Warum ist die DDR untergegangen?

0_188967_6f204e01_origDr. Reiner Burkhardt schreibt: Ja, dafür gab es innere und äußere Gründe. In den 40 Jahren der Existenz der DDR ist ja viel passiert. Die Startbedingungen waren schon unvergleichlich ungünstiger als in der Westzone. Noch bevor die Waffen schwiegen, haben die USA und England das Konzept für den kalten Krieg erarbeitet. Die BRD wurde zu einem Frontstaat entwickelt. Man nutzte alle Möglichkeiten, um das Denken und die Gefühle der DDR-Bürger im Sinne des kalten Krieges zu beeinflussen, genauso, wie man alles unternahm, um der DDR wirtschaftlich zu schaden. Die Annahme der Stalinnote, nach der in Deutschland freie Wahlen zur Wiedervereinigung stattfinden sollten, paßten nicht in dieses Konzept. Die Bedingung war nur die militärische Neutralität Deutschlands.

Reparationen

Die Ostzone und die DDR hat nahezu zu 100% die in Potsdam festgelegten Reparationen an die Sowjetunion bezahlt. Die Stahllieferungen aus dem Ruhrgebiet nach Mitteldeutschland wurden noch vor der Gründung der DDR drastisch gekürzt. Das wurde durch die DDR ausgeglichen. Man kann nur ahnen, welcher Aufwand z. B. zum Bau von Eisenhüttenstadt notwendig war. Es gab für die DDR keinen Marschallplan. Die Sowjetunion hatte mit sich zu tun, um die gewaltigen Kriegsschäden zu beseitigen. Viele Betriebe mußten vollkommen neu aufgebaut werden weil sie zerstört waren bzw. weil sie im Rahmen der Reparationen demontiert wurden. Das vollzog sich unter der permanenten Abwerbung von hochqualifizierten Menschen aus der DDR und auch unter den Bedingungen von Wirtschaftsspionage.

Chruschtschows Sabotageakt

Ein vollkommen neues Bildungssystem wurde in kurzer Zeit geschaffen. Gewaltige Wirtschaftsprojekte wurden in Angriff genommen. Es wurde sogar versucht, in der DDR eine Flugzeugindustrie aufzubauen. Die „152“, ein vierstrahliges Düsenpassagierflugzeug, wurde einschließlich der Triebwerke in den 50-er Jahren entwickelt. Die Flugerprobung war schon angelaufen. Weitere Typen lagen schon auf dem Reißbrett. Die Sowjetunion versprach, Hauptabnehmer zu werden. Allerdings trat Chrustschow von diesem Versprechen zurück, als schon Milliarden in dieses Projekt investiert waren. Die DDR wäre das 3. Land der Welt gewesen, das ein solches Flugzeug gebaut hätte.

Errungenschaften

Trotz aller Probleme, die es gab, hat es die DDR geschafft, ein für die Bürger kostenfreies Bildungssystem, kostenfreie Krippen- und Kindergartenplätze, unzählige kostenfreie außerschulische Sport. und Bildungsangebote zu schaffen. Ein entlassener Strafgefangener bekam sofort eine Wohnung und einen Arbeitsplatz, einschließlich eines Betreuers. Das Rechtssystem funktionierte in der Hauptsache viel humaner als heute. Man brauchte in vielen Fällen keinen Rechtsanwalt. Kleinere Delikte wurden in den Arbeitskollektiven, in den FDJ- und Parteiorganisationen abgearbeitet. Das Gesundheitssystem war für jeden DDR-Bürger kostenlos. Ein Arzt war nur Arzt und kein Geschäftsmann. Das Entlohnungssystem basierte auf 3 Prinzipien: Auf der Gleichberechtigung von Mann und Frau, auf der Bildung, Ausbildung und Verantwortungsübernahme und auf dem Prinzip, dass der Abstand in der Entlohnung zwischen den Arbeitern und Bauern und dem Führungspersonal moderat war.

…zukunftsfähig

Die DDR setzte durch, daß alles, was im täglichen Leben gebraucht wurde, auch sehr billig blieb. Eine Kilowattstunde kostete z.B. 8 Pfennige, wie auch der Kilometer mit der Eisenbahn. Dagegen waren Luxusartikel oder Artikel, die man nicht jeden Tag brauchte, entsprechend teurer. Warum lag die Geburtenrate in der DDR weit über der der BRD? Damals junge Familien werden sich an die großzügige Unterstützung vielleicht noch erinnern. In der DDR gab es ein Gesetz, das regelte, daß alle Industriegüter mindestens 12 Jahre halten müssen. Ja, das sind nur Beispiele. Trotzdem und darauf war ich auch immer ein wenig stolz, hatte die DDR von allen sozialistischen Ländern den höchsten Lebensstandard. Warum ist trotzdem alles schief gegangen?

Die Partei hatte nicht immer recht…

Die Führung der DDR hat es nicht verstanden, daß sehr gute Bildungsniveau der Bevölkerung optimaler zu nutzen. Der hohe Grad der Zentralisierung hat die Entwicklung gedämpft. Die Partei hatte eben nicht immer Recht. Viele Vorschläge von Bürgern wurden als störend empfunden. Hier spreche ich auch aus eigener Erfahrung. Karriere haben häufig die gemacht, die formal das wiederholten, was gestern im Neuen Deutschland stand (und die heute den Kapitalismus lobpreisen). Das war in vielen Fällen das Gegenteil von dem, was Marx, Engels und Lenin forderten. Der sozialistische Wettbewerb war in vielen Fällen ein Papiertiger. Ein intelligent gesteuerter Wettbewerb und die Durchsetzung des Prinzips, Fachwissen vor Lippenbekenntnissen, wie es die junge Sowjetrepublik mit dem Kommissarprinzip durchgesetzt hatte, hätten die inneren Probleme minimiert.

Äußere Bedingungen

Die äußeren Bedingungen wirkten noch destruktiver als die inneren Probleme. Die Berieselung der DDR-Bürger über Funk- und Fernsehen, verbunden mit den optimalen Bedingungen der Entwicklung der Wirtschaft, wozu auch die vielen Fachleute aus der DDR beigetragen haben, die verwandtschaftlichen Beziehungen, aber auch die Intershop-Läden in der DDR, das Auftreten von BRD-Bürgern in Urlaubszentren der sozialistischen Ländern, wie auch die steuerlich absetzbaren Weihnachtspakete an die damaligen Brüder und Schwestern in der DDR und manches Andere, haben viele DDR-Bürger verwirrt. In der BRD sah man so etwas wie ein Paradies. Zu den äußeren Bedingungen gehörte die Hallsteindoktrin und die vielen Versuche westlicher Geheimdienste in die DDR einzudringen.

Das Verhältnis zur Sowjetunuion

Zu den äußeren Bedingungen zählt aber auch das Verhältnis zur Sowjetunion und den anderen sozialistischen Ländern. Dieses Verhältnis war sehr ambivalent. Die Sowjetunion hat der DDR sehr geholfen. Wenn es aber Probleme gab, hat sie aber auch nahezu immer ihre Position durchgesetzt. Auf wirtschaftlichem Gebiet ging das häufig zu Lasten der DDR. Gorbatschow hat sicher erkannt, daß in der Sowjetunion Veränderungen notwendig waren. Er hatte dafür aber kein richtiges Konzept. Es hätte uns aufhorchen lassen sollen, als der Westen ihm auf die Schulter klopfte. Er hat sich dadurch selbst überschätzt und wurde, so beschrieb es Falin, zum größten Diktator nach Stalin. Für mich wurde er zum Verräter.

Warum diese Lügen über die DDR?

Unter diesen Bedingungen hätte die DDR nur dann eine reelle Chance gehabt, wenn das Volk voll zur DDR gehalten hätte. Das Volk hatte sich aber zu wesentlichen Teilen anders entschieden. Dies Entscheidung haben viele längst bereut- zu spät. Brüder und Schwestern gab es nach der Wende nicht mehr. Reisen ist eben nicht alles. Es werden Zeiten kommen, wo sich Auslandsreisen nur noch Wenige leisten können. Den Medien und der Politik wird es aber gelingen, auch dann noch oder dann noch vielmehr von Stasi, Diktatur und Unrechtstaat zu sprechen.
Dr. Reiner Burkhardt

Anmerkungen: Dieser Leserkommentar wurde im Oktober 2016 geschrieben. Angesichts der Verleumdungen der DDR und der Kommunisten in der DDR durch verschiedene, sich als antikapitalistisch und „links“ gebärdende Organisationen und Gruppierungen ist es umso wichtiger, daß hier eine Stimme zu Wort kommt, die die DDR aus eigenem Erleben schildert und zudem die Zusammenhänge und Hintergründe des Untergangs der DDR kurz und bündig darlegt. Sehen wir einmal von den Fehleinschätzungen ab, die Gorbatschow den „guten Willen“ bescheinigen und Stalin zum „Diktator“ disqualifizieren, so muß man zugleich anerkennen, daß es der Parteiführung in den 1980er Jahren nicht gelang, die innenpolitischen Schwierigkeiten unter Kontrolle zu bekommen. (Zwischenüberschriften eingefügt, N.G.)


