Massenprotest – oder Wahlwerbung für die KPRF in Kstowo?

miting-Kstovo

Auf einen Aufruf der KPRF hin versammelten sich am 10. Juli 2018 in Kstowo im Gebiet Nishegorod Hunderte und im 15 km entfernten Nischnij Nowgorod fast dreitausend Einwohner zu einer angekündigten „Protestkundgebung gegen die Erhöhung des Rentenalters“. Für eine Stadt von 1,2 Millionen Einwohnern ist das nicht gerade wenig. Doch die KPRF nutzte diese Veranstaltungen lediglich als Wahlwerbung. Es traten alle möglichen Parteiredner auf, darunter auch der von der KPRF für den Posten des Gebiets-Gouverneurs von Nischnij Nowgorod vorgesehene Wladislaw Jegor … doch das Volk ist nicht dumm!

Hier nun der Bericht und ein Video von der Veranstaltung. (Dieser Bericht über die Kundgebung in Kstowo wurde allerdings vom Moderator der Website der KPRF zweimal entfernt und dennoch wieder eingestellt.)

Rede_KstowoGestern fand in unserer Stadt eine Kundgebung statt, die von der KPRF organisiert worden war. Es hatten sich sehr viele Menschen versammelt. Seit langem habe ich bei uns nicht mehr eine solche große Aktion gesehen. Für die Mehrheit der Bürger ist die angekündigte Rentenreform in Rußland wirklich wie ein Messer an der Kehle.

Vor der Kundgebung war der Platz mit KPRF-Fahnen dekoriert worden. Aus den Lautsprechern schallten über das ganze Gebiet die schneidigen Liedchen aus dem ständigen Repertoire der KPRF, wie sie Jahr für Jahr auf allen Veranstaltungen in einer Endlosschleife abgespielt werden. Außerdem waren zwei Zelte für die Unterschriftensammlung aufgestellt worden.

Dann kam die regionale Führung der KPRF angerückt. Sie brachten auch ein paar „Komsomolzen“ mit, die Zeitungen austeilten, hielten große, auf Banner gedruckte Transparente und sammelten in den Zelten Unterschriften. Während der Kundgebung wurden vor diesen Zelten aus Interessenten lange Reihen aufgebaut, die ihren Schnörkel in den Papierchen eintragen sollten, um sie dann, wie seine Heiligkeit Sjuganow und Co. versprachen, den Unübertrefflichen im Kreml und in der Staatsduma zu übergeben.

Leeres Gerede

Auf der Veranstaltung traten nur die angekündigten Festredner auf, und das waren Gäste aus der regionalen Führung der KPRF und die Sekretäre der lokalen Abteilung. Das Wesen ihres langen Geschwätzes kann man in ein paar kurzen Phrasen wiedergeben: die Staatsmacht ist schlecht, die KPRF ist gut, setzt eure Unterschriften auf die Formulare zur Ablehnung der Rentenreform, kommt im September zu den Wahlen und stimmt für den Kandidaten der KPRF.

Keine Antworten

Einfachen Menschen wurde auf der Kundgebung nicht das Wort erteilt. Freilich, hat sich immerhin kurz vor Abschluß der Veranstaltung ein Mann zum Mikrofon auf die improvisierte Tribüne durchgesetzt, zu der die Stufen am Obelisk mit dem ewigen Feuer zum Gedenken an die gefallenen sowjetischen Soldaten im Grossen Vaterländischen Krieg dienten. Aber die schwarzen Geier der Security zum Schutz der KPRF haben den Mann sofort weggestoßen und grob von den Stufen des Obelisken weggezerrt. Dieser einfache Mensch aus dem Volk ist gerade noch dazugekommen, zu sagen, daß es uns nun reicht, von der schlechten Staatsmacht zu erzählen, das wissen wir auch ohne euch, sagt uns lieber, was das Volk unter diesen Umständen machen muß, um gegen die Rentenreform zu kämpfen! Natürlich hat sich von den Parteibossen keiner gefunden, der darauf eine Antwort geben wollte.

kstovo-1Während der Kundgebung bin ich nicht an Ort und Stelle stehengeblieben. Ich mischte mich unter die Leute, unterhielt mich mit Bekannten und beobachtete die Reaktion der Einwohner. Zu Anfang der Veranstaltungen waren viele Menschen aufgebracht, ihre Augen brannten vor Entschlossenheit und Hoffnung. In der Mitte der Kundgebung ist dann das Interesse für die Redner merklich weniger geworden, und am Ende der sogenannten „Protestaktion“ hörten die Menschen nur noch mit halbem Ohr dem Geschwätz der KPRFler zu und unterhielten sich einfach untereinander über verschiedene Themen.

