung positioniert ist, weder auf der Suche, noch wirklich an Tatsachen und neuen Erkenntnissen interessiert. Ich halte nichts von Überzeugungsarbeit, die nicht gewollt wird. Jeder muss sich selber auf den Weg machen, und dieser kann sehr steinig und beschwerlich sein bei der Suche auch nach der historischen Wahrheit, Hat man eine Antwort auf die vielen Fragen gefunden, ergibt sich aus der Antwort meist die nächste Frage, und so geht es weiter. Ohne das erkennen können und wollen, wie und was die Welt zusammenhält, und wer die Macht- und Kräfteverhältnisse bestimmt, bleibt es beliebig und windelweich.

    Übrigens zur UNO ließe sich einiges sagen: Wer z.B. bei den Gründern dabeigewesen ist. Schon spannend wie ich finde. Wie gesagt, dann muss man sich auf den Weg machen, wenn man wissen will, denn nur das wird dann als eigener Prozess akzeptiert werden können, der der Wirklichkeit entspricht, weil er verinnerlicht wurde und niemand einen überredet hat.

    Der Klassenstandpunkt, immer zu wissen, auf welcher Seite man steht, hat meinen Lernprozess etwas erleichtert; nichtsdestotrotz musste jeder Schritt, auch der kleinste, selber gegangen werden. Nichts ist vom Himmel gefallen, alles musste erarbeitet, reflektiert und hinterfragt werden. Oft musste es wieder umgeschmissen werden, weil ich dem eigenen Denken aufgesessen bin und mich hab täuschen lassen.

    Eines habe ich gelernt: Niemals aufgeben, neugierig sein und bleiben. Meinungen ändern sich. Haltung und Charakter für etwas einstehen, das größer ist als man selbst ist, fordert einen immer wieder aufs Neue heraus.

    Lu, auch ich schließe mich den Wünschen einer baldigen Genesung an.

    • Blogger schreibt:

      So isses: Selber nachdenken! Und das allerwichtigste: Sich mit Geschichte befassen! Denn die Meldungen der heutigen Zeit allein erklären die Zusammenhänge nicht, ganz im Gegenteil, sie verschleiern sie.
      So werden uns z.B. lange Listen sogenannter Akteure präsentiert die In Syrien und in anderen Ländern Krieg führen — Was jedoch auf diesen Listen stets fehlt, ist das Volk!
      Genauso verhält es sich mit Jemen, Venezuela, Äthiopien, Zimbabwe usw.
      Nicht einmal wird da das Volk erwähnt, was als einziger Akteur das Recht hat, im eigenen Lande Krieg zu führen — Nämlich um sich zu verteidigen!
      Da werden Begriffe wie Völkerrecht, Souveränität und Solidarität in ein ganz anderes Licht gerückt, wenn überhaupt erwähnt. In Wirklichkeit jedoch werden auch noch die sog. Flüchtlinge für Propagandazwecke missbraucht: http://blog.rolfrost.de/assadmussweg.html
      Somit kommt man infolge eigener Überlegung auch dahinter was der Wahrheit am Nächsten entspricht: http://blog.rolfrost.de/flucht.html
      Und dann begreifen wir so nach und nach, daß sich Geschichte eben doch laufend wiederholt wie z.B. der Marshallplan in der heutigen Ukaine, nur daß er nicht so genannt wird!

      Schönen Sonntag.

    • Wer sich hier mit einer festen Meinung positioniert [,] ist weder auf der Suche, noch wirklich an Tatsachen und neuen Erkenntnissen interessiert.

      Wer Marx und Engels “verstanden“ hat und nachvollziehen kann, welchen “Sprung“ in der Erkenntnis, die diese beiden vollzogen haben, erfolgte – nämlich dass das Sein BESTIMMEND für das Bewusstsein = unsere Gedankengebäude IST und das Sein existiert, BEVOR ein Mensch auch nur irgendeine Sprache erlernt, die seine Gedanken bestimmen,
      MUSS eine FESTE Position in seiner “Meinung“ Einnehmen und Haben!

