Die Spaltung Deutschlands und die Hetze gegen die DDR. – Zeitenwende: Wie kam es zur Konterrevolution?

088Wer hat das deutsche Volk gespalten und die Westdeutschen gegen die DDR aufgehetzt? Geht man den Ereignissen der ersten Nachkriegsjahre auf den Grund, so wird sehr schnell deutlich, wer hier die Fäden spann und die Intrigen inszenierte. Sehr genau hatten die Kämpfer gegen den Faschismus, unter ihnen solche hervorragenden Arbeiterführer wie Wilhelm Pieck, Hermann Matern und Walter Ulbricht erkannt, daß der vom USA-Präsidenten Truman in Kumpanei mit dem britischen Imperialismus und den französischen Kolonialisten entfachte Kalte Krieg zur beabsichtigten Spaltung des deutschen Volkes führt. Im Juli 1947 hielt Walter Ulbricht eine aufschlußreiche Rede, in der er die Machenschaften der westlichen Besatzungsmächte entlarvte. Doch warum gelang es der deutschen Arbeiterklasse dennoch nicht, diese einmalige historische Chance zu nutzen und ein vereintes freies und demokratisches Deutschland aufzubauen?

Föderalismus hindert Demokratisierung

Deutschland befindet sich in einer ernsten Gefahr. Dem Abkommen der englischen und der amerikanischen Regierung über die Vereinigung der beiden Besatzungszonen in Deutschland ist der Befehl zur Bildung eines Zweizonenwirtschaftsrates gefolgt. Damit wurde für die englische und die amerikanische Zone in Deutschland ein staatliches Organ geschaffen, das offenkundig dem Zwecke dient, Deutschland in mehrere Teile zu zerreißen, das heißt die staatliche Einheit Deutschlands zu zerstören.

Der separatistische „Zwei-Zonen-Rat“ im Westen

Das genannte Zweizonenorgan mit einem Exekutivausschuß, der einer Regierung gleichkommt, und einem aus 53 Vertretern der Länder bestehenden Rat wurde geschaffen, ohne daß die deutsche Bevölkerung irgendwelche Möglichkeiten hatte, zu diesen Plänen Stellung zu nehmen. Dieser Zweizonenrat ist ein autoritäres Organ, denn er hat das Recht, ohne Befragung des Volkes Gesetze zu erlassen und Maßnahmen durchzuführen, die im Gegensatz zum Willen der Landtagsabgeordneten der einzelnen Länder stehen.

Die Zweizonenbürokratie, die sich in den letzten Monaten durch Maßnahmen auszeichnete, die zur Verschärfung der Wirtschaftskrise in West- und Süddeutschland geführt haben, hat nunmehr weitgehende Vollmachten bekommen.

Zonenrat ist westdeutsche Regierung

Die Bildung des Zweizonenrates bedeutet zugleich die Anwendung des für Deutschland reaktionären föderalistischen Prinzips, denn die Schaffung der Bizone als separates Staatsgebilde ist die Untergrabung der im Potsdamer Abkommen garantierten politischen und wirtschaftlichen Einheit Deutschlands. Der Rat wurde aus Ländervertretern zusammenberufen, die keinerlei Auftrag von der deutschen Bevölkerung dazu haben. Gleichzeitig versuchen die Hintermänner dieser föderalistischen Zerreißung Deutschlands, durch Vorschläge auf Einberufung von Konferenzen der Länderminister zu irgendwelchen bundesstaatlichen Organen zu kommen.

Die imperialistischen Pläne der USA werden durchgesetzt

Das alles dient offenkundig dem Zweck, föderalistische Tatsachen zu schaffen, damit die Vertreter der USA auf der Londoner Konferenz erklären können: Seht an, die Deutschen sind doch für ein föderalistisches System, denn sie haben sich schon zu Ministerkonferenzen der Länder zusammengefunden. Um so empörender ist es, daß es sozialdemokratische Ministerpräsidenten waren, die in ihrer Beratung in Wiesbaden für die Schaffung eines „gesetzgebenden Rates“, das heißt für eine westdeutsche Regierung, eingetreten sind und damit die imperialistischen Pläne des amerikanischen Expräsidenten Hoover unterstützten.

