Edith Ockel: Heimkinder in der DDR

Gorki-Heim_Dresden_1950Der nachfolgende Beitrag von Frau Dr. Edith Ockel bedarf eigentlich keiner Vorrede und erst recht keiner Erklärung – er spricht für sich. Dennoch seien an dieser Stelle einige persönliche Worte erlaubt. Gelegentlich bekommt man Zeitungsartikel zugeschickt, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen: sie strotzen nur so von Gefühlskälte und Menschenverachtung, wenn sie sich über die aufopferungsvolle Arbeit der Pädagogen und Ärzte, gleich auch über die der Kommunisten in der DDR äußern. Was mag da in manchen dieser Artikelschreiber vor sich gegangen sein, daß sie in einer solchen haßerfüllten Weise über ein Land herfallen, das sie nicht einmal ansatzweise kannten oder – was noch schlimmer ist – dessen Kinder sie einst waren und das ihnen alle Möglichkeiten bot, einen glücklichen und erfolgreichen Lebensweg einzuschlagen. Es widerstrebt einem, die bösartigen und verleumderischen Formulierungen zu wiederholen – die Älteren werden wissen, das war auch die Sprache der Nazis, mit der sie die Jugend auf andere Völker hetzten und zu grenzenloser Überheblichkeit anstifteten, in der Sowjetunion und in deutschen Konzentrationslagern bisher ungekannte Verbrechen zu begehen. Niemals wieder soll es so weit kommen!

Der Begriff „Heimkinder“ berührt die Herzen von Menschen, die in normalen Familienverhältnissen leben. Die Frage, ob Kinderheime die Mutter- und Vaterliebe ausgleichen können, ist schwer zu beantworten. Doch das öffentliche Bild, das in den deutschen Medien von den Heimen in der DDR gezeigt wird, widerspricht den Tatsachen und läßt vermuten, daß wiederum ein Thema gefunden werden mußte, um die DDR als „Unrechtsstaat“ vorzuführen. Natürlich haben Kinder, die ins Heim aufgenommen werden mußten, traurige Familienschicksale erfahren und kamen oft mit psychischen Störungen in ihr neues Zuhause, was für sie schwer zu verkraften war.

Begehrlichkeiten – wenn’s ums Geld geht…

Im Juni 2012 hatte die Bundesregierung 40 Millionen Euro für ehemalige Heimkinder, denen in DDR-Heimen Unrecht geschehen war, zur Verfügung gestellt. Natürlich erweckte dies auch Begehrlichkeiten, so das am 23.12.2013 in der Presse mitgeteilt wurde, daß dieser Fonds von 3.700 Personen aufgebraucht wurde und keine weiteren Zuwendungen zu erwarten seien. Ist diese Entscheidung als Einsicht der Behörden zu deuten?

Inzwischen sind viele Berichte von ehemaligen Heimkindern und anderen Zeitzeugen in verschiedenen Presseartikeln erschienen, die ihre eigenen Erfahrungen im Heim als Wege ins normale Leben schilderten.

Als Ärztin im Kinderheim

Ich war in den 60er Jahren im Kinderheim Königsheide in Berlin als Ärztin und Wissenschaftlerin des Instituts für Hygiene des Kindes- und Jugendalters tätig. Die Mitarbeiter dieses Instituts leisteten unter Leitung von Prof. Eva Schmidt-Kolmer umfangreiche wissenschaftliche und praktische Arbeiten mit dem Ziel, die Voraussetzungen dafür schaffen zu helfen, daß in allen Kindereinrichtungen der DDR die besten Bedingungen für die Pflege und Erziehung aller Kinder möglich wurden.

Ein mir vorliegender Bericht über eine Konferenz im Kinderheim Königsheide am 13. Mai 1960 mit den dortigen Pflegern und Erziehern macht deutlich, daß der Anteil der bis zu zehn Jahre alten Kinder mit psychischen Störungen sehr hoch und ihre Belastungsfähigkeit im Vergleich zu Familienkindern vermindert war. Die gemeinsamen Schlufolgerungen betrafen die Notwendigkeit, die Kinder mit den Vorgängen und Tätigkeiten der Alltagswelt, mit den Menschen, Tieren, Pflanzen und allen Tätigkeiten im häuslichen Alltag, in den Läden, Gärten, bei Handwerkern und im Straßenverkehr vertraut zu machen. Einer Gefährdung ihrer sprachlichen, Denk- und Charakterentwicklung mußte ernsthaft entgegengewirkt werden, um ihre Benachteiligungen gegenüber Kindern, die in normalen Familien aufwachsen, zu vermindern. Eine weitere Schlußfolgerung war, daß Heimkinder die besten Erzieher und Lehrer benötigen. Wir Ärztinnen und Psychologen begleiteten sie in ihrer schweren Arbeit. Auch unsere Tätigkeiten waren bei den Kindern beliebt.