      • Ulrike Spurgat schreibt:

        Manchmal genügt es den Texte in seiner Gesamtheit zu verstehen und einzuordnen, ohne gleich den belehrende Zeigefinger zu heben. Er ist bezogen auf etwas konkretes und genau so eine Antwort wie deine will ich auch in Zukunft vermeiden, weil auch ich immer eine Lernende bleiben werde, und das gesteh ich jedem zu: Wer lernt macht Fehler und Marx kann ich auch zitieren.
        Allerdings schreckt mich das nicht ab mit dem vorhandenen Wissen und auch Nichtwissen zu schreiben.
        In diesem Sinn

  9. Hanna Fleiss schreibt:

    Meiner Ansicht nach ist diese „Lu“ (schon das Pseudonym spricht für sich) das Opfer der bundesdeutschen „Erziehungs- und Bildungsarbeit“: gläubig wie ein Schaf, unfähig, die Informationen der Medien kritisch zu verarbeiten, und ausgesprochen obrigkeitsfromm. So wünschen sich die wahren Herrscher „ihre Deutschen“. Diese Lu, vermutlich eine Westdeutsche, hatte im Laufe ihres Lebens nie wie wir Gelegenheit, andere Informationen aufzunehmen als die, die sie glauben sollte. Kann man ihr einen Vorwurf machen, frage ich mich, wenn ich ihren Quark lese. So konditioniert worden sind die meisten Westdeutschen, und wenn wir ehrlich sind, wissen wir, inzwischen auch viele Ostdeutsche. Die antikommunistische Indoktrination von oben wirkte und wirkt weiterhin.

    Liebe Ulrike Spurgat, du schreibst vom Einnehmen eines Klassenstandpunkts, als sei das für Leute wie Lu etwas Selbstverständliches. Aber das ist es doch: Genau das soll verhindert werden! Wobei sie einen Klassenstandpunkt äußert, aber der ist gewiss nicht ihrer, sondern der, den sie einzunehmen gezwungen wurde. Sicher kommt sie aus einem Umkreis, in dem genauso „gedacht“ wird.

    Warum wohl wird der Pluralismus der Meinungen so gefördert? Nichts gegen den Streit der Gedanken, aber wenn jede Meinung gleiches Gewicht haben soll, erreicht man, dass es keinen Standpunkt gibt. Auch ein Trick der Obrigkeit. Lu zweifelt, ob es „das Wahre“ überhaupt gibt – das ist die Folge. Wir wissen, dass es nur eine objektive Wahrheit gibt, aber viele Meinungen. Das weiß Lu nicht, kann sie nicht wissen.

    Was Lu schreibt, kommt provokativ bei uns an. Möglich, dass sie provozieren wollte, möglich aber auch, dass sie tatsächlich auf dem Weg ist, auf dem sie Wahrheit sucht, behindert von dem ganzen Müll, der ihr lebenslang eingetrichtert wurde. Verurteilen würde ich sie nicht.

    Lu, du zitierst die UNO. Wenn du weißt, dass die UNO mindestens seit dem Koreakrieg in den fünfziger Jahren zum Machtinstrument der USA zur Durchsetzung ihrer Wirtschafts- und politischen Ordnung in der Welt degeneriert ist, würdest du die sie kritischer sehen. Das war übrigens von den USA von vornherein so gedacht, nur die Sowjetunion unter Stalin hat das bei ihrer Gründung verhindert. Was zählen zum Beispiel die Abstimmungen in der UNO für die Entscheidungen des Sicherheitsrates? Jetzt gibt es keine Sowjetunion mehr, und du kannst dir die Folgen selbst ausrechnen, welche Funktion die UNO heute hat.

    • Diese Arroganz: “Verurteilen würde ich sie nicht.“ Wenn schon, denn schon: “Ich verurteile sie nicht!“ Also ohne Konjunktiv, der immer alles offen lässt.

      Mir mißfallen deine Ferndiagnosen über Menschen, die du nicht kennst! Mit deiner Psychologie aus dem Wochenblatt, ist niemandem geholfen!

      Gegen die Hybris hilft nur eines:
      Sei achtsam! Auch du bist nur ein Mensch; ein Wesen aus Fleisch und Blut; ein Tier, welches zur letzten überlebenden Art der Gattung Homo aus der Ordnung der Primaten (Primates), der zur Unterordnung der Trockennasenprimaten (Haplorrhini) und dort zur Familie der Menschenaffen (Hominidae) gehört.