Der Betrug mit der „unpolitischen“ Hilfe durch die USA

Von den Anhängern der Zersplitterung Deutschlands wurde immer wieder erklärt, das Wichtigste sei eine Verständigung der deutschen Ländervertreter, damit eine unmittelbare wirtschaftliche Hilfe durch die USA erreicht werden könne. Angeblich stehe diese Hilfe mit politischen Fragen der Gestaltung Deutschlands in keinem Zusammenhang. Inzwischen hat sich das wahre Wesen dieser „unpolitischen“ Betrugsmanöver gezeigt.


Die wahren Absichten des Imperialismus

Die Vertreter des amerikanischen und des englischen Monopolkapitals haben

  • erstens die Föderalisierung, die bundesstaatliche Zersplitterung Deutschlands gefordert,
  • zweitens den Verzicht auf die Enteignung der Kriegsverbrecher in Westdeutschland, der Konzernherren, Großbankiers und Großgrundbesitzer erklärt, und sie wollen
  • drittens das alleinige Bestimmungsrecht über das Ruhrgebiet; das heißt, die Vertreter des westlichen Monopolkapitals wollen Deutschland den wichtigsten Teil der Schwerindustrie entreißen und damit die Grundlage der gesamten Wirtschaft nehmen.

aus: Neues Deutschland vom 26. und 27. Juli 1947 (gekürzt).

Quelle: Walter Ulbricht, Die Entwicklung des deutschen volksdemokratischen Staates 1945-1958, Dietz Verlag Berlin, 1961, S.116-121


Warum gelang es der Arbeiterklasse nach 1945 nicht, ein vereintes freies und demokratisches Deutschland aufzubauen?

1. Die Kriegsschuld Deutschlands und die Mitverantwortung des deutschen Volkes

Hitlers Niederlage war unvermeidlich. Die Niederlage Hitlers hätte jedoch zu einem großen historischen Sieg unseres deutschen Volkes werden können, wenn es verstanden hätte, die militärische Schwächung des Hitler-Regimes auszunutzen und aus eigener Kraft das Naziregime zu stürzen. Die Tragödie des deutschen Volkes besteht darin, daß es einer Bande von Verbrechern gehorcht hat. Das ist das furchtbarste! Die Erkenntnis dieser Schuld ist die Voraussetzung dafür, daß unser Volk endgültig mit dem reaktionären Vergangenen bricht und entschlossen einen neuen Weg geht.

  • Die Mitverantwortung unseres Volkes besteht darin, daß es zugelassen hat, daß die eroberungssüchtigsten, raubgierigsten Kräfte in Deutschland, die Nazibürokratie und die großen Rüstungsindustriellen, die volle Staatsmacht in ihre Hände nehmen konnten.
  • Die Mitverantwortung unseres Volkes besteht darin, daß es die Haßpropaganda gegen das französische, polnische, russische und englische Volk zugelassen und der Hitler-Clique erlaubt hat, alle Verträge zu brechen und auch den sowjetisch-deutschen Vertrag zu zerreißen.
  • Die Mitverantwortung unseres Volkes besteht darin, daß es sich leichtgläubig betrügen ließ, daß der alte preußische Geist der Untertänigkeit und des Kadavergehorsams große Massen beherrschte, so daß diese Massen den Befehlen einer Bande von Kriegsverbrechern gehorchten.
  • Die Mitverantwortung besteht darin, daß die Mehrheit unseres Volkes während der zeitweiligen Siege Hitlers der Hitler-Regierung Beifall zollte und sich einbildete, den anderen Völkern überlegen zu sein.

2. Die Fehler der Vergangenheit

Niemand kann sagen, daß der Weg zum Faschismus unvermeidlich gewesen sei. Nach dem ersten Weltkrieg wäre es nicht schwer gewesen, die Macht des deutschen Imperialismus zu zerbrechen und durch eine wirklich demokratische Ordnung ein für allemal die Herrschaft des preußischen Militarismus, der Rüstungsindustriellen und ihrer Handlanger zu vernichten. Im „Aufruf der Kommunistischen Partei Deutschlands“ wird daher treffend gesagt:

„Nach all dem Leid und Unglück, der Schmach und Schande, nach der dunkelsten Ära deutscher Geschichte, heute, am Ende des ,Dritten Reiches‘, wird uns auch der sozialdemokratische Arbeiter recht geben, daß sich die faschistische Pest in Deutschland nur ausbreiten konnte, weil 1918 die Kriegsschuldigen und Kriegsverbrecher ungestraft blieben, weil nicht der Kampf um eine wirkliche Demokratie geführt wurde, weil die Weimarer Republik der Reaktion freies Spiel gewährte, weil die Antisowjethetze einiger demokratischer Führer Hitler den Weg ebnete und die Ablehnung der antifaschistischen Einheitsfront die Kraft des Volkes lähmte.“ [1]