Schreckliche Erlebnisse

Wenn ich morgens ins Heim kam, warteten oft schon einige Kinder, umringten mich und erzählten, eng an mich geschmiegt, von ihren Erlebnissen am Vortag. Meine schrecklichsten Erlebnisse im Kinderheim waren die Momente, wenn halbtote Kinder von der Polizei gebracht worden waren, die von in den Westen geflüchteten Eltern allein gelassen, entdeckt durch aufmerksame Nachbarn, zuerst medizinisch gerettet werden mußten.

Ich war zu dieser Zeit schon Mutter von drei Kindern. Meine jüngste Tochter war noch ein Baby. Während ich meine Kinder liebkoste, glitten meine Gedanken zu den Kindern ins Heim, und es wurden manchmal fürchterliche Nächte für mich. Andererseits erweckten Erfolge Freude in unserer Arbeit. Wie froh erlebte ich die Wiedergeburt der kleinen Wesen durch die Fürsorge durch liebevolle Schwestern und Pflegerinnen. Ich liebte diese Kinder wie meine eigenen und verfolgte ihre Entwicklung, solange es mir möglich war.

„Flucht“ in den Westen, Kinder in Stich gelassen!

Die Schicksale der Kinder ergriffen mich tief. Viele Mütter und Väter hatten ihre Kinder dem Zufall überlassen, daß Nachbarn sie der staatlichen Fürsorge übergeben würden. Sie hatten für sich den einfachsten Weg in die „Freiheit“ gewählt, frei von Pflichten für ihre Kinder. Ich erlebte dort die Anhänglichkeit von vier Geschwisterkindern. Das jüngste von ihnen betreute ich mit auf der Säuglingsstation, es war noch kein Jahr alt. Die Eltern hatten nur den ältesten Sohn mit in die Luxuswelt des Westens genommen.

Ich erinnere mich an eben zweijährigen todkranken Jungen, den die Polizei zu uns brachte. Ich sah nur noch Haut und Knochen, große tiefliegende Augen und einen ungewöhnlich aufgetriebenen Leib. Die Polizisten hatten ihn halbnackt in seinem Kot im Bett gefunden und nur, weil Nachbarn das Wimmern des Kindes aufgeschreckt hatte. Wir päppelten den Jungen auf Tag für Tag wurde er schöner und munterer und bald war er der Liebling der Station. Mich entsetzte, daß diese Kinder, die von ihren in den Westen abgehauenen Eltern elendiglich zurückgelassen worden waren, um sich dem Luxus der Konsumwelt ohne Herz und Vernunft zu ergeben, nicht zur Adoption frei gegeben werden durften. Solche Eltern hatten nach meinem Empfinden ihr Elternrecht verwirkt. Ihre Kinder blieben im Heim und waren der staatlichen Fürsorge übergeben.

„Geschundene Seelen“?

Wenn ich jetzt am 16.11.2013 in der „Märkischen Oderzeitung“ über „geschundene Seelen“ durch Heimerziehung in der DDR lese, dann sei mir die Frage erlaubt, welches Urteil die Schreiber für die Eltern dieser Kinder finden? Geschundene Seelen bemerkte ich, wenn die Kinder zu uns gebracht wurden und erlebte jedes Mal ihr „Aufblühen“ unter der Obhut ihrer Betreuer. Natürlich waren dort auch Kinder, die durch Familienschicksale bedingt – vorübergehend im Königsheider Kinderheim untergebracht werden mußten.

Ich erinnere mich an einen kleinen jungen, dessen Schicksal mich auch sehr berührte. Seine Mutter hatte ich, mit ihm noch hochschwanger, in dem Krankenhaus erlebt, in dem ich ein Jahr zuvor gearbeitet hatte. Ihr Schicksal hatte mich zutiefst bewegt. Sie war schwer herzkrank. Die Ärzte empfahlen ihr einen Schwangerschaftsabbruch aus medizinischer Indikation. Sie entschied sich für das Kind und starb bei der Geburt. Ich war verzweifelt über dieses Unglück. Da ich selbst schwanger war, konnte ich eine lange Zeit nicht darüber hinwegkommen. Nun begegnete ich diesem kleinen Jungen hier im Heim. Ich erkannte ihn an seinem Namen. Er entwickelte sich auf der Säuglingsstation zu einem aufgeweckten, den Schwestern zugewandten, lebhaften Kind. Auch ich nahm ihn in den Arm, wann immer es mir möglich war. Auch sein Vater besuchte ihn oft, und als ich schon nicht mehr im Heim arbeitete, aber oft nach den Kindern fragte, erfuhr ich, daß sein Vater wieder geheiratet hatte und ihn in die neue Familie aufnahm, zu der nun sogar ein kleines Schwesterchen gehörte.