      • sascha313 schreibt:

        Das kann ich nur unterstreichen, Georg! Es ist überheblich, sich über jemanden ein Urteil zu bilden, den man nicht kennt. Ich gebe gerne zu, daß ich manchmal auch gereizt reagiere, wenn ich eine Provokation vermute … anstatt jeden noch so zaghaften Kommentar zunächst erst einmal zu begrüßen!

      • Hanna Fleiss schreibt:

        Selbstverständlich kenne ich diese Lu, wenn auch nicht persönlich. Aber ich kenne ihre Argumente und weiß, warum sie sie anbringt, anbringen muss. Wie wollen wir Menschen dazu bringen, sich selbst und die heutige Zeit zu verstehen, wenn wir sofort auf Angriffsposition gehen? Ich bin ja auch manchmal kurz angebunden, aber nur, wenn ich merke, ich habe es mit einem rechthaberischen Besserwisser zu tun. Man kann bei Westdeutschen im Grunde keinerlei politische Durchsicht voraussetzen, sie wurden systematisch dumm gehalten. Das wissen wir alle und müssen wir erst mal verstehen. Man sollte Argument für Argument überzeugend zum Gesprächsgegenstand machen, manch einen wird man nicht sofort überzeugen können, aber das Gespräch hinterlässt Spuren, die vielleicht erst nach längerem zum Nachdenken anregen können. Die Besserwisserei von Leuten, die „ihren Marx“ als Leib-und-Magen-Philosophen mit Löffeln aus ihrer mageren Suppe geschlürft haben, empfinde ich manchmal als peinlich. Wenn wir als die Alleswisser auftreten, nimmt hier einer an, dass wir dann noch glaubwürdig sind, irgend jemanden zum Denken anregen können? Und das muss doch das Ziel sein, oder wollen wir uns hier nur noch gegenseitig bestätigen? Wir müssen mit den Menschen sprechen, die auf diesen Blog finden! Und man muss bei Null anfangen!

      • sascha313 schreibt:

        Ich habe mal eine Frage: Wie kannst Du sagen, daß Du jemanden kennst, dem Du noch nie begegnet bist?

      • Liebe Genossin Hanna Fleiss!

        Du selber benutzt ein Pseudonym und wirfst dieses “Verhalten“ Lu vor …?

        “Man kann bei Westdeutschen im Grunde keinerlei politische Durchsicht voraussetzen, sie wurden systematisch dumm gehalten.“
        Ja! das stimmt! und wäre ‚Sascha‘ mir so begegnet – als ich auf seinem Blog zum ersten Mal — doof gehalten, wie ich war — wie du mit Lu, hätte ich die Schotten zugemacht!

        Das wissen wir alle und müssen wir erst mal verstehen. Man sollte Argument für Argument überzeugend zum Gesprächsgegenstand machen, manch einen wird man nicht sofort überzeugen können, aber das Gespräch hinterlässt Spuren, die vielleicht erst nach längerem zum Nachdenken anregen können.
        Schön und richtig von dir gesagt! Aber dann muss man doch eine(n) Lu nicht gleich als “typisches Wessi-Schaf“ verunglimpfen!

        Wenn ich dich im Internet als IDIOTIN bezeichnen würde, denkst du dann wirklich, dass noch irgendeine Kommunikation zwischen uns stattfinden kann???

        Die Besserwisserei von Leuten, die „ihren Marx“ als Leib-und-Magen-Philosophen mit Löffeln aus ihrer mageren Suppe geschlürft haben, empfinde ich manchmal als peinlich.

        Das ist dein gutes Recht — vor allem gegenüber mir!, der “seinen Marx“ bis heute nicht gelesen hat! Ich kenne nur seine Einleitung “Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie“!!! und zwei Zitate von ihm: Das gesellschaftliche Sein bestimmt das Bewusstsein! und “es kömmt darauf an, die Welt nicht zu erklären, sondern zu verändern!

        Wenn wir als die Alleswisser auftreten, nimmt hier einer an, dass wir dann noch glaubwürdig sind, irgend jemanden zum Denken anregen können? Und das muss doch das Ziel sein, oder wollen wir uns hier nur noch gegenseitig bestätigen? Wir müssen mit den Menschen sprechen, die auf diesen Blog finden! Und man muss bei Null anfangen!