3. Die deutsche Arbeiterklasse hat versagt

Noch im Jahre 1932 hätte durch die Kampfeinheit der Arbeiter und des ganzen schaffenden Volkes der Machtantritt des Hitlerismus verhindert werden können. Es wäre zum Schaden unserer eigenen Nation, wenn wir nicht den Mut aufbringen würden, anzuerkennen, daß die deutsche Arbeiterklasse und das schaffende Volk geschichtlich versagt haben. Und dieses Versagen ist um so furchtbarer, weil es ermöglichte, daß der deutsche Faschismus seit 1933 systematisch die Vernichtung der fortschrittlichen Kräfte in Deutschland betreiben konnte, daß der Nazismus in Gaswagen und Todesöfen systematisch die Ausrottung der Gegner des deutschen faschistischen Imperialismus durchführte. Niemand kann heute bestreiten, daß der Hitlerismus Deutschland zu einem Sklavenhalterstaat gemacht und damit unser Land in den Augen aller Völker mit tiefster Schande bedeckt hat.

4. Das Naziregime

Das bankrotte, geschichtlich zum Untergang verurteilte Naziregime wütete wie ein Wahnsinniger gegen alle fortschrittlichen Kräfte des schaffenden Volkes. Die Nazibonzen und Rüstungsindustriellen fürchteten mit Recht die fortschrittlichen Kräfte, die im heroischen Kampf gegen den Hitlerfaschismus gestählt wurden und die geschichtlich dazu berufen sind, die Zukunft Deutschlands zu sichern.

5. Schlußfolgerungen

Wer heute versucht, die Kriegsschuld Hitlerdeutschlands zu leugnen, der handelt gegen das Interesse der Nation; denn die Erkenntnis der Kriegsschuld ist die Voraussetzung für die gründliche Ausrottung des Nazismus, für die Vernichtung der nazistischen Kriegsideologie, für die Überwindung des preußischen Kasernenhofgeistes, für den entschiedenen Kampf gegen die nazistische Rassenideologie und jede Form der Rassenüberheblichkeit. Erst wenn unser Volk von tiefer Scham erfaßt ist über die Verbrechen des Hitlerismus, erst wenn es von tiefer Scham erfaßt ist darüber, daß es diese barbarischen Verbrechen zugelassen hat, erst dann wird es die innere Kraft aufbringen, einen neuen, einen demokratischen, einen fortschrittlichen Weg zu gehen, der allein die Zukunft der Nation sichern kann.

[1] Walter Ulbricht: Zur Geschichte der neuesten Zeit, Bd.I, Dietz Verlag, Berlin 1955, S.575.

Quelle: Walter Ulbricht, Die Entwicklung des deutschen volksdemokratischen Staates 1945-1958, Dietz Verlag Berlin, 1961, S.16-21


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Aufbau des Sozialismus in der DDR: Mit der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik im Jahre 1949 entstand zum ersten Male in der deutschen Geschichte ein friedliebender und demokratischer deutscher Staat. Partei und Regierung konnten mit Hilfe der UdSSR die Maßnahmen des neuen Kurses treffen, die Investitionen für die Entwicklung der Leichtindustrie, der Nahrungsmittelindustrie und der Landwirtschaft vergrößern, Kurs auf die Erhöhung der Produktion von Gebrauchsgütern nehmen und durch Preissenkungen, Steuerermäßigungen und sonstige Erleichterungen den Lebensstandard der Werktätigen steigern. Unter den Bedingungen der durch die Spaltungspolitik der amerikanischen Imperialisten hervorgerufenen gegensätzlichen Entwicklung in Westdeutschland und in der Deutschen Demokratischen Republik kämpften die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands und die Regierung der Deutschen Demokratischen Republik unbeirrt und erfolgreich für die Erhaltung des Friedens und die Wiedervereinigung Deutschlands auf demokratischer Grundlage.