Als Mutter von drei Kindern…

Meine Hauptfunktion außerhalb der Arbeitszeit war, Mutter von drei Kindern zu sein, was meine Wirkungsmöglichkeiten für das Heim nach Feierabend einengte. Ich bewunderte den mitreißenden Schwung meiner damaligen Chefin, Prof. Eva Schmidt-Kolmer, ihre klugen Ideen und ihre Schöpferkraft, mit der sie gemeinsam mit ihren Mitarbeitern und den Pflegern und Erziehern des Kinderheims eine frohe, erlebnisreiche gesunde Welt für die Kinder schaffen helfen wollte.

Eine wunderbare Pädagogin und Heimleiterin

Als ich das erste Mal in das Kinderheim nach Königsheide gekommen war, hatten die Säuglings- und Kinderstationen wie im Krankenhaus einen weißen Anstrich. Die Kinderschwestern trugen Schwesterntrachten. Eva Schmidt-Kolmer sorgte für eine bunte Welt der Kinder und half, ein familienähnliches Milieu herzurichten. Sie untersuchte unter anderem die Entwicklung von Kindern in Geschwistergruppen, in denen jüngere und ältere Kinder gemeinsam spielten und betreut wurden. Sie fand heraus, daß sich die jüngeren Kinder in solchen Gruppen viel besser körperlich und psychisch entwickelten als die Kinder, die in festen Altersgruppen betreut wurden.

Allerdings mußten die älteren Kinder zusätzlich spezielle Beschäftigungen erhalten, damit sie nicht hinter ihren Altersgefährten der nicht gemischten Gruppen zurückblieben. Eva Schmidt-Kolmer erarbeitete mit den Erzieherinnen im Heim ein Beschäftigungsprogramm für die Kinder, um sie mit dein normalen Leben von Familienkindern vertraut zu machen. In jedem Monat wurde im Spiel geprüft, wie sich die Kinder beim Bäcker, im Lebensmittelgeschäft, auf der Post und im Straßenverkehr verhalten können. Gemeinsam wurde Kuchen gebacken. Zu den Festtagen schmeckten die selbstgebackenen Kekse und Pfefferkuchen am allerbesten. Viel Freude hatten die älteren Kinder auch beim Kochen ihrer Lieblingsgerichte, die sie dann verspeisen durften. Die Kleinsten hatten die einfachen Begriffe und Farben kennenzulernen. Da gab es viele spaßige Möglichkeiten.

Erziehung lebensfroher und warmherziger Kinder

Was wir alle, die wir uns täglich um die Kinder sorgten, nicht geben konnten, war die ganz persönliche Bindung und Liebe. Wir umgaben sie mit viel Wärme. Geduldig hörten wir ihnen zu, beschäftigten uns sehr liebevoll mit ihnen und erwiderten ihre Küsse und Umarmungen. Viele Kinder hatten niemand, mit dem sie sich emotional fest verbunden fühlten.

Professor Eva Schmidt-Kolmer wollte herausfinden, unter welchen Bedingungen die Kinder sich am wohlsten fühlen und gesund aufwachsen können. Sie strebte an, aus den Kinderbewahr- und Pflegeeinrichtungen fröhliche Spiel- und Betreuungseinrichtungen schaffen zu helfen. Säuglings- und Kinderschwestern hatten sehr gut gelernt, die Kinder zu pflegen, ihnen gesunde Nahrung zu verabreichen und sie in hygienisch einwandfreier Umgebung zu betreuen. Sie wußten aber viel zu wenig über die Bedürfnisse der Kinder nach altersgemäßen körperlichen und geistigen Beschäftigungen, die notwendig sind, um gemeinsam mit vertrauten Personen lebensfrohe aktive und charakterlich warmherzige Kinder zu erziehen.

Konferenz im Kinderheim Königsheide 1960

Auf der Konferenz im Kinderheim Königsheide im Mai 1960 hatten Eva Schmidt-Kolmer und ihre wissenschaftlichen Mitarbeiter ihre Untersuchungsergebnisse vorgestellt und mit den Pflegern und Erziehern des Kinderheimes Schlußfolgerungen für ihre Arbeit gezogen. Schon während der Diskussion war ein Erziehungs- und Bildungsplan entstanden mit dem Beschluß, eine medizinisch-pädagogische Arbeitsgemeinschaft zwischen Institut und Heim zu gründen, die viele Jahre wirksam war und die Arbeit in den Heimen über die Königsheide hinaus beeinflußte.

Eva Schmidt-Kolmer hatte uns mit großer Begeisterung in diese Arbeit geführt. Unter Nutzung ihrer mannigfaltigen Kontakte mit Ärzten, Wissenschaftlern und Erziehern (männliche und weibliche) schrieb sie den „Leitfaden für die Erziehung in Krippen und Heimen“. Die Säuglings- und Kinderschwestern sowie die Krippen- und Kindererzieherinnen dankten ihr für diese Anleitung ihrer Arbeit, die in den Folgejahren durch gemeinsame Erfahrungen weiter qualifiziert werden konnte.

