Rosa-Luxemburg-Konferenz 12. Januar 2019

att4599dAm Sonnabend, den 12. Januar fand in Berlin die XXIV. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz 2019 statt. Krise und Krieg sind im Kapitalismus untrennbar – die ersten beiden Jahrzehnte des 21. Jahrhunderts führen das erneut vor Augen. Am Ende des Jahres 2018 verstärken sich international und innerhalb der Bundesrepublik politische und wirtschaftliche Unsicherheit. Nationalistische und neofaschistische Kräfte treten immer offener auf und erringen Machtpositionen. Immer schneller werden im Zeichen des Profits die natürlichen Lebensgrundlagen unserer Erde zerstört, ohne daß der Kapitalismus damit seine ökonomischen Positionen irgendwie verbessern konnte. Die Armut – auch in der BRD – nimmt rasant zu, gleichzeitig verschärfen sich die inneren Widersprüche des kapitalistischen Systems.

Anhaltend ist auch die Schwäche und Verwirrung innerhalb der politischen Linken. Von einer wahrhaft kommunistischen Partei kann in der BRD keine Rede sein. Vielleicht aber setzen sich doch allmählich diejenigen Kräfte durch, deren Klassenbewußtsein und ideologische Klarheit auf Seiten der Arbeiterklasse zu finden ist und die bereit und wieder imstande ist, sich nicht nur in Worten, sondern auch in Taten den Lehren von Marx, Engels, Lenin und Stalin zuzuwenden und den modernen Revisionismus zu überwinden – die Kommunisten. Wir empfehlen dazu nachdrücklich einen Beitrag des Genossen Dr. Kurt Gossweiler, der sich  ausführlich mit den Ursprüngen des modernen Revisionismus befaßt hat:

pdfimage Kurt Gossweiler: Ursprünge des modernen Revisionismus


Auch eine Buchvorstellung am Info.-Stand der BüSGM am 12.01.2019 um 15 Uhr im Mercure Hotel MOA, Berlin-Moabit, Stephanstr.41, 10559 Berlin, möchten wir hiermit ebenfalls empfehlen:

Eckhard Steinfurth: „Ein Leben bis zur (W)ende“

siehe auch folgenden Beitrag: Ein Leben für die DDR

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11 Antworten zu Rosa-Luxemburg-Konferenz 12. Januar 2019

  1. “Anhaltend ist auch die Schwäche und Verwirrung innerhalb der politischen Linken. Von einer wahrhaft kommunistischen Partei kann in der BRD keine Rede sein. Vielleicht aber setzen sich doch allmählich diejenigen Kräfte durch, deren Klassenbewußtsein und ideologische Klarheit auf Seiten der Arbeiterklasse zu finden ist und die bereit und wieder imstande ist, sich nicht nur in Worten, sondern auch in Taten den Lehren von Marx, Engels, Lenin und Stalin zuzuwenden und den modernen Revisionismus zu überwinden – die Kommunisten.“

    Diese Schwäche und Verwirrung der “politischen Linken“ (hi hi hi) wird auch anhalten … und zwar bis von ihr nur noch “der Schatten eines leeren Gespenstes“ übrig ist.

    Die sogenannte LINKE (also die Partei DIE LINKE) ist schon lange in der BRD und im Kapitalismus angekommen.

    In ihrer Anschauung vertritt sie gegen den Sozialismus und die DDR eine extremere Position als selbst GRÜNE, FDP, SPD, CDU/CSU und NPD, die der DDR als Staat niemals ihre völkerrechtliche Legitimität abgesprochen haben; auch wenn es ihnen selbstverständlich stets darum gegangen war, den Staat DDR zu Fall zu bringen, was ihnen dann ja auch mit Hilfe von Gorbatschow, Gysi, Modrow — und ich zähle dazu auch Egon Krenz, der ja maßgeblich am Sturz von Erich und Margot Honecker beigetragen hatte und mit der “Meldung falscher Wahlergebnisse (zu Gunsten der SED) die demokratischen Wahlen in der DDR diskreditierte, was dann Mielke angekreidet wurde — den “jungen Rebellen um Wagenknecht & Co. innerhalb der Jugendorganisation FDJ der SED.

