An die Kriegsverbrecher von heute

NuernbergIm Jahre 1957 erschien in der DDR die zweibändige, umfangreiche (aber dennoch gekürzte) Ausgabe „Der Nürnberger Prozeß“, herausgegeben und kommentiert von Prof. Dr.P.A. Steiniger. Im Gegensatz zu Westdeutschland, wo unter Adenauer die Nazi- und Kriegsverbrecher wieder Unterschlupf fanden, und nicht nur das – sie kehrten zurück und fanden Anstellung und gutbezahlte Posten in den Aufsichtsräten und in Staat und Regierung der Bundesrepublik Deutschland. Unter der Regie der USA wurde die BRD zum Nachfolgestaat des faschistischen Deuschen Reiches. Gesetze und Verordnungen aus der Kaiserzeit (wie das sogenannte „Bürgerliche Gesetzbuch“ kamen wieder zu neuen  zweifelhaften Ehren, Kommunisten wurden verfolgt und eingekerkert – ganz wie unter den Hitler auch, nur daß man sich scheute, sie auch zu ermorden.

1945 war das faschistische Deutschland unter den mächtigen Schlägen der Sowjetunion zusammenbrochen und Keitel hatte die bedingungslose Kapitulation unterschrieben. Doch damit war der Krieg noch lange nicht beeendet. Jednefalls nicht für die Kriegstreiber im Westen. Es begann der Kalte Krieg. Heuchlerisch erklärte Churchill am 5. März 1946 bei seiner berüchtigten Rede in Fulton (USA), an die Adresse der Sowjetunion gerichtet:

„Die Macht des Staates wird schrankenlos ausgeübt, sei es durch Diktatoren oder durch gewisse politische Parteien und politische Polizeiorganisationen.“ Und er orakelte weiter. „Niemand weiß, was Sowjetrußland und die kommunistische internationale Organisation in der nächsten Zukunft zu tun gedenken oder was für Grenzen ihren expansionistischen und Bekehrungstendenzen gesetzt sind, wenn ihnen überhaupt Grenzen gesetzt sind.“ {1]

Es dauerte keine acht Jahre, da begann die USA-Kriegstreiber, ihre ersten Atomraketen in der BRD zu stationieren und Pläne zur Eroberung der DDR und der anderen sozialistischen Staaten zu schmieden. Jener Staaten, die durch die Sowjetarmee vom Joch des Faschismus befreit worden waren und sich nun für einen Weg ohne kapitalistische Ausbeutung, ohne Kriegstreiber und und ohne Faschisten entschieden hatten.

Doch dann wurde 1953 Stalin ermordet. Drei Jahre später fiel aus den Reihen der Kommunistischen Partei der Sowjetunion der antikommunistische Verräter Chruschtschow auf  dem berüchtigten XX.Parteitag der KPdSU  über seinen Vorgänger her und verleumdete und beschimpfte den in aller Welt hoch geachteten und vom Volk geliebten Stalin auf bisher nie gekannte Weise. Zwar gelang es den Feinden des Sozialismus vorerst nicht, den Sozialismus abzuschaffen, doch Chruschtschow ließ weitere Parteiführer in den sozialistischen Ländern ermorden und erst 1985 gelang es dem Volksverräter Gorbatschow mit Hilfe der heimlichen und offenen Nazinachfolger in der BRD, die Weichen für die Zerstörung des Sozialismus so zu stellen, daß mit der offenen Konterrevolution 1990 das sozialistische Weltsystem, das Kriege bislang erfolreich verhindert hatte, zusammenbrach. Das war für Milliarden Menschen auf der Welt die größte Katastrophe des 20. Jahrhunderts. Die Reichtümer der DDR und anderer sozialistischer Länder wurden geplündert, das Proletariat und die Völker in den vom Kapitalismus befreiten Ländern wieder unterjocht, und es begann eine erneute unvorstellbare Aufrüstung – allen voran in den USA und in den Mitgliedsstaaaten der NATO. Nachfolgend [2]:
Nürnberg - An die Kriegsverbrecher.jpg

[1]  Jürgen Weber (Hg.), 30 Jahre Bundesrepublik Deutschland, Bd. II: Entscheidungsjahr 1948, München 1979, S. 34f.
[2] Der Neue Mahnruf“ – 4. Jahrgang Nr. 10, Oktober 1951. Seite 4.

