Volksverdummung…

Mark Tain BetrugSo einfach und so falsch kann „Geschichtsunterricht“ sein, wenn man Kindern heute etwas über Deutschland weismachen will:

„Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die beiden Länder durch eine streng bewachte Grenze getrennt. Besonders hart war die Zeit für die Bewohner der DDR. Sie durften das Land nur in Ausnahmefällen verlassen und wurden Tag und Nacht von ihrer Regierung bewacht.“* – Alles klar?


Doch hier nun die wahre Geschichte…

Aus einem Geschichtsbuch (10.Klasse, DDR):

  • Am 20. Juni 1948 führten die Westmächte in ihren Besatzungszonen eine Währungsreform durch.
  • Die Währungsreform war als Maßnahme zur Ausraubung der sowjetische Besatzungszone vorgesehen. Mit ihrer Hilfe konnte sich ferner die Großbourgeoisie in den Westzonen bereichern, während viele Werktätige ihre Ersparnisse verloren.. Mit der separaten Währungsreform wirde die wirtschaftliche Spaltung Deutschlands vollzogen
  • Die Gründung der BRD bedeutete, daß die staatliche Spaltung Deutschlands vollzogen war. Dieser Staat entstand unter Bruch des Potsdamer Abkommens… (S.76f.)

DDR-BRD

  • Die Gründung der Deutschen Demokratischen Republik war ein wichtiges Ergebnis des Kampfes der deutschen Arbeiterklasse und aller anderen fortschrittlichen Kräfte gegen die imperialistische Restaurations- und Spaltungspolitik.
  • Die Deutsche Demokratische Republik verkörpert die entscheidende Wende in der Geschichte des deutschen Volkes. (S.88)

  • BRD: Die Umverteilung des Nationaleinkommens zugunsten der größten Monopole führte dazu, daß sich in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg die Kluft zwischen den zahlenmäßig abnehmenden Superreichen  und Allmächtigen und den immer zahlreicher werdenden Besitz- und Rechtlosen außerordentlich verbreiterte.

G10-120

  • Zu einer der wichtigsten Erscheinungen der staatsmonpolistischen Regulierung wurde die Militarisierung der Wirtschaft. Durch sie konnte Einfluß genommen werden auf die Entwicklung des gesamten Wirtschaftslebens… (S.120).
  • Am 17. August 1956 wurde schließlich das Verbotsurteil gegen die KPD verkündet. (S.124)
  • Die Vernichtung des realen Sozialismus in Gestalt der sozialistischen Länder blieb in den 50er Jahren das außenpolitische Hauptziel des Weltimperialismus unter Führung der USA.
  • Nachdem aber in der zweiten Hälfte der vierziger Jahre die imperialistische Konzeption von der „Zurückdrängung des Kommunismus“ durch „Eindämmung“ gescheitert war, griffen die USA – in völliger Verkennung der Macht und Festigkeit der sozialistischen Staaten – zu dem Mittel der Diversion und Aggression, um den Sozialismus gewaltsam „zurückzurollen“. (S.125f.)

rollback

  • Zur militärischen Durchsetzung dieser ideologischen Doktrin entwickelten imperialistische Militärtheoretiker der USA die Strategie der „Einkreisung“ der Welt des Sozialismus. (S.125)

Einkreisung

Quelle: Geschichte – Lehrbuch für die Klasse 10. Volk und Wissen Volkeigener Verlag Berlin, 1980. (Grafik: USA-Militärstützpunkte – Taschenlexikon für Zeitungsleser, Dietz Verlag Berlin, 1988, S.145.)

pdfimage Geschichte Klasse 10


Achso – etwas wichtiges haben wir ganz vergessen: die eingangs genannten drei Sätze „Geschichtsunterricht für Kinder“ (ganz oben). Der erste Satz stimmt freilich, der zweite auch, doch der dritte ist falsch, besser gesagt: Es ist eine Lüge!

