Krimbrücke: Was ist eigentlich los im Schwarzen Meer?

krymskijmost

Wie sich leicht erraten läßt, hat die ukrainische faschistische Regierungsmafia den Auftrag stets nach neuen Konfrontationsmöglichkeiten gegenüber Rußland zu suchen. Das zeigt sich in der ständigen Verletzung der Minsker Vereinbarungen zu Beilegung des Konflikts Ukraine-Donbass und dem unverminderten Beschuß ziviler Siedlungen der selbsterklärten freien Donez-Republiken durch ukrainische Banditen. Und das war auch schon das Bestreben des USA-Faschisten McCain, der sich nicht nur mit den IS-Banditen, sondern auch mit den ukrainischen Faschisten verbündete. In der Hölle soll er schmoren…!

Doch bei aller Besonnenheit der russischen Führung sind Konflikte nicht immer zu vermeiden. Die notwendigerweise, in hohem Tempo und mit meisterlicher Präzision erbaute Brücke über die Zufahrt zum Asowschen Meer ist ein überaus sensibler Punkt, den die russische Führung zurecht scharf bewachen läßt, denn vor Sabotageakten schreckt auch das ukrainisch-faschistische Regime nicht zurück. Vergessen wir nicht, daß auch bei Rußland nicht nur Sicherheitsbedenken, sondern auch hohe oligarchische Interessen dahinterstehen, sich die Kontrolle über diese Zufahrt zu erhalten und eine Zerstörung dieser Brücke zu verhindern. Die politikerfahrene Redaktion von German Foreign Policy analysiert:

(GERMAN FOREIGN POLICY – Eigener Bericht) – Die Bundesregierung soll Kriegsschiffe ins Schwarze Meer entsenden, „neue, viel schärfere Sanktionen“ gegen Russland verhängen und das Land „als Pariastaat“ behandeln. Dies fordert der Botschafter der Ukraine in Deutschland, Andrij Melnyk, in Reaktion auf die Eskalation der russisch-ukrainischen Auseinandersetzungen in der Einfahrt zum Asowschen Meer. Die russische Küstenwache hatte am Sonntag Kriegsschiffe der ukrainischen Marine gewaltsam daran gehindert, ohne die übliche Abstimmung mit russischen Stellen durch die von Moskau kontrollierte Meerenge bei Kertsch in das Asowsche Meer einzufahren. Zuvor hatten sich die Spannungen über Monate hin aufgebaut, nachdem die ukrainische Küstenwache ein russisches Fischerboot rechtswidrig beschlagnahmt und die Crew inhaftiert hatte. Hintergrund sind Bemühungen Kiews, seine Militärpräsenz im Asowschen Meer auszuweiten. Da die ukrainische Marine viel zu schwach sei, um eine Gefahr für die russische Flotte darzustellen, könne Kiew nur auf Verstärkung durch NATO-Kriegsschiffe hoffen, urteilen US-Strategen. (Hervorh. – N.G.)

Weiterlesen:
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/7796/ (Danke an GFP!)


de.sputniknews.com:

