Aus der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung

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Massendemonstration ín Berlin 1918

Heute wird die Arbeiterbewegung von den bürgerlichen Massenmedien kaum noch öffentlich zur Kenntnis genommen. Oft wird auch behauptet, es gäbe keine Arbeiterklasse mehr. Das ist aber nicht richtig. Wer arbeitet denn in den vielen Fabriken, Betrieben, in den kleineren und größeren Unternehmen, wer transportiert denn die Container, holt den Müll ab, stellt die Briefe und Zeitungen zu, baut die unzähligen neuen Straßen oder Häuser? Natürlich die Arbeiterklasse, denn von Ideen und Computern allein kann auch der Kapitalismus nicht leben. Ohne die vielen Millionen Lohnempfänger, die ihre Arbeitskraft tagtäglich verkaufen müssen, um existieren zu können, würde auch nichts produziert, die Wirtschaft könnte nicht funktionieren. Und wenn in den Zeitungen wieder mal abfällig von Krawallen oder Streiks die Rede ist,  unter denen angeblich „der Steuerzahler“ so zu leiden habe, dann denken Sie dabei doch einfach mal an die ARBEITERKLASSE. Hier nun zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung:

13 Schritte auf dem Weg zu einem sozialistischen deutschen Arbeiter- und Bauern-Staat

1. Karl Marx und Friedrich Engels – Begründer der wissenschaftlichen Weltanschauung der Arbeiterklasse

Marks_i_EngelsKarl Marx und Friedrich Engels waren Lehrer und Führer der Arbeiter­bewegung in Deutschland und der ganzen Welt. Sie erkannten und bewiesen, daß nur die Arbeiterklasse in der Lage ist, Not und Elend für alle Menschen zu überwinden und ein glückliches Leben aufzubauen. Sie faßten ihre Erkenntnisse in der Lehre vom wissenschaftlichen Sozialismus zusam­men, die die gesetzmäßigen Bedingungen des Übergangs zum Sozialismus wider­spiegelt. Diese Lehre ist Grundlage des Kampfes der revolutionären Arbeiter­bewegung geworden. Marx und Engels nahmen aktiv am Kampf der Arbeiterklasse teil.

2. Die bürgerliche Revolution 1848

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1848 und 1849 erhoben sich die Volks­massen in Deutschland und in anderen europäischen Ländern gegen die Fürsten. Arbeiter und Handwerksgesellen kämpften am entschiedensten für die Revolution. Doch die Revolution erlitt eine Niederlage, weil sich das Bürgertum mit den Fürsten verbündete. Revolutionäre stürmten am 14.Juni 1848 das Berliner Zeughaus, um sich zu bewaffnen.

3. Gründung der sozialdemokratischen Partei

Bild 03Um besser für ihre Rechte kämpfen zu können, gründeten die fortschrittlichen Vertreter der deutschen Arbeiterklasse Ende des vorigen Jahrhunderts die So­zialdemokratische Partei Deutschlands (SPD). – Einer ihrer Führer, August Bebel, spricht zu Berliner Arbeitern.

4. Erste Streikbewegungen der Arbeiterklasse

Bild 04Mit Streiks antworteten Anfang unseres Jahrhunderts deutsche Arbeiter auf die verstärkte Ausbeutung infolge der Kriegs­vorbereitungen der Imperialisten. Zu den härtesten dieser Kämpfe gehörte der Crim­mitschauer Textilarbeiterstreik (August 1903–Januar 1904)

5. Eine neuer Epoche: Die große Sozialistische Oktoberrevolution

Bild 05Revolutionäre Arbeiter und Soldaten stürmten am 7.November 1917 im dama­ligen Petrograd den Sitz der russischen Regierung, das Winterpalais. Aus ihrer Revolution ging der erste siegreiche Ar­beiter-und-Bauern-Staat hervor. Mit der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution begann ein neuer Abschnitt in der Geschichte der Menschheit, das Zeitalter des siegreichen Sozialismus

6. Die Novemberrevolution in Deutschland

BIld 06Unter dem Einfluß der Großen Sozialisti­schen Oktoberrevolution begann 1918 die Novemberrevolution. Revolutionäre Ar­beiter und Soldaten stürzten den Kaiser und beendeten den ersten Weltkrieg. Zu den großen Führern der Revolutionäre gehörte Karl Liebknecht. Vom Balkon des Berliner Schlosses rief er am 9. No­vember 1918 unter stürmischer Zustim­mung der versammelten revolutionären Arbeiter und Soldaten zum Kampf für ein freies sozialistisches Deutschland auf.