        Niemand ist ein ‚Alleswisser‘!

        Aber wenn WIR Selber als Kommunisten
        zwischen dem FALSCH
        1 + 1 = 2 => also: Eins UND Eins IST Zwei

        und dem Wahr
        1 + 1 = 2 => also Eins PLUS Eins GLEICHT

        NICHT mehr entscheiden können oder wollen.
        DANN überlassen wir die Menschen, die diesen UNTERSCHIED nicht einmal begreifen können GERADE den Ausbeutern, die SEHR WOHL verstanden Haben und WISSEN, weshalb es so wichtig ist, den “geometrischen“ und “mathematische“ Unterschied zwischen einer wahren>/i> und einer falschen AUSSAGE zu KENNEN!!!

        *** Wir müssen mit den Menschen sprechen, die auf diesen Blog finden! Und man muss bei Null anfangen!***

        Ja !!! und nochmal JA!!!

        Liebe Hanna Fleiss !

        Ich bin der Pubertät und dem Kinder zeugen mit meinen drei Frauen und acht Kindern, vier Enkeln , zwei “Stief“-Töchtern
        — von denen eine seit 24 Jahren durch eine Zerebralen Malaria BEHINDERT gemacht wurde, während meine Schwiegertochter – jahrelang durch Internate gequält – ihr Abitur machte und erfolgreich ihren Master an der Universität erhielt! —
        mittlerweile entgangen:
        Ich hatte ein überreichlich GUTES Leben — und wünsche JEDEM anderen Menschen, trotz all meiner bitteren Erfahrungen, die mir nun einmal begegnet sind

        [24 Freunde haben vor 30 bis 35 Jahren sich Selber getötet],

        tausende von Menschen sind für ***NICHTS*** umgekommen:

        Ich habe nun SELBER über viele Monate Folter, Kerker, Gefangenschaft, Gefängnis und Hunger durchgemacht, OBWOHL es dafür keine Rechtfertigung gab

        und Menschen DORT angetroffen, denen es noch Schrecklicher und Brutaler erging:
        Meine Beine und Arme wurden nicht VERDREHT, ich wurde auch nicht im “Nationalpark“ erschossen und den Raubtieren zum Fraß vorgeworfen, damit auch kein Zeugnis meines Lebens übrig bleibt, meine Kacke musste ich so wenig fresse, wie ich meinen Urin in einer Flasche zum Trinken angeboten bekam!

        Aber SONDERBARER WEISE – für mich !!! – Habe ich gerade dort von September 1998 bis März 1999 DAS LEIDEN UNSCHULDIG eines Verbrechens BESCHULDIGTER Menschen kennengelernt!!!

  10. Thomas schreibt:

    wenn ich euch so lese, frage ich mich wirklich, weshalb es heutzutage keine halbwegs kampfstarke Linke mehr gibt. Genug helle Köpfe scheint es ja zu geben. An was genau liegt es also, dass wir den Klassenkampf von oben mehr oder weniger hinnehmen, statt irgendwie in die Pötte zu kommen ? Geht es uns noch nicht schlecht genug ?

    • sascha313 schreibt:

      Thomas, es gibt schon noch ein paar kluge Köpfe, die werden wohl auch nicht aussterben. aber ändern kann an der Situation nur derjenige etwas, der an den Schalthebeln sitzt. Und ohne Organisiertheit der lohnabhängigen Klasse wird sich auch nichts ändern…
      Das ist das Problem!

    • Die Menschen, die hier ausgebeutet werden, empfinden es nicht als Ausbeutung: Sie sind daran gewöhnt worden. Für sie ist es der Normalzustand, der als natürlich oder “Gottgegeben“ wahrgenommen wird.

      Und mal ehrlich, über was kann sich ein Mensch hier in diesem Wohlfahrts-Schlaraffenland wirklich aufregen: Niemandem fehlt es an materiellen Dingen! und selbst für Fressen, Ficken, Fernsehen ist ausreichend gesorgt: Wozu sich mit den komplexen “Fragen des Lebens“ auseinandersetzen: Ich bekomme mein Geld ja auch, ohne dass ich einer Gewerkschaft oder der Kommunistischen Partei beitrete!