Chronologie der Eskalation von Kertsch – FSB veröffentlicht Details:
Nach der Eskalation der Situation um die Straße von Kertsch hat der russische Inlandsgeheimdienst (FSB) die Chronologie der Ereignisse im Zusammenhang mit der Verletzung der russischen Seegrenze durch ukrainische Kriegsschiffe vorgelegt.
Am Samstag um 21:30 Uhr (19:30 MEZ) informierte der russische Grenzschutz die ukrainischen Schiffe, die sich Russlands Seegrenze annäherten, über die Regelungen für ein Überqueren der Grenze. Wie im FSB-Bericht betont wird, muss ein Antrag auf Durchfahrt im Voraus gestellt werden. Die Schiffskommandeure beteuerten, dass es nicht zur Grenzüberquerung kommen werde.
– Um 22:23 Uhr (20:23 MEZ) teilte der Grenzschutz den Schiffskapitänen mit, dass das Gebiet der russischen Hoheitsgewässer bei einer Annäherung an die Straße von Kertsch vom Schwarzen Meer aus geschlossen werde.
– Am Sonntag um 03.45 Uhr (01:45 MEZ) fuhren die Schiffe der ukrainischen Marine „Berdjansk” und „Nikipol“ und „Jany Kapu“ in das Meeresgebiet ein, in dem weitere zwei Schiffe, „Gorlowka“ und „Yany Kapu“, stationiert waren. Das Eindringen in russische Hoheitsgewässer war nach FSB-Angaben von ukrainischen Behörden sanktioniert. Die Durchführung der Provokationen im Schwarzen Meer sei von zwei Beamten des ukrainischen Sicherheitsdienstes koordiniert worden, die sich an Bord eines der Schiffe befunden haben, hieß es.
– Um 08:35 Uhr (06:35 MEZ) wurden die ukrainischen Schiffe in Alarmbereitschaft versetzt. Der russische Grenzschutz warnte davor, dass der Vorfall als Verstoß gegen das Völkerrecht und das russische Recht im Falle eines Einsatzes von Waffen betrachtet werde. Dabei gilt das Gewässer noch vor dem Krim-Anschluss als russisches Hoheitsgewässer.
– Um 10:35 Uhr (08:35 MEZ) meldeten die ukrainischen Kapitäne, dass ihre Schiffe durch russische Schiffe in die Enge getrieben worden seien. Ab dieser Zeit bis 18:30 Uhr (16:30 MEZ) wurden die ukrainischen Schiffe südlich der Meerenge blockiert.
– Um 18:30 Uhr (16:30 MEZ) versuchten die ukrainischen Schiffe, die Blockade zu durchbrechen. Russische Schiffe hatten die ukrainischen Marineboote zuvor gewarnt, dass Warnschüsse abgegeben würden, falls sie ihre Bewegung weiter fortsetzen würden.
– Um 20:45 Uhr (18:45 MEZ) gab das russische Schiff „Izumrud“ Warnschüsse in Richtung der drei ukrainischen Schiffe ab. Das Warnfeuer wurde aus einer Entfernung geführt, bei der offensichtlich war, dass es sich hierbei um ein Warnsignal handelte. Trotzdem bewegten sich die ukrainischen Schiffe weiterhin in Richtung der Staatsgrenze Russlands.
– Um 20.50 Uhr (18:50 MEZ) warnte ein russisches Schiff die ukrainische „Berdjansk“, dass es direktes Feuer eröffnen werde, wenn die Anforderungen weiterhin ignoriert würden.
– Um 20.55 Uhr (18:55 MEZ) eröffnet die „Izumrud“ direktes Feuer.
– Um 20:58 Uhr (18:58 MEZ) meldete das ukrainische Schiff „Berdjansk“ Verwundete an Bord und bat um Hilfe.
– Um 21:06 Uhr (19:06 MEZ) brachte die russische „Izumrud“ das ukrainische Schiff auf und nahm sieben Seeleute fest, von denen drei verletzt waren.
– Um 21:27 Uhr (19:27 MEZ) stoppte ein russischer Kampfhubschrauber vom Typ Ka-52 das ukrainische Schiff „Nikopol“.
– Um 21:55 Uhr (19:55 MEZ) brachte das russische Schiff „Don“ die ukrainische „Jana Kapu“ auf.
– Um 23:21 Uhr (01:21 MEZ) brachte die „Don“ auch das ukrainische Marineboot „Nikopol“ auf.
Am Montag um 0:40 Uhr (02:40 MEZ) brachte ein russisches Schiff die verwundeten ukrainischen Soldaten nach Kertsch. Um 1:10 Uhr wurden auch die aufgebrachten Schiffe dorthin eskortiert. Die Schiffe erreichten Kertsch um 6:40 Uhr. Während des Verhörs gab ein ukrainische Offizier zu, dass er sich des provozierenden Charakters seiner Handlungen bewußt war. Unter den Festgenommenen sollen sich zwei Agenten des ukrainischen Geheimdienstes SBU befinden. Wie der russische Inlandsgeheimdienst zudem betonte, sei es zuvor zu keinen solchen Vorfällen gekommen, da sich die Besatzungen der ukrainischen Schiffe an die bilateralen Vereinbarungen gehalten hätten und die geltenden Vorschriften beachtet hätten.
Quelle: Alternative Presseschau v. 27.11.2018 (Vielen Dank!)