  1.  Es ist gelogen, daß die DDR-Bürger nur in Ausnahmefällen das Land verlassen durften. Statistiken beweisen das Gegenteil. In dem 1964 erschienenen Buch „DDR: 300 Frage – 300 Antworten“ steht auf Seite 234: „Einen großen Aufschwung hat auch die Jugend-Auslandstouristik genommen. 1964 besuchten rund 53.000 jugendliche Touristen das sozialistische Ausland.“ – Doch das ist nur ein kleiner Teil der Auslandstouristen – hinzu kommen private Reisen, Reisen des Reisebüros der DDR in die Sowjetunion, nach Kuba und in andere sozialistische Länder, ja sogar in die BRD sowie natürlich Studentenaustausche und die solidarische Hilfe von Facharbeitern, Lehrern und Ingenieuren in zahlreichen der DDR verbundenen Entwicklungsländern. Ja, hart war das Leben manchmal schon, denn die Feinde des Sozialismus ließen sich kaum eine Gelegenheit entgehen, bei der sie uns Schaden zufügen konnten. Doch im Vergleich zum gewöhnlichen Kapitalismus lebten wir damals tatsächlich bereits unter paradiesischen Verhältnissen(von den letzten zwei Jahren mal abgesehen.)
  2. Es ist absoluter Blödsinn, die Bewohner der DDR seien „Tag und Nacht von ihrer Regierung bewacht“ worden. Diese Behauptung ist so lächerlich, daß es sich nicht lohnt darauf einzugehen. Was allerdings gut bewacht wurde durch unsere Nationale Volksarmee, das war unsere Staatgrenze zur kapitalistischen Bundesrepublik Deutschland (BRD). Und das war nicht nur gut und richtig, sondern es diente der Erhaltung des Friedens. Und unsere Regierung war nämlich eine Regierung des Volkes! Ganz im Gegensatz nur BRD, wo nicht ein einziger Arbeiter im Bundestag vertreten ist!

P.S. Weil es leichter ist, Menschen zum Narren zu halten und Kinder zu verdummen, reichen eben auch mal drei schnell hingeworfene und gelogene Sätze… Und wer nun wissen will, warum der Sozialismus nach 1990 dennoch diese schlimme Niederlage einstecken mußte, der lese hier weiter:

Gedanken eines Kommunisten nach der Niederlage 1989
Erich Honecker: Über den Sozialismus und seine Zukunft
Der Sozialismus war und ist lebensfähig!
Was jeder über die Annexion der DDR wissen sollte…
Rafik Kulijew: Wie kam es zur Perestrojka und zur Zerstörung der UdSSR? Gab es einen strategischen Plan?

 


* P.S. Übrigens – die Lüge wurde veröffentlich auf der Website von „BR Kinder“. Im Bayrischen Rundfunk kann man Kinder ja fein belügen, Woher sollen sie die Wahrheit auch wissen! Fragen Sie die doch mal, warum sie solche Lügen verbreiten!

 

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16 Antworten zu Volksverdummung…

  1. Atomino schreibt:

    Es waren eben schwierige und sehr widersprüchliche Zeiten. Ich hätte mir auch etwas mehr Reisefreiheit auch mal in das NSW gewünscht, aber andererseits war es ziemlich frustrierend, dass sich junge Leute bei uns für umme gut ausbilden liessen und dann rübermachten, weil sich die gute Ausbildung dort einfach viel besser versilbern und vergolden ließ. Und der Westen hat das schamlos ausgenutzt. Vielleicht war einfach die Zeit noch nicht reif, das Bewusstsein der Arbeiterklasse ob ihrer neuen gesellschaftlichen Macht nur rudimentär ausgebildet.

    Klar gab die SED die Linie vor, aber ich selbst (Baujahr 70) zähle mich zu den Menschen, die damals garnicht realisierten, wie gut es uns eigentlich ging. Meine Generation wuchs im Frieden auf, kein Arbeitskampf, kein Klassenkampf, uns ging es doch richtig gut. Rückblickend würde ich sagen, dass die Nachkriegs-generation genug mit dem Aufbau des Sozialismus zu tun hatte, die darauffolgende wuchs schon wieder zu wohlbehütet auf, um noch wirklich zu kämpfen. Und da hat meiner Meinung nach die SED gewaltige Fehler gemacht.