Nachtrag: Nur ein kleines Beispiel, das zeigt, wie man auch in der BRD die Veränderungen in der DDR beobachtete, wo es z.B. die DDR-Partei- und Staatsführung nicht verstand, mit solchen „irren Typen“ fertigzuwerden: 

Auszug aus dem Taschenbuch „Das unheimliche Erbe – Die Spionageabteilung der Stasi“ Rita Selitrenny u. Thilo Weichert, Forum Verlag Leipzig 1991

Dokument 11

Strauß-Äußerungen zu Krafzeik (gemeint ist Krawczyk, d.A. )

Wie Eis es ausdrückte, habe Strauß unmittelbar nach der DDR-Ausweisung von Krafzeik in die BRD Honecker angerufen und ihm geraten, man solle sich doch endlich andere Mittel und Methoden einfallen lassen, um solche „irre Typen ins rechte Gleis zu bringen“. „Von diesen nicht Liedermachern, sondern Stimmungsmachern haben wir bald mehr auf den Straßen herumschreien wie grüne Sympathisanten”. Strauß hält von K. gar nichts. Den „Traumstaat” solcher Leute wird es auch in hundert Jahren noch nicht geben, weil die sich nicht damit abfinden wollen, daß es auch in der Politik neben Tagesstunden Nachtstunden gibt. Wenn der (K.) Bäcker wäre, der würde staunen, wie beschissen seine Brötchen schmeckten. […]

Siehe:
Also sprach Lenin…
Emil Collett: Die DDR- ein Meisterwerk


Und hier der Beweis über die Zahlungsfähigkeit der DDR – Rückzahlung der Kredite durch die DDR (Bericht der Bundesbank vom August 1999)

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49 Antworten zu Warum ist die DDR untergegangen?

  1. Don_A schreibt:

    „kostenfreie Grippen- und Kindergartenplätze,“
    ich will ja nicht nörgeln, aber das sollte korrigiert werden…..

  2. roprin schreibt:

    Lieber Sascha, den Artikel werde ich jetzt lesen. Vorab zur Überschrift: Die DDR ist nicht „untergangen“, sie wurde okkupiert nach US-amerikanischem Szenario eines „Regime change“ und durch Verrat durch die Gorbatschow-Clique.

    • sascha313 schreibt:

      Richtig! …aber so lautete die Überschrift des Autors. Ich habe sie gelassen, ebenso wie die Fehleinschätzungen. Wenn man „Untergang“ als ein anderes Wort für „Scheitern“ nimmt, trifft das Wort keinesfalls zu!

  3. roprin schreibt:

    Der Artikel, lieber Sascha, bietet auf jeden Fall eine Menge Diskussionsstoff. Ich sehe einiges anders als der Autor…

  4. roprin schreibt:

    Das wird heute mit Nordkorea getan: „Wie ein Dokument des US-Geheimdienstes zeigt, wussten die USA, dass Sanktionen Nordkorea nicht von seinem Atomwaffenprogramm abbringen würden und nur die Bevölkerung leiden würde. “ so ein heutiger Artikel bei rtdeutsch.

    Die DDR war politisch und wirtschaftlich abhängig: von der UdSSR und vom internationalen Handel, um Ressourcen für die Wirtschaft zu importieren und eigene Erzeugnisse zu exportieren. Als Gorbatschow den Schulterschluß mit den USA und der BRD suchte und den Sozialismus zerstören wollte (das schrieb er in seinen Memoiren), war die DDR verraten und verkauft. Putin hatte bereits willfährige „Genossen“ aus Wirtschaft und Regierungs- sowie Parteikreisen rekrutiert, die für das Ende der DDR klare Vorschriften erhalten hattem. Diese Elemente traten 1989 an die Öffentlichkeit und schwangen große Reden, in denen sie der DDR den Rest gaben.

    Aus heutiger Sicht: die DDR war nie ein souveräner Staat. Sie war lediglich eine Figur auf dem europäischen Schachbrett. Und so wurde sie von Gorbatschow einfach der BRD „geschenkt“. Und die BRD ist ein Lakaienstaat der USA, der us-eigene Interessen in Europa umzusetzen und zu ermöglichen hat. Weder die DDR noch die BRD konnten eigene Interessen verfolgen ohne ihre Besatzungsmächte. Und bis heute ist die BRD ebensowenig ein souveräner Staat.

    Eine souveräne DDR-Regierung hätte 1989 die Pflicht gehabt, ihr Land und ihre Bevölkerung zu schützen. Doch das konnte sie nicht. weil Gorbatschow das nicht wollte und Honecker nicht ohne und gegen Gorbatschow entscheiden durfte. Es war wie im übelsten Schundroman – an der Bevölkerung der DDR vorbei.

    • sascha313 schreibt:

      Tja, staatliche Souveränität – was ist das eigentlich? Es wird erklärt als „unabdingbare Eigenschaft des Staates als Völkerrechtssubjekt, die in der ausschließlichen obersten Hoheitsgewalt jedes Staates auf seinem Territorium und über dieses, in seinem Recht auf freie, unabhängige Entscheidung über die Gestaltung seiner Gesellschafts- und Staatsordnung, seines Verfassungs- und Rechtssystems, sowie über seine gesamte Innen- und Außen-, Wirtschafts- Sozial- und Kulturpolitik besteht.“ (Kl.pol.WB, Dietz Bln.1986, S.842f.) … schön souverän, aber nicht: unabhängig!

      Die Einschränkung der Souveränität kam schon darin zum Ausdruck, als Semjonow die DDR-Führung unter Druck setzte: „In 14 Tagen werden Sie vielleicht schon keinen Staat mehr haben…“ oder in der geheime Kanzlerakte der BRD. Bei der internationalen Verflechtung… welcher Staat kann da überhaupt noch unabhängig sein?

      • roprin schreibt:

        Bleibt die Frage, lieber Sascha, in wessen Besitz das Territorium der DDR war. War es evtl. (da es nie einen Friedensvertrag gab) immernoch in Besitz der Besatzungsmacht Rußland? Inzwischen wissen wir, daß wir als DDR-Bürger eigentlich recht wenig wußten…

      • sascha313 schreibt:

        Nein, ganz klar: „Die Bodenschätze , die Bergwerke, Kraftwerke, Talsperren und großen Gewässer, die Naturreichtümer des Festlandsockels, größere Industriebetriebe, Banken und Versicherungserinrichtungen, die volkseigenen Güter, die Verkehrswege , die Transportmittel der Eisenbahn, der Seeschiffahrt sowie der Luftfahrt, die Post- und Fernmelde-anlagen sind Volkseigentum. Privateigentum daran ist unzulässig.“ (Verfassung der DDR vom 6. April 1968, Artikel 12.

    • Emil Schaarschmidt schreibt:

      Oder mal ein Blick nach Cuba, aktuell: Prinz Charles zu Besuch in Cuba. Wohin Investitionen des westlichen Finanzkapitals in sozialistischen Ländern führen wird sich auch in Cuba demnächst offen zeigen!

    • Ulrich Schliz schreibt:

      Man kann sich gar nicht oft genug der Idee widersetzen, dass die BRD ein „Vasallenstaat“ des US-Imperilismus sei. Das ist höchst gefährlich, nimmt den deutschen Imperialismus aus der Schusslinie und rückt Jeden, der sowas sagt, in die Nähe rechter Vaterlandsverteidiger – ob er das will oder nicht. Man sollte seine politischen Hausaufgaben mit mehr Verantwortung machen und sich nicht mit der Oberflächlichkeit abgedroschener Clichés der fünfziger und sechziger Jahre abfinden.

      Die Tatsache, dass den deutschen und den amerikanischen Imérialismus eine besondere Komplizenschaft verbindet und dass es Abhänigkeiten gibt, die übrigens bei weitem nicht einseitig sind, ist überhaupt kein Argument für die Vasallentheorie. Solche Dinge bestanden auch vor dem zweiten Weltkieg, in einigen Punkten noch drastischer und sind völlig natürlich und nichts Neues in den inter-imperialistischen Beziehungen. Niemand hat das Deutsche Reich deswegen für einen Vasallen gehalten – von wem auch immer. Der deutsche Imperialismus hat sein Verhältnis zum USA-Imperialismus sehr intelligent genutzt, um, als Schlange am Busen- sozusagen, selbst „wieder wer zu sein“.

      Diese Gangsterfreundschaft geht zur Zeit allmählich zu Ende und jeder der das will, kann es sehen. Die Tarnung, sich als zahnloser Greis oder eben Vasall darzustellen, dessen Verantwortung bei den amerikanischen Herren liegt, ist für diese Strategie lebenswichtig und die meisten fallen darauf herein.

      Die Tatsachen der Wirtschafts- und Militärpolitik sprechen eine andere Sprache. Der ewige Traum vom „Raum im Osten“ ist nie ausgegträumt worden (Man analysiere die gesamte russlandfeindliche Ostpolitik – „ich hasse dich, mein Liebling“) und zieht sich durch die ganze Ostpolitik, genauso wie die EU ursprünglich ein Projekt der Nazis ist (jawohl!), das doch bis jetzt nicht schlecht in ihrem Sinne gediehen ist.

      Die Bundeswehr hat mehere ausländische Armeen direkt integriert (sic!) Etc., etc. . „Der Schoss ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“, erkannte wie immer messerschrf unser geliebter Bertold Brecht. Nun, heute kriecht die neue Brut dieses Gezüchts wieder frischlebendig in vielen Ländern dieser Welt herum.

      „Der Hauptfeind steht im eigenen Land“ – das ist Karl Liebknecht’s Vermächtinis und das galt damals und es gilt heute und es wird gelten bis wir den Imperialismus stürzen. Jeder Verniedlichung und Kleinredung des Deutschen Imperialismus muss ganz klar eine Absage erteilt werden, und wenn sie noch so „anti-imperialistisch“ daher kommt. (Das taten die Faschisten nämlich auch.)

      • sascha313 schreibt:

        Stimmz, Du hast recht – „Gangsterfreundschaft“ ist das richtige Wort!

      • Emil Schaarschmidt schreibt:

        Natürlich ist die EU ein Projekt der Nazis! Und eines der Anliegen von Mein Kampf ist es, diesen Sachverhalt und vor allem die Unterstützung duch US Kapital bestmöglich zu verschleiern. Und: Nur durch langfristige Kredite aus USA war es dem deutschen Imperialismus möglich, den Friedensvertrag von Versaille zu unterlaufen und einen neuen Krieg vorzubereiten!