Ein hohes Verantwortungsbewußtsein in der DDR

Neben meiner ärztlichen Tätigkeit im Kinderheim hatte ich mich in meiner wissenschaftlichen Arbeit den Schulkindern zugewandt. Viele Kinder waren bereits mit psychischen Störungen im Heim aufgenommen worden. Ihre Belastbarkeit im Alltag war im Vergleich zu Familienkindern weitgehend eingeschränkt, Das wirkte sich nicht nur auf ihre Schulleistungen aus. Bereits bei geringen Anstrengungen in der Schule zeigten sie Gewichtsverluste und starke Beeinträchtigungen des Herz-Kreislaufsystems.

Ein Beispiel soll die Dimension deutlich machen: Ich untersuchte die Anpassungsfähigkeit von schulfähigen Heimkindern an den Schulunterricht zwei Wochen nach dem Schulbeginn im Vergleich zu gleichaltrigen Schülern im Bezirk Treptow. Ausdruck für größere Anpassungsschwierigkeiten der Heimkinder war ihr Gewichtsverlust von im Durchschnitt 1.400 Gramm schon nach der ersten Schulwoche, während bei den Treptower Schülern im Durchschnitt 240 Gramm gemessen wurden. Auch bei den Kreislaufmessungen waren ähnlich hohe Unterschiede bei körperlicher Belastung mit einem standardisierten Stufentest deutlich. Das zeigt, welche große Verantwortung die Lehrer und Erzieher für den Unterricht und die Erziehung der Kinder zu tragen hatten.

Wissenschaftlich, kinderfreundlich, sozialistisch…

Aber auch wir Wissenschaftler waren gefordert, den Mitarbeitern besonders in den ersten Jahren ihrer Tätigkeit zur Seite zu stehen. Auch wir waren noch Suchende auf dem Weg, die besten Möglichkeiten für die Bildung und Erziehung für die Kinder der DDR schaffen zu helfen. Gesundheits- und leistungsfördernde Tätigkeiten mit Spiel und Sport im Tagesablauf der Kinder begünstigten ihre körperliche und geistige Entwicklung, stärkten ihr Selbstbewußtsein, förderten ihr Sprachverständnis, die Motivation fürs Lernen und die Verantwortung für Schwächere. Natürlicher das nicht problemlos zu schaffen, aber Rangeleien und andere Bösartigkeiten wurden auch zu einem Beispiel, wie sie friedlich überwunden werden können.

In der DDR gab es 474 staatliche Kinderheime. Auch für sie hatte Professor Eva Schmidt-Kolmer das Erziehungsprogramm für Krippen und Heime veröffentlicht, das für die pflegerisch-erzieherische Arbeit in diesen Einrichtungen verbindlich wurde.

Haßerfüllte und hämische westdeutsche Ärzte gegen die DDR

Auf dem letzten Kinderärzte-Kongreß mit 1.200 Kinderärztinnen und -ärzten der DDR und 120 Gästen vorrangig aus der BRD im Januar 1990 entlud sich der Frust auf die Kinderkrippen der DDR. Haßerfüllt traten offensichtlich darauf exakt vorbereitete Ärzte gegen die wissenschaftlichen Untersuchungen und Empfehlungen von Professor Schmidt-Kolmer und des Instituts für Hygiene des Kinder- und Jugendalters auf. Natürlich gab es dort auch Kinderärztinnen, die eigene wissenschaftliche Ergebnisse darstellten, die Schmidt-Kolmers Theorien stützten. Sie fanden dort keinen großen Anklang.

Als Kommunist muß man sich bekennen!

Pfiffe erntete ein Kinderarzt von der hoch anerkannten, verehrten Kinderärztin, Professor Inge Rapoport, als er seine „gewendete Meinung“ auf dem Kongreß äußerte. Ich traf auch dort auf dem Kongreß Menschen, denen ich einst vertraute, und ich war zutiefst betroffen von ihrer egoistischen, frauenfeindlichen und inhumanen Haltung. Auf dem Kongreß hatte nur Inge Rapoport den Mut, sich als Kommunistin zu bekennen, dieses Bekenntnis zu begründen und zu versichern, daß sie an den einstigen Sieg des Kommunismus in der Welt glaube. Sie, die „Mutter der Neonatologie“ in der DDR, genoß die Hochachtung nicht nur aller Kinderärzte und Kinderärztinnen unseres Landes, sondern in der ganzen Welt. Niemand wagte, ihr zu widersprechen. Ich glaube sie war die einzige Kommunistin in diesem großen Kongreßsaal, die sich dieses eindeutige Bekenntnis zu diesem Zeitpunkt erlauben konnte. Beide Frauen, Eva Schmidt-Kolmer und Inge Rapoport waren meine Lehrerinnen, Vorbilder und Freundinnen während meiner beruflichen Tätigkeit und im privaten Leben. Liebe Inge, wenn Du dies liest, wir sind es noch.

Lügen haben kurze Beine!