    Die Mitgliedschaft war irgendwann einfach nur noch Vorraussetzung, um bessere Posten und Pöstchen zu bekommen, statt überzeugte Kämpfer für den Sozialismus zu suchen und zu weiterzubilden.Auch ich war Kandidat, und ich hab damals nur Ja gesagt, weil ich beruflich zur Volkspolizei wollte und die mich solange bekneteten, bis ich kandidierte. Wegen der beruflichen Aussichten und Einstiegsvorraussetzungen und blabla ….

    Das war doch schon das selbst ausgestellte Todesurteil für eine kämpferische, klassenbewusste Partei. Jedenfalls meiner Meinung nach. Hauptsache erstmal Parteimitglied. Wir hatten eine Chance und haben sie selbst vergeigt. Da war nicht ausschliesslich der Klassenfeind dran schuld.

    • sascha313 schreibt:

      Tja, wann soll denn dann die Zeit überhaupt „reif“ sein für Veränderungen? Ich denke, das Haupthindernis war nicht der Kapitalismus, sondern die fehlende Konsequenz, der fehlende revolutionäre Elan auf unserer Seite. Natürlich hatten wir uns daran gewöhnt, so zu leben, und den Klassenfeind haben die meisten schon nicht mehr so richtig ernstgenommen. Warnungen gab es allerdings genug….

      P.S. Wenn man heute Anna Seghers „Die Entscheidung“ liest, dann wird einem das genau bewußt. Man muß es allerdings zweimal lesen…

  2. Henk Gerrits schreibt:

    Ein gutes und Brauchbare Unterricht vinde ich.Danke Sacha.

  3. roprin schreibt:

    Das Haupthindernis, lieber Sascha war die Tatsache, daß die Kontrollfunktion der Partei versagte, weil Regierungskreise von dieser revolutionären Kontrolle ausgenommen waren. Deshalb konnten Teile des DDR-Kopfes unbemerkt zu stinken anfangen. Erst als der Gestank zu groß war, wurde es bemerkt, aber es war zu spät – es war bereits der ganze Fisch verdorben.

  4. Atomino schreibt:

    Ja, keine Ahnung. Wir lernten ja damals die „führende Rolle der SED bei der weiteren Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft“. (oder so ähnlich) Was soll ich sagen … ich wäre sofort dabeigewesen, aber dazu kam es nicht mehr. Die Überzeugten waren überzeugt davon, überzeugt zu sein. Die Massen mitzureissen, gelang ihnen nur auf dem Papier. Und hier setzte ich meine Kritik an. Wir haben uns selbst etwas vorgemacht, statt geschlossen zu kämpfen. Nur *so* konnte Kohl und damals etwas von blühenden Landschaften und anderen Blödsinn verkaufen. Und nur *so* haben die wenigen von der Richtigkeit des Sozialismus überzeugten schließlich aufgegeben und sich der Siegerjustiz gebeugt. Im Endeffekt waren wir leichte Beute. Mag das hier jemand bestreiten ?

    • sascha313 schreibt:

      Na, richtig, Atomino. Man darf aber auch nicht vergessen, daß zuerst die UdSSR allmählich in die Brüche ging – und das begann bereits 1956 (!) – da hätte man im Politbüro Chruschtschow sofort verhaften und erschießen lassen sollen. Stattdessen erschien der Geheimbericht in den USA … und die haben sich die Hände gerieben, ob soviel Dummheit und Dreistigkeit.

  5. Greg Tejero schreibt:

    Ich möchte hier mit meinem Kommentar nicht läppisch rüberkommen. Dennoch muß ich gestehen, nach Lektüre des Artikels sowie auch des vom Hr. Rasmus (Antwort auf Hr. Wolff), nicht so richtig schlauer geworden zu sein. Dies liegt selbstverständlich auch an mir selber, weil ich mir die Grundlagen des ML noch erarbeite (bin mit acht Stunden täglich jedoch dabei).

    Meine Frage wäre also: „Leninsche Rechnungslegung in punkto ökonomischer Statistik“? Verstehe ich ungefähr so als Verbesserung der individuellen Lebensbedingungen allerdings im Hinblick auf das gesellschaftliche Gesamtprodukt, bzw. die gesamtgesellschaftliche Leistungsfähigkeit o. -struktur. Also das, was uns heute immer mit diesem zwar logisch richtigen, jedoch in unserer Zeit als Märchenbegriff angewandten, Terminus der berühmten „Nachhaltigkeit“ angedreht wird.