Enttäuschte Gesichter

Ein großer Teil der Menschen hat diese nichtsnutzige Veranstaltung verlassen und deren Abschluß nicht abgewartet. Die Versammlung ging dann mit einer Abstimmung für die Annahme einer Resolution gegen die Rentenreform zu Ende. Wie immer bei solchen KPRF-Kundgebungen, haben die Übriggebliebenen „einstimmig“ über die Resolution abgestimmt. Nach fünf Minuten war der Platz leer, beim Lied von Wiktor Zoj „Veränderungen fordern unsere Herzen“ haben sich die Menschen mit enttäuschten Gesichtern schnell verabschiedet.

Auf dem Platz blieben nur noch ein paar Mitglieder der lokalen Abteilung der KPRF, hochgestellte Gäste aus dem regionalen KPRF-Komitee, etwa zehn Maulaffen feilhaltende Bürger und die „Komsomolzen“ übrig, die die Fahnen von den Masten abnahmen, die Zelte zusammenrollten und ihre Beschallungsapparate zusammenpackten.

Ein dümmlicher Ex-Duma-Mann

Bei dem Ex-Duma-Abgeordneten N.F. Rjabow blieben noch drei Leute stehen, darunter auch ich. Während Rjabow sich unterhielt, konnte ich einige Mitglieder unseres Verteidigungsministeriums über die gewesene Kundgebung befragen. Alle befanden sich in Hochstimmung. Der Massencharakter hatte sie beeindruckt. Daß aber diese Veranstaltung im wesentlichen ekelhaft war und im Interesse der Staatsmacht, beunruhigte kaum jemanden. Einige haben nicht einmal verstanden, was auf dieser sogenannten „Protestaktion“ geschah, daß die Führung der KPRF die Menschen nämlich verarscht hat, zu einem Volksprotest zusammengerufen und sich für die nächsten sogenannten „Wahlen“ angepriesen hat.

Keine Taten, sondern nur Gerede!

Als ich dann mit dem Ex-Duma-Abgeordneten sprechen konnte, habe ich ihm erzählt, daß das Volk die Kundgebung unverrichteter Dinge verlassen hat und daß viele nicht mehr zu ähnlichen sinnlosen Veranstaltungen gehen werden. Ich nannte das Beispiel, wie die Bürger tatsächlich kämpfen und durch die Duma-Abgeordneten Druck auf die Staatsmacht und die gesetzgebende Versammlung ausüben können. Und ich fragte dann: „Zieht die KPRF den Volksprotest speziell zusammen, oder weiß die Führung der Partei wirklich nicht, wie man den realen Kampf führen muß?“ In seiner Antwort hat Rjabow irgendwelchen Schnee von sich gegeben. Ich unterbach ihn und fragte ihn, ob er mich nicht verstanden habe oder nicht zuhören wollte, und wiederholt noch einmal meine Frage … kurz gesagt, Rjabow versprach, daß er „die sachlichen Vorschläge berücksichtigen“ werde und dort „auf höchster Ebene“ unbedingt über die Taktik und Strategie des Kampfes gegen die Rentenreform nachdenken werde.

Traurige Gestalten

Im übrigen bezweifele ich nicht um ein Lot daran, daß diese Nutten der volksfeindlichen Staatsmacht, diese lügen-kommunistische Führung der KPRF, die Proteststimmungen der Bürger zusammenfassen wird und die Kundgebungen in eine Wahl-PR-Aktion verwandeln wird. Gestern habe ich mich wieder einmal davon überzeugt. Traurig, daß so viele Leute diesen KPRFlern aufrichtig glauben, daß sie angeblich so gegen das volksfeindliche Regime kämpfen und nicht verstehen, daß sie ihm in Wirklichkeit helfen.

