Das Gold, das Geld und die Preise in der DDR … und im Kapitalismus

Notes and CoinsDer folgende Beitrag erklärt sehr genau, in welchen Wert das Geld in der DDR hatte, in welchem Zusammenhang das Geld mit dem Golde steht und welcher Unterschied besteht zwischen dem Geld in einem sozialistischen Land und dem Geld im Kapitalismus. Hier ist sehr schön zu verstehen, warum die Bourgеoisie die ökonomischen Zusammenhänge zu verschleiern versucht, warum die Krise nicht mehr abzuwenden ist und selbst solche Tricks (wie die Einführung von Bitcoins) den Kapitalismus nicht mehr zu retten vermögen. Die DDR-Finanzökonomen Dr. Horst Zimmermann, Dr. Günter Fraas und Manfred Rätzer gehen dabei von den ökonomischen Grundlagen aus – ganz im Sinne Lenins: „Das Einzelne existiert nicht anders als in dem Zusammenhang, der zum Allgemeinen führt. Das Allgemeine existiert nur im Einzelnen, durch das Einzelne.“


Die Funktionen des Geldes in der Deutschen Demokratischen Republik …

Maß der Werte

In der Funktion als Maß der Werte mißt das Geld die in den Waren und Produkten vergegenständlichte gesellschaftliche Arbeit.

Die Funktion als Maß der Werte kann nur von einer Geldware ausgeübt werden, die selbst einen Wert hat, d. h. in der gesellschaftliche Arbeit vergegen­ständlicht ist. Diese Geldware ist heute überall das Gold. Nur das Gold funk­tioniert als Maß der Werte. Dabei muß das Gold selbst nicht körperlich vor­handen sein. Die ·Gleichsetzung des .Wertes einer Ware mit dem Wert eines bestimmten Quantums Gold erfolgt nur ideell, in der Vorstellung. Jedem Funktionieren von realem Geld, welcher Art das Geld auch immer ist, geht das Funktionieren des Geldes als Maß der Werte voraus, wobei das Gold in ideeller Form als Wertmaß dient.

Der Wert einer Ware wird durch ihren Preis ausgedrückt. Ein bestimmtes Goldquantum wird als Maßeinheit festgesetzt, es bildet den Maßstab der Preise, an dem die Goldquanten, die den Wert der einzelnen Waren darstellen, gemessen werden.

Maßstab der Preise

Als Maßstab der Preise dient das Geld zum Vergleich. der im Preis ausge­drückten Werte der Waren. Das als Maßstab der Preise fixierte Goldgewicht mißt die Goldquanta, die den Wert der einzelnen Waren ausdrücken.

Maßstab der Preise ist ein gesetzlich fixiertes Goldgewicht. Dieses Goldgewicht erhält als Währungseinheit eines Landes einen Geldnamen. Die Währungs­einheit der Deutschen Demokratischen Republik ist die Deutsche Mark der Deutschen Notenbank. Sie ist eine sozialistische Währung, die in allen übrigen Geldfunktionen, mit Ausnahme der Funktion als Maß der Werte, die nur vom Gold ausgeübt werden kann, funktioniert. Die D-Mark der Deutschen Noten­bank kann als Geld in diesen Funktionen wirken, weil sie durch ihren Gold­gehalt mit dem Gold als Maß der Werte verbunden ist und weil ihr Goldgehalt den Maßstab der Preise in der DDR darstellt.

Die Beziehungen zum Gold

Die Beziehungen der D-Mark der Deutschen Notenbank zum Gold sind durch zwei Faktoren gegeben.

  • Sie ist erstens historisch mit dem Gold verbunden. Aus der im vormonopoli­stischen Kapitalismus bestehenden Goldwährung, in der das Gold in allen Geldfunktionen real funktionierte, entwickelte sich in der allgemeinen Krise des Kapitalismus die Papierwährung. Das Gold funktionierte nur noch als Maß der Werte, in den übrigen Geldfunktionen wurde es durch Geldzeichen (Papiergeld und Banknoten) vertreten. Die Reichsmark war aber durch ihren Goldgehalt, der durch das Verhältnis 1 kg Gold = 2.790 RM fixiert war, mit dem Gold verbunden. Mit der inflationistischen Entwertung der Reichsmark im zweiten Weltkrieg änderte sich zwar ihr ökonomischer Goldgehalt, sie funk­tionierte aber immer als Stellvertreter des Goldes. Durch die Währungsreform von 1948 wurde die Reichsmark durch die Deutsche Mark der Deutschen Notenbank ersetzt. Dabei wurde die neue D-Mark nicht losgelöst von der alten Reichsmark geschaffen; es bestanden vielfältige Beziehungen zwischen beiden, die in den Bestimmungen über die Währungsreform festgelegt wurden. So wurde das Verhältnis der D-Mark zur Reichsmark wie 10:1 festgesetzt, die Löhne und Preise blieben unverändert usw. All das zeigt, daß die Beziehungen der D-Mark der Deutschen Notenbank zum Gold zwar geändert, aber nicht beseitigt wurden. Die D-Mark der Deutschen Notenbank wurde mit der Festigung der Grundlagen des Sozialismus von einem neuen, sozialistischen Inhalt durchdrungen. Sie wurde eine sozialistische Währung, die sich von der Papier­währung, die die Reichsmark darstellte, grundsätzlich unterscheidet. Aber die D-Mark ist historisch weiter mit dem Gold verbunden, sie hat einen Goldgehalt und kann deshalb anstelle des Goldes als Geld fungieren.
  • Die D-Mark der Deutschen Notenbank ist zweitens logisch mit dem Gold ver­bunden. Als Währungseinheit entspricht die D-Mark dem Maßstab der Preise, d.h., sie hat objektiv einen Goldgehalt. Der Goldgehalt der D-Mark ist objektiv gegeben als das Goldquantum, das den Maßstab der Preise darstellt. Er ist ökonomisch bedingt durch die Kaufkraft der D-Mark. Als sich mit der Festigung der Grundlagen des Sozialismus in der DDR die Kaufkraft der D-Mark ge­festigt hatte, konnte ihr objektiv gegebener Goldgehalt bestimmt werden. Dabei wurde die Kaufkraft der D-Mark der Deutschen Notenbank mit der Kaufkraft anderer Währungen, deren Goldgehalt festgelegt ist, verglichen. Die ökonomische Verbindung der D-Mark mit dem Gold ergibt sich also erstens aus der Kaufkraft der D-Mark, zweitens aus der Verbindung der Warenproduktion der DDR mit der Warenproduktion der Länder des demokratischen und auch des kapitalistischen Weltmarktes über den Außenhandel.