Bis 1989 war der Frieden gesichert, danach wurde die Rüstungs- und Einmischungspolitik der BRD (Afghanistan, Irak, Ukraine, Syrien) auf neuer Stufe fortgesetzt – die BRD gehört zu den größen Waffenlieferanten der Welt. Die Wiedervereinigung scheiterte, da sie gegen den Willen der Mehrheit des deutschen Volkes erfolgte – das Volk wurde einfach nicht gefragt. Die DDR wurde okkupiert, die Regierung entmachtet und die einst souveräne DDR kam nun ebenfalls unter das US-amerikanische Besatzungsregime, wo ein USA-Botschafter sich in Kolonialherrenmanier über eine deutsche, nunmehr gesamtimperialistische Regierung hinwegsetzen und Anweisungen erteilen kann (Nordstream stoppen! – Rüstungsausgaben erhöhen!). Anmerkung: Der Etat des „Verteidigungsministeriums“ soll 2019 um 11 Prozent (4,38 Milliarden Euro) auf insgesamt 42,9 Milliarden Euro steigen. Frage: Gegen wen wollen die sich verteidigen?


Niederlagenanalyse

In seinem Beitrag zur Doppelstrategie des Imperialismus beschreibt Genosse Dr. Kurt Gossweiler in aller Ausführlichkeit, wie es dazu kommen konnte, daß der Imperialismus im Verlaufe des Kalten Krieges nach 1945 Zug um Zug die Oberhand gewinnen konnte. Bekanntlich war die Ermordung Stalins eine entscheidende Zäsur in der kommunistischen Bewegung, die nach mit dem berüchtigten XX.Parteitag der KPdSU noch verschärfte. Mit Chruschtschow war ein Antikommunist und Verehrer des USA-Imperialismus an die Spitze der Sowjetunion gelangt. Wir geben hier nur einen kleinen Auszug aus den Analysen und Überlegungen des Historikers Dr. Kurt Gossweiler wieder.

Die antisozialistische Doppelstrategie des Imperialismus und der historische Wechsel von der Konfrontationspolitik zur – schließlich erfolgreichen – ´indirekten Strategie´

(September 1997)

Kurt Gossweiler

Den Kampf gegen die revolutionäre Arbeiterbewegung führt die Bourgeoisie schon seit den Zeiten von Marx und Engels auf den Linien einer Doppelstrategie, deren eine Linie der offensive Kampf mit allen Mitteln bis zur brutalen Verfolgung und Unterdrückung ist, deren andere Linie der Versuch der inneren Zersetzung und Aufweichung mit den vielfältigsten Mitteln – Korruption, Erpressung, Entfachung innerer Auseinander-setzungen, Einschleusung von Agenten und anderes mehr – ist.

Mit der gleichen Doppelstrategie bekämpfte die Weltbourgeoisie die Sowjetmacht vom ersten Tage ihrer Existenz an. Eine Doppelstrategie ist dies, weil sie den Kampf ständig auf beiden Linien führt, wobei je nach den Umständen die eine oder andere den Vorrang hat. Auf die Interventionskriege folgte die Phase der Anerkennung der Sowjetunion mit den Versuchen der Sabotage des wirtschaftlichen Aufbaus und der Förderung der inneren Opposition, auf das Scheitern der Strategie, die Sowjetunion durch Nazideutschland umbringen zu lassen, erst der Kalte Krieg, dann die Politik des „Wandels durch Annäherung“, vom DDR-Außenminister Otto Winzer völlig zutreffend als „Konterrevolution auf Filzlatschen“ gekennzeichnet. Aber nie setzte die Bourgeoisie nur auf die eine Linie, immer wurde die gerade dominierende strategische Linie ergänzt durch parallel laufende Aktivitäten auf der zweiten Linie.

Es war keinesfalls Zufall, daß der Imperialismus stets scheiterte, wenn er auf die Linie der Konfrontation und Gewalt als Hauptlinie setzte: so unwahrscheinlich dies auch sowohl 1918-1920 wie 1941-45 zunächst erschien – der sozialistische Staat erwies sich selbst unter den ungünstigsten Ausgangspositionen immer als stark und unbesiegbar, wenn seine Feinde ihn offen und frontal angriffen. Der Sozialismus erlag dem Imperialismus nicht im offenen Kampf, nicht der bewaffneten Konterrevolution, sondern der Filzlatschen-Konterrevolution. Deren Geschichte muß erst noch geschrieben werden….

ganzen Beitrag lesen: http://kurt-gossweiler.de/?p=780

…oder hier→

pdfimage Kurt Gossweiler: Antisozialistische Doppelstrategie

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12 Antworten zu Die Spaltung Deutschlands und die Hetze gegen die DDR. – Zeitenwende: Wie kam es zur Konterrevolution?