7. Ernst Thälmann warnt vor dem Krieg

Bild 07Nach der Niederlage im ersten Weltkrieg planten die deutschen Imperialisten einen zweiten. Ernst Thälmann, Vorsitzender der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD), warnte immer wieder vor diesen Plänen. Mit dem Übergang zum Faschismus begann in Deutschland das schwärzeste Kapitel der deutschen Geschichte. Die Ausbeutung und Unterdrückung der Arbeiterklasse und der anderen Werktätigen nahm grausame Formen an

8. Widerstandskampf gegen den Faschismus

Bild 081933 übergaben die deutschen Imperiali­sten die Macht den Faschisten. Darauf bildeten vor allem Kommunisten geheime antifaschistische Widerstands-organisatio­nen. Sie bekämpften die Faschisten mit Taten und Worten. In dieser Druckerei stellte die Gruppe Neubauer-Poser Flug­blätter her. Als erstes waren von den Nazis die Kommunisten massenhaft verfolgt, gefoltert und ermordet worden. Dann überfiel das faschistische Deutschland ganz Eupopa und richtete vor allem in der Sowjetunion riesige Verwüstungen an. 20 Millionen Sowjetbürger wurden ermordet.

9. Der 8. Mai 1945: Tag der Befreiung

Bild 09Die deutschen Faschisten begannen den zweiten Weltkrieg. Mit den Armeen der Sowjetunion kämpften auch die Truppen Amerikas, Englands und Frankreichs gegen den Faschismus. Die Sowjetunion hatte die Hauptlast zu tragen. Ihren Armeen ist die Befreiung des deutschen Volkes vom Faschismus vor allem zu ver­danken. Am 30. April 1945 hißten Sowjet­soldaten die Siegesfahne auf dem Reichs­tagsgebäude in Berlin.

10. Bodenreform und Enteignung der Kapitalisten

Bild 10Im Herbst 1945 wurde auf Vorschlag der KPD im Gebiet der heutigen DDR die de­mokratische Bodenreform durchgeführt. Bis dahin hatten Junker, Grafen und Für­sten riesige Güter besessen. Die Groß­grundbesitzer sind immer eine Stütze der Militaristen gewesen. Deshalb wurde ihr Land an über 300.000 Landarbeiter und Umsiedler sowie an landarme Bauern ver­teilt. Damit wurde ein uraltes Unrecht beseitigt.

11. Die antifaschistische-demokratische Umwälzung

Während des antifaschistischen Wider­standskampfes haben Kommunisten und Sozialdemokraten gemeinsam gegen den Faschismus gekämpft. Sie hatten erkannt, daß die Arbeiterklasse unbesiegbar ist, wenn sie einig und geschlossen handelt. Im Sommer 1945 waren KPD und SPD als demokratische Parteien in der sowje­tischen Besatzungszone wieder zugelas­sen worden. Sie vereinbarten gemeinsame Veranstaltungen, beim Wiederaufbau zu­sammenzuarbeiten und Aktionsaus­schüsse zu bilden. Aus der gemeinsamen Arbeit entwickelte sich die Forderung vieler Mitglieder nach einer einheitlichen Arbeiterpartei.

12. Vereinigung von KPD und SPD

Bild 11Am 18./19. April 1946 tag­ten in der sowjetischen Besatzungszone der Parteitag der KPD und der Parteitag der SPD zum letzten Male getrennt. Die Delegierten legten fest, sich zur Sozia­listischen Einheitspartei Deutschlands (SED) zusammenzuschließen. Auf dem Vereinigungsparteitag in Berlin am 20./21. April reichten sich der Vorsitzende der KPD, Wilhelm Pieck, und der Vor­sitzende der SPD, Otto Grotewohl, die Hände. Einstimmig nahmen die Delegier­ten die »Grundsätze und Ziele der Sozia­listischen Einheitspartei« an. Der histo­rische Händedruck wurde als Symbol in das Parteiabzeichen der SED aufgenom­men.

