Informationsunterdrückung

Die Lüge beginnt beim Weglassen.

Weglassen

Heute morgen im Radio: Themenwoche Gerechtigkeit…

bla, bla, bla – Gleichberechtigung…
Frauenwahlrecht seit 100 Jahren…
Verheiratete Frauen dürfen seit 1977 ohne Erlaubnis des Ehemanns eine berufliche Tätigkeit ausüben…

Da ging mir doch glatt die Galle hoch: Falschinformation durch Weglassen relevanter Informationen! Und dafür muß ich Goebbels-Steuer zahlen! Gleichberechtigung gab es schon einmal im anderen deutschen Staat (DDR), der ja ach so schlecht und diktatorisch war: In der DDR-Verfassung Artikel 20 (2) war die Gleichberechtigung von Mann und Frau verbürgtes Recht. Und es galt: gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Der Fensterputzer im Erzgebirge bekam den gleichen Stundenlohn wie der Fensterputzer in Rostock. Der Dreher in Dresden bekam den gleichen Stundenlohn wie ein Dreher im Harz.

Giskoe’s sarkastischer Kommentar: Zum Glück für die BRD-Medien ist ja dieser „Unrechtsstaat“ vernichtet und wird auch bald aus den Erinnerungen getilgt sein, denn die Zeugen jener Zeit nehmen den biologisch vorgezeichneten Weg des Alterns…

(Danke an giskoe!)


Bücher kann man verbrennen oder auf die Müllhalde werfen, Menschen kann man in die Gaskammer schicken oder sonstwie ermorden, aber der Gedanke an die soziale Gerechtigkeit und das Vorbild der DDR werden für immer bleiben!Zu solchen Veranstaltungen wie dieser „Themenwoche“ kann man nur sagen:
„Der ärgste Feind der Arbeiterklasse ist der Demagoge!“ (Lenin)

Siehe auch:

Was ist soziale Gerechtigkeit?
Die Angst vor der DDR-Nostalgie
Leben in der DDR – Lebensweise und Familie
Die DDR – Ein Meisterwerk!
Frauen in der DDR
Kinderheime in der DDR
Leistungssport in der DDR
Freiheit in der DDR
Was jeder über die Annexion der DDR wissen sollte…
DDR: Es gab keinen Zuisammenbruch – es war eine Konterrevolution!

Dieser Beitrag wurde unter Arbeiterklasse, Meine Heimat DDR, Sozialistische Wirklichkeit, Was ist Sozialismus? veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

11 Antworten zu Informationsunterdrückung

  1. Eleonore Kraus schreibt:

    Vor allem, was sie in der Lobhudelei bewusst verschleiern, die bürgerlichen Tanten, die ohne Luxemburg, Cetkin, ohne Lenin, Bebel, Marx, Engels, Stalin nicht mal wüssten, wie Wahlrecht geschrieben wird. Die, die große Reden schwingen, haben es geklaut und für sich genutzt, denn keine von denen hätte jemals den Mumm, die Kühnheit, die Würde und die Kampfeslust von Rosa, Klara und den ungenannten Frauen und Männern zustande gebracht: Nichts wesentliches in die Waagschale der Geschichte geworfen, Frau Merkel, Barley, Nahles, die Grünen SchwätzerINNEN „Zu leicht befunden“ wird in den fortschrittlichen Geschichtsbüchern einmal stehen.

    Lächerlich, verlogen, dämlich, dümmlich was in der Flimmerkiste und in den Medien zu verfolgen ist. Was hört sich das gut an: Frauenwahlrecht. Manometer, müssen die Frauen dankbar sein, dass zwar weit weg von echter Gleichberechtigung entfernt sind, sie allerdings seit Jahrzehnten erkennen müssen, dass egal, wen sie wählen sich so wirklich wesentliches in ihrem Alltag sich nicht ändert.-

    Was sie nicht sagen ist; dass Frauen bis 1997 als „nicht vergewaltigbar“ galten. In die vermeintliche glückliche Familie hat sich der Staat nicht einzumischen kam von denen, wo einige insgeheim heute noch denken „Ich bin der Herr, dein Gott !“ Wieviel Verachtung Frauen im täglichen Leben erfahren, können Zahlen nur ansatzweise gerecht werden, wenn es um Macht mit Unterdrückung geht.

    1987 vertrat Generalstaatsanwalt HANS-JOACHIM ULRICH noch die These: „Das Intimleben der Eheleute ist für den Staat tabu.“ Der CDU Bundestagsabgeordnete Wolfgang von Stetten ging noch weiter und verkündete 1995 im Rahmen der Strafrechtsänderungsdebatte zur Vergewaltigung in der Ehe. „Die Ehe ist eine Geschlechtsgemeinschaft und verpflichtet grundsätzlich zum ehelichen Verkehr. Die Verweigerung von Anfang an ist unter Umständen ein Aufhebungsgrund, die spätere Verweigerung Scheidungsgrund. ZUM EHELICHEN LEBEN GEHÖRT AUCH DIE UNLUST DES PARTNERS ZU ÜBERWINDEN. Der Ehemann ist nicht darauf aus , ein Verbrechen zu begehen – manche Männer sind eben rabiater.“ Vergewaltigung hat nichts mit Sexualität zu tun; sie ist ein Verbrechen und ein Hohn zugleich auf: Artikel 1, GG:“ Die Würde des Menschen ist unantastbar. Was sind 21 Jahre, wenn es um die „Würde des Menschen, aller Menschen geht?