Und dabei geht es nicht nur um die Alten Nazis, die nicht veruteilt wurden und immer noch frei herumlaufen, sondern um die heutigen Kriegsverbrecher in den USA, in der Ukraine und in anderen imperialistischen Staaten:

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Film: DIE PRÄSIDENTEN DER USA SIND KRIEGSVERBRECHER, DIE VERBRECHEN GEGEN DIE WELT BEGEHEN (russisch)

ПРЕЗИДЕНТЫ США ЭТО ВОЕННЫЕ ПРЕСТУПНИКИ, СОВЕРШАЮЩИЕ ПРЕСТУПЛЕНИЯ ПРОТИВ МИРА

Siehe auch:

Der Nürnberger Prozeß. Die Fiktion von einer „sauberen Wehrmacht“, und warum die Sowjetunion da völlig zurecht anderer Ansicht war…

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21 Antworten zu An die Kriegsverbrecher von heute

  1. Thom Ram schreibt:

    „Joch des Faschismus“. – Deutschland betrieb 33-39 mit anderen Ländern Warenaustausch, zum Segen beider Seiten. Deutschland blühte 33-39 auf. X Zitate von bekannten Ausländern auch bestätigen das….

    Aber alles klar. „Joch des Faschismus“.

    Die Anklage ist die der Geschichtsfälscher: Deutsche hätten unterjocht, gefoltert und gemordet. Russen und Anglikaner natürlich nicht. Dresden und so? Bah. Rheinwiesnlager und so? Bah. Vertreibung Ostdeutscher und so? Bah. Geschätzt wurden nach Kriegsende 14 Millionen Deutsche gemeuchelt. Nach Kapitulation.

    Nürnberg war ein Schauprozess. Einer der grossen Sorte der schwarzen Art. Keine sachliche Verteidigung der Angeklagten wurde zugelassen. So war das. Was Herr Shawcross sagte, ist richtig, bloss assoziiert man, bedingt durch die milliardenschwere Indoktrination schon während des Krieges, nach dem Kriege erst recht, falsch. Die Volksmeinung wurde geschmiedet: Die Aliierten hielten sich an Völkerrecht. Kleine Ausnahmen gab es. Das Gegenteil ist wahr. Die Deutschen hielten sich an Völkerrecht. Ausnahmen gab es. Dies ist, holzschnittartig, mein Informationsstand.

    • sascha313 schreibt:

      Thom – ja: holzschnittartig! Du redest auch so, wie man es Euch im Westen beigebracht hat. Doch solange man nicht alle Puzzlesteinchen hat, stimmt eben auch das Bild nicht. – Ich schrieb oben von der zweibändigen Ausgabe „Der Nürnberger Prozeß“. Ja, die Fakten sprechen eine ganz andere Sprache, und nicht nur was Nürnberg betrifft.

      Die Geschichte mit den Rheinwiesen ist mittlerweile bekannt. Doch weit weniger bekannt ist, was 1933-39 geschah, was erneut zum Krieg führte und was die Faschisten dann in der Sowjetunion anrichteten. Daß man das letztere gerne unter den Teppich gekehrt hätte, und die Schuld für die Zerschlagung des Hitlerfaschismus am liebsten einigen Offizieren oder der „Unfähigkeit“ Hitlers zugeschrieben hätte, ist auch klar. Und es ist klar, warum! … Kurz gesagt, Thom, man hat Euch belogen (auch in der „neutralen“ Schweiz).

      Ich will das jetzt nicht auseinanderpuzzeln. Die Nazis hielten sich eben nicht an das Völkerrecht. Vertragsbrüchig und heimtückisch fielen sie in die Sowjetunion ein, sind hunderte Kilometer in fremdes Land eingebrochen, haben geklaut, geplündert, arglose Menschen hingemetzelt, die nach Osten Flüchtenden mit den Stukas abgeknallt wie die Hasen, haben Häuser, Schulen, Bibliotheken niedergebrannt… – das ist das eine. Das andere ist, warum haben die Deutschen (also – das Volk!) da „mitgespielt“? Was hatte man denen versprochen? Wußten sie, daß es Unrecht ist? Natürlich waren sie eingeschüchtert. Sie waren auf den Krieg vorbereitet, und sie erhielten Befehle. Wer hätte da gewagt sich zu widersetzen?! – Dennoch – es gab Tausende antifaschistische Widerstandskämpfer – vor allem waren das Kommunisten!