      Außerdem hat es dieser kapitalistische Staat “wundersam“ hinbekommen fast alle Menschen zu beschäftigen: Die einen rackern von morgens in der Früh bis Abends und sind dann erledigt, um sich um Politik oder Demokratie zu kümmern, die anderen werden mit Anträgen zum Lebensunterhalt an der Kurzen Leine gehalten.

      Und trotz aller “Maulerei“ der hier lebenden Menschen: 75% sind zufrieden, denn sonst würden sie ja nicht die Systemparteien wählen. Man ißt, man trinkt, man fährt in Urlaub, ermöglicht seinen Kindern, was man selber nicht erhalten hat und nebenbei leisten 25 Millionen Menschen “ehrenamtliche“ Arbeiten (dazu gehören auch Elternabende und Veranstaltungen in Kindergarten und Schule!)— die Gesamtstundenzahl dafür ist höher, als alle bezahlten Arbeitsstunden zusammen.

      • Blogger schreibt:

        Genau da setzt ja die bürgerliche Propaganda an: Dem letzten Proleten klar zu machen, daß er Bürger einer modernen Gesellschaftsordnung ist die für den Wohlstand sorgt.
        Die Lüge von der sogenannten Wende basiert ebenso auf dieser Taktik; zu behaupten also daß die Mehrheit der DDR Bürger mit ihrem Drang nach westlichem Wohlstand in der DDR zu ebendieser Wende führte.

        Und an dieser Propagandataktik hat sich bis heute nichts geändert. Man erkennt sie jedoch beim genauen Hingucken. Und wenn man sich nicht dazu bringen lässt, seinen Klassenstandpunkt zu verlassen sowie sich eine bürgerliche Weltanschauung auferlegen zu lassen. Dann nämlich erkennt man auch die Hintermänner — von wegen wir sind das Volk!

        Viele Grüße!

      • “Dem letzten Proleten klar zu machen, daß er Bürger einer modernen Gesellschaftsordnung ist die für den Wohlstand sorgt.“

        »Die Kunst der Verführung besteht darin, mit den Worten der Wahrheit zu lügen und zu täuschen.« – georg löding

        Und worin besteht, die von dir gut beschrieben Propaganda?

        => Die moderne Gesellschaftsordnung „sorgt für den Wohlstand für alle“, was auf den ersten Blick auch tatsächlich wahr erscheint: „Denn hier haben wir doch alles, was zum Überleben notwendig ist“, weiß uns der Deppen dumm gehaltene Deutsche “aus eigener praktischer Lebenserfahrung“ zu bezeugen.
        Daß dieser – hier ja auch wirklich vorhandene – Wohlstand auf der Ausbeutung von Milliarden von Menschen beruht, die “das Pech hatten“, in anderen Gebieten der Welt geboren zu sein;
        und dieser Wohlstand in der “modernen“ – sprich kapitalistischen – Gesellschaftsordnung nur durch die Plünderung der Ressourcen anderer Gebiete und der Sicherung dieser Plünderung durch die Gewalt der Kriege, mit der die europäischen Mächte seit Jahrhunderten unseren gemeinsamen Lebensraum überziehen, aufrechterhalten werden kann, kommt dabei wohl nur wenigen in den Sinn.

        „Die Wenigen, die das System verstehen, werden so sehr an seinen Profiten interessiert oder so abhängig sein von der Gunst des Systems, daß aus deren Reihen nie eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, mental unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne zu mutmaßen, daß das System ihren Interessen feindlich ist.“ (Urheber nicht gesichert, weshalb ich ihn/sie nicht angeben möchte; nichts desto trotz stimmt die Aussage bezogen auf jede kapitalistische Gesellschaftsordnung.)

        Zurück zur Frage.
        Was ist an der Aussage: »Die moderne Gesellschaftsordnung „sorgt für den Wohlstand für alle“« falsch?

        Jede Gesellschaftsordnung ist von Menschen gemacht!: Es ist also der Mensch — im Kleinen, wie im Großen — der den Wohlstand schafft! Niemand anderes, nichts anderes schafft etwas an Stelle des Menschen! Es ist der Mensch, der macht und schafft! »Was ich nicht tue, kann niemand für mich machen!«: Ich kann das Rauchen nicht für einen anderen Menschen lassen!