  1. Emil Schaarschmidt schreibt:

    Der Beschluß des Potsdamer Abkommen war gleichbedeutend mit dem Manifest des NKFD und lautete: Eine vereintes Deutschland! Und diesen Beschluss haben auch die westlichen Alliierten unterzeichnet!

    • sascha313 schreibt:

      …aber nicht eingehalten (gebrochen!) – wie stets der Imperialismus tut!

      • Emil Schaarschmidt schreibt:

        Mit den Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki demonstrierten die westlichen Alliierten daß sie nicht im entferntesten daran dachten das Potsdamer Abkommen einzuhalten. Gestützt auf amerikanische Kredite, die schon 1924 den Hitlerismus finanzierten, waren es die westlichen Alliierten die Deutschland teilten. Und anstelle eines Friedensvertrages trat ein diktiertes Grundgesetz was den Besatzungsstatus verewigte. KPD Verbot, Gründung der NATO, Pariser Verträge usw. sind nur Stationen die diesen Weg der Teilung manifestieren. Der 2+4 Vertrag ist nur die Fortsetzung — von wegen Wiedervereinigung, von wegen geeintes Europa!

      • sascha313 schreibt:

        Exakt – kurzgefaßt! So ist es! Und alle bürgerlichen Massenmedien, Stiftungen, Bildungsträger und deren diensteifrige Lakaien tun alles, um dem Publikum Sand in die Augen zu streuen; sie verbreiten eitel Sonnenschein und lenken immer weiter von der Realität ab: …neueste Bücher, wie schlimm, wie unfrei der Sozialismus doch gewesen sei – aber hohe Kriminalität, große Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit und Altersarmut im gelobten Land BRD! Na, und die Arbeiterklasse, die Lohnempfänger? – …die werden kurzgehalten, arbeiten oft an der Leistungsgrenze und akzeptieren jede weitere Einschränkung ihrer demokratischen Rechte und Freiheiten! Stattdessen führt man sie (wie Schafe ins Schlachthaus) an die Wahlurnen, um den – achso blühenden! – Kapitalismus zu bestätigen und weiter am Leben zu erhalten!

      • dortmunder09 schreibt:

        Ich hätte gerne in der DDR gelebt.
        Bin im Westen aufgewachsen, und als Kind und Schüler habe ich die Wende mitbekommen.
        Unsere Lehrer in der Schule haben immer sehr schlecht über die DDR gesprochen, Kommunisten, Spione, alles Schlechte kommt aus der DDR.
        Ich finde es traurig, dass es die DDR nicht mehr gibt, heute als Erwachsener wäre ich bestimmt oft rüber gefahren und hätte dort viel Zeit verbracht.

      • sascha313 schreibt:

        …tja, dortmunder09, damit müssen wir nun alle leben. Es gibt nur eins: Lesen, lernen und sich weiterbilden, sich einen eignen politischen Standpunkt erarbeiten… Marx, Engels, Lenin, Stalin, Bücher von Schriftstellern aus der DDR: Hermann Kant, Anna Seghers…; dann sowjetische Schriftsteller: N.Ostrówski, M.Gorki, A.Makárenko,N.Fadéjew – dann wird klar, warum wir für die DDR und für den Sozialismus sind und alle üblen Nachreden zurückweisen.

        Die Gesellschaft ist nunmal in Klassen gespalten: „die Armen“ und „die Reichen“, genauer: Kapitalisten und Lohnempfänger. Und diese Spaltung führt immer zum Klassenkampf, weil die Kapitalisten nur ein Ziel haben: Profit. Und damit gehen sie über Leichen. Aber davon mal ganz abgesehen – langweilig war mein Leben nie, aber die DDR, das war die schönste Zeit meines Lebens!

  2. Emil Schaarschmidt schreibt:

    Marshallplan, Währungsreform und die Gründung der BRD

    Dieses Grundgesetz haben uns die Amerikaner, um es vorsichtig zu sagen, anempfohlen. Man könnte auch sagen, auferlegt. (Willy Brandt in Die Bunte, 14.2.1991)

    Am 5. Juni 1947 präsentierte der amerikanische Außenminister George C. Marshall das European Recovery Program (ERP). Zur Durchführung des sogenannten Marshallplanes, der sich offen gegen das Potsdamer Abkommen richtete, brauchten die westlichen Alliierten jedoch ein abgegrenztes Wirtschaftsgebiet. Die Währungsreform vom 20. Juni 1948 in der Trizone, den drei westlichen Besatzungszonen Deutschlands, war ein wichtiger Schritt zur Abtrennung dieses Wirtschaftsgebietes. Mit dem am 10.4.1949 von den westlichen Alliierten verabschiedeten Besatzungsstatut, was die Beziehungen derer zu einem zukünftigen Deutschland regeln sollte, wurde die Gründung der Bundesrepublik vorbereitet, die mit der Verabschiedung des Grundgesetzes am 23.5.1949 praktisch vollzogen wurde.