      Wüßtest also Du, Thom, was ich weiß, würdest Du nicht so reden! Da bin ich mir ganz sicher! Und ich habe auch vieles noch lernen müssen. Du kanst Dich hier im Blog ja mal durchpuzzeln – aber nur, wenn es Dich interessiert.

      • Thom Ram schreibt:

        Sascha, in Einem Punkte darfst du mir voll vertrauen: Nichts als die Wahrheit will ich wissen.

        Von null bis 50 hörte/las ich: „Die“ Deutschen wollten Weltmacht, verachteten andere Völker, waren kalte Folterer und Killer. Es gab radikale Anführer und dumme Mitläufer. Die Deutschen raubten, plünderten, mordeten.

        Im Laufe der letzten 20 Jahre (ja, ich bin 70) wandelte sich das Bild. Minderheiten in Polen wurden massakriert, darunter eben auch Deutsche. Deutschlands 1000 Verhandlungsangebote fruchteten nicht, gewisse Polen träumten von Grosspolen, Berlin Bestandteil davon. Deutschland marschierte ein. Völkerrechtswidrig, ja. Was hätte Deutschland anders machen können, um seine Leute zu schützen?

        Der Ueberfall auf Russland. Völkerrechtswidrig, ja. Meines Wissens hatte Russland im Westen eine Angriffsarmee. Ja wozu denn eine Angriffsarmee? Es war ein Präventivschlag, in diesem Falle nicht Fake.

        Die Gräuel. Auch hier drehte sich mir das Bild. Die Deutschen: Sich an Genfer Konventionen haltend. Russen, US Truppen, Engelländer keineswegs.

        Ja, es ist primitiv holzschnittartig, wie ich das hier in fünf Sätze zusammenfasse.

        Und ich meine nicht, die Wahrheit gepachtet zu haben, mein Gott, nein.

        Stalin zum Beispiel, in meinem Weltbild als Massenmörder am eigenen Volke eingebrannt, zudem gewissenloser Verheizer ganzer Divisionen, auch Stalin scheint…so sickert mir immer öfter dies und das durch… nicht der zu sein, als der er mir verkauft wurde.

        Du tätest mir einen grossen Gefallen, Sascha, würdest du mir einen oder einige Links verklickern, da ich auf Darstellungen stosse, welche dein Bild über Barbarossa prägen.

      • sascha313 schreibt:

        Gerne will ich Dir was raussuchen. Es ist immer ein Lernprozeß. Die gesellschaftlichen Verhältnisse unterliegen ja auch bestimmten Gesetzmäßigkeiten (genauso wie die Natur), und da braucht man eben eine wissenschaftliche Methode, wenn man erkennen will „was die Welt im Innersten zusammenhält“ (Goethe) – und Wahrheiten sind ja nicht immer angenehm, vor allem wenn man getäuscht wurde…

        Hier ist also schon mal was:
        Die Präventivkriegslüge – Fakten wider Behauptungen
        Moskau 1941: Der gezähmte Taifun
        W.Ulbricht: Über die Ursachen der Kriege
        A.Jakubow: „Danke Vater!“

        (P.S. Am besten ist freilich, wenn Du Dir das runterlädst, da kann man es besser lesen und es geht nicht verloren.)

  2. Hanna Fleiss schreibt:

    Thom Ram, ehe ich das vergesse, hier die Adresse, wo du meine Kindheitserinnerungen findest:
    https://woerterwelt.jimdo.com. Viel Spaß!

    • Thom Ram schreibt:

      Liebe Hanna.
      Ich habe dein Tagebuch heimgesucht, den Anfang gelesen, die Folge überflogen. Stil deiner Erzählung: So wie ich es hoch schätze. Eindrücke. Gedankenfetzen. Schlaglichter. Mein Impuls: Ich hänge deine Erinnerung in bumibahagia.com raus. Titel: Was Krieg so mit sich bringt. Oder sinngemäss. Als Vierteiler. Erstens ist das mein Impuls, ich tue es jetzt nicht. Zweitens frage ich dich, ob es in deinem Sinne wäre, täte ich es. Ich empfinde Dankbarkeit dir gegenüber und einem Jeden der Millionen Deutschen, Russen, Irakern, Lybiern, Afghanen, Japanern, Indonesiern, Indiern, allen, welche Solches erlebt haben, um …….. uns alle letztlich voranzubringen.