Da in den letzten Jahren der Westen in der Kinderkrippen-Frage vom Osten gelernt hat, mußte ein anderes Problem auf die Tagesordnung, den „Unrechtsstaat beweisen zu wollen. So wurden die Kinderheime als DDR-Monster ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Aber: „Lügen haben bekanntlich kurze Beine!“

Die Unrechtsstaat-Verkünder scheuen sich nicht, die normalen Kinderheime mit Spezialheimen für schwererziehbare, ja zum Teil kriminelle Jugendliche in einem Atemzug zu nennen, Jugendwerkhöfe, die etwa mit westlichen Jugendstrafvollzugsanstalten gleichzusetzen sind. Wahrscheinlich sind es überwiegend solche ehemaligen Jugendlichen, die Anspruch auf Entschädigung angemeldet haben.

Edith Ockel

Quelle: Auszug aus dem Buch „DDR – Meilenstein der Geschichte“ von Horst Jäkel. GNN-Verlag 2014.

pdfimage  Edith Ockel: Heimkinder


DANKE !

Schließlich sei an dieser Stelle auch der Dank an Gerlind und Horst Jäkel abgestattet, die in unermüdlichen Kleinarbeit dazu beitragen, die Erinnerungen an das Leben und die menschlichen Werte unseres sozialistischen Vaterlandes einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Jedes einzelne der bisher erschienenen Bücher liest sich wie ein Bericht aus einer anderen Welt. Und nur dann, wenn spätere Generationen all dies Bewahrenswerte kennenlernen und zu schätzen wissen, wird erneut das Bestreben entstehen, diese kalten, herzlosen und unmenschlichen Bedingungen der heutigen kapitalistischen Gesellschaft zu überwinden. Siehe: Erinnerungsbibliothek DDR e.V.


Foto: Hier eine Aufnahme aus den 1950er Jahren in der DDR. 1950. Германская Демократическая Республика. Дрезден. Детский дом им.Максима Горького (Maxim-Gorki-Heim) на улице Максима Горького (Maxim-Gorki-Straße). В 1954 году он примет детей из КНДР, а затем из Вьетнама. Quelle: nemnogoistorii


Auch das folgende bedarf wohl keines Kommentars.

Schifferkinderheim

Neben dem „Lernen fürs Leben“ fanden natürlich auch Gruppenveranstaltungen statt. Besonders beliebt waren dabei zum Beispiel die „Manöver“. Das waren Sportveranstaltungen, die 1x im Jahr stattfanden und wie eine Spartakiade aufgebaut waren. Die „großen Kinder“ der 9 & 10. Klasse übernahmen jeweis eine Gruppe von 9 Kindern, die dann auf einem Exkursionskurs – selbsständig den Weg zu bestimmten Manöverpunkten finden mußten. Dort angekommen erwarteten uns jeweils verschiedene Sportdisziplinen wie – Hangeln, Klettern, Geschicklichkeitslauf uvm. Am Zielpunkt angekommen wurden die erreichten Punkte und für den Kurs benötigte Zeit zusammengezählt und stellte dann die Platzierung dar. Hinterher gab es Erbsensuppe mit Bockwust – natürlich – aus der Gulaschkanone und nach der „Siegerehrung“ der Besten am Abend eine Top – Disco im Speisesaal.

– die Ereignisse nach der Wende 1990 –

Durch die Geschäftsleitung der Binnenreederei wurde der Entschluss gefasst, das Schifferkinderheim – nach dem erfolgreichen Schulabschluß des letzten verbliebenen Schifferkindes (Horst Abraham) im Sommer 1990 zu schließen.

Was nun folgte, war an „Grausamkeit“ kaum zu überbieten – bedingt durch die Neuentwicklungen nach der Wende – sollte wohl nichts mehr erhalten bleiben, was an die lange “ Betriebs-staatliche “ Geschichte wurde das Schifferkinderheimes „Fiete Schulze“ erinnerte …

Alle soz. angehauchte“ Erinnerungsstücke, welche über viele Jahre erschaffen und zusammen getragen wurde (u.a. alle Arbeiten des Fotoclubs etc.) mußten durch den Erzieher – Gerd Witzel und den letzten Heimleiter Bruno Wagner – im großen Heizkessel des SKH verbrannt werden – dabei beließ man es eben nicht bei den nicht mehr benötigten Pionierhalstüchern und dem FDJ – Equitment nein auch sämtliches historisch – dokumentarisches wie die Heimcronik und die Gruppenbücher, Manöverurkunden etc. mußten zwangsweise in den Heizkessel wandern … Wir als ehemalige Heimkinder können uns sicherlich nur annähernd vorstellen, wie es den Betreuern dabei seelisch und moralisch zu Herzen ging … wurden doch letztlich alle diese Dinge auch durch uns – in den Gruppenzirkeln und Arbeitsgemeinschaften – geschaffen. Letzlich wanderten sogar die Dekorationen die bei den Weihnachtsfeiern usw. verwendent wurden mit in den Ofen … Bei dieser Aktion wurde somit auch ein Teil unserer Kindheit mit verbrannt !!

