Regina Hastedt: DER AKTIVIST.

Adolf HenneckeMan stelle sich das nicht so einfach vor: Am Anfang war die Skepsis groß. Alte Gewohnheiten, der tiefverwurzelte Eigennutz, Mißtrauen gegenüber den Kommunisten, Fehlschichten, Arbeitsbummelei und viele andere bürgerliche Macken beherrschten nach wie vor das Denken. Von wegen: Volkseigentum! Die da oben haben gut reden! Doch dann geschah etwas Außergewöhnliches. Zwickau – Oelsnitzer Steinkohlenrevier. Der Bergarbeiter Adolf Hennecke hatte es geschafft! Am 13. Oktober 1948 förderte er durch gutdurchdachte Arbeitsvorbereitung und -organisation in einer Schicht 24,4 m³ Steinkohle. Das waren 387% seiner Tagesnorm. War nun Hennecke so ein außergewöhnlicher Mensch? Nein. Doch Hennecke hatte verstanden, was das ist: Sozialismus…

Was ist ein Aktivist?

Ein Aktivist ist ein Werktätiger, der aufgrund hochentwickelten sozialistischen Bewußtseins außerordentliche Leistungen für die sozialistische Gesellschaft, insbesondere im sozialistischen Wettbewerb, vollbringt. Durch sein Beispiel wirkt der Aktivist erzieherisch und aktivierend auf seine Kollegen, auf andere Werktätige, auf die Zögernden und Zaudernden. Auf der Grundlage der politischen Herrschaft der Arbeiterklasse und des gesellschaftlichen Eigentums  an Produktionsmitteln ist die Aktivistenbewegung, vor allem in ihren kollektiven Formen, ein Ausdruck der neuen sozialistische Einstellung zur Arbeit. Überflüssig zu sagen: Adolf Hennecke war Kommunist. Ein Vorbild für eine ganze Generation!


Regina Hastedt

SO FING ES AN

Der Schacht krebste. Die Förderung war gering, und die Solls hingen hoch wie Sterne. Wir aber klebten an der Erde, das Material war schlecht, die Maschinen veraltet. Und wir Arbeiter? Ach, wir Arbeiter!

Volkseigentum

Da war er nun unser eigen – aber wußten wir damit etwas anzufan­gen? Wie ihn verwalten, daß wir wenigstens soviel von ihm hatten wie früher? Wie ihn lenken, daß wir bald mehr haben würden? Jeder war wie ich – jeder ein Sepp Zach. Jeder trug seinen Rucksack Kohle mit aus dem Schacht – die Kohle war ja Volkseigentum, sie gehörte somit uns – und tauschte ihn gegen Mehl. Hatte einer keine Lust zu arbeiten, blieb er zu Hause. Der Schacht war unser eigen, wir konnten ihn beehren, wann es uns beliebte. Wir konnten ihm auch nach Belieben fernbleiben. Wir waren die Herren, wenn wir auch in Lumpen liefen und lumpige Gedanken hatten.

Die Herren der Produktion

Herren stellen Forderungen. So forderten wir: Schafft Essen! Schafft Kleidung! Wir wollen satt sein und angezogen einfahren, dann fördern wir auch Kohle! Wir forderten – aber von wem? Da war kein Knecht mehr. Und die Herren waren wir. Unerbittliche Freiheit! Sie schenkt nichts. Keinen Winterrock und keine warme Suppe.

Kommunisten

Kommunisten wissen Bescheid über die Freiheit. Und sie redeten. Sie klärten auf. Aber weil sie nur reden konnten und die Arbeit die alte blieb, horchten nur wenige zu. Bis einer handelte. Oder war es nicht nur der eine? Waren andere mit ihm, hinter ihm? Lange Zeit hat man getuschelt, Hennecke sei „gemacht“ worden von der Partei. Und er selbst hat erklärt, daß alles mit seiner Partei besprochen war. Aber schmälert das seinen Erfolg? Er hat die schöpferische Idee gehabt, durch neue Arbeitsmethoden ein neues Tempo in der Entwicklung des Volkes festzulegen. Er hat mit seinen Genossen darüber beraten, und sein Gedanke ist in diesem Kollektiv ausgereift. Als es darum ging, seinen Gedanken zu verwirklichen, fiel die Wahl auf ihn. So fuhr Adolf Hennecke am 13. Oktober 1948 um sechs Uhr ein und arbeitete nach seiner Methode „Verstand kommt vor Körperkraft“. Als er gegen vierzehn Uhr ausfuhr, war er „gemacht“. So schnell kann das gehen.