  3. Thom Ram schreibt:

    Sascha 08:48
    Danke! Ich habe die beiden Beiträge gelesen.

    • Don_A schreibt:

      und auch daraus gelernt?

      • Thom Ram schreibt:

        Schön, dass du dich um meinen Wissensstand kümmerst, Don.

        Der zweite der verlinkten Artikel zeigt die Tüchtigkeit, den Mut, den Einsatz sowjetischer Soldaten. Das ist mir nicht neu. Ich ehre den Einsatz eines einzelnen Mannes. Und es waren Millionen Männer.

        Der erste Artikel besagt für mich im Kern, dass die offizielle Geschichte auch insofern verlogen ist, als nicht der russische Winter die deutschen Truppen bremsten, sondern dass sie schlicht im Kampfe unterlagen.

        Was ich nun glaube? Bah. Ich lasse sacken.
        Es ist für mich nicht erheblich, was es war, was die Deutschen unterliegen liess. Für mich ist erheblich die Absicht, die Gesinnung der Menschen hüben und drüben. Wer wollte eigentlich was? Warum wurde dieses und jenes befohlen. Wie kam es dazu, dass die Befehle ausgeführt wurden auch dann, wenn sie gegen Menschenrecht verstiessen.

        Dieselbe Frage beschäftigt mich, das Gegenwartsgeschehen betreffend. Wie kommt ein Jüngling dazu, in 1000en Kilomenetern Entfernung dazu, eine Drohne zu steuern und Menschen zu killen, die er nicht im Entferntesten kennt.
        Die „Information“ steht dahinter. In der Regel meint der Jüngling, dass das, was er abknallt, sehr böse sei. Wer hat ihm das gesagt? Das ist die nächste Frage.

        Ceterum censeo, pecuniam regnandi esse delendam.

      • sascha313 schreibt:

        (zum ersten Absatz) …und nicht nur Männer, Thom! Das sage ich nicht, weil heute der 8. März ist, sondern weil auch das typisch ist für den Sozialismus – Gleichberechtigung, gleiche Verantwortung und die gleiche Selbstlosigkeit, wenn es um
        „die Sache“ geht. Und das gleiche Mitgefühl, wenn es um die Gemeinschaft und um jeden einzelnen geht. Das war der eigentliche Wert dieses Lebens, das es zu verteidigen galt. – Das hatten die Sowjetmenschen sehr gut begriffen. Ganz deutlich wird einem das, wenn man z.B. Makárenko liest, wie er darum gerungen hat, kleine Straßendiebe und Strolche zu ordentlichen Menschen zu erziehen…

        Das Gegenwartsgeschehen dagegen ist ja sehr von der Computerisierung geprägt. Da tritt der Mensch immer mehr in den Hintergrund … auch so ein Übel des Kapitalismus! Welche traumatischen Folgen der Vietnamkrieg für die Amerikaner hatte, wurde ja immer heruntergespielt und letztlich umgefälscht in „Heroismus“ und in „Grausamkeit der Feinde“. Mit Lügen sind sie losgezogen, mit Lügen trug man sie zu Grabe.

        Dein „ceterum censeo…“ am Schluß will wohl auch besagen,
        daß das Einfache manchmal schwer zu verstehen ist. Und möglicherweise lag Marie von Ebner-Eschenbach da nicht so ganz falsch, als sie erklärte: „Ein Urteil läßt sich widerlegen, aber niemals ein Vorurteil.“ (v.Ebner-E. „Aphorismen“, in: Sämtliche Werke, Erster Band, Berlin-Grunewald, o.J., S.581) – ich deute es so: Das Sein bestimmt das Bewußtsein. (Marx)

        Die Absichten der Nazis dürften heute eigentlich jedem klar sein: Es lockten das Erdöl von Baku, die unerschöpflichen Reichtümer Sibiriens und die riesigen Weiten Rußlands, die man sich Untertan zu machen erhoffte. Es lockte die Macht! Und es lockt auch heute wieder das große Geld.

      • Du hast in deiner Kurzsichtigkeit
        — die ich dir schon seit Jahren auf deinem Blog “bumibagagia“ vorwerfe !!! —
        Die Menschen WEIBLICHEN Geschlechts wieder einmal ÜBERSEHEN !!!