Doch das Volk ist nicht dumm!

Erfreulich, daß in der KPRF doch noch einige nüchtern denkende Menschen geblieben sind, die verstehen, wie die Führungsspitze der Partei und das Gefolge von KPRFlern das Volk für die Interessen der bürgerlichen Machthaber hinters Licht führt. Und das Wichtigste, ich habe mich noch einmal davon überzeugt, daß das Volk bei uns nicht dumm ist. Gestern waren nicht wenige Menschen auf der Kundgebung oder haben es sich verkniffen, oder sind nicht bis zum Ende geblieben, aber sie sind sich des schuftigen Betrugs der KPRF teilweise bewußt gewesen.

Ich will noch etwas hinzufügen. Ähnliche Veranstaltungen, die Proteststimmungen der Bürger zusammenzufassen und Wahl-PR für die Spitze der KPRF zu betreiben, gab es auch in Arzamas und Dzerzhinsk im Nischni-Nowgoroder Gebiet. In Dzerzhinsk sind alle Komsomolzen aus Komsomolverband ausgetreten und haben der KPRF den Mißbrauch der Proteste vorgeworfen.

Mirjanin, Kstowo

Quelle: Bund der Marxisten-Leninisten (Übersetzung: Jana Weber)


Danke, Genosse Mirjanin. Hier der Text zur Verteilung an die Genossen der Partei „Die Linke“. Man kann da ja noch immer was lernen vom „großen Bruder“!

pdfimage  Wahlwerbung der KPRF in Kstowo

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22 Antworten zu Massenprotest – oder Wahlwerbung für die KPRF in Kstowo?

  1. Hanna Fleiss schreibt:

    Kommt mir alles sehr bekannt vor. Wagenknecht erzählt uns auch immer mit Verve, wie schlecht es zum Beispiel ist, dass die Mieten bei Neuvermietungen so hochgetrieben wurden und dass die Mietpreisbremse kalter Kaffee ist. Und dann, möchte man unsere große Revolutionärin fragen.
    Aber bei er KPFR scheint es noch schlimmer zu sein als bei der Linkspartei, die machen ja ohne Scham die Politik der Großkopfeten, der in Russland herrschenden Klasse. Das traut sich die Linkspartei noch nicht in diesem Maße. Aber trotzdem: Wie sich die Bilder gleichen.

    • sascha313 schreibt:

      Eigentlich ist es eine empörende Frechheit, was diese „führenden Repräsentanten“ sich da erlaubt haben. Verwunderlich ist nur, daß die Zuhörer diese Schwätzer auf dem Podest nicht noch verprügelt haben. Daß es bei der Linkspartei ähnlich ist, steht außer Zweifel. Gibt es diese Partei eigentlich noch?

  2. Ulrich schreibt:

    Auch in D gibts keine bedeutende Partei die sagt WAS zu tun ist. Auch nicht in solchen Magazinen wie Rubikon.news oder den Nachdenkseiten oder in Vorträgen von Mausfeld und Ganser. Allenfalls werden nur die Mißstände aufgezeigt.

    Ich würde mich freuen wenn du (sascha313) auch mal dort einen Beitrag veröffentlichen würdest. Auch über solche Themen wie Stalin, ich war auch erstaunt als ich hier zum ersten Mal, anderes als das was man in der Schule oder den MSM erfahrt, gelesen habe. Nur ist dieser blog leider noch recht unbekannt. Also bitte auch Artikel bei Rubikon veröffentlichen damit es mehr Menschen mitbekommen.

    • sascha313 schreibt:

      Danke, Ulrich, für Deine Zustimmung. Ich habe mich bisher mit Beiträgen anderswo immer zurückgehalten. Der einzige, der immer etwas von mir übernommen hatte, was Günter Ackermann (K-Online), doch seit seinem Tod besteht die Seite nicht mehr. Und etwas Ähnliches ist mir nicht bekannt.