        Hitler schrieb also 1925, Zitat (Mein Kampf): „Der völkische Staat wird für sein Dasein kämpfen müssen. Er wird es durch Dawesunterschriften weder erhalten, noch seinen Bestand durch sie verteidigen können…… Finanzielle Verpflichtungen so schwerwiegender und dabei völlig unproduktiver Art, wie sie das heutige Dawes-Deutschland zu tragen hat, besaß dieses Reich nicht.“

        Die Ziele dieser Propaganda sind klar, anstatt eines Schuldeingeständnisses und die zu zahlenden Reparationen anzuerkennen, wird sogar der Dawesplan verleugnet und das Deutsche Volk für zahlungsunfähig erklärt. Kein Mensch der Welt würde einen Kredit bekommen wenn er seine Zahlungsunfähigkeit erklärt — Aber Wikipedia und Hitler wollen uns das weismachen!

        Heute in der EU läuft das alles nach demselben Muster ab, Im Namen der Demokratie versteht sich.

  5. Johann Weber schreibt:

    Leider wieder viel Text. Aber geschichtliche Abläufe lassen sich oft nicht in ein paar Worten erklären.

    Die DDR-Regierung versuchte bis in die 1960iger Jahren mindestens 15x Kontakt mit den Alt-BRD-Regierungen aufzunehmen um Wege für eine Wiedervereinigung (Alt-BRD und DDR) zu finden. Jedes Mal gab es eine Abfuhr aus Bonn. In dem Buch „4 Jahre Bundestag“ der Bundestagsfraktion der KPD aus dem Jahre 1953 wird beschrieben mit welcher Arroganz eine Abordnung der Volkskammer vor die Tür des Bundestages gesetzt wurde. Wichtig: Dieses Buch wurde gleich nach Erscheinen verboten. Hier die Schilderung des Besuchs:

    Volkskammerdelegation in Bonn
    Die Volkskammer der Deutschen Demokratischen Repu­blik hatte am 5.September 1952 erklärt, daß sie es für ihre vaterländische Pflicht hält, ungeachtet der Ablehnung ihrer bisherigen Vorschläge, dem Bonner Bundestag aufs neue die Hand zur Verständigung zu reichen. Sie wählte aus ihrer Mitte eine Delegation mit dem Auftrag, „dem Präsidium des westdeutschen Bundestags und persönlich Herrn Dr. Ehlers, ein Schreiben mit entsprechenden Vor­schlägen“ zu überreichen. Die Delegation wurde mit weit­gehenden Vollmachten zur Verhandlung aller Deutsch­land und dessen Vertretung auf einer Viererkonferenz betreffenden ,Fragen ausgestattet.

    Am 19. September 1952 traf die unter der Leitung des Vizepräsidenten der Volkskammer, Hermann Matern sowie Otto Nuschke, stehende Delegation in Bonn ein. Sie wurde von Bundestagspräsident Dr. Ehlers empfangen und überreichte das Schreiben der Volkskammer, das an alle Bundestagsabgeordneten gerichtet war und folgende Vor­schläge enthielt:

    „1. Die Entsendung von Vertretern der Deutschen Demo­kratischen Republik und der westdeutschen Bundes­republik zur Teilnahme an einer Viermächtekonfe­renz, die die friedliche Regelung aller Deutschland betreffenden Fragen zum Ziel haben soll, und
    2.die Bildung einer deutschen Prüfungskommission für freie gesamtdeutsche Wahlen einschließlich der Fest­legung des Beginns ihrer Tätigkeit.“

    In dem Schreiben, das das Datum vom 19. September 1952 trug, hieß es weiter:
    „Wenn die Abgeordneten des Bundestags ihre Verständi­gungsbereitschaft erklären, wie dies das ganze deutsche Volk wünscht, ist unsere Delegation bevollmächtigt, alle erforderlichen Verhandlungen zur Verwirklichung der oben­genannten Vorschläge mit dazu bevollmächtigten Vertre­tern des Bundestags zu führen.“

    Der Präsident des Bundestags, Dr. Ehlers, zeigte äußerlich Verbindlichkeit. Er sagte, nachdem er den Brief der Volks­kammer bekommen hatte: „Ich nehme den Brief entgegen und werde ihn den Frak­tionen des Bundestags zuleiten, damit diese die Möglich­keit haben, dazu Stellung zu nehmen. Sie wissen, daß der deutsche Bundestag erst in zwei Wochen wieder zusam­mentrilt . . . so daß eine unmittelbare Behandlung, falls sie in Erwägung gezogen wird, nicht möglich ist.“

    Es gab für die Volkskammer-Delegation aber zweierlei Arten des Empfangs. Auf den Zufahrtsstraßen Bonns und in der Stadt selbst hatten Adenauer, Lehr und Kaiser mit Geld Elemente des fachistischen BDJ (Anmerkung: vom CIA gegründete und von Adenauer finanzierte Untergrundgruppe) gedungen, um „Volks­stimmung“ gegen die Volkskammer-Delegation vorzu­demonstrieren. Im Bundestag gab es die steife und frucht­lose Korrektheit des Bundestagspräsidenten, der, wie er selbst am Radio eingestand, durch Tausende Briefe, na­mentlich gezeichnet, bestürmt wurde, die aus dem Osten unserer Heimat gereichte Bruderhand zu ergreifen.

    In Bonn hatte über die Frage der Volkskammer-Delegation und ihres Empfangs ein heftiger Kulissenkampf getobt. Der sozialdemokratische Vizepräsident, Prof. Carlo Schmid, hatte zuerst zugesagt, am Empfang der Volkskammer-De­legation teilzunehmen. Als dieser stattfand, fehlte Carlo Schmid. Die SPD-Führung hatte ihm die Teilnahme ver­boten. Es wäre ein Irrtum, anzunehmen, daß der Bundestags­präsident mit dem Empfang der Volkskammer-Delegation auch den Willen verbunden hätte, deren Mission zu unter­stützen. Dr. Ehlers wollte das Gesicht wahren, da die An­gelegenheit für Bonn und den Bundestag eine peinliche und blamable Sache zu werden drohte. Seine „Korrekt­heit“ konnte nicht verschleiern, daß auch durch ihn die dargebotene Bruderhand aus dem Osten unserer Heimat zurückgewiesen wurde.

    Das Bundestagspräsidium hatte vorsorglich vor der An­kunft der Volkskammer-Delegation den Bundestag für 14 Tage vertagt, um die direkte Fühlungnahme der Volks­kammer-Delegation mit der Floskel „leider zeitlich nicht möglich“ zu verhindern. [..]

    Auf dem Parteitag der CDU am 19. April 1953 in Hamburg wiederholte Dr. Ehlers das Wort Hallsteins von der „Integration Europas bis zum Ural“ in neuer Spielart, nämlich, „daß man uns in der Schule gelehrt hat, daß die Grenzen Europas am Ural und in der Manytschebene lie­gen“.
    (.,Frankfurter Allgemeine Zeitung“, 20. Apnil 1953)

    Mit dem Besuch der Volkskammer-Delegation in Bonn be­kundete die Deutsche Demokratische Republik, daß sie nichts unversucht läßt und daß ihr kein Weg zu viel und zu schwierig ist, um zur Verständigung mit Westdeutsch­land zu kommen. Ebenso wurde bewiesen, daß die Regie­rungsparteien und die SPD-Führung in Bonn einer offe­nen und freien Aussprache zur Klärung der deutschen Pro­bleme beharrlich aus dem Wege gehen und daran fest­halten, den amerikanischen Kurs in Westdeutschland durchzusetzen.“

    Bei der Frage wie „fähig“ oder „nicht fähig“ die Regierung in der DDR war, diesen Vereinahmungsprozess zu verhindern oder zu gestalten, geht es nicht um die DDR-Regierung. Die hatten keinen Spielraum. Die Würfel sind schon einige Jahre vorher gefallen.
    Willy Wimmer (CDU) schildert in einem Vortrag (60 Jahre Bundeswehr – Podiumsgespräch des Deutschen Bundeswehrverbands), wie 1988 der CIA in New York die russische Verfassung entwarf und die Tagesordnung für die KPDSU schrieb:

    Wichtig: Minute 25:30 bis 27:20.

    • sascha313 schreibt:

      Man muß sich einfach die Zeit nehmen, alles bis zu Ende zu lesen! Lieber einmal richtig verstanden, als zwanzigmal falsch nachgefragt! Danke Johann Weber! Es ist wohl klar, daß der Fahrplan für die Okkupation der DDR in den USA ausgearbeitet wurde. Ob nun Erfindung oder nicht: Nachzulesen ist das Ganze in Dulles-Plan zur Vernichtung Rußlands – Ein intelligentere Fortsetzung der faschistischen Strategie, die aber dennoch nicht aufging…

      • Cornelia Schäffer schreibt:

        Alles immer nach dem gleichen Strickmuster, ob Majdan, die sogenannten „Bunten Revolutionen“ oder die diversen „Frühlinge“. Und alles Made in USA.

    • Ulrich Schliz schreibt:

      Vielen Dank! Total wichtig dieser Beitrag. Er ist ausserdem auch eim weiterer Beweis wie wichtig dieses Forum hier „Sascha´s Welt“ ist

  6. Eleonore Kraus schreibt:

    Lieber Sascha, lieber Johann, damit ist wieder einmal sehr viel anzufangen, nämlich nachzudenken, eigene Positionen zu überprüfen, gegebenenfalls zu korrigieren und neu einzuordnen. Besser geht es nicht !!!
    Viele Dank !