    Wie kaum ein Zweiter delegitimiert DIE LINKE — allen voran Gysi und Wagenknecht — sowohl den Sozialismus in der DDR als auch die DDR selbst.

    Bei solchen “sozialistischen“, “linken“ Freunden, braucht man keine Feinde mehr. “Heute braucht man keine Revolution mehr, um Veränderung herbeizuführen“, meinte Frau Wagenknecht in einer ‚Talkrunde‘! … womit sie sogar recht hat!, denn eine Revolution zielt ja gar nicht auf eine Veränderung innerhalb des kapitalistischen Systems, sondern auf den Umsturz und die Beseitigung dieses menschenfeindlichen Systems!

    „6. Lenin zeigte schließlich, dass der „Ökonomismus“ keine zufällige Erscheinung in Russland ist, dass die „Ökonomisten“ Schrittmacher des bürgerlichen Einflusses in der Arbeiterklasse sind, dass sie in den westeuropäischen sozialdemokratischen Parteien Bundesgenossen in Gestalt der Revisionisten, der Anhänger des Opportunisten Bernstein, haben.
    Im Westen erstarkte in der Sozialdemokratie immer mehr eine opportunistische Strömung, die unter der Flagge der „Freiheit der Kritik“ an Marx auftrat, die eine „Revision’“, das heißt Überprüfung der Marxschen Lehre forderte (daher der Name „Revisionismus“), die den Verzicht auf die Revolution, auf den Sozialismus, auf die Diktatur des Proletariats forderte.
    Lenin zeigte, dass die russischen „Ökonomisten“ dieselbe Linie des Verzichts auf den revolutionären Kampf, auf den Sozialismus, auf die Diktatur des Proletariats befolgten.“ – Geschichte der kommunistischen Partei der Sowjetunion (Bolschewiki), S. 47, Dietz Verlag Berlin 1955

    Wer also auch immer, “den Verzicht auf die Revolution, auf den Sozialismus, auf die Diktatur des Proletariats fordert“, ist weder “links“, noch ’sozialistisch‘, ‚Marxistisch-Leninistisch‘, sondern ein gemeiner Verräter an der Arbeiterklasse, denn:

    „Der wirtschaftliche Kampf der Arbeiter gegen die Unternehmer und die Regierung ist ein gewerkschaftlicher Kampf für bessere Bedingungen des Verkaufs der Arbeitskraft an die Kapitalisten,
    die Arbeiter wollen aber nicht nur für bessere Bedingungen des Verkaufs ihrer Arbeitskraft an die Kapitalisten kämpfen, sondern auch für die Beseitigung des kapitalistischen Systems selbst, das sie dazu verdammt, ihre Arbeitskraft an die Kapitalisten verkaufen zu müssen und sich ausbeuten zu lassen.
    Die Arbeiter können aber den Kampf gegen den Kapitalismus, den Kampf für den Sozialismus nicht entfalten, solange der Zarismus (heute der “Parlamentarismus“), der Kettenhund des Kapitalismus, der Arbeiterbewegung im Wege steht.
    Daher besteht die nächste Aufgabe der Partei und der Arbeiterklasse darin, den Zarismus (heute den “Parlamentarismus“) aus dem Wege zu räumen und dadurch den Weg zum Sozialismus zu bahnen. …
    [Aber] eine solche Propaganda (nämlich “den Verzicht auf die Revolution, auf den Sozialismus, auf die Diktatur des Proletariats“) [zu] betreiben, bedeutet, auf die Vernichtung der Partei hinarbeiten,
    das heißt die Arbeiterklasse ohne Partei belassen,
    das heißt die Arbeiterklasse ungerüstet lassen.
    Aber die Arbeiterklasse ungerüstet lassen
    – zu einer Zeit, wo sie solchen Feinden gegenübersteht wie dem mit allen Kampfmitteln bewaffneten Zarismus (heute der “Parlamentarismus“) und der auf moderne Art organisierten Bourgeoisie, die ihre Partei hat, die den Kampf gegen die Arbeiterklasse leitet –
    heißt die Arbeiterklasse verraten.“
    — ebd.