Die in der Deutschen Demokratischen Republik gültige Währungseinheit ist die Deutsche Mark der Deutschen Notenbank. Jede Deutsche Mark repräsentiert eine bestimmte Goldmenge. Dieser Goldgehalt der D-Mark ist ökonomisch bedingt durch die Kaufkraft der D-Mark, d.h. durch den Wert der Waren, die für eine D-Mark gekauft werden können.

Beziehungen zur Ökonomie

Durch Vergleiche mit der Kaufkraft anderer Währungen, insbesondere mit der Lebenshaltung der Werktätigen anderer, auch kapitalistischer Länder, wurde von der Deutschen Notenbank der objektive, ökonomisch bedingte Goldgehalt der D-Mark ermittelt. Durch Verordnung vom 1. November 1953 wurde dieser Goldgehalt mit 0,399.903 g Feingold gesetzlich festgelegt. Damit wurde die D-Mark der Deutschen Notenbank unmittelbar an das Gold gebunden. Sie ist die einheitliche Währung für die gesamte· Sphäre der Produktion und Zirku­lation sowie die Sphäre der Konsumtion. Über. die D-Mark der Deutschen Notenbank dient das Gold als Wertmaß für alle Produkte und Waren und als Wertmaß bei der Entlohnung der Werktätigen nach der Leistung. Über die D-Mark dient das Gold schließlich auch als Wertmaß in unserem Außenhandel mit den Ländern beider Weltmärkte, wo die D-Mark durch feste Kurse mit den Währungen anderer Länder verbunden ist.

Die D-Mark und andere Währungen

Durch ihren Goldgehalt hat die D-Mark einen Wert, und nur weil sie einen Wert hat, kann sie anstelle des Goldes als Geld fungieren. Das trifft nicht nur für die D-Mark der DN zu, sondern alle Währungen haben einen Wert, der sich aus ihrer Verbindung mit dem Gold, aus ihrem Goldgehalt, ergibt. Gold ist in allen Währungen Maß der Werte, der Goldgehalt der Währungen ist der Maßstab der Preise, der den Wert der Währungen ökonomisch bestimmt. Die Tatsache, daß das Geld einen Wert hat, muß der Ausgangspunkt für alle Untersuchungen über die Währung sein.

Die klassische Geldmengentheorie

So selbstverständlich diese Tatsache auch ist, glauben dennoch die Theoretiker des Kapitalismus nach wie vor alle Ursache zu haben, sie leugnen zu können. Die Vertreter der klassischen Geldmengentheorie, insbesondere David Hume und Charles Montesquieu, gründeten ihre Theorie darauf, daß das Geld keinen Wert hat. Im Kampf der aufkommenden Industriebourgeoisie gegen den Merkantilismus, der bekanntlich im Gold die einzige Verkörperung des Reich­tums sah, d.h. also den Wert des Goldes als allgemeines Äquivalent hervorhob, entstand die Geldmengentheorie. Ihre Vertreter sahen das Geld nur als Zirku­lationsmittel an. Nur aus der Zirkulation, so meinten sie, ergäbe sich der Wert des Geldes. Hieraus folgerte Hume seine Behauptung, daß die Warenpreise (PW) eine Funktion der umlaufenden Geldmenge (M) seien, also

PW = F (M),

wobei Hume von der Goldzirkulation ausging. Der Wert des Geldes steige also bei Vergrößerung der Warenmenge, d.h. bei fallenden Preisen, und um­gekehrt.

Auch David Ricardo war. ein Vertreter der Geldmengentheorie. Er erkannte zwar richtig, daß auch Gold und Silber, wie alle Waren, einen Wert haben. Er behauptete aber, da auch er von der Zirkulation ausging, daß Gold bzw. Silber in der Zirkulation einen Wert ausdrücken können, der von ihrem eigenen Wert abweiche.

Karl Marx deckte den „klassischen“ Fehler auf

Karl Marx hat das Wesen des Geldes eingehend analysiert und im Geldumlauf­gesetz die objektiven ökonomischen Gesetzmäßigkeiten des Geldumlaufs dar­gelegt. Die Analyse des Geldes führte zu der Erkenntnis, daß das Geld einen Wert hat, und daß infolgedessen die zirkulierende Geldmenge eine Funktion der Warenpreise ist, also

M = F (PW).

Dabei hat Marx die Geldmengentheorie kritisiert und ihre Fehlerhaftigkeit nachgewiesen.

„Die Illusion, daß umgekehrt die Warenpreise durch die Masse der Zirkulationsmittel und letztre ihrerseits durch die Masse des in einem Lande befindlichen Geldmaterials bestimmt werden, wurzelt bei ihren ursprünglichen Vertretern in der abgeschmackten Hypothese, daß Waren ohne Preis und Geld ohne Wert in den Zirkulationsprozeß eingehn, wo sich dann ein aliquoter Teil des Warenbreis mit einem aliquoten Teil des Metallbergs austausche.“ [1]

Eine falsche Theorie im Interesse der Bourgeoisie

Doch die Geldmengentheorie entspricht nach wie vor den Klasseninteressen der Bourgeoisie. Deshalb finden sich, wie auch früher schon, immer wieder Nationalökonomen, die diese Theorie – verschiedenartig variiert – zur „Rechtfertigung“ des Kapitalismus benutzen. Die modernen Geldtheoretiker sprechen zwar dem Münzgeld, d.h. der körperlich zirkulierenden Geldware Gold, den Wert nicht ab. (Abgesehen davon, daß die ökonomische Kategorie des Wertes von ihnen nicht richtig dargestellt wird, d.h. also, daß sie nicht die aufgewendete gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit als Grundlage des Wertes einer Ware erkennen, sondern vielmehr die verschiedenartigsten idealistischen Definitionen geben, so z.B. vom „Bedürfnis“ ausgehen usw. Das sei aber nur nebenbei erwähnt.)

