Die eigene Meinung

2Festival 1973

…auch die DDR-Singegruppen waren eine Art politischer Meinungsäußerung

Wie das so ist mit der eigenen Meinung, können wir nachlesen, wenn wir in alten Zeitungen blättern. Auch heute werden Leserbriefe nur dann veröffentlicht, wenn sie von allgemeinem Interesse sind. Das war in der DDR nicht anders. Wer seine Meinung äußert, der will seine induviduelle Erkenntnisgewißheit zum Ausdruck bingen. Das heißt, der Vertreter einer Meinung ist von seiner geäußerten Ansicht überzeugt. Inwieweit nun allerdings die geäußerten Meinungen der Wahrheit entsprechen, hängt immer davon ab, ob die Aussagen, die in den Meinungen zum Ausdruck kommen, mit dem Sachverhalt, den sie widerspiegeln, übereinstimmen. Wer also die DDR kannte, wer sie erlebt hat, der wird die im nachfolgenden Leserbrief geäußerte Meinung vollauf bestätigen können, der wird sagen: Genauso war es! 

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Quelle: ND, 23. November 1949, Nr.274, Seite 2.

Hier nun einmal die gesamte Zeitungsseite:

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Worum geht es hier eigentlich?

Es geht um die historische und um die aktuelle Wahrheit. Es geht darum, zu erkennen, daß der Sozialismus besser ist als der Kapitalismus. Es geht darum, zu erkennen, daß der Kapitalismus seine Apologetik nur noch auf Lügen stützt. Es geht darum, daß die Verteidiger des Kapitalismus zugleich von ihm profitieren. Es geht darum, daß die Nutznießer des Kapitalismus mit aller Macht ihre Privilegien gegenüber der übergroßen Masse der Bevölkerung behalten wollen. Es geht um den Klassenkampf: Reich gegen arm, Ausbeuterklasse gegen arbeitende Klasse, Bourgeoisie gegen Proletariat. Es geht um das Ende aller Kriege, damit um die rasant wachsende Verarmung und Vernichtung von Millionen Menschen, die Zerstörung riesiger Naturreichtümer, die unwiederbringliche Schädigung der Umwelt usw. auf unserem Planeten. Und es geht darum, daß die herrschende Klasse den Sozialismus (aus all den genannten Gründen) mit allen nur möglichen Mittel – Intrige, Denunziation, Sabotage, Krieg und Massenmord – als einzige mögliche Alternative zu verhindern versucht.

Was wollen wir? Wir wollen, daß diese Zusammenhänge von Ursache und Wirkung von den Menschen erkannt werden. Warum ist das so schwer? Eben wegen dieser massenhaften Lügen, wegen dieser großangelegten Geschichtsfälschungen, wegen dieser allgegenwärtigen Manipulierung der Menschen durch die kapitalistischen Massenmedien, wegen der betrügerischen Irreführungen durch bürgerliche Journalisten, Doktoren, Professoren, und alle kleineren und größeren Nutznießer und Amtsinhaber. Und das geht schon seit Jahrzehnten so!

Hier nur ein Beispiel:

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Quelle:
J.W. Stalin: Politischer Bericht an den XVI. Parteitag, in: J. Stalin, Werke, 1954, Bd.12, Dietz Verlag Berlin (DDR), S.278-283.

Mehr lesen ⇒ Was ist besser Kapitalismus oder Sozialismus?


Geht man nun der Sache tiefer auf den Grund,  wird man leicht feststellen können, daß einige Faktoren die Meinungsbildung beeinflussen. Als bedeutendste Faktoren sind zu nennen:

  • die Klassenzugehörigkeit (gehört derjenige z.B. zur Arbeiterklasse?),
  • die weltanschauliche Position (was denkt derjenige über die Welt?),
  • das Erkenntnisniveau (welche Bildung/Lernbereitschaft hat derjenige?),
  • die Erfahrungen (…hier spielt durchaus auch das Alter eine Rolle),
  • die emotionale Ansprechbarkeit (die Offenheit, die Sensibilität usw.),
  • der Informationsumfang (wie werden die Zusammenhänge erkannt?).

Jeder Mensch ist lernfähig. Davon sind wir in der DDR ausgegangen. Und bei vielen Menschen hat sich allmählich auch ein sozialistisches Bewußtsein entwickelt. Niemand wurde bestraft, wenn er eine andere Meinung hatte. Aber es wurde diskutiert, agitiert und versucht zu überzeugen. Schwer war es zweifellos, das in den Köpfen tiefverwurzelte kapitalistische und kleinbürgerliche Denken zu überwinden. Immerhin es gelang – wenn auch nicht vollständig, und unter dem Dauerbeschuß durch die Westmedien….

Das alles sind nur ein paar Gedankenanstöße zu dem Thema „Meinung“! Wie denken Sie darüber? Was ist Ihre Meinung?

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