Adolf Hennecke – der Aktivist

Der Mann, lang und dürr, mit zerfurchtem Gesicht unter spärlichem blondem Haar, schwarz und verschwitzt, stand vor dem Förderturm und wußte mit den Blumen nicht wohin. Blumensträuße waren ihm immer etwas so Entsetzliches gewesen, daß er seiner Frau zur Hoch­zeit keinen schenkte. Nun stand er mit diesem Monstrum da und ließ alles über sich ergehen. Der Voitel-Paul als Betriebsrat, der Betriebs­leiter Mehlhorn, wir Kumpel – alle waren offiziell und feierlich. Revierdirektor Wellershaus hielt eine ,Rede. Dann gab es Glückwünsche von allen Seiten. Dem Hennecke klebten die Lippen zusammen, so durstig war er.

Wir anderen…

Ich kannte ihn seit zwanzig Jahren, wir hatten immer in den schwie­rigsten Strecken zusammen gearbeitet. Ich wußte genau, daß er jetzt dachte: Warum diese Zeremonie? Ich habe nur gehalten, was ich ver­sprochen hatte. Vierundzwanzig Kubikmeter Kohle. Diese Schicht sitzt mir nicht mehr in den Knochen als frühere Schichten auch. Aber jetzt ist der Durchbruch geschafft. Und ich sah ihn noch einen Blumenstrauß entgegennehmen, verwirrt darüber, daß sein Durchbruch so aussah – wir mit den feierlichen Gesichtern und er blumenverbrämt. Dann gin­gen wir auseinander, guckten uns schief an. Einer tippte an die Stirn.

Faule Ausreden

Anderntags waren die Blumen verwelkt und die offiziellen Gesichter auch. Die Funktionäre redeten, wir Kumpel schwiegen. Wir schwiegen beharrlich und blickten weg, wenn der Hennecke kam. Wir sahen in ihm einen Verräter. Das Neue sahen wir nicht. Der Hennecke ging zu Kumpeln, von denen er gemeint hatte, sie seien seine nächsten Freunde. Er bat, er bettelte fast. Er sah nur kalte Schultern, hörte faule Ausreden, Vorwürfe. Wir wollten nicht. Am 16. Oktober hatte er sechs Kumpel so weit überzeugt, daß sie versuchsweise nach seiner Methode arbeiteten. Was sind sechs bei einer Belegschaft von sechstausend? Der Schacht war wie ein alter Motor, der schwer anspringt, weil er zu lange gestanden hat.

Schlagzeilen in der Zeitung

Die Rotationsmaschinen drehten sich schneller. Keine Zeitung ohne Hennecke-Schlagzeile. Kein Leitartikel, in dem nicht seine Leistung gerühmt worden wäre. Der Rundfunk schaltete sich ein. Hennecke lag auf allen Wellen. Nicht nur auf den östlichen. Der RIAS schickte am ersten Tag ein Gratulationsgelächter. Dann spuckte er Lügenhetze und Provokation.

Betriebsversammlung

Am 18. Oktober war Adolf Hennecke immer noch fast allein. Er stand am Rednerpult vor einem brodelnden Saal voller Kumpels. Wilhelm Pieck und Otto Grotewohl hatten ihm geschrieben: „Wenn die Bewegung dazu führt, daß alle Kumpel ihre Leistungen um einen hohen Prozentsatz steigern, wird Deine Tat ihre wahre Bedeutung erreichen.“ Dieses Telegramm hatte die Zeitung abgedruckt. Im Präsi­dium der Versammlung saßen die Genossen, mit denen er vorher alles besprochen hatte. Nun erschraken sie wie er vor der Feindseligkeit, die ihnen entgegenwehte. Wir waren sechshundert, vertraten sechstausend. Sie waren nur sechs.

Diebstahl und Schwarzhandel

Adolf Hennecke sagte: »Kommt zu eurer Schicht! Hört auf mit den Hamsterfahrten. Es geht nicht, daß der eine nach Kötzschenbroda fährt, der andere schwarz nach Hannover, der dritte sonstwohin. Ihr seid zu lange weg.«
»Fahr du für uns!« rief einer. »Bei dir geht’s schneller! Dir hat die Regierung ein Auto geschenkt.«
Der Saal dröhnte vor Lachen. So war’s recht! Die Sache mit dem Auto mußte kommen. Hatte je ein Kumpel ein Auto besessen? Einer stand auf und sagte: „Adolf, was red’st du eigentlich! Wir nehmen einen Rucksack von unserer Kohle mit raus und tauschen ihn gegen Mehl. Du nimmst vierundzwanzig Kubik und tauschst sie gegen ein Auto. Gib zu, daß wir viel bescheidener sind als du!“

Kapiert ihr das endlich?