Eine Lüge als „Rechtfertigung“

Geld hat wohl einen Wert, sagen die modernen bürgerlichen Geldtheoretiker, aber es ist ja gar nicht mehr das Gold, das als Geld zirkuliert. Und das Papiergeld oder auch die Banknoten, die jetzt umlaufen, haben mit dem Gold nichts mehr zu tun. Der Wert des Papiergeldes ist nur gegeben, weil es als allgemein anerkanntes Verrechnungszeichen für die Waren von allen angenommen wird.

Mit anderen Worten, die bürgerlichen Wirtschaftswissenschaftler haben das Geld vom Golde gelöst und damit die Geldmengentheorie vor der objektiven Wirklichkeit „gerettet“. Und sie brauchen diese „Rettung“, um den Kapitalismus zu „retten“, seine Widersprüche zu verschleiern und zu „rechtfertigen“. Die bekanntesten neueren Verfechter der Geldmengentheorie sind Irving Fisher [2] und John Meynard Keynes [3]. Auch Hilferding [4] begeht den Fehler, von der Zirkulation des Geldes auszugehen, und kommt so zu Schlußfolgerungen, bei denen er den Wert des Geldes vernachlässigt.

Klar – das Geld in der DDR war ja „wertlos“!

Die schon von Marx als abgeschmackt bezeichnete Hypothese, daß Geld ohne Wert in den Zirkulationsprozeß eingeht, wird hier auf höherer Ebene erneut vorgebracht. Die bürgerlichen Ökonomen verstehen nicht, daß das Geld nur deshalb als Geld fungieren kann, weil es einen Wert hat und daß die Geld­zeichen nur deshalb als Geld fungieren können, weil sie als Stellvertreter des Goldes dieses in der Zirkulation ersetzen. Bürgerliche Geldtheoretiker „beweisen“ mit diesen Theorien nicht nur die Notwendigkeit der sogenannten monetären Konjunkturpolitik der modernen kapitalistischen Staaten. Sie stellen darüber hinaus sogar fest, daß das Geld in den sozialistischen Ländern infla­torisch sei, keinen Wert habe, ja sogar, daß es gar kein Geld geben könne. [5]

Der Wert des Geldes im Sozialismus

Die Verbindung des Geldes mit dem Wert ist der Ausgangspunkt, um die ökonomischen Kategorien des Geldes in den sozialistischen Ländern bewußt auszunutzen. Die Funktion als Maß der Werte ist die grundlegende Funktion des Geldes, ohne die es in seinen anderen Funktionen nicht wirken kann.

Der Wert des Geldes ist bestimmt durch den Wert der Geldware, die ihm zugrunde liegt. Geldware ist für alle modernen Währungen das Gold. Der Wert des Goldes ist also sowohl der historische als auch der logische Ausgangspunkt für die Bestimmung des Wertes einer Währung.

Die ökonomischen Grundlagen

Der Geldumlauf unterliegt objektiven ökonomischen Gesetzmäßigkeiten, die Marx im Geldumlaufgesetz formuliert hat. Diese Gesetzmäßigkeiten gelten allgemein, also auch bei reinem Papiergeldumlauf. Alle Versuche der bürger­lichen Ökonomen, die objektiven ökonomischen Gesetze zu leugnen, das Geldumlaufgesetz außer acht zu lassen oder zu „widerlegen“, sind vergebliche Versuche, deren Aufgabe nur sein kann, die Widersprüche des modernen Kapitalismus zu verdecken und die brutalen Methoden der Ausbeutung und Unterdrückung der Arbeiter, der Ruinierung der kleinen Kapitalisten zu ,,rechtfertigen“.

Der Geldumlauf

Das Geldumlaufgesetz kann, wie Marx schreibt, „auch so ausgedrückt werden, daß bei gegebner Wertsumme der Waren und gegebner Durchschnittgeschwin­digkeit ihrer Metamorphosen, die Quantität des umlaufenden Geldes oder des Geldmaterials von seinem eignen Wert abhängt“. [6]

Bei Papiergeldumlauf vertritt die umlaufende Papiergeldmenge stets die Menge Geld, die eigentlich zirkulieren müßte, d.h., auch jede Papiergeldeinheit ver­tritt eine bestimmte Menge Gold in der Zirkulation, jede Papiergeldeinheit hat einen bestimmten Goldgehalt – unabhängig davon, ob ein solcher Gold­gehalt der Währungseinheit festgesetzt ist oder nicht und unabhängig davon, wie hoch dieser Goldgehalt gesetzlich festgelegt ist. Der Goldgehalt des Papiergeldes, der Ausdruck des Wertes des Papiergeldes ist, ist ökonomisch bedingt.

Welchen Wert hat das Papiergeld?

Soll der Goldgehalt, also der Wert einer Währungseinheit bei Papiergeldzirkulation erhalten bleiben, so ist „die Ausgabe des Papiergelds auf die Quantität zu beschränken…, worin das von ihm symbolisch dargestellte Gold … wirklich zirkulieren müßte“ [7]. Wird mehr Papiergeld ausgegeben – wie das in den kapitalistischen Ländern geschieht –, so verkörpert die Gesamtmenge stets die zur Zirkulation not­wendige Goldmenge, d.h., der Wert der Währungseinheit sinkt. Das Geld wird entwertet. Diese Entwertung nutzen die Monopolisten aus, um die Lasten ihrer staatlichen Ausgaben, vor allem ihre Rüstungsausgaben, auf die Werktätigen abzuwälzen und sie so zusätzlich auszubeuten. Entwertung des Geldes bedeutet steigende Preise, bedeutet in der allgemeinen Krise des Kapitalismus Inflation.