        Und wenn es — wie du es richtig beschrieben hast — so ist, daß die kapitalistische Propaganda “Dem letzten Proleten klar zu machen (versucht), daß er Bürger einer modernen Gesellschaftsordnung ist, die für den Wohlstand sorgt“,
        dann müssen wir eben darüber aufklären, dass es das Proletariat ist, die als Einziges den Wohlstand schafft! Niemand sonst!,
        welches sich seit mehreren tausend Jahren dabei abmüht — man könnte fast geneigt sein, es als von einem “Naturgesetz“, einem “Schicksal“, “Karma“, von den “Gottheiten“ oder einer ‚Gottheit‘ bestimmt zu bezeichnen — den von ihr geschaffenen Wohlstand an die Ausbeuter abzuliefern!

        … und jede Religion und mit Ausnahme einer einzigen Philosophie – und davon gibt es mehr als wir so oberflächlich betrachtet wahrnehmen – hat stets die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen gerechtfertigt!

        — Gedanken Pause —

        Als kleines Kind wollte ich – warum auch immer – Bauer werden. Im Alter von acht Jahren zogen meine Eltern von Hamburg in die Eifel in ein kleines Dörfchen. Dort hatten wir ein “großes“ Grundstück, zwei Schafe (die ich Max und Moritz nannte); mein Stiefvater errichtete ein Gewächshaus, um Gemüse anzubauen und kaufte 100 Ferkel, die ich mit meiner Mutter und ihm pflegte: Jeden Tag den Stall reinigen, den Stall wärmen, Futter geben … Irgendwann kam dann der Viehhändler und holte die sich zu Jungschweinen entwickelten Ferkel ab — sprich sie wurden verkauft. Ein Drama nahm seinen Lauf: Auch Max und Moritz wurden – ohne mich zu fragen, verkauft! Meine Empörung, mein Geschrei, mein Widerstand … die Machtlosigkeit eines Kindes! Der Aufkäufer versuchte doch wirklich mich mit einer Tafel Schokolade zu bestechen!
        Ich rede mal so menschlich daher, denn obwohl das bereits 45 Jahre her ist, empfinde ich es immer noch als Traumata!
        Drei Jahre später zogen meine Eltern mit uns von der Eifel nach Nordhessen in ein weiteres Dorf. War ich 12 oder 13 Jahre alt – weiß ich nicht mehr; aber ich träumte weiter davon Bauer zu werden und ‚eines Tages‘ mindestens einen Mischwald mit 100 verschiedenen Bäumen zu pflanzen:

        Eigentlich hatte ich vor mit meiner Familie im Alter von 30 nach Kanada auszuwandern; dort kenne ich eine Familie aus der Zeit in der Eifel; eine wunderschöne Farm mit 64 Hektar zu einem “günstigen“ Preis war auch vorhanden … und so flogen wir – meine Frau und ich mit vier Kleinkindern und unserem “Hausmädchen“ in der Businessclass nach Kanada (Alberta) — wohl der beste Urlaub meines Lebens —

        besuchten meine Freunde, fuhren mit einem Luxusmobil über die Rocky Mountains, erreichten British Colombia, Vancouver in der Nacht und setzten mit einer Fähre nach Vancouver Island über: Delphine, Wale, Bären, Lachse, die höchsten Douglas Feer Bäume der Welt … —

        Wir beantragten nach unserem Urlaub die Einwanderung nach Kanada, die meiner Frau, mir und drei von unseren vier Kindern auch gewährt wurde:
        ALLEIN unser drittes Kind, welches mit einer Trisomie 21 als ‚behindert‘ gilt, wurde die Einwanderung nicht gestattet.
        Wir haben dann von Kanada Abschied genommen!

        Aber schon 1994 — doof und unbefangen, wie ich damals war — flog ich nach Uganda, um den Süden des Sudans zu erkunden. Während meines Aufenthaltes in Uganda wurde mir DRINGEND von den Einheimischen Menschen aller “Stämme“ [In Uganda leben mindestens 58 verschiedene Völker mit ihren eigenen Sprachen] davon abgeraten, in den Sudan zu fahren … und als ich in Uganda war, wurden im Nachbarland Ruanda in wenigen Wochen mehr als eine Millionen Menschen ermordet!
        … und dennoch habe ich mich entschieden am 13. Oktober 1994 eine Farm in Uganda zu kaufen.

