Was macht den Imperialismus so gefährlich?

Aus der Macht der Monopole erwächst – wie wir gesehen haben – gesetzmäßig die Demokratiefeindlichkeit des Imperialismus, die er allerdings hinter einer Demokratie vortäuschenden Fassade verbirgt. Die bürgerliche Demokratie hat ihre Grenzen dort, wo die Herrschaft und der Profit der Monopole bedroht sind. Der Imperialismus ist seinem Wesen nach eine reaktionäre und menschenfeindliche Gesellschaft.

Hans Grundig Atomtod

Hans Grundig – Kampf dem Atomtod

Imperialistische Mächte stellen sich oft als friedliebend dar, und ihre Politiker möchten den Eindruck hervorrufen, daß der Imperialismus eine Friedenskraft sei. Ein Blick in die Geschichte offenbart jedoch das Gegenteil. Gab es auch schon vor dem Imperialismus Kriege zwischen den Völkern, so besteht die „Leistung“ des blutbefleckten Imperialismus darin, daß er Weltkriege in die Menschheitsgeschichte gebracht hat.

Was können wir heute dagegen tun?

Wenn die Völker den imperialistischen Kriegstreibern nicht in den Arm fallen, dann würden diese aus Macht- und Profitstreben auch einen dritten Weltkrieg vom Zaune brechen. Denn für die aggressivsten Kreise des Monopolkapitals, vor allem des USA-Imperialismus, gibt es „wichtigere Dinge, als in Frieden zu leben“, wie es der ehemalige Außenminister dieses Landes, Alexander Haig, 1981 zynisch feststellte.

Welche Rolle spielte der Sozialismus in der Welt?

Der Sozialismus, die internationale Arbeiterklasse und eine machtvolle Friedensbewegung hatten die teuflischen Pläne der aggressiven imperialistischen Mächte bis 1990 zwar verhindern können. Doch ein weltumspannendes Friedensjahr hat die Menschheit seit 1945 noch nicht erlebt. Nach dem zweiten Weltkrieg gab es nicht einen Tag, an dem die Imperialisten nicht irgendwo in der Welt Krieg geführt haben. Korea (1950-1953), Vietnam (1946-1975), Algerien (1954-1962), Israels Kriege gegen die arabischen Nachbarstaaten und der Krieg der Rassisten im Süden Afrikas gegen die Befreiungsbewegungen und viele andere imperialistische Aggressionen in verschiedenen Teilen der Erde zeichnen die Blutspur des Imperialismus.

Welche Rolle spielt der Imperialismus?

Über 100 vom Imperialismus entfesselte Kriege und militärische Auseinandersetzungen fanden statt. Allein die USA waren an mehr als 30 dieser Kriege beteiligt. Amerikanische Politiker drohten 19mal mit dem Einsatz von Atomwaffen, darunter in vier Fällen unmittelbar gegen die Sowjetunion. Die Wurzel der imperialistischen Aggressivität liegt in der Jagd nach immer höheren Profiten. Sie erscheinen den Monopolen nur dann gesichert, wenn sie schrankenlos über wirtschaftlichen und politischen Einfluß verfügen.

„Damit das Monopol zum vollen Monopol wird, müssen die Konkurrenten nicht nur vom inneren Markt…, sondern auch vom äußeren Markt, müssen sie in der ganzen Welt verdrängt werden.“ [1]

Warum ist der Imperialismus so gefährlich?

Die Aggressivität des Imperialismus ist eine Gesetzmäßigkeit, die aus dem Monopol erwächst. Diese Aggressivität des Imperialismus richtete sich, nachdem der Sozialismus eine geschichtliche Realität geworden war und die Entwicklung in der Welt prägte, immer stärker gegen die sozialistische Welt. Die gegenwärtige imperialistische Konfrontationspolitik gegen Rußland, China und andere Länder beweist das.

Welcher Methoden und Mittel bedient sich der Imperialismus?

Der Kurs der Konfrontation, den aggressivste Kreise des Imperialismus verfolgen, war schon immer auf die Veränderung des bestehenden Kräfteverhältnisses in der Welt gerichtet und soll die revolutionären Kräfte in ihrem Vormarsch aufhalten. Die Innen- und Außenpolitik imperialistischer Staaten wird deshalb immer mehr zu einem Instrument in den Händen der reaktionärsten Kreise des Monopolkapitals. Deshalb die Milliarden verschlingende imperialistische Rüstung, die Produktion immer weiterer, noch furchtbarerer Massenvernichtungswaffen (z.B. der Neutronenwaffe, wozu heute aber auch die Sanktionen zählen), der Mißbrauch der wissenschaftlich-technischen Revolution für Rüstungszwecke, (z.B. die amerikanische Raumfähre „Columbia“, die letztlich dem Aufbau eines Netzes von laserbestückten Kampfstationen im erdnahen Raum dient).

Welche Rolle spielt das militärstrategische Gleichgewicht?

Vor allem jene Kreise des Monopolkapitals, die in der Rüstung gewinnträchtige Quellen ihrer Profite finden, waren es, die sich mit dem annähernden militär-strategischen Gleichgewicht zwischen der Sowjetunion und den USA, zwischen dem Warschauer Vertrag und der NATO nicht abfinden wollten und nach einem militärischen Übergewicht über den Sozialismus strebten. Das ihnen das teilweise gelang, ist auf die innere Konterrevolution in den sozialistischen Staaten zurückzuführen.