Begriffserklärungen:

Sanktion: Erziehungs- oder Straf­maßnahme, die für die Verletzung gesetzlich vorgeschriebener oder vertraglich übernommener Pflich­ten testgelegt ist. Die Androhung von Sanktionen soll zum ordnungs­gemäßen Verhalten zwingen und die Einhaltung der Gesetze bzw. der Verträge gewährleisten. Die vorgesehenen Maßnahmen sind von der Art der Rechtsverletzung und der rechtlichen Verantwortlich­keit abhängig. Sanktionen können sein: Strafen, Entzug des Führer­scheins, Schadenersatz, Vertragsstrafen, Verweise u. a. In den inter­nationalen Beziehungen müssen Sanktionen, die von einem in sei­nen Rechten verletzten Staat ge­genüber einem Rechtsverletzer an­gewandt werden, der jeweiligen Rechtsverletzung angemessen sein und aufgehoben werden, so­bald der völkerrechtsgemäße Zu­stand wiederhergestellt ist. Die An­drohung oder Anwendung von Ge­walt ist als Sanktion völkerrechtlich nicht zulässig; denn sie darf aus­schließlich als Mittel der Selbstver­teidigung gegen einen bewaffneten Angriff oder auf Beschluß des UNO-Sicherheitsrates zur Wahrung oder Wiederherstellung des Friedens und der internationalen Si­cherheit erfolgen. FRAGE: Wer hat eigentlich das Recht, Sanktionen zu verhängen? Jeder – oder nur dazu befugte Gremien in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht? Antwort: Natürlich nicht „jeder“!
NATO: (North Atlantic Treaty Or­ganization – Nordatlantikpaktorga­nisation): 1949 auf Betreiben der USA gegründeter imperialistischer Militärpakt, der sich gegen die so­zialistischen Staaten, die national befreiten Länder, die nationalen Befreiungsbewegungen sowie ge­gen die demokratischen Kräfte in den NATO-Staaten richtet. Der NATO gehören gegenwärtig fol­gende 16 Staaten an: Belgien, BRD, Dänemark, Frankreich, Grie­chenland, Großbritannien, Island, Italien, Kanada, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Portugal, Spanien, Türkei, USA. 1986 hatten die NATO-Staaten etwa 5,7 Mill. Soldaten unter Waf­fen, in Europa 3,4 Millionen Die Militär­ausgaben der NATO stiegen seit 1949 um mehr als das 15fache und betrugen 1985 über 369 Milliarden Dollar.
Von Anfang an als gegen Frieden und Sicherheit der Völker gerichte­tes Aggressionsbündnis konzi­piert, erweist sich die NATO als das gefährlichste Instrument der aggressivsten und reaktionärsten Kräfte des Imperialismus zur Ver­wirklichung ihrer Weltherrschafts­pläne. Davon zeugen u. a. auch Be­strebungen, das Operationsfeld des Paktes auf den Südatlantik, Gebiete Afrikas und des Indischen Ozeans, den Nahen und den Mittle­ren Osten auszudehnen. NATO-­Staaten haben bisher mehr als 100 Kriege oder kriegsähnliche Aktionen inszeniert bzw. an sol­chen teilgenommen. Andererseits äußern Mitgliedstaaten, wie Däne­mark, Griechenland – u.a. zuneh­mend Bedenken gegenüber der Atomkriegskonzeption der NATO und lassen diese in entsprechen­den Dokumenten der NATO-Tagun­gen festschreiben.
Alle europä­ischen NATO-Truppen stehen un­ter dem Befehl eines USA-Gene­rals. Bundeswehrgenerale beset­zen in zunehmendem Umfang ent­scheidende Kommandopositionen und beeinflussen so direkt militäri­sche Strategien und Organisatio­nen der NATO. Oberste politische Institution ist der NATO-Rat, der in der Regel zweimal jährlich auf der Ebene der Außenminister tagt; zwi­schen den Tagungen fungiert der Ständige NATO-Rat, bestehend aus Botschaftern der Mitgliedstaa­ten. Höchstes militärisches Organ ist der Militärausschuß. Er leitet einen Internationalen Militärstab und koordiniert die Tätigkeiten der drei grundlegenden NATO-Kom­mandobereiche (Oberster Alliierter Befehlshaber Europa, Oberster Al­liierter Befehlshaber Atlantik, Re­gionale Planungsgruppe USA/Kanada). Mit Fragen des Einsatzes von Atomwaffen beschäftigen sich der dazu speziell gebildete Aus­schuß für nukleare Verteidigung sowie die Nukleare Planungs­gruppe. Außerdem existiert ein Internationales Sekretariat unter Lei­tung eines Generalsekretärs.
Quelle: Taschenlexikon für Zeitungsleser, Dietz Verlag Berlin (DDR) 1988. (Anm.: Viele der hier aufgeführten Angaben sind ebreits veraltet, aber prinzipiell zutreffend!)
Paria: Angehöriger einer der unterdrückten „unreinen“ Kaste in Indien, im übertr. Sinne – Entrechteter. (Quelle: Kleines Fremdwörterbuch, Lpz.1972.)
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7 Antworten zu Krimbrücke: Was ist eigentlich los im Schwarzen Meer?