    “Von einer wahrhaft kommunistischen Partei kann in der BRD keine Rede sein.“

    Diese Feststellung ist richtig! Denn in keinem der Partei-Statuten kommunistischer Parteien in der BRD, findet sich das Hauptanliegen Lenins!: die Arbeiter wollen aber nicht nur für bessere Bedingungen des Verkaufs ihrer Arbeitskraft an die Kapitalisten kämpfen, sondern auch für die Beseitigung des kapitalistischen Systems selbst, das sie dazu verdammt, ihre Arbeitskraft an die Kapitalisten verkaufen zu müssen und sich ausbeuten zu lassen.
    Aber die Beschränkung der Aufgaben der Arbeiterklasse auf den wirtschaftlichen Kampf gegen die Unternehmer und die Regierung, wobei man sowohl die Unternehmer als auch die Regierung unversehrt lässt, bedeutet nichts anderes, als die Arbeiter zu ewiger Sklaverei zu verurteilen.
    – ebd.

    Lieber Genosse Sascha (N.G.),

    es wird uns nichts anderes übrigbleiben, als

    a.) eine Online-Zeitung (siehe “Lenin: Was tun?“ !) und

    b.) eine neue kommunistische Partei zu gründen!

    Denn, dass sich vielleicht aber doch allmählich diejenigen Kräfte durchsetzen, deren Klassenbewußtsein und ideologische Klarheit auf Seiten der Arbeiterklasse zu finden ist und die bereit und wieder imstande ist, sich nicht nur in Worten, sondern auch in Taten den Lehren von Marx, Engels, Lenin und Stalin zuzuwenden und den modernen Revisionismus zu überwinden, halte ich für Wunschdenken!
    Im Grunde ist dies doch nichts anderes, als der fruchtlose Versuch den Revisionismus verändern zu wollen, was so ähnlich ist, wie den Kapitalismus verändern zu wollen!

    => Mir ist noch wichtig, darauf hinzuweisen, dass ich den gewerkschaftliche Kampf — auch den sozialistische Kampf — bessere Bedingungen innerhalb des kapitalistischen Systems herauszuhandeln — keinesfalls ablehnend gegenüberstehe! Das ist wichtig und richtig; kann und darf doch ‚deshalb‘ nicht der Inhalt dessen sein, die kapitalistische Sklaverei “zu rechtfertigen“ und zu erhalten!
    Ein solcher gewerkschaftlicher und sozialistischer Kampf hat sich dem eigentlichen Kampf – nämlich des Umsturzes und der Beseitigung des kapitalistischen Ausbeuter- und Sklavenhalter-Systems – unterzuordnen!!!

    Der gewerkschaftliche und sozialistische Kampf für bessere Bedingungen innerhalb des Systems “höherer Sklaverei“ ist und darf niemals Selbstzweck sein oder werden, denn dies bedeutet nichts anderes als die bedingungslose Kapitulation gegenüber des die Menschen unterdrückenden Ausbeuter-Systems!

  2. die Arbeiterklasse schreibt:

    Lieber Genosse Sascha (N.G.),

    es wird uns nichts anderes übrigbleiben, als

    b.) eine neue kommunistische Partei zu gründen!

    Und weshalb nicht in die DKP eintreten, die Partei stärken und die Revisionisten abwählen ? Wäre das nicht die sinnvollste Lösung, statt komplett eine neue Partei aufzubauen ? Die dann auch nur wieder mit den gleichen Problemen zu kämpfen hat ?

    mein ja nur …

    • sascha313 schreibt:

      hmm – einen LENIN haben wir leider nicht. Wirrköpfe gibt es aber viele, und die haben zur Zeit noch das große Maul!