  7. Rolf schreibt:

    Also beim Herrn Winkler habe ich abgeschaltet …

    • Johann Weber schreibt:

      Hallo Rolf,
      ich würde mich freuen, wenn das von Willy Wimmer Gesagte unbedingt beachtet wird, wenn es darum geht, war die DDR-Regierung fähig oder nicht fähig, ob die DDR Pleite war oder nicht Pleite war usw. Entscheidend ist, die Regierung Gorbatschow hat sich freiwillig, die Gründe sind bekannt, an die USA „verkauft“. Für mich zählt dieser wichtige geschichtliche Schritt. Alles andere dient nur dazu, diesen geschichtlichen Vorgang den Menschen vorzuenthalten. Dafür machten unsere Parteien über 4 Milliarden Euro an Steuergelder locker und werden auch in Zukunft weiter Milliarden Euro an Steuergelder verschwenden.

      • Rolf schreibt:

        Das ist richtig Johann!
        Ich habe auch nur wegen den Äußerungen vom OSL Winkler das Video abgeschaltet.
        Einer von den Karrieristen und Egoisten aus der DDR, die nur ihr eigenes Wohl im Auge hatten. Sie reden immer das was gewünscht ist – Wendehälse. „Helmut Kohl seine blühenden Landschaften sind wahr geworden …“
        Die ehemaligen BRD-Plotiker sprechen aber auch erst einen Teil der Wahrheit aus, seitdem sie nicht mehr in Amt und Sold stehen. Egal ob Wimmer oder Schmidt – früher haben sie ganz anders gesprochen. Sie reihen sich auch bei OSL Winkler ein …

  8. Zum Flugzeug BB 152: Die Sowjetunion hatte sicherlich ihre ganz eigene Interessen, aber man kann nun auch nicht für alles Chrutschow die Verantwortung zuschreiben.

    Die verantwortlichen Ingeneure haben dieses von Ulbricht auf den Weg gebrachte Projekt heimlich sabotiert, so dass es schließlich scheitern musste: Kein Land der Welt kann ein nicht für die Luftfahrt taugliches Verkehrsflugzeug kaufen. Hätte es zum Flugverkehr freigeben werden können, so hätren viele südamerikanische Luftlinien dieses Verkehrsflugzeug gekauft: Die DDR war also gar nicht davon abhängig, ob die UdSSR es gekauft hätte.

    „Gleichzeitig waren immer noch keinen Bestellungen aus der Sowjetunion eingegangen. Um Druck auszuüben, wollte man die nicht erprobte Maschine nach Leipzig fliegen lassen, dort war gerade Leipziger Frühjahrsmesse und der sowjetische Staatschef Nikita Chruschtschow war anwesend, um zu demonstrieren, wie gut die Maschine sei. Dieser Flug sollte am 4. März 1959 nachmittags erfolgen. Um 12.55 hebt die BB 152/I V1 mit 230 km/h ab und geht in den Steigflug, in 6.000m Höhe beginnt die Besatzung die Geschwindigkeit schrittweise auf 500 km/h zu erhöhen. Eine weitere Erhöhung auf 600 km/h wird abgelehnt, so dass der Pilot Lehmann beschließt zu landen. Ein erneuter Start Richtung Leipzig war nun ungewiss und sollte am Boden entschieden werden. Bevor die Maschine landete, war noch ein Platzüberflug in 100 m Höhe für Werbefotos vorgesehen. Dazu kam es nicht mehr. Um 13.55 Uhr stürzte die 152/I V1 im Landeanflug aus 250 Meter Höhe 5,8km vor der Landebahn bei Ottendorf-Okrilla ab. Die vierköpfige Besatzung findet dabei den Tod. Die Ursache wurde nicht genau aufgeklärt, im Unfallbericht von 1959 steht geschrieben: „durch eine Verkettung unglücklicher Umstände“. Heute weiß man, daß sich die Gummitanks beim Abstieg aus 6.000m infolge des auftretenden Unterdrucks zusammengezogen hatten und dadurch die Kraftstoffzufuhr unterbrochen wurde. [*1] Der „worst case“ war eingetreten, die einzige flugfähige Maschine war vernichtet, die V3 gestoppt und die 152/II V4 erst im Rohbau. Dazu kamen eine unklare Absturzursache und das mittlerweile definitive Nein der Sowjetunion zur Beschaffung der 152.“ (*A)

    [*1] Gummitanks!!! Ist das zu fassen?! Wenn das keine Sabotage war, was dann?; unfassbar: Es wurden ohne ersichtlichen Grund Gummitanks verwendet. Das war keine “Schlamperei“, denn die leitenden Ingeneure mussten wissen, dass sich Gummitanks bei Unterdruck zusammenziehen und welche Folgen das für die Kraftstoffzufuhr hat.

    (*A) http://www.fliegerweb.com/de/lexicon/Geschichte/Flugzeugwerke+Dresden+Baade+152-735?fbclid=IwAR1pTqE7Yjgwy639BPWD-rzXIJFvF54tps22lCe-7AhIFAggiwGlfc3hC0I

  9. Johann Weber schreibt:

    Um den Verrat von Gorbatschow und seiner Truppe so richtig zu verstehen, muss man in die Sowjetische Geschichte bis 1917 zurückgehen. 14 ausländischen Staaten, darunter Deutschland, versuchten in der Zeit der Konterrevolution 1918-1925 die Bolschewiki zu vernichten. Wie sah der Widerstand am Tag des Überfalls von Hitler-Deutschland auf die Sowjetunion dieser Kräfte aus, die in der Emigration im Ausland auf die Vernichtung der Bolschewiki warteten.

    Lew Ljubimow, russischer Aristokrat in Paris, berichtet in seinem Buch „Zwischen Petersburg und Paris“ erschienen im Verlag der Nation Berlin 1977 über den Jubel vieler dieser Emigranten. Er schreibt:

    „[…]Möge der Leser mir gestatten, in diesem Kapitel an erster Stelle von dem zu reden, was ich persönlich erlebte, von jener Ent­wicklung, deren Inhalt mein ganzes weiteres Leben bestimmte.
    Am 23. Juni gab Hitlers Oberkommando bekannt, es würden zunächst keinerlei Mitteilungen über den Verlauf der Kampf­handlungen im Osten gemacht, um «dem Gegner keine In­formationen über den Vormarsch der deutschen Armee in die Hände zu spielen». Dabei wurde hinzugesetzt, der Gegner sei desorganisiert und nicht mehr Herr der Lage.
    In den darauffolgenden Tagen verbreiteten deutsche Stellen in Paris die sensationellsten Gerüchte. Es hieß, die Wehrmacht erringe einen vollen Sieg und General Hanesse, Kommandeur der deutschen Luftstreitkräfte im Pariser Bezirk und Frauenheld in den Salons der Kollaborateure, solle gesagt haben: «Der Krieg dauert vier Wochen, vielleicht sogar noch weniger.»

    Die Stimmung, die ich am 22. Juni im Hof der Kirche be­obachtet hatte, war nach wie vor charakteristisch für die meisten Emigranten. Dafür begann in einigen «mondänen Kreisen» der Emigrantenschaft allgemeines Frohlocken. [..] Gortschakow ist durchaus konsequent in seiner Freude. Mein Mißmut setzt die Anwesenden nur in Erstaunen. «Der geringste Stoß von außen, und alles stürzt ein wie ein Kartenhaus» – das haben doch Semjonow, Muratow, Golowin und Gortschakow Jahr für Jahr verkündet. Ich hab das zwar nicht gesagt, war aber Mitarbeiter einer Zeitung gewesen, wo das als feststehende Wahrheit galt. Und nun scheint sie sich sogar noch zu erfüllen. Warum sollte Gortschakow da nicht frohlocken? Aber ich bin bedrückt und höre ihm nur ungern zu.
    «Ein Genie ist das! Ein Genie», meint Gortschakow über Hitler. «Der macht mal richtig Ordnung! Schluß mit der Demokratie! Der läßt Leuten wie Miljukow keinen freien Lauf. Jetzt ist endlich unsere Zeit gekommen! Nutzen wir die Vorteile der Hitlerschen Macht! Und setzen uns dann selber ans Steuer!»
    Klar, wenn die Deutschen siegen, müsse man mit ihnen rech­nen, zugleich aber gewitzt und „geschickt“ sein, um den russi­schen Geist durch die Maschen des Netzes der totalitären Macht Hitlers durchschlüpfen zu lassen. [..] Dann, von seinen Gästen unterstützt, spricht Gortschakow in völlig ernstem Ton, wie von etwas Selbstverständlichem davon, daß der Boden, die Fabriken und die Häuser bald wieder von ihren «rechtmäßigen Besitzern», das heißt von Leuten wie Gortschakow, Charitonenko und anderen hier Anwesenden, übernommen werden.

    Ich beginne einen Streit, einen dummen und qualvollen Streit, da fast keines meiner Worte zu denen dringt, deren Augen angesichts der so leuchtenden Perspektiven sorgar funkeln. Ich spreche darüber, daß eine neue soziale Revolution wohl kaum möglich sei. Der Boden und die Fabriken wurden ihren Besitzern bereits vor mehr als zwanzig Jahren weggenommen, in sie wurden so viele neue Mittel und Kräfte investiert, daß die An­sprüche der früheren Besitzer juristisch ungerechtfertigt seien und dem gesunden Menschenverstand widersprechen. [..] Ja, und schließlich, warum sollte sich auch Hitler so einsetzen für die russischen Emigranten? Da verteilt er doch eher den Boden und die Betriebe an seine Leute.
    Nur das letzte Argument geht Gortschakow etwas nahe. «Das begreift er. Er begreift’s. Hitler begreift alles!» schreit er. «Die Bolschewiki haben doch nicht die Spur von Kultur. Bei denen gibt’s keine gebildeten Menschen mehr. Solche wie wir werden Seltenheiten, Einzelerscheinungen sein. Ohne uns geht’s nicht. [..]“

    Und dieser „Geist“ kam nach Stalin´s Tod langsam in „Schwung“. Mit Gorbatschow erreichte dieser „Geist“ seinen Höhepunkt mit den bekannten Folgen. Die DDR-Regierung stand in den 1980-iger Jahren auf der „falschen Seite“. Deshalb erhielten sie von der UdSSR-Regierung keine Unterstützung. Sie lieferten die DDR-Regierung schutzlos der BRD und den Westmächten aus.