  1. tommmm schreibt:

    Ich mußte nicht lange suchen, um die Medien zu finden, die dem Botschafter eine Plattform für öffentliche Forderungen bieten. Es sind Bild und Spiegel, die, um es wenigsten etwas zu tarnen, als Interview ausgeben.
    Natürlich gehört es nicht zu den Aufgaben eines Botschafters in einem Gastland öffentliche Forderungen zu stellen, aber das scheint hier schon lange keinen mehr zu stören.

    Zur Zeit lese ich gerade die Kriegstagebücher von Konstantin Simonow. Nebenbei gucke ich immer bei Google-Earth nach den Städten in denen die Handlung gerade stattfindet. Gestern war ich bei der Befreiung von Tarnopol (heutige unabhängige Ukraine). Vieviel Blut haben da die gesamten Sowjetvölker vergossen. Und was sehe ich auf der Landkarte? Die Hauptstraße heißt „Stefan Bandera Straße“! Soweit ist es schon wieder gekommen.

  2. Offiziös geht es um Russland.
    Hinter der Provokation stand aber das Ziel das Kriegsrecht über die Ukraine zu verhängen, um nun noch effektiver die Opposition zu vernichten und die kommenden Wahlen zu verhindern, weil der faschistische Diktator Poroschenko dabei keine Chance hat gewählt zu werden.

  3. roprin schreibt:

    Grad hab‘ ich’s im Radio (bayrischer Nachrichtensender) gehört: die Bundesregierun und auch Osterreich erwägen Schritte, um Moskau „Einhalt zu gebieten“. (oder so ähnlich). Da provoziert Poroschenko, aber Putin soll bestraft werden. So macht das Provozieren doch erst richtig Laune!

  4. tommmm schreibt:

    Putin äußert sich zu diesem Vorfall

    Vor wenigen Tagen ist es in der Straße von Kertsch zu einer Eskalation gekommen. Russische Küstenwache musste mehrere ukrainische Boote wegen Grenzverletzung festsetzen. Nun hat sich erstmals der russische Präsident Wladimir Putin zu der Provokation geäußert.

    Wie der russische Präsident hervorhebt, sei diese Provokation vom ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko im Vorfeld der Wahlen in der Ukraine organisiert worden.

    Wegen seiner miserablen Umfragewerte brauche Poroschenko Hindernisse für die Konkurrenten aus der Opposition.

    Der russische Grenzdienst habe dabei alles getan, um die Eskalation zu vermeiden, jedoch hätten die Besatzungen der ukrainischen Marineboote jeden Kontakt einfach ignoriert. Darafhin hätten die Schiffe des russischen Grenzschutzes all ihre Pflichten erfüllt – die Staatsgrenzen Russlands geschützt.

    Die anschließende Verhängung des Kriegsrechtes von der Poroschenko-Regierung sei dabei unverhältnismäßig, schließlich habe die Ukraine noch nicht einmal nach der Angliederung der Krim an die Russische Föderation oder während des Konfliktes im Donbass das Kriegsrecht ausgerufen.

    Die ukrainische Provokation in der Straße von Kertsch sei aber im Vergleich dazu nur ein kleiner Vorfall.

    Insgesamt weise der Vorfall im Schwarzen Meer alle Anzeichen einer im Voraus geplanten und vorbereiteten Provokation auf.

    Die Provokation sei also nur ein Vorwand gewesen, um das Kriegsrecht in der Ukraine auszurufen.

    https://de.sputniknews.com/politik/20181128323114863-putin-kertsch-eskalation/

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