„Aber ihr sollt ja gar nicht bescheiden sein!“ Der Hennecke schrie es. „Ein Rucksack Kohlen, ein Rucksack Mehl – kleinliche Rechnung! Man muß das groß aufziehen. Viel Kohle rausholen, dann haben wir bald viel von allem: Essen, Kleidung, Schuhe, auch Autos! Wohlstand!« Und, ruhiger geworden: „Wir sind jetzt die Besitzer unserer Schächte. Wir müssen lernen, diesen Besitz zu gebrauchen. Wir haben zwei Jahre lang immer auf etwas gewartet. Wir haben gedacht, es kämen Verfügungen und Verordnungen, wie wir dieses oder jenes machen sollen. Aber von wem sollen diese Verordnungen kommen, wenn nicht von uns? Deshalb habe ich angefangen. Als erstes müssen wir uns eine neue Arbeitsorgani­sation verordnen. Glaubt mir doch endlich: Meine Schicht war nicht außergewöhnlich. Ihr könntet sie nachmachen, könnt mich überbieten. Ich helfe euch noch dabei! Ihr müßtet nur Ordnung halten im Schacht, daß keine Förderstörungen aufkommen. Laßt die Rutsche möglichst tief auf die Sohle legen, dann braucht ihr euch beim Schaufeln nicht so zu plagen. Spart eure Muskelkraft, strengt dafür das Köpfchen an. Ihr merkt es dann bald in eurem Portemonnaie! Kollegen, wir brauchen eine neue Arbeitsmoral. Ihr müßt die Hamsterfahrten einstellen!“

Ein „Kumpel im Frack“?

Ich saß in der letzten Reihe. Während ich mir eine „Eigenbau“ drehte, dachte ich: Red du nur, ich fahre morgen trotzdem los! Aber die Hamsterfahrten und das mühselige Fermentieren der Tabakblätter – ich hatte alles gründlich satt. Vom Hennecke dachte ich: Nicht mal in dieser Notzeit ändert der sich! Er war schon immer der „Kumpel im Frack“ gewesen. Er war sorgfältiger gekleidet als wir, belesener als wir, und er konnte besser rechnen als wir alle zusammen. Er war ja auch gelernter Kaufmann. In der Krisenzeit war er Kumpel geworden, war 1928 von Westfalen nach Lugau gekommen und vom ersten Tage an als Kommunist verschrien. Aber er war erst 1946 der Partei bei­getreten. Und nun machte er Revolution in der Arbeit. Seine Rechnung würde niemals aufgehen. Die war zu kühn, als daß ich je darauf hereinfallen würde.

Provokateure

Am andern Morgen hielt mich auf der Pflockenstraße ein Kumpel an. „Na, Sepp, machst los?“
„Mir hat einer Saubohnen versprochen!“
„Weißt schon, daß heut nacht dem Adolf sein Auto abgebrannt ist?“
„Eijo! Zufällig?“
„Ich hab ja nicht dabeigestanden. Aber man muß wohl ä Hölzl ran­halten, eh was brennt, wie?“
»Schon, schon! Was sagt denn der Adolf dazu?«
„Der spuckt große Töne. Er sagt: Wenn die Kraft, die jetzt gegen mich ist, erst hinter mir steht, haben wir es geschafft.“
„Eijo! Der immer mit seiner großen Kraft!“

Es geht um die Arbeiter-Ehre!

„Schade, Sepp, daß du grad heut gehst. Wo wir Ehrengäste haben: den Braun und den Latta. Der Herr Sozialdirektor und sein Sekretär fahren heute eine Hennecke-Schicht!“
„Was redst daher! Der Braun ist ein alter Knochen, mindestens drei­undsechzig, und er hat ewig kan Pickhammer in der Hand g’habtl“
„Was macht das? Der haut mit dem Fortschritt zu! Paß auf, mit den beiden Krampen erfüllt die Grube heute ihren Plan.“
„Den Plan ham wir das ganze letzte Quartal nicht erfüllt.“
„Da waren auch die Aktivisten noch nicht mobilisiert. Du wirst sehn – heute klappt’s !“
„Ich stell mein‘ Rucksack bei dir nei‘ !“
„Ich denk, du willst nach Saubohnen?“
„Die hol ich morgen. Den Zirkus mit den Alten guck ich mir an!“

Erstmalig das Soll erfüllt!