    • Emil Schaarschmidt schreibt:

      Die Staatsführung der DDR hat sich selbst geöffnet für den Kapitalimport aus dem Westen. Sie hat sich damit wirtschaftlich vom Westen abhängig und damit erpressbar gemacht. Die Abhängigkeit und Verschuldung bestand also dem Westen gegenüber, nicht der UdSSR!

      • sascha313 schreibt:

        Beim Kauf und Verkauf einer Ware oder, anders ausgedrückt, bei ihrer Metamorphose, findet ein Stellenwechsel statt zwischen Ware und Geld. Es finden täglich zahlreiche solcher einzelner Warenmetamorphosen nebeneinander statt. „Die Staatsführung der DDR hat sich selbst geöffnet für den Kapitalimport aus dem Westen“? Hätten wir, anstatt Handel zu betreiben, doch wieder zur Naturalwirtschaft übergehen sollen?

        Nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln betrug die „Verschuldung der Gebietskörperschaften“ (Bund, Länder, Gemeinden) mit Stand Ende 2001 1210 Milliarden Euro oder 2367 Milliarden DM. Bezogen auf 82, 33 Millionen Einwohner sind dies pro Kopf 28.750 DM. Das ist rund 2,2fache der Verschuldung der DDR.

        Umso kurioser ist dann auch das verbreitete Märchen, der „Milliardenkredit“ habe die DDR vor dem finanziellen Bankrott bewahrt. Die 350 Millionen Dollar, waren nicht einmal ein Fünftel des Guthabens, über das die DDR zum damaligen Zeitpunkt verfügte. Ganz zu schweigen davon, welches enorme Volksvermögen (einschließlich der Investitionsbeteiligungen der DDR am Bau der transkontinentalen Erdgas- und Erdölleitungen) die Bundesrepublik mit dem Anschluß der DDR übernahm.

        Aber die Frage ist doch noch eine andere: Welche Rolle spielten die reaktionären Kräfte in der UdSSR nach 1956 und erst recht nach dem Machtantritt Gorbatschows? Da kamen die Ratten wieder aus ihren Löchern, die Banderowzy verloren jegliche Scham, einst Hitler zugejubelt zu haben…

        Siehe auch: Die DDR in Visier der Antikommunisten

  10. Johann Weber schreibt:

    Lieber Sascha, vielen Dank, dass Du diese Lüge über die sogenannte „Rettung der DDR durch den Milliarden DM Kredit von Strauß“ entgegen getreten bist.
    Hier einmal drei Fakten, die von den Politikern, den Medien und den DDR-Hetzern nun schon seit 36 Jahren verschweigen werden:

    1.) Im „Neuen Deutschland“ vom 7. Dezember 1988 stand eine Meldung der Bayerische Landesbank:
    DDR hat Kredit von 1983 voll zurückgezahlt
     München (ADN). Die DDR hat ihren 1983 aufgenommenen Milliardenkredit voll zurückgezahlt, erklärte DPA zufolge ein Sprecher der Bayerischen Landesbank Girozentrale, München. Die Bayerische Landesbank war zusammen mit der Deutschen Bank AG, Frankfurt, Korsortialführer des Kredits, der am 1. Juli 1983 in Kraft trat und vom damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß mitinitiiert wurde. Die mittlere Laufzeit des Kredits habe bei 2,75 Jahren gelegen.„

    2.) Am 26. Mai 1984 berichtete die „Berliner Zeitung(DDR)“ aus der Diskussion von der VII. Delegiertenkonferenz der Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe:
    „[….] Im Januar konnte bekanntlich dank des Vorschlages der DDR die Betriebsführung der S-Bahn in Westberlin durch die BVG (DDR) übernommen werden, erklärte Horst Schmitt. Wie man weiß, hat das die DDR seit längerem angeboten. Es wird zwar in bürgerlichen Zeitungen viel Wind gemacht über einen Milliarden-Kredit an die DDR, aber man verschweigt geflissentlich, daß sie in den zurückliegenden Jahren 1,6 Milliarden DM ausgegeben hat für ein Nahverkehrsmittel, das ausschließlich der Westberliner Bevölkerung zur Verfügung steht, ohne dafür bisher auch nur einen Pfennig vom Senat ersetzt bekommen zu haben.“

    3.) Karl Mai veröffentlichte am 27.7.2008 den Artikel „Der Strauß-Kredit von 1983 – als ein „Anfang vom Ende“(?) der DDR“
    Karl Mai schreibt:
    Zum banktechnischen Effekt des Strauß-Kredits von 1983
    Der im Zuge der deutschen Entspannungspolitik möglich gewordene „Strauß-Kredit“ von 1983 in Höhe von 1 Mrd. DM wurde zunächst dazu verwendet, die zeitweilige Kreditverweigerung der westlichen Banken – die damals gegenüber Polen, Ungarn und Rumänien ebenso bestand – zu durchbrechen. Dies wurde dadurch erreicht, dass einerseits die DDR diesen Kredit nicht direkt zur Importfinanzierung beanspruchte, sondern als Liquiditätsguthaben im westlichen Bankensystem deponierte. Andrerseits kam eine Bürgschaft der Bundesrepublik für diesen Kredit dadurch zustande, dass die DDR ihre vertraglich mit der BRD vereinbarte Berlin-Transitpauschale als Sicherheit einsetzte.

    Der „Strauß-Kredit“ diente als Türöffner bei den privaten Banken und verminderte die politische innerdeutsche Verkrampfung mitten im Kalten Krieg. Der deutschlandpolitische „Strauß-Kredit“ kostete den westdeutschen Steuerzahler also praktisch nichts, worauf Strauß selbst verwiesen hat. 1983 konnte damit die DDR ihr Bankguthaben um 350 Mio. $ aufstocken, was dazu führte, dass sich das disponible Guthaben der DDR bei der BIZ auf insgesamt 8 Mrd. $ erhöhte. (Wenzel, in: „Ansichten“, Bd. 6, 150)[..]

    Die Bundesbank kommentierte die Sachlage dann wie folgt:
    „…dass es den Verantwortlichen in der DDR nach dem Beginn der achtziger Jahre relativ schnell gelungen ist, ein respektables Liquiditätspolster aufzubauen. Ende 1981 betrugen die Forderungen (Guthaben) gegenüber dem NSW (Nichtsozialistisches Wirtschaftsgebiet) noch 3,2 Mrd. VM(Valuta Mark), bis Ende 1985 waren sie auf 30,2 Mrd. VM abgewachsen. Sie setzten sich zum großen Teil aus Guthaben der DDR-Banken, daneben aus Handelskrediten der Unternehmen sowie in relativ geringem Umfang aus Regierungskrediten zusammen … Aber Ende 1989 lagen sie immerhin noch bei 29 Mrd. VM und deckten 59,3 % der Verschuldung ab. Das Verhältnis der Auslandsaktiva zu den Importen belief sich auf 158 %, das heißt sie entsprachen den Einfuhren 1 1⁄2 Jahren.“ (Bundesbank, Sonderbericht, 58)

    Damit entdramatisiert die Bundesbank manche politisch motivierten Aussagen zur DDR-Verschuldung.“

    • Emil Schaarschmidt schreibt:

      War nun die DDR verschuldet oder nicht!? Meines Wissens war sie es auch schon vor dem sog. Straußkredit!

      • sascha313 schreibt:

        Nach den offiziellen Angaben der Deutschen Bundesbank von 1999 betrug die „Verschuldung der DDR“ (lt. Prof.Dr. Manfred Kaufmann, Jena – OTZ v. 18.10.02) 216,7 Milliarden DM. 20,3 Milliarden DM waren Auslandsverschuldung, „innere Schulden des Staatshaushalts an das Kreditsystem“ betrugen 28 Milliarden DM, „Wohnungsbaukredite“ 38 Milliarden DM. Die Bundesregierung fügte hinzu: 104 Milliarden DM der Treuhandbetriebe und sog. „Restausgleichsposten aus der Währungsumstellung“ von 26,4 Milliarden DM. Geht man von den o.g. 216,7 Milliarden DM aus, dann sind das pro Kopf der Bevölkerung vom 31.12.1988 mit 16, 675 Millionen Bürgern rund unangenehme 13.000 DM/Person.

        Nun muß man allerdings sagen, wenn man die Volkswirtschaft der DDR als „ein zentralistisch geleitetes Gesamtsystem“ betrachtet, dann handelt es sich bei den sog. „Altschulden“ der Treuhand in Höhe von 104 Mrd. DM um innere Verrechnungen im Rahmen dieses Systems. Es waren also Verpflichtungen der volkseigenen Betriebe gegenüber dem Staatshaushalt.

        Der DDR-Finanzökonom Siegfried Wenzel schreibt: „Es wird mit Recht kritisiert, daß es keine voll ausgebildete wirtschaftliche Rechnungsführung der wirtschaftlichen Einheiten wie Kombinate, Betriebe usw. gab. Sie wurden über den Staatshaushalt mit den erforderlichen Mitteln für Investitionen und Geldumlauf ausgestattet. Es waren also keine Schulden selbständiger wirtschaftlichen Einheiten. Die Verrechnung vollzog sich innerhalb des Eigentumsträgers der gesamten Wirtschaft einschließlich des Staatshaushaltes.