    Meine weitere Grübelei erstreckt sich auf die Frage, ob es in der sozialistischen Planwirtschaft nicht auch „Firmengründungen“ geben kann. Also, ob ein Arbeitskollektiv sich nicht auch aus einem Staatsbetrieb ausgliedern könnte. Oder gerate ich damit ins Fahrwasser anarchistischer oder revisionistischer Ideen. Mal grob gesagt (wenn ich´s bis dato richtig verstanden habe), heißt doch Sozialismus auch Transformation bisheriger Kapitalistenwirtschaft, u. nicht einfach nur grob „Abschaffung“, wie es die BRD-Linksradikalen so bißchen dämlich formulieren. So dämlich zumindest, das jeder Gutbürger West schreiend davonrennt 🙂

    Was die angebliche o. tatsächliche Unzufriedenheit der DDR-Bürger betrifft (nach BRD-TV muß die ja maßlos gewesen sein, Massenselbstmorde waren wohl an der Tagesordnung 🙂 – nicht lustig, aber ein sardonischer Witz ab u. an salzt die Suppe); was die also angeht, nehme ich an, das die Schaufenster-Kapitalismuspropaganda so manchen Kopf bei Euch drüben vernebelt hat!?

    Mir fälllt da dauernd dieser angebliche Slogan ein, der während der „friedlichen Revolution“ (gewaltsame Restauration des Rückschritts wäre passender) so skandiert worden sein soll: „Kommt die D-Mark nicht zu uns, kommen wir zu ihr“. Die kam dann ja auch als viel zu harte Währung, die über Nacht u. a. dann die Verbindlichkeiten der Wirtschaftssubjekte in die Höhe trieb. Folgen sind bekannt.

    Übrigens war der damalige Chef der Bundesbank strikt gegen die D-Mark-Einführung in der DDR, u. wurde zum Dank prompt von korrupten BK Kohl ausbebootet u. kaltgestellt. Übrigens meine ich persönlich ja, das diese inflatorische Flutung mit neuem Geld (dem ja keine entsprechende Güterproduktion Ost mehr entgegenstand) den Währungsschnitt mittels EURO erst bedingt hat. Das die D-Mark dann durch den Währungskorb voller weicherer EU-Partnerwährungen dann nochmal aufgeweicht wurde, ergänzt das noch. Ich flehe hier auch um Gottes Willen jeden an, das nicht als ein irgendwie geartetes DDR-Bashing mißzuverstehen.

    In meinen Augen hat diese feindliche Übernahme der DDR durch die BRD den abhängig Beschäftigten (Lohnarbeitern) u. darauf auch den übrigen EU-Ländern nichts gebracht. Was die Erschlaffung polit. Elans gerade bei jüngeren Menschen angeht, so gab es die nach dem Palastputsch Helmut Kohls 1982 in der BRD ja auch. Der ganze Massenprotest der 1968´er Zeit war dann ratz-fatz entweden eingeschlafen, mit den Machtverhältnissen still u. heimlich arrangiert, oder in die Esoterikerecke abgedrifft (Baghwan-Wahn etc..da verstehe ich Hr. Lödings Wut auf die Religion mal so richtig, vor allem, was diese schwachsinnige Buddhismus-Nachäfferei angeht. Ist jetzt vom ML-Standpunkt her vielleicht ein „Kessel Buntes“, was ich hier präsentiere. Ich bitte um Pardon u. gelobe tatkräftige Besserung 🙂

  6. Greg Tejero schreibt:

    Ich muß nochmals um Verständnis bitten, wenn ich dieses Forum hier mit Beiträgen flute, die dann anscheins noch off-topic sind. Da der Titel Volksverdummung aber hier paßt, mal ein paar kurze Sätze zum angeblichen Antikapitalismus dieser Neogesellianer, die hier in unter Ignorieren der Zusammenhänge wie Zinsen u. Profitrate, wie sie Engels hervorragend dargestellt hat, immer wieder auftreten.