        Was ich eigentlich wollte, konnte ich nicht umsetzen: Dafür kamen jedoch im Laufe der letzten 24 Jahre tausende von Flüchtlinge, denen wir ein Stück Land geben konnten, damit sie sich dort Nahrungsmittel anbauen können!

  11. Thomas schreibt:

    wie aber heutzutage noch wirklich organisieren ? Die Gewerkschaftsbosse machen sich ja mittlerweile auch einen fetten, während sie von „Sozialpartnerschaft“ usw. schwafeln. Alles ist käuflich, und der „kleine Mann“ tritt dann doch lieber nach unten …
    Wenn ich im Betrieb von Arbeiterklasse spreche, ernte ich meist mitleidiges Lächeln bis boshafte Kommentare, wenn ich zB. bei ausländischen Mitarbeitern von Kollegen spreche, statt von Immigranten oder was auch immer. Von organisieren ist da nicht die Spur von Möglichkeit vorhanden.

    • sascha313 schreibt:

      Richtig. Das sehe ich genauso. Im Moment ist da wohl auch nicht allzuviel zu machen, außer eben „aufklären“. Kritische Geister fndet man zwar überall, doch kein revolutionäres Bewußtsein.

      Und selber müssen wir wohl auch noch einmal lernen, wie man das macht, wie das vor über hundert Jahren mal angefangen hat. Der Sozialismus ist nunmal die einzige Alternative…

  12. Thomas schreibt:

    es sei denn, die Barbarei wird mittlerweile als Normalzustand empfunden. Solange es hinreichend schwächere gibt, scheint der Deutsche alles in Ordnung zu finden. Was für verrückte Zeiten !

    • Thomas schreibt:

      ist jetzt nicht antideutsch gemeint, diese Fraktion ist ja sehr empfindlich. Aber wir haben Bibliotheken, wir haben Internet usw. Und dennoch waren wir vor 100 Jahren irgendwie deutlich weiter als heute. Und das macht mir Angst !

    • sascha313 schreibt:

      Wen meinst Du denn mit „der Deutsche“?
      Thomas, solange bei einer Masse Menschen in den wohlhabenderen Regionen Europas das Interesse an jederlei Freizeitvergnügen und die Gleichgültigkeit und Blindheit gegenüber Benachteiligten (vom Krieg Betroffenen, bis aufs Blut Ausgebeuteten, Flüchtlingen, „Migranten“, Armen, Alten und Hungernden in der Welt – und da kann man Millionen aufzählen, auch bei uns!) und gegenüber den Ursachen all dieser gravierenden Ungerechtigkeiten größer ist als das Bestreben, diese unhaltbaren Zustände zu verändern, wird das alles auch so bleiben. Dafür sorgen vor allem die Medien, die Unterhaltungs- und Desinformationsindustrie, die Geheimdienste, die Polizei und letztlich militärische Gewalt. Doch der Zorn derer, die von Ausbeutung, Unterdrückung und Gewalt Betroffenen wird eines Tages ungekannte Ausmaße annehmen…

  13. Thomas schreibt:

    möchte jedenfalls nochmal die (in meinen Augen) guten Beiträge von Hanna, Ulrike usw. loben. Die Internetkultur verleitet ja recht schnell dazu, jemand stantepede und ohne grossartige Konsequenzen fertigzumachen. Es würde mich auch interessieren, was Lu konkret an der angeblich völkerrechtswidrig putinistischen „Annektion“ der Krim auszusetzen hat. Es ist ja nun wirklich nicht so, dass (Nord)amerika, (Deutsch)europa & Co keinerlei Ansprüche an der Welt durchsetzen. Imperialismus stinkt, fault und tötet !

  14. Hanna Fleiss schreibt:

    Thomas, was soll deine Frage? Du weißt es doch selber, dass ohne Organisation es noch nicht einmal zu Demos kommt. Und du weißt, wie zerstritten die gesamte Linke ist. Und die Linkspartei fängt jeden klugen Kopf ein und macht ihn mundtot, das ist ihre Aufgabe im Parteienspektrum der BRD. Muss dir die Situation der Linken erklärt werden?