Siehe auch: Schifferkinderheim Eisenhüttenstadt

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15 Antworten zu Edith Ockel: Heimkinder in der DDR

  1. Eleonore Kraus schreibt:

    Gestern gelesen. War und bin immer noch tief beeindruckt und hocherfreut, dass ich es nun hier wieder lesen darf und Du dafür sorgst, dass eine breite Öffentlichkeit sich schlau machen kann.

  2. Emil Schaarschmidt schreibt:

    Mein Kindergarten lag direkt neben dem Kinderheim. Das ganze Dorf hat sich um die Kinder bemüht vom Erzieher bis zum Hausmeister! Leider kann ich mich nur an ein gemeinsames Weihnachtsfest auf dem Heim erinnern, leider deswegen weil diese unglaublich schöne und glücklichste Zeit meines Lebens einfach viel zu schnell vorbei gegangen ist. Wir haben gemeinsam Buden gebaut im Wald und Verbindungen mit der Kinderheim-Belegschaft habe ich bis heute.

    • sascha313 schreibt:

      Danke, Emil! Jedes dieser schönen Erlebnisse ist es wert bewahrt zu werden!

      • Emil Schaarschmidt schreibt:

        Ja, danke auch 😉
        Unser Kindergarten war mit dem Kinderheim aufs engste verbunden, auf Wunsch der Eltern durften ihre Kindergartenkinder im Kinderheim zu Mittag essen (ich auch). Das Interessante ist, daß unsere Erzieher diesen Beruf den sie selbstverständlich mit Herz ausübten gar nicht gelernt hatten — sich jedoch Stück für Stück und später dafür qualifizierten (mit Zeugnis natürlich). Und ich kenne Kinder aus diesem Heim, die sind im Ort geblieben und selbst Erzieher geworden. Jeder hatte eine Zukunft!

        Herzliche Grüße!

  3. Johann Weber schreibt:

    Lieber Sascha,
    vielen Dank für diese sehr aufklärende Hintergrundinfo über die DDR-Kinderheime. Wie sollte ich Wessi erkennen, dass diese menschenverachtenden Hetzartikel, dieser mit über 4 Milliarden Euro´ s an Steuergelder geförderten Akteure der DDR-Aufarbeitungsindustrie nur dazu dienen, uns täglich mit Gruselgeschichten den sogenannten „DDR-Unrechtsstaat“ vorzuführen. Ich habe jedoch schon seit längerer Zeit festgestellt, alles was diese Hetzer gegen die Menschen in der DDR ins Felde ziehen, ist im Westen geschehen, überträgt man auf die DDR und setzt noch einen drauf. Hier gleich ein Beispiel aus Bayern:

    Damals ohne Peter
    Peter Schult gewidmet
    1959. Wir wollten abhauen, fliehen aus dem Kinderheim, weg von den Nonnen. Im Sommer hatten es einige der Vierzehnjährigen gewagt. Hinter den Büschen am Johannisplatz könne man sich gut verstecken, die Brote und Apfel aus der Anstaltsküche würden den ersten Hunger stillen, in den Isarauen gäbe es Erdhöhlen zum sicheren Unterschlupf. Die Buben irrten durch die Stadt, hungerten, froren, wußten keinen Platz zum Schlafen. Meine Freunde blieben nicht lange unentdeckt. Ein Polizeiwagen lieferte sie ins Haidhauser Heim zurück, die Schwester Oberin beleidigte sie tadelnd vor den versammelten Zöglingen, eine Fürsorgerin vom Jugendamt holte sie ab in das weit entfernte Erziehungsheim.
    ICH FAND KEIN ZUHAUSE … DAMALS: OHNE PETER!

    Die Lehrer in der Kirchenschule mühten sich mit der Horde der Halbwüchsigen in unsrer überfüllten Klasse. Es blieb keine Zeit, die Klagen der Heimkinder zu hören. Keine Extratouren! Für die Anstaltsbuben wurde zu Weihnachten bei Mitschülern Geld für Geschenke gesammelt. Niemand beachtete unsere Scham, wenn wir ihre Päckchen nehmen mussten, uns bedankten, schnell die Kirchenstraße überquerten, um hinter der Anstaltsmauer zu verschwinden. Wir wurden nicht gefragt, mit uns wurde nicht lange gesprochen.
    ICH HATTE KEINEN ZUHÖRER … DAMALS: OHNE PETER!

    Die Nonnen warnten uns vor der Sünde der Fleischeslust, noch ehe wir unsre Begierden kannten. Im Beichtstuhl verstärkten Formeln unsre Furcht, nährten Drohungen den Ekel vor unsrem Körper. Stadtbuben erzählten uns von käuflicher Liebe, von Frauenbrüsten, von strafbarer Zärtlichkeit zwischen Männern. Geil schielten wir hinunter zu den halbnackten Leibern der Badenden, wenn unser Spaziergang über eine der Isarbrücken führte. Heimlich spürten wir unsre Lust, vereinten uns hastig, in Angst vor den Prügeln der strafenden Nonnen.
    ICH WURDE NIE ZÄRTLICH BERÜHRT … DAMALS: OHNE PETER!