    Die Ansichten des Gsell scheinen derzeit einen Höhenflug im Netz zu erfahren, zumal da auch der Andreas Popp diese sehr aktiv verbreitet. So wie ich den erlebt habe, ist das wohl kein charakterlich schlechter Mensch, aber ein bißchen dubios wirkt seine Kampagne schon. Immerhin ist er Erbe des väterlichen, auf Edelmetallhandel spezialisierten Unternehmens. Wenn nun die Zinsen per ordre de mufti (was schon sowieso rein organisatorisch arg irreal erscheint) ins Minus, also unter 0 gedrückt würden – wohin würden die Kleinkapitalisten u. Besitzbürger, die keine Global Player mit Fühlern nach Panama o. Singapur sind, flüchten? In die Edelmetalle… Jedenfalls freut´s mich, das Ihr die hier so fachgerecht wider- u. ad acta -gelegt habt. Ist jedenfalls eine seltsame Spezies von Antikapitalisten, denen teils auch ein recht ordentlicher Rechtsdrall (Stichwort: „Germanentum“, bla-bla..) nicht so ganz fremd ist.

    Wollte das nur mal erwähnen, weil mir die mit ihrem hartnäckigen Credo ihres ominösen dritten Weges (den es nicht geben kann) häufig auffallen. Steckt nicht selten ja auch eine Prise latenter Antisemitismus drin, was sich dann in so Äußerungen vom „Rothschild, dem die FED gehöre, u. der die armen rechtschaffenen Unternehmer mittels böser Zinsen ausplündere“ offenbart.

    Über die Macht des modernen Kreditwesens als furchtbarer Waffe zur Zentralisierung der Kapitale hat sich K. Marx ja recht deutlich geäußert. Genau diese Einsichten streiten die Gesellianer dann aber eben ab. Die Popularität dieser Dritten-Wegs-Ideologen, die dann noch was von einem angeblich möglichen „Voluntarismus“ faseln (Also Steuern entrichten nach US-Charity-Modell), ist wohl auch deshalb so groß, weil der heutige psychotische Antikommunismusreflex sich so vehement in die Hirnkästen reingefressen hat. Vielsagend auch, das sich in die Bande vom A. Popp eine Vera Lengsfeld eingereiht hat, u. DIE ist mit 150%iger Sicherheit keine Antikapitalistin, sondern schlicht NERVENKRANK. Würde mich sehr erfreuen, wenn jemand hier ein paar passende Worte der Verdammung zu der finden würde. 🙂

    • sascha313 schreibt:

      Greg, bitte, jeder Kommentar ist irgendwie wichtig, um einander zu verstehen. Und ich gebe ja gerne zu, daß mal die Kommentare etwas länger sind als die Beiträge… aber das unterstreicht doch eben nur, daß jeder Beitrag eine Anregung zum Nachdenken sein will.

      Im Russischen sagte man (so um 1920 herum) dazu „Ликбез“ – Likbes, abgekürzt „Liquidierung der Unwissenheit“. Und das war eine ganz und gar marxistische Bestrebung! (nicht nur, was die Religion betraf) – denn die Russen und die Völker weiter östlich waren sehr ungebildet. Das kann man heute hier auch feststellen.

      Und was Popp, Mises, Hayek und Spieß-Gsellen betrifft, so braucht man das wohl nicht weiter auszuwalzen. Es liest sich halt oft plausibel, ist aber total oberflächlich und völlig irreführend und demagogisch.

  7. grfinx schreibt:

    …wie „arm“ wir doch dran waren in der DDR: es regnete jeden Tag, die Straßenlaternen funktionierten nachts nur noch flackernd, alle trugen dieselbe Kleidung… natürlich in einheitlichem Grau und selbst die Kinder zwang man in Uniformen. Zum Unterrichtsbeginn mussten dann alle stramm stehen und ein Loblied auf den Staatsratsvorsitzenden singen. Und dann die Geschichte mit den Bananen….

    Weitaus schlimmer als diese Gruselgeschichten ist – wie ich finde – die Tatsache, dass sie tatsächlich von einem großen Teil der sich selbst auf der „Gewinnerseite“ wähnenden „bessergestellten“ Arbeiter, Angestellten, Lehrer und anderen Beamten, insbesondere des westlichen Teils der Bundesrepublik, für absolut wahr gehalten werden. Selbst solch sarkastischen Unsinn im ersten Teil meines Kommentars würden viele von ihnen höchstens mit einem erstaunten „Oh“ oder „Ah“ quittieren. Sie würden jedoch nie auf die Idee kommen, dies ernsthaft zu hinterfragen.