      Ist klar, Ganser, Ken-FM, Mausfeld sind interessant, aber bedeutungslos, da sie mehr oder weniger nur reflektieren. Und daß wir hier eine andere Sicht haben als die bürgerliche Geschichtschreibung vorsieht, ergibt sich daraus, daß wir keinen Grund haben, die Geschichte zu verfälschen. Der Marxismus-Leninismus ist eben eine Wissenschaft, während bürgerliche Historiker meist als Apologeten des Kapitalismus in Erscheinung treten. Ich bezweifle allerdings, daß die mich dort haben wollen.

      • Ulrike Spurgat schreibt:

        Nur nicht, lieber Sascha. Bitte bewahre dir deine Unabhängigkeit und deinen Klassenstandpunkt. Sich für den Kampf zu entscheiden ist eine richtige Wahl. Sicher sind einige Beiträge mal interessant, aber keiner hat die „revolutionäre Theorie.“

        Sich selbst treu bleiben und wissen wo man steht ist das was mich hier immer wieder beeindruckt und meinen Lernprozess befördert. Danke für die vielen substantiellen Artikel, die Marx, Engels, Lenin und Stalin und viele andere revolutionäre Herzen und Köpfe zu Wort kommen lassen. Kurt Gossweiler will ich noch erwähnen. „Viele Köche verderben den Brei“ und bitte keinen Pluralismus. Vielen Dank.

      • sascha313 schreibt:

        Keine Angst, liebe Ulrike, warum sollten wir auch etwas ändern. Das einmal als richtig erkannte bestätigt sich immer wieder tausendfach…

    • Weber schreibt:

      Lieber Sascha,
      ich kann Dir nur abraten, auf diese Internetseiten zu gehen. Ich habe einmal alle Genannten angeschrieben, warum Sie sich am „Schweigekartell“ gegenüber Quellen aus den Ostblockstaaten beteiligen. Es hat mir nur Daniele Ganser geantwortet. Alle anderen von den sogenannten „Alternativen“ schweigen.

      Noch ein Wort zu den Nachdenkseiten. Herausgeber ist Albrecht Müller. War dieser Müller, er sagt von sich, dass er im Wahlkampfberaterstab von Willy Brandt war, nicht auch ein „kalter Krieger“? Ich habe von ihm noch nie eine „Entschuldigung“ vernommen, was die „rechten“ SPD-ler gegen die Menschen in der SBZ und DDR „verbrochen“ haben. Ich nenne nur ein Beispiel: SPD-Ostbüro, heute würde man sagen, eine Terrororganisation.

      Für mich kommen nur Leute in Frage, die auch auf Quellen (Zeitungen und Bücher) aus der SBZ und der DDR zugreifen und auch den Mut haben, die öffentlich darzulegen. Dank der Menschen aus der SBZ und der DDR wurden viele Bücher aus der Sowjetunion, Polen, Ungarn usw. ins deutsche übersetzt.

  3. Hanna Fleiss schreibt:

    Nein, Ulrich, Rubikon ist nicht das Richtige, eine sich links gebende bürgerliche Geschichte. Die würden Saschas Artikel auch nicht nehmen, denke ich. Ich für meinen Teil bin eigentlich fast immer unzufrieden mit Rubikon, weil da fast immer verschämter, aber selbstverständlicher Antikommunismus durchlinst. Aber die Idee, Sascha, selbstständige Beiträge zu verfassen, finde ich nicht schlecht. Vielleicht könnten einige von uns sich beteiligen. Darüber sollte man nachdenken.

    • Ulrich schreibt:

      Dieses Wissen was hier veröffentlicht wird, wäre es wert daß es möglichst viele Menschen lesen. Wer sich nur einigelt kann andere nun mal nicht informieren. Ich bin auch nur zufällig auf diese Beiträge hier gestoßen (über einen tweet bei twitter). Ob nun Rubikon dies veröffentlicht oder nicht sollte man eben mal mit einer konkreten Nachfrage testen. Es ist die Chance mehr Menschen zu erreichen. Und vielleicht wären auch Sie mal zufriedener solche Artikel auch im Rubikon zu lesen.