        Da die BRD das gesamte öffentliche Eigentum, also sowohl das gesamte produktive Eigentum, das volkseigene Wohnungs-eigentum und anderes Staatseigentum einschließlich der Staatsbank übernahm, handelte es sich demzufolge um innere Verrechnungen, die sich im Rahmen eines Eigentumssubjektes ausgleichen.“

        Und so kommt schließlich auch Wenzel zu dem Schluß: „Damit betragen die Schulden pro Kopf, die die DDR-Bürger in die Vereinigung eingebracht haben, nicht einmal 50% derjenigen, die auf jedem Bürger der alten Bundesländer lasten. Juristisch stehen aber die DDR-Bürger für das Abtragen dieser Schuldenlast der ,Westbürger‘ mit in der Pflicht.“
        (Siegfried Wenzel: Was war die DDR wert? Das Neue Berlin, 2000, S.29f.)

      • Nein, die DDR war nicht verschuldet, sie hatte Schulden. Und sie war gezwungen Schulden zu machen, da sie sonst auf dem Weltmarkt hätte weder ex- noch importieren können.

        Was ist aber der eigentliche Hintergrund, dass die DDR Schulden machen musste, wie konnte es passieren, dass ein sozialistischer Staat bei seinem ärgesten Widersacher Schulden machen musste?

        Nun Genosse Stalin wurde, kurz bevor er eine neue Goldgedeckte Weltleitwährung einführen konnte, ermordet: Und von da an hatte die BIZ in Basel, das mafiöse Banken-Syndikat des Papstes (Vatikan) das vollkommene Sagen über die Versorgung mit “Geld“. womit dann eine zunehmende Anhängigkeit der Sowjetunion entstand.

        Ich denke, nach Stalin gab es wohl niemanden mehr in der KPdSU, geschweige denn im ZK der KPdSU, der überhaupt noch Lenins Wirtschafts- und Geldpolitik verstanden hat; offensichtlich wollten sie die besseren Kapitalisten sein, ohne diesen wirklich jemals erfasst zu haben.

        Zitate:
        „Münze ist geprägtes Gold oder Silber und dient dazu, die Preise käuflicher oder verkäuflicher Dinge zu zahlen, je nach Festlegung durch das Gemeinwesen oder dessen Oberhaupt. Sie ist also gewissermaßen das Maß für Bewertungen. Nun muß aber das Maß eine feste Größe haben, sonst würde die Ordnung des Gemeinwesens zwangsläufig gestört.“ (Nikolaus Kopernikus, bedeutender Astronom *1473 †1543 in seiner lateinisch veröffentlichten Denkschrift „Monete Cutende Ratio“ von 1526 zur Münz-Reform, bereits 1517 formuliert und 1522 vor dem Preußischen Landtag vorgetragen.
        und:
        «Unter den unzähligen Übeln, welche den Zerfall ganzer Staaten herbeiführen, sind wohl vier als die vornehmlichsten anzusehen: innere Zwietracht, große Sterblichkeit, Unfruchtbarkeit des Bodens und die Verschlechterung der Münze. Die ersten drei liegen so klar zutage, dass sie schwerlich jemand in Abrede stellen wird. Das vierte Übel jedoch, welches von der Münze ausgeht, wird nur von wenigen beachtet, und nur von solchen, welche ernster nachdenken, weil die Staaten allerdings nicht gleich beim ersten Anlauf, sondern ganz allmählich und gleichsam auf unsichtbare Weise dem Untergang anheimfallen.» Nikolaus Kopernikus

        „Falls das amerikanische Volk jemals die Kontrolle über die Herausgabe ihrer Währung auf Banken übertragen sollte, werden diese und die Firmen, die sich um sie bilden, unter dem Einsatz von Inflation und Deflation, dem Volk solange ihr Eigentum wegnehmen, bis die Kinder obdachlos auf dem Kontinent aufwachen, den ihre Väter einst in Besitz nahmen. Die Herausgabe von Geld soll von den Banken weggenommen werden, und zurück auf den Kongress und das Volk übertragen werden. Ich glaube aufrichtig, daß Banken, mit dem Recht Geld herauszugeben, gefährlicher für die individuellen Freiheitsrechte sind als eine stehende Armee.“ Thomas Jefferson 1801-1809), dritter Präsident der vereinigten Staaten von Amerika [united states of america]

        „Von allen Erfindungen, die ersonnen wurden, um die arbeitenden Menschen zu betrügen, war keine wirkungsvoller als das Papiergeld.“ Daniel Webster (1782-1852)

        „Die Schulden sind inzwischen so gewaltig, daß diese nicht mehr rückzahlbar sind. Selbst die Zinsen können nicht mehr aufgebracht werden. Zunächst traf es nur die Banken. Die meisten davon wurden in der sogenannten Finanzkrise zahlungsunfähig – sagen wir besser: sind BANKROTT gegangen – und existieren nur, weil die verschiedenen Staaten „Garantien“ abgegeben oder diese verstaatlicht haben. Einige hundert Banken sind ganz verschwunden, unter anderem die Lehman Brothers mit über 625 Milliarden US-Dollar.

        Da den Banken selbst das Geld fehlt, können sie keine Kredite mehr an die Wirtschaft ausleihen. Das liegt daran, daß nicht weiter aufgeschuldet werden kann, weil kaum noch geeignete Kreditnehmer zu finden sind, um weiter Geld aus dem Nichts zu schöpfen. Das „Sparvermögen“ ist ja bereits mit dem zehn- bis fünfzig-fachen als Kreditmenge verliehen worden. Viele dieser Kredite sind uneinbringlich geworden. Banken gehen pleite, Sparvermögen gehen verloren. Neue „Sparvermögen“ werden oder können kaum noch gebildet werden. Dadurch verringert sich die zur Verfügung stehende Kreditmenge drastisch. Ohne Kredite funktioniert aber das Wirtschaftssystem, wie wir es kennen, nur noch eingeschränkt.

        Die Zentralbanken pumpen mehr Fiat-Geld (Schein-Geld) – also vermeintliche Ansprüche auf reale Gegenwerte – in den Wirtschaftskreislauf als tatsächliche Werte vorhanden sind. Sie stellen den hochverschuldeten Staaten weiter Kredit zur Verfügung indem sie selbst Anleihen der Staaten aufkaufen. Dabei ist der Zins so niedrig angesetzt, daß Anleihen, die sich bereits im Markt befinden nur noch handelbar sind, wenn ihr Kurs sinkt, so daß der „innere Wert“ einen höheren Zins abwirft. Darüber entschulden sich die Staaten aber nur sehr gering.

        Die sich im Umlauf befindliche Menge Geld erhöht sich ständig. Die Geldmenge ist seit 1971 um das vierzigfache angestiegen, im gleichen Zeitraum sind die tatsächlichen Werte aber nur um das vierfache gestiegen. Erst kommt es zu kleinen „Preiserhöhungen“ – in Wirklichkeit wird aber nur das Geld weniger wert (Kaufkraftverlust). Die Volkswirtschaften gehen in eine Inflation über, die in einer Hyperinflation endet, ähnlich wie 1923 in Deutschland oder vor einiger Zeit in Zimbabwe zu sehen. Das Sparvermögen der Volkswirtschaften wird vernichtet. Das Wirtschaftssystem bricht zusammen.

        Das Sparvermögen der deutschen Volkswirtschaft ist bereits verloren, da es in uneinbringlichen Krediten steckt. Kredit ist immer zeitlich vorweggenommener Konsum, „Kaufe heute und zahle später“, ist das Motto. Das hat in der gesamten Geschichte der Papiergeld-Währungen immer nur kurzfristig funktioniert und ging nur solange gut, bis die Halter des Papiergeldes dahinter kamen, daß ihrem Geld gar kein echter Wert (mehr) gegenüber stand.

        Es handelt sich um ein Schneeball-System. Privat ist das verboten – dem Staat und den Banken ist es erlaubt.

        Geld ist ein Zwischentauschmittel. Wertmesser, Wertspeicher, Tauschmittel und Zahlungsmittel kennzeichnen Geld in seinen Funktionen. Papiergeld kann diese Funktionen übernehmen, wenn es gedeckt ist. Nur dann stellt es einen realen Anspruch auf reale Gegenwerte dar. In unserem System ist es lediglich durch ein Versprechen gedeckt. Ein Versprechen von dem die Versprecher wissen, daß es nicht eingehalten werden kann, wird als Lüge bezeichnet. Damit wird es zum Betrug.

        Papiergeld war ursprünglich eine Quittung auf ein hinterlegtes Gut (Getreide, Gold, Silber und andere Güter und Waren) oder eine Note (z. B. Banknote), also eine Notiz, daß mir etwas Reales gehört und ich gegen Vorlage dieses Papiers jederzeit den realen Gegenstand erhalte.

        Heute haben wir ein sogenanntes Fiat-Geld (Schein-Geld); es ist also gar kein echtes Geld, weil der Betrug bereits in ihm begründet ist. Verharmlosend könnte man sagen, heutiges Papiergeld ist „unechtes Geld“, da es weder als Wertmesser noch als Wertspeicher verwendet werden kann; vor allem aber, weil es keinen wirklichen Anspruch auf einen realen Gegenwert darstellt.
        Ein solches Papier-“Geld“-System kam regional in der Geschichte der Menschheit viele Male vor. So nennen die Chinesen ein solches Geld „Fliegendes Geld“. Und „Hamburger Kaufleuten war Papiergeld zu windig“.

        Aber in Wahrheit ist heutiges Papiergeld gar kein Geld, sondern ein schriftliches Versprechen desjenigen, der ein solches Papierstück ausstellt und unterschreibt. Es ist also eine Schuldverschreibung. Jemand verspricht Schulden zu haben und diese einzulösen und auf diese Schuld Zinsen zu zahlen. Weil mit dieser Schuldverschreibung jedoch kein real existierender Anspruch auf einen realen Wert begründet ist, handelt es sich um Betrugs- bzw. Falschgeld. Durch dieses Falschgeld wurde es möglich, Konsum vorwegzunehmen und die Kriege der letzten Jahrhunderte zu finanzieren.