      • Thom Ram schreibt:

        Uhu
        Gibt es noch mehr Menschen weibelichen Geschlechtes? Ich sehe jeden Tag etwa gleich viele wie solche männlichen Geschlechtes.

        Sollte ich Frauen übersehen haben, bitte ich dieselbigen um Verzeihung meiner Unsichtigkeit.

      • Thom,
        ich rede halt nicht mehr von “Männern“ und “Frauen“, “Christen“, “Juden“, “Muslime“sondern nur noch von Menschen, weil es sich bei den Begriffen “Mann“ und “Frau“ usw. um Stereotype (Klischees “eingefahrene, überkommene Vorstellungen“) handelt.

  4. Don_A schreibt:

    T. Ram schrieb:
    „Schön, dass du dich um meinen Wissensstand kümmerst, Don.“
    Mache ich doch gerne, für Verherrlicher? der Zeit 1933 – 1939,…
    so habe ich das zumindest aus dem Posting herausgelesen.

    • Thom Ram schreibt:

      Don A

      Habe ich Deutschland 33-39 verherrlicht (für Uhu: verherrlicht und verweiblicht)?

      Alles, was mir bislang an mir glaubwürdig scheinender Geschichtsschreibung unter die Augen gekommen ist, besagt, dass es Deutschen 33 mehr schlecht denn schlecht ging, und dass sie Hoffnung fassten, gute Arbeit leisteten, dass sie statt harte Stulle Brot und sogar mehr und mehr Wurst drauf hatten in besagter Zeitspanne. Und, ich sagte es schon, nicht mittels Ausbeutung anderer Völker, sondern dank sinnvollem, ausgewogenem Geben und Nehmen (Südamerika) und kraft eigener Tüchtigkeit.

      Tut mir leid, so langsam beschleicht mich das Gefühl, dass hier weniger um Wahrheit gerungen wird, als dass hier eine Antipode zu denen steht, welche den lieben Adi fehlerfrei und nur genial und gut darstellen – was er nicht war.

      Ich habe nichts zu schaffen mit Schwarzweissmalerei. Grundtendenzen gibt es, die suche ich.

      Ich hätte 33-39 heiliggesprochen?
      So ein Quark.

      • Thom Ram schreibt:

        Männer litten an der Front. Frauen litten zuhause. So gestrickt sieht das mein bäurisch einfach gestrickter Verstand.
        Fallen mir dabei die sogenannten Trümmerfrauen in Deutschland ein. Ich verneige mich vor ihnen.

      • Thom,
        Warum sollte hier überhaupt nach Wahrheit — vor allem welcher Wahrheit gerungen werden?
        Metapher: Der Sozialismus ist die Wahrheit.

        Der Sozialismus nennt all die Lügen dieses Systems beim Namen ohne etwas zu beschönigen; er kämpft für die Freiheit der Lohnsklaverei, “für die schließliche Befreiung der Arbeiterklasse, d.h. für die endgültige Abschaffung des Lohnsystems.“ (*1)

        (*1) Karl Marx in Lohn, Preis und Profit, eines Vortrags, den er am 20. und 27. Juni 1865 hielt. (Dietz Verlag Berlin 1981, S. 146)

      • Thom, Ergänzung zu “Der Sozialismus ist die Wahrheit.“

        Das Proletariat

        „Das Proletariat ist diejenige Klasse der Gesellschaft, welche ihren Lebens-Unterhalt einzig und allein aus dem Verkauf ihrer Arbeit und nicht aus dem Profit irgendeines Kapitals zieht; deren Wohl und Wehe, deren Leben und Tod, deren ganze Existenz von der Nachfrage nach Arbeit, also von dem Wechsel der guten und schlechten Geschäftszeiten, von den Schwankungen einer zügellosen Konkurrenz abhängt.

        Das Proletariat oder die Klasse der Proletarier ist, mit einem Worte, die arbeitende Klasse …“ Friedrich Engels

        Der Sozialdemokratie geht es also um die Abschaffung der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen und seiner Abhängigkeit davon, ob er „seine Haut zu Markte tragen kann und dafür einen Käufer findet“!

        Ähnlich, wie es den Anhängern des Abolitionismus um die Aufhebung der Sklaverei geht, geht es einem Sozialdemokraten um die Aufhebung des abscheulichen Zustandes, dass der Mensch gezwungen wird seine Arbeitskraft an andere Menschen verkaufen zu müssen!