Die sozialistische Währung

Das von Marx formulierte Gesetz der Papiergeldzirkulation gilt auch für den Umlauf der Geldzeichen der sozialistischen Währung. Es gilt allgemein, wo das Gold in der Zirkulation und als allgemeine Ware der Kontrakte durch Geldzeichen vertreten wird und das Gold nur noch als Maß der Werte funktioniert. Es gilt auch für die Deutsche Mark der Deutschen Notenbank. Als sozialistische Währung unterscheidet sich diese von den Papierwährungen der kapitalistischen Länder vor allem durch ihre Planmäßigkeit, d.h. durch die bewußte Ausnutzung der Gesetze des Geldumlaufs, darunter auch des Gesetzes der Papiergeldzirkulation, durch den Staat.

Wie entstehen die Preise im Sozialismus?

Der Wert der Waren – wie auch der Wert der Produktionsmittel, die keine Waren mehr sind, aber die Warenhülle beibehalten haben – setzt sich quantitativ zusammen aus der übertragenen toten Arbeit der Produktionsmittel und der bei der Produktion aufgewandten lebendigen Arbeit. Der in den Waren und Produktion vergegenständlichte Aufwand an toter und lebendiger Arbeit wird durch das Geld in seiner Funktion als Maß der Werte ausgedrückt und erscheint in den Preisen der Ware. Das Geld ist in dieser Funktion der unmittelbare Ausdruck der gesellschaftlichen Arbeit. Mit Hilfe des Geldes als Maß der Werte kann auf der Grundlage technisch und ökonomisch begründeter Normen die Betriebsabrechnung durchgeführt werden.

Die Berechnungsgrundlagen

Dabei müssen entsprechend der Zusammensetzung des Wertes verschiedene Normen festgesetzt werden, nämlich

a) die Materialverbrauchsnormen, durch die der gesellschaftliche Aufwand an vergegenständlichter Arbeit festgelegt wird, der mit den Arbeitsgegenständen auf das Produkt übergeht;
b) die Abschreibungsnormen, durch die die vergegenständlichte Arbeit festgelegt wird, die aus den Arbeitsmitteln infolge ihres Verschleißes auf das Produkt übergeht; schließlich
c) die Arbeitsnormen, durch die der gesellschaftlich notwendige Aufwand an lebendiger Arbeit festgelegt wird, der im Arbeitsprozeß zur Herstellung des Produkts erforderlich ist.

Der Sinn und Nutzen der Planwirtschaft

Aus dem Vergleich der planmäßigen Selbstkosten, die auf der Grundlage technisch und wirtschaftlich begründeter Normen festgelegt werden, mit den tatsächlichen Selbstkosten ergibt sich die Möglichkeit, die Einhaltung der Betriebspläne der volkseigenen Wirtschaft zu kontrollieren.

Wir haben im vorigen Kapitel festgestellt, daß die Kontrolle durch die D-Mark in vierfacher Weise ausgeübt wird. Jetzt können wir feststellen, daß die Kon­trolle durch die D-Mark innerhalb des Betriebes und seitens der übergeord­neten Organe des Betriebes vor allem durch das Geld in seiner Funktion als Maß der Werte erfolgt.

Die Festsetzung der planmäßigen Kosten der volkseigenen Betriebe und die Feststellung der Rentabilität, die Senkung der Selbstkosten und die Durch­setzung eines strengen Sparsamkeitsregimes erfolgt auf Grund der staatlichen Kontrollziffern durch das Rechnungswesen der volkseigenen Betriebe.

Die volkswirtschaftliche Rechnungsführung

Die klare und eindeutige Festlegung dieser Kennziffern im neuen Rechnungs­wesen steht in krassem Gegensatz zu der Verschleierung der Gewinne und der Erfassung der Kosten, wie sie im Rechnungswesen der kapitalistischen Betriebe in Westdeutschland praktiziert wird. In beiden Fällen wird das Geld in seiner Funktion als Maß der Werte ausgenutzt. Aus dem Unterschied in dem Inhalt und der Bedeutung der beiden Arten des Rechnungswesens folgt eindeutig der völlig andersgeartete Inhalt der Funktion des Geldes als Maß der Werte.

Das Wertgesetz

Im Kapitalismus dient das Geld als Maß der Werte zur spontanen Berechnung der gesellschaftlichen Arbeit, welche nach den Worten Lenins hinter dem Rücken des Warenproduzenten erfolgt. Das Geld als Maß der Werte wirkt im Kapitalismus spontan, der Wert aller Waren wird über die Preisschwankungen auf dem Markt festgelegt. Darin kommt die regulierende Wirkung des Wert­gesetzes zum Ausdruck.

In der volkseigenen Wirtschaft wirkt das Wertgesetz dagegen nur in bestimmten Grenzen regulierend. Durch die bewußte Anwendung des Wertgesetzes bildet sich der Wert aller Waren planmäßig, wobei die technisch und ökonomisch begründeten Normen ausgenutzt werden. Der Wert der Waren drückt sich in den festen Planpreisen aus.

Wie wurden die Preise in der DDR festgesetzt?

Das Geld funktioniert als Maß der Werte in der gesamten Wirtschaft der DDR. In der volkseigenen Wirtschaft wird es als Mittel zur planmäßigen Festsetzung der Preise ausgenutzt. Das Vorherrschen des sozialistischen Sektors unserer Wirtschaft wirkt sich dahin aus, daß die für den Kapitalismus charakteristische spontane Festsetzung des gesellschaftlichen Arbeitsaufwandes, d.h. des Wertes der Waren, selbst im privatkapitalistischen Teil unserer Wirtschaft weitgehend eingeengt ist. Auch hier dient die D-Mark über die Preisfestsetzungen zur Bestimmung des gesellschaftlichen Wertes.

Die spontane Herausbildung der Werte ist in unserer Wirtschaft eingeschränkt, sie ist aber nicht beseitigt. Sie wirkt nicht nur eingeschränkt innerhalb des privatkapitalistischen Teils unserer Wirtschaft, sondern darüber hinaus vor allem auch innerhalb der einfachen Warenproduktion. Hier, auf dem Gebiete der landwirtschaftlichen Produktion, findet für den Teil der landwirtschaftlichen Produkte, der nicht zu festen Preisen vom Staate erfaßt wird, noch weitgehend eine spontane Preisbildung statt.

Entspricht der Preis immer dem Wert der Ware?