13. Die Gründung der Deutschen Demokratischen Republik

Am 7. Oktober 1949 wurde dleBild 12 Deutsche Demokratische Republik (DDR) gegründet. Damit entstand ein wahrhaft· friedlieben­der und demokratischer Staat in der deut­schen Geschichte. Im Bündnis mit den Bauern und anderen Werktätigen übt die Arbeiterklasse zum ersten Mal staatliche Macht in Deutschland aus. Damit erfüllte sich ein jahrhundertealter Traum der Un­terdrückten, und ein Ziel des Kampfes der Arbeiterklasse wurde erreicht. Die Volks­kammer beauftragte Otto Grotewohl mit der Bildung der Regierung. Am 11. Oktober wurde Wilhelm Pieck zum Präsidenten der DDR gewählt. Fast eine Million Berliner und Werktätige aus allen Teilen der Republik begrüßten auf einer machtvollen Kundgebung in Berlin die Gründung des Arbeiter-und-Bauern­-Staates.

Der Sozialismus in der DDR

Seither hatte sich die DDR unter Führung der Arbeiterklasse und ihrer Partei zu einem in der Welt geachteten friedlieben­den Staat entwickelt, der Bestandteil der sozialistischen Staatengemeinschaft war. Erfolgreich wurde in der DDR das Programm der SED verwirklicht. Es gab es keine Arbeitslosigkeit und keine Obdachlosen. Die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen war beseitigt. Das Bildungssystem, die soziale und gesundheitliche Versorgung sowie beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten gehörten zu den besten in der Welt. Die demokratischen Rechte und Freiheiten sowie die Mitgestaltung der Werktätigen beim Aufbau des Sozialismus waren beispielgebend.

Quelle: Von Anton bis Zylinder. Lexikon für Kinder. Der Kinderbuchverlag Berlin (DDR), 1981, S.24 (bearbeitet).

Siehe:
Die DDR – ein Meisterwerk
Was jeder über die Annexion der DDR wissen sollte
Der Historiker Kurt Gossweiler äußert sich über die DDR


Nach dem berüchtigten XX.Parteitag der KPdSU war allerdings in der UdSSR 1956 mit Chruschtschow ein Antikommunist an die Spitze von Partei und Regierung gekommen. In der Folgezeit gab es heftige innerparteiliche Auseinandersetzungen. Unter dem Einfluß des Imperialismus und mit Hilfe westlicher Geheimdienste, durch Sabotage, Diversion und durch Massenmedien wurde systematisch damit begonnen, den Sozialismus zu zerstören. Nach der Ermordung Stalins 1953 waren weitere bedeutende kommunistische Persönlichkeiten, Partei- und Staatsführer ermordet worden, so z.B. 1954 A.J. Wyschinski, der Hauptankläger in den Moskauer Prozessen und Vertreter der UdSSR in der UNO, 1956 Bolesław Bierut, der Generalsekretär der PVAP, 1964 die Parteifunktionäre Maurice Thorez und Palmiro Togliatti. Mit Gorbatschow und Jelzin begann dann ab 1990 die offene Konterrevolution, die mit der Zerstörung der UdSSR und der sozialistischen Staatengemeinschaft endete.

Siehe:
Es gab keinen Zusammenbruch, sondern es war eine Konterrevolution
Der Sozialismus war und ist lebensfähig

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Eine Antwort zu Aus der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung

  1. Hat dies auf Muss MANN wissen rebloggt und kommentierte:
    Traurig!

    Es ist wahrhaft traurig, dass es dem Kapitalismus scheinbar in Europa und den USA “gelungen ist“, fast alle Menschen dazu zu verführen, ihm — ‚wie dem Rattenfänger von Hammeln‘ nicht nur zu folgen, sondern ihm geradezu ohne jeden Anstand, jede menschliche Moral vergessend, nur noch dem Konsum dienend, dem augenblicklichen Wohlstand – oder was sich darunter vorgestellt wird – nachzujagen! als ob es gar kein Morgen für den Menschen — ganz persönlich: für dich, euch oder mich geben — geben würde!

