Bedingungslose Unterwerfung…

Uni-ChefsJa, das ist nach über 70 Jahren nach der bedingungslosen Kapitulation der Nazis die Rache für den überlegenen Sieg der sozialistischen Sowjetunion über den deutschen Faschismus… Oder sollte etwa der Kapitalismus dem Sozialismus wirklich überlegen sein? Nach all den Jahren und den Erfahrungen, die wir im Laufe der Zeit mit dem Kapitalismus gesammelt haben, ist es eher unwahrscheinlich, daß die Dominanz westdeutscher „Top-Führungskräfte“ an ostdeutschen Universitäten auf deren wissenschaftlicher Überlegenheit beruht. Im Gegenteil! Auch heute noch wird Wissenschaft in ihren Existenzbedingungen, ihrer Entwicklung und ihrer Anwendung durch die Produktivkräfte und Produktions-verhältnisse der jeweiligen ökonomischen Gesellschaftsformation bestimmt. Heute diktiert die Monopolbourgeoisie den Inhalt des Lehrstoffs an den Universitäten. Sowohl in fachlicher als auch ideologischer Hinsicht unterwirft sich der Lehrende bedingungslos den Bedürfnissen des Kapitals, der Lehrstoff den Erfordernissen der Profitmaximierung des Kapitalismus.

Wissenschaft? Cui bono?

Während die Wissenschaftpolitik der marxistisch-leninistischen Partei im Sozialismus darauf gerichtet ist,  die günstigsten Bedingungen für die schöpferische Entwicklung der Wissenschaft zum Wohle des Menschen  zu schaffen, orientiert sich die bürgerliche Wissenschaftpolitik in erster Linie am Profit der Großkonzerne, was nicht ausschließt, daß auch Studienrichtungen, die eher ein Schattendasein führen (wie Archäologie und Völkerkunde), in das Gefüge heutiger Bildungseinrichtungen imtegriert werden. Dabei spielen allerdings auch hier ideologische Einflüsse der Bourgeoisie eine nicht geringe Rolle.

Überlegenheit?!

Und was ist wohl moralisch überlegener: der Anspruch, dem Wohle des Menschen zu dienen oder das Ziel die unendliche Bereicherung einiger weniger Monopolkapitalisten und deren Lakaien auf Kosten von Millionen ausgebeuter und unterdrückter Arbeitskräfte zu sichern? Was ist wohl moralisch überlegener – die Kriegstechnik zu perfektionieren, die Aufrüstung voranzutreiben, die Exporte und den Verkauf von Waren in die Höhe zu treiben oder die Lebensbedingungen für die Menschen auf unserem Planeten zu verbessern? (P.S. Und wer sagt eigentlich, daß Wissenschaftlerinnen weniger geeignet sind für Führungspositionen als ihr männlicher Gegenpart?)

In wessen Interesse?

Nicht nur die Wissenschaften, auch die Massenmedien unterwerfen sich bedingungslos den Forderungen des Kapitals. So schrieb schon der Altmeister der sozialistischen Publizistik, Hermann Budzislawski:

„Im Charakter der Zeitung spiegelt sich daher der Charakter der Zeit. Nun ist jede Zeit widersprüchlich, von Klassenkämpfen erfüllt. Daher lautet das Problem: In wessen Auftrag sind Tausende von Menschen damit beschäftigt, Artikel zu schreiben, Nachrichten zu übermitteln und das alles auf endlose Rollen Rotationpapier zu drucken? Der Charakter der großern Kollektive Zeitung, Funk, Fernsehen hängt davon ab, in wessen Interesse gesprochen und wer angesprochen wird (Arbeiter, Bauern, Intelligenz usw.)“

Hermann Budzislawski: Sozialistische Journalistik, VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1966, S.99)
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3 Antworten zu Bedingungslose Unterwerfung…

  1. roprin schreibt:

    Das sieht aber nicht nur an Universitäten so aus. Ein ähnliches Bild zeigt sich in den bundesdeutschen Ämtern und in den meisten Führungsetagen der Industrie.

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