Wenn wir bisher vom Wert der Waren gesprochen haben, so immer unter der stillschweigenden Annahme, daß der Wert einer jeden einzelnen Ware in ihrem Preis genau zum Ausdruck kommt. Wir wissen aber, daß dies nicht der Fall ist, daß die Preise vom Wert abweichen können und im allgemeinen auch ab­weichen. Im Kapitalismus ist das ein spontaner Prozeß.

Im modernen Kapitalismus ist es den Monopolen infolge ihrer uneingeschränkten Beherrschung des Marktes möglich, Preise festzusetzen, die über den Wert die Waren hinausgehen.

In der sozialistischen Wirtschaft ist die Spontaneität der Preisbildung ersetzt durch die planmäßige Preisfestsetzung. Grundlage für die Planpreise ist der Wert der Waren. Abweichend vom Wert können die Preise aber höher oder niedriger festgesetzt werden, um den Verbrauch auch auf bestimmte Artikel zu lenken oder bei anderen Artikeln einzuschränken. Die Preispolitik wird damit zu einem wichtigen Hebel zur Durchsetzung des Gesetzes der planmäßigen, proportionalen Entwicklung der Volkswirtschaft durch die bewußte Anwendung des Wertgesetzes. Auch hierbei funktioniert das Geld als Maß der Werte.

Quelle:
Zimmermann/Fraas/Rätzer, Geld und Kredit in der Deutschen Demokratischen Republik, Verlag Die Wirtschaft, Berlin, 1957, S.138-145. (Zwischenüberschriften eingefügt, N.G.)

[1] Karl Marx, Das Kapital, Berlin 1953, Bd.I, S.128 f.
[2] I. Fisher, Die Kraft des Geldes, Jena 1926.
[3] J.M. Keynes, Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes, München und Leipzig 1938.
[4] R. Hilferding, Das Finanzkapital, Dietz Verlag, Berlin 1955.
[5] Vgl. hierzu die Ausführungen bei Kohlmey, Das Geldsystem der DDR, Berlin 1956, S. 87 und 141. (… deswegen wurden die Tresore der DDR 1990 ja auch vom Westen geplündert! Ein langer, geschlossener Sattelschlepper fuhr rückwärts an die Staatbank der DDR heran, schwerbewaffnete Polizisten riegelten die ganze Straße ab und nach ein paar Stunden war der Spuk vorüber – und das DDR-Gold war weg.)
[6] Karl Marx, Das Kapital, Berlin 1953, Bd.I, S. l28.
[7] ebd. S.133.

pdfimage  Zimmermann: Das Gold und das Geld

Dieser Beitrag wurde unter Marxismus-Leninismus, Meine Heimat DDR, Sozialistische Wirklichkeit veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

11 Antworten zu Das Gold, das Geld und die Preise in der DDR … und im Kapitalismus

  1. roprin schreibt:

    Unsere Währung hie0 nicht „Deutsche Mark der deutschen Notenbank“, sondern „Mark der deutschen Notenbank“ = MdN
    Und dann soltte das aklles in der Vergangenheit (war) dargestellt werden…

  2. greg tejero schreibt:

    Danke, danke für den Artikel. Sehr freundlich, so prompt auf meine Bitten zu reagieren 🙂

  3. tommmm schreibt:

    Das mit dem Gold als Vergleich finde ich sehr spannend. Darauf wäre ich nie gekommen.

  4. tommmm schreibt:

    Lieber Sascha,
    Ich habe mir vor 4 Jahren mal ein paar Gedanken über das übliche Parameter der Wirtschaft (Dollar) Gedanken gemacht. Da sind ca. 3 Seiten Laienwirtschaft herausgekommen. Wenn es nicht zuviel ist kannst du es gerne veröffentlichen. (Mußt du aber nicht) Es ist natürlich nicht wissenschaftlich, eher für meine Kinder geschrieben:

    Der Vergleich – 1. Versuch einer Deutung
    Der Gedanke zu dieser Betrachtung kam mir beim Schreiben der „Exportweltmeisterreihe“. Auch hier bedient man sich eines Vergleiches zur Bestimmung des Weltmeisters. Doch der Reihe nach. Es hat den Anschein, dass es 2 Arten von Vergleichen gibt, den subjektiven oder auch emotionalen Vergleich und den objektiven oder auch streng wissenschaftlichen Vergleich.

    Wenden wir uns zuerst dem emotionalen Vergleich zu:
    Wir beginnen mit einer bekannten Situation aus dem Alltag. Papi ist wieder einmal beim Wohnung wischen. Die kleine Tochter möchte gerne helfen und macht sich an dem Eimer mit dem Wischwasser zu schaffen. Sie merkt bei ihrer Anstrengung gar nicht, dass sie beobachtet wird. „das ist aber schwer Papi“ schnauft sie. Papi lacht und schnappt sich Eimer und Tochter. Beides kommt ihm leicht vor. Sowohl der Vater als auch die kleine Tochter führen interne Vergleiche mit bekannten Vergleichsgewichten durch ohne es zu ahnen. Die Tochter mit ihren Puppen und der Vater mit den Holzbalken, die er bei seiner Arbeit als Zimmermann bewegen muss.

    Vergleiche ziehen sich durch unser ganzes Leben. Immer sind wir bestrebt durch eine Vergleich mit Bekanntem oder Erlebten neue Situationen zu meistern. Wir suchen also in unserem Speicher, auch Gehirn genannt, nach ähnlichen Erlebnissen und der Basis dieser Erfahrungen treffen wir unsere Entscheidungen.
    Es gibt auch Fälle, wo wir als Basis von Vergleichen lediglich erlernte „Fakten“ verwenden. Dies stellt eine große Gefahr für die Bildung einer eigenen unabhängigen Meinung dar. Zum Beispiel wird man in der Werbung ständig mit Botschaften überflutet die, uns durch ständige Wiederholung ins Gehirn gepresst werden.

    Auch die Politik bedient sich gerne dieser psychologischen Beeinflussung. Als Beweis für viele Behauptungen werden dann anonyme Gruppen, wie „die Wissenschaftler“ oder „regierungsnahe Kreise“ oder „Aktivisten“ oder einfach „irgendwelche Studien“ präsentiert. Ein Vergleich mit selbst erlebten ist genauso wenig möglich wie eine objektive Überprüfung. Ist es daher sinnvoll, so eine Behauptung gleich als Lüge abzutun? Oder zumindest als Propaganda? Vielleicht hält man sich dafür Ressourcen für eigenes Denken frei?