Was verstehen wir unter dem MIK?

MIKIn den Nachrichten haben Sie oft vom MIK gehört oder in der Zeitung davon gelesen, daß der MIK die Konfrontationspolitik wesentlich beeinflußt. Was verbirgt sich hinter der Buchstabenkombination MIK? MIK – das heißt Militär-Industrie-Komplex. Er verkörpert die Macht der Rüstungsmonopole, der militärischen Führungszentren, der staatlichen Organe und der reaktionären politischen Organisationen der herrschenden Monopolbourgeoisie, die miteinander verflochten sind.

Warum ist der MIK so aggressiv?

In den USA kommt das u.a. darin zum Ausdruck, daß ihr· Außenminister bis 1981, Alexander Haig, vor der Übernahme dieses Amtes 1980 NATO-General und dann Präsident eines der größten Rüstungskonzerne, der United Technologies Corporation, war. Mit anderen Monopolvertretern beeinflußte er den aggressiven Kurs der USA-Politik, der mit dem Anwachsen der Rüstung eng verbunden ist und den Rüstungsmonopolen hohe Profite garantiert.

Gibt es den MIK auch in der BRD?

Auch in der BRD hat sich gegen Ende der 60er Jahre ein Militär-Industrie-Komplex herausgebildet. Sein Rückgrat bilden etwa 30 BRD-Rüstungsunternehmen. Das Herzstück des MIK der BRD sind die großen Rüstungskonzerne in Bayern. Rüstungsmonopole wie Siemens, der Flugzeugbaukonzern Messerschmitt-Bölkow-Blohm, der größte Panzerproduzent der BRD, die Krauss-Maffei AG u. a., haben dort ihren Sitz.

Welche Rolle spielt die Propaganda?

Es ist sicherlich kein Zufall, daß gerade in Bayern eine Reihe von Revanchistenorganisationen, zahlreiche „Ostforschungs“institute, der Bundesnachrichtendienst (BND) beheimatet sind. Von München aus strahlen auch die USA-Diversionssender „Radio Free Europe“ und „Radio Liberty“ ihre antikommunistischen und auf die Schürung von konterrevolutionären Umstürzen in sozialistischen Staaten gerichteten Sendungen aus. Die „Deutsche Welle“ sendet von Berlin aus.


Wer bezahlt eigentlich die ganze Rüstung?

Die Machtzusammenballung von Rüstungsmonopolen, Militärs und imperialistischer Staatsmacht garantiert der Rüstungsindustrie besonders staatlich finanzierte Aufträge und die Abnahme der produzierten Waffen und Geräte zu Höchstpreisen. Messerschmitt-Bölkow-Blohm erhöhte z.B. den Stückpreis für das Tornado-Mehrzweck-Kampfflugzeug von 15 Millionen auf 80 Millionen DM – und erhielt sie. Ebenso erhöhte einer der wichtigsten Lieferanten des USA-Kriegsministeriums, General Dynamics, den Stückpreis für das U-Boot Trident von 800 Millionen auf 1,2 Milliarden Dollar, für die der US-amerikanische Steuerzahler aufkommen muß.


Die monopolistischen Herrschafts- und Ausbeutungsverhältnisse sind die tiefste Wurzel der dem Imperialismus wesenseigenen Aggressivität.

Viele Lügen wurden und werden zur Verhüllung der imperialistischen Aggressivität in die Welt gesetzt. In diesem Lügengebäude imperialistischer Politiker kam der Behauptung, daß die Sowjetunion eine Kriegspolitik betreibe, eine besondere Rolle zu. Die Tatsachen jedoch haben das Gegenteil gezeigt. Für die Sowjetunion – wie für alle Staaten der sozialistischen Gemeinschaft – war stets der Frieden das Leitmotiv ihrer Politik. Vom friedliebenden Charakter der sowjetischen Politik zeugte es, daß die Sowjetunion sich bei der Entwicklung und Einführung neuer Waffensysteme stets große Zurückhaltung auferlegt hat. Sie allein – und das ist eine geschichtliche Wahrheit – mußte ständig nachrüsten. Das zeigt die nachstehende Übersicht.

Neuerungen

Warum waren die sozialistischen Länder ein Garant des Weltfriedens?

Die Sowjetunion und auch die anderen Staaten der sozialistischen Gemeinschaft waren nicht an Rüstung, sondern an Abrüstung interessiert. Wirksame Schritte zur Rüstungsbegrenzung würden gewaltige Mittel für die Befriedigung der materiellen und geistigen Bedürfnisse der Werktätigen freisetzen, was die Anziehungskraft des Sozialismus noch weiter erhöhen würde. Das allerdings will der Imperialismus verhindern!

Zitate:
[1] W.I. Lenin: Über eine Karikatur auf den Marxismus und über den „imperialistischen Ökonomismus“. In: W.I. Lenin, Werke, Dietz Verlag Berlin, 1975, Bd.23, S.35.
[2] H.Bonk: Es gibt eine Kraft. Berlin, 1981, S.113; ND vom 16.10.1984.

Quelle:
Staatsbürgerkunde, Klasse 9, Volk und Wissen Volkseigener Verlag Berlin, 1985, S.87-70.

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3 Antworten zu Was macht den Imperialismus so gefährlich?

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