    • sascha313 schreibt:

      Die Frage ist schon berechtigt, liebe Hanna, ganz so einfach kann man es sich nun wohl doch nicht machen. Hier wirken viele Faktoren zusammen. Und die Bourgeoisie hat es in den letzen Jahrzehnten immer besser verstanden (da wo sie die Herrschaft hatte und nun auch bei uns, die wir in der DDR aufgewachsen sind), alle diese Wirk-möglichkeiten „konzertierend“ auszubauen. So entstand bei der Generation der heute unter 40jährigen dieses „schräge“ Weltbild, das wir hier beklagen…

      • Hanna Fleiss schreibt:

        Mich musst du nicht agitieren, Sascha. Das weiß ich alles viel zu gut. Leider.

      • Meine Güte!

        Als ob Sascha dich agitieren WOLLTE!

        Mach mal was zur Sache!

        Wir sind hier nicht im Kommunion- oder Konfirmandenunterricht !

        Jemanden, der sich wähnt, Sozialist zu sein, muß niemand agitieren, ABER wir müssen uns ständig der eigenen, als auch der “fremden“ SELBSTKRITIK durch die Genossen stellen, damit wir Keiner Hybris verfallen und uns für den Nabel der Welt, die “Auserwählten“ halten!

    • Blogger schreibt:

      Kommt darauf an, was man unter Hilfe versteht: Unterstützung von Terroristen — Da sind die NL freilich auch beteiligt!
      Die Syrische Armee hat in den letzten Tagen beachtliche Erfolge bei der Verteidigung ihrer Heimat errungen und hat z.B. auch die Grenzübergänge zum Libanon wieder unter Kontrolle.

      Schöne Grüße

  15. Hanna Fleiss schreibt:

    Sascha, man muss doch nicht über jedes Stöckchen springen. Und wenn einer provoziert, hat man zwei Möglichkeiten, um zu reagieren: Entweder man kommt ihm von oben oder man geht auf ihn ein, solange es vertretbar ist. Im ersten Fall ist das Gespräch abgebrochen, im zweiten hat man die Chance, bei ihm etwas zurechtzurücken. Natürlich kenne ich diese Lu nicht persönlich, aber ich kenne sehr gut diese Haltung aus meiner Zeit, als ich in Westberlin gearbeitet hatte. Und ich weiß, dass diese Argumente, die uns an den Kopf geworfen werden, aus voller Überzeugung kommen.
    Und deshalb denke ich, man muss auch mit diesen Leuten reden und sie nicht zurückweisen.

  16. Lu schreibt:

    …nur noch eine kurze Anmerkung zu den vielen Zeilen, die hier geschrieben worden sind:
    *Lu* ist kein Psyeudonym, sondern die Abkürzung meines Vornamens *Ludger* und das hat sich seit fast 60 Jahren als Rufname durchgesetzt.
    Und damit verabschiede ich mich bis auf weiteres, es gibt viel zu verarbeiten!

    • sascha313 schreibt:

      Danke, Lu, für Deine Offenheit. Du siehst ja auch – man hat’s nicht immer leicht mit den vielen Diskutanten (und -onkels). Man muß mitunter viel Geduld haben. Am besten wäre freilich, wir könnten uns zu dritt oder viert bei dem schönen Wetter mal in einen Biergarten setzen und in Ruhe reden. Da hier die meisten so alleine vor sich hin schnasseln, kommt manchmal etwas auch ganz spitz an, was vielleicht gar nicht so gemeint ist.

      Aber vielleicht hast Du Lust, hier noch ein bißchen zu lesen. Und wenn Du wieder Lust hast zum Schreiben, tu’s einfach. Ich hoffe, jeder hält sich an die Nettiquette. (Die habe ich auch nur übernommen, z.B. gibt es hier keinen berufsinternen Bereich…)

      Keiner hat das Recht, sich über andere zu erheben, schon gar nicht, weil er etwas besser weiß. Mein Vorbild war immer Kurt Gossweiler, der war die Geduld in Person, hat immer nur durch Argumente zu überzeugen gewußt, nicht aber durch vollmundige Erklärungen. Von ihm können wir alle noch was lernen (Kurt starb 99jährig, klar im Kopf bis zuletzt… ein Kommunist!)

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