Ich habe die Saubohnen bis heute noch nicht geholt. Zuerst hatte ich damals keine Zeit für Hamsterfahrten. Dann aßen wir keine Sau­bohnen mehr. Tatsächlich hatte an jenem 19. Oktober das erstemal seit Monaten der Schacht sein Soll übererfüllt. Und das ohne mich. Ich hatte den beiden alten Bergarbeiterfunktionären nur zugesehen. Aber ich habe Ehre im Leib. Wenn in allen Schächten der Reviere plötzlich Bergleute Sonderschichten fuhren, konnte ich keine Saubohnen holen. Nicht etwa, daß die Begeisterung groß gewesen wäre. Nur weil wir ehrgeizig waren, luden wir die Hennecke-Bewegung auch noch mit auf. Aber nach ein paar Tagen hoben wir den Kopf. Dann lauschte ich in mich hinein. Da war etwas Neues. Das Vertrauen in mich selbst, in uns alle. Ich begann die Kraft zu spüren, von der Hennecke und seine Genossen immer faselten. Ich war fünfundvierzig und dachte, ich sei ausgewachsen. Und nun kam das über mich. So gewaltig, so überwältigend, daß ich nicht wußte, wohin mit mir selbst. Da schlug ich dem Adolf einmal richtig auf die Schultern.

Sozialistisch arbeiten…

Bis ich darüber sprechen konnte, das dauerte noch Jahre. Die Förderergebnisse in unserer Grube stiegen sprunghaft. Die in anderen Schächten auch. Am 22. Oktober hatten die Zeitungen neue Schlagzeilen: „Strumpfwerk führt progressiven Leistungslohn ein. Hennecke nicht mehr nur im Bergbau.“ Am 23. Oktober: „Hennecke-­Bewegung in der Thälmann-Volkswerft“. Am 24. Oktober: „Hennecke­-Schichten an der Cotton-Maschine!“ Und am 26. Oktober: „Hennecke-­Bewegung überall!“

Quelle:
Vom Sinn deines Lebens. Sozialistische und bürgerliche Moral. Eine Anthologie. Verlag Neues Leben, Berlin 1959, S.61-66. Bildquelle: IML Archiv Dietz Verlag.  Aus: Die DDR im Spiegel ihrer Bezirke, Dietz Verlag Berlin 1989, S.186. (Zwischenüberschriften eingefügt. N.G.)


Buchempfehlung:

hennecke_bergmannEin Buch von Hannelore Graff-Hennecke: „Ich bin Bergmann, wer ist mehr?“. Verlag: edition ost. Der Bergmann Adolf Hennecke war aus dem gleichen Holz wie etwa der Sportler Täve Schur und der Kosmonaut Sigmund Jähn. Sie gehören mit Recht zu den Vorbildern der DDR. Bodenständig und bescheiden, selbstbewußt und selbstlos gleichermaßen, untertage, auf der Erde und im All. Mit ihrer Haltung zeigten sie, was sozialistisches Bewußtsein in der Gesellschaft bewegen kann. Hennecke (1905-1975) brach 1948 in einer Schicht fast viermal soviel Kohle wie gefordert und begründete damit die Aktivistenbewegung in der DDR.

(Und wer mal lachen will über bürgerliche Schrumpfjournalisten, der lese die krampfhaften Versuche eines Chefredakteurs, der sich bemüht, die DDR nach allen Regeln seiner beschränkten, kleinkarierten Weltsicht zu verunstalten… Schöner kann man gar nicht phantasieren…)

Was sagte Stalin zum sozialistischen Wettbewerb?

„Manche ,Genossen‘ Bürokraten glauben, der Wettbewerb sei wieder einmal eine neue Methode der Bolschewiki und werde als solche nach Beendigung der ,Saison‘ einschlafen. In Wirklichkeit ist der Wettbewerb die kommunistische Methode des Aufbaus des Sozialismus auf der Grundlage maximaler Aktivität der Millionenmassen der Werktätigen. In Wirklichkeit ist der Wettbewerb der Hebel, mit dessen Hilfe die Arbeiterklasse das gesamte wirtschaftliche und kulturelle Leben des Landes auf der Basis des Sozialismus umzugestalten berufen ist. …

Der sozialistische Wettbewerb und die Konkurrenz verkörpern zwei völlig verschiedene Prinzipien:

    • Das Prinzip der Konkurrenz: Niederlage und Tod der einen, und Sieg und Herrschaft der anderen.
    • Das Prinzip des sozialistischen Wettbewerbs: kameradschaftliche Hilfe der Fortgeschrittenen für die Zurückgebliebenen, um einen allgemeinen Aufschwung zu erzielen.
    • Die Konkurrenz besagt: Schlage die Zurückgebliebenen nieder, um deine Herrschaft zu festigen.
    • Der sozialistische Wettbewerb besagt: Die einen arbeiten schlecht,  die anderen gut, die dritten besser  – hole die Besten ein und erziele einen allgemeinen Aufschwung.