    Einige Zahlen müssen noch sein: Von der Dunkelziffer, die um einiges höher sein dürfte veröffentlicht das BKA 2016 folgende Zahlen zu Partnerschaftsgewalt (Sprache des BKA)

    vorsätzlicher und einfacher Körperverletzung : über 69.700
    von Bedrohung über 16.700
    von gefährlicher Körperverletzung über 11.900
    von Belästigung (sie sagen Stalking) über 7.600
    von Mord und Totschlag: 357 (versuchte und vollendete Taten; vollendet heißt hier, die Frau ist getötet worden).

    Danke an August Bebel: „Dem Sozialismus gehört die Zukunft, das heißt in erster Linie dem Arbeiter und der Frau.“ Danke Clara Zetkin: „Die Arbeiterinnen, welche nach sozialer Gerechtigkeit streben , erwarten für ihre Emanzipation nichts von der Frauenbewegung der Bourgeoisie, die Arbeiterinnen sind davon überzeugt, dass die Frage der Frauenemanzipation keine isoliert für sich bestehende ist, sondern ein Teil der großen, sozialen Frage.“ (Zetkin, 1889. Weiterhin ist sie der Ansicht, dass es weder eine „Frauenfrage“ nicht einmal eine „Arbeiterinnenfrage“ gibt.“: Da wir unsere Sache durchaus nicht von der Arbeitersache im allgemeinen trennen wollen, werden wir also keine besonderen Forderungen formulieren: Wir erkennen gar keine besondere Frauenfrage an – wir erkennen keine besondere Arbeiterinnenfrage an !

    Die Emanzipation der Frau, wie die des ganzen Menschengeschlechtes wird ausschließlich das Werk der Arbeit vom Kapital sein.“ (Zetkin, 1889) Wir stehen auf der richtigen Seite der Geschichte und dieses Wissen werden wir weiterhin mutig zu verteidigen wissen, denn wir haben ein Erbe, dass die Welt verändert hat.

  2. Weber Johann schreibt:

    Zum Thema Gleichberechtigung ist dem „Neuen Deutschland“ vom 20. August 1946 zu entnehmen:

    „Eine alte sozialistische Forderung erfüllt: Gleiche Arbeit – gleiche Löhne für Frauen und Jugendliche in der sowjetischen Zone Befehl des Marschall Sokolowskij / Durchbruch zur wahren Gleichberechtigung (Aus dem Stabe der Sowjetischen Militärverwaltung)
    Berlin, 17. August (SNB). Der Oberste Chef der Sowjetischen Militärverwaltung in Deutschland hat einen Befehl erlassen, um die Diskriminierung der Arbeitsentlohnung nach Geschlecht und Alter zu beseitigen, so wie um günstigere Bedingungen für den Arbeitseinsatz von Frauen und Jugendlichen in Industrie, Transportwesen, Handel, Landwirtschaft und bei Behörden zu schaffen:

    1. Festgesetzt ist eine einheitliche Arbeitsentlohnung an Arbeiter und Angestellte für gleiche Arbeitsleistung, Unabhängig von Geschlecht und Alter,
    2. Aufzuheben sind einschlägige deutsche Gesetzes- und Tarifbestimmungen, die einen Unterschied bei der Entlohnung der Arbeit nach Geschlecht und Alter der Arbeitenden machen.

    Die Deutsche Zentralverwaltung für Arbeit und Sozialfürsorge ist beauftragt, notwendige Änderungen, die sich bei der Anpassung dieses Befehles an die bestehenden Tarifbestimmungen und Verträge ergeben, einzubringen. Gleichzeitig hat die Deutsche Zentralverwaltung für Arbeit und Sozialfürsorge gemeinsam mit den Gesundheitsbehörden und mit der Freien Deutschen Gewerkschaft .. innerhalb von zwei Monaten die Aufstellung der Berufe zu überprüfen, gemäß der der Arbeitseinsatz von Frauen aus verschiedene n Gründen beschränkt oder verboten war und nur solche Berufe in der Aufstellung zu belassen, die bestimmt gesundheitsschädlich für Frauen sind.