    Ich floh in Träumen zu einem Menschen, einer Frau, einem Mann, der mich mit einem Kosenamen ansprach, mich zu Bier und Essen einlud, sein Zimmer mit mir teilte, mit mir Schallplatten hörte, mein Erzählen begleitete, meinen Haß mitfühlte, mit mir lachte, meinen nackten Knabenkörper liebkoste, mich brauchte.
    Ich kannte keinen PETER in Haidhausen … damals: 1959.
    Gustl Angstmann

    Die Aktion 26/27 von 1984, 344.“
    http://protest-muenchen.sub-bavaria.de/artikel/4300

  4. grfinx schreibt:

    Danke Sascha, für diesen schönen Artikel. Aus Erfahrungen im eigenen Umfeld kann ich das hier geschriebene voll und ganz bestätigen.

  5. Johann Weber schreibt:

    Lieber Sascha, vielen Dank! Ich habe jedoch schon seit längerer Zeit festgestellt, alles was diese Hetzer gegen die Menschen in der DDR ins Felde ziehen, ist im Westen geschehen, überträgt man auf die DDR und setzt noch einen drauf. (Wer sich näher informieren will, hier die Geschichte eines Münchner Stadtblattes
    http://protest-muenchen.sub-bavaria.de/artikel/4341)

    • @ Johann Weber schreibt: 17. März 2019 um 20:23

      Du sagst es!
      Die Heime in der BRD müssen noch bis in die 1980-er schrecklich gewesen sein, besonders die von den Kirchen geführten:

      Da sind derart ungeheuerliche Dinge an jungen Menschen verbrochen worden, daß ich sie hier [noch] nicht veröffentlichen kann.

      Mich haben die Erfahrungen, die mir von Menschen, die in den 1960-ern in solchen Heimen lebten, mitgeteilt wurden, stets an Charles Dickens‘ Oliver Twist erinnert.

      Aber wie es in einem “Märchen“ der Gebrüder Grimm so schön heißt: Die Sonne bringt es an den Tag oder wie es im schönen Sprichwort heißt: Die Spatzen pfeifen es von den Dächern oder wie es in der Ballade Die Kraniche des Ibykus von Friedrich Schiller aus dem Jahr 1797 ausgeht: Am Ende verraten sich die Verbrecher immer noch selbst;

      und dann gelange ich immer wieder — ich lese und analysiere die Bibel seit 44 Jahren und kann sie – dank dem Internet – seit 20 Jahren auch ‚richtig‘ übersetzten — auf folgende Aussage des ‚jüdischen‘ Philosophen – den man zu einer Gottheit machte und der lateinisiert ‚Jesus‘ genannt wird – „Es ist nichts verborgen, was nicht offenbar wird, und nichts geheim, was man nicht wissen wird. Was ich euch sage in der Finsternis (*1), das redet im Licht; und was euch gesagt wird in das Ohr, das predigt auf den Dächern.“ (Matthäus 10; 26b. 27)

      (*1) Finsternis ist eine Metapher für das Nichtwissen [können (denn ‚Wissen‘ ist etwas materiell erworbenes, etwas, das der Mensch erlernen kann): Das Wissen, das Denken, die Sprache wird niemanden in die Wiege gelegt: Der Mensch wird lediglich mit der Fähigkeit geboren, Sprache und damit das Denken und damt das Wissen erlernen zu können.]

  6. Johann Weber schreibt:

    Hier gleich noch ein Beispiel aus Bayern: „Immer wieder hatten ehemalige Heimkinder schon seit den 70er Jahren darauf hingewiesen, wie sie missachtet, misshandelt und missbraucht, durch Zwangsarbeit ausgebeutet sowie verletzt und beschädigt wurden. Die vom Münchner Sozialreferat in Auftrag gegebene Studie stellt u.a. fest: „… es kam auch in München zu Übergriffen, Verfehlungen, Misshandlungen und sexuellem Missbrauch …, die großes Leid verursacht haben. Es ist vielfach Unrecht geschehen, auch wenn diese Taten heute straf- und zivilrechtlich längst verjährt sind. Viele der ehemaligen Heimkinder erleben, dass ihre Erfahrungen aus der Zeit im Heim bis heute nicht nur in ihren Erinnerungen, sondern auch in körperlichen, psychischen und materiellen Beeinträchtigungen nachwirken. Die ständigen Demütigungen, die sie erlebt haben, die mangelnde Zuwendung sowie die Zuschreibung von Diagnosen wie z.B. ‚schwer erziehbar’, ‚aggressiv’ oder auch ‚schwachsinnig’ haben bei vielen von ihnen zu bleibenden starken Verunsicherungen und Selbstzweifeln, zu Depressionen, zu Gefühlen von Ohnmacht und Angst oder auch zu Hass und Wut geführt. Sie hatten keine Möglichkeit, ein stabiles Selbstwertgefühl aufzubauen …“ Gustl Angstmann erinnert sich an die seelische Not der Zeit. In den 70er Jahren fand er in Peter Schult den ersten Menschen, der ihm liebevoll begegnete.“
    http://protest-muenchen.sub-bavaria.de/artikel/4300