Daraus ist im Grunde auch der beispiellose Produktionsenthusiasmus zu erklären, der die Millionenmassen der Werkätigen dank dem sozialistischen Wettbwerb erfaßt hat. Es erübrigt sich zu sagen, daß die Konkurrenz niemals etwas hervorbringen kann, was einem derartigen Enthusiasmus der Massen ähnlich wäre.“

Quelle:
J. Stalin: Der Wettbewerb und der Arbeitsaufschwung der Massen. Vorwort zu J.Mikulinas Buch „Der Wettbewerb der Massen“, in: J. Stalin, Werke, Dietz Verlag Berlin, 1954, Bd.12, S.96-99.

Stalin hatte recht! – Hennecke auch.

Und hier sind mal ein paar Zahlen aus der Sowjetunion, die das beweisen, was Stalin sagt – eine durchschnittliche Steigerung der Produktion fast um das 2½-fache. In keinem anderen Land war das bisher möglich, schon gar nicht in einem kapitalistischen. Das hatte auch Adolf Hennecke verstanden – so geht Sozialismus! So müssen Arbeiter die Chance ihrer Macht und ihr Volkseigentum nutzen! Und am Ende wird es allen besser gehen, nicht nur den Kapitalisten. Hennecke sagte: „Um besser leben zu können, muß man erst besser arbeiten!“ – und weg mit den Schmarotzern, die sich  auf Kosten der Arbeiterklasse bereichern! Dafür ist natürlich das Spatzenhirn eines bürgerlichen Journalisten zu klein…

Planwirtschaft

Quelle:
Klaus Hesse: Zur Geschichte der UdSSR und der KPdSU, Teil 1.1,  Eigenverlag Leipzig 2012, S.361. (Siehe: Klaus Hesse: Zur Geschichte der UdSSR…)

Siehe auch: Sozialistische Planwirtschaft in der Diskussion

Dieser Beitrag wurde unter Arbeiterklasse, Kommunisten, Meine Heimat DDR, Sozialistische Wirklichkeit, Wider den Antikommunismus! veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Antworten zu Regina Hastedt: DER AKTIVIST.

  1. Stefan Adler schreibt:

    Danke für diese weitere Literaturempfehlung! Ich habe schon eine Menge aus den Büchern, die Du hier vorgestellt und vorgeschlagen hast, gelernt. Besonders die Werke über Geschichte sind höchst interessant und nützlich, um diesen Unsinn, der mir hier im Westen während der Schulzeit und danach eingetrichtert wurde, als solchen zu erkennen. Im Moment sauge ich all diese Leistungen, die in der Sowjetunion, in der DDR und anderswo (wie beispielsweise heutzutage in manchen Ländern Lateinamerikas) erbracht werden und wurden, wie ein Schwamm auf. Ich empfinde es einzig als bedauerlich, dass ich so lange gebraucht habe, um die Leistungen und die Qualität der Arbeit im Sozialismus wertschätzen zu lernen.
    Ähnlich ist es in der Kultur: Wenn ich mir heute die Werke von sowjetischen Künstlern wie Chatschaturjan anhöre, bin ich schlichtweg überwältigt von der Menschlichkeit und Schönheit ihrer Werke. Ähnliches gilt für zeitgenössische Musik von Musikern wie Kai Degenhardt, Ana Tijoux oder Shadia Mansour, die vielleicht nicht alle kommunistische Musik spielen, aber die dafür echte Inhalte und Beschreibungen von realen Lebenssituationen und realen Problemen mit ihrer Musik vermitteln. Wenn man so etwas liest und hört, erkennt man recht schnell, wieviel Mühe man im „Westen“ dafür investiert, um die Menschen abzulenken und man fragt sich unvermittelt, warum ein System, das vorgibt demokratisch zu sein, so viel Arbeit und Geld dafür investiert, die Bevölkerung zu zerstreuen und von politischer Arbeit abzulenken.
    Ich bin froh, Deinen Blog hier gefunden zu haben!

  2. roro_ schreibt:

    Gesellschaftliche Arbeit ist niemals die Tat eines Einzelnen!

  3. Pingback: Der Dreher Pawel Bykow | Sascha's Welt

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s