    Ein kleines Beispiel wäre folgendes:
    Aluminium wird allgemein als leichtes Baumaterial bezeichnet. Das kommt wahrscheinlich daher, das stillschweigend Stahl als Vergleich herangezogen wird. Aluminium selbst ist eigentlich gar nicht so leicht. Es ist zum Beispiel ca. 5 mal so schwer wie Bauholz. (2,7g/cm³ gegenüber 0,55g/cm³)
    Im Zusammenhang mit einer optimierten Formgebung ergeben sich aus Aluminium jedoch sehr leichte Bauteile. Im Gegensatz zu Holz, dass zwar viel leichter ist, zum großen Teil aber als Vollmaterial zum Einsatz kommt. Spätestens hier wird deutlich, wie wichtig objektive Vergleichskriterien sind. Diesen werden wir uns das nächste Mal widmen……

    Der Vergleich – 2. Versuch einer Deutung
    Als Kind habe ich viele historische Bücher gelesen, in denen gefühltermaßen ebenso viele Längenmaßeinheiten vorkamen. Von Werst im Russischen, über mehrere Arten von Meilen, Klafter, Faden und Füßen bis hin zur „Elle“, die von ca. 40 cm bis über 1,50 m ging. Welches Wesen da wohl vermessen wurde. Bei guten Büchern gibt es am Ende ein paar Erläuterungen (Glossar). Hier wurde dann die Länge der verwendeten Einheiten in Meter angegeben, der heutigen SI-Einheit (Internationales Einheitensystem). Auch die Entwicklung des „Meters“ an sich ist interessant. Von der ersten Idee der Länge eines „Sekundenpendels“ über die halbe Länge eines des Erdmeridianes dividiert durch 10.000.000 anschließend das erste in Paris als Messingstab gegossene Urmeter. Später wurde das Urmeter in 25 Kopien aus einer Platin-Iridium Legierung gegossen und jeweils an 25 Länder verlost oder verkauft. Als auch diese Genauigkeit nicht mehr ausreichte und auch nicht an jedem Ort der Erde reproduzierbar war, wurde es mit der zig-fachen Wellenlänge der Strahlung eines Atom noch genauer bis man sich auf die heute gültige Abhängigkeit von der Lichtgeschwindigkeit einigte. Bei all diesen Verbesserungen ging es nie um die Änderung der Länge eines Meters, sondern immer nur um die Verbesserung der Präzisierung der Konstante „Meter“. Ähnliche Präzisierungen können wir bei fast allen anderen heute verwendeten Einheiten beobachten. Die Genauigkeit der verwendeten Konstanten als Basis aller Vergleiche musste mit der technischen Entwicklung auf den wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Gebieten mithalten. Es macht ja heute auch keinen Sinn mehr, einen 100 m Lauf in Sekunden zu messen.

    Wissenschaftliche Ergebnisse aus jeden Land der Erde, sportliche Ergebnisse, Fördermengen von Erzen oder Mengen von Getreideernten oder auch die Menge von erzeugter Energie können heute jederzeit miteinander verglichen werden. Man kann auch ohne weiteres, Ergebnisse aus vergangenen Jahren mit heutigen Ergebnissen vergleichen, da sich ja die Vergleichskonstanten nicht verändert haben, sondern im Gegenteil immer genauer (oder soll ich sagen konstanter) wurden.Doch es gibt eine überraschende Entwicklung, die alle Naturgesetze außer Kraft zu setzen scheint……beim nächsten Versuch werde ich mich darüber auslassen.

    Der Vergleich – 3. Versuch einer Deutung
    Bei meinen Gedankenspielen über „Den Vergleich“ ging es mir zunächst nur darum, zu zeigen, wie wichtig Vergleiche für die Bildung einer eigenen Meinung sind. Dieses zieht sich durch alle Bereiche des Lebens. Auch ohne den Mechanismus nachzuvollziehen, ist es doch fest im Unterbewusstsein jedes Menschen verankert, dass das Vergleichen nur mit einer möglichst konstanten Größe funktioniert. Diese Erkenntnis macht sich eine entwicklungsgeschichtlich junge Wissenschaft zu Nutze, die „Wirtschaftswissenschaft“.

    In der heutigen Gesellschaft werden durch die hohe Produktivitätssteigerung der letzten Jahrzehnte viel mehr Güter hergestellt, als tatsächlich zum Leben benötigt werden. Dies erfordert natürlich einen hohen manipulativen Aufwand, da die entsprechenden Bedürfnisse der Konsumenten erst geweckt werden müssen. Gleichzeitig muss dieses ungehemmte Wachstum auf Kosten der Umwelt und der Lebensfreude der Menschen ja auch begründet werden, nicht das jemand auf die Idee kommt, an diesem Konzept zu zweifeln. Und dazu gibt es die „Wirtschaftswissenschaft“. Wessen Interesse hier vertreten wird, sagt schon der Name, wobei hier natürlich die produktiven Kräfte der Wirtschaft ausgeschlossen bleiben. Als Vergleichsmaßstab wird hier meistens der Dollar benutzt, gerne aber auch der Euro oder anderes Geld. Alles Konstanten wie andere SI-Einheiten, also Meter, Kilogramm, Mol, Sekunde usw. ……STOP!