        Echtes Geld ist seit tausenden von Jahren immer Silber und Gold gewesen und so ist es auch heute noch in der realen Wirklichkeit, wenn auch andere Güter und Waren (Beispiel: Getreide) im Laufe der Menschheitsgeschichte Geld gewesen sind. Gold und Silber dienten immer und dienen noch heute als Wertmesser und als Wertspeicher. Als Tauschmittel ist es weltweit anerkannt. Und bei „ehrlichen“ Staaten galt es immer und gilt es auch heute noch als Zahlungsmittel.“ Georg Löding, 2010

        Für mich sind das die materialistischen Gründe, warum der Sozialismus in Europa und der Sowjetunion zwingend scheitern musste.
        Aber keine Sorge: Der Kapitalismus scheitert an ganz genau der gleichen Krankheit; wer beim Tausch betrügt (ob er das nun weiß oder nicht) muss früher oder später untergehen. In der gesamten Weltgeschichte sind die größten Imperien daran gescheitert:
        Falsche Münze = Betrug — lest ruhig noch mal das zweite Zitat von Kopernikus

      • sascha313 schreibt:

        Danke – und ja ))))

  11. „Nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln betrug die „Verschuldung der Gebietskörperschaften“ (Bund, Länder, Gemeinden) mit Stand Ende 2001 1.210 Milliarden Euro oder 2.367 Milliarden DM. Bezogen auf 82, 33 Millionen Einwohner sind dies pro Kopf 28.750 DM. Das ist rund 2,2fache der Verschuldung der DDR.“

    Eigentlich darf so nicht gerechnet werden.

    1989 BRD Einw. 62,68 Mio.; Verschuldung 497,3 Mrd. => pro Kopf 7.933,95 DM
    BIP: 2.236-Mrd. DM; Verschuldung zum BIP: ~22,4 %

    1989 DDR Einw. 16,03 Mio.; Verschuldung 20,3 Mrd. => pro Kopf 1.266,38 DM
    BIP: 230 Mrd.; Verschuldung zum BIP: ~8,83 %

    BRD 2018 Ein. 82,33 Mio.; Verschuldung ~3.916-Mrd. DM => pro Kopf 47.570 DM
    BIP: 6.632-Mrd. DM; Verschuldung zum BIP: 59%

    • Emil Schaarschmidt schreibt:

      Danke Dir! Wenn wir vom Untergang der DDR reden, reden wir von einer gezielten Vernichtung. Wer daran ein Interesse hatte dürfte klar sein. Und daß ausländisches Kapital (umgangssprachlich Investition) keine Arbeitsplätze schafft sondern die Infrastruktur eines ganzen Landes systematisch zerstört dürfte auch jedem klar sein, das erleben wir täglich.

      • sascha313 schreibt:

        …und es ist auch klar, daß man beide verschiedenen Wirtschaftssysteme (Kap. u. Soz.) nicht in einen Topf hauen kann, wie das im Westen gerne gemacht wird. Wir waren als rohstoffarmes Land darauf angewiesen, auch vom Westen was zu importieren.

      • Es ist doch nicht nur ‚ausländisches‘ Kapital, sondern gerade das ‚inländische‘ Kapital, welches jedes Land gezielt vernichtet.

        Deutschland wurde durch den WKII. vernichtet, den die Kapitalisten inganggesetzt haben und hat Menschen und Gebiete verloren, ungeheuerliche Zerstörungen in der Sowjetunion und andern Ländern angerichtet.
        Ist dafür ein Kapitalist bestraft worden, hat er sein Vermögen verloren? Nein. Und die ihr Vermögen in Mittel- und Ostdeutschland verloren hatten, wurden durch den sogenannten Lastenausgleich entschädigt, den der kleine dumme Mittelstand und die Arbeiterinnen und Arbeiter zu bezahlen hatten.
        Wurden die Banken, die den Weltkrieg Hitlerdeutschlands finanzierten, enteignet? Nein. Dafür bekommen sie noch heute Zinsen.

        Dem Kapitalisten ist Ausland gleich Inland: er ist nur am Profit interessiert und den kann er nur durch Ausplünderung und die Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft erzielen. Dafür hat er sich „Staaten“ und „Parlamente“ geschaffen, die seine Verbrechen absichern.

    • Emil Schaarschmidt schreibt:

      Danke auch für Deinen Hinweis auf die BIZ! Da kommen wir der Sache schon näher.

      • Eine kurze Zusammenfassung zur BIZ:

        I. „Young sagte im Juni 1929 voraus, die Bank würde die Maschinerie des weltweiten Kapitalismus schmieren und so die Ausbreitung des Bolschewismus verhindern. [*1] (er hatte leider recht)

        II. „Nachdem eine zweite Haager Konferenz die Ergebnisse des Ausschusses im Januar 1930 gebilligt hatte, wurde die BIZ am 27. Februar 1930 offiziell gegründet.
        Sie verfügte über ein Grundkapital von 500 Millionen Schweizer Goldfranken (*a), das zum überwiegenden Teil von den beteiligten Zentralbanken (*b) stammte. Die deutsche Reichsbank (*c), die Bank of England, die Banque de France, die Banca d’Italia, die Belgische Nationalbank, die an der Spitze einer aus 14 japanischen Banken bestehende Gruppe der Industrial Bank of Japan sowie die amerikanische Wall Street-Bankengruppe JPMorgan & Co., Rockefellers First National Bank of New York und die First National Bank of Chicago (heute Teil der Chase Manhattan Bank) zeichneten jeweils 16.000 Aktien (*d). Die amerikanischen Interessen wurden de facto vom Bankhaus Morgan vertreten.“
        [*2]

        (*a) Goldfranken (Gfr. ISO-4217-Symbol XFO war eine Fiktivwährung, deren Gegenwert 10/31 Gramm 900-er Feingehalt Gold, bzw 9/31 Gramm (~0,29… g) Feingold 999-er entsprach.
        500 Millionen Schweizer Goldfranken entsprechen demnach ~0,29…. x 500.000.000 = 145.161.290,3225806 g = 145.161,29… kg oder 145,15… Tonnen Feingold 999

        Derzeit liegt der Kurs für ein Kilogramm Gold bei etwa 32.000 Euro oder 43.000 US-Dollar, entsprechend 145.161,29 kg = ~4.645.161.290,33 € oder 6.241.935.483.870,97 US$.

        4,645 Mrd. € / 6,241 US$ Mrd. “ist eigentlich nicht wirklich viel“ Geld.
        Da jedoch alle kapitalistischen Währungen nichts weiter als Rechtsmittel => ‚Schuldtitel‘ = Gesetzliche Zahlungsmittel sind, die allein zum Kauf und Verkauf, als Kredit und zur Tilgung von Schulden zugelassen sind, können aus diesen rund 150 Tonnen Feingold phantastische 5.000-Mrd. Euro sogenanntes *Geld* ‚erzeugt‘ werden.

        (*b) Zentralbank “hört sich nach *Staatsbank* an“; in Wahrheit handelt es sich um PRIVATE Banken, die in Europa, USA und Japan von „Adel und Klerus“ sowie von reichen Familien (Großkapitalisten aus Reedereien, Handel und Industrie) gegründet wurden. Beispiel:

        (*c) Das Grundkapital der Reichsbank betrug 120 Millionen Mark (*e) und war in Besitz von privaten Anteilseignern. Im Jahr 1884 besaßen 6140 Deutsche und 1462 Ausländer Anteile an der Bank.[*3]

        (*e) Eine Mark entsprach 0,358423 oder 1000⁄2790 Gramm => 120 Mo. x 1000⁄2790 = 43.010.752,69 g, also rund 43.000 kg oder 43 Tonnen Feingold.
        Aus (*c) und (*e) ergibt sich, dass jeder Anteil an der Reichsbank aus ~5.890 Gramm Feingold bestand.
        Aus [*2 (*d)] = “16.000 Anteile der Reichsbank an der BIZ“ ergibt sich: 1/7 von ~145.000 kg Feingold = ~20.736 kg => Dies entspricht einer “Umschichtung“ der Goldreserven der Anteilseigner von der Reichsbank an die BIZ von rund 48%.

        EINSCHUB: eine kleine Kritik.

        Karl Marx hat sich — aus meiner Sicht bedauerlicherweise — nur am Rande mit dem “Geldsystem“ auseinandergesetzt und Friedrich Engels war lediglich “baff erstaunt“, dass Preußen eine Anleihe herausgab, die dem Anteilszeichner, “nichts als einen Verlust seines Kapitals einbringen kann“. (ich werde — wenn ich diesen von Engels veröffentlichten — den Artikel, den ich abgespeichert habe und ‚auf meinem Computer wiederfinde‘, nachreichen.)

        Aus meiner Sicht: Gottseidank hat LENIN sich und haben sich “seine Schüler“ Stalin und Mao mit dem vom Kapitalismus (der Kirche) entwickelten “Geldsystem“ wirklich beschäftigt und es nutzbar für den Sozialismus angewendet!!!

        Stalin: ***Hier ist “euer“ Platin aus dem Sibirischen Kytlym: “mit dem ihr den Ersten WeItkrieg finanziert habt … und mit deren Profite ihr den Aufbau unserer Räterepublik versucht habt zu eliminieren!
        … “Hier ist das Gold, das die Sowjetmenschen aus der Erde Russlands unter schwersten Bedingungen abbauen“, ***damit ihr uns die Waffen liefert***, um die VON der BIZ finanzierten Armeen Hitlers zu vernichten!