    Ein großer Schritt vorwärts
    Unser erstes Wort des Kommentars kann nur Dank, tiefempfundener Dank im Namen unserer werktätigen Frauen und Jugendlichen an Marschall Sokolowskij und darüber hinaus an das Land sein, dem wir so grauenvolles Leid zugefügt haben und das uns dennoch heute bei unserem demokratischen Neuaufbau so uneigennützig hilft. Dieser soziale „Befehl“ verwirklicht erstmalig in Deutschland und erstmalig in Europa außerhalb der Grenzen der Sowjetunion eine der ältesten Forderungen der sozialistischen Arbeiterbewegung. […] Wer hätte das noch vor 15 Monaten für möglich gehalten, wer von den Frauen und Jugendlichen, denen Hitler zwar für seinen fluchwürdigen Krieg schwerste Männerarbeit verrichten ließ, niemals aber die Gleichberechtigung gab.“

    Warum diese große Errungenschaft möglich wurde, beschreibt das „Neue Deutschland“ am 22. August 1946:
    „Wenige Tage vorher waren es führende Frauen der SED, die sich mit der Bitte um Hilfe, vor allem in der Frage „Gleicher Lohn für – gleiche Arbeit“, an die SMA gewandt haben. In ihrem Programm, in ihrem täglichen Kampf für die Interessen des werktätigen Volkes hat die SED die Gleichberechtigung der Frauen gefordert. Durch ihre Initiative erhält die schaffende Frau ihr Recht. Sie wird es nicht vergessen und mit der SED für den Neuaufbau eines demokratischen Deutschlands arbeiten.“

    Lassen wir die Stimme einer Frau zu Wort kommen. Nachzulesen im „Neuen Deutschland“ vom 1. September 1946:
    „…. Wir Frauen der Stellmacherei begrüßen den Befehl der SMV besonders, da wir denselben Arbeitsplatz wie die Männer haben und meistens auch das gleiche leisten. Ich bin Flüchtling aus dem Osten und stehe ganz allein hier. Niemand als die SED hat sich meiner angenommen, — nicht in Worten oder Aufrufen — in Taten. „Gleicher Lohn für gleiche Leistung“ ist eine Tat. Das hilft uns Flüchtlingsfrauen mehr als tausend Trostworte, ….“ Trudel Malcherczyk.

    Fest steht, der „Gleichberechtigungs-Befehl“ der sowjetischen Militärverwaltung ist ein geschichtliches Faktum. Deshalb frage ich mich, erinnert denn kein Mensch aus Ostdeutschand ihre zuständigen Politiker, aber auch ihre Medien an diesen für die Frauen in der SBZ und DDR so wichtigen Befehl? Ist das die „Freiheit“, die die Konterrevolutionäre 1989 den Frauen in der DDR brachten?

      • Hoffmann schreibt:

        Überhaupt: Hier gibts so viele Kommentare die eigentlich einen eigenen Artikel verdient hätten damit sie mehr Beachtung finden.

      • sascha313 schreibt:

        Stimmt! – ich verstehe ja auch das Mitteilungsbedürfnis, und ich finde das ja auch sehr gut – aber andererseits wäre es besser, wenn Kommentare kürzer wären. Außerdem sortiert das Programm Beiträge mit mehr als zwei Links automatisch in den Spam-Ordner. Täglich kommen unzählige solcher Spam-Kommentare an. Trotzdem Dank an alle, die hier ihren Beitrag leisten und an diejneigen, die aufmerksam lesen! Ich könnte meinerseits jeden Beitrag gut und gerne auf 10 DIN-A4-Seiten erweitern, doch dann würde ihn niemand mehr zu Ende lesen . Und das ist auch nicht der Sinn der Sache!

        Deshalb also nochmal meine BITTE an alle:

        „FASSE DICH KURZ !“

  3. tommmm schreibt:

    Lieber Sascha,

    ich glaube dein Blog wird unübersichtlich wenn du deine Querverlinkungen nicht aus der Liste der „Neusten Kommentare“ rausnimmst. Man findet so ja keine aktuellen Kommentare mehr.

    Dein Blog ist mit der Zeit so umfangreich geworden, das du diesem wohl irgendwann eine andere Struktur verpassen mußt. Die Querverlinkungen helfen da nicht. Da dreht man sich nur im Kreis.

    PS:
    Dies ist eigentlich kein Kommentar, ich wußte nur nicht wohin ich es sonst schreiben sollte.

    • sascha313 schreibt:

      Lieber tommmm, auf die Kommentarfunktion habe ich leider keinen Einfluß – oder ich weiß nicht, wie man diese Querverbindungen rausnimmt. Sie werden automatisch eingeblendet.

  4. Eleonore Kraus schreibt:

    Guten Morgen lieber Sascha und liebe Leser !
    Mit dem „Fasse dich kurz“ ist es leichter gesagt, als getan.
    Das ist meist nicht möglich, trotz des roten Fadens, den man verfolgt,, wenn der Kommentar, der Beitrag, der Text mehr sein soll, als ein momentanes Aufflackern einer Reaktion auf den gelesenen Inhalt dessen, was du, mit viel Herzblut veröffentlichst und damit den Leser herausforderst eigenständig zu denken. Eine sinnvolle Angelegenheit und noch besser ist es, wenn es dann auch noch klappt. Das macht doch den Unterschied und wird dem doch ziemlich gerecht, was der Leser vorfindet, wenn er deinen Blog besucht: „Die Unwissenheit der Völker………..“
    Schreibseln kann jeder, kurz fassen nicht unbedingt.
    Beste Grüße aus dem herbstlichen Niedersachsen.

  5. Eleonore Kraus schreibt:

    Gut gekontert, doch auch ein Goethe kann sich irren.
    (Kleiner Scherz am Rande).

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