    Somit wurde die BRD zeitlich noch vor der DDR gegründet und die Deutsche Nation entgegen der Beschlüsse von Jalta und Potsdam geteilt. Anstelle eines Friedensvertrages trat ein von den Alliierten diktiertes Grundgesetz mit dem die Besetzung Deutschlands, einschließlich der geteilten Hauptstadt Berlin sozusagen verewigt wurde.

    Der nächste Schritt zum Bruch mit dem Potsdamer Abkommen war die Londonder Konferenz im Februar 1953. Deutschland wurde in die Schuldenfreiheit entlassen und von der Zahlung der in Potsdam vereinbarten Reparationsleistungen befreit. Eigentlich hätte hier ein Aufschrei durch die Reihen der Vereinten Nationen gehen müssen aber nichts dergleichen geschah.

    Mit Inkrafttreten der Pariser Verträge am 5. Mai 1955 wurde für die BRD der Weg freigemacht zur Mitgliedschaft in der NATO (North Atlantic Treaty Organization). Nur einen Tag später am 6. Mai 1955 also trat die BRD diesem Bündnis bei. Gleichzeitig, mit dem in Paris manifestierten Bekenntnis zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft endete das Besatzungsstatut von 1949. Zum Abschluß eines Friedensvertrages zwischen den einstigen Besatzern und der Bundesrepublik kam es jedoch nicht. Ebensowenig ist es ein Zufall, daß ein Jahr nach Abschluss der Pariser Verträge die KPD bundesweit verboten wurde.

  3. Rolf Becker schreibt:

    Die Wahrheit liegt „links der Mitte“ CIA usw versuchen auf brutale (meist kaschiert) Weise ihren Imperialismus um die Welt zu verbreiten. Vasallen finden sich überall. Aber auch viel zu viele Lakaien eines angeblich Sozialistischen Systems arbeiteten ihnen in die Hände. Dümmliche NVA Offiziere , Parteibonzen usw. sogen als Zecken Lebenskraft aus dem schwächeren „Sozialismus“. Kirchen heuchelten. Verlierer waren die einfachen Leute, die dann mit Bananen auf die „Westseite“ gelockt wurden….

    • Emil Schaarschmidt schreibt:

      Der in der DDR angewandte Destroy-Mechanismus brauchte das Volk für Propagandazwecke: Es musste auf die Straße gelockt werden um der Welt zu beweisen, daß der Sozialismus in der DDR gescheitert, die Wirtschaft am Boden liegt usw. Das war jedoch nur eine geschickte Ablenkung die von vielen auch als Ablenkung begriffen wurde. Die eigentliche Zerstörung jedoch war viel langfristiger geplant und fand in der Führung statt!

      • sascha313 schreibt:

        …und das wurde in zahlreichen Fotos bei der Grenzöffnung „dokumentiert“. (Wahnsinns-Schreie inklusive!) Die bestellten Fotografen waren immer dann zur Stelle, wenn irgendwo eine Provokation geplant war!

  4. Trotz einer in der Geschichte der Menschheit beispiellosen Hetze gegen die DDR, der Verleumdung ihrer großen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Erfolge und der sich ständig fortsetzenden Beleidigungen ihrer Bürgerinnen und Bürger durch die kapitalistischen Massenmedien in den letzten Jahrzehnten erinnern wir uns mit Freude und Dankbarkeit an die Gründung unseres Staates am 7. Oktober 1949. Sie war unter den damaligen historischen Bedingungen die einzig mögliche und natürlich auch die einzig richtige politische Antwort auf die einseitige Währungsreform der Angelsachsen (USA und Großbritannien) in den westlichen Besatzungssektoren und auf die damit im Zusammenhang stehende Gründung der BRD am 15. September 1949. Es ist und bleibt eine unumstößliche historische Wahrheit, das Deutschlandnicht von den Sozialisten und Kommunisten gespalten wurde, sondern vom internationalen Kapital und ihren Protagonisten.
    siehe „Unbequeme Wahrheiten“
    http://www.dr-schacht.com/Unbequeme_Wahrheiten.pdf

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