    Hier zwingt mich eine innere Stimme doch mal einen kleinen Moment nachzudenken… Alleine durch die Benutzung des Dollars als Vergleichsobjekt wird suggeriert, dass es sich hierbei um eine Konstante handelt. Ist das so? Ist es sinnvoll, dass das Bruttosozialprodukt der Länder seit Jahren in Dollar angegeben wird? Ist es in unseren Köpfen bereits so verankert, dass wir nicht mehr darüber nachdenken? Ich habe hier mal das Bruttoinlandsprodukt je Kopf in Deutschland für die Jahre 1990, 2000 und 2010 rausgesucht. Es betrug
    1990: 18.700 $ / Person
    2000: 23.000 $ / Person
    2010: 39.600 $ / Person
    Daher konnte Wirtschaftswissenschaft herausfinden, dass wir seit Jahren einen ungeheuren Boom erleben…

    Ich möchte auch mal Wirtschaftswissenschaftslehrling sein. Ich nehme zum Vergleich einfach das „Brötchen“, da ja nicht jeder ein Professor sein kann muss das genügen. Ich esse zum Frühstück 3 Brötchen, einfache natürlich, nicht die marketingmäßig mit Körnern bestreuten…Diese esse ich seit 20 Jahren, es scheint also eine echte Konstante in meinem Leben zu sein. Also, 1 Brötchen kostete 1990 ca. 25 Pf., 2000 ca. 35 Pf. und 2010 ca. 30 Cent, beim Bäcker natürlich, und ich denke sie sind auch noch ungefähr genauso groß. Ich rechne das jetzt mal sehr gerundet um, ist ja Wirtschaftswissenschaft:
    1990:
    3 x 25 Pf. = 75 Pf. = 0,38 Euro………….0,38 x 1,3 = 0,49 $
    18.700 : 0,49 = 38.000 Portionen Frühstücksbrötchenportionen / Person
    2000:
    3 x 35 Pf. = 105 Pf. = 0,53 Euro………….0,53 x 1,3 = 0,69 $
    23.000 : 0,69 = 33.300 Portionen Frühstücksbrötchenportionen / Person
    2010:
    3 x 30 Cent = 0,90 Euro………….0,90 x 1,3 = 1,17 $
    39.600 : 1,17 = 33.800 Portionen Frühstücksbrötchenportionen / Person

    Sieht ein bißchen anders aus…irgendwie nicht nach Wachstum. Aber ich gebe es zu, ich bin ja noch nicht einmal der Lehrling für den ich mich ausgegeben habe, also alles nur Gedanken. Aber die für mich bessere Konstante habe ich gefunden… Aber wo bleibt das Wachstum?….da muss ich noch mal drüber nachdenken.

    • sascha313 schreibt:

      Danke tommmm, das ist freilich sehr lang, aber ich weiß nicht, wie man es besser machen sollte?! So ist es schon i.O.
      Du stellst bspw. die Wahrheit der Lüge gegenüber. Vielleicht sollte man es aber anders machen. Ob etwas richtig ist oder nicht, hängt immer von der Betrachtungsweise ab und vom Kenntnisstand. In der Logik gibt es nur „wahr“ oder „falsch“. Und in der Wissenschaft ist das Kriterium der Wahrheit eben nur, ob der Sachverhalt, die Behauptung oder Meinung in der Praxis überprüfbar ist. Auch subjektive Erkenntnisse oder Vemutungen lassen sich so überprüfen.

      Bei einer Lüge ist es aber so, daß der Lügner die Wahrheit zwar kennt, aber wider besseren Wissens das Gegenteil behauptet, um andere irrezuführen oder auf die Probe zu stellen. Sicher muß man Kindern die schwierigeren Zusammenhänge etwas vereinfacht darstellen…

      • tommmm schreibt:

        Sascha,
        ich habe gerade noch mal über die ganze Sache nachgedacht. Es ist wirklich extrem schwer die eingeprägten Denkschemata zu verlassen. In der DDR wurden ganz selbstverständlich die Wirtschaftsergebnisse in Mark angegeben. Das war unter dem Gesichtspunkt der stabilen Preise auch verständlich.
        Heute wird ja alles in Dollar als Vergleichsmaßstab ermittelt. Selbst jetzt, wo China und Rußland ihren Handel teilweise in Landeswährungen abwickeln, heißt es zum Schluß fast immer: Das entspricht etwas xxx Millionen Dollar. Das ist das gleiche, als wenn man eine Strecke mit einem Gummiband misst. Der Dollar ist eindeutig keine Konstante, da schon eher das Brötchen.
        Es ist doch gut, dass wir jetzt hier auch einen Wirtschaftsfachmann dabeihaben.

        Zu den Brötchen fällt mir leider noch ein, das in der DDR ja teilweise Brot und Brötchen billiger waren als Viehfutter. Damit meine ich jetzt nicht, die 3 Brötchen die man selber nicht geschafft hatte. Das ist natürlich die negativer Kehrseite der konstanten Preise für einige Erzeugnisse. Hier hätte wohl die Planungskommision andere Lösungen finden müssen.

  5. Atomino schreibt:

    es mag ein Fehler gewesen sein, die Lebensmittel so „billig“ angesetzt zu haben. Gab wohl einiges Schindluder. Andererseits: wieviele (überschüssige) Lebensmittel werden heutzutage vernichtet ( nicht verfüttert! ), um die Preise stabil zu halten und nicht zu versauen ? Kann Mensch ja fast noch froh sein, dass die Tafeln noch einiges verteilen können, bevor es in der Tonne landet. Wir haben nebenan so eine Art Pausenservice. Das Essen so um die 4 Euro. Selbst wenn der Tag gelaufen ist, kippen die das am Ende lieber in die Tonne als vorher evtl. noch für die Hälfte abzugeben. Sonst würden ja alle drauf warten, dass bzw. bis es billiger wird. Das ist noch viel größerer Irrsinn, als damals die heimische Sau mit frischen Brot vom Bäcker zu füttern. !

  6. Atomino schreibt:

    die gab wenigstens nach ihrem Ableben eine prall gefüllte Speisekammer. Heute gibt es Bußgelder für Menschen, die dabei erwischt wurden, essbares aus den Müllcontainern der Supermärkte zu fischen. Kann man sowas noch Gesellschaft nennen ?