  4. Ulrike Spurgat schreibt:

    Liebe Hanna, der letzte Satz deines Kommentares bringt es auf den Punkt und ich halte das für eine gute Idee, auch dem versteckten und offenem Antikommunismus gezielt, sehr gut informiert, mit Mumm und historischem Optimismus die Nase zu drehen.
    Mich haben die genannten Medien nie überzeugen können. –
    Die Galerie unterscheidet sich wesentlich differenzierter und eindeutiger als die genannten Medien und wer mich seit vielen Jahren „aushält“ und in guter alter Tradition von Ossietzky und Tucholsky mit spitzer Feder schreibt darf auch erwähnt werden.
    Es ist schwierig, wenn angeblich „linke“ Medien einen Kappes verzapfen, dass es einem nur noch schwindelig werden kann und eine „Linke,“ die auf ihrem Parteitag, keinen Frieden mit Russland beschließt hat den Schuss der Geschichte nicht gehört.
    Mal sehen, was denn in Kürze so „gesammelt“ wird von S.Wagenknecht und Lafontaine, der zur Zeit von Willi Brandt den Radikalenerlass mit gemacht hat und meine Freunde und Genossen wurden ihrer Arbeits- und Lebensperspektiven beraubt will nun auch sammeln.Vielleicht wird er zum „Obersammler ?“ Wagenknecht hat die Arbeiterklasse verraten. Die sPD kann ein Lied singen, von Verrat, Mord und Untergang, Nun ist Wagenknecht auf Lafontains Linie und peinlich, peinlich für Wagenknecht.
    Kommunist sein ist weder von Befindlichkeiten, Zeitgeist oder Launen abhängig.
    Kommunist ist man sein Leben lang und wenn Rückschläge kommen, macht man weiter und bei Zweifeln sucht man das Gespräch,oder findet hier oft die Antworten auf Fragen, an denen lange genagt wurde und wird. Wer den Weg der Erkenntnis geht, wird hier landen, da gibt es keinen Zweifel.

    • Hanna Fleiss schreibt:

      Was Wagenknecht angeht: Ich hatte sie einmal in einem Blog gefragt, was sie und ihre Partei denn nun gegen die Missstände des Kapitalismus tun wollten, die von ihr immer so emphatisch angeprangert werden. Da antwortete sie mir: Heute sei keine revolutionäre Situation. Nun, das hatte ich schon vorher gewusst. Ich hatte ihr dann noch darauf geantwortet, in dem Sinne, dass nunmehr die Verantwortung und Aufgabe deshalb größer seien, bekam aber keine Antwort mehr von ihr. Dabei ist es so, dass viele Westdeutsche die Linkspartei nur wegen Wagenknecht gewählt hatten zur letzten Bundestagswahl, weil sie der Ansicht sind, dass Wagenknecht die einzige ist, der sie vertrauen könnten.

  5. Hanna Fleiss schreibt:

    Na, meinst du denn, Ulrike Spurgat, Sascha würde seinen Klassenstandpunkt aufgeben? Oder Pluralismus betreiben? Außerdem, es kann doch ein selbstständiger Blog sein, wo wir von niemanden abhängig sind. Ich verstehe deine Befürchtungen nicht. Da müsste dann nur ein bisschen Werbung gemacht werden, und das geht ganz gut über andere Blogs, in denen wir hier schreiben.

    • Ulrike Spurgat schreibt:

      Hanna, du hast sicherlich einordnen können, was ich geschrieben habe. Und ich schreibe, wie es mir möglich ist. Äußern werde ich immer, was mir auf dem Herzen liegt. Wer es anders verstehen will, kann das tun. Diese Wortklauberei ist einfach nicht meine Sache.

      Im übrigen sind sicherlich einige Leser hinzugekommen: Kollegen aus der Alten, Kranken, Drogen und Flüchtlingsarbeit.
      Mit fällt hier desöfteren auf, dass Leute missverstanden werden wollen, aus welchen Gründen auch immer. Und meine Befürchtungen werde ich immer sagen, egal wo.
      .

  6. sascha313 schreibt:

    Die Bourgeoisie hat stets den Marxismus bekämpft und sie wird es auch weiterhin tun. Inwieweit das bei der Masse Erfolg hat oder nicht, hängt allerdings nicht von diesem Blog ab. Es gibt Hunderte Millionen Blogger auf der ganzen Welt und da sind wir nur ein Tropfen im Ozean (wie Lenin mal gesagt hat!) – Dennoch hatte die Oktoberrevolution 1917 Erfolg. Mal nachlesen und nachdenken!