    (Wer sich näher informieren will, hier die Geschichte eines Münchner Stadtblattes
    http://protest-muenchen.sub-bavaria.de/artikel/4341)
    ´

    • Eleonore Kraus schreibt:

      Lieber Johann, im Namen Hundertausender gequälter und gedemütigter Heimkinder will ich Dir, auch im Namen der vielen ungenannten und namenlosen danken.
      Deine Arbeit, auch die, für die vergessenen Kommunisten, die im Strudel der Geschichte untergehen sollen, erkenn ich in dem was du tust einen Wert an sich, für den ich keine Worte haben kann, denn die Zeit heilt nicht alle Wunden. Wie lang ist Zeit ?

  7. Hanna Fleiss schreibt:

    Ja, herzlichen Dank, Sascha. Ein sehr guter Beitrag, der viel von unserem Leben in der DDR verrät. Das darf heute natürlich nicht gewesen sein. Besonders ekelhaft die westdeutsche Propaganda, wenn Eltern in den Westen gegangen waren und ihre Kinder sich selbst überließen(sie wussten ja, die DDR würde sich um sie kümmern), dann von Zwangsadoptionen u. ä. zu sprechen. Jeden Tag gibt es irgendeinen Anlass, an dem ich entsetzt bin, in was für einem menschenfeindlichen Staat wir heute leben müssen. Diese Erkenntnis haben wir vielen Westdeutschen voraus.

    • Liebe Hanna,

      was nutzt es dir, daß du glaubst, “diese Erkenntnis voraus zu haben“?

      Diese “Erkenntnis“ hatten bereits Marx, Engels u. a. Menschen. Aber was sagte der geschätzte Marx?
      “Es kömmt nicht darauf an, die Welt zu interpretieren, sondern sie zu verändern!“

      “in was für einem menschenfeindlichen Staat wir heute leben müssen“

      Wann wirst du verstehen, daß die BRD kein Staat ist???

      Die BRD ist ein Derivatives Völkerrechtssubjekt, so wie das sogenannte “Kaiserreich“, die sogenannte “Weimarer Republik“ oder das “Dritte Reich“ derivative Völkerrechtssubjekte gewesen sind,
      die als Verwaltungen des Militärischen Bündnisses der 26 ‚deutschen‘ Vasallen des Papstes 1871- die diesem „EWIGEN BUND“ DEN NAMEN ***Deutsches Reich*** gegeben haben!

      Die BRD IST KEIN Staat!!!
      FÜR die Menschen eingesetzt wurden, um die Menschen besser und effektiver AUSBEUTEN zu können!

      Jedes Jahr gehen Hunderttaussende von Menschen hier unter:
      Sie landen in der Obdachlosigkeit — täglich kommen mehr Menschen hinzu!

      Mittlerweile sind 1 % der Bevölkerung hier = +800.000 MENSCHEN davon betroffen:

      Jeden Tag muss ich “Bettlern“ begegegnen:
      !!!Frauen, die meine Oma sein könnten!!! und den Müll nach Pfandflaschen durchsuchen … und ich lebe in einem Vorort von Hamburg mit sieben Schulen und einer Bevölkerung, die gerade mal 36.000 Menschen beherbergt, aber UNFÄHIG ist, mir und meiner Familie (wir sind sieben Menschen) einen Wohnraum zu geben! … so daß ich Jeden Monat 1.600,- Euro an den Vermieter zahlen muss, die mir mit 1.170, Euro erstattet werden!!!
      DAS IST ABSURD und VERRÜCKT zu gleich!!!

      Dennoch MEIN Leben kann nicht besser sein!

      Ich erhalte 368,- Euro jeden Monat! (SGB-Leistungen – Harz Vier genannt – EGAL!!!
      Davon benötige ich 28,- zum Essen und Trinken

      Bleiben mir 340,- Euro:
      DAS IST in Uganda, wo ich seit 25 Jahren eine Farm betreibe, der ***LOHN*** für DREI Menschen IN einem GANZEN Jahr! … Wenn ich jedem “Arbeiter dort“ jeden Monat 120 Euro überweisen würde!!!

      Anders ausgedrückt: *Der Lohn* in Uganda beträgt pro Monat 10,- Euro je Mensch, den wir beschäftigen KÖNNTEN!!! ::: Mit 340,- € kann ich also 34 Menschen beschäftigen! !!
      Das mache ich aber schon seit acht Jahre nicht mehr!!!

      EGAL!!! Jeder Kommunist kann sich in diesem PERVERSEN System das System zu nutze machen!

  8. Pingback: Ein Kinderheim in der DDR | Sascha's Welt

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