  7. Erfreulich, dass der Sozialismus in der DDR „wo das Gold in der Zirkulation und als allgemeine Ware der Kontrakte durch Geldzeichen vertreten wird und das Gold nur noch als Maß der Werte [*A] funktioniert. Es gilt auch für die Deutsche Mark der Deutschen Notenbank.“ umgesetzt hatte, was Nikolaus Kopernikus schon 450 Jahre vorher erkannt hatte:

    „Münze ist geprägtes Gold oder Silber und dient dazu, die Preise käuflicher oder verkäuflicher Dinge zu zahlen, je nach Festlegung durch das Gemeinwesen oder dessen Oberhaupt. Sie ist also gewissermaßen das Maß für Bewertungen [*A]. Nun muß aber das Maß eine feste Größe haben, sonst würde die Ordnung des Gemeinwesens zwangsläufig gestört.“ (*1)

    [*A] 0,399.903 g Feingold war in der DDR der Maßstab! Deshalb konnte es in der DDR auch keine Inflation = Aufblähung der Geldmenge, die weder gedeckt ist noch einen Maßstab hat, aber auch keine Teuerung = Preiserhöhung geben. [*B]

    Von Kopernikus stammt auch folgende Zusammenfassung:

    «Unter den unzähligen Übeln, welche den Zerfall ganzer Staaten herbeiführen, sind wohl vier als die vornehmlichsten anzusehen: innere Zwietracht, große Sterblichkeit, Unfruchtbarkeit des Bodens und die Verschlechterung der Münze. Die ersten drei liegen so klar zutage, dass sie schwerlich jemand in Abrede stellen wird. Das vierte Übel jedoch, welches von der Münze ausgeht, wird nur von wenigen beachtet, und nur von solchen, welche ernster nachdenken, weil die Staaten allerdings nicht gleich beim ersten Anlauf, sondern ganz allmählich und gleichsam auf unsichtbare Weise dem Untergang anheimfallen.»

    => Daraus kann gefolgert werden, dass die DDR nicht an einem falschen, “wertlosen“ Geld-(System) gescheitert ist

    „Falls das amerikanische Volk jemals die Kontrolle über die Herausgabe ihrer Währung auf Banken übertragen sollte, werden diese und die Firmen, die sich um sie bilden, unter dem Einsatz von Inflation und Deflation, dem Volk solange ihr Eigentum wegnehmen, bis die Kinder obdachlos auf dem Kontinent aufwachen, den ihre Väter einst in Besitz nahmen. Die Herausgabe von Geld soll von den Banken weggenommen werden, und zurück auf den Kongress und das Volk übertragen werden. Ich glaube aufrichtig, daß Banken, mit dem Recht Geld herauszugeben, gefährlicher für die individuellen Freiheitsrechte sind als eine stehende Armee.“ Thomas Jefferson 1801-1809), dritter Präsident der vereinigten Staaten von Amerika [united states of america]

    Weltweit hat sich ein staatlich legitimiertes – und damit ungedecktes – Papiergeld-System durchgesetzt. In diesem geschichtlich sehr jungen System kommt Geld nur als zins-belasteter BANK-Kredit in die Welt, das im Kapitalismus ausschließlich von Privaten Banken ausgegeben wird. Das bedeutet, nur wenn sich ein Mensch verschuldet, entsteht dieses “Geld”. Wenn keine Verschuldung mehr möglich ist, weil auch noch der letzte arme Mensch in der Dritten und Vierten Welt durch Mikro-Finanz-Kredite in die Schuldenfalle geraten ist, hört die Verschuldung auf und die auf dem Kopf stehende Pyramide bricht auseinander.

    Dieses BANK-Kredit-“Geld“ (eine Schuld, die es nicht gibt!!!) muß mit Zinsen zurück gezahlt werden. Der Zins der für dieses Schuld-„Geld“ zu zahlen ist, kann wiederum nur durch zins-belasteten Kredit in die Welt kommen. So kommt es zu immer weiteren „Schulden“ bis dieses Schneeball-System unweigerlich und – mit absoluter Sicherheit – zusammenbrechen muß!!! Es muß zwangsläufig zusammenbrechen, weil alles in dieser Welt entdeckten und unentdeckten Gesetzen gehorcht.

    Die Höhe des Zinses, der jährlich fällig wird, beträgt das 1,33-fache des jährlichen WELT-BIP (GDP von 60.000-Milliarden US$ [ohne China]), also 80.000-Milliarden US$. Dieses “Geld“ wird wieder mit einem Kredit erzeugt, wofür jährlich weitere 1.600-Milliarden bis 8.000-Milliarden US$ Zins fällig werden. Dieser Zins entspricht dem jährlichen weltweiten „Gewinn“ des Finanzkapitals von ebenfalls 80.000-Milliarden US$.

    [*B] In Wirklichkeit handelt es sich bei der Inflation im heutigen „Geld“-System um den „Wert“-Verlust des Scheingeldes. Das bedeutet, die Kaufkraft des Scheingeldes verringert sich stetig. Der Mensch muss sich immer mehr eines aufgeblähten Dings, was sich Geld nennt, aber gar keines ist, bedienen, um dafür Güter – vor allem des täglichen Bedarfs – zu erhalten.
    Weil Scheingeld keinen Anspruch auf reale Werte darstellt, sondern nur anzeigt, daß mehr Ansprüche auf Realwerte in Umlauf sind, als tatsächliche Werte vorhanden sind, steigen die Preise.

    Im Gegensatz dazu wird eine reale Preiserhöhung als „Teuerung“ bezeichnet. Leider benutzt die politische und religiöse Kaste nur noch die von George Orwell enttarnte Sprache des „Neusprech“, in der die Bedeutung der Worte ihrer Begrifflichkeit entleert sind, so daß kaum noch der fundamentale und grundsätzliche Unterschied zwischen Inflation (Aufblähung) und Teuerung verstanden wird. In einer Inflation steigen eben gerade nicht die Preise der Güter, sondern wird das Schein- auch Betrugs-Geld immer billiger, das von wenigen privaten Personen in Umlauf gebracht wird (oder eben auch nicht) und die somit eine DIKTATUR über große Teile des Planeten errichtet haben, vollkommen unabhängig davon, welches politische Gesellschaftsmodell gerade die Gewalt ausübt.

    (*1) Nikolaus Kopernikus, bedeutender Astronom *1473 †1543 in seiner lateinisch veröffentlichten Denkschrift „Monete Cutende Ratio“ von 1526 zur Münz-Reform, bereits 1517 formuliert und 1522 vor dem Preußischen Landtag vorgetragen. Zitiert aus Smart Investor, 9. Jahrgang 2011, Sonderausgabe “Gutes Geld”, S. 130 www. smartinvestor. com

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s