    Viel schwieriger ist es, sie davon zu überzeugen, wie es tatsächlich war. Doch dies wirklich zu erreichen, wäre denn auch Zuviel der Erwartung. Wenn ich dann aber von meinen Erinnerungen erzähle, die nahezu alles auf den Kopf stellen, was in heutigen Medien und „Vergangenheitsbewältigungsmaßnahmen“ unterschiedlichster Coleur über die DDR erzählt wird und dann sehe, wie nach dem anfänglichen Erstaunen dann doch erste Fragen gestellt werden, dann macht das zumindest etwas Hoffnung.

    Mitunter streift man dann in solchen „Stammtischgesprächen“ die sehr unterschiedlichen verfassungsmäßigen Grundlagen beider Staaten und diskutiert dann – irgendwann – u. Umständen die „Gründe“ dafür, warum Menschen ’89 „auf die Straße“ gingen. „Gründe“, die selbst bei wohlwollender Betrachtung aus heutiger Sicht nur noch Nichtigkeiten darstellen.

    Sicher: es gibt auch die „Anderen“ dieser Bevölkerungsschicht, jene „Unbelehrbaren“, welche sich in ihrem Weltbild über jeden Zweifel erhaben fühlen. Und doch habe ich das oben Geschilderte nicht nur einmal tatsächlich erleben dürfen. Jedenfalls habe ich solche Märchen über die DDR so richtig gründlich satt!

    Und so habe ich bereits vor einigen Jahren beschlossen, in meinem Umfeld dazu klar meine Sichtweise zu schildern. …ganz unwissenschaftlich und ohne vordergründig dialektisch fundierte Argumentationsinhalte. 😉

  8. Henk Gerrits schreibt:

    Hollands Nordcommunisten.

    • sascha313 schreibt:

      Ein Video aus dem Dorfe Finsterwolde in Ost-Groningen-Finsterwolde von der Werbung für eine neue Kommunistische Partei der Niederlande NCPN- vom Verkaufswagen und und ein Gespräch in einem Wartehäuschen darüber wie die Dorfbewohner über die reichen Bauern dachten + ein kurzer Auftritt von Fré Meijs, einem Freund der Arbeiter und der einfachen Leute. Dank u zeer, kameraad Henk!

  9. Osti schreibt:

    Beispiele wie Menschen manipuliert werden: Der Meteor von Tscheljabinsk, 15.2.2013

    Die Nachrichten überschlagen sich: Über der Stadt Tscheljabinsk am Ural ist ein Meteorit eingeschlagen. Die Zerstörung war die Folge der Druckwelle, welche einer Explosion in mehreren Kilometer Höhe folgte. Tausende Menschen haben die Erscheinung beobachtet und es gibt nicht nur Fotos sondern auch Videos.

    Ich habe mir viele dieser Videos angeschaut. Dieser Meteor ist nicht explodiert sondern auseinandergebrochen und verglüht. Die Druckwelle war keine Explosionsdruckwelle sondern eine ballistische Druckwelle, sozusagen der Überschallknall. Wenn eine Explosion stattgefunden hätte, wären die in Flugrichtung wegfliegenden Bruchteile um ein vielfaches schneller gewesen als der ursprünglich in die Atmosphäre eingedrungene kosmische Körper. Die zahlreichen Videoaufnahmen zeigen jedoch nichts dergleichen, eine Geschwindigkeitszunahme ist visuell nicht feststellbar.

    Dieselbe Behauptung, daß ein Meteorit explodiert ist, wurde auch zum Libanon Meteor (24.1.2020) aufgestellt. Und obwohl die Videos gar keine Explosion zeigen, hält man an der Behauptung fest, der Meteorit wäre explodiert.

    Das sind nur 2 Beispiele die sich beliebig fortsetzen lassen. In sehr vielen Fällen der täglichen Nachrichten passen die Videos/Bilder uberhaupt nicht zum Text!

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