        Der Sozialdemokratie geht es nicht bloß um eine „Verbesserung der Zustände, in denen die Sklaven zubringen, sondern um die vollständige Aufhebung dieses unhaltbaren Zustandes selbst!“

        Damit einher geht zwangsläufig die Frage, auf welcher Rechtsgrundlage diese längst überfällige Aufhebung gestellt werden kann und muß!

        Denn Recht ist eine Philosophie und in unserer Kultur, die von der Kirche erbaut, geprägt und immer noch bestimmt wird, ist es ein „Recht“, welches von der Kirche und ihren bezahlten Priestern, Pfaffen und Scholastiker entwickelt wurde, um ihren Herrschaftsanspruch über den Menschen zu sichern und welche die offensichtlichsten Ungerechtigkeiten geradezu – „als von Gott, wenn auch nicht gewollt, so doch von ihm zugelassen“ – die Menschen heißt, sie hinzunehmen.

        Das ist aber mit keinem Recht – nicht einmal mit dem, was als Recht postuliert wird, vereinbar.

        Diese Aufhebung der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen und die Abschaffung des widerlichen Zustandes, dass der Mensch gezwungen ist, seine Arbeitskraft an andere Menschen verkaufen zu müssen, damit er überhaupt überleben kann – ganz davon zu schweigen, daß der Mensch sein Leben in Frieden und Freiheit unter Menschen würdigen Bedingungen führen kann, ist nicht „gedanklicher, ideologischer, geistiger, moralischer, ethischer, philosophischer oder gar religiöser“ Anschauungen geschuldet: sie ist ganz praktischer und damit materieller Natur!

      • sascha313 schreibt:

        Klar, mehr braucht man nicht dazu zu sagen. Wir brauchen hier auch niemanden, der Schulnoten verteilt, was die „hüben oder drüben“ nun besser oder schlechter gemacht haben. Die Sache ist abgeschlossen und das Urteil der Geschichte ist gefällt: Der Kapitalismus mit all seinen Auswüchsen muß schleunigst weg. Der Sozialismus ist die einzige Alternative! Andere „Wahrheiten“ braucht man nicht zu suchen. Es gibt sie nicht. Wer das nicht akzeptieren will, der muß weiter im Dunkeln grundeln. Über Ursachen und Auswege haben wir lang und breit diskutiert. Wer da was ändern kann, wissen wir auch, und was zu tun ist, und welchen Erfolg wir haben, wird sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zeigen. Der Sozialismus in der UdSSR und in der DDR war kein Intermezzo, sondern das Präludium, Herr Thom Ram!

  5. Thom Ram, “Für mich ist erheblich die Absicht, die Gesinnung der Menschen hüben und drüben. Wer wollte eigentlich was?

    Nun, eine Mehrheit der Menschen in Deutschland, die ja immer noch “ihrem“ Kaiserreich nachtrauerten und ihren Königen, ihrem Adel und Klerus nachjammerten und tief vom Militarismus indoktriniert war, wollte einfach Rache für die von ihnen als persönlich empfundene Niederlage des WK I., für den Schandfrieden (Lenin) und den ungeheuerlichen Verbrechen an der Zivilbevölkerung, die von den Besatzern begangen wurden und für die Progrome in den Ostgebieten, die dem “Reich“ verloren gingen.
    Eine realtiv große Minderheit der Deutschen – vor allem aus der Arbeiterklasse, wollte eine sozialistische – sprich demokratische – Räterepublik nach dem Vorbild der Großen Oktoberrevolution, die aber von der SPD an der Spitze verraten und mit Morden und Konzentrationslagern verhindert wurde.

    Die Mehrheit der Menschen in den neu entstandenen sozialistischen Räterepubliken, wollten sich ihren Erfolg nicht streitig machen lassen und ihre Länder marxistisch-leninistisch, sprich nach sozialistischen Prinzipien entwickeln, nachdem die Bolschewiki ihnen die Freiheit von einer tausendjährigen Feudalherrschaft und die Befreiung von der Sklaverei gebracht hatten.
    Eine relativ große Minderheit aus Militär, Adel und Klerus hat sich die Wegnahme der Macht nicht gefallen lassen und einen Bürgerkrieg in der Ukraine, Weißrussland und Russland angezettelt.

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