        In meinen Worten: Lenin, Stalin und Mao HABEN erkannt, dass der Sozialismus zwangsläufig von niemand ANDERES als vom Kapitalismus SELBST finanziert wird, der dem Kapitalismus den GAR AUSMACHEN Wird!!!

        — Ja! Ich weiß! Dass es sich PARDOX “anhören muss“!!!

        Doch es ist MATERIALISTISCH genau so “absurd“ oder “paradox“, daß Zwei Wasserstoff-Atome (Gas) und EIN Sauerstoff-Atom (Gas) sich zu der “Flüssigkeit“ Wasser *verbinden*!

        …. und !!! Metapher!!!
        ähnlich MUß sich der Kapitalismus in die Flüssigkeit Sozialismus “umwandeln“, dessen *chemisches* Ergebnis NICHTS anderes als das PARADIES auf Erden sein kann: welches als Kommunismus bezeichnet wird!!!

        …. und all dieser UNSINN, weil die Menschen in einer Welt leben, die im Zustand leben, welcher der Illusion bedarf, die vom Opium des Volkes süchtig und abhängig gemacht sind — Marx, 1844 …. oder Plato: ***Der Mensch lebt in eine Höhle: “Die Schatten an der Wand werden für wirklich und damit für WAHR gehalten! … und so versuchen die Menschen – auch noch nach über 2.500 Jahren – die HÖHE der Schatten an der Wand zu messen!!!

        [*1] Bruce Kent: The Spoils of War. The Politics, Economics, and Diplomacy of Reparations 1918–1932. Clarendon, Oxford 1989, S. 303 und 325.

        [*2] Carola Stern, Thilo Vogelsang, Erhard Klöss und Albert Graff (Hrsg.): dtv-Lexikon zur Geschichte und Politik im 20. Jahrhundert. dtv, München 1974, S. 70.
        James C. Baker: The Bank for International Settlements: Evolution and Evaluation, Praeger, 2002, ISBN 1-56720-518-6, Seite 6
        Bundesarchiv. Akten der Reichkanzlei: „…Bankhaus Morgan vertreten.“

        [*3] Deutsche Bundesbank: Aufgabenfelder, Rechtlicher Rahmen, Geschichte, April 2006, S. 13.
        Meyers Konversationslexikon. 4. Auflage, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig / Wien 1885–1892, S. 332

    • Emil Schaarschmidt schreibt:

      Danke für Deinen Hinweis auf die BIZ! Sie wurde just in dem Jahr gegründet als der Youngplan verabschiedet und eine Bankenkrise inszeniert wurde aus der Hitler als Retter der Nation hervorging. Das ist natürlich kein Zufall sondern eine langfristige Vorbereitung auf zukünftige Kriege. Kurzfristig war es, von 1929 aus gesehen der 2. WK. Wie es langfristig um die BIZ bestellt ist, sehen wir heute. Daß Anleien des Youngplanes bis in die 80er Jahre reichten sollte in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben. Auch der Mord an Olof Palme fällt in diese Zeit!

  12. Emil Schaarschmidt schreibt:

    jauhuchanam राम अवत कृष्ण יוחנן אליהו schreibt: Ist dafür ein Kapitalist bestraft worden, hat er sein Vermögen verloren? Nein.

    Doch! Entsprechend der 1945 in Potsdam gefassten Beschlüsse wurde diese Enteignung in der SBZ durchgeführt! Aber eben nur in der SBZ und nicht in Gesamtdeutschland wie es vereinbart war.

    • sascha313 schreibt:

      🙂 natürlich hast Du recht, Emil! Und das verzeihen die Kapitalisten und ihre Lakaien der DDR nie, was auch der Grund für die unverminderte Hetze gegen die DDR ist..

    • Herrjemine!

      Die Kapitalisten, die ihr geraubtes Eigentum in der SBZ, unter den “polnischen“ oder “sowjetischen“ *Verwaltungen* stehenden Gebieten verlustig gingen, wurde durch den “Lastenausgleich“ in der BRD vom Deppen-Doofen Mittelstand und den ahnungslosen und ungebildeten Arbeitern JEDER Verlust PLUS Zins auf den Verlust ERSTATTET!!!

      [Doch! Entsprechend der 1945 in Potsdam gefassten Beschlüsse wurde diese Enteignung in der SBZ durchgeführt!] JA! UND? ES HATTE FÜR DIE KAPITALISTEN überhaupt keine Auswirkungen: Sie haben weiterhin “ihr Geld bekommen“.

  13. Johann Weber schreibt:

    Zur Bank für internationalen Zahlungsverkehr (BIZ) hier eine sehr interessante Information. Diese dürfte den Menschen in der Alt-BRD nicht bekannt gewesen sein. Jedoch den Menschen in der sowjetisch besetzten Zone. Unter dem Titel „Schleuse für Auslandskapital“ schrieb die Berliner Zeitung am 16. September 1948:

    „Frankfurt a. M. (ADN). Die „Bank für internationalen Zahlungsverkehr“ (BIZ) wurde von der sogenannten Marshall-Plan-Verwaltunq mit der Durchführung des Zahlungsverkehrs zwischen den Marshall-Ländern beauftragt. Zu den künftigen Aufgaben der BIZ gehört es auch, die Anleihegeschäfte zu manipulieren, die mit dem Marshall-Plan verbunden sind.  Bei der „Bank für internationalen Zahlungsverkehr“ handelt es sich um jenes Bankinstitut, das vor dem Hitlerkrieg als Clearinghaus für das internationale Finanzkapital arbeitete und in dessen Aufsichtsrat namhafte Vertreter der IG-Farben und auch Dr. Schacht saßen. Die Konferenz von Bretton Woods hatte im Jahre 1944 bereits die Liquidierung der BIZ beschlossen. Dessen ungeachtet gab die BIZ schon vor Jahresfrist bekannt, daß sie ihre Geschäfte zusammen mit der von den Amerikanern beherrschten Weltbank fortsetzen werde.“

    Wie schrieb Karl Mai in seinem Artikel vom 27.7.2008:
    „Zum banktechnischen Effekt des Strauß-Kredits von 1983
    Der im Zuge der deutschen Entspannungspolitik möglich gewordene „Strauß-Kredit“ von 1983 in Höhe von 1 Mrd. DM wurde zunächst dazu verwendet, die zeitweilige Kreditverweigerung der westlichen Banken – die damals gegenüber Polen, Ungarn und Rumänien ebenso bestand – zu durchbrechen. Dies wurde dadurch erreicht, dass einerseits die DDR diesen Kredit nicht direkt zur Importfinanzierung beanspruchte, sondern als Liquiditätsguthaben im westlichen Bankensystem deponierte.“

    Diese von der Propaganda gegen die DDR ausgesprochene Pleite, war in Wirklichkeit eine „Zahlungsunfähigkeit“ der DDR, Anfang der 1980-iger Jahre. Nicht weil die DDR wegen dieser „Zahlungsfähigkeit“ keine Darlehen von Westbanken mehr bekam, sondern weil westliche Banken zu einer Kreditverweigerung gezwungen wurden. Zu dieser Zeit war Roland Reagan Präsident der USA. Heute ist allgemein bekannt, dass Roland Reagan einen Feldzug gegen den Kommunismus ausgerufen hatte und auch durchgeführt hat.

    • sascha313 schreibt:

      Ein großes Dankeschön, lieber Johann Weber! Und was für ein Glück, daß es die Möglichkeiten gibt, auf wissenschaftliche Literatur (wozu ich die DDR-Zeitungen zähle!) zurückzugreifen.

      Und dann ist es ja noch so, daß alle schwierigen Themen von der Masse der Menschen ignoriert werden, da ohnehin die Voraussetzungen zum Verständnis fehlen. Was kann also besser sein, als dem Leser hier auf einfache Weise Klarheit zu verschaffen!

    • Emil Schaarschmidt schreibt:

      Der 1929 in Kraft getretene Youngplan wurde über die im gleichen Jahr gegründete BIZ (BIS) abgewickelt. Ziel war es, die Zahlung der seit Versaille fälligen Reparationszahlungen so weit wie möglich hinauszuzögern. Damit ergab sich für den Youngplan eine Laufzeit bis 1988! Nicht die DDR sondern die BRD brauchte Geld! Man kann auch sagen: Der Westen war Pleite! Und das lässt Glasnost, Perestroika und die Ereignisse im Jahr 1989 in einem ganz andererm Licht erscheinen!

      • Das ist falsch!

        Der “Youngplan“ und die BIZ galten und gelten ausschließlich dazu, die Rüstung der USA, GB, DR, IT, Spanien, Portugal — sprich Europas — zu finanzieren, UM DAMIT die Voraussetzungen zu schaffen die Sowjetunion (heute Russland) überfallen und (in deren Augen) vernichten zu können!!!
        um dieses Gebiet — ähnlich Afrika und des Osmanischen Reiches — unter sich zu verteilen, wie es Bismarck 1896 auf der “Berlin Konferenz“ *mit seinen Partnern* beschlossen und ‚VERTRAGLICH VEREINBART!!!‘ hat!!!

      • Emil Schaarschmidt schreibt:

        Am Tatbestand daß sowohl Marshallplan als auch Youngplan über die BIZ abgewickelt worden sind, zeigt sich auch, daß der Marschallplan nichts weiter ist als die Fortsetzung des Youngplan. Natürlich wurde auch die BIZ damit begründet, daß sie für die Abwicklung von Reparationszahlungen zuständig sei. In Wirklichkeit sorgt die BIZ jedoch dafür daß die Gelder genau andersherum fließen!

  14. Emil Schaarschmidt schreibt:

    Wimmer lügt: Wir sind der NATO nur beigetreten weil wir ein Verteidigungsbündnis haben wollen. Mehr Wimmer brauche ich nicht!

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