      In vielen kleinen DKP-Organisationen gibt es aber bereits einen Zusammenhalt und Bemühungen um eine klare Linie…. Man muß wahrscheinlich erst diese Leute rausschmeißen, die da noch das Sagen haben… Ich kann hier vorerst nur eines empfehlen: Gossweiler lesen und dann selber entscheiden!

    • Ich bin am 13. April 2016 der DKP beigetreten, obwohl ich ursprünglich der KPD beitreten wollte, die aber wohl organisatorisch nicht in der Lage ist, neue Mitglieder aufzunehmen. Wie auch immer, die alten Genossinnen und Genossen in der DKP sterben weg, ohne daß diese durch neue Mitglieder ersetzt werden; es ist also nur eine Frage der Zeit, bis die DKP ausgestorben ist.

      • sascha313 schreibt:

        Ich halte das für eine völlig richtige Entscheidung! Auf einen „neuen Lenin“ zu warten ist nicht sinnvoll – erstens gab es einen Lenin und es gab einen Stalin… und zweitens gab es die Sowjetunion, die DDR und den Sozialismus… und drittens werden wir den Revisionismus und die Fehler doch noch überwinden können, oder bezweifelt das jemand?

      • Du und ich und Millionen anderer Menschen HABEN den Revisionismus bereits überwunden!

        Es gilt, alle diese Menschen gemäß LENIN zu organisieren!

        Dann werden wir auch den Kapitalismus stürzen!

        Mir geht der Revisionismus am Arsch vorbei!

        Ich bekämpfe diesen auch nur rudimentär:

        Mein Feind ist der Kapitalismus!!! und nicht eine lächerliche Erscheinung innerhalb der Bolschewistischen Weltbewegung, namens “Revisionismus“!

        Dazu hat doch Lenin schon alles gesagt!

        Und Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht die Konsequenzen gezogen und sich von der SPD getrennt und eine neue Partei gegründet!! Weil sie erkannt hatten, dass ein Eintreten in die SPD, die Partei NICHT mehr stärken und die Revisionisten [eine von den Kapitalisten bestochene Clique] nicht mehr abwählbar waren !!!

        Der “kümmerliche“ Rest von K-Partei Mitglieder in Deutschland von heute – rund 4.100 Menschen — Durchschnittsalter +75 Jahre — KÖNNEN nichts mehr “reißen“ … und können auch keine Massenbewegung mehr initiieren !!! Da spielt das Alter der Genossen und Genossinnen schon gar nicht mehr mit!

  3. Eleonore Kraus schreibt:

    Guten Morgen, heißt es nicht im Original, „Sozialismus statt Barbarei“ ???
    Ich habe noch nirgendwo anders „Sozialismus oder Barbarei“ gelesen. Was sollen die Abweichungen, die oftmalige Verdrehung der Sprache und ihrer inhaltlichen Bedeutung. Es mag ja den Inhalt ähnlich sein, jedoch kann es die tiefe geschichtliche Bedeutung ihrer Zeit nicht erfassen und verliert der wirkliche Schmerz dieser Aussage bleibt so nebulös und ist eher irritierend. Sie sollten sich mit Klemperer befassen und ich hab mit denen eh so meine Probleme.
    Wer solch große Namen benutzt und sich in deren Tradition sieht sollte beim Original bleiben und nicht dem Zeitgeist verfallen.

  4. Hanna Fleiss schreibt:

    Jauhuchanam, das musst du mir aber nun mal wirklich erklären: Wie willst du deinen Feind, den Kapitalismus, bekämpfen, wenn du es trotz deines heißen Herzens nur mit Revisionisten zu tun hast? Und noch etwas: Eine kommunistische Partei wird nicht einfach nur „gegründet“ – sie entsteht im Kampf aus Notwendigkeit.

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