    Wie kam es zur Oktoberrevolution?

    1. Die Lage im Land verschärfte sich weiter
    2. Die Arbeiter organisierten sich
    3. Die Soldaten und Matrosen stellten sich auf die Seite der Unterdrückten
    4. Die Bolschewiki übernahmen die Führung

    P.S. Danke, Ulrich, für die Anregung. In seinem Selbstverständnis meint der genannte Blog: „Der Rubikon ist klar, herausfordernd und zuversichtlich.“ – was sagt uns das? Nichts. Denn auch die Bourgeoisie, die SPD, die CDU, Die Linke und erst recht die KPRF sind „klar, herausfordernd und zuversichtlich“… und wir sind es natürlich auch 🙂 Doch im Unterschied zu allen anderen haben wir einen marxistischen Standpunkt!

    • Weber schreibt:

      Hallo Sascha, Du schreibst:
      „Die Bourgeoisie hat stets den Marxismus bekämpft und sie wird es auch weiterhin tun.“

      Wenigen ist die Situation vor der Bundestagswahl 1957 bekannt. BND-Chef Gehlen, bekannt als „Hitlers Kommunisten-Experte“ stand schon in den „Startlöchern“ um los zuschlagen:

      „1956 bot BND-Chef Gehlen seinem Förderer Allen Dulles für den Fall eines Wahlsiegs der Sozialdemokraten in Westdeutschland einen Staatsstreich von rechts an, wie er um diese Zeit in Griechenland, in etlichen Ländern in Afrika, Mittel- und Südamerika, sowie in Indonesien geschah. Wie realistisch wäre eine solche Option aus US-Sicht gewesen?

      David Talbot: Ich glaube, dass eine hohe Wahrscheinlichkeit bestand, dass dies passiert wäre. Bedenken Sie, dass die Dulles-Brüder die Außenpolitik unter Präsident Eisenhower dominierten, mit John Foster als Außenminister und Allen als CIA-Direktor. Westdeutschland wurde als Frontlinie im Kalten Krieg gesehen und die Dulles-Brüder demonstrierten wiederholt, wie weit sie gehen würden, um US-Interessen zu schützen, selbst wenn dies eine aggressive Störung der Souveränität eines ausländischen Partners bedeutet hätte.“

      https://www.heise.de/tp/features/Das-Schachbrett-des-Teufels-3306955.html

      • sascha313 schreibt:

        Da zeigt sich wieder einmal: Wer die Geschichte nicht kennt (oder ignoriert), der ist der antikommunistischen Propaganda schutzlos ausgeliefert und glaubt am Ende jeden Mist…

      • „Da zeigt sich wieder einmal: Wer die Geschichte nicht kennt (oder ignoriert), der ist der antikommunistischen Propaganda schutzlos ausgeliefert und glaubt am Ende jeden Mist…“

        Leider wahr! “Leider geil!‘ — Deichkind

        Es ist jedoch nicht nur die Geschichte, die nicht gekannt (oder ignoriert) wird, sondern selbst die einfachsten Erkenntnisse und Entdeckungen über die Geometrie, die Mathematik, die Physik, die Religionen und die ideologischen Philosophien, die ignoriert und widersprochen werden!
        Gar nicht davon zu schweigen, in welchem irren und absurden “Wirtschafts-, Finanz- und ‚Geld‘-System“ wir zubringen.

        Nur ein Beispiel:

        Obwohl behauptet wird, dass die Materie Licht die höchste Geschwindigkeit c hat, wird phantasiert, dass seit dem Urknall ~14 Milliarden Jahre vergangen sind;
        JEDOCH das Universum – das aus Materie besteht – sich bereits um das 2 x Φ der 14 Milliarden Lichtjahre “ausgedehnt“ hat, also einen Radius von 45 Milliarden Lichtjahre haben soll!
        Das Universum war also 2xΦ schneller als das Licht! 😉

  7. Henk Gerrits schreibt:

    Die Linkspartei vernichtet sich selbst. Habe Sara Wagenknecht gehort in eineYoutube video das sie glaubt noch ein bischen im gerechtigkeit – weg mit diese Linkspartei..Schones Wochende alle Kameraden hier

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