    Obwohl doch GERADE der MENSCH sich SELBER genug Beweis! sein müsste, DASS er wahrhaft lebt und existiert!
    — JA!, wenn auch menschlich gesprochen nur “ein paar Monde“ (wie sich die Einwohner Nord- und Südamerikas oder Afrikas, Asiens oder Australiens und fast aller Bewohner von Inseln auszudrücken pflegen) —

    Weshalb liegt gerade im “christlichen“ Kulturkreis eine derartige ANGST vor, sich mit dem EIGENEM Leben auseinanderzusetzen ? ?? ???

    Sind ‚wir‘ Christenimmerhin zwei Milliarden Menschen, die irgendeiner Kirche angehören — weder durch das Lesen der Bibel noch durch die Wahrheit von ‚Jesus‘, ‚Paulus‘, ‚Augustinus‘, ‚Mohammed‘ – Allah segne ihn und schenke ihm ewiges Heil – oder Marx und Engels aufzuklären???
    Verharren wir – obwohl wir es nicht müssen – weiterhin (bewusst? oder aus Dummheit? oder Angst?)
    in der VERLEUGNUNG unseres Eigenen Seins! ???

    Mit anderen Worten gefragt:
    Verweigern wir uns der Frage des Lebens:

    Wo Bin Ich??? und WER BIN ICH???

    Oder “philosophisch“ gefragt:

    Bin ICH?
    Kann die Welt meiner Sinne wirklich oder tatsächlich FESTSTELLEN, daß ich WIRKLICH Da-BIN = echt und real existiere?

    Obwohl es sich dabei um eine – im Sinne aller Philosophie, Religion und Logik – absurde und unsinnige Frage handelt, sind ja ganz offenkundig irre viele Menschen damit beschäftigt! … und scheinen darauf auch keine Antwort zu haben, denn es wird sich in das irreale, den vorgekauten Idealismus, die erbrochene Religion und durchfälltige
    Philosophie als “Erklärung“ verkrochen!!

    Sie gleichen damit jedem anderen Tier — auch den anderen höheren Säugetieren, von denen nach den Menschenaffen – das Schwein, das klügste und intelligenteste Lebewesen nach dem AFFEN – Mensch genannt – ist!

    “Leider“ wurde der Mensch selber auch bloß seit mehr als +>12-tausend!!! Jahren gehalten, dressiert und abgerichtet, wie die übrigen Säugetiere, die sich der Mensch auch selber hält – ohne dabei überhaupt zu bemerken, dass er SELBER von anderen Menschen GEHALTEN, abgerichtet und dressiert WIRD!

    … und – möglicherweise – die Menschen-Halter selber gar nicht mal mehr bemerken, dass sie in einem System gefangen sind, in dem Halter und Gehaltene nur noch tun,

    WAS auch “eroberte“ Ameisen für die *Raub-Ameisen* tun “müssen“ — die sogar entscheidend daran beteiligt sind, welche Ameise weiblichen Geschlechts, “getötet“ wird und welche andere Ameise weiblichen Geschlechts zukünftig die Reproduktion der Ameisenart durch befruchtetes Eierlegen sicherstellt! und ‚ihre‘ Krieger‘ zu Raubzügen veranlasst, um weiter Sklavenameisen nutzen zu können, ohne die die “Raubameisen“ NICHT überlebensfähig sind!!!

    Dennoch halte ich den Menschen dazu fähig, diese “biologischen“ *Spiele* der Natur “Symbiose“ genannt — zu durchschauen und sich zu “unterwerfen“ = dienstbar zu machen,

    um “alles, was auf Erden ‚lebendig‘ ist, zu pflegen, zu bewahren und für alle Lebewesen nutzbringend anzuwenden“

    — Lieber Sascha, sieh es mir bitte nach, dass der letzte Satz gerade aus dem ersten Buch des ersten Kapitels der jüdischen Bibel (Be’reshit oder Genisis 1) stammt.

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